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Schlagwort-Archive: Juli 2020

Montagsfrage: Die goldene Ausnahme?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Das Howard/Conan-Projekt befindet sich in der heißen Phase. Ich schreibe aktuell meine Rezension. Das ist zwar auch nicht ganz so leicht, wie ich gehofft hatte, weil es nach so langer Zeit beinahe unmöglich ist, meine Empfindungen und Gedanken vor meiner Recherchemission von meinem jetztigen Wissensstand abzukoppeln, aber ich genieße es, mich auf meine subjektive Meinung konzentrieren zu können. Keine Quellenchecks, keine Widersprüchlichkeiten mehr. Ich bin zuversichtlich, dass ich nur noch ein paar Tage brauche. Dann stehen die inhaltlichen Beiträge alle. Endlich. Danach werde ich nur noch eine Einleitung und ein Fazit schreiben, da ich es seltsam fände, ein so umfangreiches Projekt kontextlos zu beginnen und abrupt zu beenden und kann mich anschließend mit Formatierungsaspekten beschäftigen. Mit etwas Glück kann ich vielleicht schon nächste Woche mit meinem grafischen Konzept beginnen, auf das ich mich sehr freue, weil ich jetzt schon ewig Ideen mit mir herumtrage und es kaum erwarten kann, diese endlich umzusetzen. So langsam gewinne ich einen Eindruck davon, wann das Ganze möglicherweise online gehen könnte. September vielleicht? Wir werden sehen.

Da die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise sich nach der heutigen Ausgabe in die Sommerpause verabschiedet und erst im September wieder stattfindet, könnte es im August daher ziemlich ruhig hier auf dem Blog werden. Lasst euch davon nicht täuschen. Ich lebe weiterhin. Ich arbeite nur fieberhaft in beinahe jeder freien Minute am Projekt.

Nun wollen wir aber erst einmal sehen, was Antonia von uns wissen will, bevor sie in die Ferien verschwindet.

Welches Buch aus einem Genre, das du eigentlich nicht magst, magst du?

Das ist eine schöne Frage, die mir die Gelegenheit gibt, mich mal ein bisschen selbst zu loben. Ich bin nämlich sehr stolz darauf, dass ich in den vergangenen Jahren so gut wie all meine Genre-Vorurteile überwunden habe und deshalb kein Buch mehr ablehne, nur weil es Genre XY zugerechnet wird. Das heißt nicht, dass ich keine Vorurteile mehr habe (es ist wirklich schwer, die nachhaltig loszuwerden, wenn sie sich erst mal festgesetzt haben), aber ich bin jetzt an einem Punkt, an dem ich nicht mehr behaupten kann, dass ich bestimmte Genres grundsätzlich nicht mag. Diese Zeiten sind vorbei und ich finde, dass diese Entwicklung eine ganz schöne Leistung ist.

Wie habe ich das gemacht? Ich habe außerhalb meiner Komfortzone gelesen und der leisen Stimme meiner Neugier nachgegeben, selbst wenn Zweifel und Skepsis laut brüllten. Dadurch habe ich festgestellt, dass Genrezuordnungen zu mentalen Stereotypen führen, die die Vielseitigkeit unserer literarischen Kategorien völlig verkennen. Ich dachte zum Beispiel immer, dass ich Krimis und historische Fiktion nicht mag. Doch dann entdeckte ich die Reihe „Nicolas Le Floch“ von Jean-François Parot, in der es um Kriminalfälle im Paris des 18. Jahrhunderts geht. Siehe da, die Kombination funktioniert für mich hervorragend. Mittlerweile habe ich drei Bände im Regal stehen und werde Nicolas sicher auch weiterhin bei seinen Ermittlungen begleiten. Ganz normale Krimis zählen bis heute nicht zu meinen Favoriten, weil sie mich nicht genug fordern und erst recht nicht schockieren (anders als ihre Verwandten, die Thriller), doch ich kann nicht mehr sagen, dass ich sie prinzipiell nicht mag. Im Fall der historischen Fiktion habe ich lange gebraucht, um meine Nische zu finden, weil es dauerte, bis ich begriff, dass „historisch“ nicht automatisch „mittelalterlich“ heißen muss. Romane wie „Die Wanderhure“ werde ich wohl nie meinem Regal hinzufügen, aber das 18. und 19. Jahrhundert sowie die Antike faszinieren mich. Ich glaube, jeder Bücherwurm kann in den Subgenres fündig werden, wenn er oder sie sich die Mühe macht, sie zu erkunden. Das ist natürlich ein Prozess und Fehlschläge sind vorprogrammiert. Ich erinnere mich mit Grauen an meine Versuche mit historischer Wikinger-Fiktion, die sich alle als Griff ins Klo entpuppten. Heute bin ich trotzdem froh, dass ich nicht aufgegeben und meinen individuellen, persönlichen Lesegeschmack dadurch so viel besser kennengelernt habe.

