RSS

Schlagwort-Archive: Historische Fiktion

[Robert E. Howard & Conan der Barbar] Kapitel 3 – Mythenschmiede nach Texas-Art (Teil 2)

Hallo und herzlich Willkommen zu einem weiteren Tag in meinem Blogprojekt „Robert E. Howard & Conan der Barbar“. Heute gehen wir in die Vollen; wir beschäftigen uns mit Roberts ersten Geschichten und den ersten bedeutenden Figuren, die er entwickelte.

Bevor Robert E. Howard davon träumen konnte, die Literatur zu revolutionieren, musste er sich erst einmal einen Namen machen. Diesen langen, steinigen Weg begann er mit zwei Genres, die ihn sein Leben lang begleiteten: historische Fiktion und lustige Western im Stil der Tall Tales.

👉 Weiterlesen

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

[Robert E. Howard & Conan der Barbar] Kapitel 2 – Robert E. Howard: Der tragische König der Kurzgeschichte (Teil 3)

Hallo und herzlich Willkommen zu einem weiteren Tag in meinem großen Blogprojekt „Robert E. Howard & Conan der Barbar“. Gestern haben wir Roberts Durchbruch als Pulp-Schriftsteller besprochen; heute widmen wir uns den vermutlich wichtigsten Ereignissen für seine professionelle Entwicklung. 1930 war ein entscheidendes Jahr für den jungen Texaner…

Robert E. Howard schrieb von Anfang an Literatur, die, wenn schon nicht explizit als Horror kategorisierbar, zumindest unheimlich, gruselig und/oder bedrohlich war. Bereits im August 1925, etwa ein Jahr nach seiner ersten Veröffentlichung bei Weird Tales, brachte das Magazin seine Geschichte „In the Forest of Villefère“, eine Werwolf-Erzählung in der Tradition französischer Volkssagen (Hat da jemand „Gévaudan“ gesagt?). Den Höhepunkt seines schauerlichen Schaffens erreichte er jedoch erst nach 1930, denn in diesem Jahr lernte er H.P. Lovecraft kennen.
Howard Phillips Lovecraft, der von 1890 bis 1937 lebte, war ein literarischer Gigant, dessen Namen man heute wohl niemandem mehr erklären muss. Sein Cthulhu Mythos ist Legende. In den 1930ern war er einer der Star-Autoren und Veteranen der Pulp Magazine, der von den Leser_innen verehrt wurde. Darüber hinaus war er der Kopf eines weiten literarischen Zirkels, der sich über die gesamten USA verteilte. Lovecrafts erhaltene Korrespondenz umfasst mehr als 100.000 Briefe, die er an hunderte von Menschen schrieb. Er liebte es, Bekanntschaften zu schließen und Kontakt zwischen seinen verschiedenen Bekanntschaften herzustellen. Heute würde man ihn wohl als Networker bezeichnen, eine Rolle, in der er aufging. Robert E. Howard wurde Teil dieses elitären Clubs, weil er es im Juni 1930 wagte, Lovecraft zu kritisieren.

👉 Weiterlesen

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

[Robert E. Howard & Conan der Barbar] Kapitel 2 – Robert E. Howard: Der tragische König der Kurzgeschichte (Teil 2)


Hallo und herzlich Willkommen zu einem weiteren Tag in meinem großen Blogprojekt „Robert E. Howard & Conan der Barbar“. Gestern haben wir begonnen, uns mit Roberts Biografie zu beschäftigen, dieses Kapitel führen wir heute weiter. Ende 1924 verzeichnete der junge, aufstrebende Autor seine ersten Verkäufe und platzierte Geschichten im Pulp Magazin Weird Tales. Nun hatte er Blut geleckt…

