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Schlagwort-Archive: Laurell K. Hamilton

Montagsfrage: Blut ist dicker als Wasser?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ein Tusch bitte! Ab heute sind die Bürgerämter in Berlin wieder geöffnet! Es wurde allerhöchste Zeit. Da ich heute Frühschicht hatte und daher bereits seit einer absolut unchristlichen Uhrzeit auf den Beinen bin (deshalb kommt mein Beitrag auch so spät), habe ich mich bereits in die digitale Prügelei gewagt und mit etwas Glück und viel Hartnäckigkeit einen Termin am Freitagabend ergattert. Das heißt, mein Reisepass ist sicher. Wir sind unserem Traumurlaub im September in Sri Lanka wieder ein Stück näher. Kürzlich hat das Vergleichsportal, über das wir die Reise gebucht haben, auch die Hinweise aktualisiert und diese klingen nun deutlich optimistischer als noch vor ein paar Tagen. Die Reisewarnung der Bundesregierung für Sri Lanka endet am 14. Juni. Der Veranstalter geht zur Zeit davon aus, dass unsere Reise stattfinden kann, natürlich vorausgesetzt, dass das Auswärtige Amt die Warnung nicht verlängert. Ich denke, ich werde so langsam einige der Besorgungen angehen, die für den Urlaub anstehen – es kann ja nicht schaden, den Bikini und die Reise-Yogamatte schon mal im Schrank zu haben. Mit allem weiteren wie Reiseapotheke, Strandausrüstung, Adapter und so weiter werde ich hingegen noch warten und diese Punkte erst nach dem 14. Juni anvisieren. Dasselbe gilt für unsere Auslandskrankenversicherung und die Visa, die ich ja ohnehin erst mit gültigen Reisepässen beantragen kann. Ich will nur vermeiden, dann alles auf einmal erledigen zu müssen und irgendetwas wichtiges zu vergessen, also halte ich es für sinnvoll, das zumindest ein bisschen aufzuteilen: Prä-14.Juni und Post-14.Juni. Drückt die Daumen, dass nicht doch noch irgendwas dazwischen kommt und Sri Lanka beispielsweise entscheidet, dieses Jahr gar keine Tourist_innen mehr ins Land zu lassen.
Die heutige Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise beantworte ich dementsprechend wesentlich hoffnungsvoller als noch letzte Woche.

Welches Buch, in dem Geschwister eine zentrale Rolle spielen, kennt ihr eigentlich?

Ich bin ein bisschen verblüfft angesichts dieser Frage. Ich denke, dass Geschwister sehr oft in den Büchern auftauchen, die ich lese. Keine Ahnung, wieso das bei Antonias Lektüreauswahl merkwürdigerweise anders ist. 😀 Ich habe in meinem Leben bereits unzählige Bücher gelesen, in denen Geschwister eine prominente Rolle einnehmen. Angefangen bei Märchen wie „Hänsel und Gretel“, über „Harry Potter“ bis hin zu „A Song of Ice and Fire“. Die Parade bedeutender Verwandter ist endlos. Deshalb habe ich mich entschieden, heute nur die Bücher mit Geschwistern aufzuzählen, die ich dieses Jahr gelesen habe:

„What’s Left of Me“ (Hybrid Chronicles #1) von Kat Zhang
„Deadhouse Gates“ (Malazan Book of the Fallen #2) von Steven Erikson
„Der Krieg der Zwerge“ (Die Zwerge #2) von Markus Heitz
„The Hate U Give“ von Angie Thomas
„Splitter“ von Sebastian Fitzek
„Die Arena“ von Stephen King
„Narcissus in Chains“ (Anita Blake #10) von Laurell K. Hamilton
„Strange the Dreamer“ (Strange the Dreamer #1) von Laini Taylor
„Muse of Nightmares“ (Strange the Dreamer #2) von Laini Taylor
„Memories of Ice“ (Malazan Book of the Fallen #3) von Steven Erikson
„House of Chains“ (Malazan Book of the Fallen #4) von Steven Erikson
„No Parking at the End Times“ von Brian Bliss

