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Schlagwort-Archive: Klischee

Jens Lossau & Jens Schumacher – Der Schädelschmied

Mit dem Aufkauf des Verlages Egmont LYX durch Bastei Lübbe wurde die Ausrichtung des Verlagsprogramms umgestellt. Der Imprint ist nun auf Romantik spezialisiert. Pff. Dadurch mussten einige Autor_innen und Reihen ein neues Zuhause finden, darunter auch Jens Lossau und Jens Schumacher mit ihrer High Fantasy-Krimi – Reihe „Die Fälle des IAIT“. Glücklicherweise kamen sie bei einem Verlag unter, der meiner Meinung nach hervorragend zu ihnen passt: Feder & Schwert. Ich möchte mich von Herzen bei Feder & Schwert bedanken, dass sie die Weiterführung der Reihe ermöglichen. Es wäre zu schade gewesen, Meister Hippolit und Jorge den Troll niemals wiederzusehen.

Nur einmal nach Herzenslust in einem edlen Puff verwöhnt werden, mehr wünscht sich Jorge der Troll nicht. Aber nein, natürlich kommt ihm genau dann, wenn es am schönsten ist, sein Job in die Quere. In Barlyn, einer unterirdischen Minenstadt der Zwerge, wurde der bedeutende Schürfminister Borkudd tot in seinem Büro aufgefunden. Ein einzelner dahingeschiedener Zwerg wäre für das IAIT noch lange kein Grund, ihr wichtigstes Ermittlerduo unter Tage zu schicken, wären die Umstände seines Todes nicht äußerst merkwürdig. Das Büro des Ministers glich einer hermetisch verriegelten Festung. Nichts kam rein, nichts kam raus. Trotzdem befinden sich in Borkudds Schädel mehr als 20 Stahlnägel. Handelt es sich um einen überaus umständlichen Selbstmord? Oder wurde der Zwerg thaumaturgisch abgemurkst? Besteht vielleicht sogar ein Zusammenhang zu den Gerüchten eines furchteinflößenden Monsters, das in den Minen sein Unwesen treiben soll? Die Wahrheit ist tief vergraben, doch wenn jemand sie ausbuddeln kann, dann sind es Meister Hippolit und Jorge der Troll!

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Verfasst von - August 3, 2017 in Fantasy, High Fantasy, Krimi, Rezension

 

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Kody Keplinger – The DUFF

Im Mai 2017 erhielt ich über die Motto-Challenge eine Leseaufgabe, die für mich eine echte Herausforderung darstellte: ich sollte Liebesgeschichten lesen. Da ich Chic-Lit nicht mag, war ich erst mal ratlos. Enthielt mein Bücherregal überhaupt Bücher, die ich mir anrechnen durfte? Eine Recherche ergab, dass die Auswahl unerwartet groß ist, zumindest, wenn wir Liebesgeschichten nicht mit Liebesromanen gleichsetzen. „The DUFF“ von Kody Keplinger lag ziemlich genau ein Jahr auf meinem SuB. Die Challenge hat unter anderem den SuB-Abbau zum Ziel, also entschied ich, dass dieser Young Adult – Roman ein guter Einstieg in das neue Monatsmotto wäre.

DUFF. Designated Ugly Fat Friend. Diese unverschämte Beleidigung ließ Bianca Piper durchdrehen. Ihr war bewusst, dass sie ihren besten Freundinnen bezüglich ihres Aussehens nicht das Wasser reichen kann. Es war in Ordnung für sie, die Clevere zu sein, die gute Noten bekommt und auf ein unerschöpfliches Repertoire sarkastischer Bemerkungen zurückgreifen kann. Doch dass ausgerechnet Wesley Rush, der notorische Weiberheld der Schule, behauptete, sie sei in ihrer Clique das Mädchen, das die anderen besser aussehen lasse, weil sie selbst als dickes, hässliches Entlein durchginge, schlug dem Fass den Boden aus. Ihre Synapsen hatten einen Kurzschluss. Sie muss vorübergehend unzurechnungsfähig gewesen sein, denn sonst hätte sie sich niemals auf diese seltsame „Feindschaft mit Zusatzleistungen“ mit Wesley eingelassen. Nun ist es zu spät für Vernunft. Plötzlich sind Gefühle im Spiel, die weder Bianca noch Wesley erwarteten. Kann aus tiefer Abneigung tatsächlich Liebe werden?