Angestachelt vom plötzlichen Erfolg seiner ersten Verkäufe schrieb Robert E. Howard ab 1925 fieberhaft und wie im Wahn, nicht selten 12 Stunden pro Tag. Es gibt Hinweise darauf, dass Hester ihn in der Verwirklichung seines Traums unterstützte; wie sein Vater auf die Schreiberei reagierte, ist hingegen nicht bekannt. Mark Finn mutmaßt, dass Isaac abwartete, wie viel Geld die Bemühungen seines Sohnes einbrachten. Robert lebte ja noch immer in ihrem Haus und steuerte zuerst nichts zum Auskommen der Familie bei. Er war permanent pleite, denn mehr als ein kleines Taschengeld stellten ihm seine Eltern nicht zur Verfügung. Im Frühling 1925 sah er sich daher gezwungen, einen Nebenjob anzunehmen, um seine Ausgaben zu decken. Er versorgte die örtlichen Zeitungen mit Nachrichten von den Ölfeldern. Es war der erste von vielen harten, oft unterbezahlten Jobs, die Robert ertragen musste, bis er als Schriftsteller so erfolgreich war, dass er vom Schreiben leben konnte und vermittelt einen Eindruck davon, was sein prinzipielles Problem mit diesen Stellen war. Er musste mit Leuten, die er nicht mochte, über ein Thema sprechen, das er nicht mochte. Egal, wo er Arbeit in Cross Plains und Umgebung fand, überall kam er in Kontakt mit dem Ölboom, den er so leidenschaftlich verfluchte: entweder mit den Ölfirmen oder mit den Arbeitern auf den Ölfeldern. Cross Plains profitierte unterm Strich von der Ölindustrie und tätigte kluge städtische Investitionen (zum Beispiel wurde eine neue Schule gebaut), aber Robert wollte das nicht anerkennen und konzentrierte sich stets auf die negativen Aspekte des Booms. Er lehnte alles, was irgendwie mit dem Öl in Verbindung stand, kategorisch ab.

Außerdem hatte Robert so seine Schwierigkeiten mit Autorität. Bereits in der Schule widerstrebte es ihm, dass ihm vorgegeben wurde, was er zu denken, zu lesen und wie er sich zu verhalten hatte. Im Berufsleben wurde das natürlich nicht besser. Jetzt musste er Anweisungen von Menschen ausführen, die er oft weder mochte noch respektierte, ob diese ihm nun sinnvoll erschienen oder nicht. Sein aufbrausendes, hitziges Temperament tat sein Übriges. Das konnte nicht gutgehen und er kündigte mehrfach, weil er sich mit seinen Vorgesetzten in die Haare bekommen hatte. Bis zu einem gewissen Grad kann ich das nachvollziehen. Diese Jobs sollten ihn finanzieren, bis er hauptberuflich als Schriftsteller arbeiten konnte. Sein Herz hing am Schreiben, nicht an den Aushilfestellen, die er in Cross Plains übernahm. Es war ihm nicht wichtig, was er tat; das Geld war das Einzige, das zählte. Trotzdem wäre ihm etwas mehr Pragmatismus wohl gut bekommen. Meiner Meinung nach setzte er alles auf eine Karte und ging damit ein unnötiges Risiko ein. So sehr ich seine Zielstrebigkeit bewundere und obwohl sein Erfolg letztlich alle Kritik als obsolet kennzeichnet, bestand immer die Möglichkeit, dass ihm niemals der große Durchbruch gelungen wäre. Warum also nicht aufs College gehen, einen Beruf erlernen, der ihm als Standbein hätte dienen können und nebenbei weiterschreiben? Robert E. Howards Karriere ist ein leuchtendes Beispiel für die Früchte unerbittlicher Arbeit. Scheitern kam für ihn einfach nicht in Frage. Aber der Leistungszwang, den er dadurch auf sich selbst ausübte, war ungesund und nicht nachahmenswert. Rückblickend scheint es fast, als hätte er unter Zeitdruck gestanden.

👉 Weiterlesen

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Montagsfrage: Die goldene Ausnahme?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Das Howard/Conan-Projekt befindet sich in der heißen Phase. Ich schreibe aktuell meine Rezension. Das ist zwar auch nicht ganz so leicht, wie ich gehofft hatte, weil es nach so langer Zeit beinahe unmöglich ist, meine Empfindungen und Gedanken vor meiner Recherchemission von meinem jetztigen Wissensstand abzukoppeln, aber ich genieße es, mich auf meine subjektive Meinung konzentrieren zu können. Keine Quellenchecks, keine Widersprüchlichkeiten mehr. Ich bin zuversichtlich, dass ich nur noch ein paar Tage brauche. Dann stehen die inhaltlichen Beiträge alle. Endlich. Danach werde ich nur noch eine Einleitung und ein Fazit schreiben, da ich es seltsam fände, ein so umfangreiches Projekt kontextlos zu beginnen und abrupt zu beenden und kann mich anschließend mit Formatierungsaspekten beschäftigen. Mit etwas Glück kann ich vielleicht schon nächste Woche mit meinem grafischen Konzept beginnen, auf das ich mich sehr freue, weil ich jetzt schon ewig Ideen mit mir herumtrage und es kaum erwarten kann, diese endlich umzusetzen. So langsam gewinne ich einen Eindruck davon, wann das Ganze möglicherweise online gehen könnte. September vielleicht? Wir werden sehen.

