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Schlagwort-Archive: Lesewoche

John Green – Paper Towns

„Paper Towns“

PaperTowns

Autor: John Green

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 305

Verlag: Speak

Sprache: Englisch

ISBN: 014241493X

Genre: Realistische Fiktion > Young Adult

ausgelesen am: 03.08.2014

Bewertung:

„Paper Towns“ habe ich im Rahmen der John-Green-Lesewoche gelesen, die Kim von All these special words initiiert hat. Eine Woche lang lasen wir gemeinsam Bücher dieses Autors und beantworteten Fragen, die Kim sich ausgedacht hatte. Für mich war diese Woche die erste Annäherung an John Green, der zurzeit wahnsinnig erfolgreich mit seinem Werk „The Fault in our Stars“ / „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ ist. Trotzdem war es nicht dieses Buch, das seit einiger Zeit auf meiner Wunschliste stand, sondern „Paper Towns“.

Quentin Jacobsen kennt Margo Roth Spiegelman seit Kindertagen. Doch wie das eben so ist wenn Kinder erwachsen werden, haben sie sich mit den Jahren auseinander gelebt. Umso überraschter ist Quentin, als Margo eines Abends an sein Fenster klopft und ihn wie ein Ninja gekleidet zu einem wilden Ausflug entführt. Sie erleben eine magische Nacht und Quentin hofft, dass er Margo nun wieder näher kommt, doch am nächsten Morgen ist sie verschwunden. Anfangs denkt sich niemand etwas dabei, denn schon früher brannte sie des Öfteren einfach für ein paar Tage durch. Aber dieses Mal ist es anders. Margo hinterließ Hinweise, die eindeutig für Quentin bestimmt sind. Er folgt ihrer Spur aus Brotkrumen und sucht das Mädchen, das er seit seiner Kindheit kennt. Doch je weiter er vorankommt, desto klarer wird ihm, dass sich am Ende dieser Spur eine völlig andere Person befindet, die vielleicht nicht auf ihn wartet.

Ich fand „Paper Towns“ überraschend tiefsinnig. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass John Green sich mit der Spannung zwischen der Realität und der Illusion einer Person beschäftigt, doch genau darum geht es meiner Meinung nach. Quentin hatte dieses idealistische Bild von Margo, das er jahrelang gehegt, gepflegt und erweitert hat. Im Laufe der Schnitzeljagd erkennt er jedoch, dass es eben auch genau das war: ein Bild, zweidimensional und ohne echte Tiefe. Durch ihre Hinweise verrät Margo ihm eine Menge über ihre wahre Persönlichkeit, die nur bedingt etwas mit der Fassade zu tun hat, die sie sorgsam aufrechterhielt. Erstaunlich ist, dass Quentin auf diese Weise nicht nur viel über Margo lernt, sondern auch über sich selbst. Ohne es anfangs zu ahnen, begibt er sich auf eine transformative Reise. Ich glaube, ihm ist das ganze Buch über nicht bewusst, dass Margo in gewisser Weise nur eine Stellvertreterin ist. Ja, er sucht sie, aber eigentlich sucht er sich selbst und mit jedem Schritt in Richtung der echten Margo wird auch er selbst ein bisschen echter. Dieser Selbstfindungsprozess ist in meinen Augen auch der Grund, warum Quentin sich ab einem bestimmten Punkt ziemlich obsessiv verhält. John Green hat diese Fixierung wunderbar herausgearbeitet, indem er sich eines literarischen Gleichnisses bediente. Es ist garantiert kein Zufall, dass Quentin ausgerechnet „Moby Dick“ im Unterricht liest, denn er hat durchaus Ähnlichkeit mit Kapitän Ahab. Margo hingegen hat eine Schwäche für die Gedichte von Walt Whitman, was mich dazu brachte, darüber nachzudenken, inwiefern sie durch seine Werke repräsentiert wird, während sie selbst abwesend ist. Ich glaube, es geht gar nicht um ein spezielles Gedicht, wovon Quentin überzeugt ist, sondern eher um Whitmans Art und Weise zu schreiben. Den weiten Interpretationsspielraum, den er seinen LeserInnen lässt.
Mir ist noch ein weiterer Punkt aufgefallen, den ich für ein literarisches Gleichnis halte. Quentins Englischlehrerin heißt Dr. Holden. Klingelt es da bei euch? Holden. Wie in Holden Caulfield. „Der Fänger im Roggen“. Einer der populärsten Analyseansätze geht davon aus, dass dieses Buch von J.D. Salinger primär eine Kritik an der amerikanischen Gesellschaft und an der Idee des amerikanischen Traums ist. In „Paper Towns“ ist es Margo, die eine ähnliche Kritik äußert; sie empfindet das Leben im Inbegriff des amerikanischen Traums – der Vorstadt – als flach und farblos. Es ist äußerst interessant, dass Dr. Holden diejenige ist, die Quentin hilft, Whitmans Gedicht „Song of Myself“ zu interpretieren und ihm damit den Schlüssel zum Verständnis von Margo schenkt. Das kann kein Zufall sein. Guten AutorInnen passiert so etwas nicht einfach so. Ich glaube nicht, dass John Green nur zufällig über diesen Namen gestolpert ist.

