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Schlagwort-Archive: hysterisch

Kim Harrison – Bluteid

Kim Harrison begann ihre Karriere unter ihrem echten Namen Dawn Cook als High Fantasy – Autorin. Anfang der 2000er wagte sie eine radikale Veränderung und schrieb den ersten Band der „Rachel Morgan“ – Reihe, der von ihrem Verlag Ace abgelehnt wurde. Sie fand zwar einen neuen Verlag, ihre Vertreter_innen wollten jedoch einen Neuanfang – mit einem neuen Namen. Ihre Lektorin wählte das Pseudonym Kim Harrison aus, damit sie im Buchhandel neben Laurell K. Hamilton einsortiert würde. Um die Abgrenzung von Dawn Cook noch deutlicher zu gestalten, empfahl sie ihr sogar, sich eine Perücke zu besorgen. Deshalb wurde Kim Harrison als Rothaarige bekannt, obwohl sie eigentlich blond ist. Mittlerweile kann sie auf die Perücke verzichten. Trotz ihres überwältigenden Erfolgs ist meine Beziehung zu der Reihe etwas schwierig, daher sind seit meinem letzten Ausflug in die Hollows vier Jahre vergangen. „Bluteid“ ist der achte Band und ein gewohnt turbulentes Abenteuer mit der Hexe Rachel Morgan.

Mithilfe ihrer Freunde hat Rachel Morgan schon einiges überstanden. Dieses Mal kann sie sich jedoch nicht darauf verlassen, dass ihr Ivy und Jenks den Hintern retten. Der Hexenzirkel für moralische und ethische Standards hat es auf sie abgesehen. Ihre Vorwürfe sind lächerlich. In Wahrheit geht es nicht um Rachels vermeintliche Verbrechen. Der Zirkel hat erfahren, dass sie die Schülerin eines Dämons und zum Teil selbst ein Dämon ist. Sie sehen in ihr eine Bedrohung und planen, sie entweder magisch und körperlich zu kastrieren oder lebenslang in Alcatraz verschwinden zu lassen. Als sie herausfindet, dass sowohl ihr Erzfeind Trent Kalamack als auch ihr Ex-Freund Nick ihre Finger im Spiel haben, beschließt sie, zurückzuschlagen. Sie entwirft einen riskanten Plan, um den Zirkel, Trent und Nick loszuwerden. Dafür muss sie allerdings bei Trent einbrechen – und sich den Erinnerungen an ihre gemeinsame Kindheit stellen…

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Ben Aaronovitch – Schwarzer Mond über Soho

Ben Aaronovitch begann Ende der 80er, Drehbücher zu schreiben. Bis 1996 erlebte er eine Blitzkarriere. Danach wurde es still um den Briten. Er war gezwungen, als Buchhändler zu arbeiten, was er zutiefst verabscheute. Aus diesem Joch befreite er sich selbst 2011, als „Die Flüsse von London“ erschien. Mit dem unerwarteten Erfolg des Reihenauftakts änderte sich für Aaronovitch alles. Plötzlich konnte er vom Schreiben leben. Mittlerweile umfasst die Reihe „Peter Grant“ sieben Bände (Stand: April 2018) und Aaronovitch schwört, dass er erst aufhört zu schreiben, wenn er entweder keine Ideen mehr hat, niemand seine Bücher kauft oder er das Zeitliche segnet. Ich verfolge die Reihe daher locker und habe den zweiten Band „Schwarzer Mond über Soho“ volle vier Jahre nach dem Auftakt gelesen.

Constable Peter Grant, einziger Zauberschüler Englands, erkennt das Stück sofort anhand des Saxofonsolos: „Body and Soul“, einer der größten Jazzklassiker. Er hat es schon oft gehört. Von einer Leiche wurde es ihm allerdings noch nie vorgespielt. Die Magie, die den bedauernswerten Jazzsaxofonisten tötete, muss verheerend gewesen sein, um ein so starkes Echo zu hinterlassen. Peter beginnt zu ermitteln und findet heraus, dass in Sohos Clubs verdächtig viele kerngesunde Jazzmusiker tot umfallen. Ein Serienmörder mit einer Vorliebe für Jazz? Gerade, als Peter glaubt, skurriler könnte es nicht mehr werden, findet die Polizei die Leiche eines Journalisten, der brutal entmannt wurde. Die berüchtigte Vagina dentata versetzt Londons Männerwelt in Angst und Schrecken. Ist es Zufall, dass ihr letztes Opfer ein Schüler des finsteren Magiers war, der Lesleys Gesicht entstellte? Fest entschlossen, die Ordnung seiner Stadt wiederherzustellen, begibt sich Peter auf die Jagd. Und wenn er darüber Lateinvokabeln vernachlässigt und magische Übungsstunden bei seinem Boss Detective Inspector Thomas Nightingale versäumt, ist das sicher verzeihlich. Schließlich muss er Prioritäten setzen.

