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Montagsfrage: Reiz der Buchmessen?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Letzten Montag habe ich euch vom Drama um die diesjährige Vergabe des Literaturnobelpreises erzählt. Ich hatte damit offenbar genau den richtigen Riecher, denn ob ihr es glaubt oder nicht, das Drama geht weiter und erreichte diese Woche eine neue Ebene.

Der Preisträger von 2019 ist der Österreicher Peter Handke. Ich habe bisher nichts von ihm gelesen und habe es auch nicht vor. Sein Name kommt mir vage bekannt vor, ich könnte allerdings nicht sagen, wann und in welchem Kontext ich von ihm gehört habe. In meiner Welt findet Peter Handke schlicht nicht statt. In der Welt anderer Menschen ist er hingegen durchaus präsent – auf negative Art und Weise, weshalb seine Ehrung mit dem Literaturnobelpreis diese Woche heftig kritisiert wurde. Handke machte in den 90er Jahren von sich reden, weil er anlässlich der Jugoslawienkriege mit Serbien sympathisierte und den Genozid an der bosnischen Bevölkerung verteidigte. Bosnische Schriftsteller_innen empfinden es als Affront, dass Handke nun mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, denn seine politischen Ansichten schlugen sich in seinen Werken nieder, vor allem in dem Reisebericht „Eine winterliche Reise zu den Flüssen Donau, Save, Morawa und Drina oder Gerechtigkeit für Serbien“. Mitglieder des Nobelkomitees hingegen rechtfertigen ihre Wahl des Österreichers mit slowenischen Wurzeln damit, dass (und ich zitiere) „eine klare Grenze zwischen einem politischen, ideologiekritischen, ethisch suchenden Diskurs und der Beschreibung und Gestaltung einer persönlichen Erfahrung zu ziehen“ sei. Man halte ihn nicht für einen Kriegshetzer, weil er stets eine friedliche Lösung der Jugoslawienkriege präferiert habe. Außerdem sei große Literatur, die sich mit schwierigen Themen wie Geschichte und Gewalt auseinandersetze, zu belohnen, denn „Eine harte Welt braucht Schriftsteller, die es mit ihr aufnehmen können“. Handke selbst weigert sich, sich zu den Vorwürfen zu äußern und lehnt Interviews mit dem Verweis darauf, er sei lediglich Schriftsteller, derzeit ab.

Tja. Ich glaube, in der heutigen Zeit muss der Literaturnobelpreis zwangsläufig eine politische Ebene haben. Wertvolle Literatur beschäftigt sich eben häufig mit politischen Entwicklungen und dem Einfluss, den diese auf die Menschen haben. Vielleicht können Literatur (zumindest die Literatur, die potenziell mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wird) und Politik heutzutage nicht mehr getrennt werden. Dennoch ist eine Auszeichnung für einen Mann, der sich offen zu Personen bekannte, die völker- und menschenrechtliche Verbrechen begingen, gelinde gesagt fragwürdig und für Opfer und Nachfahren dieser Verbrechen verletzend. Wieder lande ich bei der Frage, ob die Vergabe des Literaturnobelpreises heute noch zeitgemäß ist. Ein eigener Beitrag zu dem Thema wird immer wahrscheinlicher. Ich werde diese Option noch eine Weile in meinem Kopf hin und her wälzen, bis dahin widme ich mich zum Wochenstart erst einmal wie immer der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise!

Was macht eigentlich den Reiz einer Buchmesse aus?

Ich weiß es nicht. Wüsste ich es, hätte ich vielleicht längst eine Buchmesse besucht, aber da mir nicht einfallen will, was daran so toll sein könnte, bleibe ich regelmäßig im Herbst und Frühling zu Hause, während viele andere Buchblogger_innen nach Leipzig und Frankfurt pilgern. Rein aus fachlicher Sicht ist mir klar, welche Vorteile die Messen für Verlage, Autor_innen, Journalist_innen und ja, auch Blogger_innen haben. Die Möglichkeit, sich zu vernetzen, sollte heutzutage nicht unterschätzt werden. Dennoch werdet ihr mich dort vermutlich niemals antreffen.

