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Peter Orullian – The Unremembered

Rezensionsheader The Unremembered

Peter Orullian hasst Klappentexte. Seiner Ansicht nach führt der Versuch, eine Geschichte zusammenzufassen, nur dazu, dass ihr Kern verkannt wird. Er selbst verlässt sich nicht auf die Inhaltsangaben auf den Rückseiten von Büchern, sondern liest grundsätzlich einfach die erste Seite. Dennoch sieht der Autor ein, dass sie ein notwendiges Übel sind. Deshalb existiert der Klappentext seines High Fantasy – Romans „The Unremembered“, Auftakt der Reihe „Vault of Heaven“, in mehreren Varianten. Ich habe gleich drei gefunden. Was Peter Orullian wohl von einer vierten – meiner Version – halten würde?

Als Aeshau Vaal vom Rat der Schöpfer geschaffen wurde, strebten sie Balance an. Doch einer der ihren kümmerte sich nicht um das sensible Gleichgewicht zwischen Gut und Böse. Er verdarb seine Schöpfung, bevölkerte Aeshau Vaal mit scheußlichen Kreaturen, die Blut und Tod verbreiteten. Der Rat bestrafte ihn mit dem Fluch der Stille und verbannte ihn in den Born, getrennt von der übrigen Schöpfung.
Der junge Jägersmann Tahn liebt die alten Legenden, glaubte allerdings nie, dass sie wahr sein könnten. Bis zu dem Tag, an dem er im Wald einem Velle begegnet, einem stilletreuen Magier, der die Energie der Welt missbraucht. Von Furcht überwältigt flieht Tahn – doch seinem Schicksal kann er nicht entkommen. Der schützende Schleier zum Born schwindet. Der Stille regt sich in seinen Ketten. Begleitet von seinem besten Freund Sutter, seiner Schwester Wendra, dem Gelehrten Braethen, der Fern Mira und dem Sheason Vendanj zieht Tahn aus, um den Vormarsch der Stilletreuen aufzuhalten, denn nur er besitzt die Macht, Aeshau Vaal zu retten. Leider bleibt ihre Mission nicht unbemerkt und schon bald wird Tahn vom Jäger zum Gejagten…

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Rebecca Wild – Verräter der Magie

Rezensionsheader Verräter der Magie

Rechtfertigt die Arbeit an einem neuen Buch die Vernachlässigung des medialen Auftritts? Diese Frage stelle ich mir anlässlich meiner Recherchen zur Salzburger Autorin Rebecca Wild. Seit etwa zwei Jahren herrscht bei ihr beinahe Funkstille. Ihr letztes Buch erschien 2017. Ihre Website ist veraltet und nicht voll funktionstüchtig. Es finden sich keine aktuellen Interviews. Im Mai 2019 erklärte sie auf Facebook, was bei ihr los ist. Sie arbeitet an der Veröffentlichung eines Thrillers. Ein bedeutender Genrewechsel, denn bisher war sie in der Fantasy- und Young Adult – Ecke zu finden, zu der auch ihr 2012er Debüt „Verräter der Magie“ zählt. Ich verstehe, dass sie dieses Projekt beschäftigt, trotzdem finde ich, dass eine gepflegte Website heutzutage die Mindestanforderung ist, sucht eine Person die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Frau Wild, viel Erfolg mit dem Thriller, aber ich empfehle, an dieser Stelle nachzubessern.

Ein kühler Hauch im Nacken, explodierende Kopfschmerzen, Ohnmacht – und plötzlich ist Kira nicht mehr allein in ihrem Körper. Sie ist geschockt, als sie begreift, dass ihr ungebetener Gast ausgerechnet Cian Kingsley ist, die einzige Person, die sie aufrichtig hasst. Cian ist ein mächtiger, einflussreicher Magier, dessen hartherzige Gesetze alle nicht-menschlichen Spezies in abgeriegelte Reservate sperren, einschließlich Kira. Sie muss die arrogante Nervensäge so schnell wie möglich loswerden. Leider ist das nicht so einfach, denn Cian wurde ermordet. In der Verzweiflung seiner letzten Augenblicke spaltete er seine Seele ab und schlüpfte in Kiras Kopf. Ihre einzige Chance besteht darin, ihm zu helfen, herauszufinden, wer ihn tötete und warum. Doch je mehr Zeit sie mit Cian verbringt, desto weniger stört sie seine Anwesenheit. Sie beginnt sogar, ihn zu mögen und Kira muss sich fragen, ob sie überhaupt noch will, dass er sie verlässt …

