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Schlagwort-Archive: Lesegeschmack

Montagsfrage: Die goldene Ausnahme?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Das Howard/Conan-Projekt befindet sich in der heißen Phase. Ich schreibe aktuell meine Rezension. Das ist zwar auch nicht ganz so leicht, wie ich gehofft hatte, weil es nach so langer Zeit beinahe unmöglich ist, meine Empfindungen und Gedanken vor meiner Recherchemission von meinem jetztigen Wissensstand abzukoppeln, aber ich genieße es, mich auf meine subjektive Meinung konzentrieren zu können. Keine Quellenchecks, keine Widersprüchlichkeiten mehr. Ich bin zuversichtlich, dass ich nur noch ein paar Tage brauche. Dann stehen die inhaltlichen Beiträge alle. Endlich. Danach werde ich nur noch eine Einleitung und ein Fazit schreiben, da ich es seltsam fände, ein so umfangreiches Projekt kontextlos zu beginnen und abrupt zu beenden und kann mich anschließend mit Formatierungsaspekten beschäftigen. Mit etwas Glück kann ich vielleicht schon nächste Woche mit meinem grafischen Konzept beginnen, auf das ich mich sehr freue, weil ich jetzt schon ewig Ideen mit mir herumtrage und es kaum erwarten kann, diese endlich umzusetzen. So langsam gewinne ich einen Eindruck davon, wann das Ganze möglicherweise online gehen könnte. September vielleicht? Wir werden sehen.

Da die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise sich nach der heutigen Ausgabe in die Sommerpause verabschiedet und erst im September wieder stattfindet, könnte es im August daher ziemlich ruhig hier auf dem Blog werden. Lasst euch davon nicht täuschen. Ich lebe weiterhin. Ich arbeite nur fieberhaft in beinahe jeder freien Minute am Projekt.

Nun wollen wir aber erst einmal sehen, was Antonia von uns wissen will, bevor sie in die Ferien verschwindet.

Welches Buch aus einem Genre, das du eigentlich nicht magst, magst du?

Das ist eine schöne Frage, die mir die Gelegenheit gibt, mich mal ein bisschen selbst zu loben. Ich bin nämlich sehr stolz darauf, dass ich in den vergangenen Jahren so gut wie all meine Genre-Vorurteile überwunden habe und deshalb kein Buch mehr ablehne, nur weil es Genre XY zugerechnet wird. Das heißt nicht, dass ich keine Vorurteile mehr habe (es ist wirklich schwer, die nachhaltig loszuwerden, wenn sie sich erst mal festgesetzt haben), aber ich bin jetzt an einem Punkt, an dem ich nicht mehr behaupten kann, dass ich bestimmte Genres grundsätzlich nicht mag. Diese Zeiten sind vorbei und ich finde, dass diese Entwicklung eine ganz schöne Leistung ist.

Wie habe ich das gemacht? Ich habe außerhalb meiner Komfortzone gelesen und der leisen Stimme meiner Neugier nachgegeben, selbst wenn Zweifel und Skepsis laut brüllten. Dadurch habe ich festgestellt, dass Genrezuordnungen zu mentalen Stereotypen führen, die die Vielseitigkeit unserer literarischen Kategorien völlig verkennen. Ich dachte zum Beispiel immer, dass ich Krimis und historische Fiktion nicht mag. Doch dann entdeckte ich die Reihe „Nicolas Le Floch“ von Jean-François Parot, in der es um Kriminalfälle im Paris des 18. Jahrhunderts geht. Siehe da, die Kombination funktioniert für mich hervorragend. Mittlerweile habe ich drei Bände im Regal stehen und werde Nicolas sicher auch weiterhin bei seinen Ermittlungen begleiten. Ganz normale Krimis zählen bis heute nicht zu meinen Favoriten, weil sie mich nicht genug fordern und erst recht nicht schockieren (anders als ihre Verwandten, die Thriller), doch ich kann nicht mehr sagen, dass ich sie prinzipiell nicht mag. Im Fall der historischen Fiktion habe ich lange gebraucht, um meine Nische zu finden, weil es dauerte, bis ich begriff, dass „historisch“ nicht automatisch „mittelalterlich“ heißen muss. Romane wie „Die Wanderhure“ werde ich wohl nie meinem Regal hinzufügen, aber das 18. und 19. Jahrhundert sowie die Antike faszinieren mich. Ich glaube, jeder Bücherwurm kann in den Subgenres fündig werden, wenn er oder sie sich die Mühe macht, sie zu erkunden. Das ist natürlich ein Prozess und Fehlschläge sind vorprogrammiert. Ich erinnere mich mit Grauen an meine Versuche mit historischer Wikinger-Fiktion, die sich alle als Griff ins Klo entpuppten. Heute bin ich trotzdem froh, dass ich nicht aufgegeben und meinen individuellen, persönlichen Lesegeschmack dadurch so viel besser kennengelernt habe.

