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Oliver Dierssen – Fledermausland

Oliver Dierssen, Jahrgang 1980, ist hauptberuflich Kinder- und Jugendpsychiater. Nach drei eher unglücklichen Schreibversuchen setzte er sich 2008 an seinen Debütroman „Fledermausland“. Die Idee war, „ein Buch zu schreiben, das man in der Bahnhofsbuchhandlung Hannover kauft, dann im ICE nach München flott durchliest und in München gut gelaunt aussteigt“. Statt das Manuskript einfach an Verlage zu schicken, nahm Dierssen an dem Heyne-Schreibwettbewerb „Schreiben Sie einen magischen Bestseller“ teil und schaffte es unter die besten Fünf. 2009 veröffentlichte Heyne den Roman; 2010 erhielt er den Deutschen Phantastik Preis als „Bester deutschsprachiger Debütroman“. Ich entschied mich, „Fledermausland“ im März 2018 zu lesen, weil ich nach „Vaterland“ von Robert Harris dringend etwas zum Lachen brauchte.

Fragte man Sebastian Schätz, wann genau sein Leben völlig außer Kontrolle geriet, würde er ohne zu zögern antworten: in der Nacht der Fledermaus. Seit ihn das fürchterliche Biest heimtückisch angriff, ist nichts mehr, wie es sein sollte. Erst muss er sich mit unwirschen Sanitätern herumplagen, die sein Fledermausproblem nicht ernstnehmen. Tags darauf wird er auf der Kinotoilette von einem depressiven Typen überfallen, der sich als Theodor vorstellt und behauptet, ein Vampir zu sein. Und wann ist eigentlich dieser Domowoj in seinem Spülschrank eingezogen? Sebastians Leben mutiert rasant zu einem chaotischen Mahlstrom, dabei will er doch eigentlich nur seine umwerfende Angebetete Kim davon überzeugen, endlich seine Freundin zu werden. Ist denn die ganze Welt verrückt geworden? Als dann auch noch Zwerge von der GEZ auf seiner Couch sitzen und ihm verbieten wollen, Kim jemals wiederzusehen, reicht es Sebastian. Es wird Zeit, den Dingen auf den Grund zu gehen, ob es diese Dinge nun geben sollte oder nicht!

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3 Kommentare

Verfasst von - 28. Juni 2018 in Fantasy, Humor, Rezension, Urban Fantasy

 

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Montagsfrage: Filmbücher?

montagsfrage neu

Hallo ihr Lieben! 🙂

Diese Woche muss ich meinen üblichen Blogplan ein wenig abändern. Die Freitagsrezension wird sich verschieben, weil ich am Freitag hoffentlich Besseres zu erzählen haben werde. Donnerstag findet nämlich wieder mal eine Lesung statt, die ich unbedingt besuchen möchte: Peter V. Brett wird aus seinem Werk lesen. Wenn ein Rockstar der High Fantasy nach Berlin kommt, muss ich da natürlich hin! Ich weiß noch nicht, was genau er vorlesen wird, doch eigentlich ist mir das auch nicht so wichtig. Ich freue mich vor allem darauf, den Mann hinter den Büchern kennenzulernen und mir meine Ausgaben des „Demon Cycle“ signieren zu lassen. 😀
Den Wochenstart gestalte ich allerdings wie üblich mit der Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja, die heute folgendes fragt:

Was haltet ihr von Büchern, die auf Filmen basieren, also die erst nach dem Film geschrieben worden sind?

Ehrlich gesagt nehme ich diese Bücher nicht so richtig ernst. Für mich sind das keine „echten“ Bücher, sondern Ausdruck von Marketingmechanismen. So, wie ein verfilmtes Buch mit dem Erscheinen des Films eben auch immer gleich das Filmcover bekommt. Ich wüsste keine andere Erklärung, warum ein Buch nach einem Film geschrieben werden sollte. In der Regel sehe ich daher auch keine Veranlassung, solche Bücher zu lesen. Ich glaube nicht, dass ich etwas verpasse, weil ich mir keine Sorgen mache, dass wichtige Details im Film ausgelassen wurden. Mir reicht es völlig, mir die Geschichte im Kino oder auf dem Fernseher anzusehen, was ja auch wesentlich zeitsparender ist. Wenn der Film das Original ist, wüsste ich nicht, was mir das Buch bringen sollte.
Etwas anders sieht es mit Büchern aus, die die Geschichte eines Films oder einer Filmreihe weiterführen. „Star Wars“ ist da ein gutes Beispiel. Es gibt mittlerweile viele Romane, die sich im „Star Wars“ – Universum bewegen, aber eigene Geschichten abseits der Filme erzählen. Diese Bücher respektiere ich, selbst wenn ich bisher keines davon gelesen habe. Der große Unterschied ist für mich, dass sie eben keine schnöden Nacherzählungen sind. Zwar werden auch hier Autor_innen beauftragt oder gebeten, diese Bücher zu schreiben, aber sie enthalten wenigstens ein Mindestmaß an Eigenkreativität, die ich ernst nehmen kann.

Wie findet ihr Bücher, die auf Filmen basieren?

Habt ihr solche Bücher bereits gelesen? Was hat euch dazu veranlasst?
Ich freue mich wie immer sehr auf eure Meinungen und Kommentare und wünsche euch allen einen wunderbaren Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli

 
 

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Gemeinsam Lesen

Gemeinsam Lesen 2

Hallo ihr Lieben! 🙂

Jeden Dienstag lesen wir gemeinsam! Diese tolle Aktion wird abwechselnd von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher betreut; die Fragen dieser Woche findet ihr bei Schlunzen-Bücher durch einen Klick aufs Bild!