Ich bin so gar nicht der Typ Mensch, der sich auf Massenveranstaltungen wohlfühlt. Das Geschubse und Gedränge macht mich nur wütend und stresst mich ungemein. Ich denke nicht, dass ich meinen Besuch auf einer Buchmesse genießen könnte. Der finanzielle Aspekt spielt natürlich ebenfalls eine Rolle, denn ganz billig ist so ein Ausflug nicht, trotz möglicher Akkreditierung. Wenn ich mir überlege, wie viel Geld ich für ein einziges Wochenende ausgeben müsste, frage ich mich, ob der Nutzen diese Kosten rechtfertigt. So richtig kann ich mich mit dem Konzept der Buchmessen nämlich nicht anfreunden. Dort werden Neuerscheinungen vorgestellt, parallel dazu präsentieren sich Schriftsteller_innen und Fachpersonal. Neuerscheinungen interessieren mich nur bedingt; einerseits, weil ich meine Bücher ohnehin überwiegend gebraucht kaufe und andererseits, weil ich mittlerweile hauptsächlich auf Englisch lese. Da es sich um deutsche Buchmessen handelt, heißt das, deutsche Verlage stellen aus. Das widerspricht meine Lesegewohnheiten, denn ich verzichte auf Übersetzungen, wenn ich nicht darauf angewiesen bin. Bücher, die ich im Original lesen möchte, erscheinen auf dem englischsprachigen Buchmarkt deutlich früher, weil Übersetzungen hinfällig sind, demzufolge hätte ich mit der Vorstellung der deutschen Verlage nichts gewonnen. Ich würde ja sowieso das englische Original kaufen. Was Veranstaltungen wie Lesungen oder Frage-Antwort-Runden betrifft, bin ich ebenso skeptisch, ob mir das viel bringen würde. Ich bin mit Situationen, die es erfordern, dass ich Autor_innen Fragen stelle, grundsätzlich überfordert. Mir fällt nie etwas ein, das ich fragen könnte, besonders, weil das meist voraussetzt, dass man das aktuelle Buch dieser Person bereits gelesen hat. Ich lese Bücher aber normalerweise mit reichlicher Verspätung, was daran liegt, dass ich sie gebraucht kaufe und demzufolge länger warten muss, bis sie für akzeptable Preise verfügbar sind und einfach, weil ich sehr selten das Gefühl habe, ein Buch kurz nach der Veröffentlichung lesen zu müssen. In einer Lesung könnte ich mich heftig spoilern, in einer Frage-Antwort-Runde könnte ich nichts beitragen. Es gibt grundsätzlich nur wenige Autor_innen, die ich unbedingt treffen möchte und diejenigen, die ich live erleben möchte, kann ich ebenso gut in einem kleineren Rahmen kennenlernen, zum Beispiel, wenn sie in Berlin Lesungen abhalten. Das hat den zusätzlichen Vorteil, dass ich mich nicht mit anderen Blogger_innen darum prügeln muss, überhaupt einen Platz zu bekommen, denn ich habe nun schon sehr oft gelesen, dass die Veranstaltungen der populären Autor_innen auf Buchmessen hoffnungslos überlaufen sind, was mich zu meinem ersten Punkt zurückbringt: ich würde mich ärgern.
Darüber hinaus habe ich den Reiz, ein Buch auf einer Messe zu kaufen, nie ganz verstanden. Warum sollte ich das einem Besuch im Buchladen oder einer Online-Bestellung vorziehen? Alles, was ich auf einer Buchmesse kaufen würde, müsste ich ja auch wieder nach Hause schleppen, das heißt, mein Kontingent wäre bereits aus logistischen Gründen begrenzt. Mich von Berlin aus um Nachschub zu kümmern, erscheint mir wesentlich bequemer.

Ich glaube nicht, dass ich auf einer Buchmesse richtig aufgehoben wäre. Ich habe mal darüber nachgedacht, dieses Abenteuer trotzdem zu wagen, letztendlich hielten mich jedoch die oben genannten Punkte davon ab, es zu versuchen. Ich denke, es wäre eine enttäuschende Erfahrung für mich und bisher ist es niemandem gelungen, mich vom Gegenteil zu überzeugen, denn die meisten Messeberichte (so positiv sie auch sein mögen) enthalten mindestens zwischen den Zeilen Bestätigungen all meiner Skrupel. Ich wüsste ehrlich nicht, was ich da soll und deshalb kann ich die heutige Frage nur mit einem Achselzucken beantworten.

Warum sind Buchmessen für euch reizvoll?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen wundervollen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

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Thomas Finn – Dark Wood

Rezensionsheader Dark Wood

Es ist erstaunlich, wie viele deutsche Fantastik-Autor_innen ihre Wurzeln in dem populären Pen-&-Paper-Rollenspiel Das Schwarze Auge sehen. Thomas Finn ist einer von ihnen. Seit 1984 ist er ein begeisterter Fan und arbeitete nach einigen beruflichen Umwegen sogar als Redakteur für den Herausgeber, den Schmidt-Spiele Verlag. Bis heute bemüht er sich, sich einmal die Woche mit Freunden zu einem Rollenspielabend zu treffen. DSA hatte erheblichen Einfluss auf seine literarische Laufbahn, weil ihn die Position als Spielleiter „das komplette Handwerkszeug der Dramaturgie“ lehrte, ihm beibrachte, wie man eine Zielgruppe spannend unterhält und ihn auf Auftritte vor Publikum (z.B. bei Lesungen) vorbereitete. Außerdem ist ein fantastisches Rollenspiel selbstverständlich hervorragender Nährboden für Romanideen. So basiert auch sein Horror-Thriller „Dark Wood“ auf einem Rollenspiel-Abenteuer.

Worauf haben sie sich da nur eingelassen? Drei Tage in der norwegischen Wildnis, allzeit umgeben von Kameras. Riskante Aufgaben, die ihre Teamfähigkeit unter Beweis stellen sollen. Eine Produktionsfirma, die von ihnen publikumswirksames Drama sehen will. Stünde die Hamburger Werbefirma STUDIO Alsterblick nicht am Rande des Bankrotts, hätten sich die sechs Angestellten Dagmar, Gunnar, Sören, Lars, Bernd und Katja niemals dazu überreden lassen, an der TV-Reality-Show SURVIVE teilzunehmen. Das Preisgeld von 500.000 Euro kann das Fortbestehen der Firma sichern – und demzufolge auch ihre Jobs. Fest entschlossen, das Geld einzustreichen, ohne sich manipulieren zu lassen, treten die sechs die Reise in die düsteren, einsamen Wälder Norwegens an. Doch kaum sind sie dort angekommen, beginnt die Situation außer Kontrolle zu geraten. Nicht alle sind an der Rettung der Agentur interessiert. Streit, Lügen und Geheimnisse vergiften die Stimmung, sodass das Team zu spät bemerkt, dass sie nicht allein sind. Sie werden beobachtet – und schon bald müssen sie tatsächlich um ihr Überleben kämpfen…