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Verfasst von - 4. April 2018 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Susie Orbach – Bodies: Schlachtfelder der Schönheit

Susie Orbach ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der Psychoanalyse und der Psychotherapie. Als Expertin für Essstörungen und das enge Verhältnis von Körper und Selbstwertgefühl führt sie seit Jahrzehnten eine Praxis in London, gründete 1976 das „Women’s Therapy Centre“, veröffentlichte mehrere Bücher (darunter der Bestseller „Anti-Diät-Buch“) und behandelte Prinzessin Diana wegen ihrer Bulimie. Sie ist eine engagierte Feministin, die unermüdlich die Prozesse unserer Gesellschaft demaskiert, die unser Körpergefühl zielgerichtet unterminieren, Unsicherheiten bewusst provozieren, aus selbigen profitieren und uns in einen Krieg gegen den eigenen Körper treiben. Sie trug entscheidend zur feministischen Debatte bei, in der das Empfinden von Körperlichkeit heute mehr denn je als essenzieller Faktor für die Entwicklung einer gesunden Persönlichkeit angesehen wird.

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Anonymus – Das Buch des Todes

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Anfang 2016 habe ich mir vorgenommen, in diesem Jahr die „Bourbon Kid“-Reihe von Anonymus zu beenden. Im Mai startete ich voller Elan mit dem dritten Band in dieses Vorhaben. Leider enttäuschte mich „Das Buch ohne Gnade“, weil es weder die Geschichte weiterführte, noch qualitativ an die beiden Vorgänger heranreichte. Ich war irritiert. Was sollte ich mit dieser losgelösten Episode anfangen? Und was sagte sie über das Finale der Reihe aus, „Das Buch des Todes“? Aufgrund meiner Zweifel hatte ich Hemmungen, weiterzulesen und verschob die Lektüre des letzten Bandes wieder und wieder. Im Dezember beschloss ich, dem Elend ein Ende zu setzen. Ich wappnete mich mit geringen Erwartungen und nahm mir endlich „Das Buch des Todes“ vor.

Santa Mondegas Straßen schwimmen in Blut. Nur wenige Stunden sind vergangen, seit der Bourbon Kid in einer Orgie der Gewalt Menschen und Vampire gleichermaßen massakrierte. Aber er erwischte nicht alle. Ausgerechnet die ehemalige Mumie Gaius Rameses ist noch immer quicklebendig. Na ja, oder so lebendig, wie ein Untoter eben sein kann. Nun plant der König der Vampire, mithilfe des Auge des Mondes die Weltherrschaft an sich zu reißen. Der Kid ist der einzige, der ihn aufhalten könnte, sieht sich im Moment allerdings mit einem lästigen Problem konfrontiert: das Auge des Mondes gab ihm seine Seele zurück. Mit diesem unnützen Ballast kann er sich nicht in den gnadenlosen Killer verwandeln, der er sein muss, um eine von Vampiren regierte Zukunft zu verhindern. Er muss sie loswerden. Mit qualmenden Reifen macht er sich auf den Weg zum Devil’s Graveyard, denn glücklicherweise kennt er da jemanden, der für das Ding eher Verwendung hat als er…

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Verfasst von - 29. Dezember 2016 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Carolyn Crane – Double Cross

„Double Cross“

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Reihe: The Disillusionists #2

Autor: Carolyn Crane

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 326 Seiten

Verlag: Spectra

Sprache: Englisch

ISBN: 0553592629

Genre: Fantasy > Urban Fantasy

ausgelesen am: 23.06.2015

Bewertung:

Die Trilogie The Disillusionists von Carolyn Crane habe ich vor fast genau einem Jahr begonnen. „Mind Games“ weckte mein Interesse, weil die Idee hinter diesem Urban Fantasy – Roman völlig anders war als alles, was ich bis dato in diesem Genre gelesen hatte und gänzlich ohne Vampire, Werwölfe und Magie auskommt. Die Geschichte stützt sich auf Psychologie: die Protagonistin Justine Jones wird dank ihrer pathologischen Hypochondrie in ein Team zur Verbrechensbekämpfung aufgenommen, in dem sie lernt, ihre Angst zu kanalisieren, in Kriminelle zu leiten und sie somit dauerhaft zu besseren Menschen zu machen. So großartig dieser Ansatz ist, vollauf überzeugt war ich von „Mind Games“ nicht. Carolyn Crane konzentrierte sich meiner Ansicht nach zu sehr auf Justine und vernachlässigte die Nebencharaktere. Vom zweiten Band „Double Cross“ erhoffte ich mir daher einen intensiveren Einblick in die Arbeit der Desillusionisten.

