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Schlagwort-Archive: Juni 2015

Gemeinsam Lesen

Gemeinsam Lesen 2

Hallo ihr Lieben! 🙂

Jeden Dienstag lesen wir gemeinsam und ich freue mich sehr, euch heute ein Buch präsentieren zu dürfen, dass mich sofort in seinen Bann geschlagen hat! Diese tolle Aktion wird abwechselnd von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher betreut; die Fragen dieser Woche findet ihr bei Schlunzen-Bücher durch einen Klick aufs Bild!

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „Grauwacht“ von Robert Corbus und befinde mich auf Seite 80 von 415.

Grauwacht

 

Das Leben der Menschen Bisolas wird durch den Wechsel von Tag und Nacht bestimmt. Jahrzehnte lang herrscht Nacht, bis die Morgendämmerung hereinbricht und weitere Jahrzehnte vergehen bis zum Abendrot. Ein alter Pakt zwingt die Menschen dazu, mit der Nacht zu wandern und ihr Dasein in kalter Dunkelheit zu fristen. Denn wenn der Tag kommt, kommen die Sasseks – fremdartige Wesen, die nur in der Wärme leben können. Allein dieses Abkommen garantiert den frieden zwischen den Völkern sowie die Grauwacht, die den Abzug der Menschen überwacht. Doch mysteriöse Ereignisse gefährden den Pakt. Die Monde verändern ihre Farbe. Die Dämmerung schwindet nicht. Kann ein Krieg noch aufgehalten werden?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Schon seit einiger Zeit bewegten sich Remon und Perul auf einem gut ausgetretenen Pfad über den festen Schnee.“

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Dieses Buch war mein erster Spontankauf seit langer, langer Zeit. Es passiert mittlerweile so selten, dass mich ein Buch außerhalb meiner Wunschliste durch seine bloße physische Präsenz neugierig werden lässt, dass ich das Gefühl unglaublich genieße. Ich besitze das gute Stück auch erst seit gestern. Ich habe es gekauft, nachdem ich bei der Post war, um ein Paket abzuholen – der Abstecher in den Buchladen war sozusagen meine Belohnung. Erst hatte ich das Gefühl, wohl gar nichts zu kaufen, weil ich die Auswahl doch arg enttäuschend fand. Besonders in der englischen Abteilung. Vor dem SciFi/Fantasy-Regal stehe ich prinzipiell immer am längsten und da war es und lachte mich an. Die Schrift auf dem Buchrücken leuchtete richtig. Ich nahm es heraus und verliebte mich sofort in die Covergestaltung. Ich finde es wirklich wunderschön; die Farbwahl, die Eiskristalle, die Waffen. Kennt ihr das, wenn ihr ein großartiges Cover seht und dann nur noch hofft, dass der Klappentext auch toll klingt, damit ihr das Buch mitnehmen könnt? Genau das ging mir durch den Kopf: bitte sei gut, bitte sei gut, bitte sei gut! Ich drehte es um und las. Am liebsten hätte ich sofort ein kleines Tänzchen aufgeführt, denn die Idee einer Welt, die strikt in Tag und Nacht unterteilt ist, finde ich unheimlich spannend. Als ich das Buch dann aufschlug, war es endgültig um mich geschehen, weil es eine tolle Abbildung der Welt Bisola enthält. Also nahm ich es kurzentschlossen mit. Wieder zu Hause setzte ich mich sofort hin und las „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ von John Irving aus, damit ich „Grauwacht“ beginnen konnte.
Sehr weit habe ich es gestern nicht mehr geschafft, aber ich bin äußerst optimistisch. Ich denke, ich habe die Ausgangssituation erreicht und zumindest einen Protagonisten kennengelernt: Remon, ein ehemaliges Mitglied der Grauwacht. Ich glaube, die Handlung wird sich darum drehen, dass er in einer sich verändernden Welt seine Familie zu finden versucht. Möglicherweise wird es noch weitere wichtige Charaktere geben, denn das Buch beginnt mit einem Prolog, der einen Späher namens Sarlos beschreibt.
Jedenfalls genieße ich es wahnsinnig, dass mich ein Roman mal wieder so neugierig macht, dass ich ihn sofort nach dem Kauf lesen möchte. Das passiert sehr selten; meistens liegen neue Bücher noch ein Weilchen auf meinem SuB, unabhängig davon, wie unbedingt ich sie haben wollte. Ich hoffe wirklich, dass „Grauwacht“ meiner anfänglichen Begeisterung gerecht wird. 🙂

4. Habt ihr euch schonmal so sehr über einen Protagonisten geärgert oder euch von ihm genervt gefühlt, das ihr ein Buch deswegen abgebrochen habt, oder euch richtig durchkämpfen musstet?

