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Schlagwort-Archive: Leben

Mary Shelley – Frankenstein

„Frankenstein“ (Untertitel: „The Modern Prometheus“) von Mary Shelley ist meiner Meinung nach Pflichtlektüre, interessiert man sich für Fantastik- und Science-Fiction-Literatur. 1818 anonym erstveröffentlicht, entwickelte es sich zu Shelleys bekanntestem Werk, das die Pop-Kultur wie kein zweites prägte. Die damals 18-jährige Autorin wurde von einem Albtraum inspiriert, der sie 1816 heimsuchte, während sie in Begleitung ihres Ehemannes Percy Bysshe Shelley und ihrer Stiefschwester Claire Clairmont Lord Byron in Genf besuchte. Bis heute ist umstritten, welche Einflüsse Mary Shelleys Traum auslösten, es scheint jedoch sicher, dass der in der Gruppe diskutierte Galvanismus ein entscheidender Faktor war. Für mich spielt es letztendlich keine Rolle, warum Shelley die Geschichte des Wissenschaftlers Victor Frankenstein niederschrieb – ich freue mich einfach, dass ich sie 200 Jahre später lesen kann.

Von Kindesbeinen an wird Victor Frankenstein von seinem unstillbaren Verlangen nach Erkenntnissen getrieben. Sein Wissensdurst ist grenzenlos. Er trachtet danach, die Geheimnisse von Leben und Tod zu entschlüsseln. Als Student in Ingolstadt profitiert er von den jüngsten Ergebnissen der modernen Forschung des 19. Jahrhunderts. Erfüllt von fieberhaftem Ehrgeiz gelingt ihm, wozu nur Gott fähig sein sollte: die Belebung toten Fleisches. Berauscht erschafft Frankenstein die unheilige Kopie eines Menschen. Doch seine Schöpfung entpuppt sich als abstoßend, monströs. Angewidert von der Frucht seiner Arbeit wendet sich Frankenstein ab. Die Ablehnung seines pervertierten Kindes wird ihm zum Verhängnis, denn das Monster weigert sich, seine Zurückweisung zu akzeptieren. Verbunden durch gegenseitigen Hass beginnen Schöpfer und Schöpfung einen tödlichen Tanz, der sie bis ans Ende der Welt führt.

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Verfasst von - Dezember 13, 2017 in Englisch, Horror, Klassiker, Rezension, Science Fiction

 

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Khaled Hosseini – Tausend Strahlende Sonnen

Khaled Hosseini wurde 1965 in Kabul als Sohn eines Diplomaten geboren und wuchs als Asylant in Kalifornien auf, da seine Familie nach einigen Jahren in Paris aufgrund der politischen Lage nicht nach Afghanistan zurückkehren konnte. 2001 begann er, „Drachenläufer“ zu schreiben, das 2003 veröffentlicht wurde und die weltweiten Bestsellerlisten im Sturm eroberte. 2007 folgte sein ebenso erfolgreiches zweites Werk „Tausend Strahlende Sonnen“. Hosseini schreibt über die Menschen Afghanistans, öffnet den Blick der Welt für ihr unfassbares Leid. Seine Stiftung The Khaled Hosseini Foundation unterstützt afghanische Frauen, Kinder und Flüchtlinge mit Bildung und Wohnungsbau. Kaum zu glauben, dass ich „Tausend Strahlende Sonnen“ auf der Straße fand.

