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Schlagwort-Archive: Leseentscheidung

Montagsfrage: Aufschieberitis?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Für mich als Bloggerin steht heute ein großer Tag an. Ich werde versuchen, mir einen neuen Laptop zuzulegen. Das aktuelle Gerät zeigt die ersten Symptome von Altersschwäche und ich möchte vermeiden, dass er genau dann den Dienst quittiert, wenn ich es am wenigsten gebrauchen kann. Am Ende komme ich vielleicht nicht mehr (oder nur unter großem Aufwand) an meine Daten und das wäre richtig schlecht. Also werde ich heute einem bekannten Unternehmen mit rotem Logo einen Besuch abstatten und hoffen, dass mich dort jemand kompetent und ehrlich berät. Die Entscheidung, jetzt endlich einen neuen Laptop zu kaufen, ist für mich eine große Sache. Sonst warte ich mit dem Ersatz aller Geräte, Möbel, Klamotten etc., bis sie auseinander fallen. Ich bin richtig aufgeregt. Vielleicht ist die heutige Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja der letzte Blogbeitrag, den ich an meinem alten Rechner tippe? 😀

Gibt es manchmal Bücher, bei denen du zögerst sie zu lesen, obwohl du sie eigentlich unbedingt lesen willst?

Ich verstehe, was Svenja mit dieser Frage meint, obwohl das Gefühl tatsächlich schwer zu beschreiben ist. Es gibt Bücher, die will ich unbedingt besitzen, so sehr, dass ich einem großzügigen Fabelwesen mein Erstgeborenes versprechen würde, bekäme ich es dadurch schneller. Ich fiebere dem Tag des Erscheinens oder dem Eintreffen des Pakets entgegen – und dann landet das heiß ersehnte Stück auf dem SuB, manchmal sogar jahrelang. Warum? Ich denke nicht, dass das bei mir etwas mit der Sorge um enttäuschte Erwartungen zu tun hat. Ich glaube, bei mir ist meine private masochistische Ader dafür verantwortlich. Um das zu erklären, möchte ich einen kurzen thematischen Schlenker machen und euch beschreiben, wie ich Stullen esse, weil das Prinzip ähnlich ist. Wenn ich mir Brote schmiere und mich zum Essen hinsetze, ist die Reihenfolge für mich extrem wichtig. Ich esse nicht willkürlich. Ich priorisiere. Schon während des Gangs von der Küche ins Wohnzimmer lege ich fest, welches Brot ich zuerst esse und welches zuletzt. Genau hier ist der Knackpunkt: ich esse das, was mir am besten schmeckt, zuletzt. Das Beste kommt zum Schluss. Beim Lesen ist das ähnlich. Bücher, die ich unbedingt haben möchte, bleiben manchmal (nicht immer) ewig auf meinem SuB, weil ich die Vorfreude auf die Lektüre möglichst lange hinauszögern möchte. Ich weiß, das ist ein bisschen verrückt, schließlich wird es immer Bücher geben, die bei mir Vorfreude auslösen. Es ist Quatsch, auf ein bestimmtes Buch länger zu warten, als nötig, aber mein Bauch, der ja die Leseentscheidungen für uns trifft, lässt da nicht vernünftig mit sich reden. Wenn er meint, dass wir die Vorfreude hinauszögern müssen, dann ist das so. Ich habe da nichts zu sagen und so lange ich weiß, dass das Buch in meinem Regal steht und geduldig darauf wartet, gelesen zu werden, ist das für mich auch vollkommen in Ordnung. Ich vertraue meinem Bauch. Er weiß, was das Beste für uns ist.

Erlebt ihr bei Büchern, die ihr eigentlich unbedingt lesen möchtet, auch manchmal die Aufschieberitis?

