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Montagsfrage: Gestern Top, Heute Flop?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Meine Güte, ich bin wirklich durcheinander mit den Tagen. Beinahe hätte ich vergessen, dass heute ja Montag ist und somit die neue Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja ansteht. Mein inneres Chaos liegt vor allem an meinem Krankenhausaufenthalt letzte Woche. Ja, ganz richtig, ich war schon brav in stationärer Behandlung und habe mein zertrümmertes Handgelenk operieren lassen. Jetzt bin ich stolze Besitzerin einer Titanplatte, die enttäuschenderweise bisher keine erkennbaren übernatürlichen Kräfte auslöste, mir dafür aber rasant meine Beweglichkeit zurückgibt. Ich kann mir wieder selbst meine Schuhe zubinden, beidhändig einen Zopf machen und mir mit rechts die Zähne putzen. Kleine Siege. Ich muss keine Schiene oder ähnliches tragen, laufe allerdings noch mit einem Verband herum, der die OP-Wunde schützt. Deshalb musste ich heute auch wieder zum Arzt, einen Verbandswechsel vornehmen lassen und bin daher später dran als gewöhnlich mit der Montagsfrage.

Gibt es ein Buch, das du früher richtig gern mochtest, aber inzwischen nicht mehr?

Puh, gute Frage. Es gibt sicher einige Bücher, denen ich schlicht entwachsen bin. Ich denke, das ist vollkommen normal, schließlich haben sich mein Geschmack und meine Vorlieben verändert und erweitert. Ich lese keine Pferdebücher mehr und würde auch längst nicht mehr zu der allseits beliebten Reihe „Freche Mädchen – Freche Bücher“ greifen. Mir will allerdings kein Buch einfallen, für das sich meine Gefühle um 180° gedreht hätten. Es gibt kein Buch, das ich früher liebte und heute hasse. Nehmen wir zum Beispiel einmal die „Godspeed“ – Trilogie von Beth Revis. Ich begann diesen Mehrteiler 2011, kurz nach Erscheinen des ersten Bandes. Aus Geiz brauchte ich ewig, um die Folgebände zu kaufen und las das Finale „Die Ankunft“ daher erst 5 Jahre später, im April 2016. Das ist eine lange Zeit und wie erwartet hat sich mein Eindruck der Geschichte verändert. Ich denke nicht, dass ich sie weiterverfolgt hätte, hätte ich sie heutzutage zu lesen begonnen. Ich fand sie äußerst simpel gestrickt und wenig anspruchsvoll, sodass ich nicht mehr die gleiche Begeisterung wie 2011 empfand. Aber das war in Ordnung. Ich habe damit gerechnet, dass das passieren würde und es machte mir dementsprechend überhaupt nichts aus. Ich wollte die Trilogie einfach beenden, die Altlast beseitigen und erhielt daher genau das, was ich von „Die Ankunft“ erwartet hatte: einen Abschluss. Versteht ihr, meine Erwartungshaltung wurde voll und ganz erfüllt, weshalb ich nicht behaupten kann, dass ich das Buch nicht mochte. Es ist nur keine Lektüre mehr, die ich von meinem heutigen Standpunkt aus auswählen würde.

Haben sich eure Empfindungen für ein Buch über die Jahre radikal verändert?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen zauberhaften Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli  ❤

 

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Oscar Wilde – De Profundis: Epistola in Carcere et Vinculis

Dies ist keine gewöhnliche Rezension. Vielleicht ist euch bereits aufgefallen, dass ich dieses Mal auf eine Sternevergabe verzichtet habe. Ich habe diese Entscheidung getroffen, weil ich glaube, dass „Epistola in Carcere et Vinculis“ oder auch kurz „De Profundis“ von Oscar Wilde es nicht verdient, mit einer plumpen Sternenanzahl beurteilt zu werden. Bei dem Text handelt es sich um einen Brief von etwa 50.000 Worten, den Wilde während seiner Zeit im Zuchthaus von 1895 bis 1897 an seinen ehemaligen Liebhaber Lord Alfred Bruce Douglas schrieb. Wie anmaßend wäre es, ein Schriftstück bewerten zu wollen, in dem ein verzweifelter Mann sein Innerstes nach außen kehrte und niederschrieb, was ihn bewegte?