Es gibt eine Ausnahme. Eine muss es geben, oder? Chic-Lit. Frauenliteratur. Schmachtfetzen über Protagonistin XY, die ihren Verlobten am Altar stehen lässt, nach Italien durchbrennt, dort eine kleine Eisdiele eröffnet und der Liebe ihres Lebens begegnet, aber ist sie überhaupt schon wieder bereit, sich zu öffnen und ist der Latin Lover nicht viel zu wenig vertrauenswürdig, ach egal, was wäre das Leben ohne Risiko, Happy End. Brr. Ich kann das einfach nicht. Ich kann da nicht mitfühlen. Das einzige, was ich bei dieser… nennen wir es mal großzügig Literatur fühle, ist, wie sich meine Augen nach oben in meinen Hinterkopf rollen. Ich finde das alles albern und stereotyp und sowas von gar nicht emanzipiert. Das Frauenbild, das vermittelt wird, ist das absolute Gegenteil von Feminismus und darüber kann ich in diesem speziellen Fall nicht hinwegsehen, weil ES. DER. EINZIGE. INHALT. IST. Ihr seht, das Genre regt mich auf. Trotzdem habe ich in der Vergangenheit mal meinen großen Zeh ins Wasser gehalten, um meine Temperatur zu ermitteln. Ich habe „P.S. Ich liebe Dich“ von Cecelia Ahern gelesen und fand es gut. Gut, nicht mehr, nicht weniger. Mögen ist eigentlich schon zu viel gesagt, weil mich auch in diesem Buch das Rollenbild der Protagonistin Holly störte. Immerhin fand ich durch die Lektüre heraus, das meine Probleme mit der Chic-Lit viel damit zu tun haben, dass diese Bücher die Leser_innen quasi zwingen, zu weinen. Alles trieft nur so vor emotionaler Manipulation zum Selbstzweck und das passt mir überhaupt nicht. Es ist, als würden sich Autor_innen dieses Genres überlegen, wie sie ihre Geschichten extra schmerzhaft und extra tragisch aufziehen können, damit auch ja kein Auge trocken bleibt. Nicht, weil sie ihren Figuren zu einer Weiterentwicklung verhelfen wollen, sondern weil sie bei ihren Leser_innen eine bestimmte Reaktion provozieren wollen. Ich weiß, dass es auch andere Chic-Lit gibt und eine ganze Sparte existiert, die statt auf Tragik auf Humor setzt, doch meine grundlegenden Schwierigkeiten bleiben davon unangetastet. Es macht für mich kaum einen Unterschied, ob ich nun lachen oder weinen soll und das Frauenbild kann ich trotzdem nur ertragen, wenn ich fest entschlossen bin, das Potpourri aus Geschlechterklischees konsequent als überzogene Satire zu lesen. Das ist mir zu anstrengend. Also lasse ich die Finger von Chic-Lit. Aber ich habe es zumindest versucht und kann erklären, warum ich diese Bücher meide.

Mögt ihr ein Buch, obwohl ihr dessen Genre eigentlich nicht mögt?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen fantastischen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Fiction oder Non-Fiction?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Argh, wieso muss beim Thema Conan einfach alles kompliziert sein? Ich dachte ja, die Leseanleitung, mit der ich mein Howard/Conan-Blogprojekt abschließen möchte, würde sich wie von selbst schreiben. Ein paar Ausgaben empfehlen, kurz die vorgeschlagenen Chronologien vorstellen und fertig. Nur ist das mit den Chronologien nicht so simpel, wie ich angenommen hatte und nun sitze ich schon wieder eine Woche an diesem einen Beitrag, trage Informationen zusammen und versuche, Ordnung in das Chaos zu bringen. So langsam habe ich wirklich die Nase voll. Ich kann nicht mehr zählen, wie viele widersprüchliche Quellen ich mittlerweile gesichtet habe. Ich glaube, wenn ich fertig bin, möchte ich nie wieder einen Wikipedia-Artikel zu Conan lesen. Ich weiß, ich weiß, ich habe mir das selbst eingebrockt, aber ich konnte wirklich nicht ahnen, dass es zu jedem Aspekt zahlreiche Meinungen und Ansätze gibt, die sich oft widersprechen und die Faktenlage so unübersichtlich ist. Ich mache drei Kreuze, wenn ich endlich die Rezension anfangen kann. Dafür brauche ich dann nämlich keine Quellen mehr.