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Jahresrückblick 2016: Statistiken zu Schönheitsköniginnen, tanzenden Zombies und High Fantasy

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Hallo ihr Lieben! 🙂

Es ist Zeit, einen detaillierten Blick auf mein Leseverhalten des letzten Jahres zu werfen. Der Jahresrückblick 2016 steht an!
Wie bereits die letzten beiden Jahre ist dieser zweigeteilt. Zuerst schauen wir uns die harten Fakten meines Lesejahrs an. Dafür habe ich wieder eine Infografik erstellt, die in ein paar Statistiken zusammenfasst, wie 2016 für mich gelaufen ist. Zu jeder Folie werde ich ein paar Worte sagen und den Vergleich mit 2015 anstellen. Was war besser, was schlechter, was hat sich verändert?

Danach beantworte ich erneut die 30 Fragen von Martina, die das Formular netterweise auf ihrem Blog Bookaholics zur Verfügung stellt. Auf diese Weise kann ich das Jahr 2016 auch noch einmal emotional Revue passieren lassen und mich gemeinsam mit euch an all die tollen Geschichten erinnern, die meinen Weg gekreuzt haben.

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Richard K. Morgan – The Cold Commands

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Monate sind vergangen, seit Ringil Eskiath, Egar Dragonbane und Archeth den Angriff der Aldrain zurückschlugen. Sie glaubten, die Gefahr wäre gebannt. Doch als ein mechanischer kiriathischer Steuermann vom Himmel fällt und vor einer Legende warnt, die allzu bald Wirklichkeit werden könnte, müssen sie erneut ihre Kräfte vereinen, um ihre Welt zu schützen. Der Steuermann berichtet vom Ilwrack Wechselbalg, einem menschlichen Kind, das von den Aldrain in den Grauen Landen als einer der ihren großgezogen und zu einem furchteinflößenden Kriegsherrn ausgebildet wurde. Während des Krieges der Menschen und Kiriath gegen die Aldrain wurde er gefangen genommen, in einen magischen Schlaf versetzt und auf einer mysteriösen Insel verborgen, die sich halb in der Realität und halb in den Grauen Landen befindet. Seit Generationen schläft der Wechselbalg, nun beginnt er jedoch, sich zu regen. Dem Mythos nach wird er die Aldrain unter sich vereinen, sollte er erwachen. Obwohl niemand an den Wahrheitsgehalt der Legende glauben möchte, ist das Risiko zu groß, um sie zu ignorieren. Der Imperator befiehlt eine Expedition, organisiert von Archeth und angeführt von Gil, die die nebulöse Geisterinsel des Wechselbalgs finden soll. Während die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen, verfolgt Egar eigene Ziele. Ein Rätsel flüstert durch die Straßen von Yhelteth, ein Geheimnis, in dessen Zentrum die Zitadelle steht. Egar begibt sich auf die Suche nach Antworten und muss schon bald feststellen, dass die Bedrohung der Aldrain sich bereits mitten unter ihnen versteckt…

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Verfasst von - November 1, 2016 in Fantasy, Low Fantasy, Rezension

 

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Stephen King – In einer kleinen Stadt: Needful Things

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„In einer kleinen Stadt: Needful Things“ von Stephen King habe ich mir vorgenommen, weil mein Bauch so laut danach schrie, dass ich seinen Wunsch nicht ignorieren konnte. Ich weiß nicht, warum er plötzlich von heute auf morgen der Ansicht war, dass die Zeit ausgerechnet für dieses Buch gekommen sei, war aber gern bereit, mich darauf einzulassen. Meinen letzten King hatte ich im Juli 2015 gelesen; es handelte sich um „Stark: The Dark Half“. Beide Romane werden dem Castle-Rock-Zyklus zugeordnet, wobei „In einer kleinen Stadt“ passenderweise chronologisch nach „Stark“ angesiedelt ist. Ursprünglich plante King, den Zyklus mit diesem Werk abzuschließen, kehrte in den folgenden Jahren allerdings doch mehrfach nach Castle Rock, die fiktive Kleinstadt im Westen Maines, zurück.