Daher habe ich beschlossen, von der gewohnten Struktur meiner Rezensionen Abstand zu nehmen und diesen berührenden Brief vollkommen eigenständig zu besprechen. Es ist kein Roman. Es ist keine Geschichte, obwohl der Text durchaus eine Geschichte erzählt. Ich kann meine üblichen Maßstäbe hier nicht anlegen. Stattdessen möchte ich euch zuerst die historischen Fakten darlegen, bevor ich erkläre, wie „De Profundis“ auf mich wirkte und welche Schlussfolgerungen ich daraus ziehe. Es ist das tragische Zeugnis eines gebrochenen Mannes, das ihr ohne Kontext nicht verstehen werdet. Ich war entsetzt, was aus dem ehemals erfolgreichen Autor Oscar Wilde geworden war.

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Verfasst von - April 19, 2017 in Englisch, Klassiker, Rezension

 

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Genevieve Cogman – The Invisible Library

Ich glaube fest daran, dass Genevieve Cogman, Autorin der Reihe „The Invisible Library“, eine tolle und interessante Person ist. Leider ist ihre Kurzbiografie, die sie auf ihrer Website veröffentlichte, sterbenslangweilig. Da steht lediglich, dass sie für verschiedene Rollenspielprojekte geschrieben hat und aktuell für den englischen National Health Service arbeitet. Gähn. Glücklicherweise interessiert mich das Privatleben von Autor_innen beim Buchkauf nicht. „The Invisible Library“ fiel mir in einer Buchhandlung ins Auge. Oh ja, das kommt durchaus noch vor. Der Klappentext gefiel, das Cover auch – es durfte spontan bei mir einziehen.

Irene ist keine Diebin. Nein, sie ist Bibliothekarin. Zugegeben, in ihrem Job muss sie sich hin und wieder als Agentin und Spionin betätigen, aber diese Ausflüge dienen schließlich einem höheren Wohl. Sie infiltriert alternative Welten, lokalisiert wertvolle Bücher und stellt diese unter den Schutz der Unsichtbaren Bibliothek, die zwischen den Welten existiert. Irenes letzter Auftrag verlief erfolgreich, wenn auch turbulent, sodass sie reichlich verwundert ist, sofort auf den nächsten Fall angesetzt zu werden. In Begleitung des neues Rekruten Kai soll sie ein Buch aus einer alternativen Welt bergen, die hochgradig vom Chaos infiziert ist. Doch als Irene und Kai dort eintreffen, ist das Buch verschwunden. Es wurde gestohlen. Mit leeren Händen in die Bibliothek zurückzukehren kommt nicht in Frage, also stürzt sich das Duo kopfüber in die Unterwelt Londons. Zwischen Geheimgesellschaften, übernatürlichen Wesen und handfester Detektivarbeit begegnet ihnen das schmutzigste Geheimnis der Bibliothek – und plötzlich sind ihre Leben und die Realität selbst in Gefahr. Von wegen langweiliges Dasein einer Bibliothekarin.

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Verfasst von - April 7, 2017 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Steven Erikson – Die Feuer der Rebellion & Die Knochenjäger