Heute gönne ich mir eine kurze Pause von Conan und starte mit Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise in die neue Woche.

Was magst du lieber: Fiction oder Non-Fiction?

Die Formulierung der Frage ist meiner Meinung nach etwas unglücklich, denn ich finde, bei zwei so unterschiedlichen Kategorien ist der direkte Vergleich ziemlich schwierig. Ich mag Non-Fiction genauso gern wie Fiction, bin aber seltener in der Stimmung. Fragte man mich also, was ich häufiger lese, Fiction oder Non-Fiction, müsste ich Fiction anworten. Nur heißt das eben nicht, dass ich sie grundsätzlich präferiere.

Den Reiz der Non-Fiction habe ich erst in den letzten Jahren für mich entdeckt und bin seitdem ein begeisterter Fan. Neues zu lernen, andere Lebenswelten kennenzulernen, den Horizont zu öffen – das macht mit Fakten, mit echten Geschichten beinahe noch mehr Spaß als mit fiktiven Szenarien. Entdecke ich ein Sachbuch zu einem Thema, das mich interessiert, habe ich mittlerweile überhaupt keine Hemmungen mehr, es auf meine Wunschliste zu setzen und zu kaufen, denn ich habe begriffen, dass gut geschriebene Non-Fiction weder trocken noch öde ist, sondern ebenso spannend und mitreißend wie ein High Fantasy – Epos sein kann. Der Knackpunkt besteht allerdings darin, dass ich nicht genauso häufig Lust auf Non-Fiction habe, weil das bei mir oft total ausartet. Will ich etwas über ein bestimmtes Thema lernen, bleibt es normalerweise nicht bei einem Sachbuch. Meistens lese ich drei, weil ich mit dem entsprechenden Thema erst abschließen kann, wenn ich das Gefühl habe, wirklich alle Aspekte einbezogen und mich ausführlich, detailliert und vielseitig damit auseinandergesetzt zu haben. Eine oberflächliche Beschäftigung kommt nicht in Frage.

Als ich herausfinden wollte, wie der Mordprozess gegen O.J. Simpson ablief und warum er trotz einer überwältigenden Beweislage freigesprochen wurde, habe ich eine Zusammenfassung des Prozesses von Jeffrey Toobin, „The Run of His Life: The People V. O.J. Simpson“ gelesen, das pseudofiktive Geständnis „If I Did It“ von O.J. Simpson selbst und die Erinnerungsschrift „Without A Doubt“ der damaligen leitenden Staatsanwältin Marcia Clark. Ich habe zu allen drei Büchern extrem umfangreiche Rezensionen geschrieben und kann bis heute alle wichtigen Details wiedergeben.
Um zu erfahren, wie sich die Hell’s Angels von einer Gruppe freiheitsliebender Außenseiter, die gern Motorrad fuhren, zu einer der größten global agierenden kriminellen Vereinigung entwickelten, habe ich mit der Autobiografie „Hell’s Angel: Mein Leben“ des Gründers Ralph »Sonny« Barger begonnen und mir später die Autobiografie „A Wayward Angel“ von George Wethern vorgenommen, der erst sehr weit oben in der Hierarchie des MC stand und dann zum Verräter wurde. Die Lektüre von „Wie die Hell’s Angels Deutschlands Unterwelt eroberten“ von Stefan Schubert steht noch aus. Ich hoffe, mit diesem Buch die Situation in Deutschland besser nachvollziehen zu können.
Doch selbst wenn ich nur ein Sachbuch zu einem Thema lese, mutiert die Beschäftigung damit trotzdem häufig. Das aktuellste Beispiel ist natürlich mein Howard/Conan-Blogprojekt, an dem ich nun bereits seit drei Monaten arbeite. Ich habe neben den Conan-Geschichten zwar lediglich „Blood & Thunder: The Life and Art of Robert E. Howard“ von Mark Finn gelesen, aber dieses Buch lehrte mich, dass das Thema zu komplex ist, um eine einfache Rezension zu schreiben. Ihr wisst, was daraus folgte.