Ich bin sehr gespannt auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen großartigen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli  ❤

 

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Montagsfrage: Bloggerpower?

montagsfrage neu

Hallo ihr Lieben! 🙂

Meine Güte, waren das vielleicht zwei anstrengende Wochen. Kein Tag, an dem ich nicht unterwegs gewesen wäre. Geburtstage, Unternehmungen und Arbeit, Arbeit, Arbeit. Der September ist für mich immer ein viel beschäftigter Monat, aber dieses Jahr war es irgendwie schlimmer als sonst. Jetzt sind vom September noch 5 Tage übrig (einschließlich heute) und ich muss sehen, dass ich vielleicht noch die eine oder andere Rezension schreibe, mit „A Storm of Swords“ vorwärts komme und mir überhaupt wieder mehr Zeit für mein liebstes Hobby nehme. Los geht es heute mit der allwöchentlichen Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja, die heute wissen möchte, wie wir Blogger_innen uns gegenseitig beeinflussen:

Welches Buch hast du zuletzt aufgrund der Rezension eines/einer anderen Buchblogger_in gelesen?

Ähnlich wie bei Svenja selbst liegt auch bei mir meine letzte Kauf- und Leseentscheidung, die von einer Rezension angestoßen wurde, ein Weilchen zurück. Obwohl ich oft durch andere Blogger_innen auf Bücher aufmerksam werde, sei es nun bei Goodreads oder zum Beispiel durch die Aktion Gemeinsam Lesen, sind Rezensionen selten der ausschlaggebende Faktor, ein Buch in meine Wunschliste und in mein Regal aufzunehmen. Das liegt daran, dass ich ziemlich kurzentschlossen bin, wenn es um neue Lektüre geht. Ich sehe ein Buch, ich lese den Klappentext und meist weiß ich sofort, ob ich es haben möchte oder nicht. Außerdem ist mir aufgefallen, dass die Schnittmenge der Bücher, die ich lese und der Bücher, die andere Blogger_innen lesen, geringer ist, als man meinen sollte. Existiert keine Rezension zu einem für mich interessanten Buch bei den Blogger_innen, denen ich folge, kann ich mich selbstverständlich auch nicht von ihnen überzeugen lassen.
Daher musste ich bis zum Anfang des Jahres zurückgehen, um so einen Fall in der Liste meiner gelesen Bücher zu finden. Ende Januar / Anfang Februar habe ich „Throne of Glass“ (Throne of Glass #1) von Sarah J. Maas gelesen. Ich bin lange um diesen YA – High Fantasy – Roman herumgeschlichen, habe immer wieder mit dem Gedanken gespielt, ihm eine Chance zu geben und konnte mich doch nicht entscheiden. Dann wurde er mir allerdings nachdrücklich und vehement von Sarah vom Blog Büchermops empfohlen. Da sie darauf bestand, dass ich das Buch lesen müsste, nahm ich mir ihre Rezension dazu vor, um herauszufinden, was genau ihr daran gefiel. Die Antwort lautete: „Alles“. Ihre Begeisterung war ansteckend, also schmiss ich meine Zweifel über Bord und fügte „Throne of Glass“ meiner privaten Bibliothek hinzu.
Leider war diese Leseempfehlung letztendlich nicht so erfolgreich, wie ich es mir gewünscht hätte. Natürlich bin ich Sarah dankbar, dass sie ihre Liebe zu „Throne of Glass“ mit mir teilen wollte. Ich mache ihr nicht den geringsten Vorwurf und habe dadurch nicht das Vertrauen in ihr Urteil verloren. Ich verstehe auch, wieso das Buch bei den meisten Leser_innen tendenziell sehr gut ankam, aber mich ließ es bedauerlicherweise kalt. Ich habe mich gelangweilt und war zutiefst enttäuscht von der Banalität der Geschichte. Es hielt einfach nicht das, was ich mir davon versprochen hatte, weshalb ich die Reihe nach dem ersten Band abgebrochen habe. Tja. So kann es gehen. Geschmäcker sind glücklicherweise verschieden – daher kann ein Buch, das für andere Buchblogger_innen ein Highlight ist, für mich eben ein völliger Fehlgriff sein. Kein Weltuntergang. 😉

Wann hat euch zuletzt eine Rezension zum Lesen eines Buches bewogen?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Meinungen und Kommentare und wünsche euch alle einen fabelhaften Wochenstart!
Alles Liebe,
Elli

 
8 Kommentare

Verfasst von - September 26, 2016 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Gemeinsam Lesen

Gemeinsam Lesen 2

Hallo ihr Lieben! 🙂

Da habe ich mich gestern doch glatt zu früh gefreut, ich muss heute doch noch arbeiten. Aber was soll’s, Gemeinsam Lesen können wir ja trotzdem. 😉 Diese tolle Aktion wird jede Woche von Schlunzen-Bücher veranstaltet; die Fragen dieser Woche findet ihr durch einen Klick aufs Bild!