In einer kleinen Stadt wie Castle Rock ist die Eröffnung eines neuen Geschäfts eine mittlere Sensation. Natürlich würde es niemals jemand zugeben, aber als an der Main Street eine schöne grüne Markise angebracht wird, ergreift eine Atmosphäre mühsam im Zaum gehaltener Neugier die Stadt. »Needful Things« steht auf dem Schild an der Tür. Der Inhaber ist Leland Gaunt, ein Fremder von außerhalb. Er verspricht eine völlig neue Art von Laden und er hält Wort: bei »Needful Things« gibt es alles, was das Herz begehrt – zu Spottpreisen. Geld scheint Mr. Gaunt nicht besonders wichtig zu sein. Stattdessen erwartet er von seinen Kund_innen als Teil der Bezahlung, dass sie ihren Nachbar_innen kleine Streiche spielen. Was ist schon dabei? Doch der harmlose Spaß entwickelt sich unaufhaltsam zu tödlichem Ernst, die Situation gerät außer Kontrolle und Castle Rock stürzt ins Chaos. Werden einige wenige aufrechte Bürger_innen ausreichen, um die Stadt zu retten?

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Verfasst von - September 7, 2016 in Horror, Rezension, Thriller

 

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Boris B.B.B. Koch – Die Anderen

2016-06-30 - Koch Die Anderen

„Die Anderen“ von Boris Koch ist der Beweis dafür, dass ein gut gefülltes Bücherregal samt monströsem SuB meiner Ansicht nach ein Segen ist. Nachdem ich „Die Abschaffung der Arten“ von Dietmar Dath gelesen hatte, musste ein leichte, lockere Lektüre her, die ich mir für jede meiner Challenges anrechnen konnte. Ich brauchte einen High Fantasy – Roman von einem deutschen Autor oder einer deutschen Autorin mit einem grünen Cover. Vier Anforderungspunkte sollten erfüllt sein. Mit meiner Privatbibliothek ist das kein Problem. „Die Anderen“ passte einfach perfekt, weshalb ich mich von etlichen negativen bzw. durchschnittlichen Rezensionen nicht einschüchtern ließ.

Das Orakel. Die Prophezeiung. Ein unbekanntes Volk, das die Welt bedroht und nur durch die Zusammenarbeit der vier Völker besiegt werden kann. Der Stoff, aus dem Helden gemacht sind!
Halt, halt, halt! Zusammenarbeit? Helden? Dass ich nicht lache! Zweckgemeinschaft egoistischer Chaoten trifft es eher. Zwei Elfen, die ihre Angebetete aus der Verbannung retten wollen, ein Trupp Orks, der sich bei der sadistischen Königin einzuschmeicheln versucht, ein Troll, der Medizin für den erkälteten Finstergeist des Berges sucht und zwei Zwerge, der eine auf der Suche nach seiner Herkunft, der andere auf einer obsessiven Mission zur Vernichtung aller Monos, gehen wohl kaum als Weltrettungskommando durch. Oder doch? Was als loser Verbund individueller Ziele begann, entwickelt sich schnell zu einer Gemeinschaft, die mit allen Wassern gewaschen ist. Sind sie bereit, es mit dem gefährlichsten Feind aufzunehmen, den die Welt je gesehen hat? Sind sie bereit für die Anderen?

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Verfasst von - Juli 21, 2016 in Fantasy, High Fantasy, Humor, Rezension

 

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Gemeinsam Lesen

Gemeinsam Lesen 2

Hallo ihr Lieben! 🙂

Jeden Dienstag lesen wir gemeinsam! Diese tolle Aktion wird wöchentlich von den Schlunzen-Büchern veranstaltet; die Fragen dieser Woche findet ihr durch einen Klick aufs Logo!