Da die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise sich nach der heutigen Ausgabe in die Sommerpause verabschiedet und erst im September wieder stattfindet, könnte es im August daher ziemlich ruhig hier auf dem Blog werden. Lasst euch davon nicht täuschen. Ich lebe weiterhin. Ich arbeite nur fieberhaft in beinahe jeder freien Minute am Projekt.

Nun wollen wir aber erst einmal sehen, was Antonia von uns wissen will, bevor sie in die Ferien verschwindet.

Welches Buch aus einem Genre, das du eigentlich nicht magst, magst du?

Das ist eine schöne Frage, die mir die Gelegenheit gibt, mich mal ein bisschen selbst zu loben. Ich bin nämlich sehr stolz darauf, dass ich in den vergangenen Jahren so gut wie all meine Genre-Vorurteile überwunden habe und deshalb kein Buch mehr ablehne, nur weil es Genre XY zugerechnet wird. Das heißt nicht, dass ich keine Vorurteile mehr habe (es ist wirklich schwer, die nachhaltig loszuwerden, wenn sie sich erst mal festgesetzt haben), aber ich bin jetzt an einem Punkt, an dem ich nicht mehr behaupten kann, dass ich bestimmte Genres grundsätzlich nicht mag. Diese Zeiten sind vorbei und ich finde, dass diese Entwicklung eine ganz schöne Leistung ist.

Wie habe ich das gemacht? Ich habe außerhalb meiner Komfortzone gelesen und der leisen Stimme meiner Neugier nachgegeben, selbst wenn Zweifel und Skepsis laut brüllten. Dadurch habe ich festgestellt, dass Genrezuordnungen zu mentalen Stereotypen führen, die die Vielseitigkeit unserer literarischen Kategorien völlig verkennen. Ich dachte zum Beispiel immer, dass ich Krimis und historische Fiktion nicht mag. Doch dann entdeckte ich die Reihe „Nicolas Le Floch“ von Jean-François Parot, in der es um Kriminalfälle im Paris des 18. Jahrhunderts geht. Siehe da, die Kombination funktioniert für mich hervorragend. Mittlerweile habe ich drei Bände im Regal stehen und werde Nicolas sicher auch weiterhin bei seinen Ermittlungen begleiten. Ganz normale Krimis zählen bis heute nicht zu meinen Favoriten, weil sie mich nicht genug fordern und erst recht nicht schockieren (anders als ihre Verwandten, die Thriller), doch ich kann nicht mehr sagen, dass ich sie prinzipiell nicht mag. Im Fall der historischen Fiktion habe ich lange gebraucht, um meine Nische zu finden, weil es dauerte, bis ich begriff, dass „historisch“ nicht automatisch „mittelalterlich“ heißen muss. Romane wie „Die Wanderhure“ werde ich wohl nie meinem Regal hinzufügen, aber das 18. und 19. Jahrhundert sowie die Antike faszinieren mich. Ich glaube, jeder Bücherwurm kann in den Subgenres fündig werden, wenn er oder sie sich die Mühe macht, sie zu erkunden. Das ist natürlich ein Prozess und Fehlschläge sind vorprogrammiert. Ich erinnere mich mit Grauen an meine Versuche mit historischer Wikinger-Fiktion, die sich alle als Griff ins Klo entpuppten. Heute bin ich trotzdem froh, dass ich nicht aufgegeben und meinen individuellen, persönlichen Lesegeschmack dadurch so viel besser kennengelernt habe.