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Verfasst von - 24. Juli 2019 in Horror, Rezension, Thriller

 

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Montagsfrage: Der kleine, aber feine Unterschied?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Der letzte Montag war ein Freudentag, weil die Montagsfrage bei Antonia von Lauter&Leise ein neues Heim gefunden hat. Dieser Montag ist ebenfalls ein besonderer Tag, denn die Wartezeit ist endlich vorbei. Sieben lange Monate mussten wir ausharren. Sieben lange Monate ohne Touchdowns, Field Goals, Rushing Yards, Turnover, Sacks und Hail Marys. Sieben lange Monate ohne eine feste Sonntagabendbeschäftigung sind endlich vorbei. Die neue Footballsaison ist gestartet! Ich freue mich! 😀 Passenderweise haben der Lieblingsmensch und ich aktuell Urlaub, daher hocken wir gerade noch vorm Fernseher und verfolgen die späte Partie der Seattle Seahawks gegen die Denver Broncos. Eventuell wird unsere Begeisterung in ein paar Stunden noch einmal ganz neue Höhen erreichen, denn diesen Montag gehen die letzten Tickets für die NFL London Games in den Verkauf und wir werden versuchen, Karten für das Spiel Seahawks vs. Raiders zu ergattern. Sollte das klappen, fliegen wir im Oktober nach London und sehen unser erstes NFL-Spiel LIVE! Ich bin furchtbar aufgeregt und bete zu allen möglichen Göttern! Drückt uns die Daumen, besonders dem Lieblingsmenschen, denn der hat heute nämlich auch noch zufällig Schlüpftag. 😉
Um nicht die ganze Zeit nervös auf die Uhr zu starren und die Minuten zu zählen, widme ich mich jetzt der heutigen Montagsfrage:

Ist Hörbuch-Hören für dich mit „klassischem“ Lesen gleichzusetzen? Oder ist beides für dich grundverschieden?

Was Hörbücher betrifft, bin ich kein Maßstab. Ich höre keine Hörbücher, weil ich diese Form des Literaturkonsums als Schummeln empfinde. Das ist keine Kritik an all denjenigen, die dieses Medium gern nutzen und ich verstehe vollkommen, warum sie in bestimmten Situationen praktisch, bequem und sogar hilfreich sind. Rein rational erkenne ich den Wert von Hörbüchern an. Aber emotional kann ich mich nicht darauf einlassen. Etwas in mir sträubt sich dagegen, mir ein Buch vorlesen zu lassen, das ich auch selbst lesen kann. Vielleicht ist es das kleine Mädchen in meinem Inneren, das so hart dafür arbeitete, endlich allein lesen zu können. Ich weiß es nicht und kann auch nicht gänzlich erklären, worauf diese Einstellung fußt. Für mich kommen Hörbücher eben einfach nicht in Frage und ich ziehe sie nicht als Medium für Literatur in Betracht. Demzufolge muss ich vermutlich antworten, dass das Hören von Hörbüchern für mich keinesfalls mit der Lektüre eines Printbuches bzw. E-Books gleichzusetzen ist und sie meiner Meinung nach definitiv grundverschieden sind. Aus meiner Sicht ist Lesen das selbstständige Erarbeiten einer Geschichte, in der die Fantasie jeglichen Spielraum ausfüllt, den der bloße Text des Autors oder der Autorin offenlässt. Einem Hörbuch zu lauschen bedeutet, sich einen Teil dieses Spielraums abnehmen zu lassen. Wie Antonia bereits schrieb, überträgt der Erzähler oder die Erzählerin seine bzw. ihre Interpretationen des Buches auf die Lesung. Tonfall und Intonation können drastisch von der Vorstellung des Hörers oder der Hörerin abweichen. Ich habe das Gefühl, lasse ich mir diesen Part einer Lektüre wegnehmen, ist meine Erfahrung mit einem Buch nicht mehr ungetrübt. Es erscheint mir, als hätte ich keinen direkten Zugang zu der Geschichte. Als würde ich nicht durch die Vordertür gehen, sondern mich durch einen Seiteneingang hineinschummeln, auf dem Rücken einer anderen Person. Mit diesem Gedanken kann ich mich nicht anfreunden. Deshalb werden Hörbücher und Printbücher bzw. E-Books für mich wohl niemals gleichwertig sein.

Seht ihr einen Unterschied zwischen dem Hören von Hörbüchern und eigenständigem Lesen?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Meinungen und Kommentare und wünsche euch allen einen wunderbaren Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 
 

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Montagsfrage: Autor_innen-Date?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Habt ihr euch gestern die deutsche Niederlage reingezogen? Ich muss zugeben, dass mir der ganze WM-Zirkus dieses Jahr ziemlich wurscht ist. Ich habe das Spiel verschlafen, weil ich am Samstag Geburtstag hatte und gestern dementsprechend gebührend fertig war. In die Spiele heute von Schweden gegen Südkorea und Belgien gegen Panama werde ich allerdings reinschauen. Fußballpartien eignen sich nämlich hervorragend, um sie nebenbei auf Arbeit laufen zu lassen. 😀 Anpfiff des ersten Spiels ist um 14 Uhr – also noch ausreichend Zeit, um die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja zu beantworten und durch eure Beiträge zu schmökern. 😉

Welche/n Autor/in würdest du gerne mal treffen?