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Verfasst von - 14. August 2019 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy, Young Adult

 

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Trudi Canavan – The High Lord

Rezensionsheader The High Lord

Wie viele Autor_innen entwickelte Trudi Canavan früh den Wunsch, Geschichten zu erzählen. Als sie in der Grundschule war, hätte sie allerdings beinahe den Mut verloren. Sie langweilte sich während der Geschichtsstunde der Schulbibliothekarin und beschwerte sich. Diese fragte, ob sie an ihrer Stelle erzählen wolle. Die kleine Trudi nutzte ihre Chance und spann eine Variante von „Die kleine Meerjungfrau“, an deren Ende der Prinz starb. Das gefiel ihrem jungen Publikum gar nicht und sie erfuhr erstmals, wie Fans reagieren, wenn man ihre Lieblingsfigur tötet. Heutzutage begeht Canavan solche Kardinalsfehler natürlich nicht mehr, doch das heißt nicht, dass das Finale ihrer „The Black Magician Trilogy“, „The High Lord“, ganz ohne Verluste auskäme.

Gildenmeister Akkarin hat Sonea in der Hand. Sie hasst den mächtigen Magier, der offiziell als ihr Mentor auftritt und dessen dunkles Geheimnis schwer auf ihrem Gewissen lastet. Doch dann beginnt Akkarin, sein Protegé zu ermutigen, Bücher seiner privaten Bibliothek zu lesen. Verbotene Bücher, die ein völlig neues Licht auf die Geschichte der Magier-Gilde werfen. Sonea findet heraus, dass die Praktiken, die heute als schwarze Magie geächtet sind, einst offen gelehrt wurden – bis eine schreckliche Katastrophe die Gilde überzeugte, diese unter Strafe zu stellen. Akkarin eröffnet Sonea, dass die Mordfälle, die Imardin in Angst und Schrecken versetzen, die Spitze eines uralten Konflikts zwischen der Gilde und den verbannten Magier_innen Sachakas sind, die noch immer nach Rache dürsten. Er behauptet, er allein könne einen Angriff der sogenannten Ichari verhindern und bringt Sonea in eine verzwickte Lage. Entweder, sie vertraut Akkarin und riskiert, für düstere Absichten benutzt zu werden oder sie setzt die Zukunft der Gilde aufs Spiel, indem sie ihn verrät. Wie wird sie sich entscheiden?

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Verfasst von - 9. Juli 2019 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Montagsfrage: Literarische Mutterliebe?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich habe es getan. Ich habe mir das Interview mit George R.R. Martin bei „Druckfrisch“ angesehen. Klarer Fall von Quotenjagd. Ich wurde im Voraus bereits darauf hingewiesen, dass es sich lediglich um Ausschnitte alter Interviews handelt – korrekt. Also keine neuen Infos, nichts dazugelernt. Rundum eine Enttäuschung. Aber immerhin habe ich mich nicht fürchterlich aufregen müssen. Ich wusste ja schon, dass ich den Mann gänzlich unsympathisch finde. Jetzt heißt es also weiter warten auf „The Winds of Winter“. Ich denke, ich werde die Lektüre der Reihe vorerst komplett einstellen. Weiterlesen hat doch keinen Sinn. Ich muss ja ohnehin noch mal von vorn beginnen, wenn die letzten beiden Bände endlich erschienen sind. Ach, ist das alles frustrierend.
Worauf wir hingegen nicht warten müssen, ist die neue Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise, die meine Laune deutlich aufbessert.

Tolle Bücher, starke Mütter?

In der Beziehung zwischen mir und meiner Mutter findet der Muttertag nicht statt. Sie legt keinen Wert darauf und ich werde immer misstrauisch, wenn mir die Gesellschaft vorschreiben möchte, wann ich einer spezifischen Person aus meinem Umfeld zu gedenken habe. Ich sehe meine Mama jede Woche, normalerweise sonntags – inwiefern sollte der gestrige Tag dann bitte anders sein? Ich hab sie doch immer lieb und bin ihr immer dankbar. Die heutige Montagsfrage ist daher der stärkste Bezug, den ich zum Muttertag habe.

