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John Gwynne – Wrath

Der Feind hat Drassil eingenommen. Calidus und Nathair besitzen drei der Sieben Schätze und sind ihrem Ziel, Asroth in die irdische Welt zu bringen, bedrohlich nahe. Das Wettrennen um die verbleibenden Gegenstände hat begonnen. Nur zusammen können sie Asroth‘ Ketten in der Anderswelt sprengen – und nur zusammen können sie zerstört werden, um die Gefahr, die von ihnen ausgeht, ein für alle Mal zu bannen. Noch besteht Hoffnung, doch die Rebellion muss einen harten Rückschlag verkraften: Corban wurde vom Riesen-Clan der Jotun entführt. Will er überleben, muss er die Jotun davon überzeugen, sich dem Krieg der Götter anzuschließen und ihn freizulassen. Die Zukunft der Verbannten Lande hängt davon ab, dass er die Sieben Schätze erobert und zu seinen Truppen zurückkehrt. Sie brauchen ihn. Die Prophezeiung mag eine Lüge sein, aber Corban ist ihr Leuchtender Stern, ihr Anführer, der ihnen die Kraft verleiht, den Mächten des Bösen die Stirn zu bieten, während die letzte Schlacht naht. Sie wird viele Leben fordern. Vor den Toren Drassils wird sich das Schicksal der Welt entscheiden. Werden Corban und seine Verbündeten in ihren Herzen Wahrheit und Mut finden, um zu schützen, was ihnen lieb und teuer ist und Asroth‘ Schergen endgültig zu besiegen?

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Verfasst von - 21. November 2018 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Montagsfrage: Wutanfall statt Sonnenuntergang?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich hatte ein zauberhaftes Wochenende. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich war mit Freunden und Familie am Samstag nämlich in Potsdam-Babelsberg und habe mir die „Harry Potter“ – Ausstellung angesehen, die dort zurzeit auf dem Gelände der Filmstudios gastiert. Ich möchte hier nicht zu viel verraten, weil ich meine Eindrücke (und Fotos) auf jeden Fall nutzen werden, um einen Post für euch zu schreiben, aber ich wollte euch zumindest schon einmal mitteilen, dass sich der Besuch durchaus gelohnt hat. Es war außergewöhnlich, all die liebevoll gestalteten Kulissen und Requisiten live zu sehen. Solltet ihr in der Nähe sein oder einen Ausflug planen, kann ich euch nur darin bestärken. Für jeden Potterhead ist diese Ausstellung ein besonderes Erlebnis.
Zum heutigen Wochenstart halte ich mich an die Tradition und beantworte die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise:

Hat dich schon mal das Ende eines Buches wütend gemacht?

Ja. Natürlich. Bücher sollen ja Emotionen wecken. Meist finde ich das Ende doof, wenn ich das Buch insgesamt doof fand. Eine deutliche Abhängigkeitsbeziehung. Vielleicht auch ein bisschen kategorisch. Das heißt im Klartext: je wütender mich ein Buch gemacht hat, desto wahrscheinlicher ist es, dass mich das Ende auch aufregt. Stinksauer werde ich allerdings nur in speziellen Fällen. Meine Latte für „Ich möchte dieses Buch aus dem Fenster schmeißen“ liegt ziemlich hoch und setzt normalerweise voraus, dass ich mich davon beleidigt oder veräppelt fühle. Dieses Jahr ist mir bisher einer dieser besonderen Patienten begegnet: „The Dark of the Moon“ (Chronicles of Lunos #1) von E.S. Bell. Das Buch war unfassbar langweilig. Trotz Zombie-Meerjungfrauen. Ich quälte mich fürchterlich und schaffte es nur mit Müh und Not in die letzten Kapitel. Dort erfuhr ich, dass alles, was ich bis zu diesem Punkt ertragen hatte, null und nichtig war. Die Autorin dachte offenbar, es sei ein toller schriftstellerischer Kniff, noch schnell eine überraschende Wendung einzubauen. Dumm nur, dass ihr nicht auffiel, dass sie auf diese Weise die gesamte Handlung des Romans negierte. Es erzürnte mich schrecklich, dass sie mich erst zwang, ihren langatmigen Ausführungen zu folgen, um mir dann mitzuteilen, dass die Figuren überhaupt NICHTS erreichten, weil in Wahrheit ja alles ganz anders ist und ihnen übel mitgespielt wurde. Ich hatte einige Kraftausdrücke auf der Zunge.

