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Schlagwort-Archive: Humor

Royce Buckingham – Dämliche Dämonen

Die „Demonkeeper“-Trilogie von Royce Buckingham ist einer der kuriosen Fälle, in denen eine Veröffentlichung im Ausland erfolgreicher war als das Original. Obwohl der US-Amerikaner in seiner Heimat positive Resonanz erhielt, wurde er erst in Deutschland zu einem Bestsellerautor. Der Auftakt „Dämliche Dämonen“ war bei uns so beliebt, dass der deutsche Verlag Penhaligon zwei weitere Bände in Auftrag gab. Ich glaube, ich habe noch nie gehört, dass Fortsetzungen von einem ausländischen Verlag initiiert wurden. Mir war gar nicht klar, dass das möglich ist. Als ich „Dämliche Dämonen“ vor vielen Jahren auf meine Wunschliste setzte und später kaufte, wusste ich nicht, dass es ein Bestseller ist. Es erklärt jedoch, warum mir das Buch von Amazon überhaupt vorgeschlagen wurde.

Erst einen Monat ist Nathan Grimlock auf sich gestellt und schon hätte er sich beinahe vom TIER fressen lassen. Seit dem tragischen Tod seines Mentors Dhaliwahl kümmert sich Nathan mitten in Seattle allein um ein Haus voller Dämonen. Die Rasselbande ist anstrengend, aber meistens harmlos. Trotzdem fühlt sich Nathan nicht gerade wie der mächtige Hüter, der er sein sollte. Eher wie eine Mischung aus Kindergärtner und Zoowärter. Es hilft auch nicht, dass Dhaliwahl ihm eintrichterte, dass Mädchen Tabu sind. Als er beschließt, diese eine Regel ausnahmsweise zu ignorieren, geht prompt alles schief, was schiefgehen kann. Das TIER büxt aus und ein finsterer Geselle nähert sich Seattle, der die chaotische Energie der Dämonen für seine Zwecke missbrauchen will. Nathan muss die Ordnung wiederherstellen, ohne dabei über seine dämonischen Gefährten zu stolpern, die ihren Hüter natürlich tatkräftig unterstützen!

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Verfasst von - 13. Juli 2021 in Fantasy, Humor, Rezension, Urban Fantasy

 

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Terry Pratchett – Schweinsgalopp

In Terry Pratchetts „Scheibenwelt“ gibt es kein Weihnachten. Das Weihnachtsfest wie wir es kennen kann dort nicht stattfinden, weil die damit verbundene christliche Mythologie auf der Scheibenwelt gänzlich unbekannt ist. Allerdings sind viele der Bräuche, die wir bis heute anlässlich von Weihnachten und Silvester praktizieren, deutlich älter als das Christentum. Deshalb hatte Pratchett keinerlei Hemmungen, mithilfe dieser Traditionen für den 20. Band „Schweinsgalopp“ eine Scheibenwelt-Variante von Weihnachten zu entwickeln, die natürlich etwas anders ausfällt. Weihnachten feiert man nicht dort nicht vom 24. bis 26. Dezember, man feiert es an Silvester und Kinder werden nicht vom Weihnachtsmann besucht, sondern vom Schneevater. Bisher jedenfalls…

Überall auf der Scheibenwelt feiert man Silvester. Zum Jahreswechsel wird dekorativ geschmückt, Familien kommen zusammen und alle Kinder warten ungeduldig auf den Schneevater. Eingehüllt in einen roten Mantel fliegt der Schneevater in seinem von vier mächtigen Ebern gezogenen Schlitten durch die Silvesternacht, besucht jedes Haus und belohnt brave Kinder mit Geschenken. Doch dieses Jahr ist das Fest bedroht. Der Schneevater ist verschwunden. Der Glaube an ihn erlischt. Das resultierende Glaubensvakuum erweckt zahllose Mini-Gottheiten zum Leben, die niemand braucht und die jede Menge Ärger verursachen. Ein Ersatz muss her. Da niemand sonst den Job übernehmen kann, springt Tod ein. Sein Kostüm sitzt zwar nicht richtig und mit dem fröhlichen Lachen hat er so seine Probleme, aber Geschenke zu verteilen gelingt ihm erstaunlich gut. Währenddessen versucht seine überaus vernünftige Enkelin Susanne herauszufinden, was mit dem echten Schneevater passiert ist. Wo ist er? Wurde er entführt? Und was hat eigentlich die Zahnfee mit seinem Verschwinden zu tun?