Tatsächlich finde ich die Frage gar nicht so leicht zu beantworten. Mir ist nämlich aufgefallen, dass ich erstaunlich viele Bücher lese, deren Hauptfiguren Halb- oder gar Vollwaisen sind und meist ist es die Mutter, die frühzeitig verstarb. Ich habe gerade erst über genau dieses Thema in meiner ausstehenden Rezension zum achten Band der „Anita Blake“-Reihe, „Blue Moon“, geschrieben. Es scheint sich dabei um ein beliebtes Schlüsselelement zu handeln, das bestimmte Aspekte einer charakterlichen Enwicklung maßgeblich beeinflusst und deshalb gern herangezogen wird, um eine Figur zu konstruieren.

Ein paar starke Mütter finden sich natürlich dennoch in meinem Bücherregal, allein in „A Song of Ice and Fire“ von George R.R. Martin tummeln sich zahllose beeindruckende Muttis. Ich möchte heute aber ebenso wie Antonia auf den Klassiker zurückgreifen: „Harry Potter“.
Antonia entschied sich für Harrys Mutter Lily Potter und ich kann jeden ihrer Gründe nachvollziehen. Mir fiel allerdings als erstes Narzissa Malfoy ein. Das liegt daran, dass sich meine Wahrnehmung von Narzissa über die Jahre seit meiner ersten Lektüre der Reihe vollkommen verändert hat. Als ich die Bücher das erste Mal las, war Narzissa einfach nur die böse Eiskönigin, eine Anhängerin von Voldemort, die ein widerliches Frettchen von einem Sohn mit einem Mann in die Welt setzte, den ich leidenschaftlich hasste. Ich war sehr überrascht, als ich meine Meinung vor ein paar Jahren anlässlich meines Rereads der Reihe mit Marina aka DarkFairy überdenken musste.

Zu Beginn der Geschichte gehört die gesamte Familie Malfoy unstrittig zu den Bösewichten. Aber in den letzten beiden Bänden, „Der Halbblutprinz“ und „Die Heiligtümer des Todes“, gewinnen sie alle gewaltig an Komplexität dazu. Narzissa nötigt Snape den Unbrechbaren Schwur ab, damit er Draco beschützt und geht das Risiko ein, auf Voldemorts Abschussliste zu landen. Ich kann mittlerweile einschätzen, in welche Gefahr sie sich aus Mutterliebe begibt und das beeindruckt mich sehr. Ihre einstmals radikalen politischen Ansichten zählen für sie überhaupt nicht mehr, sobald das Leben ihres Sohnes auf dem Spiel steht. Sie würde alles, auch sich selbst, opfern, um ihn zu retten. Das ist meiner Ansicht nach aus zwei Gründen bemerkenswert. Erstens befindet sie sich damit am Ende der Reihe in beinahe derselben Situation, in der sich Lily Potter kurz vor ihrem Tod am Anfang der Geschichte befand. Auf den ersten Blick haben die beiden Frauen nichts gemeinsam, aber ihre Liebe für ihre Kinder verbindet sie. Das ist ein wirklich schönes Detail, das vermutlich nur eine Mutter so schreiben konnte. Zweitens müsst ihr euch mal vergegenwärtigen, in welchen inneren Konflikt sich Narzissa dadurch begibt. Sie stammt aus einer Familie, die Voldemort seit jeher treu ergeben war. Todesser zu sein, hat für sie Tradition. Wie sehr muss es sie belastet haben, dass sie emotional mit dieser Tradition bricht? Welche Selbstzweifel und Ängste muss sie ausgestanden haben? Wie muss sie sich gemartert haben, weil ihre Loyalität zu Voldemort und den Idealen, die er verkörpert, erlosch? Narzissa glaubte ihr gesamtes Leben an die Sache der Reinblüter und erkennt plötzlich, dass ihre Glaubensgrundsätze großer Murks sind und ihren Sohn gefährden. Sie gibt im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles auf. Das kann nicht einfach gewesen sein und ich finde, J.K. Rowling erfasst die Verzweiflung, die Narzissa empfinden muss, hervorragend. Ihre Auftritte sind stets kurz, doch ihre Ausstrahlung ist eindeutig. In den letzten beiden Bänden ist sie keine Eiskönigin mehr. Sie ist eine Löwenmutter.

