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Schlagwort-Archive: Inquisition

Jim Butcher – Storm Front

Jim Butchers Karrierestart war kein Märchen. Seine Karriere nahm ihren Lauf, weil er hartnäckig und ungeniert war. Er schrieb „Storm Front“, den ersten Band der „Dresden Files“, für einen Schreibkurs und versuchte zwei Jahre lang erfolglos, ihn zu verkaufen. Also entschied er, direkt mit den Personen Kontakt aufzunehmen, mit denen er arbeiten wollte. Er bewarb sich bei der Agentur von Ricia Mainhardt, die damals Laurell K. Hamilton repräsentierte. Erneut wurde er abgelehnt. Er beschloss, in die Offensive zu gehen, fand heraus, auf welcher Convention Hamilton demnächst auftreten würde und löcherte Mainhardt und Hamilton dort mit Fragen, bis sie ihn zum Mittagessen einluden. Seine Hartnäckigkeit und der persönliche Kontakt brachten ihm einen Vertrag mit Mainhardt ein. Dreist kommt eben weiter – heute umfassen die „Dresden Files“ 15 Bände.

Wird Harry Dresden an einen Tatort gerufen, ist das selten ein gutes Zeichen. Die Chicagoer Polizei überlässt ihm nur die grausigsten, blutigsten Fälle. Unerklärliche Fälle. Magische Fälle. Sie rufen Harry, wenn sie seine Expertise brauchen, denn er ist der einzige Zauberer, der bereit ist, ihnen zu helfen. Dieses Mal erwischte es das bedauernswerte Paar im Bett, mitten beim Liebesspiel. Die Ironie ist offensichtlich: den beiden explodierten die Herzen aus der Brust. Jemand experimentiert mit schwarzer Magie. Sich mit einem brandgefährlichen, bösartigen Zauberer anzulegen, steht auf Harrys To-Do-Liste nicht gerade ganz oben, aber irgendwer muss den Verrückten aufhalten. Als Harry unter Verdacht gerät, bleibt ihm nichts anderes übrig, als die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen. Wieder ein ganz normaler Tag im Leben des einzigen übernatürlichen Privatdetektivs in Chicago.

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Verfasst von - 22. Mai 2018 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Richard Schwartz – Der Inquisitor von Askir

„Der Inquisitor von Askir“ ist ein Zwischenband in Richard Schwartz‘ Epos „Die Götterkriege“, der zwischen Band 4 und 5 angesiedelt ist. Damit folgt der Autor einer Tradition, die er bereits im ersten Zyklus „Das Geheimnis von Askir“ etablierte. Die sechsteilige Reihe wurde ebenfalls um einen Zwischenband erweitert, „Die Eule von Askir“, der zwischen Band 5 und 6 gelesen werden sollte. Ich wusste das damals nicht, was mir nun im Nachhinein große Probleme bereitet. Ich habe „Die Eule von Askir“ bis heute nicht gelesen, weil ich nicht weiß, wie ich das ohne einen Reread der gesamten ersten Reihe bewerkstelligen soll. Glücklicherweise war mir hingegen klar, wie „Der Inquisitor von Askir“ einzuordnen ist und konnte diesen halben Band zum vorgesehenen Zeitpunkt lesen.

Eine aufregende Schatzsuche hatte sich Wiesel anders vorgestellt. Garantiert hatte er nicht angenommen, mit der Suche nach dem Gold des alten Kaisers seine eigene Haut retten zu müssen. Der Meisterdieb steckt bis zum Hals in Schwierigkeiten. 10 Tage vor der Krönungszeremonie seiner Ziehschwester Desina wurde er schlafend neben der blutbesudelten Leiche der angesehenen Bardin Refala aufgegriffen. Wiesel mag vieles sein, doch ein kaltblütiger Mörder ist er nicht. Er wurde hereingelegt. Gejagt von der unbeugsamen Inquisition muss er seine Unschuld beweisen. Er gräbt tief in den uralten Geheimnissen Askirs und entdeckt ein abscheuliches Intrigengeflecht, das Desina vom Thron fernhalten soll. Ihm bleiben nur wenige Tage, seinen Namen reinzuwaschen, die Pläne gegen Desina zu vereiteln und das Rätsel eines Goldschatzes zu lösen, der seit Jahrhunderten als verschollen gilt. Das Schicksal Askirs liegt in seinen Händen.