Da ich begriffen habe, dass Non-Fiction für mich immer eine Menge Arbeit und mentalen Aufwand bedeutet, greife ich nur zu dieser Kategorie, wenn ich sowohl Lust als auch Muße habe, diese Herausforderungen in Kauf zu nehmen. Ich lese sie gern, aber ich muss wirklich bereit sein. Deshalb ist der Anteil der Non-Fiction in meiner Jahresstatistik immer deutlich geringer. Habe ich ein Projekt abgeschlossen, kann es schon mal ziemlich lange dauern, bis ich mir das nächste Thema vornehme. Dieses Jahr werde ich das wahrscheinlich nicht mehr tun. Dank Conan.

Bevorzugt ihr Fiction oder Non-Fiction?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen ausgeruhten Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Ratschläge für junge Blogger_innen?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich bin frustriert. Es ist offenbar unmöglich, einen Corona-Test durchführen zu lassen und die Ergebnisse noch am selben Tag zu bekommen. Wie angekündigt, habe ich mich letzte Woche Montag und Dienstag ans Telefon geklemmt, um herauszufinden, was ich tun muss, um die Corona-PCR-Tests für unsere Sri Lanka-Reise im September zu organisieren. In der Theorie ist das in Berlin tatsächlich recht einfach: man sucht sich eine Arztpraxis, die auf Covid-19 testet, macht einen Termin und fertig, zwei bis drei Tage später erfährt man, ob man infiziert ist. Praktisch ist es in unserem Fall viel komplizierter, weil wir an einem Sonntagabend fliegen und Montag ankommen. Laut sri lankischer Tourismusbehörde darf der Test aber nicht älter als 72 Stunden sein, was insofern ein Problem ist, dass die Labore am Wochenende nicht arbeiten, für die Ergebnisse allerdings mindestens 24 Stunden brauchen. Das heißt, obwohl es überhaupt nicht schwierig ist, eine Arztpraxis oder auch direkt ein Labor zu finden, die PCR-Tests anbieten, haben wir im Grunde keine Möglichkeit, diesen innerhalb des Zeitfensters machen zu lassen und die Ergebnisse rechtzeitig vor unserer Abreise zu bekommen. Wir müssen aber nachweisen, dass wir negativ sind, um boarden und einreisen zu können.

Ich habe mich einmal quer durch Berlin und darüber hinaus telefoniert, um eine Lösung zu entwickeln. Niemand kann mir helfen, niemand weiß irgendwas. Es kann mir noch nicht mal jemand sagen, zu welchem Zeitpunkt der Test nicht mehr als 72 Stunden zurückliegen darf, zum Zeitpunkt des Reiseantritts oder zum Zeitpunkt der Einreise. Das Vergleichsportal, über das wir gebucht haben, weiß nichts, weil sie den Veranstalter nicht erreichen. Privat dringt man auch nicht zum Veranstalter vor, da hört man lediglich eine automatisierte Stimme, die mitteilt, dass sie aktuell überlastet sind und dann einfach auflegt. Die sri lankische Botschaft hat ebenfalls keine Ahnung, dort wurde mir gesagt, sie hätten noch keine Anweisungen erhalten und ich solle Ende August noch mal anrufen. Es ist zum Verzweifeln, zum Haare raufen. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich bin mir sicher, dass es für Fälle wie unseren eine Sonderregelung geben kann, aber meiner Intuition nach müsste sich darum der Veranstalter kümmern. Solange die sich totstellen, hängen wir in der Luft. Mich belastet die Situation dermaßen, dass ich seit Montag nicht mehr ordentlich geschlafen habe. Wenn es daran scheitert… Ich möchte mir nicht vorstellen, wie ich darauf reagiere. Vielleicht hat ja jemand von euch noch eine Idee?

Um mich von diesen Sorgen abzulenken, kommt mir die heutige Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise gerade recht.

Welche Tipps würdet ihr jungen (Buch-)Blogger_innen geben?