Meinen absoluten Tiefpunkt mit einem Ende erlebte ich hingegen mit Richard Schwartz, der einen jahrelangen Groll und ausgedehntes Schmollen nach sich zog. Schwartz ist der Autor des Zyklus „Das Geheimnis von Askir“. Ich habe diese High Fantasy – Reihe damals geliebt (das war noch vor der Gründung meines Blogs) und habe alle sechs Bände hintereinander weg gelesen. Ich war im Fieber, im Rausch und wollte gar nicht mehr aufhören. Nach all meiner Begeisterung hielt ich es kaum noch aus, zu erfahren, wie das Epos endet. Ich war gespannt wie ein Flitzebogen. Und dann endet der letzte Band „Der Kronrat“ in einem Cliffhanger. Ich rasselte ungebremst hinein. Erst konnte ich es nicht fassen. Dann tobte ich. Ich fand heraus, dass „Das Geheimnis von Askir“ direkt in einen weiteren Zyklus übergeht, in „Die Götterkriege“, dessen erster Band „Die Rose von Illian“ zu dieser Zeit natürlich noch nicht einmal erschienen war. Ich war so sauer, dass ich Jahre brauchte, um meinen Zorn zu überwinden und „Die Götterkriege“ eine Chance zu geben. Ich glaube, das war bisher wirklich der schlimmste Wutanfall, der mich jemals am Ende eines Buches packte.

Ansonsten fällt es mir tatsächlich schwer, mich an außerordentlich ärgerliche Abschlüsse zu erinnern. In meinem Gedächtnis ist meist nur die Wut auf das Buch selbst abgespeichert. Ich blende das Ende häufig aus, weil ich von einem schlechten Buch nicht mehr erwarte, dass es überzeugend endet und darüber in meinen Rezensionen generell selten schreibe. Ich vermeide es, das Ende zu verraten, egal um welche Lektüre es sich handelt. Außerdem bin ich sehr tolerant, was die Richtung der letzten Kapitel betrifft. Ich kann mich auf vieles einlassen, ob nun offenes Ende, Happy End oder Cliffhanger. Passen muss es, mehr nicht.

Habt ihr schon mal einen heftigen Wutanfall am Ende eines Buches erlebt?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen eine großartige neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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John Katzenbach – Der Psychiater

John Katzenbach ist meine erste große Thriller-Liebe. Ich erinnere mich noch genau, wie sehr mich „Die Anstalt“ begeisterte, mein erster Roman aus seiner Feder und meiner Meinung nach der beste, den er je geschrieben hat. Nie zuvor war ich mit einem ähnlichen Level nervenzerfetzender, psychologischer Spannung konfrontiert worden. Katzenbach begründete mit diesem Buch meine ausgedehnte Thriller-Phase. In den folgenden Jahren las ich alles, was der Mann veröffentlichte. Leider verzeichnete ich einen graduellen Qualitätsverlust, gestand ihm jedoch stets eine neue Chance zu. Mein letzter Katzenbach war 2013 „Der Wolf“, den ich insgesamt ziemlich enttäuschend fand. 2017 entdeckte ich, dass er einen neuen Einzelband geschrieben hatte: „Der Psychiater“. Selbstverständlich wollte ich auch diesen lesen.

Ohne die Hilfe seines Sponsors, seines Onkels Ed, hätte es der 24-jährige Alkoholiker Timothy „Moth“ Warner niemals geschafft, trocken zu bleiben. Selbst jetzt, nach 100 Tagen der Abstinenz, ist er auf seine Unterstützung angewiesen. Deshalb ist Moth alarmiert, als Ed ein wichtiges Treffen der Anonymen Alkoholiker verpasst. Besorgt fährt er in Eds Praxis. Was er dort vorfindet, lässt das Blut in seinen Adern gefrieren: die Leiche seines Onkels. Alle Spuren deuten auf Suizid hin. Die Polizei schließt den Fall.
Eds Verlust wirft Moth völlig aus der Bahn. Er kann einfach nicht glauben, dass sich sein lebensbejahender, ausgeglichener Onkel selbst getötet haben soll. Schon bald beschleicht Moth ein furchtbarer Verdacht. War es vielleicht gar kein Selbstmord? Aber wer könnte den harmonieorientierten, hilfsbereiten Psychiater tot sehen wollen? Verärgerte er einen Patienten? Verstört und in tiefer Trauer begibt sich Moth auf einen gefährlichen Weg: er ist entschlossen, Eds Mörder zu finden. Unterstützt von seiner Jugendliebe Andy Candy und der Staatsanwältin Susan beginnt er, in Eds Vergangenheit zu graben und bemerkt nicht, dass er längst beobachtet wird…