In 2020 habe ich bisher 31 Bücher gelesen, in 12 davon tauchten Geschwister auf und waren mehr oder wenig entscheidend für die Handlung. Das entspricht knapp 40%. Ich gebe zu, ein paar bewegen sich allerdings in einer Grauzone.
In „What’s Left of Me“ werden die beiden Seelen Eva und Addie in denselben Körper geboren. Sie verstehen sich als Schwestern, aber sie sind nicht im herkömmlichen Sinne verwandt.
„Die Arena“ spielt in der Kleinstadt Chester’s Mill. Dort treffen wir viele verschiedene Charaktere unter haarsträubenden Umständen (eben typisch King) und einige sind Geschwister, aber das spielt für die Geschichte tatsächlich keine große Rolle, weil King jede auftretende Figur als Individuum behandelt und sie niemals über ihre Verwandtschaftsverhältnisse definiert.
„Narcissus in Chains“ ist vielleicht sogar ein kleines bisschen geschummelt. Es gibt in diesem Band eine Szene, in der Anita in ihrer Rolle als Königin der Werleoparden einen ihrer Leoparden dazu bringen muss, sich zu verwandeln, damit seine potenziell tödlichen Wunden heilen können. Sie hat keine Ahnung, wie sie das anstellen soll. Um die Verwandlung zu begünstigen, lässt sie seinen Bruder anrücken, einen Werwolf, weil sie hofft, dass dessen Vertrautheit dazu beiträgt, dass ihr Schäfchen (Darf man in diesem Kontext von Schäfchen sprechen?) die Gestalt wechselt. Der Bruder nimmt nur eine winzige Rolle ein, aber er ist da und wird zumindest bei seinem Namen genannt.
Ich möchte unbedingt vermeiden, bei „Strange the Dreamer“ und „Muse of Nightmares“ zu spoilern, daher kann ich nicht allzu viel verraten, doch ich muss eingestehen, dass wir es hier maximal mit Halbgeschwistern zu tun haben. Für mich ist das allerdings nicht wichtig, denn die entsprechenden Figuren wachsen als vollwertige Geschwister miteinander auf und empfinden im Großen und Ganzen auch so.

Beim Rest handelt es sich um einwandfreie Geschwisterbeziehungen, die die Handlung definitiv beeinflussen. Tatsächlich stehen sich die Geschwister meist sogar sehr nah und teilen eine einzigartige Verbindung. Ihr seht, für mich ist es überhaupt nicht schwer, Bücher zu finden, in denen Geschwister auftreten. Offenbar ist meine Lektüreauswahl deutlich Geschwister-freundlicher als Antonias. 😉

Fallen euch spontan Bücher mit Geschwistern ein?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen optimistischen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage Buch mit Huhn oder Ei?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Na, wie feiert ihr Ostern in diesem äußerst seltsamen Jahr? Da wir trotz des sensationellen Wetters weiterhin angehalten sind, das Haus so wenig wie möglich zu verlassen, unterscheiden sich die Feiertage für mich in 2020 kaum von allen anderen Tagen. Normalerweise hätte ich den Ostersonntag wahrscheinlich bei meinen Eltern verbracht und ein festliches Essen genossen, doch aufgrund der Corona-Pandemie sind der Lieblingsmensch und ich einfach zu zweit zu Hause. Ich finde es schade, dass ich meine Familie zur Zeit nicht sehen kann, aber um das Fest an sich tut es mir nicht leid. Ostern steht in meinem persönlichen Ranking der jährlichen Feiertage nicht besonders weit oben. Als Kind fand ich das natürlich alles super, besonders Geschenke im Garten zu suchen war durchaus ein Highlight. Mittlerweile hat sich die Bedeutung von Ostern für mich allerdings völlig verschoben; in meiner Wahrnehmung ist es tatsächlich das Fest, das ich am meisten mit einem christlichen Hintergrund assoziiere, sogar mehr als Weihnachten. Ich weiß nicht, wann das passiert ist und warum, aber irgendwie sehe ich vor meinem inneren Auge immer sofort den gekreuzigten Jesus, wenn ich an Ostern denke. Ich bedauere das, denn ich mochte den Osterhasen und da ich nicht gläubig bin, habe ich jetzt das Gefühl, dass diese Feiertage eigentlich gar nicht für mich bestimmt sind. Trotzdem genieße ich es, frei zu haben (dieses Jahr muss ich nicht arbeiten, obwohl Feiertage im journalistischen Betrieb einfach nicht existieren) und habe den gestrigen Tag komplett mit meinem Buch auf dem Balkon verbracht. Das ist auch mal schön. Für heute steht ebenfalls nichts an, außer natürlich der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise.

Buch mit Huhn (oder Ei)?