Es gibt eine Ausnahme. Eine muss es geben, oder? Chic-Lit. Frauenliteratur. Schmachtfetzen über Protagonistin XY, die ihren Verlobten am Altar stehen lässt, nach Italien durchbrennt, dort eine kleine Eisdiele eröffnet und der Liebe ihres Lebens begegnet, aber ist sie überhaupt schon wieder bereit, sich zu öffnen und ist der Latin Lover nicht viel zu wenig vertrauenswürdig, ach egal, was wäre das Leben ohne Risiko, Happy End. Brr. Ich kann das einfach nicht. Ich kann da nicht mitfühlen. Das einzige, was ich bei dieser… nennen wir es mal großzügig Literatur fühle, ist, wie sich meine Augen nach oben in meinen Hinterkopf rollen. Ich finde das alles albern und stereotyp und sowas von gar nicht emanzipiert. Das Frauenbild, das vermittelt wird, ist das absolute Gegenteil von Feminismus und darüber kann ich in diesem speziellen Fall nicht hinwegsehen, weil ES. DER. EINZIGE. INHALT. IST. Ihr seht, das Genre regt mich auf. Trotzdem habe ich in der Vergangenheit mal meinen großen Zeh ins Wasser gehalten, um meine Temperatur zu ermitteln. Ich habe „P.S. Ich liebe Dich“ von Cecelia Ahern gelesen und fand es gut. Gut, nicht mehr, nicht weniger. Mögen ist eigentlich schon zu viel gesagt, weil mich auch in diesem Buch das Rollenbild der Protagonistin Holly störte. Immerhin fand ich durch die Lektüre heraus, das meine Probleme mit der Chic-Lit viel damit zu tun haben, dass diese Bücher die Leser_innen quasi zwingen, zu weinen. Alles trieft nur so vor emotionaler Manipulation zum Selbstzweck und das passt mir überhaupt nicht. Es ist, als würden sich Autor_innen dieses Genres überlegen, wie sie ihre Geschichten extra schmerzhaft und extra tragisch aufziehen können, damit auch ja kein Auge trocken bleibt. Nicht, weil sie ihren Figuren zu einer Weiterentwicklung verhelfen wollen, sondern weil sie bei ihren Leser_innen eine bestimmte Reaktion provozieren wollen. Ich weiß, dass es auch andere Chic-Lit gibt und eine ganze Sparte existiert, die statt auf Tragik auf Humor setzt, doch meine grundlegenden Schwierigkeiten bleiben davon unangetastet. Es macht für mich kaum einen Unterschied, ob ich nun lachen oder weinen soll und das Frauenbild kann ich trotzdem nur ertragen, wenn ich fest entschlossen bin, das Potpourri aus Geschlechterklischees konsequent als überzogene Satire zu lesen. Das ist mir zu anstrengend. Also lasse ich die Finger von Chic-Lit. Aber ich habe es zumindest versucht und kann erklären, warum ich diese Bücher meide.

Mögt ihr ein Buch, obwohl ihr dessen Genre eigentlich nicht mögt?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen fantastischen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Jahresrückblick 2018: Vom Spaß mit Statistiken, dem Kampf gegen die Durchschnittlichkeit und plüschigen Helden

Hallo ihr Lieben!