Es gibt eine Ausnahme. Eine muss es geben, oder? Chic-Lit. Frauenliteratur. Schmachtfetzen über Protagonistin XY, die ihren Verlobten am Altar stehen lässt, nach Italien durchbrennt, dort eine kleine Eisdiele eröffnet und der Liebe ihres Lebens begegnet, aber ist sie überhaupt schon wieder bereit, sich zu öffnen und ist der Latin Lover nicht viel zu wenig vertrauenswürdig, ach egal, was wäre das Leben ohne Risiko, Happy End. Brr. Ich kann das einfach nicht. Ich kann da nicht mitfühlen. Das einzige, was ich bei dieser… nennen wir es mal großzügig Literatur fühle, ist, wie sich meine Augen nach oben in meinen Hinterkopf rollen. Ich finde das alles albern und stereotyp und sowas von gar nicht emanzipiert. Das Frauenbild, das vermittelt wird, ist das absolute Gegenteil von Feminismus und darüber kann ich in diesem speziellen Fall nicht hinwegsehen, weil ES. DER. EINZIGE. INHALT. IST. Ihr seht, das Genre regt mich auf. Trotzdem habe ich in der Vergangenheit mal meinen großen Zeh ins Wasser gehalten, um meine Temperatur zu ermitteln. Ich habe „P.S. Ich liebe Dich“ von Cecelia Ahern gelesen und fand es gut. Gut, nicht mehr, nicht weniger. Mögen ist eigentlich schon zu viel gesagt, weil mich auch in diesem Buch das Rollenbild der Protagonistin Holly störte. Immerhin fand ich durch die Lektüre heraus, das meine Probleme mit der Chic-Lit viel damit zu tun haben, dass diese Bücher die Leser_innen quasi zwingen, zu weinen. Alles trieft nur so vor emotionaler Manipulation zum Selbstzweck und das passt mir überhaupt nicht. Es ist, als würden sich Autor_innen dieses Genres überlegen, wie sie ihre Geschichten extra schmerzhaft und extra tragisch aufziehen können, damit auch ja kein Auge trocken bleibt. Nicht, weil sie ihren Figuren zu einer Weiterentwicklung verhelfen wollen, sondern weil sie bei ihren Leser_innen eine bestimmte Reaktion provozieren wollen. Ich weiß, dass es auch andere Chic-Lit gibt und eine ganze Sparte existiert, die statt auf Tragik auf Humor setzt, doch meine grundlegenden Schwierigkeiten bleiben davon unangetastet. Es macht für mich kaum einen Unterschied, ob ich nun lachen oder weinen soll und das Frauenbild kann ich trotzdem nur ertragen, wenn ich fest entschlossen bin, das Potpourri aus Geschlechterklischees konsequent als überzogene Satire zu lesen. Das ist mir zu anstrengend. Also lasse ich die Finger von Chic-Lit. Aber ich habe es zumindest versucht und kann erklären, warum ich diese Bücher meide.

Mögt ihr ein Buch, obwohl ihr dessen Genre eigentlich nicht mögt?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen fantastischen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Eleanor Herman – Legacy of Kings

Eleanor Herman ist eine ausgebildete Historikerin, deren populärwissenschaftliches Werk „Sex with Kings: 500 Years of Adultery, Power, Rivalry and Revenge“ die Bestsellerliste der New York Times stürmte. Etwa 10 Jahre später wagte sie mit „Legacy of Kings“ ihren ersten Ausflug in die historische Jugendfiktion. Dabei handelt es sich um den Auftakt der vierteiligen Reihe „Blood of Gods and Royals“, die den Aufstieg Alexander des Großen thematisiert. Obwohl Alexanders Leben gut dokumentiert ist, ist beinahe nichts über seine Jugend bekannt, bevor er mit 20 Jahren den Thron Makedoniens bestieg. Herman nutzte sich diese Lücke aus und ersann eine Variante dieses geheimnisvollen Kapitels seiner Biografie, in der Magie und historische Fakten Hand in Hand gehen.

Unter König Philipp II. entwickelte sich Pella zum Juwel Makedoniens. 340 v. Chr. ist die Hauptstadt das pulsierende Zentrum einer starken Nation und Austragungsort des Blutturniers, in dem sich die besten Kämpfer der Provinzen messen. Der Sieger wird in die Elitegarde des Königs aufgenommen. Der 17-jährige Jacob wurde auserwählt, Erissa in den Spielen zu vertreten. Er begrüßt diese Ehre und die Chance, sein Leben selbst in die Hände zu nehmen. Seine beste Freundin Katerina hingegen sorgt sich, dass er in Pella nur den Tod finden wird. Trotzdem folgt sie ihm auf seiner Reise, denn sie hat eine Aufgabe zu erfüllen, die sie ebenso fürchtet wie herbeisehnt: sie muss die Königin töten. Doch in Pella angekommen erkennen Jacob und Kat, dass die Stadt ein Schlangennest voller Intrigen, Verrat und dunkler Magie ist. Als ihnen der junge Prinz Alexander und sein Gefährte Hephaistion begegnen, hält das Schicksal den Atem an. Eines Tages wird Alexander der Große in die Geschichte eingehen. Gemeinsam werden sie den Lauf der Welt verändern.