Ehrlich gesagt bin ich nicht gerade begeistert von dieser Frage. Ich weiß, letztes Jahr gab es bereits eine ähnliche Osterfrage, aber die habe ich ausfallen lassen, weil sie sehr spät kam und ich besseres zu tun hatte, als den Tag vor dem Rechner zu verbringen. Damals. Als man noch rausgehen durfte. 😉 Ich denke, die Bedingungen, unter denen Hühner und Eier in Büchern auftauchen, sind einfach nicht sehr vielfältig, weshalb wir heute vermutlich mit wenigen Ausnahmen alle dieselben Antworten geben. Nun ja, dann wollen wir mal. „Harry Potter“ lasse ich gleich weg, es erscheint mir unnötig, Antonias Antwort zu wiederholen.

In der Fantasy spielen Eier meist dann eine Rolle, wenn das Universum Drachen enthält. Manchmal tauchen sie auch als Brut eines fiesen Monsters auf, aber meiner intuitiven Einschätzung nach sind Dracheneier am häufigsten zu finden. Spontan fallen mir drei Reihen ein, in deren ersten Bänden Drachen aus Eiern schlüpfen: „Eragon“ (Eragon #1) von Christopher Paolini, „A Game of Thrones“ (A Song of Ice and Fire #1) von George R.R. Martin und „Dragonflight“ (Dragonriders of Pern #1) von Anne McCaffrey. Letzteres habe ich erst kürzlich gelesen. In allen drei Büchern ist das Schlüpfen eines oder mehrerer Drachen ein besonderes Ereignis, das den Ausgangspunkt einer speziellen Beziehung zwischen Drache und Mensch darstellt. Der Beginn des neues Lebens ist gleichzeitig der Beginn einer außergewöhnlichen Verbindung, die die nachfolgende Geschichte entscheidend bestimmt. Am besten und eindeutigsten beschrieben ist dieser Prozess in „Dragonflight“, in der die Geburt eines neuen Drachen von einer traditionellen Zeremonie begleitet wird, die nicht ohne Grund „Prägung“ genannt wird.

Bücher, in denen Hühner wirklich eine Rolle spielen, sind meiner Empfindung nach schwerer ausfindig zu machen. Ich habe den Eindruck, dass Hühner normalerweise eher am Rande auftauchen, als Teil des Settings oder Worldbuildings. In „Die Arena“ von Stephen King stellt der Autor zum Beispiel einen Bauern vor, der Hühner hält und sich ständig darum sorgt, wer sie füttern soll, während seine Söhne und er selbst in die perfiden Pläne des Schurken Jim Rennie eingebunden sind. In den „Anita Blake“-Romanen von Laurell K. Hamilton sind Hühner Opfertiere, deren Blut die Protagonistin einsetzt, um Zombies zu erwecken. Mir will kein Buch einfallen, in dem sie einen wichtigeren Auftritt haben oder gar als Hauptfiguren fungieren. Ich könnte mir vorstellen, dass das manchmal in Kinderbüchern der Fall ist, aber sollte es diese geben, habe ich sie nicht gelesen.

Welche Bücher mit Hühnern und/oder Eiern fallen euch ein?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen österlich-feierlichen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Schriftstellerische Zusammenarbeit?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Am Freitag habe ich meinen Reread des zweiten Bandes von Steven Eriksons „Malazan Book of the Fallen“ beendet. „Deadhouse Gates“ nahm mich genauso mit wie bei der ersten Lektüre. Es ist ein fantastisches Buch, das eine unheimlich tragische, aufwühlende Geschichte erzählt und einen dieser Tode enthält, die nachwirken, die man nie vergisst. Ich wusste ja, was kommt und doch habe ich wieder reichlich Tränen vergossen. Für mich hat sich dieser Reread aber nicht nur aufgrund der intensiven Szenen gelohnt, sondern auch grundsätzlich. Ich habe das Gefühl, meine Aufmerksamkeit tiefer liegenden Details widmen zu können, weil ich die oberflächliche Handlung bereits kenne. Kleinigkeiten, die ich beim ersten Mal übersah oder denen ich nicht die Bedeutung beimaß, die sie vermutlich auf lange Sicht haben, kann ich jetzt die Beachtung schenken, die sie verdienen. Meine Gedanken schlagen neue Richtungen ein. Ich beobachte diesen Prozess mit Spannung und bin sehr neugierig, wohin Erikson mich führen wird. Es war absolut richtig, noch einmal von vorn zu beginnen, das fühle ich bis in meine Knochen.
Jetzt seid ihr aber bestimmt erst mal neugierig auf die heutige Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise, also will ich euch nicht länger auf die Folter spannen!