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Verfasst von - 3. Oktober 2018 in Krimi, Rezension, Thriller

 

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O.J. Simpson – If I Did It: Confessions of the Killer

Herzlich Willkommen zum zweiten Teil unseres dreiteiligen Rezensionsexperiments zum Thema „O.J. Simpson“. Gestern habe ich „The Run of His Life: The People V. O.J. Simpson” von Jeffrey Toobin besprochen und euch die Fakten des Strafprozesses gegen den ehemaligen Footballspieler nahegebracht. Heute widmen wir uns dem zweiten Buch in diesem Themenkomplex: „If I Did It: Confessions of the Killer“, O.J. Simpsons hypothetisches Geständnis der Morde an Nicole Brown Simpson und Ronald Goldman am 12. Juni 1994. Die Geschichte dieses höchst umstrittenen Werkes ist – wie so ziemlich alles, was Simpson betrifft – äußerst verzwickt, kompliziert und kann ausschließlich im Kontext des Zivilprozesses der Familien Goldman und Brown gegen Simpson betrachtet werden. Daher bin ich gezwungen, erneut weit auszuholen und Hintergrundinformationen zusammenzufassen. Ich verlange also wieder eine Menge Geduld von euch. 😉


O.J. Simpsons Strafprozess wegen zweifachen vorsätzlichen Mordes an seiner Ex-Frau Nicole Brown Simpson und dem Kellner Ronald Goldman endete am 03. Oktober 1995 mit einem vollständigen Freispruch. Trotz der überwältigenden Beweislast befand ihn die 12-köpfige Trial Jury in allen Anklagepunkten als unschuldig. Da die Geschworenen ihr Urteil nicht begründeten, ist unklar, ob sie die Unschuldsvermutung zugunsten des Angeklagten anwendeten oder Simpson im Sinne der „Jury Nullification“ entgegen geltenden Rechts und der Beweise freisprachen.
Sollte O.J. Simpson jedoch geglaubt haben, er sei damit vom Haken, irrte er sich.

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Verfasst von - 26. September 2018 in Biografie, Non-Fiction, Rezension

 

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Heinz Buschkowsky – Neukölln ist überall

Ich lebe seit etwa 12 Jahren in Berlin-Neukölln. Ich ahne, dass einigen jetzt bereits ein kalter Schauer über den Rücken läuft und andere große Augen kriegen und fragen „Neukölln? Ist das nicht dieser Problembezirk? Mit der Rütli-Schule und so?“. Ja, ist es. Es ist ebenfalls der traurige Schauplatz, an dem ein junges Mädchen in einem Koffer verbrannt wurde. Das war gar nicht weit von meiner Wohnung.

Als ich hierherzog, hätte ich mir niemals vorstellen können, zu bleiben. Ich – das Kind aus dem Osten der Stadt, aufgewachsen in Marzahn, wo sich der Anblick von Plattenbausiedlungen quasi in meine Netzhaut brannte – zog damals in den vierten Stock eines Altbaus nahe der belebten Hermannstraße, zu meinem damaligen Freund. Meine Beziehung zu diesem Mann überlebte die Zeit nicht – meine Beziehung zu Neukölln hingegen vertiefte sich mit einer Intensität, die ich niemals für möglich gehalten hätte.