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Sarah J. Maas – Throne of Glass

2016-02-07 - Maas Throne of Glass

Ich wäre von selbst wohl nicht auf die Idee gekommen, „Throne of Glass“ von Sarah J. Maas zu lesen. Dazu brauchte es die nachdrückliche Überredungskunst von Sarah vom Blog Büchermops. Es ist ihrer Schwärmerei geschuldet, dass das Buch bei mir einzog. Die Autorin war mir selbstverständlich bereits begegnet, denn ihre Märchenadaption „A Court of Thorns and Roses“ war letztes Jahr in aller Munde. Nichtsdestotrotz fehlte mir stets das letzte Fünkchen Motivation, um es mit ihren Büchern zu versuchen. Dieses fehlende Fünkchen lieferte mir Sarah. Passenderweise wurde Anfang Februar zu „Throne of Glass“ eine Leserunde auf Goodreads veranstaltet – der perfekte Anlass, mir diesen Roman vorzunehmen.

Celaena Sardothien ist die größte Assassine Adarlans – gefürchtet, gehasst, beneidet. Oder… Sie war es. Bis die Schergen des Königs sie gefangen nahmen und in die Salzminen Endoviers warfen. Dort sollte sie sterben. Doch sie überlebte. Ein Jahr ertrug sie die Schläge, die Dunkelheit, die Erniedrigung. Als sie eines Tages aus ihrer bedrückenden Routine gerissen wird, hätte sie niemals mit einem royalen Besuch gerechnet. Kronprinz Dorian Havilliard von Adarlan wünscht sie zu sehen. Begleitet vom Kommandant der Garde, Chaol Westfall, unterbreitet er Celaena ein Angebot, das sie unmöglich ausschlagen kann. Der Kronprinz bietet ihr die Freiheit an. Im Gegenzug erwartet er, dass sie ihn in einem Turnier seines Vaters repräsentiert, das einen königlichen Champion küren soll. Gewinnt sie, wird sie dem König vier Jahre lang dienen. Danach wäre sie frei. Verliert sie, wird Endovier ihr Schicksal sein. Celaena willigt ein und begleitet den Prinzen nach Rifthold. Hier wird sich ihre Zukunft entscheiden. Es warten jedoch nicht nur die Herausforderungen des Turniers auf sie. Hinter den Mauern der Burg aus Glas lauert das Böse…

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Jennifer Mathieu – The Truth About Alice

„The Truth About Alice“

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Autor: Jennifer Mathieu

Format: Hardcover

Seitenzahl: 199

Verlag: Roaring Book Press

Sprache: Englisch

ISBN: 1596439092

Genre: Realistische Fiktion > Young Adult

ausgelesen am: 16.08.2014

Bewertung:

Ich liebe Geschichten, in denen eine Figur durch Rufmord zum Außenseiter oder zur Außenseiterin wird. Vorzugsweise Geschichten, in denen alle Charaktere Jugendliche sind. Ich weiß nicht, warum das so ist; vielleicht wirkt meine eigene Teenie-Zeit noch nach, in der ich eine deutliche Schwäche für High-School-Romantik-Filme hatte. Es kommt mir überhaupt nicht auf ein Happy End an, es fasziniert mich einfach, die Reaktionen der ProtagonistInnen zu beobachten. Der Nerd, der zum Amokläufer wird; die Schulschönheit, die ihren Status verliert; die Einzelgängerin, die erkennt, dass Beliebtheit nicht bedeutet, echte Freunde zu haben. Im Grunde bauen diese Geschichten alle auf dem gleichen Gerüst auf, aber ich kann nicht genug davon bekommen. Nicht alle Vertreter der Initiationsliteratur sind gut, doch bei „The Truth About Alice“ von Jennifer Mathieu hatte ich von Anfang an ein gutes Gefühl.

Alice Franklin ist ein Flittchen, das weiß jeder. Schließlich hatte sie auf einer Party mit gleich zwei Jungs Sex. Außerdem ist sie eine Mörderin. Sie ist schuld daran, dass Brandon Fitzsimmons durch einen Autounfall ums Leben kam. Auch das weiß jeder. Und alle reden darüber.
Vier Jugendliche erzählen alles, was sie über Alice wissen. Die Party, der Unfall – ein Mädchen, das in einer Abwärtsspirale aus Lügen, Verleumdungen und Halbwahrheiten gefangen ist, die völlig außer Kontrolle geraten. Was mit einem Gerücht begann, wird zur felsenfesten Überzeugung einer ganzen Stadt. Doch letztendlich kennt nur eine Person die Wahrheit: Alice selbst.