Welche Autor_innen-Kollaboration wäre euer Traum?

Ich bin ja ein großer Fan der Maxime „Never touch a running system“. Deshalb bin ich nicht sicher, ob es tatsächlich eine gute Idee wäre, Autor_innen, die ich einzeln großartig finde, miteinander zu verpaaren. Für eine schriftstellerische Kollaboration muss vor allem die Chemie zwischen den Beteiligten stimmen, um eine ausgeglichene Zusammenarbeit zu gewährleisten, die die Kreativität beflügelt. Ich traue mich nicht so richtig, zu beurteilen, bei welchen Autor_innen das der Fall sein könnte. Immer wieder lese ich davon, dass Schreiben ein einsamer Job ist (obwohl natürlich jedes Buch, das es in die Buchhandlungen schafft, ein Gemeinschaftsprojekt von Autor_in, Verlag, Lektor_in, usw. ist) und erst vor kurzem habe ich irgendwo den Satz aufgeschnappt, dass alle Schriftsteller_innen eines gemeinsam haben: sie können wunderbar Zeit allein verbringen. Ich glaube, dass es deshalb vielen schwerfiele, ihre Routine als Einzelkämpfer_innen zu durchbrechen und es nur wenige Kollaborationen gibt, die erfolgsversprechend sind. Terry Pratchett und Neil Gaiman, die Antonia erwähnt, sind ein Positivbeispiel, da passte es offenbar wie die Faust aufs Auge. Ich denke allerdings, dass das selten ist und habe Schwierigkeiten, mir ähnlich sinnvolle Kombinationen vorzustellen.

Mein erster Gedanke ging natürlich in Richtung High und Low Fantasy. Aber wenn ich mir zum Beispiel eine Zusammenarbeit von Joe Abercrombie und Mark Lawrence ausmale, sagt mein Bauch mir unmissverständlich, dass das eine blöde Idee ist. Obwohl ich ihre Bücher jeweils hervorragend finde und diese gewisse Ähnlichkeiten aufweisen, habe ich das untrügliche Gefühl, dass sie sich im Falle einer Kollaboration ständig streiten würden. Ich halte beide für konsequente, willensstarke Autoren, die sich trotz aller Kritikfähigkeit ungern reinreden lassen. Außerdem plottet und plant Lawrence niemals, sondern setzt sich einfach hin und schreibt, was vermutlich für jede_n seiner Kolleg_innen schwierig wäre.
So empfinde ich das bei den meisten Autor_innen dieses Genres. Irgendwie denke ich, dass sich High und Low Fantasy für eine schriftstellerische Zusammenarbeit nicht so recht anbieten. Wer sich eine ganze Welt mit eigenen Regeln und Gesetzen ausdenkt, wacht wahrscheinlich ziemlich eifersüchtig über diese Schöpfung. Dennoch gibt es eine Kombination, die ich mir sehr fruchtbar vorstelle, obwohl ich bezweifle, dass sie funktionieren kann. Ich glaube, dass Peter V. Brett von der Emotionalität und Ästhetik von N.K. Jemisin profitieren würde. Jemisin schreibt äußerst feminine High Fantasy, die Leidenschaft, philosophische Tiefe und eine ausgeprägte visuelle Ästhetik fokussiert. Da mir Peter V. Bretts „Demon Cycle“ teilweise distanziert erschien, als empfände er sich lediglich als Chronist, der mit den Ereignissen, die er schildert, nichts zu tun hat, glaube ich, dass ihm ihr weiblicher Einfluss guttäte. Ich weiß jedoch, dass Brett… Na ja, er ist ein Kontrollfreak, der exzessiv plant und ein mehrere Gigabytes umfassendes Dossier besitzt, in dem er jedes Detail seines fiktiven Universums minutiös auflistet und beschreibt. Das wirkt für mich nicht, als wäre er offen für externen Input, der über das Lektorat hinausgeht.