Mariams Welt zerbricht 1974, als sie 15 wird. Gezwungen, den 30 Jahre älteren Raschid zu heiraten und in die afghanische Hauptstadt Kabul umzuziehen, beginnt für sie ein Leben voller Leid und Schmerz. Raschid betrachtet sie als sein Eigentum. Er schlägt sie, demütigt sie bei jeder Gelegenheit. Die Zeit vergeht für Mariam hinter dem Schleier einer Burka, ungesehen und stumm. Die politischen Erschütterungen in Afghanistan – blutige, furchtbare Kriege – haben wenig Einfluss auf ihre persönliche Hölle. Erst nach 18 Jahren einer lieblosen, gewalttätigen Ehe tritt Laila in ihr Leben. Lailas gesamte Familie wurde bei einem Bombenanschlag ausgelöscht. Sie hat keine andere Wahl, als Raschids Ehefrau zu werden. Anfangs betrachtet Mariam Laila als unerwünschten Eindringling. Doch schon bald erkennt sie, dass das junge Mädchen ebenso eine Gefangene ist wie sie. Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich eine tiefe Freundschaft. Gemeinsam trotzen sie allen Grausamkeiten, die ihnen ihr Ehemann und der Krieg entgegenschleudern.

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Verfasst von - Dezember 5, 2017 in Afghanistan, Historische Fiktion, Rezension

 

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Dmitry Glukhovsky – Futu.Re

Dmitry Glukhovsky ist für mich kein Unbekannter. Der Lieblingsmensch ist ein enthusiastischer Fan der „Metro“-Reihe, bisher steckte mich seine Begeisterung jedoch nicht an. Ich schleiche schon lange um „Metro“ herum, konnte mich aber noch nicht zur Lektüre überreden. Als meine Mutter mir mitteilte, dass Glukhovsky einen dystopischen Einzelband veröffentlicht hatte, ergriff ich meine Chance. Ich beschloss, den russischen Autor durch „Futu.Re“ erst einmal kennenzulernen, bevor ich es mit „Metro“ versuchte. Ein sanfter Einstieg erschien mir erfolgsversprechender.

In der Zukunft wurde das Altern bezwungen, abgeschafft, aus der Gesellschaft getilgt. In der megalomanen Metropole Europa wird jeder Mensch mit dem Recht auf Unsterblichkeit geboren. Um die Überbevölkerung unter Kontrolle zu halten, unterliegt die Fortpflanzung strenger Richtlinien. Das Gesetz über die Wahl fordert für das Leben des Kindes das Leben eines Elternteils. Illegale Schwangerschaften und Geburten sind keine Seltenheit. Jan Nachtigalls Aufgabe besteht darin, diese Verbrecher aufzuspüren und das Gesetz zu vollstrecken. Er ist stolz auf seinen Beruf. Wenn diese Systemgefährder keine Verantwortung für ihre Zügellosigkeit übernehmen wollen, muss er es eben tun. Eines Tages wird ihm von einem einflussreichen Senator ein Spezialauftrag übertragen, der seine Karriere entscheidend vorantreiben könnte. Er soll einen bekannten Terroristen und dessen schwangere Freundin ausschalten. Doch während des Einsatzes kommt alles anders als geplant und plötzlich findet sich Jan in der Gesellschaft der jungen Frau wieder, die er umbringen sollte. Sie stürzt sein Leben ins Chaos, stellt alles infrage, wofür er steht und weckt in ihm tiefe Zweifel: ist die Menschheit für die Unsterblichkeit geschaffen?

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Verfasst von - November 29, 2017 in Dystopie, Rezension, Science Fiction

 

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Mark Lawrence – Emperor of Thorns

Mark Lawrence ist nicht nur Autor mehrerer erfolgreicher Fantasy-Romane aus der Grimdark-Ecke, er betätigt sich darüber hinaus als Dichter. Unerwartet, oder? Ich hätte ihm eine Ader für Gedichte nicht zugetraut. Während ich seine Werke auf seiner Website las, legte sich meine Überraschung. Diese Art der Lyrik passt wie die Faust aufs Auge. Melancholische Formulierungen, die in mir Assoziationen von Trauer und Depression wecken, ein düsterer Grundtenor, Naturthemen – Lawrence bleibt seinem grundlegenden Stil treu, obwohl seine Gedichte selbstverständlich keinerlei Gewaltdarstellungen enthalten, im Gegensatz zu seinen Romanen. „Emperor of Thorns“ ist das Finale der „The Broken Empire“ – Trilogie und schließt die Geschichte rund um den ehrgeizigen, fragwürdigen Protagonisten Jorg von Ancrath ab.