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Verfasst von - 31. Dezember 2020 in Fantasy, High Fantasy, Humor, Rezension

 

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Terry Pratchett – Der fünfte Elefant

Kommandeur Samuel Mumm der Stadtwache von Ankh-Morpork ist eine wiederkehrende Hauptfigur in Terry Pratchetts „Scheibenwelt“. Er taucht in 13 Romanen auf, ist ein Mensch in den Vierzigern und stammt von „Steingesicht“ Mumm ab, der die Stadt einst von ihrem letzten, verbrecherischen König befreite, dafür allerdings selbst hingerichtet wurde. Seiner Familie wurden alle Besitztümer aberkannt und ihr Wappen gebannt. Samuel Mumm stellte die Ehre seines Namens durch seine Verdienste in der Stadtwache wieder her. Er wurde vom Patrizier Lord Vetinari zum Ritter geschlagen und in den Stand des Herzogs von Ankh erhoben. Er trägt diesen Titel widerwillig und möchte mit Politik eigentlich nichts zu tun haben, kann es jedoch nicht immer vermeiden, wie wir im 24. Band „Der fünfte Elefant“ erfahren.

Kommandeur Mumm versteht sich auf die Verbrecherjagd. Auf Diplomatie versteht er sich hingegen nicht, was ihn jedoch nicht daran hindert, als Herzog von Ankh gelegentlich auf wichtige Zehen zu trampeln. Nun soll er auf Geheiß des Patriziers sein entschieden undiplomatisches Geschick im Ausland einsetzen und Ankh-Morpork bei der Krönung des Niederen Königs der Zwerge in Bums vertreten. Bums liegt in Überwald, wo man das Wort „Fortschritt“ noch für eine ansteckende Krankheit hält. Trotzdem ist die Krönung ein politisches Großereignis, bei dem alle Regierungen, die etwas auf sich halten, zugegen sein werden und die ideale Gelegenheit, Ankh-Morpork lukrative Handelsverträge zu sichern. Dumm nur, dass ausgerechnet jetzt die Steinsemmel, das traditionelle zwergische Symbol der Königswürde, gestohlen wurde. Adelstitel hin oder her, einem ordentlichen Verbrechen kann Mumm nicht widerstehen und nimmt die Ermittlungen zwischen Zwergen, Vampiren und Werwölfen auf. Manchmal sind sich Diplomatie und Verbrecherjagd doch erstaunlich ähnlich.

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Verfasst von - 1. Dezember 2020 in Fantasy, High Fantasy, Humor, Rezension

 

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A. Lee Martinez – Diner des Grauens

Lese ich Interviews des texanischen Autors A. Lee Martinez, beschleicht mich das Gefühl, dass der Mann einige Jahrzehnte zu spät geboren wurde. Seine Auffassung der Schriftstellerei sowie der Fantasy und Science-Fiction entspricht eher der Tradition der Pulp Literatur als modernen Standards. Während sich heutzutage sowohl der Buchmarkt als auch Autor_innen häufig scheuen, Neues auszuprobieren und lieber bei bewährten Mustern bleiben, sieht Martinez jeden weiteren Roman als Chance, mit Handlungsstrukturen und Charakteren zu experimentieren. Deshalb decken seine Bücher ein breites Spektrum ab und lassen sich nicht pauschal kategorisieren. Seinen Durchbruch feierte er mit „Diner des Grauens“, in dem er eine skurrile Geschichte erzählt, die auf den Seiten von Weird Tales sicher eine Heimat gefunden hätte.