Tatatataaaa! Es ist geschafft! Der Jahresrückblick 2018 ist endlich fertig! Die Zusammenfassung meines vergangenen Lesejahres war wie immer eine Mammutaufgabe, die mich wieder einmal viel länger in Anspruch nahm, als ich eigentlich plante. Jedes Jahr unterschätze ich, wie viel Zeitaufwand dieser Rückblick erfordert. Aber: es ist mir noch im Januar gelungen, ihn fertigzustellen und ich freue mich sehr, ihn euch heute präsentieren zu können! Eigentlich wäre heute ja die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise dran, doch da diese aus privaten Gründen ausfällt, dachte ich, ich nutze die Gelegenheit, um meinen Jahresrückblick einen Tag vorzuziehen. 😉

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Verfasst von - 28. Januar 2019 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Montagsfrage: Zu unkritisch?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich möchte mich heute bei euch für eure lieben Glückwünsche zu meiner Hochzeit bedanken. Es erstaunt mich immer wieder, wie viel Anteilnahme ihr für mich, eine Person, die ihr (mit einer Ausnahme) nie getroffen habt, aufbringen könnt. Es ist wundervoll, wie positiv und freundlich unsere Community ist. Darum teile ich mit euch gern auch Privates, weil ich einfach weiß, dass ihr verständnisvoll und mitfühlend reagieren werdet, egal, was ich euch erzähle. Ihr seid großartig. Es lebe die Buchblogger_innen-Gemeinschaft! 😀
Da wir nun schon beim Thema Positivität sind, habe ich gleich eine passende Überleitung zur heutigen Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise:

Schreibst du überwiegend Rezensionen über Bücher, die dir gefallen, oder auch über Bücher, die dir nicht gefallen?

Ich kann diese Frage kategorisch beantworten: ich rezensiere jedes Buch, das ich lese. Sehr selten mache ich eine Ausnahme, beispielsweise, wenn eine Rezension zu stark in meine privaten Erfahrungen driften würde, aber es würde mir nie einfallen, auf eine Besprechung zu verzichten, weil ich das Buch nicht mochte. Ich empfinde meinen Leser_innen, also euch gegenüber eine Verpflichtung und habe mit der Zeit gelernt, dass euch gerade negative Rezensionen oft weiterhelfen. Da das mein Hauptanliegen mit diesem Blog ist, möchte ich euch diese Entscheidungshilfe nicht verwehren. Außerdem fallen mir Texte zu Werken, die mir nicht gefielen, häufig sogar leichter. Ausgiebiges Meckern entwickelt erstaunlicherweise eine eigene Dynamik und kann eben auch Spaß machen. Ich bin mir demzufolge keiner Schuld bewusst. Ich sehe mich selbst nicht als zu unkritisch. Tatsächlich frage ich mich manchmal, ob ich nicht zu streng bin, weil ich ungern 5 Sterne rausrücke. Trotzdessen erscheinen auch hier hauptsächlich positive Rezensionen. Das liegt aber einfach daran, dass ich meinen Lesegeschmack gut kenne. Ich weiß, was mir gefallen könnte und suche danach meine Lektüre aus. Dafür werde ich mich niemals, niemals, niemals entschuldigen.

Ich kenne den Artikel, den Antonia in ihrem Beitrag anspricht und natürlich auch andere, die in dieselbe Kerbe hauen. Ich habe mich schon einmal dazu geäußert in meinem Post „Gutes kommt dreifach ODER Warum es wundervoll ist, eine Buchbloggerin zu sein“. Ich möchte mich jetzt nicht zu umfangreich wiederholen, aber durchaus noch einmal betonen, dass Buchbloggen für die meisten von uns erstens kein Beruf ist, der bestimmten Richtlinien folgen müsste, unsere Lektüreauswahl zweitens über jeden Zweifel erhaben ist und wir drittens deutlich mehr Macht besitzen, als uns gerade das Feuilleton zugestehen möchte. Manchmal habe ich das Gefühl, Redakteur_innen, die solche Artikel schreiben, sind neidisch auf die Freiheit, mit der wir lesen und rezensieren können. Für uns gibt es keine Tabus, keine Deadlines, keine vorgeschriebenen Lektürelisten. Wir lesen und besprechen, was immer wir wollen, wie immer wir wollen. Ich möchte diesen Neidhammeln gern ihre Stifte entreißen, weil sie mit ihren Kommentaren meiner Ansicht nach unnötig und künstlich Verunsicherung streuen. Wir lieben, was wir tun. Warum verlangt das eine Rechtfertigung? Ich sehe Buchblogs und das Feuilleton nicht in Konkurrenz, weil sie ganz unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. Wem Fangirlen, Hypes und leidenschaftliches Schwärmen nicht zusagen, muss ja keine Blogadresse in den Browser tippen. Wer das Feuilleton als zu abgehoben empfindet, kann diese Seiten in den Zeitungen überspringen. Wo ist das Problem?

