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Schlagwort-Archive: Kindheitserinnerungen

Montagsfrage: Schätze aus der Kindheit?

montagsfrage neu

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich kämpfe derzeit mit einem Rezensionsmonster. Kennt ihr diese Rezensionen, die euch einfach nicht gelingen wollen? So ergeht es mir aktuell mit „Nights of Villjamur“ von Mark Charan Newton. Die Rezension wächst und bläht sich auf, färbt sich giftgrün und hat auf einmal viel zu viele Arme und Augen. Ich habe schon mehrfach komplett neu angefangen und bin effektiv trotzdem noch keinen Schritt voran gekommen. Aber ich gebe nicht auf. Ich kämpfe so lange, bis ich dieses verdammte große, giftgrüne Monster vertrieben habe und die Rezension endlich online gehen kann. Drückt mir die Daumen!
Heute gönne ich mir allerdings eine kleine Kampfpause, um die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja beantworten zu können:

Hast du bestimmte Bücher aus deiner Kindheit, die schöne Erinnerungen hervorrufen?

Ha, ich weiß schon, welche Bücher garantiert am häufigsten genannt werden! 😀 Ich verwette meinen linken Arm darauf, dass mindestens jede_r zweite „Harry Potter“ antwortet. Ich bin da natürlich keine Ausnahme, auch ich verbinde zahlreiche schöne Kindheitserinnerungen mit HP. Trotzdem möchte ich heute primär von zwei anderen Büchern erzählen, die mir gleich als erstes eingefallen sind.

Das erste ist „Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen“ von James Krüss. Timm Thaler war der Held meiner Kindheit. Ich habe das Buch unzählige Male gelesen, erst gemeinsam mit Mutter, später allein. Er hat mich stets begleitet und ich bin sicher, seine Geschichte hat maßgeblich dazu beigetragen, mich zu einem besseren Menschen heranwachsen zu lassen. Im Dezember 2014 habe ich den Reread gewagt und überglücklich festgestellt, dass sie im Prinzip noch immer die gleiche Wirkung auf mich hat wie vor 20 Jahren. Die Dimensionen sind geschrumpft, aber die Botschaft berührt mein Herz bis heute. Ich denke, ich werde immer zu Timms Geschichte zurückkehren. Schlage ich die Seiten meiner Ausgabe auf, die mehr als 50 Jahre alt ist, versetzt mich das sofort in meine Kindheit zurück; ich kann sie riechen, sehen und fühlen, als wäre sie zwischen den Buchdeckeln konserviert. Ich liebe das Buch und ich liebe es, dass es mir das Gefühl gibt, meiner Mama sehr nahe zu sein. Das ist wahre Magie.

Das zweite Buch ist „Käpt’n Blaubärs Reine Wahrheit“ von Bernhard Lassahn. Vermutlich wundert ihr euch nun, dass diese kleine Geschichtensammlung nicht von Walter Moers stammt, der die Figur des Käpt’n Blaubär erfunden hat. Soweit ich das heute beurteilen kann, erhielt Bernhard Lassahn eine Erlaubnis, das geistige Eigentum von Moers zu verwenden, um dieses Kinderbuch zu schreiben. Als das Buch in meinem Leben eine Rolle spielte, wusste ich nicht, wer sich den Seemannsgarn spinnenden Bären, seine drei Enkel und Hein Blöd ausgedacht hat und es war mir auch egal. Ich kannte sie aus „Die Sendung mit der Maus“, die ich mir immer gemeinsam mit meinem Vater ansah. Deshalb war es für mich völlig selbstverständlich, dass nur Papa „Käpt’n Blaubär“ vorlesen durfte. Sonst brachte mich eigentlich immer meine Mutter ins Bett und las mir vor, aber wenn ich von Blaubärs Abenteuern hören wollte, musste Papa ran. Mama durfte das nicht. Ich weiß nicht, wie oft ich über diese Geschichten gelacht habe. Ich habe Blaubär immer geliebt und ich liebte es, wie viel Mühe mein Vater sich beim Vorlesen gab. Ich erinnere mich, dass er immer einen Küstendialekt imitierte, wenn er dem alten Bären seine Stimme lieh. Ich fand das wunderbar. Bis heute bringt mich diese Kindheitserinnerung zum Lächeln. Danke, Papa. 🙂

Beide Bücher stehen noch immer in meinem Regal. Ich werde sie nie, nie, niemals weggeben. Schätze aus der Kindheit sollte man bewahren in dieser Welt, die oft nur wenig Freude zu bieten hat.