Als unsere Beziehung endete, suchte ich eine eigene Wohnung, die sich schon damals kaum finden ließ. Ich wollte eigentlich zurück in den Osten, weil ich mich dort verwurzelt fühlte und mir die in Frage kommenden Bezirke – speziell Prenzlauer Berg, Pankow und Friedrichshain – einfach so viel hipper und cooler erschienen als Neukölln mit seinem hohen Einwandereranteil und der daraus resultierenden Atmosphäre. Leider (oder glücklicherweise) wollte man mich im Osten nicht. Ich fand keine Wohnung. Ich suchte ein halbes Jahr und schraubte meine Ansprüche zähneknirschend immer weiter herunter. Irgendwann landete ich bei der Hausverwaltung meines Ex-Freundes. Sie hatten eine kleine 2-Zimmer-Wohnung im Angebot, im ersten Stock desselben Hauses, in dem mein Ex damals noch lebte (er zog später aus). Ich besichtigte die Wohnung, bekundete mein Interesse und erhielt den Zuschlag. Tja. Da war ich nun, wieder in Neukölln. Übergangsweise. Dachte ich.

Ich weiß nicht, wann es passiert ist. Vermutlich gab es keinen spezifischen Schlüsselmoment, wahrscheinlich war es ein gradueller Prozess, den ich gar nicht bewusst wahrnahm. Die Jahre vergingen und meine Pläne, den Bezirk wieder zu verlassen, rückten immer mehr in den Hintergrund. Ich begann, mich wohl zu fühlen. Ich lernte das pure Leben, das hier durch die Straßen pulsiert, die zentrale Lage, die unzähligen Spätis und Kneipen, das Tempelhofer Feld und die kulturelle Vielfalt zu schätzen. Ich erfreute mich an den grünen Oasen in meinem Kiez, die meiner Hündin so viele Möglichkeiten für Spiel und Spaß bieten. Ich fand einen Freundeskreis, wuchs Stück für Stück in diese Welt hinein. Und irgendwann wachte ich eines Morgens auf und stellte fest, dass ich nicht mehr gehen wollte. Ich hatte mich in Neukölln verliebt.

Diese Rezension zu Heinz Buschkowskys politischer Analyse „Neukölln ist überall“ ist für mich daher sehr persönlich. Buschkowsky war von 2001 bis 2015 Neuköllner Bezirksbürgermeister der SPD. Sicher ist er einigen von euch bekannt, denn er war stets eine popularisierende Persönlichkeit und eckte mit Zitaten wie „Multikulti ist gescheitert“ sogar in seiner eigenen Partei an. Wo immer er auftrat und sich äußerte, erregte er Aufsehen. Vor der Lektüre seines Buches war ich aufgrund der Medienberichte selbst kein Fan von ihm. Ich empfand seine Kritik an meinem geliebten Bezirk als zu harsch und als beleidigend. Natürlich hat Neukölln einige Probleme, aber die resignierte Frustration, die ich aus Buschkowskys Äußerungen heraushörte, wurde meiner Lebensrealität nicht gerecht. Von „Neukölln ist überall“ hatte ich ebenfalls nur Negatives gehört. Lesen wollte ich es trotzdem, aus dem kindischen Impuls heraus, Neukölln verteidigen zu wollen. Ich wollte Buschkowsky widersprechen, seine Thesen in der Luft zerreißen und das Buch mit dem guten Gefühl schließen, es besser zu wissen als dieser meckernde alte Mann.

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Verfasst von - 4. September 2018 in Non-Fiction, Politik, Rezension

 

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Simon Lelic – Rupture

Simon Lelics Debütroman „Rupture“ entstand durch den Einfluss verschiedener Faktoren. Auslöser war ein winziger Zeitungsartikel, der von einem amerikanischen Lehrer berichtete, der jemanden aus seinem Kollegium erschoss. Lelic begann sich zu fragen, was einen erwachsenen, intelligenten und äußerlich gestandenen Mann dazu bewegen könnte, eine so verzweifelte Tat zu begehen. Er verband den Bericht mit den Erfahrungen, die er in der Schule gesammelt hatte, sowie mit den Erfahrungen seiner Mutter, die selbst Lehrerin war und konzipierte daraus die Geschichte des Buches. Das Schreiben fiel ihm verhältnismäßig leicht, da er als ehemaliger Journalist daran gewöhnt war, auf Knopfdruck produktiv zu sein. „Rupture“ erschien 2010 und mauserte sich schnell zum Überraschungserfolg. Für mich war das Buch interessant, weil Lelic darin eine eher ungewöhnliche Herangehensweise an den komplizierten Themenkomplex der Schulmassaker anbietet.