Man könnte behaupten, der Thron des Zersplitterten Reiches sei verwaist. Jorg von Ancrath bevorzugt es, ihn als „frei“ zu betrachten – der Thron wartet nur darauf, von ihm in Besitz genommen zu werden. Leider kann die Würde des Imperators nicht erobert werden. Es handelt sich um ein gewähltes Amt. Wie unwillkommen. Um Imperator zu werden, muss Jorg genügend Stimmen für sich unter den Königen und Königinnen während des Kongresses in Vyene sammeln. Bereits Jahre zuvor schloss er unwahrscheinliche Allianzen, die seinen Sieg garantieren sollen. Als König von sieben Nationen stehen seine Chancen überraschend gut. Vorausgesetzt, er erreicht Vyene gesund und munter. Die lebenden Toten bedrängen die Ländereien des Reiches. Nekromantie breitet ihre giftigen Klauen aus. Der Einfluss des Toten Königs erstarkt. Niemand kennt seine Identität oder Ziele. Doch eines ist deutlich: sein rätselhaftes persönliches Interesse an Jorg…

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Verfasst von - November 28, 2017 in Fantasy, Low Fantasy, Rezension

 

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Neil Gaiman – American Gods

Mein erstes Date mit Neil Gaiman wollte ich ursprünglich mit „Neverwhere“ bestreiten. Jahrelang schlich ich um den populären Fantasy-Autor, der eng mit Terry Pratchett befreundet war, herum. Ich hatte Respekt vor seinem Ruf und traute mich einfach nicht, ihn kennenzulernen. Dann sahen der Lieblingsmensch und ich den Trailer zur Amazon-Serie „American Gods“. Ich wusste, dass es sich dabei um die Verfilmung von Gaimans gleichnamigen Roman handelt und als der Lieblingsmensch äußerte, dass er der Serie eine Chance geben wollte, entschied ich spontan, zuerst das Buch lesen zu wollen. Mein erstes Date mit Gaiman sollte nicht länger „Neverwhere“ sein. Es sollte „American Gods“ sein.

Nach 3 trostlosen Jahren im Gefängnis wünscht sich Shadow nur noch eines: er möchte nach Hause, zu seiner Ehefrau Laura. Als ihn der Gefängnisdirektor in sein Büro bestellt, ahnt er, dass ihn schlechte Nachrichten erwarten. Betäubt lauscht er den Worten des Direktors, der ihm mitteilt, dass Laura bei einem schrecklichen Autounfall ums Leben kam. Er wird verfrüht entlassen, um an ihrer Beerdigung teilnehmen zu können. Von einem surrealen Gefühl der Unwirklichkeit begleitet besteigt er ein Flugzeug, das ihn an einen Ort bringen soll, der nicht länger sein Zuhause ist. Neben ihm sitzt ein gut gekleideter älterer Herr. Er stellt sich als Mr. Wednesday vor. Obwohl sie sich gerade erst kennenlernen, weiß er Dinge über Shadow, die er unmöglich wissen kann und bietet ihm einen Job an. Shadow findet ihn seltsam, doch er hat kein Leben, zu dem er zurückkehren könnte. Er hat nichts zu verlieren. Er schlägt ein, unwissend, dass er schon bald in einen kosmischen Sturm hineingezogen werden wird. Um sich zu schützen, muss Shadow den Funken wiederfinden, der mit Laura starb: seinen Glauben.