Welche literarische Mutter gehört eurer Meinung nach gefeiert?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen fröhlichen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Courtney Summers – All the Rage

Rezensionsheader All the Rage

Die kanadische Young Adult – Autorin Courtney Summers ist dafür bekannt, über schwierige Protagonistinnen zu schreiben, die schwierige Erlebnisse verarbeiten. Ihre Hauptfiguren werden eingangs oft als unsympathisch eingeschätzt. Das ist kein Zufall. Summers bemüht sich, realistische weibliche Charaktere zu konstruieren, die die gesellschaftliche Auffassung in Frage stellen, Mädchen müssten stets nett und liebenswürdig sein, um Empathie und Aufmerksamkeit zu verdienen. Sie zeigt bewusst komplexe Persönlichkeiten, keine Stereotypen und das schließt eben auch unangenehme Facetten ein. Mit „All the Rage“ übt Summers Kritik an der Rape Culture, die junge Frauen viel zu oft allein lässt.

Rote Lippen, rote Nägel. Ein Markenzeichen. Eine Rüstung, hinter der sich Romy Grey versteckt, weil ihr niemand glauben wollte. Seit sie öffentlich bezeugte, was ihr der Sohn der Sheriffs Kellan Turner antat, ist sie in der Kleinstadt Grebe als Lügnerin und Flittchen verschrien. Alle hassen sie, ihre Freunde wandten sich ab. Verletzt, zornig und der ständigen Beleidigungen müde ist ihr einziger Lichtblick ihr Job in einem kleinen Diner außerhalb des Orts. Hier kennt sie niemand, hier kann sie atmen. Doch eines Abends sitzt Penny an einem ihrer Tische – ihre ehemals beste Freundin, die sie zu dem Date überredete, das ihr Leben ruinierte. Die sie fallen ließ. Romy traut ihren Ohren kaum, als Penny ihr vorschlägt, Kellan anzuzeigen. Angeblich belästigte er auch andere Mädchen. Romy ist unfähig, zu reagieren. Einen Tag später wird Penny vermisst. Romy ahnt, dass ihr etwas Furchtbares zugestoßen ist. Sie muss sich entscheiden: wird sie schweigen oder wird sie kämpfen für all die jungen Frauen, die die Gesellschaft im Stich lässt?

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Riley Sager – Final Girls

Rezensionsheader Final Girls

Bevor ich mit der Rezension des Thrillers „Final Girls“ von Riley Sager beginne, möchte ich euch theoretischen Kontext zum Titel bereitstellen. Das Final Girl ist die einzige Überlebende eines Slasher-Horrorfilms. Normalerweise entspricht sie einem bestimmten Typ: sie ist brünett, klug und introvertiert. Während ihre jugendlichen Freunde über die Stränge schlagen, bleibt sie verantwortungsbewusst und anständig. Ihre moralische Überlegenheit befähigt sie, sich erfolgreich gegen den Killer zu wehren; ihre Freunde hingegen werden für ihre Zügellosigkeit brutal mit dem Tod bestraft. Die Verteilung von Genderrollen spielt in diesem Analyseansatz eine maßgebliche Rolle, ich möchte hier allerdings nicht zu sehr ins Detail gehen. Für diese Rezension müsst ihr lediglich wissen, dass Riley Sager diese Theorie aufgriff und das Final Girl in den Mittelpunkt seines Thrillers stellte.

Drei Massaker. Drei Tragödien. Drei Überlebende: Lisa, Samantha und Quincy. Die Presse nennt sie Final Girls. Quincy hasst diesen makabren Spitznamen. Sie hasst die Aufmerksamkeit, die damit verbunden ist. Sie erinnert sich nicht an die schreckliche Nacht in Pine Cottage, die sie beinahe das Leben kostete. Sie möchte sich auch nicht erinnern. Doch als Lisa tot aufgefunden wird und Sam plötzlich vor ihrer Tür steht, muss sich Quincy ihrer traumatischen Vergangenheit stellen. Sie befürchtet, dass irgendjemand beenden will, was vor vielen Jahren für sie alle begann. Antworten wird sie nur in den verschollenen Tiefen ihres Gedächtnisses finden – aber kann sie sich selbst überhaupt trauen? Oder vergaß sie mehr als das Blut, die Schreie und die Leichen ihrer Freunde? Vergaß sie ihre Schuld?

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Verfasst von - 7. Mai 2019 in Krimi, Rezension, Thriller

 

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Montagsfrage: Lieber Weihnachtsmann, …?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Beinahe hätte ich mir die ganze Nacht um die Ohren geschlagen. Ich habe gestern nämlich den neuen Header für Wortmagie’s makabre High Fantasy Challenge 2019 erstellt. Das ist eine Aufgabe, die mir grundsätzlich sehr viel Spaß macht, in der ich aber auch völlig versumpfen kann. Ich hatte eine bestimmte Vorstellung im Kopf, wie der neue Header aussehen soll und habe dann stundenlang versucht, diese Vision mit freien Grafiken, verschiedenen Schriftarten und all den tollen Effekten, die mein Grafikprogramm zu bieten hat, so exakt wie möglich umzusetzen. Da wird an jedem Detail so lange geschraubt, bis es passt und ich endlich eine Version gebastelt habe, mit der ich zufrieden bin. Seid ihr auch so perfektionistisch, wenn ihr Header oder Logos zusammenschraubt?
Irgendwann habe ich es aber doch ins Bett geschafft und kann nun in aller Frische die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise beantworten. 😀

Welches Buch gehört dieses Jahr auf jeden Fall auf die Weihnachtswunschliste?

Wieder so eine richtig typische Weihnachtsfrage. 😀 Auf mein Leseverhalten hat die Weihnachtszeit keinen großen Einfluss. Meine Wunschliste bleibt, wie sie ist und da wir in meiner Familie mittlerweile die Geschenke abgeschafft haben, muss ich auch keinen speziellen Weihnachtswunschzettel zusammenstellen. Deshalb komme ich nicht in die Verlegenheit, Prioritäten setzen und mir überlegen zu müssen, welche Bücher ich denn nun dringender haben möchte als andere. Langweilig, richtig? Ja, ich weiß, ich bin nicht sehr unterhaltsam. Daher habe ich entschieden, die Frage ein kleines bisschen umzudeuten. Auf meinem imaginären Wunschzettel stehen lauter Bücher, die noch nicht erschienen sind und für die es noch kein definites Erscheinungsdatum gibt. Ich wünsche mir von Verlagen und Autoren, dass sie mir endlich, endlich, endlich mitteilen, wann ich mit einem Hoffnungsschimmer am Horizont rechnen darf. Ich hätte gerne:

1. „The Winds of Winter“ (A Song of Ice and Fire #6) von George R.R. Martin

Die Fans warten mittlerweile seit geschlagenen sieben (!!!) Jahren auf die Fortsetzung des Epos „A Song of Ice and Fire“. Ich bin eine von ihnen. Doch statt sich endlich auf seinen Hintern zu setzen und das Buch fertig zu schreiben, das wir uns meiner Meinung nach durch unvergleichliche Treue und Geduld verdient haben, realisiert George R.R. Martin lieber andere Projekte, nicht zuletzt die Serienverfilmung durch HBO, ein Geschichtsband zur Historie der Familie Targaryan („Fire and Blood“) und scheffelt fleißig weiter Kohle. Bitte, Mr. Martin, besinnen Sie sich darauf, wem Sie Ihren Ruhm verdanken und wer dafür verantwortlich ist, dass HBO die Verfilmung als rentabel einschätzte. Ohne Ihre Leser_innen wären Sie niemals dort, wo Sie heute sind. Bitte reißen Sie sich zusammen und erfüllen endlich das Versprechen, das Sie uns bereits vor viel zu langer Zeit gaben.

2. Finaler Band von „Das Spiel der Götter“ von Steven Erikson

In diesem Fall richtet sich mein Flehen an den deutschen Verlag Blanvalet. Ich habe keine Ahnung, was die Damen und Herren da treiben, doch aus irgendeinem Grund gibt es kein Veröffentlichungsdatum mehr für den finalen (Doppel-) Band von „Das Spiel der Götter“ von Steven Erikson. Band 18 und 19, die zusammen den originalen englischen Band 10 darstellen, findet man nicht mal mehr in der Vorschau des Bloggerportals der Random House Gruppe, zu der Blanvalet gehört. Kurios, denn zwischenzeitlich gab es einen Termin. Band 18 sollte „Die Gläserne Wüste“ heißen und 2020 erscheinen. Der Autor schloss die Reihe auf Englisch bereits vor Jahren ab, die deutschen Leser_innen sollten also eigentlich gar nicht warten müssen. Ich weiß nicht, was da bei Blanvalet los ist, aber ich wünsche mir, dass die Verantwortlichen endlich aus den Puschen kommen und das Finale bald auf den Markt werfen. Es wird Zeit.