Ich habe die John-Green-Lesewoche mit der Lektüre von „Paper Towns“ wirklich genossen. Es hat mir viel Spaß gemacht, mit Quentin auf die Reise zu gehen; herauszufinden, was es bedeutet, eine andere Person wahrhaft zu kennen und was dafür nötig ist. Ich hätte nie gedacht, dass mich so viel Tiefgründigkeit erwartet, unterstützt von Figuren, die nicht nur sympathisch sind, sondern mir auch rasant ans Herz wuchsen. Es hat mich begeistert, dass John Green nicht nur hypothetisch über die Facetten und das Ausleben einer Persönlichkeit schreibt, sondern seine Überlegungen auch umfassend auf seine Charaktere überträgt. Sie alle sind lebendig und glaubhaft.
Ich verstehe nicht, warum „Paper Towns“ bei vielen John Green – Fans weniger gut ankommt, denn ich fand es toll. Ich musste nur einen Blick hinter die Fassade werfen.

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5 Kommentare

Verfasst von - 24. August 2014 in Realistische Fiktion, Young Adult

 

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08. 08. 2014 – Die John-Green-Lesewoche: Tag #7 & Tag #8

JohnGreenLesewoche

Heute ist nun der Abschluss der John-Green-Lesewoche von All these special words. Da ich gestern mit ein paar weltlichen Dingen beschäftigt war, kam ich nicht dazu, die Frage des Tages zu beantworten. Also hole ich das heute nach.

Frage 1: Begründe deine drei absoluten Lieblingszitate aus John Greens Büchern!

Das ist wirklich schwierig, weil ich ja nur das eine Buch gelesen habe und mir während dessen nichts aufgefallen ist, das ich so grandios fand, dass ich es mit einem Post-it markiert hätte. Ich fand „Paper Towns“ zwar überraschend tiefsinnig und es gefiel mir wirklich gut, aber kein einzelner Satz hat mich richtig vom Hocker gehauen. Ich habe jetzt trotzdem 3 Sätze rausgesucht, die ich zwar nicht als Lieblingszitate bezeichnen würde, die in meinen Augen aber stellvertretend für die Geschichte sind.

„All along – not only since she left, but for a decade before – I had been imagining her without listening, without knowing that she made as poor a window as I did.“
(Paper Towns, Seite 199)

Quentins Gedanke ist extrem ehrlich. Er hat etwas erkannt, das uns nur allzu selten bewusst ist: viel zu oft lassen wir uns von unserer Vorstellung von einer Person beeinflussen, statt unvoreingenommen zu sein und einfach zuzuhören. Und oft genug sind wir enttäuscht, wenn die Person unserer Vorstellung von ihr oder ihm nicht gerecht wird. Was wiederum sehr ungerecht ist.

„The truth is that whenever I went up to the top of the SunTrust Building – including that last time with you – I didn’t really look down and think about how everything was made of paper. I looked down and thought about how I was made of paper. I was the flimsy-foldable person, not everyone else. And here’s the thing about it. People love the idea of a paper girl. They always have. And the worst thing is that I loved it, too. I cultivated it, you know? Because it’s kind of great, being an idea that everybody likes. But I could never be the idea to myself, not all the way. And Agloe is a place where a paper creation became real. A dot on the map became a real place, more real than the people who created the dot could ever have imagined. I thought maybe the paper cutout of a girl could start becoming real here also. And it seemed like a way to tell that paper girl who cared about popularity and clothes and everything else: ‚You are going to the paper towns. And you are never coming back.'“
(Paper Towns, Seite 294)

Ein langes Zitat, aber in meinen Augen das wichtigste, das Margo im gesamten Buch zu sagen hat. Wir alle haben das Bedürfnis, unser Leben und uns selbst zu etwas Echtem zu machen. Wir möchten wahrhaft leben. Doch manchmal ist uns nicht klar, dass wir nicht wirklich uns ausleben, sondern bloß die Erwartungen erfüllen, die andere von uns haben. Weil wir gemocht und akzeptiert werden möchten. Weil uns das Bild gefällt, das andere von uns haben. Weil wir eine Menge dafür tun würden, dieses Bild zu sein. Dabei ist das natürlich unsinnig. Warum setzen wir uns unter Druck, um andere zufrieden zu stellen? Warum sind wir nicht ehrlich und können uns so akzeptieren, wie wir sind? Ich finde, es ist eine Sache, ein besserer Mensch werden zu wollen, aber eine ganz andere, ein besserer Mensch in den Augen anderer sein zu wollen. Manchmal haben wir Angst vor uns selbst, vor all unseren negativen Eigenschaften. Es erfordert eben Mut, zu sich selbst zu stehen. Aber es lohnt sich.