Seit Otto Sanchez, der Bürgermeister von Midcity, und Packard, Justines Boss, einen Deal aushandelten, der Packard aus seinem Gefängnis im Mongolian Delites befreite, haben die Desillusionisten alle Hände voll zu tun. Stück für Stück desillusionieren sie Ottos Gefangene – kriminelle Highcaps, die mit ihren übermenschlichen Fähigkeiten furchtbare Verbrechen begingen. Für Justine ist diese Mission sehr persönlich, denn sie möchte Otto entlasten und so das Risiko eines tödlichen Hirnaneurysmas verringern. Doch es sind nicht nur die Gefangenen, die Ottos Kräfte herausfordern. Eine Gruppe von Serienkillern versetzt Midcity in Angst und Schrecken. Ihre Ziele sind ausgerechnet die Highcaps der Stadt, wodurch auch Otto und Packard in permanenter Gefahr schweben. Hin und her gerissen zwischen diesen äußerst unterschiedlichen Männern muss Justine die Hinweise aus der Vergangenheit der beiden entschlüsseln, um die Mörder aufzuhalten.

Leider musste ich feststellen, dass „Double Cross“ keine Verbesserung im Vergleich zu „Mind Games“ darstellt. Das Niveau bleibt erhalten, was bedeutet, dass dieser zweite Band erneut voll und ganz um Justine herum konstruiert ist. Vielleicht sogar noch mehr als der Vorgänger.
Ich habe „Double Cross“ ganz gern gelesen, doch meine Erwartungen wurden nicht erfüllt. Besonders problematisch fand ich, dass Carolyn Crane weit von ihrer Ausgangsidee weg geht und die Desillusionisten kaum noch thematisiert. Stattdessen steht die Mordserie in Midcity im Fokus; eine etwas ungelenke, verschachtelte Haupthandlungslinie, die Crane krampfhaft mit Ottos und Packards Vergangenheit in Verbindung zu bringen versuchte. Ich empfand das als unnötig, denn die beiden Handlungsstränge hätten auch unabhängig voneinander funktioniert. Justines Entdeckung dieser Verbindung kam reichlich kompliziert zu Stande und war vermutlich überhaupt nur möglich, weil Crane darauf bestand, dass Justine diejenige sein musste, die das Rätsel der Serienmorde und ihrer Motivation löst. Sie hat sich wirklich angestrengt, Justine als strahlende Heldin zu inszenieren – für mich war sie das allerdings nicht. Ich war überrascht davon, wie rapide meine Sympathie für die Protagonistin immer weiter abnahm, da ich sie im ersten Band durchaus mochte. In „Double Cross“ wirkt sie weniger unabhängig und lässt sich leicht manipulieren, wodurch ich den Eindruck hatte, sie sei ein Fähnchen im Wind und nicht gerade gefestigt in ihren Meinungen und Ansichten. Ich verstehe zwar, dass sie eine Gewissenskrise bezüglich des Desillusionierens durchmacht, sich nicht mehr sicher ist, ob sie das Richtige tut und an Ottos Empfinden für Recht und Unrecht zweifelt, doch so launenhaft hätte ich sie nicht eingeschätzt. Speziell ihr Boss Packard bekommt das zu spüren. Ihm gegenüber ist sie häufig hysterisch und nimmt prinzipiell das Schlechteste von ihm an, obwohl es dafür eigentlich keinen Anlass gibt. Ja, er hat ihr verschwiegen, dass sie durch das Zingen an ihn gebunden ist. Das ändert jedoch nichts daran, dass er ihr Leben maßgeblich verbesserte, indem er ihr eine Möglichkeit schenkte, mit der Angst fertig zu werden, die ihre pathologische Hypochondrie verursacht. Außerdem verhält er sich ihr gegenüber immer korrekt und anständig. Ich finde ihn schwer in Ordnung und kann nicht verstehen, wieso er sich zu Justine hingezogen fühlt, schließlich weiß sie nicht zu schätzen, was er für sie getan hat und dass er sie so akzeptiert, wie sie eben ist. Stattdessen flüchtet sie in die Arme von Otto, den ich bereits in „Mind Games“ unangenehm fand. Ich traue ihm nicht und empfand es als beunruhigend, wie sehr er an Justine klebt und sie emotional unter Druck setzt. Mit ihm kann sie nicht sie selbst sein. Es erstaunte mich nicht, dass er gegen Ende des Buches sein wahres Gesicht zeigt. Die Wendung an sich empfand ich jedoch durchaus als überraschend und äußerst spannend – sie macht Lust auf mehr.

„Double Cross“ bot mir nicht die ultimative Steigerung, auf die ich gehofft hatte, aber es hat mich gut unterhalten. Besonders das Ende gefiel mir sehr, sodass ich auf jeden Fall das Finale der Trilogie lesen werde. Ich will einfach wissen, wie Justines Geschichte ausgeht. Ich wünsche mir, dass sie ihre Stärke zurück erlangt und wieder zu der Frau wird, die mir zu Beginn von The Disillusionists so imponierte.
Dieser zweite Band ist eine Lektüre für LiebhaberInnen erwachsener Urban Fantasy, die ungewöhnliche Wege beschreitet. Für QuereinsteigerInnen ist er nicht geeignet, doch als Fortsetzung ist er angenehm kurzweilig und bietet eine ganze Palette abwechslungsreicher Emotionen, sowohl für die Figuren als auch für die LeserInnen.

 
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Verfasst von - 10. Juli 2015 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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