Imperatrix Laseen entsendete Mandata Tavore mit einem eindeutigen Auftrag ins Reich der Sieben Städte: sie sollte die Rebellion des Wirbelwinds samt ihren Wurzeln herausreißen und das Land erneut befrieden. Nach dem verhängnisvollen Blutbad im Sand der Raraku ist der Aufstand niedergeschlagen; Sha’ik ist tot und die Göttin wurde bezwungen. Doch eine kleine Schar ihrer Anhänger entkam. Angeführt von Sha’iks gefürchtetem Leibwächter Leoman von den Dreschflegeln fliehen die Überlebenden in die uralte Festungsstadt Y’Ghatan. Tavore hat keine andere Wahl, als sie mit der erschöpften 14. Armee zu verfolgen, obwohl sie weiß, dass Y’Ghatan für das malazanische Imperium in der Vergangenheit nichts als Kummer und Schmerz bereithielt. Hier starb Dassem Ultor, das Erste Schwert, der größte Held der Malazaner. Trotz dessen muss Tavore ihre Soldat_innen in den Kampf gegen die Feuer der Rebellion schicken. Scheitern ist keine Option, denn sie darf der Imperatrix keine Vorwände liefern. In den letzten Monaten wurden Laseens Pläne und Absichten stetig undurchschaubarer, sie selbst unberechenbarer. Würde sie sich aus Machthunger gegen ihr eigenes Volk wenden und sich im brodelnden Krieg der Götter auf ein gefährliches Spiel einlassen? Würde sie sich mit dem Verkrüppelten Gott verbünden?

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Erfahrungsbericht zum Reread von Harry Potter und Der Orden des Phönix

Der Tod der Unschuld

Erinnert ihr euch daran, dass zwischen der Veröffentlichung des vierten Bandes der „Harry Potter“ – Reihe, „Harry Potter und Der Feuerkelch“ (zum Erfahrungsbericht geht es HIER lang), und des fünften Bandes „Harry Potter und Der Orden des Phönix“ 3 Jahre vergingen? Ich nicht. Ich habe das Gefühl, ich müsste diese lange Wartezeit irgendwo in meinem Gedächtnis abgespeichert haben, aber vermutlich interessierten mich in dieser Zeitspanne andere Dinge einfach mehr.
Als „Der Orden des Phönix“ am 08. November 2003 in Deutschland erschien, war ich 14 Jahre alt. Was für ein Alter. Meine ganze Welt war im Begriff, sich zu verändern, weil ich mich veränderte. Ich verabschiedete mich spontan von meinen langen schwarzen Haaren auf der linken Seite meines Kopfes und ließ mir – lange, bevor es modern wurde – von einem Kumpel einen Halfcut rasieren. Ich trug mein erstes Paar Springerstiefel. Ich versuchte mich an der Rebellion der Jugend; wollte frei, wild und unabhängig sein. Die Punker-Szene zog mich magisch an, ich wollte unbedingt dazu gehören. Kein Jahr mehr und ich würde mein Elternhaus verlassen, um bei meinem damaligen Freund zu wohnen.

Dass Harry in dieser chaotischen Phase meines Lebens überhaupt seinen Platz hatte, ist ein kleines Wunder. Lesen war in den Kreisen, in denen ich mich bewegte, nicht hoch angesehen. Ich konnte diese Leidenschaft mit niemandem teilen. Ich verschwieg meine Liebe zum geschriebenen Wort nicht, aber ich erwähnte sie meiner Erinnerung nach nur sehr, sehr selten. Für mich war (und ist) Lesen selbstverständlich, etwas, das ganz natürlich zu mir gehörte. Ich musste nicht darüber sprechen und vielleicht habe ich einfach angenommen, dass all meine verrückten Freunde zu Hause auch lesen würden. Rückblickend weiß ich, dass das nicht der Fall war. Als Bücherwurm war ich in der Punker-Szene eine Kuriosität. Ich denke, es ist gut, dass mir das damals nicht bewusst war. Andernfalls hätte ich dieses Hobby eventuell aufgegeben, weil ich geglaubt hätte, dass sich das für eine richtige Punkerin nicht schickt. Die Anerkennung meines Umfelds war mir in diesem Alter so wichtig, dass ich bereit gewesen wäre, mich zu verbiegen. Wer weiß, wann und ob ich diesen Bestandteil meiner Persönlichkeit und Identität wiederentdeckt hätte. Die typisch jugendliche Eigenschaft, von sich auf andere zu schließen, diese blinde Ignoranz anderer Lebensweisen, bewahrte mich davor, zu vergessen, wie viel mir das Lesen bedeutet. Sie bewahrte mich davor, Harry zu vergessen.