Definitiv. Leider passiert mir das vor allem im YA-Bereich immer mal wieder. Wenn ich da an Kira, die Protagonstin aus „Himmelstiefe“ (zur Rezension geht es HIER lang) von Daphne Unruh denke… puh. Ich konnte das Mädel nicht ausstehen und habe überhaupt nicht verstanden, wie die Autorin eine Figur so konzipieren konnte, dass sie die komplette Geschichte versaut. Ich mochte auch Juliette aus „Shatter Me“ (Rezension: HIER) nicht. Sowas Weinerliches, Pathetisches ist mir noch nicht begegnet. Von wegen Heldin. Ich weiß, dass ganz viele von euch die Reihe lieben, aber für mich war unter anderem wegen Juliette bereits nach dem ersten Band Schluss.
Die Bindung zum Hauptcharakter ist für mich essenziell für das gesamte Buch. Kann ich den Protagonisten oder die Protagonistin nicht leiden, wirkt sich das meist so aus, dass mir das ganze Buch nicht gefällt. Dabei erwarte ich weder einen Helden noch eine strahlende Prinzessin, ganz im Gegenteil. Zwielichtigen, ambivalenten HauptdarstellerInnen fliegt meine Sympathie in der Regel wesentlich problemloser zu. Ich liebe Bourbon Kid, vergöttere Sandman Slim, bewundere Locke Lamora und Anita Blake ist mit all ihren Fehlern seit über 10 Jahren meine persönliche Heldin. In „The Desert Spear“ (Rezension: HIER) ist es Inevera, Jardirs intrigante, schlangenhafte erste Ehefrau, die mich am meisten fasziniert. Von Neunfinger will ich gar nicht erst anfangen. Was ich will, ist Persönlichkeit. Charakter. Ich hasse eindimensionale ProtagonistInnen, die sich in ihrem eigenen Unglück suhlen und permanent gerettet werden müssen. Ich will von starken, komplexen Frauen und Männern lesen, selbst wenn ihre Stärke und/oder Komplexität eher unkonventionell ist. Deswegen mag ich auch Frodo aus „Herr der Ringe“ überhaupt nicht, Sam dafür aber sehr. Sam hätte das Ding mit dem Ring auf einer Arschbacke gerockt. Ohne zu heulen.
Es gibt ein paar Ausnahmen, in der Regel dann, wenn ich das Gefühl habe, es ist für die Geschichte unerheblich, ob ich die Hauptfigur mag oder nicht. Das kann ich respektieren, weil es mir den Eindruck vermittelt, dass der Autor oder die Autorin anhand des Charakters etwas vermitteln möchte. Wenn er/sie nur Träger einer Botschaft ist. In „The Day of the Locust“ (Rezension: HIER) von Nathanael West war das zum Beispiel so. Die Charaktere spielen dort als Persönlichkeiten überhaupt keine Rolle, denn sie sind nur Symbole, der menschliche Abfall einer degenerierten Welt. West kritisiert die Glitzer-Glamour-Welt Hollywoods; da hat Sympathie für die Figuren einfach keinen Platz. Ebenso in „Unter Null“ und „Imperial Bedrooms“ (Rezension: HIER) von Bret Easton Ellis. In solchen Fällen kann ich ein Buch als Ganzes schätzen, ohne eine besondere Bindung zu den Hauptcharakteren zu haben.

Was lest ihr im Moment? Wie wichtig ist euch die Sympathie für ProtagonistInnen?