Persönlich lese ich keine professionellen Rezensionen von „echten“ Buchkritiker_innen. Mir helfen sie nicht weiter. Es bringt mir gar nichts, wenn dort der intellektuelle Anspruch oder der experimentelle Schreibstil gelobt werden, weil diese Informationen keine Emotionen übermitteln. Ist ja schön, dass es ein für die Popkultur wertvolles Buch ist, aber wie hat es denn nun gefallen? War es spannend, war es mitreißend, hat es zu Tränen gerührt? Ich ziehe Rezensionen von Buchblogger_innen vor, weil ich keine sterile Einschätzung eines Buches möchte. Ich möchte von Liebe, Hass, Leidenschaft, Trauer und dem ganzen Repertoire der Gefühle lesen, die Bücher auslösen. Es ist mir egal, ob auf einem bestimmten Blog überwiegend positive Rezensionen veröffentlicht werden. Wenn mir eine dieser Rezensionen hilft, eine Entscheidung für oder gegen eine Lektüre zu treffen, bin ich dafür dankbar. Punkt.

Schreibt ihr negative Rezensionen?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Meinungen und Kommentare und wünsche euch allen einen perfekten Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Lieblingsbuchhandlung?

Guten Morgen ihr Lieben! 🙂

Ich habe gehört, in einigen Teilen Deutschlands hat es gestern bereits geschneit. In Berlin natürlich nicht. Also habe ich mir den Spaß erlaubt und mal nach den Prognosen für weiße Weihnachten 2017 geschaut. Mir ist selbstverständlich bewusst, dass die Vorhersagen jetzt noch nicht zuverlässig und mit Vorsicht zu genießen sind. Laut wetter.com liegt die Chance für ein verschneites Weihnachtsfest im Nordosten Deutschlands bei 15 – 25%. Tja. Ziemlich gering. Zum Vergleich, liegt die Regenwahrscheinlichkeit unter 30%, lasse ich den Schirm zu Hause. Ich rechne nicht damit, dass wir endlich mal wieder ein Winterwunderland zu sehen bekommen. Aber davon lasse ich mir die Adventszeit nicht vermiesen und starte gut gelaunt mit der Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja in die neue Woche:

Hast du eine Lieblingsbuchhandlung? Was gefällt dir daran besonders gut?

Ich wünschte, ich hätte eine Lieblingsbuchhandlung. Ich wünschte, es gäbe in meiner Nachbarschaft fußläufig einen kleinen, gut sortierten Buchladen, der genau meinem Geschmack entspricht. Leider ist das nicht der Fall. Die Situation für Leseratten hat sich in meinem Bezirk zwar deutlich verbessert – mir fallen spontan drei verschiedene Buchhandlungen in der Umgebung ein – aber keine davon lässt mein Herz höher schlagen. Ich habe allen dreien einen Besuch abgestattet und musste feststellen, dass ihre Auswahl nicht mit meinen Lesegewohnheiten vereinbar ist. Der BuchHafen ist auf Literatur türkischer Autor_innen spezialisiert. Pequod Books führt hauptsächlich gebrauchte englischsprachige Klassiker, was nett ist, doch unglücklicherweise nur einen Teil meiner Bedürfnisse befriedigt. Curious Fox ist ebenfalls auf englischsprachige Bücher ausgerichtet, ihre Fantasy-Abteilung ist jedoch winzig. Ich fühle mich in keinem von ihnen zu Hause. Die Alternative sind die großen Ketten, die mich ebenfalls nur bedingt glücklich machen. Daher hat sich mein Buchkaufverhalten nicht verändert. Ich erhalte zwar jeden Monat den Newsletter des fabelhaften Otherland Berlin, da ich mich allerdings in die U-Bahn setzen müsste, um dort vorbeizuschauen, priosisiere ich immer noch den Onlinekauf. Die meisten meiner Bücher ergattere ich gebraucht bei Medimops, weil ich auf diese Weise bequem günstige Literatur erwerben kann. Ich weiß natürlich, dass es besser wäre, einen unabhängigen Buchladen zu unterstützen und ich würde das auch gern tun, aber das Angebot ist einfach nicht passend. Ich wünsche mir eine Buchhandlung, die ich jeder Zeit (innerhalb der Öffnungszeiten) ohne großen Aufwand besuchen kann und in der ich genau die Bücher finde, die meinem Lesegeschmack entsprechen. Solange das nicht der Fall ist, werde ich meine Buchsucht weiterhin online nähren.