Nichtsdestotrotz erinnere ich mich leider überhaupt nicht daran, in welcher Situation mir „Der Orden des Phönix“ das erste Mal begegnete. Ich weiß nicht, ob ich den Veröffentlichungstermin herbeisehnte, ob ich den fünften Band kurz darauf bekam oder länger warten musste. All diese Eindrücke prägten sich nicht tief genug ein, weil mein Leben damals voller Neuheiten und (subjektiver) Abenteuer war. Ich war abgelenkt. Ich finde das heutzutage schade, aber ich kann mir verzeihen. Es macht nichts, dass ich nicht mehr weiß, unter welchen Umständen ich den fünften Band das erste Mal las, denn ich erinnere mich sehr wohl an die Gefühle meines 14-jährigen Ichs während der ersten Lektüre – ich mochte ihn nicht besonders. Im Ernst. Kein Spaß. Natürlich handelte es sich dabei um Jammern auf hohem Niveau, schließlich ist es ein Potter und somit automatisch ein gutes Buch, doch ich erinnere mich, dass ich mich mit der Düsternis in „Der Orden des Phönix“ nicht wohl fühlte. In meinem persönlichen Ranking der Reihe stand er immer ganz unten.

Seit dem Tag, an dem Marina aka DarkFairy und ich 2016 begannen, alle „Harry Potter“ – Bände noch einmal zu lesen, vermutete ich, dass ich „Der Orden des Phönix“ als Erwachsene anders bewerten würde. Ich war von Anfang an überzeugt, dass sich meine Meinung wandeln würde. Als wir uns zum fünften Band vorgelesen hatten, war ich deshalb besonders gespannt, wie dieser auf mich wirken würde. Ich war bereit, neue Erinnerungen zu schaffen.

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Erfahrungsbericht zum Reread von Harry Potter und Der Feuerkelch

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Die Schatten werden länger

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Es ist seltsam. Je weiter Marina aka DarkFairy und ich in unserem „Harry Potter“ – Reread voranschreiten, desto unzuverlässiger werden meine Erinnerungen. Bereits beim dritten Band, „Harry Potter und Der Gefangene von Askaban“, ließ mich mein Gedächtnis im Stich; ich weiß nicht mehr, wann ich ihn das erste Mal in den Händen hielt. An meine erste Begegnung mit „Harry Potter und Der Feuerkelch“ habe ich ebenfalls keine konkreten Erinnerungen, allerdings ist ein Teil meines Ichs fest überzeugt, dass ich den vierten Band zu Weihnachten von meinen Eltern geschenkt bekam. Obwohl ich nicht in der Lage bin, Momentaufnahmen von diesem Weihnachtsabend abzurufen, besteht dieser Teil darauf, dass es so gewesen ist. Theoretisch ist das möglich, denn „Der Feuerkelch“ erschien im Oktober 2000 auf dem deutschen Markt. Ich war 11 Jahre alt, alt genug für eine Eule aus Hogwarts, die sich leider bis heute nicht blicken ließ.

16 Jahre später freute ich mich sehr auf den Reread des vierten Bandes, weil ich ihn stets als unheimlich aufregend empfand. Zwei Großereignisse erwarteten mich, die Quidditch-Weltmeisterschaft und das Trimagische Turnier, an dem Harry unfreiwillig teilnehmen würde.
Nachdem ich während des Rereads von „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ anfangs Schwierigkeiten hatte, mich an die Bilder meiner Fantasie zu erinnern und immer wieder von den Darstellungen der Verfilmung überwältigt wurde, versuchte ich, möglichst gelassen an „Der Feuerkelch“ heranzugehen und mich nicht unter Druck zu setzen. Ich habe gelernt, dass meine Vorstellungskraft am besten funktioniert, wenn ich sie frei fließen lasse und nicht zu viel darüber nachdenke. Da ich bereits vor der Lektüre einige meiner eigenen Bilder abrufen konnte, war ich zuversichtlich, dass es auch beim Lesen klappen würde. Ich lag richtig. Meine Bilder überlagerten die Film-Darstellungen. Hin und wieder wollte sich ein vorwitziges Film-Bildchen in den Vordergrund drängen, doch in diesen Fällen konnte ich, wie bereits beim Lesen von Band 1 und 2, dieses einfach bewusst nach hinten schieben. Ich sah, was ich sehen wollte und fühlte mich in meine Kindheit zurückversetzt.