Ich freue mich sehr auf eure Meinungen und Kommentare und wünsche euch einen fantastischen Tag!
Alles Liebe,
Elli

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Montagsfrage: Letzter Neukauf?

montagsfrage neu

Guten Morgen ihr Lieben! 🙂

Kennt ihr das Gefühl von tiefer Erschöpfung? Wenn ihr so müde seid, dass ihr euch nur noch zusammenrollen und tagelang schlafen wollt? Die Jugendweihe der kleinen Schwester des Lieblingsmenschen hat mich echt geschafft, vor allem, weil die Temperaturen subtropische Ausmaße hatten. Es war ein sehr anstrengendes Wochenende und ich kann nur hoffen, dass die anstehende Woche etwas entspannter wird.
Für den heutigen Wochenstart hat sich Svenja aka Buchfresserchen eine Montagsfrage ausgedacht, die vom Timing her wirklich passend ist:

Das letzte Buch, das du neu gekauft hast?

Ich habe sowieso vor, einen Neuzugänge-Post zu schreiben, warte aber noch auf die letzte Lieferung. Es gibt wieder einmal Probleme mit der DHL. -.-* Ich habe im Mai einige Bücher neu gekauft, doch das letzte war „End of Days“ von Susan Ee, das Finale der dystopischen YA-UF-Trilogie Penryn & the End of Days. Ich musste es nachkaufen, weil ich bei meiner eigentlichen Bestellung gepennt habe. Irgendwie war mir nicht bewusst, dass das Buch bereits erschienen ist. Als ich das festgestellt habe, habe ich mich darüber so geärgert, dass ich es noch schnell nachgeordert habe, denn ich möchte die Trilogie so bald wie möglich abschließen. Den ersten Band habe ich letztes Jahr gelesen und war hemmungslos begeistert, dementsprechend bin ich schon sehr gespannt, wie Penryns Geschichte weitergeht und endet. 🙂

End of Days

 

After a daring escape from the angels, Penryn and Raffe are on the run. They’re both desperate to find a doctor who can reverse the twisted changes inflicted by the angels on Raffe and Penryn’s sister. As they set off in search of answers, a startling revelation about Raffe’s past unleashes dark forces that threaten them all.

When the angels release an apocalyptic nightmare onto humans, both sides are set on a path toward war. As unlikely alliances form and strategies shift, who will emerge victorious? Forced to pick sides in the fight for control of the earthly realm, Raffe and Penryn must choose: Their own kind, or each other?“

 

Welches Buch war euer letzter Neukauf?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Antworten und Kommentare und wünsche euch einen wundervollen Wochenstart! 🙂
Alles Liebe,
Elli

 
 

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Montagsfrage: Aktuelle Lektüre empfehlbar?

montagsfrage neu

Hallo ihr Lieben! 🙂

Am kommenden Wochenende steht für uns die Jugendweihe meiner kleinen Schwägerin in Spe an. Daher wird diese Woche ziemlich stressig, es muss vorher noch einiges erledigt werden. Zum Glück schlage ich mich gerade ganz gut mit den ausstehenden Rezensionen und habe die beiden Texte für diese Woche bereits fertig und vorbereitet. Mittwoch und Freitag, ihr könnt euch freuen! 😉 Heute steht die Montagsfrage von Svenja aka Buchfresserchen an, die diesmal recht leicht zu beantworten ist:

Würdest du dein aktuelles Buch nach jetzigem Stand weiterempfehlen?

Ja. Ich habe es mit dieser Frage wirklich einfach, weil ich gerade „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ von John Irving lese. Ich bin noch überhaupt nicht weit, habe gerade mal das erste Kapitel geschafft (Zeitmangel -.-), aber das gute Stück ist ein moderner Klassiker. Ich weiß nicht viel über das Buch und habe auch die Verfilmung nie gesehen. Wenn man mich fragte, warum es empfehlenswert ist, würde ich vermutlich genau so argumentieren: „Weil es ein Klassiker ist“. Meine Mutter liebt John Irving, deswegen gehe ich davon aus, dass auch mir „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ gefallen wird. Bisher liest es sich ganz gut und flüssiger, als ich erwartet hätte. Irving hat einen interessanten Sinn für Humor und ich bin gespannt, wohin die Reise des Protagonisten Homer Wells führt. 🙂

Ist euer aktuelles Buch empfehlenswert?

Ich freue mich auf eure Antworten und Kommentare und wünsche euch allen einen fabelhaften Wochenstart!
Alles Liebe;
Elli

 
 

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