„When did we see each other face-to-face? Not until you saw into my cracks and I saw into yours. Before that, we were just looking at ideas of each other, like looking at your window shade but never seeing inside. But once the vessel vracks, the light can get in. The light can get out.“
(Paper Towns, Seite 302)

Was Quentin sagen möchte, ist in meinen Augen, dass wir uns manchmal verletzlich und angreifbar machen müssen, um unseren Gegenüber wirklich zu sehen. Vertrauen erzeugt Vertrauen erzeugt Vertrauen. Lasse ich jemanden meine Fehler sehen, lässt er oder sie mich vielleicht auch seine oder ihre sehen und gemeinsam erreichen wir eine neue Ebene der Verbindung.

So viel zu den Zitaten. 🙂 Kommen wir zu Frage 2:

Wie erfolgreich war deine Woche? Hast du nun alle John-Green-Bücher gelesen?

Tja, nicht so erfolgreich, wie ich es gern gehabt hätte. Aber ich habe John Green zumindest kennengelernt und freue mich jetzt darauf, bald „Will Grayson, Will Grayson“ zu lesen. Ich weiß noch nicht, ob ich danach noch weitere Bücher von ihm lesen möchte. Ich werde auf jeden Fall beobachten, was er sonst noch veröffentlichen wird. Wer weiß, vielleicht entwickelt sich noch eine große Liebe. 😀

Danke an Kim für diese tolle Lesewoche. Es hat wirklich viel Spaß gemacht, auch wenn ich von der DHL sabotiert wurde. 🙂

 
 

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06. 08. 2014 – Die John-Green-Lesewoche: Tag #6

JohnGreenLesewoche

Es gibt Neuigkeiten bezüglich meines nicht-angekommenen Pakets mit „Will Grayson, Will Grayson“ von John Green. Wie zu erwarten war, hatte ich heute einen Zettel im Briefkasten, dass mein Päckchen in einer Filiale liegt. Diese Filiale ist übrigens auch nicht die, in die meine Pakete sonst gebracht werden, wenn ich nicht da bin. Nur mal so nebenbei. Das Kärtchen hat mich nicht überrascht, wohl aber der Besuch meiner Nachbarin, die direkt neben mir wohnt. Sie hielt mir eine nahezu identisch aussehende Karte vor die Nase. Etwa die gleiche Uhrzeit, die gleiche seltsame Filiale. Sie war zu diesem Zeitpunkt ebenso zu Hause wie ich. Merkwürdig, dass wir beide das Klingeln nicht gehört haben, obwohl wir beide auf unsere Pakete gewartet haben, oder? Unwahrscheinlich, richtig? Sie erklärte mir, dass sie bei der Servicenummer, die auf der Rückseite der Karte vermerkt ist, angerufen hat und die DHL beauftragt hat, ihr Paket noch einmal zuzustellen. Nachdem mein Versuch einer telefonischen Kontaktaufnahme gestern kläglich gescheitert ist, weil ich nur mit einer Maschine sprechen durfte, entschied ich, es noch einmal zu versuchen. Die Nummer ist schließlich eine andere. Nach 10 Minuten in der Warteschleife habe ich endlich eine Dame erreicht und siehe da, die DHL wird nun versuchen, meine Bücher erneut zuzustellen. Betonung auf versuchen. Sie können nicht versprechen, dass es klappt, weil dies eine Zweitzustellung ist und Erstzustellungen prinzipiell Priorität haben. Gut, verstehe ich. Irgendwie. Zumindest habe ich jetzt die Hoffnung, dass ich nicht loseiern und das Päckchen selbst holen muss. Der Haken daran: die Zustellung wird erst am Samstag sein. Ich kann also auf keinen Fall „Will Grayson, Will Grayson“ noch für die Lesewoche abhaken. 😦

Trotzdem möchte ich jetzt noch bis zum Ende mitmachen und beantworte weiter die Fragen von Kim. Heute ist das folgende:

Welchen Charakter magst du bisher am liebsten? Warum?