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Verfasst von - November 14, 2017 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Kevin Hearne – Trapped

Kevin Hearnes „Iron Druid Chronicles“ ist eine der wenigen Reihen, die mit Buch-Merchandise veredelt wurde, obwohl es (noch?) keine Verfilmung gibt. Der Onlineshop The Tinker’s Packs bietet neben Hearnes Büchern Klamotten und allerlei Kinkerlitzchen an, die von der Geschichte des Eisernen Druiden inspiriert wurden und das Fan-Herz höherschlagen lassen. Ich werde mir zum Abschluss der Reihe ein T-Shirt gönnen, weil ich verrückt nach Buch-Merchandise bin und The Tinker’s Packs mit jedem gekauften Artikel ein Wohltätigkeitsprojekt unterstützt. Nerd sein für den guten Zweck! Bis ich mir diese Belohnung gestatte, wird allerdings noch einige Zeit vergehen, denn ich habe mich erst bis zum fünften Band „Trapped“ vorangelesen.

Atticus O’Sullivan wusste, dass er sich eines Tages den Schäden, die er in Asgard anrichtete und die alle Welten beeinflussen, stellen muss. Die Inszenierung seines eigenen Todes war niemals als langfristige Lösung gedacht. Sie sollte ihm lediglich Zeit kaufen. Zeit, die Lehre seiner Auszubildenden Granuaile abzuschließen, die nun, 12 Jahre später, beinahe eine vollwertige Druidin ist. Er hätte den Zeitpunkt seiner wundersamen Wiederauferstehung allerdings gern selbst gewählt, statt kurz vor dem letzten und wichtigsten Schritt in Granuailes Ausbildung, ihrer Bindung an Gaia, von seiner Vergangenheit überrumpelt zu werden. Leider kann man sich nicht aussuchen, wann das Ende des Universums droht. Ragnarök naht und Atticus hat keine andere Wahl, als die Götter wissen zu lassen, dass er noch lebt. Dummerweise liegen „Vergessen und Vergeben“ nicht in der Natur der Götter. Bacchus, die dunklen Elfen, ein uralter Meistervampir – die Liste seiner Feinde ist lang und hochkarätig und sie alle wollen ihn tot sehen. Vielleicht sollte er anfangen, Buch zu führen.

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Malin Persson Giolito – Im Traum kannst du nicht lügen

Auf „Im Traum kannst du nicht lügen“ von Malin Persson Giolito wurde ich durch den Newsletter der Lesejury von Bastei Lübbe aufmerksam. Die Mail pries den Thriller, der als bester Kriminalroman Schwedens 2016 ausgezeichnet wurde, für eine Leserunde an. Meine Erfahrungen mit Leserunden waren bisher eher negativ, doch der Klappentext weckte meine Neugier. Ich gab der umfangreichen Leseprobe eine Chance. Die ersten 60 Seiten nahmen mich gefangen. Ich wollte überhaupt nicht mehr aufhören zu lesen und schoss all meine Zweifel spontan in den Wind. Für dieses Buch würde ich die Leserunde in Kauf nehmen. Ich bewarb mich und erhielt etwa 2 Wochen später die Zusage. Was machte ich für Augen, als ich in meinem Briefkasten kein Buch, sondern ein echtes Manuskript vorfand, das extra für mich gedruckt worden war! Mühsam geduldete ich mich bis zum vorgegebenen Termin, um die Lektüre gemeinsam mit allen anderen zu beginnen.

Als die Polizei das Klassenzimmer in Stockholm stürmte, saß die 18-jährige Maja Norberg in der Mitte des Raumes. Überall war Blut. Um sie herum lagen die regungslosen Körper ihrer besten Freundin Amanda, ihres Lehrers Christer und ihrer Mitschüler Samir und Dennis. Auf ihren Schoß hatte sie den Kopf ihres Freundes Sebastian gebettet. Sebastian, der Sohn des reichen Unternehmers Claes Fagermann. Sebastian, der langsam kalt wurde. In der Luft hing der Geruch nach faulen Eiern und Pulverrauch. In ihrer Hand hielt Maja eine Waffe. Sie war unverletzt.
Jetzt, Wochen später, muss sich Maja vor Gericht verteidigen, während ganz Schweden von ihrer Schuld überzeugt ist. Doch was ist wirklich in dem Klassenzimmer geschehen? Wie kam es zu dem Massaker, das mehrere Menschen das Leben kostete? Ist Maja eine Mörderin?