Ich glaube nicht, dass ich viele Ratschläge parat hätte, käme der Nachwuchs der Blogszene zu mir. Was ich hier mache, erscheint mir selbst nach über 6 Jahren noch ziemlich amateurhaft. Ich würde allen jungen Blogger_innen empfehlen, sich ein bisschen mit HTML, CSS, Grafikdesign und rechtlichen Anforderungen auseinanderzusetzen, aber normalerweise passiert das ohnehin irgendwann, wenn Bedarf besteht. Die Notwendigkeit einer gültigen Datenschutzerklärung und eines verlässlichen Impressums, der richtige Umgang mit Quellen und Bildmaterial und die Entscheidung, ob man mit dem Blog Geld verdienen möchte, sind Themen, die sich eines Tages von selbst ergeben – das ist zumindest meine Erfahrung und wer darauf bedacht ist, bezüglich dieser Punkte Fehler zu vermeiden, die möglicherweise zu juristischen Schwierigkeiten führen könnten, wird sich informieren. Mir wurde zum Beispiel in der Vergangenheit eine Affiliate-Partnerschaft angeboten, die ich einerseits abgelehnt habe, weil ich meinen Blog soweit wie möglich non-kommerziell halten möchte (die von WordPress geschaltete Werbung muss ich akzeptieren, solange ich über sie hoste) und andererseits, weil ich herausgefunden habe, dass ich dafür ein Kleingewerbe anmelden müsste und darauf keine Lust habe. Ich denke, ähnlich wird es bei vielen Blogger_innen ablaufen. Man beschäftigt sich mit organisatorischen Themen, wenn sie auftreten.

Der vielleicht wertvollste Hinweis, den ich geben kann, ist die Empfehlung, sich nicht allzu sehr um Traffic und Reichweite zu kümmern. Wer einen Blog als Hobby führt, tut das normalerweise erst einmal für sich selbst und obwohl wir uns natürlich alle über positive Resonanz freuen, sollten Follower-, Besuchs- und Likezahlen nicht das Maß aller Dinge sein. Habt ihr Spaß daran, über Themen zu schreiben, die euch interessieren, ist es doch gar nicht so wichtig, wie oft diese Beiträge geteilt oder geliket werden. Man kann nicht erwarten, dass jeder Post Begeisterungsstürme auslöst, weil Interessen nun mal unterschiedlich sind. Daher lautet mein Rat, bei jedem Beitrag den Wert, den er für euch selbst hat, zu priorisieren. Selbstverständlich ist es toll, wenn eine meiner Rezensionen gut ankommt und anderen Leser_innen hilft, sich für oder gegen das entsprechende Buch zu entscheiden, aber in erster Linie sind meine Buchbesprechungen für mich wichtig, weil sie mich zu einer intensiven Beschäftigung mit dem Gelesen zwingen. Das tut mir gut und verhindert, dass ich sofort wieder vergesse, was ich gelesen habe. Sogar eine Rezension, die keinen einzigen Like erhält, hat ihre Berechtigung, so enttäuscht ich davon auch wäre. Da die wenigsten Blogs, die in der Freizeit geführt werden, auf Analysewerkzeuge zurückgreifen können, wie sie große Websites nutzen, müssen Hobby-Blogger_innen wie ich damit leben, dass wir nie mit absoluter Sicherheit voraussagen können, welche Beiträge erfolgreich sein werden, weil dieser Erfolg von zahlreichen Faktoren abhängt, die wir als Privatpersonen nicht alle beeinflussen können. Beispielsweise hängen weniger Menschen vor den PCs oder Smartphones, wenn das Wetter bombastisch ist. Wie schade wäre es, würden demzufolge im Sommer alle Blogs brachliegen? Wenn ihr etwas zu sagen habt, sagt es und seid nicht traurig, wenn dieser Beitrag nicht von so vielen Personen gelesen, geliket und geteilt wird, wie ihr gehofft hattet. Er ist dennoch wertvoll.