Gut, also ich habe ja jetzt nur „Paper Towns“ lesen können. Die Anzahl der Personen, die darin auftauchen, ist begrenzt. Da eine Auswahl zu treffen, ist ziemlich schwer. Die naheliegendsten Antworten wären Margo oder Quentin, aber ich finde, dass man die beiden nicht getrennt von einander betrachten kann. Ihre Dynamik miteinander ist so stark und so intensiv mit der Geschichte verwoben, dass ich die beiden nicht unabhängig von einander bewerten kann. Also entscheide ich mich für Radar. Radar ist ein extrem guter Freund, der niemals mehr fordert, als sein Gegenüber zu geben bereit ist. Er hat ein feines Gespür für die Eigenschaften und Charakterzüge seiner Freunde, das hat mich wirklich beeindruckt. Außerdem versucht er nicht, irgendjemanden zu ändern, selbst wenn ihn bestimmte Spleens nerven. Er akzeptiert die Menschen einfach, wie sie sind, mit all ihren Macken. Und er ist immer für seine Freunde da, egal wann, egal wo, egal wie. Ich mochte ihn wirklich sehr. 🙂

 
 

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05. 08. 2014 – Die John-Green-Lesewoche: Tag #5

JohnGreenLesewoche

Tag 5 der John-Green-Lesewoche könnte für mich auch so heißen: „Der Tag, an dem ich sehnsüchtig auf den Postmann wartete und alle 5 Minuten die Sendungsverfolgung stalkte“. Argh, das ist doch nicht zum Aushalten. Zwischen 12 und 15 Uhr soll mein Päckchen hier ankommen und dann kann ich endlich anfangen, „Will Grayson, Will Grayson“ zu lesen!
Ich habe den Tag gestern fast ganz ohne Buch verbracht. Wer hätte gedacht, dass ich das noch kann? 😉 Nur abends ging es dann nicht mehr. Ich kann mir nicht vorstellen, einzuschlafen, ohne vorher gelesen zu haben Doch zum Glück habe ich die ein oder andere Sammelausgabe, in denen sich hübsche Kurzgeschichten für genau solche Anlässe tummeln. Gestern hatte Edgar Allan Poe die Ehre. Da ich sehr müde war, habe ich mir eine wirklich kurze Kurzgeschichte ausgesucht und habe „Die Sphinx“ gelesen. Die ist nämlich nur fünf Seiten lang. Ich war überrascht, dass Herr Poe nicht nur gruselige Geschichten geschrieben hat, sondern auch eindeutig Sinn für Humor hatte. So konnte ich mit einem Lächeln auf den Lippen einschlafen. 🙂

Die Frage des Tages von Kim lautet:

Halbzeit! Wie viel hast du diese Woche schon geschafft?

Ich habe „Paper Towns“ ausgelesen und warte jetzt (13:35 Uhr) auf „Will Grayson, Will Grayson“. Da ich hier in Wartestellung bin, werde ich heute Abend noch mal ein Update schreiben, bevor ich zur Arbeit fahre.

UPDATE um 18:55 Uhr:
Die DHL möchte anscheinend nicht, dass ich weiter an der Lesewoche teilnehme. Angeblich wurde versucht, das Paket zuzustellen und es ging nicht, also haben sie es jetzt an eine Filiale weitergeleitet. Dumm nur, dass ich erstens zu Hause war und zweitens nicht mal nen Zettel im Briefkasten habe; alle Infos stammen nur von der Website der DHL. Anrufen kann man da auch nicht, bzw. man kann schon, um mit einem Computer sprechen, der einem genau das erzählt, was man schon weiß. Ich bin kurz vorm Platzen, so einen Sauhaufen erlebt man nicht alle Tage. Nehmt es mir nicht übel Leute, aber ich werde „Will Grayson, Will Grayson“ wohl nicht mehr innerhalb dieser Woche lesen können. Ich fange jetzt ein anderes Buch an, denn noch länger ohne zu lesen halte ich nicht aus. *grummelbrummelwutgeräusche*

 
 

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04. 08. 2014 – Die John-Green-Lesewoche: Tag #4 samt Montagsfrage

JohnGreenLesewoche

Tag 4 der John-Green-Lesewoche fällt auf einen Montag, also habe ich heute gleich zwei Fragen zu beantworten. Aber zuerst ein paar Worte zu meinem Lesefortschritt. Das war’s, ich bin fertig mit „Paper Towns“. Es ist ein wirklich tolles Buch und ich freue mich schon darauf, die Rezension zu schreiben. Nun warte ich auf „Will Grayson, Will Grayson“, das morgen hier eintreffen soll. Die große Frage lautet: was lese ich heute? Mein Bücherregal gibt so das eine oder andere 100-Seiten-1-Tages-Lektüre-Büchlein her, ich bin mir aber noch nicht sicher, ob ich darauf wirklich zurückgreife. Was, ein Tag ohne lesen? Ja, ganz Recht. Ich habe schon jetzt einen Stapel von fünf Büchern, die ich noch rezensieren muss. Ich arbeite natürlich daran, aber bisher kam ich nicht so richtig voran. Will ich diesem Stapel wirklich noch ein Buch hinzufügen? Ich bin hin und her gerissen. Ich muss nachher noch arbeiten, vermutlich entscheide ich spontan beim Losfahren, ob ich ein Buch einstecke oder nicht.