Habt ihr eure buchige Heimat bereits gefunden?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen wundervollen Montag!
Alles Liebe,
Elli  ❤

 

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Gutes kommt dreifach ODER Warum es wundervoll ist, eine Buchbloggerin zu sein

Hallo ihr Lieben! 🙂

Geht euch eigentlich auch manchmal durch den Kopf, wie großartig es ist, Buchblogger_in zu sein? An manchen Tagen kann ich einfach nicht fassen, wie viele Türen mir das Schreiben von Rezensionen öffnet. Ich habe Kontakt zu tollen Menschen, die meine größte Leidenschaft teilen. Ich bekomme Bücher geschenkt und muss dafür nichts weiter tun, als meine Meinung niederzuschreiben, was ich ja ohnehin tun würde. Wenn ich wollte, könnte ich die deutschen Buchmessen als Fachbesucherin besichtigen. Das alles ist einfach fabelhaft und deshalb kümmert es mich nicht, dass Buchblogger_innen immer wieder belächelt und kritisiert werden, wie kürzlich von Samuel Hamen in der ZEIT. Doch das vermutlich Beste an meinem Dasein als Buchbloggerin ist der Austausch mit den Autor_innen.

Gestern hatte ich einen phänomenalen Tag und diesen verdanke ich drei tollen Autoren, die mich sehr glücklich gemacht haben und mich erneut schätzen ließen, wie außergewöhnlich die spezielle Beziehung zwischen Schriftsteller_innen und Blogger_innen ist. Dieser Beitrag feiert das respektvolle Miteinander, das ich gestern erleben durfte und heute mit euch teilen möchte.

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Verfasst von - 1. September 2017 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Beth Revis – Die Ankunft

2016-04-10 - Revis Die Ankunft

Die „Godspeed“ – Trilogie von Beth Revis ist eine Altlast meines Bücherregals. Als ich den ersten Band „Die Reise beginnt“ 2011 gebraucht ersteigerte, beging ich den folgenschweren Fehler, die Hardcover-Ausgabe zu erwerben. Dadurch war ich gezwungen, die Folgebände ebenfalls gebunden zu kaufen. Ich hatte nicht bedacht, dass diese neu jeweils knapp 20€ kosten, was meiner geizigen Ader gar nicht passte. Immer wieder verschob ich es, die Trilogie weiterzuverfolgen, obwohl mir der Auftakt gut gefiel. Wann der zweite Band „Die Suche“ bei mir einzog, weiß ich nicht mehr, doch das Finale „Die Ankunft“ schaffte es erst dieses Jahr, 2016, in meine Privatbibliothek. Ich brauchte geschlagene 5 Jahre, um die Trilogie abzuschließen. Zwischenzeitlich glaubte ich selbst nicht mehr daran, dass ich „Godspeed“ irgendwann einmal zu Ende lesen würde, weshalb ich jetzt wirklich stolz bin, es endlich hinter mich gebracht zu haben.