Welche Ratschläge habt ihr für junge Blogger_innen in petto?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen sorgenfreien Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Lesen im Club?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Erinnert ihr euch, dass ich euch letzte Woche erzählt habe, dass ich meine Impfungen auffrischen werde? Mittlerweile habe ich dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt und bin letzten Dienstag mit meinem Impfpass zum Arzt marschiert. Ich hatte keine Ahnung, was alles nachgeimpft werden musste und fürchtete schon, dass mir die Schwester einen langen Vortrag über meine Verantwortungslosigkeit (die ich gar nicht abstreiten will) halten würde, weil ich mich so lange nicht darum gekümmert habe. Aber siehe da, meine Eltern haben richtig gute Arbeit geleistet, als ich ein Kind war. Offenbar bin ich hervorragend grundimmunisiert und brauchte deshalb jetzt nur eine 4-fach-Spritze gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Keuchhusten. Ich war sehr erleichtert, denn ich muss zugeben, was Impfen betrifft, bin ich ein ziemlicher Hasenfuß. Ja ja, ich weiß, es ist paradox: Tätowieren ist für mich kein Problem und Blut abnehmen auch nicht, doch Spritzen finde ich wirklich schrecklich. Zu Recht, wie sich zeigte. Mehrere Tage bin ich mit einer dicken, roten, schmerzhaften Schwellung auf dem Oberarm herumgelaufen. Es sah aus, als hätte mir jemand richtig fest auf den Arm geboxt. Tja. Ich denke, das war Karma, die Strafe dafür, dass ich das Impfen so lange vernachlässigt habe. Das Universum lässt eben nichts ungesühnt. Zum Glück habe ich jetzt 10 Jahre Ruhe.
Da ich schon mal da war, habe ich auch gleich gefragt, wie das mit den Corona-Tests für unsere Reise läuft. Wie es aussieht, wird das noch mal ziemlich kompliziert. Ich werde rumtelefonieren müssen, um einen Arzt zu finden, der sie überhaupt durchführt. Darum will ich mich heute kümmern, weil die Schwester empfohlen hat, das bereits jetzt abzuklären und nicht erst im September. Wahrscheinlich rufe ich einfach mal beim Gesundheitsamt an und lasse mich da aufklären. Hoffentlich können die mir weiterhelfen.
Bevor ich mich ans Telefon klemme, möchte ich aber noch fix die heutige Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise beantworten!

Warst/Bist du in einem Buchclub oder könntest du es dir vorstellen?

Oh, das wird heute eine kurze Antwort. Nein, ich bin nicht Mitglied eines Buchclubs. Ich habe in den vergangenen Jahren immer mal wieder drüber nachgedacht, ob es nicht nett wäre, sich regelmäßig mit Menschen auszutauschen, die ebenso lesebegeistert sind wie ich und zur Abwechslung mal nicht mit mir verwandt sind. Die Idee scheitert immer an zwei Punkten. Erstens habe ich tatsächlich Berührungsängste mit fremden Menschen und schrecke davor zurück, mich in eine Situation zu bringen, in der ich „die Neue“ bin. Zweitens setzt das regelmäßige gemeinsame Lesens eines Buches voraus, dass man sich zuerst einigt, welches Buch man denn gemeinsam liest. Darauf habe ich überhaupt keine Lust. Ja, ich weiß, das klingt vermutlich etwas egoistisch, aber ich finde die Vorstellung, am Ende ein Buch lesen zu müssen, das ich normalerweise nicht mal mit der Kneifzange anfassen würde, nur, weil die Mehrheit das möchte, grauenhaft. Doch selbst wenn es nicht unbedingt ein Buch ist, das es von allein niemals auf meine Wunschliste schaffen würde, mir missfällt es, auf andere Rücksicht in meiner Lektüreauswahl nehmen zu müssen. Das heißt, sogar wenn ich das Buch ohnehin lesen wollen würde, der Buchclub würde mir jegliche Lust darauf rauben, weil ich es ja lesen muss. Ich reagiere wirklich allergisch auf Druck, deshalb lehne ich mittlerweile auch die meisten Rezensionsanfragen ab. Vollkommen egal, wie locker die Regeln des Buchclubs wären, für mich wären sie noch zu streng, weil ich das Gefühl hätte, nicht mehr frei entscheiden zu können, was ich als nächstes lese und immer einer Verpflichtung nachkommen zu müssen. Das würde nicht gutgehen. Also überlasse ich die Buchclubs etwas weniger neurotischen Bücherwürmern und erfreue mich an meiner literarischen Asozialität. 😉

Seid ihr Mitglieder eines Buchclubs?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen wundervollen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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