Obwohl ich heute einen Tag ohne John Green verbringe, möchte ich trotzdem die Frage des Tages von Kim beantworten:

Welches Cover der deutschen John-Green-Bücher gefällt dir am besten?

Puh. Also eigentlich finde ich die deutschen Ausgaben alle nicht sonderlich hübsch, wenn ich nach dem gehe, was amazon mir hier anzeigt. Sie sind so unkreativ gestaltet. Da hätte man sicher mehr rausholen können. Aber wenn ich mich jetzt entscheiden MUSS, wähle ich „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“. Unabhängig von meiner Einstellung zu diesem Buch finde ich dieses Cover am schönsten, weil es so schlicht ist.


 

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Soooo, wie bereits gesagt, es ist Montag – Zeit für die Montagsfrage von Libromanie! Nina möchte heute wissen:

Bekommst du eigentlich noch Bücher geschenkt?

Nur von meinen Eltern, sonst nicht. Wenn ihr euch an meinen Geburtstag erinnert, wisst ihr, dass ich insgesamt eine zwiespältige Einstellung zum Thema Geschenke habe. Ich wünsche mir in der Regel nichts. Aber selbst wenn ich es täte, würde ich mir keine Bücher wünschen, sondern immer Gutscheine für Bücher. Außer meinen Eltern traue ich niemandem wirklich zu, zu wissen, welche Bücher auf meiner Wunschliste stehen. Meiner Erfahrung nach nimmt sich einfach niemand die Zeit, diese Liste mal zu konsultieren. Das heißt, den Satz „Du hast doch schon so viele Bücher!“ höre ich deswegen nie, bekomme aber trotzdem eher selten Lektüre geschenkt. Eigentlich stört mich das aber auch nicht, denn jedes Mal, wenn ich Bücher kaufe, ist es für mich, als würde ich sie mir selbst schenken. Und damit kann ich gut leben. 😀

Wie ist es bei euch? Bekommt ihr noch Bücher geschenkt?

Ich freue mich wie immer auf eure Antworten und Kommentare! 🙂

 
 

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03. 08. 2014 – Die John-Green-Lesewoche: Tag #3

JohnGreenLesewoche

Tag Nummer 3 mit John Green, voraussichtlich der letzte Tag mit „Paper Towns“. Gestern habe ich mich bis auf Seite 220 gelesen, habe also genau 70 Seiten geschafft. Bei LovelyBooks habe ich meinen Lesestatus so kommentiert: „Kapitän Ahab auf der Suche nach Walt Whitman“. Mir gefällt das Spiel mit den literarischen Gleichnissen unheimlich gut. Natürlich ist Quentin nicht absolut wie Kapitän Ahab aus „Moby Dick“, doch er verhält sich definitiv obsessiv. Ich empfinde seine Obsession (noch?) nicht als ungesund, denn seine Suche ist auch gleichzeitig eine transformative Reise. Er verändert sich auf seinem Weg und das macht es erst richtig interessant. Die Frage ist mittlerweile nicht mehr nur, ob er Margo findet, sondern auch, ob er sich selbst findet; das Ich, das er sein möchte.
Außerdem ist mir da noch eine Kleinigkeit aufgefallen, die mir keine Ruhe lässt. Ich möchte hier noch nicht zu viel verraten, weil ich das Thema ausführlich in der Rezension besprechen möchte, aber es geht erneut um eine literarische Anspielung, die in meinen Augen kein Zufall sein kann. Guten Autoren passiert sowas meiner Erfahrung nach nicht einfach so.
Da meine Zeit mit Quentin und Margo nun fast vorbei ist, habe ich mich übrigens dafür entschieden, noch heute „Will Grayson, Will Grayson“ zu bestellen. Es ist einfach das Buch, das mich am meisten reizt. Caroline von i-am-bookish hat sich ja genau diesen Roman für die Lesewoche vorgenommen und ihr gefiel er ganz gut, also fühle ich mich in meiner Wahl bestätigt. 😀

Kommen wir nun zu der Frage des Tages von Kim:

Hast du „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ schon im Kino gesehen? Wie hat dir der Film gefallen?