In Rockwood passieren viele seltsame Dinge. In letzter Zeit sind diese Seltsamkeiten allerding noch … Nun, seltsamer als üblich. Seit Wochen wird die kleine Stadt von Zombies terrorisiert. Sie scheinen ein außerordentliches Interesse an Gil’s All Night Diner zu haben, ein ranziger Imbiss am Rand der Wüste. Am Essen kann das jedenfalls nicht liegen. Loretta, die das Diner übernahm, nachdem der alte Gil plötzlich spurlos verschwand und deren Cellulitedellen fast schon legendär sind, gibt ihr Bestes, um die wandelnden Toten mit ihrer Schrotflinte in Schach zu halten, aber egal wie viele sie abknallt, es kommen immer mehr und schaden dem Geschäft. Zu ihrem Glück schneien eines Abends Duke und Earl durch ihre Tür. Der massige Werwolf und der dürre Vampir sind eigentlich nur auf der Durchreise, erklären sich jedoch bereit, Loretta zu helfen. Sie finden heraus, dass Zombies noch das geringste Problem in Rockwood sind. Aber wer hätte schon gedacht, dass die Apokalypse in einem schmuddeligen Diner lauert?

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Verfasst von - 18. November 2020 in Fantasy, Horror, Humor, Rezension, Urban Fantasy

 

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Jahresrückblick 2019: Zahlen, Diagramme und ein bisschen Sentimentalität

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich kann es kaum glauben. Mein Jahresrückblick 2019 ist tatsächlich innerhalb der ersten zwei Wochen des Jahres 2020 fertig geworden! Ich finde, das verdient einen Tusch! Es hat sich ausgezahlt, dass ich dieses Mal sehr diszipliniert war und bereits zum Jahresende angefangen habe, mein Resümee zusammenzustellen. Übrigens, laut Duden ist ein Resümee eine „knappe Inhaltsangabe“ oder „kurze Zusammenfassung“. Nun, das ist hier nicht der Fall. Mit „kurz und knapp“ kann ich nicht dienen – wie auch, schließlich soll dieser Rückblick 12 volle Lesemonate statistisch und emotional Revue passieren lassen.

Wie immer habe ich eine zweigeteilte Struktur gewählt, um euch die verschiedenen Facetten meines vergangenen Lesejahrs zu präsentieren. Im ersten Part werden wir 2019 statistisch aufarbeiten und anhand der Fakten ein objektives Fazit ziehen. Dafür habe ich bei Piktochart Infografiken erstellt, die euch mithilfe von Zahlen und Diagrammen einen transparenten Überblick verschaffen. Ich werde jede Kategorie einzeln kommentieren und interpretieren, damit ihr das nötige Kontextwissen erhaltet, um zu verstehen, wie die Statistiken einzuordnen sind. Ich möchte mich im Voraus dafür entschuldigen, dass die Legenden der Diagramme nicht mehr so gut zu lesen sind; das liegt einfach daran, dass Piktochart die Aufmachung veränderte und ich die Schriftgröße leider nicht beeinflussen kann. Ich bemühe mich, Zahlen und Prozentangaben in meinen Diskussionsabschnitten zu erwähnen, damit ihr diese trotzdem kennenlernt. Außerdem werde ich natürlich den Bezug zu den vergangenen Jahren herstellen, denn die entscheidende Frage, die es zu beantwortet gilt, lautet: Wie entwickelt sich mein Leseverhalten?

Im anschließenden zweiten Part machen wir es uns bequem, lehnen uns zurück und lassen 2019 emotional Revue passieren, Popcorn, Chips und Erfrischungen inklusive. Dafür werde ich 30 Fragen beantworten, die ursprünglich von Martina Bookaholics stammen. Seit einigen Jahren bietet sie das Formular nicht mehr auf ihrer Website an, deshalb habe ich auf die alte, bewährte Version von 2016 zurückgegriffen und meinen Header, den ich letztes Jahr erstellt habe, aktualisiert. Ich lade euch in die Kommandozentrale meines Bücherhirns ein; in dem kleinen Büro in einem Nebenraum meines Lektürearchivs wird es für uns alle vermutlich reichlich eng, aber ich habe Kissen und Decken ausgelegt, damit ihr es euch gemütlich machen könnt!