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „Stark: The Dark Half“ von Stephen King und befinde mich auf Seite 154 von 472.

Stark

 

 

„Thad Beaumont hat jahrelang unter dem Pseudonym George Stark sehr erfolgreiche Horrorromane verfasst. Als das Pseudonym eine immer eigenständigere Persönlichkeit anzunehmen droht, beschließt Beaumont, sich von ihm zu rennen. Doch kurz nach der öffentlichen ‚Beisetzung‘ Starks versetzt eine unheimliche Mordserie die Bevölkerung in Angst und Schrecken. An allen Tatorten hinterlässt der Mörder Thad Beaumonts Fingerabdrücke. Als Thads Familie entführt wird, muss der Schriftsteller erkennen, dass seine dunkle Seite Stark nicht so einfach zu beerdigen war…“

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Ein paar Sekunden – er hatte keine Ahnung, wie viele es waren – steckte Thad im Klammergriff einer so überwältigenden und grenzenlosen Panik, dass er buchstäblich außerstande war, auf irgendeine Art zu reagieren.“

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Diesen 26 Jahre alten Stephen King lese ich genau deswegen: weil er 26 Jahre alt und somit in meinem Geburtsjahr erschienen ist; eine Aufgabe, die ich für das Lesebingo von i am bookish erfüllen muss. Außerdem wurde das Buch bereits verfilmt, wodurch ich es mir gleichzeitig für die zweite Juli-Monatsaufgabe der Disney-Challenge anrechnen kann. Irgendwie finde ich es witzig und schicksalhaft, dass gerade dieser Roman von Stephen King mir bei meinen Challenges helfen wird, denn das gute Stück stand nie auf meiner Wunschliste. Ich wollte es nie haben, ja, ich wusste nicht mal, dass es existiert. Dieses Buch habe ich auf der Straße gefunden und mitgenommen, weil ich der Meinung bin, dass man einen King nicht einfach herrenlos auf der Straße herumliegen lässt. Wer weiß, was mit den Dingen, die er darin beschreibt, passiert, wenn man sie allein und unbeaufsichtigt lässt. Nee nee nee, wir fordern das Schicksal nicht heraus, selbst wenn es abergläubisch und vielleicht ein bisschen idiotisch ist. Jedenfalls gehört „Stark“ deswegen mir und bisher bin ich recht zufrieden. Ich fand es schon eklig, gruselig, unheimlich und mysteriös – auf nicht einmal 200 Seiten. 😀 Stephen King weiß eben einfach, wie man die Leute aus ihrer Wohlfühlzone holt. Der deutsche Titel verrät eigentlich schon eine Menge über die Thematik, mit der sich der berühmte Horrorautor in diesem Werk beschäftigt: mit der dunklen Seite eines Menschen. In Kings Fall wird diese Auseinandersetzung allerdings garantiert über Hypothetisches oder rein Psychisches wie eine multiple Persönlichkeit hinaus gehen, davon bin ich fest überzeugt. Ich bin darauf eingestellt, in bizarre, verdrehte Ideen abzutauchen, mit denen der Mann mit der unheimlichen Fantasie seinem Ruf alle Ehre macht. 😀