Ich kam zu dem Schluss, dass ich in eine andere Richtung denken musste und landete bei Joyce Carol Oates. Oates gehört zweifellos zu meinen Lieblingsschriftsteller_innen. Sie schreibt eindringliche Geschichten, die sich oft am Rande von gesellschaftlichen Tabus bewegen und zeigt dabei eine Einfühlsamkeit, die ihresgleichen sucht. Vermutlich sind ihre Bücher gerade deshalb nicht immer leicht zugänglich. Manchmal muss ich mich sehr anstrengen, um zu verstehen, was sie mir sagen will. Das ist natürlich an sich nicht negativ und garantiert beabsichtigt, aber hin und wieder wünsche ich mir, sie wäre etwas… expliziter. Daher stelle ich mir eine Zusammenarbeit von Joyce Carol Oates und Jodi Picoult äußerst erträglich vor. Jodi Picoult empfinde ich als „Oates light“. Sie bearbeitet ähnliche Themen und demonstriert dabei eine ähnliche psychologische Tiefgründigkeit, schreibt allerdings deutlich leichter und leserfreundlicher. Zusammen könnten sie Bücher schreiben, die zugänglich und bedeutsam sind. Picoult würde darauf achten, dass ihr Manuskript nicht allzu abstrakt gerät, Oates würde das literarische Gewicht beisteuern. Klingt für mich vielversprechend.

Vielleicht denke ich bei dieser Frage aber auch immer noch zu konventionell. Vielleicht fallen mir total verrückt wirkende Kombinationen, die exzellente Geschichten hervorbringen könnten, einfach nicht ein. Keine Ahnung, zum Beispiel Stephen King und Laini Taylor. Oder Laurell K. Hamilton und John Green. Markus Heitz und Sebastian Fitzek. Letztere Kollaboration könnte möglicherweise wirklich funktionieren. Ich glaube, ich bin diesbezüglich echt ein bisschen festgefahren. Lustigerweise bin ich sicher, dass ich so einer abgedrehten Kollaboration sogar eine Chance geben würde, weil ich neugierig wäre, was die beiden Schriftsteller_innen zusammen fabrizieren. Ich komme zwar selbst nicht drauf, bin aber durchaus offen für Experimente.

Welche schriftstellerische Kollaboration wünscht ihr euch?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen wunderbaren Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Jahresrückblick 2019: Zahlen, Diagramme und ein bisschen Sentimentalität

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich kann es kaum glauben. Mein Jahresrückblick 2019 ist tatsächlich innerhalb der ersten zwei Wochen des Jahres 2020 fertig geworden! Ich finde, das verdient einen Tusch! Es hat sich ausgezahlt, dass ich dieses Mal sehr diszipliniert war und bereits zum Jahresende angefangen habe, mein Resümee zusammenzustellen. Übrigens, laut Duden ist ein Resümee eine „knappe Inhaltsangabe“ oder „kurze Zusammenfassung“. Nun, das ist hier nicht der Fall. Mit „kurz und knapp“ kann ich nicht dienen – wie auch, schließlich soll dieser Rückblick 12 volle Lesemonate statistisch und emotional Revue passieren lassen.

Wie immer habe ich eine zweigeteilte Struktur gewählt, um euch die verschiedenen Facetten meines vergangenen Lesejahrs zu präsentieren. Im ersten Part werden wir 2019 statistisch aufarbeiten und anhand der Fakten ein objektives Fazit ziehen. Dafür habe ich bei Piktochart Infografiken erstellt, die euch mithilfe von Zahlen und Diagrammen einen transparenten Überblick verschaffen. Ich werde jede Kategorie einzeln kommentieren und interpretieren, damit ihr das nötige Kontextwissen erhaltet, um zu verstehen, wie die Statistiken einzuordnen sind. Ich möchte mich im Voraus dafür entschuldigen, dass die Legenden der Diagramme nicht mehr so gut zu lesen sind; das liegt einfach daran, dass Piktochart die Aufmachung veränderte und ich die Schriftgröße leider nicht beeinflussen kann. Ich bemühe mich, Zahlen und Prozentangaben in meinen Diskussionsabschnitten zu erwähnen, damit ihr diese trotzdem kennenlernt. Außerdem werde ich natürlich den Bezug zu den vergangenen Jahren herstellen, denn die entscheidende Frage, die es zu beantwortet gilt, lautet: Wie entwickelt sich mein Leseverhalten?