👉 Weiterlesen

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Elizabeth Hall – Miramont’s Ghost

Das Anwesen Miramont Castle, das eine wichtige Rolle in „Miramont’s Ghost“ von Elizabeth Hall spielt, existiert tatsächlich. Es befindet sich in Manitou Springs, Colorado und wurde 1897 von dem französischen Priester Jean Baptiste Francolon für sich selbst und seine Mutter Marie Francolon erbaut. Die Francolons lebten dort allerdings nur drei Jahre. Sie verließen das Haus 1900 aus unbekannten Gründen fluchtartig und kehrten nie zurück, was bis heute zu Spekulationen einlädt. Man munkelt sogar, in dem alten Gebäude würden Geister ihr Unwesen treiben…

Es heißt, in Miramont Castle spukt es. Die Leute behaupten, manchmal könne man in dem Anwesen in Manitou Springs, Colorado eine junge Frau in einem altmodischen Kleid am Fenster stehen sehen. Sie berichten von Gegenständen, die sich wie von Geisterhand bewegen. Niemand ahnt, dass die junge Frau eine Gefangene ihrer eigenen Vergangenheit ist. Adrienne Beauvier wurde 1880 als Enkeltochter des Grafen von Challembelles in Frankreich geboren. Früh zeigte sich, dass sie anders war. Sie wusste Dinge, die sie nicht wissen sollte. Sie sah Dinge, die sie nicht sehen sollte. Als ihre Visionen begonnen, ihr die dunklen Geheimnisse ihrer Familie zu offenbaren, zog sie den Hass ihrer Tante Marie auf sich. Marie schreckte vor nichts zurück, um Adrienne zum Schweigen zu bringen. Sie entriss sie ihrem Heim und brachte sie ins ferne Amerika, nach Manitou Springs, in das Haus, das ihr Sohn Julien erbaut hatte. Sie zwang Adrienne, ihre aristokratische Herkunft zu verleugnen und ihr als Hausmädchen zu dienen. Doch die Geheimnisse, die Marie zu vertuschen versuchte, folgten ihnen. Sie holten sie ein. Heute sind Marie und Julien lange tot. Nur Adrienne ist noch immer dort…

👉 Weiterlesen

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , ,

Joyce Carol Oates – The Accursed

Von 1978 bis 2014 unterrichtete Joyce Carol Oates Kreatives Schreiben an der Eliteuniversität Princeton in New Jersey. Princeton wurde 1746 gegründet und ist die viertälteste Universität der USA. Die reiche Geschichte der privaten Hochschule inspirierte Oates. Besonders faszinierte sie das Rektorat von Woodrow Wilson, der dieses Amt von 1902 bis 1910 ausübte. Der 28. US-Präsident wird im kollektiven US-amerikanischen Gedächtnis als progressiver, reformerischer Held verehrt, der die USA bis 1917 aus dem Ersten Weltkrieg heraushielt. Es wird hingegen gern verschwiegen, dass er ein Rassist war, der die Rassentrennung unterstützte und das Frauenwahlrecht ablehnte. 1984 hatte Oates genügend Material über Princeton während Wilsons Rektorat gesammelt, um einen Roman zu beginnen, der die vernachlässigte moralische Verpflichtung der weißen Elite der afroamerikanischen Bevölkerung gegenüber thematisiert, doch sie fand nicht die richtige Erzählstimme, den richtigen Ansatz für ihre Geschichte. Knapp 30 Jahre ruhte das Manuskript. 2011 hatte sie eine Eingebung und holte es wieder hervor. Es entstand der Schauerroman „The Accursed“, in dem Oates die Gleichgültigkeit der weißen Oberschicht mit einem Fluch bestraft.

1905 ist das ruhige Universitätsstädtchen Princeton ein Hort des Wissens und des Wohlstands. Seine Einwohner_innen sind ausnahmslos hochangesehene Mitglieder der Gesellschaft. Sie stammen aus ehrwürdigen Familien, qualifizieren sich als bescheidene Berühmtheiten und bilden eine akademische Elite, die argwöhnisch über die ihren wacht. Vereinnahmt von den kleinlichen Sorgen und Streitigkeiten ihrer Gemeinschaft ignorieren sie das Unrecht der Welt. Sie erkennen nicht, dass ihre Gleichgültigkeit Konsequenzen hat. Ein Fluch sucht Princeton heim. Das Böse wandelt mitten unter ihnen und wird nicht eher ruhen, bis sie alle bestraft wurden. Sie wähnten sich sicher hinter den erhabenen Mauern vornehmer Anwesen und efeuberankter Universitätsgebäude. Doch keine Seele bleibt unberührt.