Normalerweise kann ich mit Personenkult nicht viel anfangen. Ich finde den Hype, der um viele Autor_innen besteht, die endlosen Schlangen, die sich auf Messen und Lesungen vor ihnen bilden, übertrieben. Die kochen auch nur mit Wasser. Außerdem bin ich ganz schrecklich in Small-Talk, weshalb ich meist gar nicht weiß, was ich sagen oder fragen soll, wenn ich selbst mal eine Lesung besuche. Das überlasse ich lieber anderen, die das besser können. Trotz dessen ist mir spontan eine Autorin eingefallen, die ich gern treffen würde, weil ich während der Lektüre ihrer Bücher das Gefühl hatte, dass wir perfekt in Einklang und genau auf einer Wellenlänge sind. Die Rede ist von Laini Taylor, Autorin der Trilogie „Daughter of Smoke & Bone“. Die intensive Verbinung, die ich während des Lesens zu ihr spürte, erschien mir wie pure Magie. Ich glaube, dass wir hervorragend harmonieren würden und würde gern herausfinden, ob das wirklich so ist. Dafür würde ein kurzes Kennenlernen auf einer Messe oder Lesung natürlich nicht ausreichen. Wir müssten zusammen mindestens einen Kaffee trinken gehen. Daher möchte ich an dieser Stelle eine Einladung aussprechen: liebe Laini Taylor, falls Sie das hier lesen sollten, ich lade Sie hiermit auf einen Kaffee ein. Bitte melden Sie sich einfach per Mail zwecks Zeit und Ort. 😀

Mit welchem Autor oder welcher Autorin hättet ihr gern mal ein Date?

Ich freue mich wie immer auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen erfolgreichen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Kevin Hearne – Tricked

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Was lange währt, wird endlich gut. Im April 2015 verkündete Kevin Hearne auf einer Lesung, die ich besuchte, dass er an einer High Fantasy – Trilogie schreibe. Das ist so lange her, dass ich nicht mehr so recht daran glaubte, dass er dieses Projekt verwirklichen würde, doch nun gibt es endlich konkrete Informationen: der erste Band „A Plague of Giants“ wird voraussichtlich am 03. Oktober 2017 erscheinen! Ich freue mich riesig darauf! Höchste Zeit, mit „The Iron Druid Chronicles“ zu Potte zu kommen, schließlich nähert sich diese Reihe ihrem Ende. 2017 möchte Hearne am neunten, angeblich finalen Band arbeiten. Nach der Lektüre des vierten Bandes „Tricked“ fehlen mir damit noch fünf Bände und diverse Kurzgeschichten rund um den letzten Druiden.

Atticus O’Sullivan muss sterben. Wer in Asgard ein Blutbad anrichtet, kann man nicht erwarten, unbehelligt weiterzuleben. Atticus hat keine Lust, ewig vor den Asen und jedem dahergelaufenen Donnergott zu fliehen. Also inszeniert er mithilfe des Trickster-Gottes Coyote seinen eigenen tragischen Tod. Ausgerüstet mit einer neuen Identität plant er, sich im Navajo-Reservat niederzulassen und sich dort in Ruhe der Lehre seiner Auszubildenden Granuaile zu widmen. Zuvor ist er Coyote allerdings einen Gefallen schuldig. Der Gott verlangt von ihm, die Goldvorkommen unter dem Reservat zu bewegen. Doch Coyote wäre nicht Coyote, hätte seine Bitte nicht einen Haken. Plötzlich steckt Atticus in einem Kampf mit wildgewordenen Skinwalkern, ohne zu wissen, wie er sie besiegen kann. Seine Magie wirkt bei den Gestaltwandlern nicht. Atticus muss sich etwas einfallen lassen, will er sein neues Leben beginnen, ohne unerwünschte Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Schon jetzt sind ihm die Asen auf der Spur. Was er braucht, ist ein Plan – und vielleicht ein paar Würstchen für Oberon.

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James Frey & Full Fathom Five | Die Chronik der Skrupellosigkeit

Teil #3: Full Fathom Five – Ein Ausbeuterbetrieb?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Herzlich Willkommen zum dritten Teil der Geschichte von James Frey und Full Fathom Five, durch die euch verständlich machen möchte, warum ich die Reihe „Lorien Legacies“ abbrechen werde.
Den ersten Teil der Geschichte findet ihr HIER, den zweiten Teil der Geschichte HIER.
Gestern habe ich euch erzählt, dass der erste Band der „Lorien Legacies“, „I am Number Four“, ein Gemeinschaftsprojekt von James Frey und Jobie Hughes war, das ihnen einen Deal mit HarperCollins einbrachte, nachdem sie die Filmrechte an Steven Spielberg und Michael Bay verkauft hatten. Es war das erste Buch, das von Freys neu gegründeter Firma Full Fathom Five produziert wurde. Er hoffte nun, junge Autor_innen für FFF rekrutieren zu können, die für die Firma nach dem Vorbild einer Künstlerwerkstatt hochkommerzielle Young Adult – Romane schreiben würden. Unter den Bewerber_innen war Suzanne Mozes, die nach einem Meeting mit James Frey und seiner Assistentin Jessica Almon auf ihren Vertrag wartete…

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Verfasst von - 19. August 2016 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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I can’t get over it, this is my job: Mein Abend mit Peter V. Brett

Bericht zur Lesung

Hallo ihr Lieben! 🙂

Donnerstag Abend hatte ich das große Glück, wieder einmal einer Lesung beiwohnen zu dürfen. Die Otherland Buchhandlung veranstaltete abermals einen Abend mit einem der ganz großen Namen der High Fantasy – Literatur: Peter V. Brett. Seine Reihe „Demon Cycle“ gehört zu meinen liebsten Entdeckungen des letzten Jahres, obwohl mir mittlerweile bewusst ist, dass die Bücher hinsichtlich des weiblichen Rollenbilds, das sie vermitteln, nicht ganz unproblematisch sind. Trotzdem bewundere ich den New Yorker für sein originelles und intelligentes Design, denn die Geschichte, die er erzählt, unterscheidet sich stark von der traditionellen Fantasy mit all ihren Magiern, Elben und Zwergen. Ich freute mich sehr darauf, ihn kennenzulernen.