4. Wie macht ihr es wenn ihr 10 Bücher habt, und euch einfach nicht entscheiden könnt, was euer nächstes Buch wird?

10 Bücher? Das wäre mir viel zu wenig. Ich habe stets einen SuB im dreistelligen Bereich, weil AUSWAHL einfach alles für mich ist. Wie ich mich bei dieser (relativ) hohen Anzahl entscheide, wisst ihr bereits, weil wir gerade erst letzte Woche darüber gesprochen haben. Mein Bauch entscheidet das. Er weiß es. Er hat die Ahnung. Er hat den Plan. Ich vertraue ihm, weil er in 98% der Fälle goldrichtig liegt. Wie er das macht, könnte ich nicht sagen, aber er findet einen Weg, mir seine Entscheidung mitzuteilen. Er zupft an meinem Bewusstsein, könnte man sagen. Alles, was ich tun muss, ist, ihm die zur Auswahl stehenden Bücher vorzuführen. Den Rest erledigt er dann schon.
Tja und mehr kann ich dazu auch nicht sagen, denn bei mir gibt es keine komplizierten, taktischen Überlegungen oder Strategien. Ich spiele keine SuB-Auswahl-Spielchen und lege nicht bereits Monate vorher fest, wann welches Buch gelesen wird. Leseentscheidungen sind bei mir in höchstem Maße intuitiv und spontan. Ich kann euch also nur schwer Tipps geben. Wenn ihr unentschlossen seid, würde ich euch raten, ebenfalls mit eurem Bauch Kontakt aufzunehmen. Irgendetwas in euch weiß sehr genau, was ihr als nächstes lesen möchtet. Hört auf euren Instinkt, vertraut euren Empfindungen und zerdenkt die Entscheidung nicht. Es ist nicht immer der Kopf, der die besten Entscheidungen trifft. Es ist das Herz. Oder eben der Bauch. 😉

Was lest ihr im Moment und wie entscheidet ihr euch zwischen mehreren Büchern?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Ansichten und Kommentare und wünsche euch allen einen zauberhaften Dienstag! 🙂
Alles Liebe,
Elli

 
 

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Gemeinsam Lesen

Gemeinsam Lesen 2

Hallo ihr Lieben! 🙂

Jeden Dienstag lesen wir gemeinsam! Diese tolle Aktion findet wöchentlich bei Schlunzen-Bücher statt; die Fragen dieser Woche findet ihr durch einen Klick aufs Bild!

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „Daughter of Smoke & Bone“ (Daughter of Smoke & Bone #1) von Laini Taylor und befinde mich auf Seite 92 von 419.

Daughter of Smoke and BoneAround the world, black handprints are appearing on doorways, scorched there by winged strangers who have crept through a slit in the sky.
In a dark and dusty shop, a devil’s supply of human teeth grown dangerously low.
And in the tangled lanes of Prague, a young art student is about to be caught up in a brutal otherwordly war.

Meet Karou. She fills her sketchbooks with monsters that may or may not be real; she’s prone to disappearing on mysterious „errands“; she speaks many languages – not all of them human; and her bright blue hair actually grows out of her head that color. Who is she? That is the question that haunts her, and she’s about to find out.
When one of the strangers – beautiful, haunted Akiva – fixes his fire-colored eyes on her in an alley in Marrakesh, the result is blood and starlight, secrets unveiled, and a star-crossed love whose roots drink deep of a violent past. But will Karou live to regret learning the truth about herself?“

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„If the language was alien to Karou, it was not so to Akiva.“

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Ich lese „Daughter of Smoke & Bone“ für die erste Juli-Monatsaufgabe der Disney-Challenge. Ich muss gestehen, für mich fühlt sich diese Aufgabe wie ein Freifahrtschein an, denn sie lautet:

Lies einen Auftakt zu einer Trilogie

Eigentlich versuche ich dieses Jahr, nicht ständig neue Reihen, Serien und Trilogien anzufangen und stattdessen Mehrteiler weiterzulesen oder im Idealfall sogar zu beenden. Deswegen waren Auftakte bisher eher tabu. Aber dass ich es nun tun „muss“, um die Extrapunkte einzuheimsen, ist die perfekte Ausrede, um mit meinem eigenen Vorsatz mal ein Weilchen auszusetzen. 😀 Daher habe ich mir ziemlich genau überlegt, für welche Trilogie ich diesen Freifahrtschein benutze. Ich habe mich für „Daughter of Smoke & Bone“ entschieden, weil ich einerseits keine Lust auf eine Dystopie hatte und ich andererseits gerade erst bei Weltenwanderer wieder einmal darüber gelesen hatte, was meine Neugier richtig entfacht hat.
Ich habe jetzt ja etwa 100 Seiten gelesen und ich werde das Gefühl nicht los, dass ich mich in diese Geschichte mit Leib und Seele und aus tiefstem Herzen verlieben werde. Sie hat diese ganz spezielle, besondere Aura, die man in nur wenigen Büchern findet und ich fühle mich darin unheimlich wohl. Wir passen zusammen, das spüre ich. Laini Taylor hat eine Fantasie, die mit meiner eigenen Vorstellungskraft grandios harmoniert. Es ist, als würden wir gemeinsam ein komplexes, wundervolles Musikstück spielen und es zum Leben erwecken. Von der ersten Seite an war ich verzaubert. „Daughter of Smoke & Bone“ bringt mich zum Träumen und füllt meinen Kopf mit Magie. Könnte ich mich beim Lesen doch immer so fühlen. Diese Momente sind es, warum ich ein Buch nach dem anderen lese, immer auf der Jagd nach dieser unvergleichlichen Magie, die dann entsteht, wenn AutorIn und LeserIn während einer Geschichte eins werden und eine Verbindung aufbauen, die die Schranken aller Größen dieser Welt überwindet. Dieses Buch ist eine Perle, kostbar und selten.

4. Plant ihr euren Lesemonat (oder z.b. Lesesommer) und erreicht ihr eure Ziele dann auch, oder lest ihr immer das, worauf ihr gerade Lust habt?

Ach, diese Frage hatten wir doch nun schon so oft in den unterschiedlichsten Schattierungen… Aber gut, ich wiederhole mich gern noch einmal. Nein, ich plane nicht. Ich kann nicht planen, weil mein Bauch die Leseentscheidungen für uns trifft und er schlicht und ergreifend unbestechlich ist. Der lässt sich nicht hetzen, übergehen oder austricksen. Er will immer das letzte Wort haben.
Planung setzt den Einsatz des Kopfes, der Vernunft, voraus. Obwohl ich sonst ein großer Fan von Struktur und Ordnung bin, funktioniert das bei Büchern für mich überhaupt nicht. Mein Kopf trifft lausige Lektüreentscheidungen, weil er Faktoren mit einbezieht, die meinen Bauch nicht die Bohne interessieren. Mein Bauch wählt rein intuitiv und lag damit bisher so gut wie immer goldrichtig. Manchmal braucht er ein wenig länger (wobei das relativ ist), aber dafür weiß er mit 98 %iger Gewissheit, worauf ich gerade Lust habe. Mein Kopf hingegen denkt einfach zu viel dabei. Er überlegt, welches Genre ich als letztes gelesen habe und strebt Abwechslung an. Er sieht Bücher, die schon lange auf meinem SuB liegen und versucht, mir diese schmackhaft zu machen. Er zieht in Betracht, dass ein schweres Hardcover unter Umständen transportiert werden muss. Er geht vernünftig an die Sache heran, rational und logisch. Das ist der völlig falsche Ansatz. Leseentscheidungen sind keine logischen Entscheidungen, sondern entstehen irgendwo in der Nähe meines Herzens. So stelle ich es mir zumindest vor. Mein Bauch ist dichter an meinem Herzen als mein Kopf (ausgemessen habe ich das natürlich nicht), daher empfinde ich es als naheliegend, spontan und intuitiv zu entscheiden, eben aus dem Bauch heraus.
Eine Liste bzw. Planung würde mich total unter Druck setzen. Nicht nur, was die Auswahl angeht, sondern auch, was den Zeitrahmen betrifft. Ich hätte das Gefühl, für jedes Buch nur eine bestimmte Anzahl an Tagen zu haben und könnte mich beim Lesen nicht einfach treiben lassen. Das wäre Stress; ich würde immer wieder denken „Noch X Tage, dann musst du fertig sein und mit dem nächsten Buch anfangen“. Nein, das tue ich mir nicht an. Ähnlich wäre es bei der Auswahl, ich würde denken „Eigentlich will ich das jetzt gar nicht lesen, aber es steht auf der Liste, also muss ich es trotzdem lesen“. Grauenvoll.
Ehrlich gesagt habe ich diese Form der Planung auch nie verstanden. Wozu macht man das noch gleich? Welchen Effekt soll das erzielen?

Was lest ihr Moment? Legt ihr Leselisten an?