Habt ihr Lust auf einen ausführlichen Ausflug in die jüngste Vergangenheit? Dann klemmt euch die Sepiabrille auf die Nase, lasst euch von einem sentimentalen Harfenthema in die richtige Stimmung bringen und schon starten wir mit meinem Jahresrückblick 2019!

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Verfasst von - 14. Januar 2020 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Montagsfrage: Unbeachtet, vergessen, unbekannt?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Das Projekt „Diskutieren wir den Literaturnobelpreis“ nimmt Gestalt an. Ich habe angefangen, den Beitrag zu schreiben und bin mehr denn je überzeugt, dass wir diese kritische Auseinandersetzung brauchen. Ich bin allerdings noch nicht sicher, welche Ausmaße das Ganze annehmen wird. Um meine Argumente fundiert darzulegen, muss ich natürlich erst mal eine Faktenlage schaffen und wie immer kann ich mich einfach nicht kurz fassen. Mir schwant, dass ich das Projekt aufteilen muss. Es kann also gut sein, dass wir uns das Thema in Etappen und mehreren Beiträgen vornehmen müssen.
Aber das soll euch noch nicht kümmern, denn heute beantworte ich erst einmal die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise und für morgen habe ich etwas ganz Besonderes für euch vorbereitet. Spürt ihr die Neugier? Dann schaut morgen vorbei! 😉

Welches Buch ist eher unbekannt, sollte aber ein Klassiker sein?

Um die heutige Frage zu beantworten, bin ich meine Rezensionen durchgegangen und habe abgewartet, bei welchem Buchtitel es in meinem Inneren klickt. Über die Jahre habe ich selbstverständlich eine Menge gute Bücher gelesen, aber nur wenige, die meiner Meinung nach unbedingt in den erlesenen Kreis der Klassiker aufgenommen werden sollten. Am Ende meiner kleinen Recherche blieben vier Bücher übrig: „Kings of the Wyld“ (The Band #1) von Nicholas Eames, ein Reihenauftakt, der hoffentlich eines Tages zu den Klassikern der High Fantasy zählt; „The long way to a small, angry planet“ (Wayfarers #1) von Becky Chambers, das uns lehrt, das intergalaktische Toleranz möglich ist; „The Power“ von Naomi Alderman, das definitiv nicht unbekannt, für den Status „Klassiker“ allerdings noch etwas jung ist und „Beauty Queens“ von Libba Bray. Ich möchte heute über „Beauty Queens“ sprechen, weil es meiner Ansicht nach am dringendsten gesteigerte Aufmerksamkeit benötigt.

Libba Bray ist eine erfolgreiche Young Adult – Autorin, die einigen von euch vielleicht durch ihre Reihe „The Diviners“ oder die Trilogie „Der Geheime Zirkel“ ein Begriff ist. Zu diesen Geschichten kann ich nichts sagen, denn ich habe sie (noch) nicht gelesen. Mein erster Kontakt mit Bray ereignete sich im Februar 2015, als ich „Beauty Queens“ auf meine Wunschliste setzte. Der Einzelband hatte meine Neugier durch das Cover und die absurd klingende Inhaltsangabe geweckt. Die Ausgangssituation ist schnell erklärt: die 50 Teilnehmerinnen des Miss Teen Dream Schönheitswettbewerbs stürzen mit ihrem Flugzeug über einer kleinen einsamen Insel ab und müssen in der Wildnis auf sich selbst gestellt überleben. Ich erwartete jede Menge unterhaltsames Teenagerdrama, Zickerei und Tränen vor einer paradiesischen Kulisse und freute mich auf einige Lacher auf Kosten der potenziellen Schönheitsköniginnen.

Was Libba Bray mir tatsächlich präsentierte, ist ein sensationelles Buch über weibliches Empowerment. Diese Geschichte hinterfragt jedes Genderklischee und kritisiert die gesellschaftlichen Mechanismen von Kapitalismus, Sexismus, Rassismus und ganz allgemein Diskriminierung in jeder Couleur. Es ist eine zynische, spitzzüngige Satire, deren abenteuerliche, manchmal comicähnliche Handlung einen lockeren, bittersüßen Rahmen für die bedeutende Entwicklung der Figuren bietet. Auf der Insel entdecken unsere unerschrockenen Heldinnen nämlich, dass sie den Quatsch mit dem Schönheitswettbewerb gar nicht nötig haben. Sie erkennen, wie viel Stärke in ihnen steckt und erkämpfen sich Selbstbestimmung. „Beauty Queens“ ist ein breit grinsendes Ausrufezeichen des Feminismus, ein Buch, das Emanzipation mit viel schrägem Humor freudig feiert und Leser_innen vermittelt, dass wahre Selbstliebe nicht von gesellschaftlichen Normen und Erwartungen abhängt. Es ist wichtig, befreiend und absolut lesenswert.

Meiner Meinung nach gebührt „Beauty Queens“ nicht nur das Prädikat „Klassiker“, sondern gehört in Lehrpläne weltweit. Es ist vor allem für junge Leser_innen bedeutend, weil es eine Botschaft verbreitet, die in unserer modernen Zeit oft viel zu kurz kommt: Du bist okay wie du bist. Du bist genug. Verschwende dein Potential nicht damit, unrealistischen Idealen nachzujagen. Es sollte in jedem Bücherregal einen Ehrenplatz haben, verschenkt und vorgelesen werden, Preise gewinnen, öffentliche Diskussionen anregen und in aller Munde sein. Ich bin entsetzt, dass es nie ins Deutsche übersetzt wurde und insgesamt nicht die Beachtung erhält, die es verdient. Deshalb plädiere ich heute vehement für diesen außergewöhnlichen Roman und fordere euch auf, das gute Stück sofort euren Listen hinzuzufügen. Lasst euch von der Sprachbarriere nicht aufhalten; es ist Jugendliteratur und liest sich sehr leicht, selbst, wenn ihr die englische Sprache nicht gewohnt seid. Ich versichere euch, der Aufwand lohnt sich. Befreien wir „Beauty Queens“ aus seinem tragischen Dasein im Tal der vergessenen Bücher.

Welches Buch sollte eurer Meinung nach unbedingt zu den Klassikern zählen?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen sensationellen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Jon Hollins – Fool’s Gold

Rezensionsheader Fool's Gold

Jon Hollins heißt in Wahrheit Jonathan Wood. Das Pseudonym wurde ihm vom Verlag Orbit nahegelegt, um Assoziationen mit seiner Urban Fantasy – Reihe „Arthur Wallace“, die unter seinem echten Namen erschien, zu vermeiden. Es ist nicht so einfach, Informationen über ihn zu finden, denn er besitzt keine Website. Stattdessen managt er seine digitale Präsenz über soziale Netzwerke. Auf Reddit erklärte er anlässlich des Erscheinens seines ersten High Fantasy – Romans, dass dieser eine Hommage an seine Auffassung des Genres ist, in dem es ihm zufolge im Prinzip darum geht, dass Freunde zusammen Abenteuer erleben. Erweitert man diesen klassischen Plot um ausgeklügelte Raubüberfälle in der Tradition von „Ocean’s Eleven“, erhält man „Fool’s Gold“, den Auftakt von Hollins‘ Trilogie „The Dragon Lords“.

