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Montagsfrage: Chaotische Ordnung oder geordnetes Chaos?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Diese Woche habe ich etwas Ungewöhnliches mit euch vor. Ich werde euch in den nächsten drei Tagen drei Rezensionen zu einem Thema präsentieren, durch die wir uns tief in eben jenes Thema einarbeiten. Ich nenne es mein Rezensionsexperiment. Wissen durch Rezension. Ich habe hart gearbeitet, um diese drei Besprechungen fertigzustellen und ich hoffe sehr, dass ihr Spaß daran habt und euch ein bisschen unterhalten fühlt. Ich sehr gespannt auf eure Reaktionen und fast ein bisschen aufgeregt. Morgen geht es los! 😀
Bis dahin widmen wir uns heute erst einmal dem Ritual zum Wochenstart, der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise.

Ordnest du deinen Bücherschrank oder geht bei dir alles kreuz und quer?

Ich besitze ja keinen Bücherschrank, sondern Regale, die sich über drei Wände ziehen. Sie enthalten zur Zeit schätzungsweise etwa 2.000 Bücher. Zur Erinnerung hier noch einmal zwei stolze Fotos meines Schmuckstücks:

Als ich Antonias Antwort las, die davon sprach, dass Bücherregale selbst Kunstwerke sein können, sie von einer nach Farben sortierten Bibliothek träumt und ursprünglich nach Genre ordnete, bekam die verklemmte, strenge Bibliothekarin in mir einen Anfall samt Schnappatmung. Vielleicht wurde etwas gekreischt. Jeder Bücherwurm soll seine/ihre Sammlung natürlich nach Lust und Laune oder eben auch gar nicht organisieren. Das geht mich nichts an und ist völlig okay. Aber für mich kommen solche Experimente nicht in Frage. Ich bin da traditionell eingestellt. Bei mir wird primär strikt alphabetisch nach Autor_innen-Nachname und sekundär chronologisch nach Erscheinungsdatum sortiert. Alles andere erscheint mir unlogisch. Ich habe mal versucht, primär nach Genre zu ordnen, doch das endete in einem komplett unausgeglichenen Gesamtbild, das mich beinahe zur Verzweiflung trieb. Die Kategorisierung ist bei vielen Büchern sehr schwierig, weil sie eigentlich dem Crossgenre angehören. Historische Fiktion und Krimi. Urban Fantasy und Humor. Thriller und Young Adult. Für mich war es fast unmöglich, mich zu entscheiden, weil ich alle Genres als gleich wichtig empfand. Außerdem besitze ich überdurchschnittlich viele Fantasy-Schmöker, wodurch diese Sektion immer deutlich mehr Raum einnahm als alle anderen. Ich fand das unpraktisch. Letztendlich bin ich deshalb zu dem Ordnungssystem zurückgekehrt, das ich seit meiner Kindheit von meinen Eltern kenne: alphabetisch nach Nachname. Ich bin damit sehr glücklich, denn dank der schicken Regalstopper mit Buchstaben, die ich mir 2014 gegönnt habe, finde ich mich hervorragend zurecht. Mein Regal ist ordentlich, übersichtlich und mehr erwarte ich nicht. Macht ihr alle, wie ihr wollt, ich bleibe eine Traditionalistin. 😉

Wie sortiert ihr euer Bücherregal?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen fabelhaften Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

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N.K. Jemisin – The Broken Kingdoms

N.K. Jemisin verdankt ihre Karriere als erfolgreiche Schriftstellerin zum Teil ihrem Vater. Als sie 30 wurde, durchlebte sie eine Art Midlife-Crisis. Sie entschied, dass sie bestimmte Dinge in ihrem Leben erreichen wollte. Sie wollte herausfinden, ob das Schreiben, bisher ein Hobby, für sie eine Zukunft bereithielt. Unsicher, wie sie beginnen sollte, recherchierte sie und stieß auf den angesehenen jährlichen Schreibworkshop Viable Paradise. Ihr Vater borgte ihr das Geld für Viable Paradise. Glücklicherweise ist Noah Jemisin ein leidenschaftlicher Fan von Science-Fiction und hatte als Künstler durchaus Verständnis für die kreativen Pläne seiner Tochter. Der zweite Band ihrer „Inheritance Trilogy“, „The Broken Kingdoms“, kann als wundervolles Huldigung für ihn interpretiert werden.

Oree Shoth ist eine ungewöhnliche Künstlerin. Im Schatten des Weltenbaumes bietet sie ihre Skulpturen auf dem Markt von Shadow feil, in der Stadt, die 10 Jahre zuvor Sky hieß. Ihre Kunstwerke versetzen die Menschen in Staunen. Niemand traut ihr zu, Schönheit zu erschaffen. Oree ist blind. Ihr Augenlicht ist verloren, doch sie hütet ein delikates Geheimnis: ihr Geist nimmt Magie wahr. Die Magie der Götter und der Gotteskinder. Die Magie ihrer Gemälde. Das strahlende, wunderschöne Leuchten überzeugte sie, ein bedauernswertes Geschöpf aufzunehmen, das sie eines Morgens in der Gosse fand. Den Namen ihres schweigsamen Hausgastes kennt sie nicht, aber sie weiß, er muss ein Gotteskind sein. Oder etwas anderes. Sie nennt ihn Shiny. Gerade jetzt ist sie froh, ihm ein Heim bieten zu können, denn ein Mörder lehrt Shadow das Fürchten. Die Opfer sind Gotteskinder. Wer könnte über die Macht verfügen, ihnen die Herzen aus dem Leib zu reißen? Oree sorgt sich um ihre Freunde. Sie verschwendet keinen Gedanken daran, dass auch sie selbst in Gefahr sein könnte…

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Gemeinsam Lesen

Gemeinsam Lesen 2

Hallo ihr Lieben! 🙂

Jeden Dienstag lesen wir gemeinsam! Diese tolle findet wöchentlich bei den Schlunzen-Büchern statt; die Fragen dieser Woche findet ihr durch einen Klick aufs Bild!

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „Ewig“ (Wagner & Sina #1) von Gerd Schilddorfer und David G.L. Weiss und befinde mich auf Seite 260 von 528.

Ewig

 

AEIOU – diese mysteriöse Buchstabenfolge ist das Vermächtnis eines legendären Kaisers.
Es ist ein uralter Code: Wer ihn entschlüsselt, hält das Schicksal der Menschheit in seinen Händen.
Immer tiefer geraten zwei Forscher in einen tödlichen Wettlauf um das Geheimnis.
Ohne Atempause führt die dramatische Hetzjagd durch das mystische Wien.
Unheimlich, packend und perfekt recherchiert: ein Verschwörungsthriller der besonderen Art.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Paul Wagner drückte auf die Taste »Senden« und klappte zufrieden seinen Laptop zu.“