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Verfasst von - Oktober 26, 2017 in Realistische Fiktion, Rezension, Thriller

 

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Sophie Jordan – Unleashed

„Uninvited“ von Sophie Jordan brauchte ziemlich lange, um den deutschen Markt zu erreichen. Ich habe das Buch im Juli 2015 gelesen; die deutsche Version wurde erst im Februar 2016 unter dem Titel „Infernale“ bei Loewe veröffentlicht. Auf seiner Website bietet der Verlag einen Test an, durch den Leser_innen herausfinden können, welcher Figur der Geschichte sie ähnlich sind. Ich habe den Test aus Jux und Tollerei durchgeführt: angeblich bin ich wie die Protagonistin Davy. Na danke. In meiner Rezension zu „Uninvited“ beschrieb ich Davy als hilflose Mary Sue. Ich konnte nur hoffen, dass sie in der Fortsetzung „Unleashed“ etwas mehr Feuer erhält.

An der Grenze zu Mexiko warten Davy, Sean, Gil und Sabine auf ihre Gelegenheit. Als Träger_innen des HTS, des Homicidal Tendency Syndrome, sind sie in den USA Freiwild, erst recht, seit sie aus Mount Haven flohen. Nun müssen sie sich auf die Hilfe des Widerstands verlassen, um als Flüchtlinge ein neues Leben zu beginnen. Doch verdient Davy überhaupt eine zweite Chance? Das Gesicht des Mannes, den sie auf Befehl im Camp erschoss, verfolgt sie. Ihre Schuld frisst sie auf und entfernt sie weiter und weiter von ihren Freunden. Trotzdem geht sie mit ihnen, als der Zeitpunkt ihrer Grenzüberquerung gekommen ist. Der Plan scheitert. Davy wird von den anderen getrennt und angeschossen, entkommt nur knapp und ist schwer verletzt auf sich allein gestellt. Zu ihrem Glück findet sie der charismatische Caden, Leiter eines unterirdischen Stützpunktes des Widerstands. Er bringt sie in Sicherheit und stellt ihre Gefühle, ihr Selbstverständnis und ihre Loyalität auf eine harte Probe. Hat sie als Trägerin ein Recht auf eine glückliche Zukunft oder sollte sie als die Mörderin behandelt werden, die sie ist?

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Montagsfrage: Literaturnobelpreis?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Na, seid ihr alle gut von der FBM17 heimgekehrt, nicht totgetrampelt oder zerquetscht worden? Ich habe gestern mit meinen Eltern kurz über die Messe gesprochen und muss es noch einmal sagen: mich werdet ihr dort wohl niemals antreffen. Das wäre eine vollkommen dämliche Idee. Ich habe da nichts verloren, weil ich erstens nicht weiß, was ich da soll und zweitens ganz schlecht mit Menschenmassen umgehen kann. Schubsen, schieben und anrempeln lässt nicht nur mein Wut-Barometer ausschlagen, sondern im schlimmsten Fall auch mich selbst. Also verzichte ich ganz Blogger-untypisch auf diesen „Spaß“ und überlasse es denjenigen, die sich mit solchen Situationen tatsächlich wohlfühlen – euch. 😉
Mir reichen Aktionen wie die wöchentliche Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja, die heute folgendes wissen möchte:

Gerade wurde der Literaturnobelpreis verliehen. Wem würdet ihr persönlich den Literaturnobelpreis verleihen?