👉 Weiterlesen

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , ,

Jean-François Parot – Commissaire Le Floch und der Brunnen der Toten

Jean-François Parot war ein weitgereister Mann. 1946 in Paris geboren, schloss er sein Studium als anerkannter Experte des 18. Jahrhunderts ab, absolvierte seinen Militärdienst und wurde dann Diplomat. Die Liste der Stationen seiner Karriere ist lang; als er 1999 begann, die historische Krimi-Reihe „Nicolas Le Floch“ zu schreiben, arbeitete er im bulgarischen Sofia. An den Wochenenden hatte er viel Freizeit, also setzte er sich eines Tages hin, zückte seinen neuen Stift, ein Weihnachtsgeschenk seiner Mutter und seines Sohnes, und dachte sich das erste Abenteuer seines Ermittlers aus. Seitdem sind über 20 Jahre vergangen und 13 Bände erschienen, die Blessing ins Deutsche übersetzt. Den zweiten Band „Commissaire Le Floch und der Brunnen der Toten“ erhielt ich vom Bloggerportal als Rezensionsexemplar.

Am Abend des 27. Oktober 1761 wird der Sohn des Grafen de Ruissec tot im Stadtpalais der Familie aufgefunden. Das Bild, das sich Commissaire Nicolas Le Floch am Tatort bietet, wirkt eindeutig: das Zimmer des jungen Vicomtes war von innen verschlossen, unweit seiner Leiche liegt eine Kavalleriepistole und auf dem Schreibtisch entdeckt Nicolas einen Abschiedsbrief. Alles deutet auf Selbstmord hin. Doch einige Details wecken Nicolas‘ Misstrauen. Als sich die Gräfin de Ruissec heimlich an ihn wendet und um ein geheimes Treffen bittet, ahnt der Commissaire, dass sie mehr über die Umstände des Todes ihres Sohnes wissen könnte. Unglücklicherweise erleidet sie einen schrecklichen Unfall, bevor das Treffen stattfinden kann. Nicolas ist alarmiert. Er glaubt nicht an einen Zufall und fürchtet, dass die Gräfin zum Schweigen gebracht werden sollte. Unerschrocken nimmt er die Ermittlungen auf, die ihn bis an den Hof von Versailles führen…

👉 Weiterlesen

 
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , ,

Jahresrückblick 2019: Zahlen, Diagramme und ein bisschen Sentimentalität

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich kann es kaum glauben. Mein Jahresrückblick 2019 ist tatsächlich innerhalb der ersten zwei Wochen des Jahres 2020 fertig geworden! Ich finde, das verdient einen Tusch! Es hat sich ausgezahlt, dass ich dieses Mal sehr diszipliniert war und bereits zum Jahresende angefangen habe, mein Resümee zusammenzustellen. Übrigens, laut Duden ist ein Resümee eine „knappe Inhaltsangabe“ oder „kurze Zusammenfassung“. Nun, das ist hier nicht der Fall. Mit „kurz und knapp“ kann ich nicht dienen – wie auch, schließlich soll dieser Rückblick 12 volle Lesemonate statistisch und emotional Revue passieren lassen.

Wie immer habe ich eine zweigeteilte Struktur gewählt, um euch die verschiedenen Facetten meines vergangenen Lesejahrs zu präsentieren. Im ersten Part werden wir 2019 statistisch aufarbeiten und anhand der Fakten ein objektives Fazit ziehen. Dafür habe ich bei Piktochart Infografiken erstellt, die euch mithilfe von Zahlen und Diagrammen einen transparenten Überblick verschaffen. Ich werde jede Kategorie einzeln kommentieren und interpretieren, damit ihr das nötige Kontextwissen erhaltet, um zu verstehen, wie die Statistiken einzuordnen sind. Ich möchte mich im Voraus dafür entschuldigen, dass die Legenden der Diagramme nicht mehr so gut zu lesen sind; das liegt einfach daran, dass Piktochart die Aufmachung veränderte und ich die Schriftgröße leider nicht beeinflussen kann. Ich bemühe mich, Zahlen und Prozentangaben in meinen Diskussionsabschnitten zu erwähnen, damit ihr diese trotzdem kennenlernt. Außerdem werde ich natürlich den Bezug zu den vergangenen Jahren herstellen, denn die entscheidende Frage, die es zu beantwortet gilt, lautet: Wie entwickelt sich mein Leseverhalten?