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Verfasst von - Februar 21, 2017 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Montagsfrage: Längste Buchreihe?

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Hallo ihr Nachtschwärmer! 🙂

Der Super Bowl LI ist in vollem Gange, da sich die Atlanta Falcons aber offenbar recht deutlich gegen die New England Patriots durchsetzen können und es der Partie meinem Empfinden nach definitiv an Spannung mangelt, habe ich beschlossen, doch noch fix die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja zu beantworten. Es ist 03:15 Uhr morgens, die Äuglein werden langsam schwer, also quatsche ich nicht lange rum und komme heute mal direkt zum Punkt. 🙂

Welche ist deine längste Buchreihe im Regal und was gefällt dir so gut daran?

Es kann nur eine geben. Ich musste nicht zählen oder überlegen. Meine längste Buchreihe im Regal ist mit sagenhaften 20 Banden „Anita Blake“ von Laurell K. Hamilton. Dabei bin ich noch nicht mal aktuell. Erschienen sind bis heute 25 vollwertige Bände, Nummer 26 ist für Juni dieses Jahres angesetzt. Hamilton bekommt von ihrer Heldin einfach nicht genug und verfügt anscheinend über ein endloses Repertoire neuer Abenteuer. Mittlerweile traue ich ihr zu, bis zum Tag ihres Todes weiterzuschreiben.
Wie bereits mehrfach erwähnt, verbindet mich mit Anita eine lange, bewegte Geschichte. Sie war meine erste UF-Heldin. Nach dem Drama mit den deutschen Übersetzungen, das in der Einstellung der Reihe nach Band 12 seitens Bastei Lübbe gipfelte, habe ich 2015 entschieden, den Sprachenwechsel zu wagen und noch einmal komplett von vorn zu beginnen. Ich habe Anita immer geliebt und glaube an die Reihe, obwohl mir gewisse Entwicklungen nicht gefielen. Letztes Jahr habe ich bereits die ersten beiden Bände im Original erneut gelesen. Ich war zutiefst erleichtert, dass sie in mir noch immer die gleiche Begeisterung wecken wie damals, als ich Anita gerade erst kennenlernte. Umso gespannter bin ich darauf, herauszufinden, ob mich auch die Folgebände überzeugen und kann es kaum erwarten, endlich den Punkt zu erreichen, ab dem mir der Verlauf der Geschichte wieder unbekannt ist.
Die Protagonistin war für mich stets das ausschlaggebende Element der Reihe. Anita ist eine starke, unabhängige, witzige Frau, die sich mutig ihren Ängsten und all den übernatürlichen Kreaturen ihres Universums stellt. Ich bewundere sie. In jüngeren Jahren wollte ich sein wie sie (ohne die Waffen). Anita wird immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben. Ich werde ihr die Treue halten, komme was da wolle, selbst, wenn die Reihe eines Tages 50 Bände oder mehr umfasst. 😉

Welche Reihe nimmt in eurem Regal am meisten Platz ein und warum liebt ihr sie?

Ich werde heute sicher erst spät zum Stöbern kommen, da das Footballspiel überraschend nun doch noch spannend geworden ist und ich es auf jeden Fall bis zum Ende verfolgen werde. Nichtsdestotrotz freue ich mich auf eure Antworten und Kommentare und wünsche euch allen einen wundervollen Montag!
Alles Liebe,
Elli  ❤

 

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Montagsfrage: Schätze aus der Kindheit?