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Verfasst von - 24. Oktober 2017 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Marie Lu – The Midnight Star

2016-10-31-lu-the-midnight-star

Im Nachwort meiner Ausgabe von „The Midnight Star“, Finale der „The Young Elites“ – Trilogie, schreibt die Autorin Marie Lu, dass es ihr immer ein wenig peinlich ist, zuzugeben, dass die Protagonistin Adelina von ihr selbst inspiriert ist. Ich sehe dafür keinen Grund. Im Gegenteil, ich finde, sie sollte stolz darauf sein, dass sie ihre dunkle Seite anerkennt und akzeptiert. Wir alle tragen ein Biest in uns. Nur ist es dankenswerterweise nicht bei allen so ausgeprägt und lebendig wie bei Adelina. 😉

Adelina Amouteru hat all ihre Ziele erreicht. Sie ist die Königin von Kenettra. Sie befreite die malfettos. Ihre Streitmacht erobert in ihrem Namen zusätzliches Territorium. Die Inquisition folgt allein ihren Befehlen. Einzig die Liebe ihrer Schwester Violetta bleibt Adelina verwehrt. Seit sie aus dem Palast floh, ist Violetta verschwunden. Bis eines Tages ein Brief eintrifft und kaum verheilte Wunden aufreißt. Raffaele teilt Adelina mit, dass sich Violetta bei den Daggers aufhält. Sie liegt im Sterben. Ihre Kräfte zerreißen sie von innen. Raffaele erinnert Adelina an seine Theorie, dass die menschlichen Körper der Young Elites nicht für die göttliche Macht ihrer Fähigkeiten geschaffen sind. Er schlägt eine Allianz vor, um die Elites ein für alle Mal von ihrem Leiden zu erlösen. Adelina wittert eine Falle, doch sie kann nicht leugnen, dass auch ihre Fähigkeiten mehr und mehr außer Kontrolle geraten. Ihre Grausamkeit wächst von Tag zu Tag. Die Dunkelheit in ihrem Herzen flüstert ihr furchtbare Dinge zu, verhöhnt sie und quält sie selbst im Schlaf. Wird sie das Risiko eingehen, ihren Feinden zu vertrauen, um das Leben ihrer Schwester zu retten und sich selbst von den Stimmen zu befreien?

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Verfasst von - 19. November 2016 in Fantasy, High Fantasy, Rezension, Young Adult

 

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Marie Lu – The Rose Society

2016-05-07 - Lu The Rose Society

Seit ich den gleichnamigen Auftakt von Marie Lus neuster Trilogie „The Young Elites” im Mai 2015 voller Begeisterung gelesen habe, fieberte ich der Fortsetzung „The Rose Society“ entgegen. Diese erschien im Oktober 2015, ich versuchte jedoch, mich zurückzuhalten, weil ich wusste, dass das Finale „The Midnight Star“ erst ein Jahr später im Oktober 2016 veröffentlicht würde. Im Mai 2016 hielt ich es nicht länger aus. Ich musste einfach wissen, wie es mit Adelina und den Young Elites weitergeht.