Im anschließenden zweiten Part machen wir es uns bequem, lehnen uns zurück und lassen 2019 emotional Revue passieren, Popcorn, Chips und Erfrischungen inklusive. Dafür werde ich 30 Fragen beantworten, die ursprünglich von Martina Bookaholics stammen. Seit einigen Jahren bietet sie das Formular nicht mehr auf ihrer Website an, deshalb habe ich auf die alte, bewährte Version von 2016 zurückgegriffen und meinen Header, den ich letztes Jahr erstellt habe, aktualisiert. Ich lade euch in die Kommandozentrale meines Bücherhirns ein; in dem kleinen Büro in einem Nebenraum meines Lektürearchivs wird es für uns alle vermutlich reichlich eng, aber ich habe Kissen und Decken ausgelegt, damit ihr es euch gemütlich machen könnt!

Habt ihr Lust auf einen ausführlichen Ausflug in die jüngste Vergangenheit? Dann klemmt euch die Sepiabrille auf die Nase, lasst euch von einem sentimentalen Harfenthema in die richtige Stimmung bringen und schon starten wir mit meinem Jahresrückblick 2019!

👉 Weiterlesen

 
10 Kommentare

Verfasst von - 14. Januar 2020 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Montagsfrage: Können Genrewechsel funktionieren?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich habe fantastische Nachrichten. Mein Jahresrückblick 2019 ist fertig! Konfetti und Sekt bitte! Ich bin sehr stolz darauf, dass ich ihn so zügig zusammenstellen konnte und freue mich darauf, ihn euch gleich morgen zu präsentieren. Das bedeutet, jetzt kann das Jahr 2020 richtig losgehen. Na ja, fast. Da sind ja noch ein paar übriggebliebene Rezensionen aus 2019, die abgearbeitet werden wollen. Aber nachdem ich doch recht lange mit Statistiken und Diagrammen zu Werke war, kann ich es kaum erwarten, endlich wieder eine Besprechung zu schreiben und das sind ja eigentlich recht gute Voraussetzungen, oder nicht? Ich strenge mich an, zur nächsten Woche wieder das normale Programm hier auf dem Blog fahren und euch die üblichen zwei Rezensionen pro Woche bieten zu können. Auf in den Alltag! 😀
Zum normalen Blogprogramm gehört selbstverständlich auch die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise, der ich mich heute widme!

Können Autor_innen in mehreren Genres brillieren?

Als ich die Frage zuerst las, dachte ich ohne zu zögern und im Brustton der Überzeugung: „Ja, klar, selbstverständlich können sie das!“ Der nächste Gedanke lautete „Okay. Beispiele?“ und schon begannen meine Schwierigkeiten. Mir fielen einige Autor_innen ein, die den großen Genrewechsel wagten. J.K. Rowling, die Antonia ebenfalls nennt, war eine der ersten, die sich meldeten. Seit 2012 veröffentlicht die Mutter unseres liebsten Zauberlehrlings Krimis, teilweise unter ihrem Pseudonym Robert Galbraith. Antonia hat natürlich Recht, dass auch die „Harry Potter“-Romane eine kriminalistische Ebene aufweisen und dieser Schritt für Rowling daher vermutlich naheliegend war; den Wechsel von Jugendliteratur zu erwachsener Literatur kann ihr hingegen niemand absprechen. Unglücklicherweise kann ich nicht beurteilen, ob sie in dieser Sparte ebenso brilliert. Ich habe bisher keinen ihrer Krimis gelesen und ich habe es auch nicht vor. Meine Beziehung zu Krimis ist kompliziert und ich möchte meine Einstellung zu J.K. Rowling, die durch diverse unschöne Äußerungen in den Medien ohnehin harte Schläge einstecken musste, nicht zusätzlich belasten, indem ich sie in einem Genre kennenlerne, das mich nur in Ausnahmefällen begeistert. Rein wirtschaftlich hatten ihre Krimis nicht denselben Erfolg wie HP – doch da es sich dabei um eine Messlatte von astronomischer Höhe handelt, sehe ich die Gültigkeit dieses Arguments ziemlich kritisch. Kurz: ich weiß nicht, ob Rowling in ihren Krimis brilliert.

Die nächste, der ich meine Aufmerksamkeit widmete, ist Marie Lu. Lu gelang der Durchbruch mit ihrer dystopischen Jugend-Trilogie „Legend“, die mich nach einem etwas schwachen Start sehr gut unterhielt. Als bekannt wurde, dass sie einen Genrewechsel von Science-Fiction zur Königsdisziplin der High Fantasy riskieren würde, war ich extrem neugierig und freute mich auf die Trilogie „The Young Elites“. Leider kann ich nicht behaupten, dass ihr dieser Wandel gut gelang. In der Rezension zum Finale „The Midnight Star“ fragte ich mich, ob sie für die High Fantasy vielleicht noch nicht bereit war, weil mich ihr Worldbuilding nicht überzeugte. Damit kann Marie Lu also nicht als positives Beispiel dienen.