Drei tote Schüler. Zwei Jungs, 12 und 15 Jahre alt, ein Mädchen, 11 Jahre alt. Eine tote Lehrerin. Für die Polizei könnten die Fakten kaum klarer liegen: während einer Versammlung in der Aula der Londoner Schule, bei der sowohl die gesamte Schülerschaft als auch das Personal anwesend waren, verschaffte sich der Schütze durch die rückwärtigen Türen Einlass und eröffnete das Feuer. Er verschoss fünf Kugeln, bevor er sich selbst richtete. Eine schreckliche Tragödie, die fünf Menschenleben forderte. Das unentschuldbare Verbrechen eines verwirrten, depressiven, gestörten Einzeltäters. Fall abgeschlossen. Nur der leitenden Ermittlerin Lucia May lassen die Hintergründe der Tat keine Ruhe. Wieder und wieder arbeitet sie Zeugenaussagen durch, spricht mit Eltern, Kindern und Lehrer_innen, um herauszufinden, warum Samuel Szajkowski durchdrehte. Wie konnte ein sensibler, introvertierter junger Lehrer zum Mörder werden?

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Verfasst von - 17. Juli 2018 in Krimi, Realistische Fiktion, Rezension

 

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J.D. Allen – 19 Souls

Liest man sich durch J.D. Allens Website, könnte man annehmen, sie sei eine Debütautorin. Für das Thriller-Genre ist das korrekt, doch gräbt man tiefer, stellt sich schnell heraus, dass sie bereits eine veröffentlichte Schriftstellerin ist. Sie schrieb jahrelang Liebesromane, eine Vergangenheit, von der sie sich heute bewusst zu distanzieren scheint und die hauptsächlich dazu diente, Rechnungen zu zahlen. Mit dem Auftakt der Reihe „Sin City Investigations“ fand sie ihre literarische Heimat, eine meiner Meinung nach naheliegende Entwicklung, da sie über einen Abschluss in forensischer Anthropologie verfügt. Vielleicht veranlasste sie ihr professioneller Hintergrund, gleich im ersten Band „19 Souls“ eine gewagte Thematik anzusprechen: weibliche Serienmörder.

Vor Jahren war Jim Bean auf dem besten Wege, FBI-Agent zu werden, bis die Lüge einer Frau sein Leben zerstörte. Heute ist er Privatdetektiv in Las Vegas. Er trinkt und arbeitet zu viel. Auf seinem Schreibtisch türmen sich Rechnungen. Der Auftrag einer gewissen Cynthia Hodge kommt ihm daher gerade gelegen. Jim soll ihren verschwundenen Bruder Daniel finden, einen Meth-Junkie, der die Ersparnisse ihrer Mutter durchbringt. Standard-Vertrag, regelmäßige Updates, keine Polizei. Keine große Sache. Jim macht sich an die Arbeit und spürt Daniel in Utah auf. Entgegen seiner Absprache mit Cynthia nimmt er Kontakt auf. Was Daniel ihm erzählt, lässt alles Blut aus Jims Gesicht weichen. Daniel ist kein Junkie. Er lebt unter dem Radar, um sich selbst zu schützen. Denn die Frau, die Jim beauftragte, ist nicht seine Schwester. Sie heißt Sophie Evers und verfolgt Daniel seit ihrer Kindheit. Frauen, mit denen Daniel eine Beziehung hatte, verschwanden rätselhafterweise und wurden später tot aufgefunden. Sieben Jahre hörte er nichts von Sophie. Doch jetzt führte Jim sie direkt zu ihm…

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Montagsfrage: Zeitfresser Lesen?