Dieses Jahr ging der Literaturnobelpreis an Kazuo Ishiguro, von dem ich selbstverständlich bereits gehört, aber noch nichts gelesen habe. Ich kann die Auswahl des Preisträgers bzw. der Preisträgerin nur selten nachvollziehen. Letztes Jahr gewann Bob Dylan. Ich meine, okay, Dylan ist ein großartiger Musiker, der viele bedeutende Protestsongs geschrieben hat und dessen Lyrik vollkommen einzigartig ist. Aber er ist eben ein Musiker, kein Schriftsteller. Ich habe mich darüber geärgert, dass er einen Preis erhielt, für den er sich meiner Meinung nach nicht qualifizierte. Ich gönne ihm jede Auszeichnung für seine Musik, doch ich halte es einfach für falsch, ihn mit einem Preis zu ehren, der für eine andere Zielgruppe ins Leben gerufen wurde, die dafür dann komplett leer ausging. Das ist unfair. Wenn man Bob Dylan auszeichnen wollte, hätte man ja auch einen Nobelpreis für Musik erfinden können. Ja, vielleicht ist das Haarspalterei. Wie dem auch sei.

Ich finde die heutige Montagsfrage sehr schwierig, weil ich mir dadurch überlegen muss, wofür ich den Nobelpreis vergeben möchte. Für Worldbuilding und Charakterkonstruktion? Dann wäre es wohl Robert Jackson Bennett. Für brillante Komplexität im Handlungskonstrukt? Steven Erikson. Psychologische Tiefe? Aktuell Malin Persson Giolito. Letztendlich ist es eine Frage der Prioritäten. Ich denke jedoch, ich entscheide mich für Aslı Erdoğan. Damit springe ich ein wenig auf einen Zug auf, weil sie seit 2016 einen Preis nach dem anderen erhält. Diese Wahl ist eindeutig politisch motiviert. Vielleicht ist Aslı Erdoğan objektiv betrachtet nicht die beste Schriftstellerin der Welt, obwohl ich persönlich ihren Schreibstil und ihre Fähigkeit, Emotionen roh und ungefiltert zu transportieren, wahnsinnig beeindruckend finde. Doch sie ist eine unglaublich mutige Autorin, die die Missstände in der Türkei schonungslos anprangert, trotz der Gefahr für ihr Leben. Dieser Mut zum Protest in einem erdrückenden, menschenrechtsverachtenden System muss meiner Ansicht nach belohnt werden. So gesehen ist sie eigentlich auch eine Kandidatin für den Friedensnobelpreis. Ich möchte euch ihre Essay-Sammlung „Nicht einmal das Schweigen gehört uns noch“ vehement ans Herz legen.

Wer würde von euch den Literaturnobelpreis erhalten?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen sonnigen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli  ❤

 

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Montagsfrage: Die Bedeutung von Zahlen?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Endlich habe ich mal wieder an einem Montag frei! Deshalb komme ich heute schon mitten in der Nacht dazu, die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja zu beantworten, weil ich ohnehin noch vor dem Fernseher hänge und mir das Football-Spiel ansehe. Da ich aber nicht allzu viel verpassen möchte, gestalte ich die Einleitung heute kurz und komme direkt zum Eingemachten:

Wie viel bedeuten euch beim Bloggen über Bücher die Zahlen? Follower, Likes, Shares… macht ihr euch etwas daraus?

Ich würde lügen, würde ich behaupten, die Statistiken wären mir egal. Klar, die Verlockung, mich etwas besser darzustellen, ist groß, denn wer von uns möchte nicht edel und selbstlos erscheinen? Aber das wäre nicht die Wahrheit. Die Wahrheit ist, dass mir die Zahlen durchaus etwas bedeuten. Eine Rezension ohne Likes würde mich vermutlich arg enttäuschen. Ich liebe euer Feedback. Ich versuche, bei jedem Beitrag nicht allzu viel zu erwarten und mir selbst einzureden, dass ich meine Posts ja nicht ausschließlich für ein Publikum schreibe, doch es ist mir schon wichtig geworden, die Gewissheit zu haben, dass meine Texte ankommen. Es macht mich stolz und fungiert für mich als ultimative Bestätigung. Ja, ein wenig macht dieses Gefühl wohl süchtig. Ehrlich gesagt sehe ich darin allerdings gar nichts Negatives. Wäre es mir wirklich vollkommen egal, was andere Menschen von meinem Blog halten, hätte ich ihn nicht öffentlich gemacht, sondern privat eingestellt. Ich möchte meine Gedanken teilen, ich möchte das Feedback, deshalb dürft ihr meine Ergüsse lesen. Was soll daran falsch sein?