Ein weiterer Autor, der mir einfiel, ist Markus Heitz. In Heitz‘ Bibliografie finden sich zahlreiche Genres, er hat viele Kategorien ausgetestet und mal den großen Zeh ins Wasser gehalten: High Fantasy, Urban Fantasy, Historische Fiktion, Thriller, Horror, Dystopien. Allerdings sollte hier erwähnt werden, dass er ein Fan vom Crossgenre ist. Seine Thriller weisen häufig paranormale Elemente auf und in seinen Fantasy-Romanen finden sich Thriller-Elemente. Neben der High Fantasy, die er meist klassisch und traditionell angeht, fällt mir lediglich ein Vertreter ein, der einem einzigen Genre zugeordnet werden kann: der Thriller „Totenblick“. Das heißt, sein Schaffen lebt hauptsächlich von Überschneidungen; von revolutionären Experimenten kann ich nicht sprechen. Dennoch sind seine Genre-Mixe normalerweise durchaus glaubwürdig und unterhaltsam. Ich würde ihn als halbes Positivbeispiel gelten lassen.

Robert E. Howard wäre für die heutige Frage ein passender Fall, weil seine Kurzgeschichten in vielen verschiedenen Genres verortet sind. Dummerweise habe ich bisher nur seine Conan-Geschichten gelesen und vermute, dass es problematisch wird, seine anderen Werke zu beschaffen, weil es jahrzehntelang Streitigkeiten um sein Vermächtnis gab und ich noch nicht weiß, ob es heutzutage überhaupt Sammlungen seiner übrigen Geschichten zu kaufen gibt. Auch hier kann ich daher kein Urteil abgeben.

Zu David Safier, den Antonia ebenfalls nennt, kann ich mich nicht äußern. Ich habe Safier noch nicht gelesen, obwohl sein hochgelobter Roman „28 Tage lang“ in meinem Regal auf seinen großen Auftritt wartet. Ich bezweifle jedoch, dass ich jemals den Vergleich zu seiner humoristischer Literatur ziehen können werde, weil ich mit lustigen Büchern selten etwas anfangen kann.
Meinen Anteil der Stücke Shakespeares habe ich natürlich gelesen, sowohl Komödien als auch Tragödien, aber irgendwie empfinde ich seine Vielfalt nicht als Genrewechsel. Ich muss gestehen, ich kenne mich mit der Theorie des Theaters nicht gut aus, deshalb agiere ich in seinem Fall lediglich auf einer intuitiven Basis, doch ich glaube mich zu erinnern, dass Komödie und Tragödie verwandt sind und lediglich geringe strukturelle Unterschiede aufweisen (die dafür allerdings gewaltige Auswirkungen haben). Grundsätzlich finde ich es schwierig, Bühnenstücke mit Prosa zu vergleichen, weil sie komplett anderen Regeln folgen.

All diese Überlegungen zwingen mich, meine ursprüngliche Einschätzung ein wenig zu korrigieren. Ich kann nicht mit völliger Sicherheit schlussfolgern, dass Autor_innen in verschiedenen Genres gleichermaßen brillieren können. Mir fehlt einfach die Erfahrung für ein Fazit. Also formuliere ich meinen ersten Gedanken um: „Ja, wahrscheinlich können sie das“. Ich glaube nicht, dass Genrewechsel immer zum Scheitern verurteilt sind oder immer gelingen. Vermutlich kommt es stets auf den Autor oder die Autorin an. Talent ist und bleibt Talent, unabhängig vom Genre. Dennoch denke ich, dass nicht alle Autor_innen ihr Talent in jedem Genre unter Beweis stellen können. Ich glaube, dass einige unter ihnen die speziellen Rahmenbedingungen ihres Heimatgenres brauchen, um sich entfalten zu können. Man denke nur an all die Krimi- bzw. Thriller-Autor_innen, die selbst eine berufliche Vergangenheit in der Strafverfolgung haben. Ich kann mir zum Beispiel nicht vorstellen, dass es eine gute Idee wäre, würde es sich Jilliane Hoffman in den Kopf setzen, einen High Fantasy – Roman zu schreiben. Ebenso wenig sehe ich Steven Erikson einen Liebesroman verfassen. Suchen sich Schriftsteller_innen hingegen neue Genres aus, die ihnen gleichermaßen liegen, kann der Wechsel ohne Weiteres funktionieren.

Wie schätzt ihr Genrewechsel von Autor_innen ein?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen furiosen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

 
%d Bloggern gefällt das: