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Schlagwort-Archive: High Fantasy

Sarah Beth Durst – The Queen of Blood

Die Autorin Sarah Beth Durst kenne ich schon sehr lange. Es mag locker um die 15 Jahre her sein, dass ich ihren Jugendroman „Ivy: Steinerne Wächter“ gelesen habe. Diese Geschichte, die in der ehrwürdigen Princeton University spielt, die Durst selbst besuchte, bezauberte mich damals. Trotzdem habe ich mich nie veranlasst gesehen, zu überprüfen, was sie sonst noch geschrieben hat. Sie geriet in meinem Kopf in Vergessenheit. Erst im Juli 2017 rief sie mir der Zufall wieder in Erinnerung: Ich stolperte über ihren High Fantasy – Trilogieauftakt „The Queen of Blood“. Neugierig, ob sie meinem Lieblingsgenre gewachsen ist, beschloss ich, dem ersten Band der Trilogie „The Queens of Renthia“ eine Chance zu geben.

Seit ihrer Kindheit bewegt Daleina nur ein Wunsch: Sie möchte ihrem Volk helfen, es schützen und bewahren. Die Menschen ihrer Heimat Aratay respektieren die Gesetze des Waldes, der bis an die Grenzen des Reiches reicht. Doch überall – in den Baumkronen, am Boden, in der Luft – teilen sie ihr Leben mit boshaften, blutrünstigen Elementargeistern, die die Menschheit aus tiefstem Herzen hassen. Als junges Mädchen wurde Daleina Zeugin eines furchtbaren Massakers, das allein ihre Familie überlebte. Sie schwor, nicht zuzulassen, dass sich ihre Tragödie andernorts wiederholt. Obwohl ihre Fähigkeiten zur Kontrolle der Elementare vergleichsweise schwach sind, erkämpfte sie sich mit harter Arbeit einen Platz unter den Anwärterinnen auf den Thron. Aratays Königin ist das Schild ihres Volkes. Ihr Wille legt den Elementaren Ketten an. Ihre Macht ist absolut. Aber Macht hat ihren Preis. Daleina entdeckt, dass die amtierende Königin ein schreckliches Geheimnis hütet. Sie muss sich entscheiden: Ist sie bereit, Blut zu vergießen, um ihren Schwur einzuhalten?

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Robert V. S. Redick – The Rats and the Ruling Sea

Angesichts dessen, dass Robert V. S. Redick der Autor des vierbändigen Seefahrtabenteuers „The Chathrand Voyage“ ist, könnte man vermuten, er sei in der Nähe des Meeres aufgewachsen. Tatsächlich wuchs er jedoch mitten Iowa auf, so weit entfernt vom Ozean wie nur möglich. Redick glaubt, seine Faszination mit der See ist genau darauf begründet: Durch die große Entfernung erhielt sie für ihn eine magische, mystische Ausstrahlung. Diese spezielle Beziehung ließ er offenbar in sein High Fantasy – Epos einfließen, das er im zweiten Band „The Rats and the Ruling Sea“ fortsetzt.

Ihr Hochzeitstag sollte für eine junge Frau der glücklichste ihres Lebens sein. Für Tasha Isiq ist dieser Tag ein Opfer. Ihre Ehe mit einem mzithrinischen Prinzen soll den lang erhofften Frieden zwischen ihrer Heimat Arqual und dem ehemals verfeindeten Mzithrin besiegeln. Leider ist die Hochzeit nicht mehr als eine Täuschung, ein perfides Manöver des arqualischen Königs, um den alten Gegner endgültig in die Knie zu zwingen. Als Tasha und ihre Verbündeten den kaltblütigen Plan des Königs an Bord der ehrwürdigen IMS Chathrand aufdeckten, waren sie entsetzt. Sie waren bereit, die Wahrheit zu offenbaren – jedoch nicht um jeden Preis. Tasha geriet in die Gewalt des finsteren Magiers Arunis, der droht, sie zu töten, sollten sie plaudern. Pazel, Neeps und Hercól befinden sich in einer aussichtslosen Lage. Reden sie, wird Arunis Tasha ermorden. Reden sie nicht, werden die Mzithrin Tasha hinrichten, sobald der Verrat des arqualischen Königs ans Licht kommt. Können sie die Hochzeit vereiteln, ohne Tashas Leben zu riskieren und die IMS Chathrand daran hindern, Kurs auf die unkartierten Gewässer der Ruling Sea zu nehmen und in einen Krieg zu segeln, der ganz Alifros erschüttern könnte?

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Verfasst von - 13. April 2021 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Laini Taylor – Muse of Nightmares

Die Dilogie „Strange the Dreamer“ von Laini Taylor war ursprünglich als Einzelband vorgesehen. Acht Monate, nachdem sie mit dem Schreiben begonnen hatte, konnte sie die kleine Stimme in ihrem Kopf, die ihr zuflüsterte, dass die Geschichte zu groß war und in einen 1.000-Seiten-Wälzer auszuarten drohte, jedoch nicht mehr ignorieren. Glücklicherweise waren sowohl ihre Agentin als auch ihr Verlag einverstanden, das Projekt zu splitten. Als Einzelband wäre es vielleicht unter dem Titel des zweiten Bandes „Muse of Nightmares“ erschienen – die Idee einer Muse der Albträume war vor über 20 Jahren nämlich der erste Lebensfunke dieser zauberhaften Geschichte.

Sarai erkannte vor langer Zeit, dass der prächtige Palast hoch über Weep, in dem sie mit ihren Geschwistern lebt, ein goldener Käfig ist. Ihr Gefängnis zu verlassen, schien unmöglich. Erst als ihr Lazlo Strange begegnete, schöpfte sie Hoffnung. In seinen Träumen verliebten sie sich und kosteten von der Freiheit, nach der sich Sarai so lange sehnte. Wenig später, im Chaos der furchtbaren Tragödie, die den Palast der Mesarthim und ganz Weep erschütterte, offenbarte sich Lazlo als der Lichtblick, an den sie und ihre Geschwister nicht mehr zu glauben wagten. Er könnte ihre Familie befreien. Nur Minya weigert sich, Weep den Rücken zu kehren. Zerfressen von Hass lechzt sie nach Rache und wird nicht ruhen, bis jeder Mann, jede Frau und jedes Kind der Stadt für das Unrecht bezahlt, das sie ihr und ihresgleichen antaten. Will Sarai die Fesseln der Vergangenheit ablegen, muss sie die Person, der sie ihr Leben verdankt, verraten. Sie muss Minya an den Ort locken, an dem sie eine Göttin ist: In das Reich der Träume. Doch Minyas Erinnerungen sind dunkel und schmerzhaft und nicht einmal die Muse der Albträume weiß, ob sie ertragen kann, was sie in ihrem Geist sehen wird …

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Terry Pratchett – Schweinsgalopp

In Terry Pratchetts „Scheibenwelt“ gibt es kein Weihnachten. Das Weihnachtsfest wie wir es kennen kann dort nicht stattfinden, weil die damit verbundene christliche Mythologie auf der Scheibenwelt gänzlich unbekannt ist. Allerdings sind viele der Bräuche, die wir bis heute anlässlich von Weihnachten und Silvester praktizieren, deutlich älter als das Christentum. Deshalb hatte Pratchett keinerlei Hemmungen, mithilfe dieser Traditionen für den 20. Band „Schweinsgalopp“ eine Scheibenwelt-Variante von Weihnachten zu entwickeln, die natürlich etwas anders ausfällt. Weihnachten feiert man nicht dort nicht vom 24. bis 26. Dezember, man feiert es an Silvester und Kinder werden nicht vom Weihnachtsmann besucht, sondern vom Schneevater. Bisher jedenfalls…

Überall auf der Scheibenwelt feiert man Silvester. Zum Jahreswechsel wird dekorativ geschmückt, Familien kommen zusammen und alle Kinder warten ungeduldig auf den Schneevater. Eingehüllt in einen roten Mantel fliegt der Schneevater in seinem von vier mächtigen Ebern gezogenen Schlitten durch die Silvesternacht, besucht jedes Haus und belohnt brave Kinder mit Geschenken. Doch dieses Jahr ist das Fest bedroht. Der Schneevater ist verschwunden. Der Glaube an ihn erlischt. Das resultierende Glaubensvakuum erweckt zahllose Mini-Gottheiten zum Leben, die niemand braucht und die jede Menge Ärger verursachen. Ein Ersatz muss her. Da niemand sonst den Job übernehmen kann, springt Tod ein. Sein Kostüm sitzt zwar nicht richtig und mit dem fröhlichen Lachen hat er so seine Probleme, aber Geschenke zu verteilen gelingt ihm erstaunlich gut. Währenddessen versucht seine überaus vernünftige Enkelin Susanne herauszufinden, was mit dem echten Schneevater passiert ist. Wo ist er? Wurde er entführt? Und was hat eigentlich die Zahnfee mit seinem Verschwinden zu tun?

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Verfasst von - 31. Dezember 2020 in Fantasy, High Fantasy, Humor, Rezension

 

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[Ankündigung] Sie fürchten weder Tod noch Teufel: Wortmagie’s makabre High Fantasy Challenge 2021

Kürzlich in einer schummrigen kleinen Schenke…

«Hast du es schon gehört? Sie reiten wieder.»

«Wer, Sie

«Na Sie

«Und wenn du es noch fünf Mal wiederholst, ich weiß trotzdem nicht, wen du meinst!»

«Hast du die letzten Jahre unter einem Stein verbracht? Ich meine natürlich diese seltsame Truppe, die regelmäßig auszieht, um Abenteuer zu erleben!»

«Ach so. Die. Dann ist es wohl wieder soweit.

«Scheinbar schon. Man sagt, sie werden von einer Frau angeführt.»

«Von einer Frau? Die Zeiten haben sich wirklich gewandelt.»

«Wem sagst du das? Es heißt, sie scharrt nur die mutigsten und tapfersten Kämpfer und Kämpferinnen um sich, die weder Tod noch Teufel fürchten. Die müssen verrückt sein, sich der anzuschließen.»

«Also ich finde das gar nicht so verrückt.»

«Nein? Was ist bitte vernünftig daran, die Gefahr zu suchen, Monster zu jagen und sich den Hintern im Sattel wundzuscheuern? Schlechtes Essen, kein Dach über dem Kopf und ständig Blut an den Händen? Ich kann mir Schöneres vorstellen.»

«Klar, ein einfaches Leben ist das nicht. Aber denk doch mal an den Ruhm! Paraden und Empfänge, Glanz und Glorie, Bewunderer soweit das Auge reicht! Die müssen ihr Bier bestimmt nie selbst zahlen. Übrigens, mein Krug ist leer. Außerdem habe ich gehört, dass die Anführerin denjenigen von ihnen reich entlohnt, der die meisten Heldentaten innerhalb eines Jahres vollbringt.»

«Wirt, noch einen Halben für meinen guten Freund hier! Ja, das habe ich auch gehört. Soll sich richtig lohnen, die zu beeindrucken.»

«Eben. Und langweilig wird denen garantiert auch nie.»

«Sicher nicht. Ist schon was anderes, als sich tagein tagaus um das Vieh und die Felder zu kümmern.»

Sie trinken eine Weile in kamaradschaftlicher Stille und hängen ihren Gedanken nach.

«Ich habe noch das Schwert meines Großvaters.»

«Das alte Ding? Damit kannst du doch nicht mal Käse schneiden!»

«Na und ob! Ich habe es immer scharf gehalten, Großvater zu Ehren.»

«Ja, und?»

«Ich überlege… Weißt du, ich hab gehört, sie ist in der Stadt.»

«Wer?»

«Die Anführerin! Ich hab gehört, sie rekrutiert.»

«Du willst dich ihr vorstellen? Jetzt ist es passiert: Du hast den Verstand verloren!»

«Habe ich nicht! Ich hab es satt, jeden Tag dieselben Handgriffe zu machen, dieselben Hektar Land zu sehen und nie etwas Größeres zu vollbringen, als Mist zu schaufeln! Ich will die Welt sehen!»

«Na ja, eine Reise wäre schon nett.»

«Hängt bei dir nicht auch noch die Axt deines Onkels an der Wand?»

«Natürlich hab ich die noch. Das Einzige, was er hinterlassen hat.»

Erneut trinken sie in Stille.

«Also, was sagst du?»

«Wozu?»

«Meine Güte, du bist heute aber auch schwer von Begriff! Lass uns ihre Unterkunft aufsuchen!»

«Du willst dich ihr wirklich vorstellen?»

«Ja! Was hab ich schon zu verlieren? Auf dem Hof erfülle ich sowieso nur Hilfarbeiten und meine Mutter piesackt mich oft genug, ich soll mir endlich eine Arbeit suchen und ausziehen.»

«Deiner Mutter möchte ich nicht allein im Dunkeln begegnen, wenn sie schlecht gelaunt ist.»

«Siehst du! Und dich hält hier doch auch nichts!»

«Nicht wirklich…»

«Na dann los, holen wir die Waffen und überzeugen sie davon, uns mitzunehmen!»

Er knallt den Bierkrug auf den Tresen, dass es nur so spritzt und springt auf.

«Na gut, na gut. Ich kann dich ja schlecht allein gehen lassen, du spießt dich noch selbst mit dem Schwert auf.»

Schwerfällig rutscht er von seinem Stuhl.

«Zu deiner Information: Ich übe mit dem Schwert, seit ich laufen kann!»

«Ja ja, du bist ein Meister-Fechter. Wenn du nicht gerade Mist schaufelst.»

«Du wirst sehen, wir werden uns einen Namen machen und in die Geschichte eingehen!»

«Warte mal ab, bis du den ersten Drachen siehst. Dann kannst du froh sein, wenn du dich überhaupt noch an deinen Namen erinnerst!»

«Als könntest du einen Drachen von einer Kuh unterscheiden!»

Zankend verlassen sie die Schenke. In einer dunklen Ecke sitzt eine Gestalt, die ihr Gespräch belauscht hat. Es ist eine Frau. Wenn sie sich bewegt, schimmert unter ihrem langen Umhang das Metall einer gut gepflegten Rüstung hervor. Ihr Gesicht liegt im Schatten ihrer Kapuze. Doch fast scheint es, als würde ein Lächeln ihren Mund umspielen…

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Verfasst von - 27. Dezember 2020 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Laini Taylor – Strange the Dreamer

Laini Taylor wollte immer Schriftstellerin werden. Sie zog nie in Betracht, etwas anderes mit ihrem Leben anzustellen und hatte keinen Plan B. Trotzdem erschien ihr erster Roman erst, als sie bereits 35 Jahre alt war. Obwohl sie immer wusste, dass sie schreiben wollte, kostete es sie viel Zeit, herauszufinden, was sie schreiben wollte. In jungen Jahren verfasste sie hauptsächlich Fantasy, wich jedoch davon ab, nachdem sie das College abschloss. Sie sagt, dass sie versnobt war und versuchte, „literary fiction“ zu produzieren, sich dabei aber nie wohlfühlte. Erst Ende der 1990er fand sie durch „Harry Potter“ zu ihren Wurzeln zurück. Wir verdanken J.K. Rowling also eine der besten Autor_innen fantastischer Jugendfiktion, deren Roman „Strange the Dreamer“ nach dem Erfolg ihrer „Daughter of Smoke and Bone“-Trilogie mit Spannung erwartet wurde.

Schon immer träumt Lazlo Strange von einer wunderschönen, fernen Stadt. Einer strahlenden, schillernden Stadt der Wunder, einer Oase mitten in der Wüste. Jahrhundertelang erzählten Handlungsreisende zauberhafte Geschichten über das exotische Juwel, das nur Ausgewählte betreten durften. Dann blieben die Karawanen plötzlich aus. Die Geschichten versiegten. Niemand wusste, was geschehen war. Aber für einen kleinen Waisenjungen blieb die Stadt ein Mysterium voller Abenteuer, durch die er das strenge Mönchskloster auf den Schwingen seiner Fantasie verlassen konnte. Bis der Stadt ihr Name gestohlen wurde. Plötzlich war alles, was aus Lazlos Mund kam, verzweifelter Kummer: Weep. Der kleine Junge spielte nie wieder und verschloss seine Träume tief in sich selbst. Viele Jahre später träumt Lazlo noch immer. Er träumt davon, Antworten zu finden und Weep mit eigenen Augen zu sehen. Als überraschend eine Gesandtschaft aus Weep eintrifft und um Hilfe bittet, ist Lazlos Chance gekommen. Mutig schließt er sich ihnen an, um die Geheimnisse der verlorenen Stadt zu lüften. Doch der Traum wählt den Träumer und Lazlos Traum hat gerade erst begonnen…  

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Verfasst von - 23. Dezember 2020 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Anne McCaffrey – Dragonflight

Anne McCaffrey war eine Vorreiterin weiblicher Fantasy und Science-Fiction. Als erste Frau überhaupt gewann sie 1968 den prestigeträchtigen Hugo Award für ihre Kurzgeschichte „Weyr Search“. Nur ein Jahr später konnte sie den ebenso populären Nebula Award für die Kurzgeschichte „Dragonrider“ daneben stellen. Die beiden Geschichten, die jeweils auf dem fernen Planeten Pern spielen, begründeten jedoch nicht nur ihr Ansehen innerhalb ihres Berufsstandes, sie waren auch der Ausgangspunkt ihres weltweiten Erfolgs. 1968 kombinierte McCaffrey „Weyr Search“, „Dragonrider“ und eine weitere Geschichte namens „Crack Dust, Black Dust“ zu dem Roman „Dragonflight“, dem ersten Band der Reihe „The Dragonriders of Pern“, die heute 25 vollwertige Romane und zwei Kurzgeschichtensammlungen umfasst (Stand: 2018). Sie war eine Pionierin des Genres – „Dragonflight“ in meine Bibliothek aufzunehmen, war für mich daher völlig selbstverständlich.

Einst waren die Drachenreiter_innen auf dem menschlich kolonisierten Planeten Pern hoch angesehen. Sie wurden verehrt und respektiert, denn sie sind die einzigen, die die Fäden abwehren können – tödliche, verheerende Sporen, die etwa alle 200 Jahre vom Nachbarplaneten auf Pern niedergehen. Doch der letzte Fadenfall liegt lange zurück und die Menschen vergaßen, dass sie den Schutz der Drachenreiter_innen brauchen. Jetzt sind die meisten Weyr-Festungen verlassen. Der nächste Fall naht und sie sind zu wenige, um ganz Pern zu verteidigen. All ihre Hoffnungen ruhen auf einer jungen Frau. Als der Drachenreiter F’lar das gewaltige Potential entdeckt, das in Lessa schlummert, begreift er, dass sie das Schicksal ihrer Heimat entscheiden könnte. Er überzeugt sie, am Ritual der Prägung teilzunehmen, in dem Drachen ihre Gefährt_innen auswählen. Sobald Lessa in die Facettenaugen der frisch geschlüpften goldenen Drachenkönigin Ramoth blickt, ist es um sie geschehen. Niemand wird sie jemals trennen können. Gemeinsam werden sie die Fesseln von Zeit und Raum hinter sich lassen und das Unmögliche versuchen: die Rettung Perns.

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Montagsfrage: Lieblingsgenre?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich erlebe diese Woche meine allererste betriebliche Weihnachtsfeier! 😀 Bisher konnte ich an Weihnachtsfeiern nie teilnehmen, weil ich offiziell bei einer studentischen Leihfirma angestellt war, daher nicht zur internen Belegung zählte und dementsprechend auch keine Einladung erhielt. Doch selbst wenn ich eine bekommen hätte, ich bezweifle, dass ich hingegangen wäre. Ich habe nie das Bedürfnis verspürt, mehr Zeit als nötig mit meinen Kolleg_innen zu verbringen. Dieses Jahr ist das anders. In der Agentur wird der Zusammenhalt unter den Kolleg_innen groß geschrieben und die Geschäftsführung setzt sich sehr dafür ein, dass sich alle als Mitglieder des Teams fühlen. Gemeinsam zu feiern, gehört da definitiv dazu und ich freue mich ungemein darauf, alle in einem lockeren, ungezwungenen Rahmen kennenzulernen. Das wird mir sicher helfen, mich intensiver mit meinem neuen Arbeitgeber zu identifizieren. Nun kann dieses Jahr aufgrund von Corona allerdings keine gewöhnliche Weihnachtsfeier stattfinden, also ist es eine virtuelle Veranstaltung am Donnerstagabend. Um trotzdem eine besondere Atmosphäre entstehen und das Ganze nicht wie ein normales Meeting wirken zu lassen, werden alle Teams kleine Progammpunkte organisieren – mein Team hat bereits eine Idee. 😉 Außerdem gibt es eine weihnachtliche Playlist und es wurden schon Essenspakete verschickt, die ein vollständiges, festliches 3-Gänge-Menü enthalten, das wir dann zusammen aufwärmen und verspeisen. Ist das nicht cool? Ich finde es super, wie viel Mühe sich alle geben und bin mit jedem Tag glücklicher, dass ich den großen Schritt gewagt habe, dort anzufangen. Es wird bestimmt ein toller Abend!

Wie ist das bei euch? Veranstaltet euer Arbeitgeber oder eure Uni/Schule/etc. trotz Corona eine (virtuelle) Weihnachtsfeier? Werdet ihr teilnehmen? Lasst mal hören, wie euer Umfeld die Vorweihnachtszeit in dieser schwierigen Lage meistert.

Vorweihnachtszeit oder nicht, hier auf dem Blog beginnt jede Woche mit der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise, die ich auch heute wieder beantworten möchte.

Was ist dein Lieblingsgenre und warum?

Sollte es hier wirklich noch jemanden geben, der/die nicht weiß, dass die Fantasy mein Lieblingsgenre ist? Das kann ich ja fast nicht glauben. Ich denke, ich habe mittlerweile überdeutlich betont, dass ich mich in fantastischen Welten am wohlsten fühle. Ich mag so ziemlich jede Subkategorie dieses Genres, aber meine Spezialität sind High und Low Fantasy in allen Spielarten. Ich liebe es, meine Fantasie in völlig andere Welten zu schicken. Mit diesem Satz kommen wir auch schon zur Begründung. Mit keinem anderen Genre gelingt mir die Realitätsflucht so mühelos, in keinem anderen Genre kann ich meinen Geist ähnlich weit wegschicken. Das halte ich für den Hauptgrund, dass ich so verrückt nach Fantasy bin.

Es liegt aber ebenso sehr daran, dass speziell High und Low Fantasy ein unglaubliches inhaltliches Spektrum abdecken können. Gute Vertreter dieser literarischen Spezies können nicht auf ein einzelnes Handlungselement reduziert werden. Es sind nicht nur Liebesromane, es sind nicht nur Horrorgeschichten, es sind nicht nur Krimis. Sie sind alles auf einmal. Diese Bandbreite begeistert mich, weil ich dadurch mit Abwechslungsreichtum und Überraschungen rechnen darf. Ich bekomme Action (Schlachten! Ein Leben ohne gute Schlachtszenen ist nicht lebenswert!), Tränen, Freude, Rührung, Wut – und all das in nur einem Buch.

Außerdem glaube ich, dass ich die Herausforderung schätze, die das Eintauchen in eine völlig unbekannte Welt darstellt. Spielt ein Buch in unserer Welt (und vielleicht auch noch in der Moderne), muss ich mich nicht erst zurechtfinden, ich muss nicht durchschauen, wie sie funktioniert. In High und Low Fantasy ist das Worldbuilding hingegen ein integraler Bestandteil der Handlung. Mir macht es Spaß, Stück für Stück zusammenzusetzen, wo ich mich befinde, die Regeln zu definieren. Ich liebe es auch, dass diese Romane häufig ausgedehnte Zeitspannen behandeln, wodurch ich gezwungen bin, stets aufmerksam zu bleiben und mir zu merken, was ich lese, um zu verstehen, wie alles zusammenhängt. Mir gefällt das Gefühl, dass der Autor oder die Autorin mir zutraut, seinen oder ihren Gedanken zu folgen, denn wenn sich herausstellt, dass ich mich gut angestellt habe, ist das wahnsinnig befriedigend.

Man könnte nun argumentieren, dass ich all das auch in der Science-Fiction bekommen kann und ja, das stimmt ganz sicher. Am Ende ist meine Präferenz der Fantasy wohl einfach Geschmackssache. Ich mag Welten, die vor Magie bersten und voller fantastischer Fabelwesen sind, eben lieber als Welten, die sich als Planeten definieren lassen, tendenziell eher Zukunftsvisionen darstellen und mit einem Raumschiff erreicht werden. Das heißt nicht, dass ich die Science-Fiction nicht auch mag, nein, absolut nicht. Aber mein Herz gehört eben der Fantasy. Lesende Schildmaid for Life!

In welchem Genre fühlt ihr euch am meisten zu Hause?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen festlichen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Terry Pratchett – Der fünfte Elefant

Kommandeur Samuel Mumm der Stadtwache von Ankh-Morpork ist eine wiederkehrende Hauptfigur in Terry Pratchetts „Scheibenwelt“. Er taucht in 13 Romanen auf, ist ein Mensch in den Vierzigern und stammt von „Steingesicht“ Mumm ab, der die Stadt einst von ihrem letzten, verbrecherischen König befreite, dafür allerdings selbst hingerichtet wurde. Seiner Familie wurden alle Besitztümer aberkannt und ihr Wappen gebannt. Samuel Mumm stellte die Ehre seines Namens durch seine Verdienste in der Stadtwache wieder her. Er wurde vom Patrizier Lord Vetinari zum Ritter geschlagen und in den Stand des Herzogs von Ankh erhoben. Er trägt diesen Titel widerwillig und möchte mit Politik eigentlich nichts zu tun haben, kann es jedoch nicht immer vermeiden, wie wir im 24. Band „Der fünfte Elefant“ erfahren.