3. „Doors of Stone“ (The Kingkiller Chronicle #3) von Patrick Rothfuss

Hier warten wir ebenfalls schon seit sieben Jahren. Bei Amazon wird „Doors of Stone“, das Finale der „Kingkiller Chronicle“ von Patrick Rothfuss, für Juli 2021 gelistet. Ich hoffe immer noch, dass das nicht stimmt. Schließlich müsste ich dann noch zweieinhalb Jahre warten, um die Geschichte von Kvothe abzuschließen. Bis dahin hab ich doch alles vergessen. Inakzeptabel. Keine Ahnung, ob es nun an Rothfuss oder seinem Verlag liegt, ist mir auch egal. Fertig werden!

4. „Das Schwert von Emberlain“ (Gentlemen Bastard #4) von Scott Lynch

Ich weiß, dass Scott Lynch eine große Portion Nachsicht verdient. Meinen Informationen nach leidet der Autor unter Depressionen und einer ernsthaften Angststörung und kann deshalb nicht zuverlässig abliefern. Das ist okay. Ich verstehe das, respektiere es und schätze es, dass er trotz dessen versucht, die Bedürfnisse seiner Leser_innen zu erfüllen. Dennoch… nun ja, eigentlich sollte „Das Schwert von Emberlain“ bereits dieses Jahr erscheinen, wenn ich mich richtig erinnere. Der Termin wurde immer wieder verschoben. Im Bloggerportal ist es aktuell für April 2020 vermerkt. Bei allem Verständnis für Scott Lynch, so langsam fühle ich mich veralbert und finde, da müssten sich alle Beteiligten mal ordentlich am Riemen reißen. Wie soll das denn weitergehen? Die Reihe ist auf sieben Bände ausgelegt, wie lange soll es bitte dauern, bis die mal komplett ist? Der letzte Band erschien 2013. Sollte „Das Schwert von Emberlain“ wirklich erst 2020 erscheinen, habe ich wieder sieben Jahre gewartet. Bleibt es bei diesem Tempo, wird das Finale 2041 rauskommen. Echt jetzt? Bis dahin bin ich doch alt und grau!

Diese vier (bzw. fünf) Bücher wünsche ich mir mehr als alle anderen. Ich bin das Warten, die Ungewissheit und die Willkür leid. Bei „Das Spiel der Götter“ habe ich mittlerweile sogar Angst, dass das Finale einfach nicht mehr übersetzt wird. Je weiter eine Reihe fortschreitet, desto weniger rechnet sie sich für den Verlag, weil mit jedem weiteren Band Leser_innen abspringen. Das ist normal. 19 Bände sind eine Hausnummer. Aber die werden doch wohl nicht das epische Finale schuldig bleiben, oder? Ich meine, sie wussten doch vorher, worauf sie sich einlassen. Bitte, liebe Menschen bei Blanvalet, tut mir das nicht an. Ich werfe mich vor euch in den Staub, bettle und flehe, wenn es sein muss. Sonst muss ich nämlich noch mal von vorn anfangen. Auf Englisch. 😐

Könnte ich also einen Wunsch an den Weihnachtsmann übermitteln, würde ich ihn bitten, bei George R.R. Martin, Blanvalet, Patrick Rothfuss, Scott Lynch und ihren Verlagen mal mit seiner Rute vorbeizuschauen. Vielleicht brauchen sie alle einen Tritt in den Hintern, um endlich zu Potte zu kommen. Ich hasse es, dass ich hilflos dasitzen und darauf hoffen muss, dass sich die Herren Autoren und diverse Verlgsvertreter_innen dazu bequemen, die Veröffentlichung dieser Bücher voranzutreiben. Was ist nur aus dem heiligen Bund zwischen Leser_innen, Schriftsteller_innen und Verlagen geworden? 😦