Falsch wäre es vermutlich nur, wenn ich mich von meiner Sucht nach Followern, Likes und Kommentaren unter Druck setzen ließe. Das vermeide ich aber seit Jahren erfolgreich. Ich freue mich über gute Klickzahlen, stürze jedoch nicht in Verzweiflung, wenn sie sich mal am unteren Ende der Skala bewegen. Ich kann sowieso nicht vollständig kontrollieren, wann mein Blog viel Traffic hat und wann nicht. Mein Ziel ist es, eine gewisse Regelmäßigkeit der Postings zu gewährleisten, keine massiven Einbrüche zu verzeichnen und meinen Leser_innen Freude zu bereiten, ohne mein Privatleben darunter leiden zu lassen. Wenn ich mal etwas länger für eine Rezension brauche, weil ich viel arbeiten muss, dann ist das so. Der Blog stirbt nicht gleich, nur weil in einer Woche mal außer der Montagsfrage nichts online geht.

Ich denke, Balance ist das A und O, um einen Blog jahrelang erfolgreich zu betreiben. Ich habe nicht den Anspruch, mit meinem Blog Geld zu verdienen und habe Angebote diesbezüglich sogar schon abgelehnt, weil es meiner Philosophie widersprach. Sicherlich wäre es irgendwie cool, von Rezensionen und Buchthemen leben zu können, doch ich weiß, dass das erstens sehr unwahrscheinlich ist und ich damit zweitens das Risiko einginge, alles, was mir jetzt Spaß macht, zu Arbeit verkommen zu lassen. Das möchte ich nicht. Ich möchte nicht jede Woche auswerten müssen, welche Posts viel Traffic brachten und gezwungen sein, mich danach zu richten. Ich will über die Themen schreiben, die mich bewegen, nicht über Klickzahlen-Renner, die dann wieder und wieder durchgekaut werden. Ich will auch nicht gezwungen sein, einen engen Blogplan einzuhalten. Ich will die Freiheit, flexibel zu sein (klingt wie eine Bank-Werbung, oder?). Mein Blog soll mein Hobby bleiben. Wenn ich mal keine Lust habe, zu schreiben oder einfach nicht inspiriert bin, möchte ich alle Viere gerade sein lassen können. Der Blog muss sich nach meinem Leben richten, nicht andersherum.

Zusammenfassend kann ich von mir behaupten, dass mir die Interaktion mit meinen Blog-Leser_innen durchaus wichtig ist, ich meine Postings davon allerdings nicht bestimmen lasse. Likes, Kommentare und Follower sind wundervoll, aber sie haben für mich nicht die höchste Priorität. Letztendlich ist mein Blog immer noch meine Plattform. Es ist großartig, wenn meine Beiträge positives Feedback motivieren, doch ist das nicht der Fall, breche ich darüber nicht in Tränen aus. Wem es hier nicht gefällt, muss nicht bleiben. Ich denke, ich würde auch für eine Handvoll Follower weiterschreiben. So gefestigt und selbstbewusst bin ich dann doch. 😉

Wie wichtig ist euch Feedback für euren Blog?

Ich finde die Frage diese Woche äußerst spannend und freue mich daher besonders auf eure Meinungen und Kommentare. Morgen früh nehme ich mir die Zeit für eine ausgedehnte Stöberrunde. Habt einen fabelhaften Start in die neue Woche! 😀
Alles Liebe,
Elli  ❤

 

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