Adelina Amouteru wurde verraten. Familie und Freunde ließen sie im Stich, ihre Verbündeten wandten sich von ihr ab, weil sie ihre ungezügelte Macht fürchten. Adelina schwört, Rache zu nehmen. Begleitet von ihrer kleinen Schwester Violetta flieht sie nach Merroutas, um Kenettras Inquisition unter Teren Santoro zu entkommen und andere malfettos zu finden, die ähnliche Kräfte wie sie selbst besitzen. Sie plant, ihre eigene Gesellschaft von Elites zu gründen und mit ihrer Hilfe sowohl die Inquisition als auch die Dagger Society zu zerschlagen. Sie alle werden büßen für das Leid, das Adelina erdulden musste. Sie alle werden vor ihr zittern. Sie alle werden den Tag bereuen, an dem sie die Weiße Wölfin herausforderten. In ihrem blinden Bestreben nach Macht und Vergeltung bemerkt Adelina nicht, dass ihre Fähigkeiten, die sich von Schmerz und Angst nähren, sie zu verschlingen drohen. Sie verliert die Kontrolle. Die Dunkelheit ist ein Teil ihrer Seele – wird sie sich ihren Einflüsterungen hingeben oder an dem Guten in sich festhalten?

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Marie Lu – The Young Elites

„The Young Elites“

the young elites

Reihe: The Young Elites #1

Autor: Marie Lu

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 368

Verlag: Penguin

Sprache: Englisch

ISBN: 0141361824

Genre: Fantasy > High Fantasy > Young Adult

ausgelesen am: 29.05.2015

Bewertung:

Adelina Amouteru soll sterben. Für den Mord an ihrem Vater wird die gnadenlose Inquisition der Krone Kenettras sie hinrichten. Dass es ein Unfall war, ausgelöst von einer fantastischen Fähigkeit, die jahrelang unentdeckt in ihr schlummerte, spielt keine Rolle, denn Adelina ist eine malfetto – eine Überlebende des Blutfiebers, das Kenettra vor über 10 Jahren heimsuchte. Am Tag ihrer Hinrichtung kommt jedoch alles anders. Noch während der Scheiterhaufen unter Adelinas Füßen brennt, bricht ihre Fähigkeit erneut aus ihr hervor und im Schutz des aufwallenden Chaos retten die Young Elites, malfettos mit ähnlichen Kräften wie Adelina selbst, sie aus den Händen der Inquisition. Die Young Elites nehmen Adelina bei sich auf und lehren sie, ihre Fähigkeit zu nutzen und zu kontrollieren. Schnell stellt sich heraus, dass sie mächtiger ist als alle Young Elites vor ihr. Doch ihr Talent ist tief mit der Dunkelheit in ihrem Herzen verbunden. Als sie zwischen die Fronten der Inquisition und der Young Elites gerät, muss sie sich entscheiden: wird sie die Düsternis bezähmen oder sich von ihr verschlingen lassen und es allen heimzahlen, die ihr je Unrecht taten?

„The Young Elites“ war in vielerlei Hinsicht anders, als ich erwartet hatte. Für einen Young Adult-Roman ist es unheimlich düster und entspricht keinesfalls den gängigen Klischees des Genres. Marie Lu zeigt in ihrem neusten Trilogieauftakt eine völlig andere Facette ihres Könnens und überzeugte mich auf diese Weise ein weiteres Mal von ihrem Talent als Schriftstellerin. Besonders gefiel mir, dass „The Young Elites“ inhaltlich überhaupt nicht mit ihrer vorangegangenen Legend-Trilogie vergleichbar ist. Strukturell finden sich natürlich diverse Gemeinsamkeiten, doch was die Handlung betrifft, liegen Welten zwischen ihnen. Lu entführt ihre LeserInnen in ein Setting, das den malerischen, romantischen Flair des Italiens der Renaissance versprüht. Denkt an Paläste, an Wein, an wunderschöne mediterrane Villen, an fließende Kleider – schon seid ihr mitten in Kenettra. Dieses Land ist nur ein kleiner Teil einer viel größeren Welt, über die ich wohl in den nächsten Bänden mehr erfahren werde. Eines weiß ich jedoch bereits jetzt: in allen Ländern gibt es malfettos; der Unterschied liegt lediglich darin, wie sie behandelt werden. In Kenettra sind sie der Abschaum der Gesellschaft. Gehasst, gemieden, ausgegrenzt. Die Menschen fürchten eben alles, was anders ist und die malfettos sind anders. Das Fieber entstellte viele mit schrecklichen Narben und veränderte ihre Genetik, sodass ihre Haare ungewöhnliche Farben aufweisen. Einige wenige haben darüber hinaus spezielle Gaben, die von Feuer- und Windbeherrschung über das Erschaffen von Illusionen bis hin zur Manipulation von Tieren reichen. Sie sind die Young Elites und verfolgen ganz eigene Pläne hinsichtlich der Zukunft Kenettras. Sie sind keine uneigennützigen SuperheldInnen, die zur Rettung aller malfettos eilen, die ungerecht oder grausam behandelt werden. Mir gefiel diese Darstellung, obwohl die Einstellung der Young Elites der Grund dafür ist, dass die Protagonistin Adelina ihnen niemals völlig vertraut. Adelina ist eine schwierige, nichtsdestotrotz aber extrem interessante Hauptfigur, weil sie ein völlig anderes Kaliber ist als die üblichen Heldinnen des Young Adult-Genres. In den Anmerkungen des Buches schreibt Marie Lu folgendes:

„[…] I didn’t want to tell a hero’s journey; I wanted to tell a villain’s.”

Ich empfinde Adelina zwar nicht als Bösewicht oder Schurkin der Geschichte, doch sie ist definitiv ein düsterer, bedrohlicher und zum Teil sogar beängstigender Charakter. Sie ist kalt, rachsüchtig, hasserfüllt und ambitioniert in einem Maße, das sie über Leichen gehen lässt. Ihre Fähigkeit ist sehr eng mit diesen Eigenschaften verbunden; sie nährt sich von starken Emotionen wie Hass, Furcht, Leidenschaft, Neugierde und Ehrgeiz. Demzufolge basiert ihre Macht auf der Dunkelheit ihres Charakters, weshalb sie eindeutig äußerst gefährlich ist. Ich möchte weder mit ihr befreundet noch mit ihr verfeindet sein, aber ich liebe Marie Lu dafür, dass sie sich entschied, die Geschichte einer Protagonistin zu erzählen, die so gar nichts mit der gutherzigen Rebellin von nebenan zu tun hat. Dadurch bekam einfach alles eine völlig neue Perspektive; sogar die Andeutung einer kleinen Liebesgeschichte erhielt einen finsteren Anstrich. Trotz aller Faszination für Adelina muss ich jedoch zugeben, dass sie mir zeitweise gehörig auf die Nerven ging. Als sie zwischen der Inquisition und den Young Elites steht, ist sie unfähig zu erkennen, wie sie die Situation leicht entschärfen könnte – ich hätte sie gern ein bisschen geschüttelt und ihr gesagt, was sie tun soll. Ihre Unentschlossenheit und Unsicherheit schlug sich meiner Meinung nach auch im Aufbau von „The Young Elites“ nieder; die ersten zwei Drittel empfand ich als eher unspektakulär und recht langsam, doch im letzten Drittel zog Marie Lu das Tempo an und es wurde unheimlich spannend und aufregend, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Ich bin beeindruckt und fasziniert von „The Young Elites“. Ich muss gestehen, eine so düstere Geschichte, die sich intensiv mit den Abgründen der menschlichen Seele beschäftigt, hätte ich Marie Lu niemals zugetraut. Ich sehe so viel Potential in ihr, dass mir quasi der Kopf explodiert, wenn ich all die möglichen Handlungsstränge denke, die Lu aus diesem Trilogieauftakt spinnen könnte. Obwohl ich mit „The Young Elites“ strukturell ähnliche Probleme wie mit „Legend“ hatte, bin ich überzeugt, die Folgebände werden schlicht großartig sein. Tatsächlich kann ich mir sogar vorstellen, dass diese Trilogie als Gesamtwerk die Legend-Trilogie noch weit übertrifft. Danke Marie Lu für den Beweis, dass das Young Adult-Genre doch noch frischen Wind zu bieten hat!

 
 

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