Welches Buch sollte man euch unbedingt zu Weihnachten 2018 schenken?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen fantastischen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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John Gwynne – Valour

Corban und seine Freunde haben den Überfall auf Dun Carreg knapp überlebt. Sie sind entkommen und konnten Ardans rechtmäßige Thronerbin Edana retten. Der Verlust ihrer Lieben lastet schwer auf ihren Herzen. Corban hadert mit dem Wissen, dass seine Mutter und Gar in ihm den Leuchtenden Stern sehen. Wenn er noch nicht einmal seinen Vater und seine Schwester Cywen schützen konnte, wie kann er dann der prophetische Heilsbringer sein? Leider hat er keine Zeit, sich mit seinen widerstreitenden Emotionen auseinanderzusetzen. Seine kleine Gruppe Überlebender hat nur eine Chance: sie müssen nach Domhain fliehen, König Eremons Reich, der ihnen Asyl bieten könnte. Doch der Weg dorthin ist lang, beschwerlich und riskant. Unter der Führung von Veradis erfüllen Nathairs Truppen die Versprechen des jungen Königs an seine Verbündeten und überziehen die Verbannten Lande mit Krieg. Die größte Bedrohung geht jedoch von Nathair selbst aus. Auf Drängen seines unheimlichen Beraters Calidus sucht er nach dem Kessel, einem der Sieben Schätze, der es ihm ermöglichen soll, sich zum Hochkönig aufzuschwingen. Nathair merkt nicht, dass er sich mit finsteren Mächten einlässt und zu dem wird, was er zu vernichten gedenkt: die Schwarze Sonne…

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Verfasst von - 14. November 2018 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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O.J. Simpson – If I Did It: Confessions of the Killer

Herzlich Willkommen zum zweiten Teil unseres dreiteiligen Rezensionsexperiments zum Thema „O.J. Simpson“. Gestern habe ich „The Run of His Life: The People V. O.J. Simpson” von Jeffrey Toobin besprochen und euch die Fakten des Strafprozesses gegen den ehemaligen Footballspieler nahegebracht. Heute widmen wir uns dem zweiten Buch in diesem Themenkomplex: „If I Did It: Confessions of the Killer“, O.J. Simpsons hypothetisches Geständnis der Morde an Nicole Brown Simpson und Ronald Goldman am 12. Juni 1994. Die Geschichte dieses höchst umstrittenen Werkes ist – wie so ziemlich alles, was Simpson betrifft – äußerst verzwickt, kompliziert und kann ausschließlich im Kontext des Zivilprozesses der Familien Goldman und Brown gegen Simpson betrachtet werden. Daher bin ich gezwungen, erneut weit auszuholen und Hintergrundinformationen zusammenzufassen. Ich verlange also wieder eine Menge Geduld von euch. 😉


O.J. Simpsons Strafprozess wegen zweifachen vorsätzlichen Mordes an seiner Ex-Frau Nicole Brown Simpson und dem Kellner Ronald Goldman endete am 03. Oktober 1995 mit einem vollständigen Freispruch. Trotz der überwältigenden Beweislast befand ihn die 12-köpfige Trial Jury in allen Anklagepunkten als unschuldig. Da die Geschworenen ihr Urteil nicht begründeten, ist unklar, ob sie die Unschuldsvermutung zugunsten des Angeklagten anwendeten oder Simpson im Sinne der „Jury Nullification“ entgegen geltenden Rechts und der Beweise freisprachen.
Sollte O.J. Simpson jedoch geglaubt haben, er sei damit vom Haken, irrte er sich.

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Verfasst von - 26. September 2018 in Biografie, Non-Fiction, Rezension

 

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Montagsfrage: War der Film schon mal besser?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Mein Urlaub nähert sich dem Ende. Am Mittwoch muss ich wieder arbeiten. Diese Aussicht ist definitiv entmutigend, aber noch deprimierender gestaltete sich der letzte Montag. Ich konnte leider keine Tickets für die NFL London Games ergattern. Ich bin nicht einmal in die Nähe von passenden Tickets gekommen. Ich war natürlich sehr enttäuscht, habe meine Enttäuschung allerdings bereits überwunden. Nächstes Jahr versuchen wir es wieder. Wir geben nicht auf. 😉
Nun geht mein Leben also ohne die Vorfreude auf meines erstes Live NFL-Spiel weiter. Diese Woche habe ich für euch nur eine Rezension vorbereitet. Ich habe zwar bereits weitere Besprechungen in der Pipeline, diese werden aber erst nächste Woche online gehen, weil ich mir etwas Besonderes überlegt habe. Mehr möchte ich jetzt allerdings noch nicht verraten. Ihr werdet euch gedulden müssen. 😀
Heute starten wir in die Woche mit der neuen Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise.