das-schicksal-ist-ein-mieser-verraeter-plakatNein. Habe ich nicht, hatte ich nicht vor und würde ich auch nicht, wenn ich das Buch gelesen hätte und es mich zutiefst beeindruckt hätte. Kino ist ein teurer Spaß. Eintritt, Getränke, Knabbereien. Wenn ich mich schon dazu hinreißen lassen, so viel Geld für einen einzigen Abend auszugeben, dann muss sich der Film im Kino auch richtig lohnen. Die Geschichte eines krebskranken Mädchens muss ich nicht auf einer großen Leinwand sehen. Das kann ich auch gemütlich vor dem Fernseher zu Hause. Zum Vergleich, der nächste Film, den ich mir im Kino ansehen möchte, ist „Transformers 4“. Riesige Roboter-Aliens, fette Special Effects – DAS lohnt sich im Kino und sogar in 3D. Aber „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“? Mit lauter schluchzenden Mädels um mich rum? Nein, lieber nicht. 😉
Zusätzlich bin ich gar nicht sicher, ob ich den Film überhaupt sehen möchte. Ich bin ja noch nicht mal sicher, ob ich das Buch lesen möchte. Sollte ich mich jemals mit der Geschichte beschäftigen wollen, werde ich unter Garantie mit dem Buch beginnen und nicht mit dem Film. Je nachdem, wie sehr es mir gefällt, werde ich dann entscheiden, ob ich dem Film eine Chance gebe oder nicht.

So viel zu Tag #3 der John-Green-Lesewoche. Ihr habt etwas dazu zu sagen? Aber gerne doch, ich freue mich auf alle Antworten und Kommentare! 🙂

 
 

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02. 08. 2014 – Die John-Green-Lesewoche: Tag #2

JohnGreenLesewoche

Wir haben gerade mal Tag #2 der John-Green-Lesewoche und schon jetzt beschäftigt mich der Gedanke, was ich tun soll, wenn ich eben keine sieben Tage für „Paper Towns“ brauche. Ich habe gestern tatsächlich 150 Seiten weg gelesen, weit mehr als ich erwartet hatte, da ich auch unterwegs war. Und ja, daraus dürft ihr gern schlussfolgern, dass es sich gut liest und mir der Schreibstil gefällt. 😉 Wenn ich also mit „Paper Towns“ heute oder morgen fertig werde (was recht realistisch und wahrscheinlich ist), was mache ich dann? Soll ich noch einen John Green bestellen? Das Buch wäre vermutlich frühestens Dienstag hier, dann hätte ich noch 4 Tage Zeit, um es innerhalb der Lesewoche zu beenden. Das ist sicher machbar. Aber was lese ich dann zwischenzeitlich, bis die Lieferung ankommt? Und welchen Roman von John Green soll ich dann lesen? SO viel hat er ja bisher nicht veröffentlicht. Von sechs Büchern kommen nur vier in Frage, denn „Paper Towns“ fällt natürlich weg und „Let it snow: Three Holiday Romances“ ist eine Kurzgeschichtensammlung. Nicht so mein Geschmack. Es bleiben also übrig: 1. „Looking for Alaska“, 2. „An Abundance of Katherines“, 3. „Will Grayson, Will Grayson“ und 4. „The Fault in our Stars“. Für letzteres fühle ich mich noch nicht bereit. Ich bin noch nicht bereit, über meinen Schatten zu springen und mich mit diesem populären Roman zu beschäftigen.

Aber was meint ihr, welches sollte ich lesen?

Neben diesen Überlegungen gibt es heute natürlich auch wieder eine Frage von Kim von Allthesespecialwords, die es zu beantworten gilt:

Welches war dein erstes John-Green-Buch und wie hat es dir gefallen?

„Paper Towns“ IST mein erstes Buch von John Green. Das war ja überhaupt erst einer der Gründe, warum ich an der Lesewoche teilnehmen wollte: ich fand, es sei die perfekte Möglichkeit, mich dem Autor anzunähern. Ich kann also nur über meine aktuelle Lektüre sprechen. Ich möchte mich jetzt noch nicht festlegen, aber bisher gefällt es mir sehr gut. Die ganze Dynamik zwischen Quentin und Margo, beziehungsweise dem Bild von Margo, das Quentin von ihr hat, ist wirklich interessant. Es erinnert mich an ein Gespräch, das ich erst vor ein paar Tagen geführt habe. In diesem fiel der Satz „Alle Menschen sind Schauspieler, aber nur die wenigsten werden dafür bezahlt“. Margo ist eine beeindruckende Persönlichkeit, die trotz ihrer Beliebtheit nur sehr wenig von ihrem Innersten preisgibt. Ich finde es spannend, dass sie nun anscheinend das Bedürfnis hat, sich jemandem anzuvertrauen, wenn auch auf ihre ganz eigene Art und Weise. Ich frage mich, was sie dazu bewegt hat. Aber das werde ich sicher noch herausfinden. 🙂
Genaueres über meine Meinung von „Paper Towns“ werdet ihr dann in der Rezension erfahren.