Kommandeur Mumm versteht sich auf die Verbrecherjagd. Auf Diplomatie versteht er sich hingegen nicht, was ihn jedoch nicht daran hindert, als Herzog von Ankh gelegentlich auf wichtige Zehen zu trampeln. Nun soll er auf Geheiß des Patriziers sein entschieden undiplomatisches Geschick im Ausland einsetzen und Ankh-Morpork bei der Krönung des Niederen Königs der Zwerge in Bums vertreten. Bums liegt in Überwald, wo man das Wort „Fortschritt“ noch für eine ansteckende Krankheit hält. Trotzdem ist die Krönung ein politisches Großereignis, bei dem alle Regierungen, die etwas auf sich halten, zugegen sein werden und die ideale Gelegenheit, Ankh-Morpork lukrative Handelsverträge zu sichern. Dumm nur, dass ausgerechnet jetzt die Steinsemmel, das traditionelle zwergische Symbol der Königswürde, gestohlen wurde. Adelstitel hin oder her, einem ordentlichen Verbrechen kann Mumm nicht widerstehen und nimmt die Ermittlungen zwischen Zwergen, Vampiren und Werwölfen auf. Manchmal sind sich Diplomatie und Verbrecherjagd doch erstaunlich ähnlich.

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Verfasst von - 1. Dezember 2020 in Fantasy, High Fantasy, Humor, Rezension

 

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Markus Heitz – Der Krieg der Zwerge

Der überwältigende Erfolg der Buchreihe „Die Zwerge“ von Markus Heitz führte dazu, dass die Geschichte des Zwerges Tungdil in andere Medien übertragen wurde. Darunter finden sich ein Brettspiel, eine Comic-Reihe und ein Videospiel, das von der Bremer Firma King Art 2016 realisiert und zum Teil über eine Kickstarter-Kampagne finanziert wurde. Das Rollenspiel folgt der Handlung des ersten Bandes „Die Zwerge“. Heitz war intensiv in die Entwicklung involviert und berichtet, dass die Zusammenarbeit mit King Art erschreckend reibungslos ablief. Er schrieb sogar extra für das Spiel eine neue Begleitfigur, die im Buch nicht auftaucht. Dennoch blieb es bei diesem einen Spiel. Der zweite Band „Der Krieg der Zwerge“ wurde bisher nicht umgesetzt – aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Das Geborgene Land feiert. Der böse Magier Nôd’onn ist besiegt und erstmals herrscht Einigkeit unter Menschen, Zwergen und Elben. Tungdil hofft, endlich ein richtiger Zwerg zu werden. Leider fällt es ihm schwer, sich den strengen Gesetzen der traditionsbewussten Stämme unterzuordnen. Er fürchtet schon, sich niemals unter seinesgleichen einzufügen, doch dann erfährt er von den Freien. Die Gemeinschaft verstoßener Zwerge folgt eigenen Regeln und begrüßt ihn mit offenen Armen. Er schließt sich ihnen an und verlässt seine Freunde, um ein neues Leben zu beginnen. Aber Tungdil wäre nicht Tungdil, stünde er nicht sofort bereit, wird er gebraucht. Denn der Frieden im Geborgenen Land hält nicht an. Orks, Albae und der Zwergenstamm der Dritten säen Angst, Misstrauen und Zwist. Abgelenkt von Scharmützeln und Intrigen entgeht Tungdil und seinen Verbündeten beinahe eine mysteriöse Gefahr, die sich unaufhaltsam von Westen nähert und das gesamte Geborgene Land zerstören könnte. Wollen sie ihre Heimat schützen, bleibt ihnen nur eine Wahl: sie müssen alte Feindschaften überwinden und sich mit denjenigen verbrüdern, gegen die sie seit Generationen kämpfen.

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Verfasst von - 24. November 2020 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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