Der Aufbau von „The Truth About Alice“ ist einfach genial. Die Protagonistin des Buches ist Alice Franklin, doch sie kommt bis zum Schluss nicht zu Wort. Stattdessen erklären vier ihrer MitschülerInnen die Ereignisse, die zu Alice‘ verhängnisvollem Absturz führten: Elaine, das beliebteste Mädchen der Schule; Josh, der den Unfall mit Brandon überlebte und dessen bester Freund; Kelsie, Alice‘ ehemals beste Freundin und Kurt, das stille Genie, der Alice seit Jahren aus der Ferne bewunderte. Für mich ging genau davon der Reiz dieses Buches aus, denn letztendlich geht es nicht um die Wahrheit, obwohl der Titel etwas anderes andeutet. Es geht einzig und allein um Projektionen. Alle Akteure haben unterschiedliche Gründe, ihre eigenen Unsicherheiten auf Alice zu übertragen. Daraus entwickelt sich eine Situation, die nichts mehr mit Alice als Persönlichkeit zu tun hat, sondern nur noch mit dem Konstrukt ihrer Person, das durch ein verselbstständigtes Geflecht aus Gerüchten entstand.
Selbst Kurt, dem ich mich am verbundensten fühlte und der innerhalb der Geschichte eine gewisse Sonderrolle einnimmt, lässt sich von seinen Interpretationen täuschen und muss erst lernen, die tatsächliche Alice wahrzunehmen.
Jennifer Mathieu ist Lehrerin und unterrichtet SchülerInnen, die sich genau in der Altersspanne ihrer Figuren bewegen. In „The Truth About Alice“ vermittelt sie, dass der äußere Schein selten den Tatsachen entspricht. Anfangs zeichnet sie ihre Charaktere als personifizierte Klischees, doch im Laufe des Buches schenkt sie ihnen echte Tiefe. Sie macht aus Stereotypen lebendige, glaubhafte Menschen. Ich kann mir vorstellen, dass Mathieu in ihrer beruflichen Laufbahn schon sehr oft miterleben musste, wie facettenreiche Jugendliche auf eine bestimmte Rolle reduziert wurden. Diese Verhaltensweise ist so traurig, ignorant und gefährlich, dass ich ihren Roman als Appell empfinde. Und tatsächlich überzeugte mich ihre Botschaft ebenso wie die Figuren als ihre Träger voll und ganz.
Manchmal muss man im Leben erst alles verlieren, um das zu finden, was man wirklich braucht. Durch all das, was Alice angetan wurde, konnte sie das wahrhafte Wesen der Menschen in ihrem Umfeld erkennen. Diese Lehre ist unbezahlbar und ohne zu viel verraten zu wollen, denke ich, dass auch Alice das schlussendlich so betrachtete.

„The Truth About Alice“ hat mir als Vertreter der Initiationsliteratur ausnehmend gut gefallen. Die Idee, fast ausschließlich aus der Perspektive anderer Personen über die Protagonistin zu schreiben, ist fabelhaft und veranschaulichte die Beziehungen zwischen Jugendlichen eingängig und nachvollziehbar. Ich fand es absolut spannend, mir immer wieder vorzustellen, dass Jennifer Mathieu diese Beziehungen jahrelang beobachtete und die Essenz ihrer Beobachtungen nun niederschrieb. Dabei hat sie einen sehr angenehmen Schreibstil, der es mir ermöglichte, mich in alle Charaktere hineinzuversetzen.
Wer wie ich Freude an YA-Außenseiter-Romanen hat, liegt mit „The Truth About Alice“ goldrichtig. Es ist echt, es ist lebendig, es ist mitreißend. Taucht in die Geschichte ein und findet die Wahrheit über Alice heraus.

 
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Verfasst von - September 13, 2014 in Realistische Fiktion, Young Adult

 

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