Vielleicht könnt ihr mir ja erklären, welche positive Wirkung ihr euch von der Planung euer Lektüre erhofft. Selbst wenn es für mich keine Option ist, würde mich doch interessieren, inwiefern Leselisten für euch eine Bereicherung sind. 🙂
Ich freue mich wie immer sehr auf eure Meinungen und Kommentare und wünsche euch allen einen tollen Dienstag!
Alles Liebe,
Elli

 
 

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03. 03. 2015 – Gemeinsam Lesen

Gemeinsam Lesen 2

Hallo ihr Lieben! 🙂

Tja, jetzt kommt ihr leider nicht in den Genuss meiner Gedanken zu „Das Lied der Dunkelheit“ (Demon Circle #1) von Peter V Brett, jedenfalls nicht vor meiner Rezension. Ich hätte ja niemals damit gerechnet, dass ich diesen dicken Wälzer innerhalb von 2-3 Tagen auslese. Aber die Geschichte ist einfach so spannend, dass ich nicht mehr aufhören konnte. 🙂 Also präsentiere ich euch heute schon das nächste Buch, anlässlich zu Gemeinsam Lesen. Diese Aktion wird abwechselnd von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher betreut, die Fragen dieser Woche findet ihr bei Schlunzen-Bücher durch einen Klick aufs Bild. 🙂

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „The Coldest Girl in Coldtown“ von Holly Black und bin auf Seite 93 von 419.

the coldest girl in coldtown„Coldtown was dangerous, Tana knew. A glamorous cage, a prison for the damned and anyone who wanted to party with them.

Tana lives in a world where walled cities called Coldtowns exist. In them, quarantined monsters and humans mingle in a decadently bloody mix of predator and prey. And once you pass through Coldtown’s gates, you can never leave.
One morning, after a perfectly ordinary party, Tana wakes up surrounded by corpses. The only other survivors of this massacre are her exasperatingly endearing ex-boyfriend, infected and on the edge, and a mysterious boy burdened with a terrible secret. Shaken and determined, Tana enters a race against the clock to save the three of them the only way she knows how: by going straight to the wicked, opulent heart of Coldtown itself.“

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„The inside of the Dead Last Rest Stop was huge, bigger than most malls, but with services malls would never have any reason to provide – showers for dollar; canned goods; a boutique with sepulchral dresses and coats in black and purple and silver; a pharmacy; an interfaith chapel; five restaurants; three bars; a dance club; and even a bag check so that people arriving by bus could pay two dollars to dump their luggage for a couple of hours while they stopped or slept in rentable coffin-shaped pods.“

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Von diesem Buch wurde ich direkt zu Beginn richtig überrascht. Erstens schubst Holly Black ihre LeserInnen ohne Vorgeplänkel voll in die Handlung hinein. Wir lernen Tana kennen und begeben uns mit ihr ohne Umschweife in die wirklich schockierende Ausgangssituation. Ich mag das. 🙂 Natürlich bin ich noch nicht sonderlich weit, aber dieser Anfang macht Lust auf mehr; es hinterlässt bei mir den Eindruck, dass da noch eine ganze Menge weiterer schockierender Situationen zu Stande kommen werden. Ich werde von AutorInnen nicht so gern mit Samthandschuhen angefasst, ich hab es wesentlich lieber, wenn sie einfach genau das niederschreiben, was sie meinen und sich vorstellen, ohne das Ganze zu beschönigen, damit zarte Gemüter nicht direkt hinten über kippen. Vielleicht ist Holly Black eine der wenigen weiblichen YA-UF-Autorinnen, die diese schonungslose Ehrlichkeit, die fast schon an Brutalität grenzt, drauf haben.
Damit kommen wir dann auch schon zu zweitens: ich habe eigentlich gedacht, „The Coldest Girl in Coldtown“ wäre eine YA-Dystopie. Falsch gedacht. Es ist eher ein YA Urban Fantasy Roman. Aber das tut meinem Interesse und meiner Neugier natürlich keinen Abbruch.
Trotz dessen muss ich sagen, dass ich Tanas Reaktion auf die Ausgangssituation nicht völlig verstehe. Sie erwacht in einem Haus voller Leichen, ruft aber nicht die Polizei? Wieso? Der Gedanke geht ihr einmal ganz kurz durch den Kopf, aber danach… verschwindet er einfach. Sie denkt nicht noch einmal darüber nach. Das begreife ich nicht. Vielleicht begreife ich es auch NOCH nicht. Vielleicht ist die Polizei in Holly Blacks Welt nicht vertrauenswürdig. Ich hoffe, dass es so ist, denn andernfalls wäre das ein recht großer Stolperstein bezüglich des Verständnisses und das direkt zu Beginn. Für mich ist so ein Patzer am Anfang eines Buches irgendwie schlimmer, als würde er irgendwo in der Mitte passieren, weil ich dann schon den Ausgangspunkt der weiteren Handlung nicht nachvollziehen kann. Na mal sehen. Vielleicht ist die Polizei wirklich korrupt oder schlimmeres. Abwarten und Tee trinken.
Ach und eins noch: ich liebe das Cover! 😀