Guten Morgen ihr Lieben! 🙂

Naaa, wer hat heute brückenfrei? Ich leider nicht, ich muss arbeiten. Dafür ist der Lieblingsmensch zu Hause und kümmert sich um die Prinzessin, weshalb ich schon fleißig sein konnte und laufen war. Seit Chillis Kreuzbandriss leidet mein Lauftraining sehr, weil diese Form der Belastung für sie noch verboten ist und ich es einfach nicht schaffe, erst mit ihr Gassi zu gehen, sie nach Hause zu bringen, zu versorgen, mich dann aufzuwärmen, noch einmal anzuziehen und wieder loszulaufen. Das packe ich nicht. Da ist selbst mein Schweinehund zu stur. Also laufe ich aktuell, wann immer der Lieblingsmensch es mir ermöglicht, indem er die Morgenrunde übernimmt. Das ist natürlich nicht perfekt und ich kann nicht erwarten, im Moment große Fortschritte zu verzeichnen, aber immerhin kann ich mein Laufniveau halten, statt jegliche hart erarbeitete Konstitution wieder zu verlieren. Meine Muskeln bleiben ohnehin durch meine tägliche Yogapraxis frisch, darum muss ich mir keine Sorgen machen. Heute genieße ich jedenfalls das wunderbar entspannte und zufriedene Gefühl, das die Kilometer in meinen Beinen auslösen, trinke jetzt verschwitzt meine Tasse Kaffee, bevor es unter die Dusche geht und beantworte die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja.

Wie viel Raum nimmt das Lesen in deinem Leben/Alltag ein?

Neben Chilli nimmt das Lesen definitiv den größten Teil meiner Freizeit in Anspruch. Meine Prinzessin steht selbstverständlich immer an erster Stelle; sie ist vermutlich die einzige, für die ich mein Buch jeder Zeit in eine Ecke feuern würde, wenn sie mich braucht. Das heißt nicht, dass ich meine Lektüre nicht auch für den Lieblingsmenschen, meine Freunde und/oder Familie unterbrechen würde, aber Menschen kann ich problemlos vermitteln, dass ich bitte noch den Absatz oder das Kapitel zu Ende lesen möchte, bevor ich mich ganz auf sie konzentriere. Chilli versteht das nicht. Wenn sie raus muss, muss sie raus. Wenn sie ein Wehwehchen hat, hat sie ein Wehwehchen. Wenn sie Aufmerksamkeit möchte, bekommt sie sie. Ich bin dafür verantwortlich, dass es ihr gut geht und es spielt überhaupt keine Rolle, ob ich lieber lesen würde, statt mich um sie zu kümmern, was allerdings nie der Fall ist. Glücklicherweise sind die Fürsorge für sie und meine Leseleidenschaft jedoch gut vereinbar. Meist kann ich beides problemlos unter einen Hut bringen.
Ansonsten ist Lesen DER Inhalt meiner privaten Tagesgestaltung. Ich lese, wann immer es sich anbietet, überbrücke damit Wartezeiten, fülle meine Wege in den öffentlichen Verkehrsmitteln und entspanne abends auf der Couch. Natürlich schaue ich auch gern Serien und wenn ich voll und ganz abschalten möchte, lasse ich mich manchmal lieber berieseln, statt mich auf eine Geschichte einzulassen. Mir ist jedoch aufgefallen, dass ich Serien normalerweise dann bevorzuge, wenn ich mit meinem aktuellen Buch irgendein Problem habe, wenn es mich nicht fesselt, langweilt oder nervt. Demzufolge ist auch mein Serienkonsum direkt von meiner momentanen Beziehung zum Lesen abhängig.
Es ist jedoch nicht nur das Lesen an sich, das meine Tage beansprucht. Nein, es ist auch die Auseinandersetzung mit dem Gelesenen. Das Zusammenstellen von Rezensionsnotizen, das Schreiben der Rezension an sich, Gespräche mit meinen Eltern über die letzte Lektüre – meine Gedanken kreisen ständig um die Bücher, die ich gelesen habe. Beim Einschlafen formuliere ich im Kopf sehr gern Inhaltszusammenfassungen, weil ich so vermeiden kann, Probleme zu wälzen, die mich um meinen Schlaf bringen würden.
Vielleicht ist diese intensive Beschäftigung mit Büchern ein wenig obsessiv, das möchte ich nicht abstreiten. Aber es macht mir nichts aus, dass das Lesen so viel Raum meines Lebens einnimmt. Im Gegenteil, ich genieße es, weil Bücher ein Thema sind, von dem ich einfach nie genug kriege. 🙂

Wie viel Raum gesteht ihr dem Lesen in eurem Alltag zu?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen fabelhaften Start in die neue Woche!
Wer übrigens noch nicht in den Lostopf meines Gewinnspiels zum Welttag des Buches letzte Woche gehüpft ist, kann das HIER nachholen. Beeilt euch, es ist die letzte Chance, heute Abend packe ich den Deckel drauf! 😉
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Cornelia Funke – Tintentod