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Montagsfrage: Signierte Bücher?

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Hallo ihr Lieben! 🙂

Wisst ihr, was total nervt, wenn man in Spätschichten arbeitet? Man muss den Zeitplan fürs Bloggen umstellen. Daran habe ich vorher noch gar nicht gedacht, aber jetzt ist mir aufgefallen, dass ich heute ja gar keine Zeit haben werde, den Gemeinsam Lesen Post für morgen vorzubereiten. Jedenfalls nicht heute Abend, denn wenn ich irgendwann gegen Mitternacht Feierabend habe und heim komme, falle ich höchstwahrscheinlich nur noch müde ins Bett. Tja, eine Lösung muss her. Aber die finde ich schon. 😉
Für die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja habe ich allerdings durchaus Zeit. Sie möchte heute folgendes wissen:

Besitzt du Bücher, die vom Autor signiert wurden?

Ja, in meinem Regal gibt es genau vier Bücher, die signiert sind: „Kriegsklingen“, „Feuerklingen“, „Königsklingen“ und „Racheklingen“ (Rezension: HIER) von Joe Abercrombie. Da ich noch nie auf einer Buchmesse war, war die bisher einzige Möglichkeit für mich, mir Bücher signieren zu lassen, mein Abend mit Joe Abercrombie (HIER geht es zu meinem Bericht des Abends). Ich fand es toll, dass er nach der Lesung und der Frage-Antwort-Runde nicht mal mit der Wimper gezuckt hat, als ich die vier dicken Schinken vor ihm aufgetürmt habe und bereitwillig seinen Otto hineingeschrieben hat.

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Bei der Lesung von Kevin Hearne (noch ein Bericht: HIER) hätte ich auch die Chance gehabt, mir die „Iron Druid Chronicles“ signieren zu lassen, doch da ich direkt von Arbeit kam, hatte ich keine Bücher dabei. Seine Unterschrift habe ich deshalb in meinem Notizbuch, aber nicht in seinen Romanen. Schade, aber so ist es eben.
Ich hoffe, dass ich in Zukunft noch mehr Lesungen besuchen und Signaturen sammeln kann, denn ein signiertes Buch ist schon irgendwie was Besonderes und erinnert mich persönlich daran, was für ein schönes Erlebnis ich mit dem Autor oder der Autorin hatte.

Gibt es in eurem Regal signierte Bücher?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Kommentare und Anekdoten und wünsche euch allen einen wundervollen Start in die Woche!
Alles Liebe,
Elli

 
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Verfasst von - 9. November 2015 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Gemeinsam Lesen

Gemeinsam Lesen 2

Hallo ihr Lieben! 🙂

Jeden Dienstag lesen wir gemeinsam! Diese tolle Aktion wird wöchentlich von den Schlunzen-Büchern veranstaltet, die Fragen dieser Woche findet ihr durch einen Klick aufs Logo!

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „Forget Tomorrow“ (Forget Tomorrow #1) von Pintip Dunn. Es ist ein eBook, daher gibt es keine Seitenzahlen, aber ich befinde mich bei 27%.

Forget TomorrowImagine a world where your destiny has already been decided…by your future self.

It’s Callie’s seventeenth birthday and, like everyone else, she’s eagerly awaiting her vision―a memory sent back in time to sculpt each citizen into the person they’re meant to be. A world-class swimmer. A renowned scientist.

Or in Callie’s case, a criminal.

In her vision, she sees herself murdering her gifted younger sister. Before she can process what it means, Callie is arrested and placed in Limbo―a hellish prison for those destined to break the law. With the help of her childhood crush, Logan, a boy she hasn’t spoken to in five years, she escapes.

But on the run from her future, as well as the government, Callie sets in motion a chain of events that she hopes will change her fate. If not, she must figure out how to protect her sister from the biggest threat of all—Callie, herself.“

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Sully’s voice drifts over to me.“

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Ich bin auf Umwegen an dieses Vorab-Rezensionsexemplar von „Forget Tomorrow“ herangekommen. Das war fast ein wenig witzig.
Ich bin ja im Verteiler von Entangled Teen, über den sie Blogger_innen per E-Mail Rezensionsexemplare anbieten. Einige Zeit war für mich nichts Interessantes dabei, aber in einer der letzten Mails wurde „Forget Tomorrow“ angeboten, das mich neugierig machte. Ich habe mich also für eine ARC-Version beworben. In dem Formular wird man auch immer gefragt, ob man Kontakt mit dem/der Autor_in wünscht und normalerweise lehne ich das ab, weil mich das nur unter Druck setzt. Ich weiß nicht mehr, warum es dieses Mal anders war, aber anscheinend habe ich angekreuzt, dass ich mir durchaus eine Zusammenarbeit mit Pintip Dunn vorstellen könnte. Fragt mich nicht, wieso. Jedenfalls habe ich auf eine Antwort von Entangled Teen gewartet und es kam einfach nichts. Ich war schon fast ein wenig traurig, weil ich sonst eigentlich immer ein Rezensionsexemplar bekommen habe, wenn ich eins angefragt habe. Vor 4 Tagen bekam ich dann aber eine Mail von Pintip Dunn persönlich. Erst konnte ich den Namen überhaupt nicht zuordnen, doch durch den Inhalt klickte es dann natürlich ziemlich schnell. Pintip bot mir eine Zusammenarbeit hinsichtlich ihres Buches „Forget Tomorrow“ an. Die Mail war so freundlich und nett formuliert, dass ich ihr antwortete, dass ich gern mit ihr arbeiten würde (ja, das möchte ich wirklich, keine Höflichkeitslüge!), aber dass das ohne Rezensionsexemplar kaum möglich sei, da ich eigentlich gern ein Interview zu dem Buch auf die Beine stellen würde. Ich fragte sie, ob sie vielleicht bei Entangled Teen nachfragen könnte, ob ich ein Exemplar bekommen könnte, damit das Interview zu Stande käme. Wie ihr seht, hat sie das tatsächlich für mich getan und ich habe das Rezensionsexemplar bekommen. Ich freue mich sehr auf das Interview mit Pintip und hoffe wirklich, dass mir einige geistreiche Fragen einfallen. 😀