Im anschließenden zweiten Part machen wir es uns bequem, lehnen uns zurück und lassen 2019 emotional Revue passieren, Popcorn, Chips und Erfrischungen inklusive. Dafür werde ich 30 Fragen beantworten, die ursprünglich von Martina Bookaholics stammen. Seit einigen Jahren bietet sie das Formular nicht mehr auf ihrer Website an, deshalb habe ich auf die alte, bewährte Version von 2016 zurückgegriffen und meinen Header, den ich letztes Jahr erstellt habe, aktualisiert. Ich lade euch in die Kommandozentrale meines Bücherhirns ein; in dem kleinen Büro in einem Nebenraum meines Lektürearchivs wird es für uns alle vermutlich reichlich eng, aber ich habe Kissen und Decken ausgelegt, damit ihr es euch gemütlich machen könnt!

Habt ihr Lust auf einen ausführlichen Ausflug in die jüngste Vergangenheit? Dann klemmt euch die Sepiabrille auf die Nase, lasst euch von einem sentimentalen Harfenthema in die richtige Stimmung bringen und schon starten wir mit meinem Jahresrückblick 2019!

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Verfasst von - 14. Januar 2020 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Laurell K. Hamilton – Obsidian Butterfly

Rezensionsheader Obsidian Butterfly

Der Auftragskiller Edward ist meine absolute Lieblingsnebenfigur der „Anita Blake“-Reihe von Laurell K. Hamilton. Ich liebe seine Kompromisslosigkeit, seinen tödlichen Pragmatismus und seinen ganz speziellen Sinn für Humor. Vielleicht sollte es mir zu denken geben, wie sehr ich eine Figur, die mühelos als Soziopath durchgeht, mag, aber es beruhigt mich, dass ich mit meiner Sympathie nicht allein dastehe. Edward erfreut sich einer soliden Fanbasis, was die Autorin eingangs überraschte. Dank seiner großen Popularität erfuhr sie, dass ihre Leser_innen sich ebenso sehr für ihn interessieren wie sie selbst. Deshalb widmete sie „Obsidian Butterfly“ allen Edward-Fans, denn der neunte Band rückt ihn ins Rampenlicht.

Es gibt nur einen Menschen auf der Welt, den Anita Blake fürchtet. Mit seinen babyblauen Augen wirkt Edward wie ein netter Typ, doch Anita kennt sein wahres Gesicht: er ist ein Kopfgeldjäger, ein eiskalter Killer und vielleicht der einzige, der gut genug ist, sie zu töten. Dennoch verbindet sie eine eigenwillige Freundschaft. Deshalb zögert sie nicht, als er sie bittet, ihm bei den Ermittlungen in einer besonders grausamen Mordserie in New Mexico zu helfen. Dort angekommen stößt Anita jedoch bald an ihre Grenzen. Nicht nur belasten sie die grausigen Details des Falls und ihre Ahnungslosigkeit, welches Wesen verantwortlich sein könnte, sie erhält auch unverhoffte, tiefe Einblicke in Edwards Leben, die sie auf eine harte Probe stellen. Kann sie akzeptieren, dass sogar Edward versucht, sich ein Stück Normalität zu bewahren? Vielleicht sind sie sich doch ähnlicher, als sie dachte…

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Ein Kommentar

Verfasst von - 16. Juli 2019 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Laurell K. Hamilton – Blue Moon

Rezensionsheader Blue Moon

Eines der wichtigsten Ereignisse in der Biografie von Anita Blake ist der Tod ihrer Mutter bei einem Autounfall, als sie 8 Jahre alt war. Dieses Schlüsselerlebnis ist kein Zufall und nicht rein fiktiv. Die Autorin Laurell K. Hamilton schöpfte hierfür aus ihrer eigenen Vergangenheit. Ihre Mutter Suzie Klein starb 1969 ebenfalls bei einem Autounfall. Hamilton war damals erst 6 Jahre alt. Sie wuchs deshalb bei ihren Großeltern auf. Ihre Großmutter war eine starke Frau, die Hamiltons Bewusstsein für das Übernatürliche früh prägte. Sie glaubte felsenfest an Geister, schwor, selbst Geister gesehen zu haben und erzählte ihrer Enkelin Geistergeschichten. Mit diesem Wissen finde ich es naheliegend, dass Anita Blake eine Nekromantin ist, die mit den Toten kommunizieren kann. Ob Hamiltons Großmutter ihr wohl auch Geschichten über Werwölfe erzählte? Diese stehen im achten Band „Blue Moon“ erneut im Fokus.