Cornelia Funkes liebevoll gestaltete Website ist eine wahre Schatzkiste. Eine Stunde habe ich mich durch ihren Internetauftritt gelesen und weiß nun, dass sie ein Islandpony namens Jarpur besaß, gern eine gruselig anmutende Mischung aus Eistee und Limonade trinkt und sich seit 2015 in den USA selbst verlegt, weil die Differenzen mit ihrem Verlag unüberwindbar waren. Dort fand ich auch den Blogpost, der belegt, dass Frau Funke an einer Fortsetzung ihrer „Tintenwelt“-Trilogie arbeitet. Leider ist dieser Post vom Dezember 2016 und seitdem… Gerüchte, aber nichts Konkretes. Auf meiner persönlichen Prioritätenliste steht dieser potentielle neue Band nicht besonders weit oben. Ich bin erst einmal froh, die originale Trilogie mit „Tintentod“ endlich abgeschlossen zu haben.

Das Leere Buch brachte furchtbares Unglück über die Tintenwelt. Obwohl Mortimer den Natternkopf hereinlegte und seine Künste als Buchbinder einsetzte, um die weißen Seiten langsam verfaulen zu lassen, ist der Tyrann weiterhin am Leben. Geschwächt von seiner Verbindung zu dem Buch, dahinsiechend und verrottend, lässt er seinen Zorn an der unschuldigen Bevölkerung aus. Die Rebellen des Schwarzen Prinzen können nicht überall zugleich sein, nicht einmal der legendäre Eichelhäher. Mo hadert mit seiner Verantwortung für das Leid der magischen Buchwelt. Von Gewissensbissen gequält begibt er sich wieder und wieder in Gefahr. Währenddessen wünscht sich Resa nichts sehnlicher, als heimzukehren. Sie will die Tintenwelt verlassen und auch Meggie wird von Heimweh geplagt. Nur Mo will nicht gehen, bevor er das Unrecht, das er anrichtete, wieder gut machen kann. Als ihm Violante die Hässliche einen Pakt vorschlägt, um ihren Vater endgültig zu beseitigen, zögert Mo nicht lange, ihr Angebot anzunehmen. Doch Violante ist noch immer die Tochter des Natternkopfes. Verdient sie sein Vertrauen?

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Verfasst von - 6. Februar 2018 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy, Young Adult

 

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Max Wilde – Schwarzes Blut

„Schwarzes Blut“ von Max Wilde ist ein Mängelexemplar vom Grabbeltisch, das ich vor einigen Jahren erbeutete. Ich erinnere mich, dass der wenig aussagekräftige Klappentext meine Neugier entfachte. Damals wusste ich nicht, dass Max Wilde das Pseudonym des erfolgreichen südafrikanischen Thriller-Autors Roger Smith ist, dessen Roman „Kap der Finsternis“ 2010 den zweiten Platz beim Deutschen Krimipreis belegte. „Schwarzes Blut“ erschien bei Heyne Hardcore, einer gesonderten Sparte des Verlags, die neben einem Angebot von Musik- und Erotikliteratur auf grenzwertige, sehr blutige und brutale Horrorliteratur spezialisiert ist. Kurz, ich wusste, worauf ich mich einließ.

Skye weiß, dass sie verfolgt wird. Sie kann die Männer hinter sich hören. Sie hat Angst. Nicht davor, dass sie ihr wehtun könnten, sondern davor, dass der Andere die Kontrolle übernimmt, wenn sie sie verletzen. Seit sie zurückdenken kann, teilt sie ihren Körper mit diesem… Ding, einem Monster, das sich unter ihrer Haut verbirgt und unerträgliche Gelüste hat. Skyes Wachsamkeit darf niemals nachlassen, denn die Konsequenzen wären furchtbar. Für sie selbst, für ihren Adoptivbruder Gene und für ihren kleinen Neffen Timmy. Ist der Andere frei, sterben Menschen. Skye ahnt nicht, dass ihre Verfolger erst der Anfang sind. Da draußen lauert jemand, der die Wahrheit über sie kennt. Jemand, der mehr über ihre Herkunft weiß, als sie selbst. Jemand, der nur ein Ziel verfolgt: er will den Anderen.

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Verfasst von - 30. August 2017 in Horror, Rezension

 

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