Nachdem die Godspeed über Generationen hinweg in der Umlaufbahn der Zentauri-Erde kreiste, treffen Junior und Amy die Entscheidung, den Gefahren auf der Oberfläche zu trotzen und das Raumschiff zu landen. Eine neue Ära soll anbrechen. Doch auf dem Planeten angekommen, läuft nichts so, wie Amy und Junior es sich vorgestellt hatten. Die Zusammenarbeit der Schiffsbewohner_innen mit den Eingefrorenen von der Erde gestaltet sich als schwierig; zu groß scheinen die Unterschiede, die sie trennen. Nicht einmal Amys Vater ist in der Lage, die Gräben zwischen ihnen zu überwinden. Dabei ist Zusammenhalt ihre einzige Hoffnung, wollen sie überleben, denn der Planet ist ihnen nicht freundlich gesinnt. Nicht nur bevölkern riesige Monster ihre neue Heimat – ein Geheimnis umgibt Zentauri, das ihr aller Leben bedroht. Werden Amy und Junior das Mysterium aufdecken und die Zukunft ermöglichen, die sie sich mehr als alles andere wünschen?

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Montagsfrage: Vergessen und Rereaden?

montagsfrage neu

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich hatte ein tolles Wochenende! So eine große Geburtstagsparty im Mittelalter-Stil macht schon Spaß. Essen mit den Fingern, zotige Witze und Bänkelgesang – da fühlt man sich direkt ein paar Jahrhunderte zurück versetzt. 😀
Wieder in der Gegenwart angekommen widme ich mich an diesem Morgen wie immer der Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja, die heute folgendes wissen möchte:

Wenn du eine Buchreihe restlos vergessen könntest, um sie noch einmal neu zu lesen, welche wäre das?

Ich habe die Frage mal direkt auf mich zugeschnitten, weil ich für die Antwort nicht lange überlegen musste. Wenn ich könnte, würde ich alle Bände der „Anita Blake“ – Reihe von Laurell K. Hamilton vergessen. Ich schätze, dass ich heute oft „Harry Potter“ bei euch lesen werde, wie auch bei Svenja selbst, aber ich würde Anita Harry vorziehen. Einerseits möchte ich meine Kindheitserinnerungen an Harry nicht missen; andererseits hätte ich gern einen neuen Start mit Anita. Ich hatte mit den Geschichten aus dem Leben meiner liebsten Vampirhenkerin einfach so viel Pech, weil der deutsche Verlag Bastei Lübbe ganz fürchterlich mit den Leser_innen umgesprungen ist. Erst haben sie pro Jahr nur etwa einen neuen Band veröffentlicht, dann haben sie angefangen, die Bände zu teilen und letztendlich wurde die Reihe mittendrin komplett eingestellt. Ich muss noch einmal von vorn beginnen, habe alle Bände (gebraucht) auf Englisch nachkaufen müssen, nur weil sich die Reihe für den deutschen Verlag finanziell nicht mehr rentiert, was meiner Meinung nach Großteils an der vorangegangen Veröffentlichungsstrategie lag. Ich bin überzeugt, Bastei Lübbe ist selbst dafür verantwortlich, dass über die Jahre immer mehr Leser_innen abgesprungen sind. Nun steht ein Reread an und ich würde unheimlich gern alles vergessen, was ich bereits über Anita weiß, um noch einmal bei Null anzufangen und ganz unbeeinflusst den ersten Band zur Hand nehmen zu können. Allerdings möchte ich nicht vergessen, wie sehr ich meine Lieblingsheldin mag und in welcher Lebensphase ich sie kennengelernt habe. Ich möchte den Inhalt vergessen, nicht aber die Gefühle, die ich der Reihe entgegen bringe. Das wäre schade, denn Anita begleitet mich schon so lange, dass sie wirklich ein Teil meines Lebens ist. Sie hat meinen Lesegeschmack geprägt und mich von der Urban Fantasy überzeugt. Es wäre schön, sie noch einmal neu zu entdecken, doch meine Empfindungen sind mir zu wertvoll, um auf sie zu verzichten. Ich möchte neue Erinnerungen schaffen, nicht die alten ersetzen.

Mit welchem Buch oder welcher Reihe wünscht ihr euch einen Neustart?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Meinungen und Kommentare und wünsche euch allen einen großartigen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli

 
 

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