Anrufe mitten in der Nacht bedeuten für Anita Blake selten gute Nachrichten. Normalerweise wird sie von der Polizei von St. Louis an einen Tatort gerufen. Dieses Mal ist die Angelegenheit allerdings persönlich. Richard wurde in Tennessee festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, eine junge Frau vergewaltigt zu haben. Selbstverständlich sind diese Anschuldigungen lächerlich. Begleitet von ihren Werleoparden und Mitgliedern des Thronos Rokke – Rudels reist sie nach Myerton, wo Richard die örtliche Trollpopulation studieren wollte. Dort angekommen zeigt sich, dass es sich nicht um ein Missverständnis handelt. Richard wurde hereingelegt. Anita muss herausfinden, wer ihm die Vergewaltigung anhängte und wieso man ihn loswerden will – und zwar schnell, denn bald ist Vollmond…

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Jahresrückblick 2018: Vom Spaß mit Statistiken, dem Kampf gegen die Durchschnittlichkeit und plüschigen Helden

Hallo ihr Lieben!

Tatatataaaa! Es ist geschafft! Der Jahresrückblick 2018 ist endlich fertig! Die Zusammenfassung meines vergangenen Lesejahres war wie immer eine Mammutaufgabe, die mich wieder einmal viel länger in Anspruch nahm, als ich eigentlich plante. Jedes Jahr unterschätze ich, wie viel Zeitaufwand dieser Rückblick erfordert. Aber: es ist mir noch im Januar gelungen, ihn fertigzustellen und ich freue mich sehr, ihn euch heute präsentieren zu können! Eigentlich wäre heute ja die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise dran, doch da diese aus privaten Gründen ausfällt, dachte ich, ich nutze die Gelegenheit, um meinen Jahresrückblick einen Tag vorzuziehen. 😉

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Verfasst von - 28. Januar 2019 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Laurell K. Hamilton – Burnt Offerings

Kürzlich habe ich ein Interview mit Laurell K. Hamilton gelesen, indem sie erklärte, sie habe Richard in Anitas Leben gebracht, um es zu vereinfachen und sie vor Jean-Claude zu retten. Das hat ja wunderbar funktioniert. Spätere Versuche, Anita vom Chaos in ihrem Leben zu erlösen, scheiterten ebenfalls. Hamilton bemerkte selbstironisch, sie sollte aufhören, die Umstände für Anita verbessern zu wollen, weil sie dabei alles nur noch schlimmer macht. Ihr ist bewusst, dass sie mit dem Liebesdreieck zwischen Anita, Richard und Jean-Claude viele ihrer Leser_innen verärgert, empfindet die Dreiecksromanze aber als Folge ihrer Entwicklung. Alle drei treffen ihre eigenen Entscheidungen, ob ihr diese nun gefallen oder nicht. Ich war gespannt auf die Entscheidungen, die mich im siebten Band der „Anita Blake“-Reihe, „Burnt Offerings“, erwarteten.

Anita Blake ist bereit, die Folgen ihres Handelns zu tragen. Sie kann Richards verletzten Zorn aushalten und ihre Pflichten als Lupa seines Werwolfsrudels dennoch erfüllen. Irgendwann müssen sie ihre Verbindung durch das Triumvirat erforschen, aber vorerst ist Anita mit etwas Abstand zufrieden. Schließlich muss sie den Babysitter für eine Gruppe Werleoparden spielen, die seit Gabriels Tod wehrlos sind. Die Katzen sind jedoch nicht die einzigen, die ihren Schutz benötigen. Der Vampirrat ist in der Stadt. Monster, die sogar Monster fürchten. Sie erwarten von Jean-Claude eine Rechtfertigung für den Mord an Mr. Oliver. Natürlich ist der Prozess nur die zivilisierte Fassade uralter Intrigen und kreativer Grausamkeiten, ersonnen von gelangweilten, übernatürlichen Sadisten. Schnell geraten alle, die Anita und Jean-Claude wichtig sind, in Gefahr. Hat der Rat vielleicht sogar mit den Brandanschlägen zu tun, die Vampiretablissements in ganz St. Louis treffen? Anita muss sie so schnell wie möglich loswerden. Verantwortung zu übernehmen, kann manchmal ziemlich nerven.