Das Buch… also eigentlich kann ich noch nicht wirklich etwas dazu sagen. Dazu ist es noch zu früh. Die dargestellte Gesellschaft erinnert mich sehr an Ally Condies „Matched“-Trilogie, aber die Details unterscheiden sich natürlich. Es dreht sich alles um Erinnerungen, die aus der Zukunft kommen. Zum 17. Geburtstag erhalten (fast) alle Menschen eine Erinnerung ihres zukünftigen Ichs, die ihnen Sicherheit und einen Eindruck des Lebens geben soll, das sie erwartet. Das heißt, sie erfahren auf diese Weise vor allem, welchen Beruf sie eines Tages ausüben werden, vielleicht aber auch, ob sie Kinder haben und/oder verheiratet sein werden. Sozusagen ist durch das zukünftige Ich bereits festgelegt, welchen Weg die Menschen einschlagen werden. Schicksal, könnte man sagen; ich würde es allerdings eher eine selbsterfüllende Prophezeiung nennen, denn die Regierungsorgane tun alles dafür, dass die Erinnerung wahr wird. Die Person bekommt die entsprechende Förderung und Ausbildung, muss sich jedoch auch von allen Träumen und Ideen hinsichtlich seiner/ihrer Karriere verabschieden. Es zählt nicht, was man werden möchte, es zählt nur, was die Erinnerung zeigt. Wie es dazu kam, wird (soweit ich das verstanden habe) nicht erklärt.
Mich fasziniert das philosophische Gedankenspiel, das dahinter steckt. Vorbestimmtes Schicksal oder freier Wille? Wie viel freier Wille ist überhaupt noch möglich, wenn man sich selbst aus der Zukunft heraus verrät, wer man sein wird? Wie stark ist die Manipulation durch die Erinnerung? Eine positive Erinnerung kann einen Menschen vielleicht dazu bringen, über sich hinaus zu wachsen. Eine negative Erinnerung könnte aber auch eine ernsthafte Depression auslösen, weil man ja davon ausgehen wird, dass man einen Traum nie verwirklichen kann. Dabei zeigt die Erinnerung wirklich nur ein Fragment, einen ganz kurzen Augenblick. Angeblich einen Schlüsselmoment, ja, aber trotzdem. Es ist nur ein winziger Baustein und macht nicht die Summe unserer Erlebnisse das Leben aus?
Ich könnte mich ewig mit dieser Idee beschäftigen und bin gespannt, welche Richtung die Protagonistin Callie einschlagen wird. Ich hoffe vor allem, dass mich das Buch überrascht und nicht so vorhersehbar ist, wie der Klappentext vermuten lassen könnte. Ich wünsche mir Originalität, Kreativität und dass die Umsetzung der faszinierenden Idee gerecht wird.

Ach und eins noch: wundervolles Cover, nicht wahr? 🙂

4. Die Buchmesse steht in den Startlöchern – morgen gehts los! Kommt ihr auch nach Frankfurt? Wenn ja, was ist euer Highlight auf der Messe? Wenn nein, was würdet ihr gerne erleben, wenn ihr hinfahren würdet?

Nein, ich werde nicht dabei sein. Ich hatte das aber auch gar nicht vor. Ich habe mit dem Gedanken gespielt, als die Leipziger Buchmesse vor der Tür stand und ich festgestellt habe, dass mich die Veranstaltungen nicht sonderlich interessieren. Dann habe ich vor etwa einem Monat noch mal daran gedacht, aber irgendwie… es erscheint mir nicht so wichtig. Ich weiß, dass die meisten der Buchblogger_innen total heiß auf die Buchmessen in Leipzig und Frankfurt sind, doch ich… ich weiß auch nicht. Keine Ahnung, mich reißt die Aussicht nicht vom Hocker. Ich glaube mittlerweile nicht mehr, dass ich dort gut aufgehoben wäre. Ich reagiere nicht gut auf Menschenmassen und die Tatsache, dass man sowieso nur an einem Tag Bücher kaufen kann – ich weiß nicht, was ich da soll. Ich sag euch, was passieren würde: ich hätte schmerzende Füße, würde mich permanent über die Leute aufregen und wäre traurig, dass ich nicht alle Bücher kaufen kann, die ich gern hätte. Schließe ich von dem Leipziger Programm auf das Frankfurter Programm, gäbe es nur sehr wenige Veranstaltungen, die ich besuchen wollen würde und von den Autor_innen, die ich gern treffen würde, würde ich wohl nicht viel sehen, weil tausende andere Menschen genau diese Autor_innen sicher auch sehen wollen würden. Nein, ich denke, das wäre nicht das Richtige für mich.
Im Moment kommt ein Ausflug nach Frankfurt natürlich auch absolut nicht in Frage; meine Gesundheit lässt das gar nicht zu. Umso zufriedener bin ich, dass ich mich bereits dagegen entschieden habe. Wie sauer und enttäuscht wäre ich jetzt, wenn ich Karten hätte, aber nicht hin könnte?
Das, was ich gern erleben würde, kann ich sowieso viel besser hier in meiner Stadt erleben: kleine, intime Lesungen. Meine Erfahrungen damit waren bisher grandios und einen ähnlich persönlichen, privaten Rahmen kann eine Buchmesse einfach nicht bieten. Bei Kevin Hearnes Lesung waren vielleicht 25 Leute vor Ort (HIER erfahrt ihr mehr über die Lesung). Solche Erlebnisse möchte ich immer wieder genießen. Eine Buchmesse muss ich deswegen aber nicht besuchen.