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Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich kämpfe derzeit mit einem Rezensionsmonster. Kennt ihr diese Rezensionen, die euch einfach nicht gelingen wollen? So ergeht es mir aktuell mit „Nights of Villjamur“ von Mark Charan Newton. Die Rezension wächst und bläht sich auf, färbt sich giftgrün und hat auf einmal viel zu viele Arme und Augen. Ich habe schon mehrfach komplett neu angefangen und bin effektiv trotzdem noch keinen Schritt voran gekommen. Aber ich gebe nicht auf. Ich kämpfe so lange, bis ich dieses verdammte große, giftgrüne Monster vertrieben habe und die Rezension endlich online gehen kann. Drückt mir die Daumen!
Heute gönne ich mir allerdings eine kleine Kampfpause, um die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja beantworten zu können:

Hast du bestimmte Bücher aus deiner Kindheit, die schöne Erinnerungen hervorrufen?

Ha, ich weiß schon, welche Bücher garantiert am häufigsten genannt werden! 😀 Ich verwette meinen linken Arm darauf, dass mindestens jede_r zweite „Harry Potter“ antwortet. Ich bin da natürlich keine Ausnahme, auch ich verbinde zahlreiche schöne Kindheitserinnerungen mit HP. Trotzdem möchte ich heute primär von zwei anderen Büchern erzählen, die mir gleich als erstes eingefallen sind.

Das erste ist „Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen“ von James Krüss. Timm Thaler war der Held meiner Kindheit. Ich habe das Buch unzählige Male gelesen, erst gemeinsam mit Mutter, später allein. Er hat mich stets begleitet und ich bin sicher, seine Geschichte hat maßgeblich dazu beigetragen, mich zu einem besseren Menschen heranwachsen zu lassen. Im Dezember 2014 habe ich den Reread gewagt und überglücklich festgestellt, dass sie im Prinzip noch immer die gleiche Wirkung auf mich hat wie vor 20 Jahren. Die Dimensionen sind geschrumpft, aber die Botschaft berührt mein Herz bis heute. Ich denke, ich werde immer zu Timms Geschichte zurückkehren. Schlage ich die Seiten meiner Ausgabe auf, die mehr als 50 Jahre alt ist, versetzt mich das sofort in meine Kindheit zurück; ich kann sie riechen, sehen und fühlen, als wäre sie zwischen den Buchdeckeln konserviert. Ich liebe das Buch und ich liebe es, dass es mir das Gefühl gibt, meiner Mama sehr nahe zu sein. Das ist wahre Magie.

Das zweite Buch ist „Käpt’n Blaubärs Reine Wahrheit“ von Bernhard Lassahn. Vermutlich wundert ihr euch nun, dass diese kleine Geschichtensammlung nicht von Walter Moers stammt, der die Figur des Käpt’n Blaubär erfunden hat. Soweit ich das heute beurteilen kann, erhielt Bernhard Lassahn eine Erlaubnis, das geistige Eigentum von Moers zu verwenden, um dieses Kinderbuch zu schreiben. Als das Buch in meinem Leben eine Rolle spielte, wusste ich nicht, wer sich den Seemannsgarn spinnenden Bären, seine drei Enkel und Hein Blöd ausgedacht hat und es war mir auch egal. Ich kannte sie aus „Die Sendung mit der Maus“, die ich mir immer gemeinsam mit meinem Vater ansah. Deshalb war es für mich völlig selbstverständlich, dass nur Papa „Käpt’n Blaubär“ vorlesen durfte. Sonst brachte mich eigentlich immer meine Mutter ins Bett und las mir vor, aber wenn ich von Blaubärs Abenteuern hören wollte, musste Papa ran. Mama durfte das nicht. Ich weiß nicht, wie oft ich über diese Geschichten gelacht habe. Ich habe Blaubär immer geliebt und ich liebte es, wie viel Mühe mein Vater sich beim Vorlesen gab. Ich erinnere mich, dass er immer einen Küstendialekt imitierte, wenn er dem alten Bären seine Stimme lieh. Ich fand das wunderbar. Bis heute bringt mich diese Kindheitserinnerung zum Lächeln. Danke, Papa. 🙂

Beide Bücher stehen noch immer in meinem Regal. Ich werde sie nie, nie, niemals weggeben. Schätze aus der Kindheit sollte man bewahren in dieser Welt, die oft nur wenig Freude zu bieten hat.