Gab es schon einmal einen auf einem Buch basierten Film, den du besser als das Buch fandest?

Uhhh, schlimmes Thema. Jetzt muss ich mich nackig machen. Ich ziehe schon mal vorsichtshalber den Kopf ein und hoffe, dass der Sturm einfach an mir vorbeibläst.
Normalerweise bin ich kein Fan von Verfilmungen, aus den üblichen Gründen, die vermutlich allen Bücherwürmern auf Anhieb einfallen. Das Buch ist detaillierter und facettenreicher, die eigene Fantasie kann durch filmische Bilder nicht ersetzt werden, schlechte Verfilmungen können eine Geschichte verderben und so weiter und so fort. Ihr kennt sie alle. Ich verfolge heutzutage den Grundsatz, dass ich immer zuerst das Buch lese, bevor ich mir einen Film ansehe. Dazu kommt es meist aber gar nicht, weil ich selten Sinn darin sehe, mir einen Film anzuschauen, dessen Geschichte ich bereits kenne. Ihr seht, ich habe mit Verfilmungen eine schwierige Beziehung, wie vermutlich viele von euch ebenfalls.

Doch natürlich gibt es ein Aber. Ich zittere angesichts des Geständnisses, das ich jetzt offenbaren muss. Bitte hasst mich nicht.
Aaaaaber… Ich fand die dreiteilige „Herr der Ringe“-Verfilmung besser als die Bücher.
Nicht hauen!

Ich fand „Herr der Ringe“ stinklangweilig und unerträglich langatmig. Seitenweise Hobbit-Lieder, ewiges Durch-den-Wald-geschlage und dieses fürchterliche Gejammere von Frodo erst! Ich habe alle drei Bände gelesen, weil man als High Fantasy – Fan ja quasi nicht durchs Leben kommt, ohne dem alten Meister Tolkien die Ehre erwiesen zu haben. Ich wertschätze, was er für das Genre getan hat und ich kann akzeptieren, dass die Struktur seines Epos nicht mit modernen Standards vergleichbar ist. Leider heißt das noch lange nicht, dass ich Spaß mit der Lektüre hatte. Hatte ich nicht. Ich habe mich gequält. Ich schäme mich nicht dafür, dass ich die Bücher nicht mochte, denn das passiert den Besten. Es ist mir allerdings schon ein bisschen peinlich, dass ich die Filme deutlich besser fand. Ich fühle mich wie eine Banausin.

Ich fand die Verfilmung großartig, weil sie alles, was mich in der literarischen Vorlage anstrengte und anödete, hervorragend zusammenfasst. Keine Hobbit-Lieder, Szenen im Wald wurden gekürzt und die Schlachten sind bombastisch inszeniert. Frodo ist zwar immer noch der größte Jammerlappen aller Zeiten, doch dank der fantasievollen, mitreißenden Bilder konnte ich darüber hinwegsehen. Meiner Meinung nach haben Regisseur Peter Jackson und die Drehbuchautor_innen (Peter Jackson, Fran Walsh, Philippa Boyens und Stephen Sinclair) beeindruckende Arbeit geleistet und das dreiteilige Epos würdig und respektvoll für die Leinwand adaptiert. Bis heute finde ich, dass es eine der besten Buchverfilmungen ist, die jemals in die Kinos kamen.

So, nun ist es raus, mein schmutziges Geheimnis. Vielleicht könnt ihr ja auf einen Shitstorm verzichten. 😉

Fandet ihr eine Verfilmung schon einmal besser als das Buch?

Ich bin heute sehr gespannt auf eure Beiträge und Kommentare und hoffe ein bisschen, auf ähnlich skandalöse Offenbarungen zu stoßen, damit ich nicht allein bin. Ich wünsche euch allen einen grandiosen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 
 

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