Welche Bücher erinnern euch an eure Kindheit?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Geschichten und werde mich gleich zu einer ausgedehnten Stöberrunde aufmachen. Das Rezensionsmonster kann auch bis morgen warten und noch ein bisschen rummonstern. Habt einen wundervollen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli  ❤

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Montagsfrage: Vergessen und Rereaden?

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Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich hatte ein tolles Wochenende! So eine große Geburtstagsparty im Mittelalter-Stil macht schon Spaß. Essen mit den Fingern, zotige Witze und Bänkelgesang – da fühlt man sich direkt ein paar Jahrhunderte zurück versetzt. 😀
Wieder in der Gegenwart angekommen widme ich mich an diesem Morgen wie immer der Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja, die heute folgendes wissen möchte:

Wenn du eine Buchreihe restlos vergessen könntest, um sie noch einmal neu zu lesen, welche wäre das?

Ich habe die Frage mal direkt auf mich zugeschnitten, weil ich für die Antwort nicht lange überlegen musste. Wenn ich könnte, würde ich alle Bände der „Anita Blake“ – Reihe von Laurell K. Hamilton vergessen. Ich schätze, dass ich heute oft „Harry Potter“ bei euch lesen werde, wie auch bei Svenja selbst, aber ich würde Anita Harry vorziehen. Einerseits möchte ich meine Kindheitserinnerungen an Harry nicht missen; andererseits hätte ich gern einen neuen Start mit Anita. Ich hatte mit den Geschichten aus dem Leben meiner liebsten Vampirhenkerin einfach so viel Pech, weil der deutsche Verlag Bastei Lübbe ganz fürchterlich mit den Leser_innen umgesprungen ist. Erst haben sie pro Jahr nur etwa einen neuen Band veröffentlicht, dann haben sie angefangen, die Bände zu teilen und letztendlich wurde die Reihe mittendrin komplett eingestellt. Ich muss noch einmal von vorn beginnen, habe alle Bände (gebraucht) auf Englisch nachkaufen müssen, nur weil sich die Reihe für den deutschen Verlag finanziell nicht mehr rentiert, was meiner Meinung nach Großteils an der vorangegangen Veröffentlichungsstrategie lag. Ich bin überzeugt, Bastei Lübbe ist selbst dafür verantwortlich, dass über die Jahre immer mehr Leser_innen abgesprungen sind. Nun steht ein Reread an und ich würde unheimlich gern alles vergessen, was ich bereits über Anita weiß, um noch einmal bei Null anzufangen und ganz unbeeinflusst den ersten Band zur Hand nehmen zu können. Allerdings möchte ich nicht vergessen, wie sehr ich meine Lieblingsheldin mag und in welcher Lebensphase ich sie kennengelernt habe. Ich möchte den Inhalt vergessen, nicht aber die Gefühle, die ich der Reihe entgegen bringe. Das wäre schade, denn Anita begleitet mich schon so lange, dass sie wirklich ein Teil meines Lebens ist. Sie hat meinen Lesegeschmack geprägt und mich von der Urban Fantasy überzeugt. Es wäre schön, sie noch einmal neu zu entdecken, doch meine Empfindungen sind mir zu wertvoll, um auf sie zu verzichten. Ich möchte neue Erinnerungen schaffen, nicht die alten ersetzen.

Mit welchem Buch oder welcher Reihe wünscht ihr euch einen Neustart?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Meinungen und Kommentare und wünsche euch allen einen großartigen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli

 
 

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