Was lest ihr im Moment? Fahrt ihr zur Frankfurter Buchmesse?

Ich bin gespannt, was ihr euch von der Buchmesse versprecht oder warum ihr nicht hinfahrt. Die Meinungen gehen da erfahrungsgemäß ziemlich weit auseinander. Außerdem freue ich mich natürlich auch auf alle sonstigen Kommentare! 😉
Ich wünsche euch einen wundervollen Dienstag!
Alles Liebe,
Elli

 
17 Kommentare

Verfasst von - 13. Oktober 2015 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Gemeinsam Lesen

Gemeinsam Lesen 2

Hallo ihr Lieben! 🙂

Jeden Dienstag lesen wir gemeinsam! Diese tolle Aktion wird wöchentlich von Schlunzen-Bücher betreut; die Fragen dieser Woche findet ihr durch einen Klick aufs Bild!

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „Dreams of Gods & Monsters“ (Daughter of Smoke & Bone #3) von Laini Taylor und befinde mich auf Seite 479 von 613.

Dreams of Gods & Monsters

 

Two worlds are poised on the brink of a vicious war. By way of a staggering deception, Karou has taken control of the chimaera’s rebellion and is intent on steering its course away from dead-end vengeance. The future rests on her.
When the brutal angel emperor brings his army to the human world, Karou and Akiva are finally reunited–not in love, but in tentative alliance against their common enemy. It is a twisted version of their long-ago dream, and they begin to hope that it might forge a way forward for their people. And, perhaps, for themselves.
But with even bigger threats on the horizon, are Karou and Akiva strong enough to stand among the gods and monsters?“

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„»It wasn’t our fault!« Razgut had screamed when the Faerers were sentenced, but this was a lie.“

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Hach, das Finale der Daughter of Smoke & Bone – Trilogie! Letzte Woche habe ich ja noch den zweiten Band „Days of Blood & Starlight“ gelesen, jetzt stehe ich schon kurz vor dem Abschluss der Geschichte rund um Karou, Akiva, Zuzana, Mik und ihren Verbündeten. Wie ihr euch vielleicht erinnert, schrieb ich letzte Woche, dass ich das Gefühl hätte, der zweite Band sei weniger magisch als der erste. Mittlerweile denke ich, das stimmt auch, aber es war nötig. Die Realität, die in „Days of Blood & Starlight“ auf Karou und die LeserInnen einstürzt und diesem Abschnitt der Geschichte ein wenig die Magie raubt, ist unausweichlich. Man braucht die Realität, um von einer besseren Zukunft träumen zu können. Ich nehme es Laini Taylor auch nicht übel, dass sich die Handlung in „Days of Blood & Starlight“ langsamer als im Vorgänger entwickelt, weil ich die Pause ebenfalls für nötig erachte. Nach all dem, was in „Daughter of Smoke & Bone“ passiert, brauchte Karou diese Pause dringend, um sich zu sammeln. Ohne sie hätte sie sicher niemals die Kraft für die Umsetzung ihrer Pläne in „Dreams of Gods & Monsters“ gefunden. Um genau zu sein, ohne die Atempause gäbe es keinen Plan. So gesehen finde ich, dass jeder Band dieser Trilogie sein eigenes Tempo und seine eigene Atmosphäre hat, was ich als ziemlich außergewöhnlich einschätze. Normalerweise habe ich beim Lesen von Trilogien entweder das Gefühl, dass die Geschichte fortlaufend geschrieben und später nur an einigermaßen logischen Punkten getrennt wurde oder ich spüre im Voraus geplante Cuts (in der Matched-Trilogie von Ally Condie war das zum Beispiel so). Die Daughter of Smoke & Bone – Trilogie fügt sich irgendwie anders zusammen. Ich glaube nicht, dass Laini Taylor sie fortlaufend geschrieben hat, aber es wirkt auch nicht so, als hätte sie deutlich zwischen den Bänden unterschieden, denn die Geschichte entfaltet sich natürlich und die Übergänge sind sehr weich. Ich kann es nicht anders sagen, sie hat das fabelhaft gestaltet.
Was die Handlung dieses Finales betrifft, stehe ich ganz kurz vor der großen Enthüllung hinsichtlich der Verbindung zwischen den Welten. Ich bin ziemlich überrascht davon, dass Laini Taylor diese Verbindung überhaupt thematisiert – das hätte ich weder im ersten noch im zweiten Band jemals erwartet oder vorausgeahnt. Und ich liebe es! Dadurch sieht es nämlich so aus, als würde sich am Ende alles herrlich ineinander fügen. Ich mag runde, logische Abschlüsse, die keine inhaltlichen Fragen offen lassen. Es freut mich von Herzen, dass Laini Taylor und ich scheinbar auch in dieser Hinsicht harmonieren werden, obwohl ich dem Ende der Geschichte an sich mit einer gehörigen Portion Traurigkeit entgegen blicke. Es wird weh tun, Karou und ihre Freunde gehen zu lassen.