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Ehrlich gesagt bin ich bisher nicht begeistert. Ich hatte ja durchaus Lust, mal wieder einen Verschwörungsthriller zu lesen und angeblich sollte „Ewig“ sogar besser als „Illuminati“ und „Sakrileg“ von Dan Brown sein. Ich kann dem bisher nicht zustimmen. Ich finde die Geschichte ziemlich konstruiert und etwas unrealistisch, weil die beiden Hauptfiguren (Paul Wagner und Dr. Georg Sina) nicht von selbst über „das Geheimnis“ stolpern, sondern von einer äußeren Partei dahingehend manipuliert werden, es zu lösen. Es wirkt nicht so, als hätten sie selbst wirklich ein Interesse daran, Antworten zu bekommen, sondern als würden sie den ganzen Quatsch nur mitmachen, weil sie… ja, ich weiß auch nicht, vielleicht, weil sie nichts Besseres zu tun haben? Ich verstehe nicht, wieso besagte äußere Partei (die ich nicht benennen darf, um Spoiler zu vermeiden) die beiden für sich einspannt. Das ergibt keinen Sinn, denn zwei Mitwisser mehr bedeuten ein höheres Risiko und wenn überhaupt, ist nur Dr. Sina tatsächlich wertvoll für diese Aufgabe, weil er ein angesehener Geschichtsprofessor ist. Wenn ich das mal so ganz unromantisch sagen darf, da wäre es einfacher und logischer gewesen, den guten Herrn Professor schlicht zu entführen. Was Paul Wagner in der Geschichte zu suchen hat, begreife ich noch weniger. Er ist Journalist. Was genau kann er noch gleich zur Auflösung „des Geheimnisses“ beitragen?
Mir gefällt auch nicht, dass die Figuren alle so stereotyp sind. Wagner ist ein Draufgänger, Sina ein Einsiedler und Kommissar Berner, mit dem die beiden zusammen arbeiten, hat eine harte Schale, aber einen weichen Kern. Letzterer knurrt übrigens die meiste Zeit. Er spricht nicht, nein, er knurrt, brummt und grunzt. Genauso, wie man sich einen verdrossenen alten Vermittler eben vorstellt. Immerhin trägt er keinen Trenchcoat. Ausnahmslos alle spreche immer nur über „das Geheimnis“, was mir nach etwa der Hälfte des Buch so langsam mächtig auf den Geist geht. Wie alt bin ich denn? 5? Obwohl die beiden Autoren sich offenbar große Mühe damit geben, mysteriös und undurchschaubar zu sein, bin ich ziemlich sicher, dass ich bereits weiß, was das Geheimnis ist. Durch einen Hinweis. EINEN. Schwach, ganz schwach.
Dann die ganzen Schauplatzwechsel. Man springt vom Wien der Gegenwart ins Russland des frühen 20. Jahrhunderts, dann ins moderne Tel Aviv, dann ins Österreich des 12. Jahrhunderts, des 17. Jahrhunderts, des 18. Jahrhunderts, danach noch schnell ein Ausflug ins Tibet der Gegenwart und wieder zurück nach Wien. Tut mir leid, mir ist das zu viel. Vielleicht wäre es besser, wenn ich zumindest eine genaue Vorstellung von Wien und all den Kirchen und Kunstwerken hätte, die benannt werden. Ich war aber nun mal noch nie in Wien. Die Gemälde könnte ich googlen und ich habe das tatsächlich auch versucht, aber da es sich dabei um sehr große Werke handelt, bekommt man immer nur Teilstücke vorgesetzt, die einen Gesamteindruck unmöglich machen.
Kurz gesagt fehlt mir also der Zugang zu „Ewig“, ich finde die Geschichte zu inszeniert und ich bin kein Fan der Charaktere. Tja. Es sieht nicht gut aus für das Buch.

4. Lest ihr im Urlaub mehr Bücher als in der übrigen Zeit? Und geht ihr am Urlaubsort auch in die öffentliche Bücherei oder einen Buchladen? Und bringt ihr Bücher aus dem Urlaub mit, die ihr dort am Ort gekauft habt?

Ich kann diese Frage(n) nicht beantworten, weil ich nicht in Urlaub fahre. Für die meisten von euch klingt das vermutlich sehr traurig, aber für mich ist es okay. Ich lasse meinen Hund nicht eine Woche, 10 Tage oder sogar zwei Wochen allein. Ich gebe sie nicht weg, nur, weil ich Spaß haben möchte. Sie kommt immer an erster Stelle. Verreisen mit Hund ist gelinde gesagt ziemlich aufwendig und darüber hinaus auch recht teuer, also lassen wir das. Weder ich noch der Lieblingsmensch haben einen Führerschein (man braucht in Berlin einfach keinen), das heißt, wir wären auf Bus und Bahn angewiesen, denn allein die Vorstellung einer Mitfahrgelegenheit gruselt mich (mal davon abgesehen, dass wir vermutlich niemanden fänden, der/die einen autokranken Hund transportiert). Ich verzichte, weil ich meinen Hund mehr liebe als die Idee eines Urlaubs ohne sie. Mir macht das allerdings auch nicht besonders viel aus.
Trotzdem lese ich natürlich mehr, wenn ich frei habe und nicht arbeiten muss. Ist ja klar. Mehr Zeit, mehr lesen.

Was lest ihr im Moment und wie verbringt ihr eure Urlaube Bücher-technisch?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Geschichten und Kommentare und wünsche euch allen einen wundervollen Dienstag! 🙂
Alles Liebe,
Elli

 
25 Kommentare

Verfasst von - 18. August 2015 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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