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese immer noch „Double Cross“ (The Disillusionists #2) von Carolyn Crane und befinde mich auf Seite 272 von 326.

double cross

Justine Jones lived her life as a fearful hypochondriac until she was lured into the web of a mysterious mastermind named Packard, who gifts her with extraordinary mental powers—dooming her to fight Midcity’s shadowy war on paranormal crime in order to find the peace she so desperately craves.
But now serial killers with unheard-of skills are terrorizing the most powerful beings in Midcity, including mastermind Packard and his oldest friend and worst enemy, Midcity’s new mayor, who has the ability to bend matter itself to his will.
As the body count grows, Justine faces a crisis of conscience as she tests the limits of her new powers and faces an impossible choice between two flawed but brilliant men—one on a journey of redemption, the other descending into a pit of moral depravity.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„The group of us spend a whirlwind afternoon in the hospital, getting X-rayed, poked, and palpated by doctors, and questioned by cops.“

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Am Wochenende kam ich nicht zum Lesen, deswegen krepel ich noch auf den letzten Seiten von „Double Cross“ herum. Ich bin aber überzeugt, dass ich heute fertig werde. Ist ja nicht mehr viel.
Eine Verbesserung ist dieser zweite Teil übrigens eher nicht. Wie ihr wisst, liebe ich die Grundidee – Verbrechensbekämpfung dank Neurosen. Aber irgendwie geht es darum in „Double Cross“ gar nicht wirklich. Justine hat noch nicht eine Person desillusioniert und das finde ich schade. Stattdessen geht es um diese Serienkiller, die Jagd auf Highcaps (Menschen mit speziellen Fähigkeiten) machen und eine Verbindung zur Vergangenheit von Justine’s Boss Packard und dem Bürgermeister, Otto Sanchez, haben. Ich finde die Handlung irgendwie wirr und konfus. Außerdem mag ich Justine nicht mehr so sehr wie noch im ersten Band. Sie ist so leicht zu manipulieren und verhält sich wie ein Fähnchen im Wind. Sie reagiert auf Kleinigkeiten total hysterisch, die Verhältnismäßigkeit ist nicht mehr gegeben. Ich verstehe zum Beispiel nicht, wieso sie so verdammt wütend auf Packard ist. Klar, es war nicht fair, dass er ihr nicht gesagt hat, dass das Zingen einen Haken hat und sie dadurch von ihm abhängig wird. Aber hey, ist das nicht wesentlich besser, als permanent unter pathologischer Hypochondrie zu leiden? Es ist ja nicht mal so, dass Packard ein besonders unangenehmer Mensch wäre, nein, eigentlich ist er echt in Ordnung. Ein bisschen zwielichtig vielleicht, aber keinesfalls böse oder ungerecht. Manchmal lässt er den Chef raushängen, doch das könnte Justine nun wirklich einfach weg stecken, denn schließlich hat er ihr Leben entschieden verbessert. Mal ganz davon abgesehen, dass es für mich total offensichtlich ist, dass die beiden früher oder später ja doch ein Paar werden. Noch ist sie mit Otto zusammen, aber diese Beziehung ist meiner Meinung nach zum Scheitern verurteilt. Was will sie auch mit Otto, für den sie sich ständig verstellen muss? Packard kennt ihre guten und ihre schlechten Seiten und akzeptiert sie so, wie sie ist.
Mittlerweile bin ich mir ziemlich sicher, dass ich auch das Finale dieser Trilogie lesen werden, weil ich schon wissen möchte, wie Justine’s Geschichte ausgeht. Und wer weiß, vielleicht überrascht sie mich ja doch noch mal. 😉

4. Schaust du dir generell Buchverfilmungen im Kino oder auf DVD an? Wenn ja, welche fandest du besonders gut oder besonders schlecht?

Für mich gibt es da keine pauschale Antwort. Manche Verfilmungen sehe ich mir an, andere nicht. Das hängt eigentlich immer davon ab, ob ich wirklich sehen möchte, wie sie die Vorlage umgesetzt haben oder ob ich Sorge habe, dass ich mir mit dem Film die Geschichte versaue. Um YA-Verfilmungen mache ich aber mittlerweile eher einen Bogen.
Tja, welche Verfilmungen fand ich denn gut? Definitiv „Harry Potter“, „Herr der Ringe“ und „Schiffbruch mit Tiger“, aber auch „Guter Geister“ / „The Help“, „Die Tribute von Panem“ und „Fight Club“. Mir will im Augenblick keine Verfilmung einfallen, die ich richtig richtig mies fand, aber es gibt einige Grenzgänger. „Interview mit einem Vampir“ ist ein toller Film, aber es ärgert mich bis heute fürchterlich, dass sie Armand mit Antonio Banderas besetzt haben. Bei „Twilight“ ist es ähnlich; die Besetzungen sind Großteils grauenhaft. Stephenie Meyer’s Einzelband „Seelen“ wurde ja ebenfalls verfilmt, den fand ich auch nicht wirklich gelungen.
Diese Aufzählung könnte ich jetzt vermutlich noch ewig weiterführen, aber ich denke, ich belasse es jetzt bei den Filmen, die ich genannt habe. Im Großen und Ganzen bin ich nicht so wild auf Verfilmungen, weil ich immer versuche, zuerst das Buch zu lesen und die Geschichte dementsprechend bereits kenne. Ich weiß auch nicht, Filme geben mir einfach nicht so viel. Da lese ich lieber. 😉

Was lest ihr im Moment und welche Verfilmungen haben euch begeistert oder enttäuscht?

Ich freue mich auf eure Meinungen und Kommentare und da ich letzte Woche nicht dazu kam, freue ich mich auch darauf, durch eure Beiträge zu stöbern! Habt einen schönen Dienstag! 🙂
Alles Liebe,
Elli

 
 

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