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Laurell K. Hamilton – The Killing Dance

Laurell K. Hamiltons Urban Fantasy – Reihe „Anita Blake“ war stets als Mehrteiler konzipiert. Nach dem College las sie viele Krimis und fand, dass Frauen dort grundsätzlich weniger taff als Männer auftraten. Sie wünschte sich eine Heldin, die in allen Bereichen mindestens ebenso gut wie Männer war. Sie entschied, in der Welt dieser Heldin parallel ihre Vorliebe für Folklore und Mythologie auszuleben. Die Idee zu „Anita Blake“ war geboren. Sobald dieser Ansatz gefestigt war, wusste sie, dass sie keinen Einzelband schreiben würde. Ihr war damals hingegen nicht klar, wie stark Romantik die Geschichte beeinflussen würde. Erst mit dem vierten Band „The Lunatic Cafe“ gestand sie sich ein, wie wichtig diese Ebene für „Anita Blake“ ist. Diese Erkenntnis war meiner Meinung nach die Voraussetzung für den sechsten Band „The Killing Dance“.

Es gibt schlimmere Schicksale als den Tod. Als der Vampir Sabin Anita Blakes Büro betritt, muss sie sich sehr zusammenreißen, um ihren Ekel zu verbergen: Sabin verfault bei lebendigem Leib. Er bittet um ihre Hilfe als mächtige Nekromantin. Anita ist nicht sicher, wie und ob sie seine Erkrankung heilen kann, ist jedoch bereit, es zu versuchen. Wären da nur nicht all die anderen Probleme, die ihre Aufmerksamkeit erfordern. Irgendjemand hat ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt. Mit Edwards Unterstützung bemüht sie sich redlich, allen Auftragskillern aus dem Weg zu gehen und zu ermitteln, wer sie diesmal tot sehen will, aber sie kann sich nicht völlig aus der Schusslinie heraushalten. Eine zeremoniell hingerichtete Vampirleiche, Ärger in Richards Werwolfsrudel und ihr eigenes, chaotisches Liebesleben halten sie fleißig auf Trab. Anita ist so beschäftigt, dass sie nicht bemerkt, dass ihr die Gefahr bereits näher ist, als sie glaubt…

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3 Kommentare

Verfasst von - 16. Oktober 2018 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Kim Harrison – Bluteid

Kim Harrison begann ihre Karriere unter ihrem echten Namen Dawn Cook als High Fantasy – Autorin. Anfang der 2000er wagte sie eine radikale Veränderung und schrieb den ersten Band der „Rachel Morgan“ – Reihe, der von ihrem Verlag Ace abgelehnt wurde. Sie fand zwar einen neuen Verlag, ihre Vertreter_innen wollten jedoch einen Neuanfang – mit einem neuen Namen. Ihre Lektorin wählte das Pseudonym Kim Harrison aus, damit sie im Buchhandel neben Laurell K. Hamilton einsortiert würde. Um die Abgrenzung von Dawn Cook noch deutlicher zu gestalten, empfahl sie ihr sogar, sich eine Perücke zu besorgen. Deshalb wurde Kim Harrison als Rothaarige bekannt, obwohl sie eigentlich blond ist. Mittlerweile kann sie auf die Perücke verzichten. Trotz ihres überwältigenden Erfolgs ist meine Beziehung zu der Reihe etwas schwierig, daher sind seit meinem letzten Ausflug in die Hollows vier Jahre vergangen. „Bluteid“ ist der achte Band und ein gewohnt turbulentes Abenteuer mit der Hexe Rachel Morgan.

Mithilfe ihrer Freunde hat Rachel Morgan schon einiges überstanden. Dieses Mal kann sie sich jedoch nicht darauf verlassen, dass ihr Ivy und Jenks den Hintern retten. Der Hexenzirkel für moralische und ethische Standards hat es auf sie abgesehen. Ihre Vorwürfe sind lächerlich. In Wahrheit geht es nicht um Rachels vermeintliche Verbrechen. Der Zirkel hat erfahren, dass sie die Schülerin eines Dämons und zum Teil selbst ein Dämon ist. Sie sehen in ihr eine Bedrohung und planen, sie entweder magisch und körperlich zu kastrieren oder lebenslang in Alcatraz verschwinden zu lassen. Als sie herausfindet, dass sowohl ihr Erzfeind Trent Kalamack als auch ihr Ex-Freund Nick ihre Finger im Spiel haben, beschließt sie, zurückzuschlagen. Sie entwirft einen riskanten Plan, um den Zirkel, Trent und Nick loszuwerden. Dafür muss sie allerdings bei Trent einbrechen – und sich den Erinnerungen an ihre gemeinsame Kindheit stellen…

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