Wie üblich dürft ihr natürlich nach Herzenslust antworten und kommentieren, ich freue mich über jegliche Wortmeldung von euch! 😀

 
 

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01. 08. 2014 – Die John-Green-Lesewoche: Tag #1

JohnGreenLesewoche

Yeeeeyyyy, heute geht es endlich los! Die John-Green-Lesewoche startet! 😀
Ich hatte euch bereits darauf vorbereitet; in dieser Woche beantworte ich täglich eine Frage, die Kim von Allthesespecialwords gestellt wird. Diese bezieht sich natürlich immer auf John Green, seine Bücher oder die Lesewoche an sich.
Heute fangen wir ganz gemütlich an, Kims erste Frage lautet:

Mit welchem Buch startest du?

John Green Übersicht fertig

Der heutige Tag ist ja nicht nur der Start in die Lesewoche für mich, sondern auch mein Start mit John Green insgesamt. Ich habe vorher noch nichts von ihm gelesen. Deshalb (und aus zeitlichen Gründen) habe ich mich entschieden, es erst mal nur mit einem Buch zu versuchen und nicht sofort mehrere zu kaufen. Erst mal möchte ich sehen, wie mir sein Schreibstil gefällt. Die naheliegendste Wahl wäre natürlich „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ / „The Fault in our Stars“ gewesen. Doch wer mich kennt, weiß, wie schwer ich mich mit stark gehypten Büchern tue. ALLE haben das Buch gelesen, ALLE haben Träne um Träne vergossen, ALLE waren zutiefst bewegt. Aufgrund dieser überschwänglichen Rezensionen und Bewertungen habe ich das Interesse verloren. Außerdem… eine Geschichte über ein krebskrankes Mädchen? Erinnert mich irgendwie an „Beim Leben meiner Schwester“.
Nein, „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ wäre vermutlich nicht die richtige Entscheidung als Einstieg gewesen. Aber auf meiner Wunschliste stand schon länger ein anderes Buch von ihm, noch bevor ich überhaupt wusste, dass er der Autor dieses allseits beliebten Dramas ist: „Paper Towns“.
Dieses Buch wird also mein Start sein; ich werde die Woche mit Margo und Quentin verbringen.

 
 

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31. 07. 2014 – Erinnerung an die John Green Lesewoche & der Blogfahrplan der nächsten Zeit

JohnGreenLesewocheIch möchte euch heute noch einmal an die John-Green-Lesewoche erinnern. Morgen geht’s los! 😀 Das Ganze wird von Allthesespecialwords veranstaltet und wenn ihr spontan noch teilnehmen möchtet, dann kramt eure John Green Bücher raus und meldet euch fix an. Je mehr, desto besser. Die nächste Woche werde ich also fleißig jeden Tag Kims Fragen beantworten, alle normalen Posts fallen aus.

Für mich ist diese Lesewoche vom Timing her perfekt. Erstens bin ich fast fertig mit „Perfected“ von Kate Jarvik Birch, mir fehlen noch etwa 10 Seiten. Ich gebe zu, ich bin ein bisschen stolz, dass ich den Lektüre-Übergang so nahtlos hinbekomme. 😀
Zweitens gibt mir diese Aktion die Chance, alle möglichen Posts aufzuarbeiten und den Blog wieder auf den neusten Stand zu bringen. Die letzten zwei Wochen waren arbeitstechnisch ziemlich verrückt; ich hatte kaum Zeit, etwas anderes zu tun als zu schuften, zu schlafen und mich um meine Kleine zu kümmern. Ab morgen sollte alles wieder in normalen Bahnen laufen. Ich muss zwar trotzdem noch viel arbeiten, aber die anstrengenden Doppelschichten sind vorbei.
Das Bloggen hat mir wirklich gefehlt. Es reicht mir einfach nicht, alle paar Tage schnell einen Beitrag dazwischen zu schieben, wenn ich mal 10 Minuten Zeit habe. Während ihr also in der nächsten Woche täglich über meine Erfahrungen mit John Green lesen könnt, werde ich hinter den Kulissen in Ruhe die Beiträge vorbereiten, die längst fällig waren oder sich in den letzten Tagen ergeben haben.Auf folgendes könnt ihr euch freuen:

  • Rezension zu „Pride and Prejudice“ von Jane Austen
  • Rezension zu „Die Worte der Weißen Königin“ von Antonia Michaelis
  • Rezension zu „Mind Games“ von Carolyn Crane
  • Rezension zu „Perfected“ von Kate Jarvik Birch
  • Let’s talk about… die Bestenliste der BBC
  • Let’s talk about… die Bestenliste des ZDF
  • Inside Jane Austen #3 (wenn ich noch genug Trivia-Wissen zusammen tragen kann)

Außerdem stehe ich im Augenblick in Kontakt mit dem Autor Christoph Zachariae, der eine Reihe namens „Ödland“ schreibt. Er hat mir angeboten, das erste Buch „Der Keller“ zu lesen und eventuell zu rezensieren. Ich habe sein Angebot angenommen, weiß aber noch nicht, ob es zu dieser öffentlichen Rezension auch kommt. Ich veröffentliche Auftragsrezensionen prinzipiell nur unter Absprache mit dem Autor oder der Autorin, da ich mich auf der einen Seite schützen möchte und besonders junge AutorInnen auf der anderen Seite vor Schaden in Form von sehr negativer Kritik bewahren möchte. Ich bin aber optimistisch, dass die Rezension von „Der Keller“ zustande kommt und ihr sie bald hier lesen könnt. 🙂
Dann habe ich noch – wer hätte es gedacht – ein Rezensionsexemplar bei BloggdeinBuch.de gewonnen. Normalerweise bin ich nicht gerade vom Glück geküsst was Gewinnspiele jeglicher Art angeht. Daher war ich reichlich überrascht, als gestern die E-Mail kam, dass ich „Die Janus Protokolle“ von Turhan Boydak lesen und rezensieren darf. 🙂
Sowohl „Der Keller“ als auch „Die Janus Protokolle“ sind e-Books. Ganz ehrlich, wenn das so weiter geht, überlege ich mir vielleicht doch noch, mir einen e-Book-Reader zuzulegen. Ich kann die Bücher zwar auch am PC lesen, aber mal ehrlich, das ist nicht sonderlich bequem. Auch dazu werde ich vermutlich noch einen ausführlichen Beitrag verfassen, in dem ich meine Überlegungen zusammen fasse.

Soooo und last but not least tausche ich mich momentan rege mit Jule von Zroyas Papiergeflüster aus. Wir haben da eine Idee zu einer Blog-Aktion im Ärmel, die wir unglaublich gern umsetzen möchten. Bisher stecken wir noch völlig in der Planung der Formalitäten, aber da wir beide nun mehr Zeit zur Verfügung haben, wird es in dieser Sache hoffentlich bald ordentlich vorangehen. Ich möchte hier noch nicht zu viel verraten, doch ich freue mich wahnsinnig auf die intensive Zusammenarbeit mit Jule und versichere euch, die Aktion ist den ganzen Aufwand wert! 😀

Das war es erst einmal von mir für heute. Ich hoffe, ich konnte euch Lust auf die nächsten Wochen machen und danke euch, dass ihr mir in den letzten Wochen, die so sehr stressig waren, die Treue gehalten habt. 😉

Wie immer dürft ihr gern euren Senf dazu geben, ich freue mich auf alle Gedanken und Kommentare! 😀

 
 

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23. 07. 2014 – Die John Green Lesewoche

JohnGreenLesewoche

Gestern habe ich ein bisschen bei Henni von zuendegelesen gestöbert und bin dabei auf die Ankündigung der John-Green-Lesewoche gestoßen. Für alle, die es nicht wissen: John Green ist der Mann, der „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ geschrieben hat, welches ja zur Zeit (auch aufgrund der Verfilmung) in wirklich aller Munde ist. Na ja, in fast aller Munde. In meinem nämlich nicht. 😉 Der Name John Green ließ in meinem Kopf trotzdem ein Glöckchen klingeln und ein Blick auf meine Wunschliste erklärte mir auch, wieso. Auf dieser stand nämlich schon seit einer Weile sein Buch „Paper Towns“.
Ich habe noch nie bei einer Lesewoche mitgemacht – es hat sich bisher einfach nie ergeben. Aber jetzt dachte ich „Wieso eigentlich nicht?“. Ich brauche ja im Grunde niemals eine Ausrede, um meine Wunschliste um ein paar Bücher zu reduzieren und die Idee, einen Autor nicht allein, sondern gemeinsam mit anderen zu lesen, gefiel mir richtig gut.
Die Aktion an sich findet nicht bei Henni selbst statt, sondern bei Kim von Allthesespecialwords. Ich habe mich bei ihr angemeldet, das Buch bestellt und nun könnte es eigentlich losgehen. 😀 Ich freue mich sehr auf diese Leserunde! 😀PaperTowns

Möchtet ihr auch teilnehmen?

Dann meldet euch bei Kim: John-Green-Lesewoche bei Allthesespecialwords

 
 

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