Niemand mag Drachen. Im Kondorra Tal sind sich alle einig, dass Drachen fiese, gierige Tyrannen sind, die viel zu hohe Steuern verlangen und zum Spaß die Bevölkerung terrorisieren. Doch die Leute haben auch Angst vor ihnen. Also halten sie still und unterwerfen sich den kriminellen Gesetzen der Drachen. Will hat sich längst damit abgefunden, dass er als einfacher Bauer nichts gegen das Unrecht in Kondorra unternehmen kann. Bis zum Tag des „bürokratischen Missgeschicks“. Von jetzt auf gleich verliert er alles: seine mageren Finanzen, seine Farm, sogar sein Dach über dem Kopf. Verzweifelt flüchtet er in eine Höhle in den umliegenden Wäldern – nur um festzustellen, dass diese besetzt ist. Unversehens steht er den Söldnern Lette und Balur, der Gelehrten Quirk und dem verrückten alten Firkin gegenüber. Am Lagerfeuer tauschen sie ihre Geschichten aus. Getragen von seiner Stimmung rutscht Will versehentlich ein wahnwitziger Vorschlag heraus. Verflucht sei sein verräterisches Mundwerk! Denn welche Person bei gesundem Verstand würde schon ernsthaft erwägen, einen Drachen zu bestehlen?

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Genevieve Cogman – The Masked City

Rezensionsheader The Masked City

Die Reihe „The Invisible Library” von Genevieve Cogman ist das Ergebnis einer wilden Mischung literarischer Einflüsse. Die Idee einer interdimensionalen Bibliothek borgte sich die Autorin von Terry Pratchett, Neil Gaiman und aus dem französischen Rollenspiel „In Nomine Satanis“. Die Magie ist von Ursula K. Le Guins „Erdsee“-Saga inspiriert, die Drachen durch die chinesische Mythologie und „Sherlock Holmes“ prägte sie ebenfalls. Das Konzept von Ordnung und Chaos hingegen ist eine Exploration dessen, was ihr in Michael Moorcocks „Elric“-Romanen begegnete. Das Ranking, das die Unsichtbare Bibliothek verwendet, um alternative Welten hinsichtlich Ordnung oder Chaos zu klassifizieren, spielt im zweiten Band „The Masked City“ eine entscheidende Rolle.

Endlich fand Irene eine Heimat. Sie ist nun dauerhaft in einem alternativen viktorianischen London als Agentin der Unsichtbaren Bibliothek stationiert. Keine Reisen durch die Welten mehr, ausschließlich Aufträge mit überschaubarem Risiko. Irene ist zufrieden. Doch die Idylle ihres neuen Lebens währt nur kurz. Ihr Lehrling Kai wird von den Fae entführt. Kais Onkel, der König der Drachen, wertet den Zwischenfall als offene Kriegserklärung. Wutschnaubend beauftragt er Irene, seinen Neffen zurückzubringen. Sollte sie scheitern, wird er die Welt, aus der Kai verschleppt wurde, restlos zerstören, um ein Exempel zu statuieren. Irene findet heraus, dass Kai in eine hochgradig vom Chaos infizierte Welt gebracht wurde, in ein alternatives Venedig der Masken und Illusionen, in der der Karneval niemals endet. Irgendwie muss sie dort hingelangen, obwohl die zur Neutralität verpflichtete Bibliothek es Mitgliedern untersagt, sich in das Ringen der Mächte der Ordnung und des Chaos einzumischen. Auf sich allein gestellt bricht Irene zu einer verzweifelten Rettungsmission auf, die alles aufs Spiel setzt: Kai, ihren Job und ihr Leben.

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Verfasst von - 29. Oktober 2019 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Laurell K. Hamilton – Obsidian Butterfly

Rezensionsheader Obsidian Butterfly

Der Auftragskiller Edward ist meine absolute Lieblingsnebenfigur der „Anita Blake“-Reihe von Laurell K. Hamilton. Ich liebe seine Kompromisslosigkeit, seinen tödlichen Pragmatismus und seinen ganz speziellen Sinn für Humor. Vielleicht sollte es mir zu denken geben, wie sehr ich eine Figur, die mühelos als Soziopath durchgeht, mag, aber es beruhigt mich, dass ich mit meiner Sympathie nicht allein dastehe. Edward erfreut sich einer soliden Fanbasis, was die Autorin eingangs überraschte. Dank seiner großen Popularität erfuhr sie, dass ihre Leser_innen sich ebenso sehr für ihn interessieren wie sie selbst. Deshalb widmete sie „Obsidian Butterfly“ allen Edward-Fans, denn der neunte Band rückt ihn ins Rampenlicht.