Noch ein kleiner Hinweis in eigener Sache: ich werde die Rezension zu „Stark: The Dark Half“ von Stephen King vorziehen, um die Rezensionen zu den Bänden der Daughter of Smoke & Bone – Trilogie nacheinander und ohne Unterbrechung veröffentlichen zu können. 🙂

4. Angenommen du hättest ein Ticket für eine Lesung eines Autors deiner Wahl gewonnen – welcher wäre es, und warum?

Uff, das ist aber schwierig. Es gibt so viele tolle AutorInnen… Die Auswahl ist riesig. Zählen eigentlich auch bereits verstorbene SchriftstellerInnen? Wenn ja, erhöht sich die Anzahl der in Frage kommenden Schreiberlinge ja noch einmal. :O Ich denke, ich werde diese Frage deswegen doppelt beantworten – einmal für die Lebenden, einmal für die Verstorbenen.

Was lebende AutorInnen betrifft, gibt es für mich nur eine einzige logische Wahl: Joyce Carol Oates. Nicht nur ist sie meine Lieblingsautorin, sie ist schlicht brillant und tatsächlich habe ich in meine Überlegung auch einfließen lassen, dass diese großartige Schriftstellerin bereits stolze 77 Jahre alt ist. Ich bin realistisch: sehr viele Gelegenheiten, sie hautnah zu erleben, werden sich nicht mehr ergeben. Man kann von einer Dame ihres Alters nicht erwarten, dass sie genauso flexibel durch die Welt tourt wie eine 20-Jährige, obwohl ich ihr ein aktives Leben nicht absprechen möchte. Ich kann nicht einschätzen, ob sie es kann, aber ich kann mir gut vorstellen, dass sie es einfach nicht mehr möchte und ich finde das völlig okay – das Privileg des Alters. 😉 Wenn ich also eine Lesung gewinnen würde, würde ich die Chance nutzen. Mir wäre es ziemlich egal, aus welchem Buch sie liest, mir käme es mehr darauf an, ihre Intonation, ihre persönliche Sprachmelodie zu erleben, um sie später beim Lesen übertragen zu können. Ich würde gern ein noch besseres Gefühl für ihren Schreibstil und die vielen Schichten unterhalb des geschriebenen Wortes erhalten. Auch würde ich sie gern fragen, wie sie entscheidet, eine bestimmte Inspiration oder Idee zu einer Geschichte auszuarbeiten. Da sie sehr gesellschaftskritische Themen behandelt, sollte sie eigentlich mehr als ausreichend Input zur Verfügung haben. Mich interessiert, an welchem Punkt sie entscheidet, dass eine Idee es wert ist, sie genauer zu betrachten. Ich weiß, dass sie sehr kontrolliert und nach Plan schreibt, doch Inspiration und die Anwesenheit ihrer speziellen Muse kann man nicht planen. Ich würde daher gern mehr über den Ausgangspunkt ihres Schreibprozesses erfahren.

Meine Wahl aus der langen Riege der verstorbenen AutorInnen hat mich selbst ziemlich überrascht, aber ich habe – wie auch bei der Auswahl der nächsten Lektüre – absolutes Vertrauen in meinen Bauch und der hat in den letzten Tagen, während derer ich über diese Frage nachgedacht habe, meinem Gehirn stur immer wieder denselben Namen gesendet: Kurt Vonnegut. Mein Bauch ist überzeugt, dass er ihn gern erleben würde. Leider ist er 2007 verstorben, diese Lesung bleibt also eine Fantasie. Bisher habe ich nur ein einziges seiner Bücher gelesen, das aber sein berühmtestes und gleichzeitig wohl auch wichtigstes Werk ist: „Slaughterhouse 5 OR The Children’s Crusade„. Das Buch beschäftigt mich bis heute und hat sich tief in meine Seele gebrannt, weil es so… traurig ist, obwohl es auf den ersten Blick gar nicht den Anschein hat. Oberflächlich betrachtet wirkt es komplett abgedreht und nicht von dieser Welt, schält man aber Schale für Schale weg, kommt dabei etwas zum Vorschein, das das Herz stocken lässt. Die Bedeutung dieses Buches findet man nur mit dem richtigen Blickwinkel und ich bin sehr dankbar, dass ich es für die Uni lesen durfte und dementsprechend auch eine helfende Hand bei der Interpretation hatte. Ich denke, meine Bindung an „Slaughterhouse 5“ würde von einer Lesung von Kurt Vonnegut profitieren. Es ist eine so persönliche Verarbeitung von schrecklichen Erinnerungen, dass ich mir eine Lesung sehr sehr intim vorstelle, die mich noch besser begreifen lässt, durch welche Hölle der Autor gehen musste. Und die mich die Botschaft des absoluten Pazifismus noch stärker verinnerlichen lässt.

Was lest ihr im Moment und welche/r AutorIn wäre eure erste Wahl für eine Lesung?

Ich freue mich auf eure Meinungen und Kommentare und wünsche euch allen einen wundervollen Dienstag!
Alles Liebe,
Elli

 
14 Kommentare

Verfasst von - 11. August 2015 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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