Welche Bücher erinnern euch an eure Kindheit?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Geschichten und werde mich gleich zu einer ausgedehnten Stöberrunde aufmachen. Das Rezensionsmonster kann auch bis morgen warten und noch ein bisschen rummonstern. Habt einen wundervollen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli  ❤

 

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Montagsfrage: Die Krux mit dem SuB?

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Hallo ihr Lieben! 🙂

Passend zur Halbzeit im Spiel Green Bay Packers vs. Dallas Cowboys ist bereits die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja online, sodass ich die Pause sinnvoll nutzen kann. Und ja, ich bin eher Käsekopf als Kuhmädel. 😀

Fühlst du dich hin und wieder von deinem SuB gestresst oder gefällt es dir immer viel Auswahl da zu haben?

Ich freue mich sehr über die heutige Montagsfrage, weil das Thema in den letzten Wochen und Monaten irgendwie ständig aufkam. Offenbar bin ich eine Rarität unter den Buchblogger_innen: mir ist die Höhe meines SuBs vollkommen wurscht und ich verstehe auch nicht, warum das eine Rolle spielen sollte. Wieso sollte ich keine neuen Bücher kaufen dürfen, nur, weil ich noch nicht jedes Buch auf meinem SuB gelesen habe? Warum sollte ich ein schlechtes Gewissen haben? Mir ist bis heute kein plausibler Grund eingefallen. Schließlich werden Bücher nicht schlecht. Sie sind geduldig. Es ist meiner Meinung nach absolut unwichtig, ob sie nun einen Monat oder 20 Jahre in meinem Regal darauf warten, gelesen zu werden und wie viele es sind.

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Anonymus – Das Buch des Todes

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Anfang 2016 habe ich mir vorgenommen, in diesem Jahr die „Bourbon Kid“-Reihe von Anonymus zu beenden. Im Mai startete ich voller Elan mit dem dritten Band in dieses Vorhaben. Leider enttäuschte mich „Das Buch ohne Gnade“, weil es weder die Geschichte weiterführte, noch qualitativ an die beiden Vorgänger heranreichte. Ich war irritiert. Was sollte ich mit dieser losgelösten Episode anfangen? Und was sagte sie über das Finale der Reihe aus, „Das Buch des Todes“? Aufgrund meiner Zweifel hatte ich Hemmungen, weiterzulesen und verschob die Lektüre des letzten Bandes wieder und wieder. Im Dezember beschloss ich, dem Elend ein Ende zu setzen. Ich wappnete mich mit geringen Erwartungen und nahm mir endlich „Das Buch des Todes“ vor.

Santa Mondegas Straßen schwimmen in Blut. Nur wenige Stunden sind vergangen, seit der Bourbon Kid in einer Orgie der Gewalt Menschen und Vampire gleichermaßen massakrierte. Aber er erwischte nicht alle. Ausgerechnet die ehemalige Mumie Gaius Rameses ist noch immer quicklebendig. Na ja, oder so lebendig, wie ein Untoter eben sein kann. Nun plant der König der Vampire, mithilfe des Auge des Mondes die Weltherrschaft an sich zu reißen. Der Kid ist der einzige, der ihn aufhalten könnte, sieht sich im Moment allerdings mit einem lästigen Problem konfrontiert: das Auge des Mondes gab ihm seine Seele zurück. Mit diesem unnützen Ballast kann er sich nicht in den gnadenlosen Killer verwandeln, der er sein muss, um eine von Vampiren regierte Zukunft zu verhindern. Er muss sie loswerden. Mit qualmenden Reifen macht er sich auf den Weg zum Devil’s Graveyard, denn glücklicherweise kennt er da jemanden, der für das Ding eher Verwendung hat als er…

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Verfasst von - Dezember 29, 2016 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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