Es gibt nur einen Menschen auf der Welt, den Anita Blake fürchtet. Mit seinen babyblauen Augen wirkt Edward wie ein netter Typ, doch Anita kennt sein wahres Gesicht: er ist ein Kopfgeldjäger, ein eiskalter Killer und vielleicht der einzige, der gut genug ist, sie zu töten. Dennoch verbindet sie eine eigenwillige Freundschaft. Deshalb zögert sie nicht, als er sie bittet, ihm bei den Ermittlungen in einer besonders grausamen Mordserie in New Mexico zu helfen. Dort angekommen stößt Anita jedoch bald an ihre Grenzen. Nicht nur belasten sie die grausigen Details des Falls und ihre Ahnungslosigkeit, welches Wesen verantwortlich sein könnte, sie erhält auch unverhoffte, tiefe Einblicke in Edwards Leben, die sie auf eine harte Probe stellen. Kann sie akzeptieren, dass sogar Edward versucht, sich ein Stück Normalität zu bewahren? Vielleicht sind sie sich doch ähnlicher, als sie dachte…

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Verfasst von - 16. Juli 2019 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Alex Marshall – A Blade of Black Steel

Rezensionsheader A Blade of Black Steel

Das erfreulich emanzipierte Frauenbild in der „The Crimson Empire“-Trilogie ist kein Versehen, sondern Absicht. Der Autor Alex Marshall konzipierte bewusst ein tolerantes Setting voller Diversität. Auf dem Stern gibt es keine Homophobie, keine Transphobie, keine sexualisierte Gewalt und bis auf eine Ausnahme auch keinen institutionalisierten Rassismus. Sein Ziel war, die Vielfalt der Realität zu repräsentieren und Diskriminierung durch deren Abwesenheit zu thematisieren. Er wollte beweisen, dass moderne Fantasy spannend und actionreich sein kann, ohne die Defizite unserer Gesellschaft zu reproduzieren. Ich finde, das ist ein mutiger Schritt, der dem Genre guttut. Umso mehr freute ich mich auf den zweiten Band „A Blade of Black Steel“.

Der Sieg der Kobalt-Kompanie war teuer erkauft. Zahllose Soldat_innen wurden von dem schwarzen Portal, das die Burnished Chain heraufbeschwor, verschluckt. Ji-hyeon und ihre Berater_innen müssen entscheiden, wie es für ihre stark dezimierten Truppen weitergehen soll. Eine erneute Offensive der königlichen Streitkräfte würden sie nicht überstehen. Doch nach dem unheilvollen Ritual sind die Fronten unklar. Es besteht die Chance, die gegnerische Generalin davon zu überzeugen, dass die Chain Pläne verfolgt, die die Autorität der Karmesinroten Königin gefährden. Um sich aus dem Patt zu manövrieren, müssen sie geeint auftreten – leider ist Maroto noch immer verschwunden und Zosia sucht von Rachedurst getrieben die Konfrontation mit ihrer Nachfolgerin. Streit und Intrigen lähmen die Kobalt-Kompanie. Gerade, als alle glauben, schlimmer könne es nicht kommen, erreichen sie Gerüchte, dass das Ritual der Chain weit bedeutendere Folgen hatte als nur ein neues Portal. Das Versunkene Königreich Jex Toth soll sich erhoben haben. Angeblich sammelt sich dort eine unmenschliche Armee, bereit, den Stern anzugreifen. Die Kobalts müssen wählen: werden sie helfen, den Stern zu schützen oder nutzen sie Gunst der Stunde für ihre eigenen Ziele?

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