4. Legt ihr die Reihenfolge der Bücher die ihr als nächstes lest schon frühzeitig fest oder entscheidet ihr immer spontan was ihr als nächstes lest wenn ihr gerade ein Buch beendet habt?

Diese Frage habe ich in Abwandlung bereits beantwortet: die meisten meiner Leseentscheidungen trifft mein Bauch in Eigenregie mehr oder weniger spontan. Manchmal passiert das erst, wenn ich die aktuelle Lektüre abgeschlossen habe, manchmal schon während des Lesens. Ich habe eine feste Regel: schießt mir beim Lesen meiner aktuellen Lektüre der Gedanke an ein anderes Buch ohne direkten Auslöser durch den Kopf, wird dieses Buch als nächstes gelesen. Ich glaube, es muss einen Grund dafür geben, dass ich an dieses Buch gedacht habe, vor allem, wenn es eines ist, dass schon lange in meinem Regal steht. Der naheliegendste Grund ist da, dass es das Buch ist, auf das ich als nächstes Lust habe. 😉
Passiert das nicht, stelle ich mich entweder vor mein Regal oder gehe meine „Ungelesen im Regal“-Liste bei Goodreads durch und warte darauf, dass mein Bauchgefühl auf irgendeines meiner Bücher reagiert. Ich kann mich normalerweise darauf verlassen, dass der Bauch früher oder später entscheidet. Ganz ganz selten ist er so unentschlossen, dass ich mich einmischen muss und verstandesbasiert auswähle. Unglücklicherweise wirkt sich das dann meist auf meine Begeisterung aus und schlägt sich letztendlich in meiner Bewertung nieder. Mein Kopf trifft lausige Entscheidungen und hat meist schlicht keine Ahnung, worauf ich wirklich Lust habe.
Es gibt eine große Ausnahme: Auftragsrezensionen. Erhalte ich von einem Autor oder einer Autorin ein Rezensionsexemplar, bemühe ich mich, es so schnell wie möglich zu lesen und zu rezensieren. Trotzdem ist mit den AutorInnen immer abgesprochen, dass es sein kann, dass ich länger brauche, weil ich mich einfach nicht zwingen möchte. Das wäre weder den SchriftstellerInnen noch mir gegenüber fair. Aber auch in diesen Fällen siegt meist die Neugier und veranlasst den Bauch, dieses Buch dann fix als nächste Lektüre festzulegen.
Richtige Pläne mache ich also niemals, weil der Bauch sich nicht übergehen lässt und sich für solche Späße bitter rächt. Würde ich nach Plan lesen, fände ich vermutlich über die Hälfte dieser Bücher schlechter, als sie wirklich sind, weil es nicht das ist, worauf ich Lust habe. Ich kann dementsprechend auch keine Leselisten machen und habe um Challenges dieser Art bisher immer einen großen Bogen gemacht. Das wird sich wohl auch nicht mehr ändern. Mein Bauch und ich sind am glücklichsten, wenn ich ihm das Entscheiden einfach überlasse. 😉

Was lest ihr im Moment? Wie trefft ihr eure Leseentscheidungen?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Meinungen und Kommentare! 🙂
Alles Liebe,
Elli

 
 

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