RSS

Schlagwort-Archive: Grauwacht

[TAG] The Book Courtship

the book courtship tag

Hallo ihr Lieben! 🙂

So langsam mausert sich der Donnerstag zum TAG-Tag. Hihi. 😀 The Book Courtship TAG habe ich bei Duncelbunte Zeiten gefunden und ich fand ihn so putzig, dass ich einfach mitmachen wollte. Außerdem hat mich später die liebe Nina vom Blog Book Blossom auch noch getaggt, das heißt, jetzt muss ich quasi teilnehmen. 😉

Weiterlesen

Werbeanzeigen
 
5 Kommentare

Verfasst von - 22. Oktober 2015 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Robert Corvus – Grauwacht

„Grauwacht“

Grauwacht

Autor: Robert Corvus

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 436 Seiten

Verlag: Piper

Sprache: Deutsch

ISBN: 349226994X

Genre: Science Fiction

ausgelesen am: 13.06.2015

Bewertung:

„Grauwacht“ von Robert Corvus war ein Spontankauf. Mein erster seit langer, langer Zeit. Ich weiß nicht mehr, wann ich davor das letzte Mal in einer Buchhandlung so begeistert von einem Cover und einem Klappentext war, dass ich das dazugehörige Buch sofort mitnehmen musste, obwohl es nicht auf meiner Wunschliste stand. Ich wusste auch nicht, dass mir dieses spezielle Gefühl der Aufregung gefehlt hat. Als Buchbloggerin bin ich sehr kontrolliert, was den Kauf neuer Bücher angeht, selbst wenn das nicht immer so aussieht. Ich kaufe in der Regel nichts abseits meiner Wunschliste. Umso mehr freute ich mich darauf, in „Grauwacht“ zu versinken und endlich mal wieder einen spontanen Kurzurlaub in eine Welt zu unternehmen, die so weit weg von der Erde ist, wie es nur geht.

Licht und Dunkelheit, Tag und Nacht, glühende Hitze und brennende Kälte. Bisola ist eine Welt der Extreme, in der eine einzige Nacht ein gesamtes Menschenleben andauert. Um das Überleben aller ihrer BewohnerInnen zu ermöglichen, wurde vor langer Zeit ein Vertrag zwischen Menschen und Sasseks geschlossen. Den wechselwarmen Sasseks gehört der Tag, den anpassungsfähigeren Menschen die Nacht. Beide Völker wandern mit dem Stand der Sonne – wenn die Dämmerung hereinbricht, ist es die Aufgabe der Grauwacht, sicherzustellen, dass der uralte Pakt geachtet wird. Doch Bisola verändert sich. Die Monde wechseln ihre Farbe und das Licht schwindet nicht mehr. Kann die Grauwacht den Frieden zwischen den Völkern bewahren und gleichzeitig herausfinden, was die Veränderungen zu bedeuten haben?

„Grauwacht“ zu lesen war, als würde ich ein Theaterstück sehen, das in einer Sprache aufgeführt wird, die ich nicht spreche. Ich erlebe die Darsteller auf der Bühne, kann anhand ihres Spiels erschließen, welche Emotionen sie empfinden und bekomme einen groben, rohen Eindruck der Handlung. Doch die Feinheiten bleiben mir verborgen, weshalb ich keine Chance habe, den wahren Sinn des Stücks zu begreifen. Meine Reise nach Bisola fühlte sich genauso an. Bisola – diese faszinierende, fremdartige, beängstigende Welt. Dieser Planet, dessen Oberfläche gleichzeitig extreme Hitze und bittere Kälte verkraftet und daher einem ständigen Wandel der Umgebung unterworfen ist. Gefährliche Eisstürme und Beben verändern die nächtliche Landschaft der Menschen, während die Sonne die Ozeane so stark erhitzt, dass sie zu kochen beginnen. Es ist eine harte Welt, in der ich keinesfalls leben möchte, weil leben dort mit überleben gleichzusetzen ist. Ich kann mir nicht einmal vorstellen, eine Bewohnerin Bisolas zu sein, besonders, da ich als Mensch an die Nacht gefesselt wäre. Diese Welt ist so anders, dass es mir sehr sehr schwer viel, einen Zugang zu ihr zu finden und sie zu verstehen. Ich glaube nicht, dass es mir vollständig gelungen ist. Ich liebe die Idee hinter Robert Corvus‘ Roman, doch seine Umsetzung ist meines Erachtens nach äußerst verwirrend. Er verlangt seinen LeserInnen unheimlich viel ab, denn neben der Komplexität Bisolas müssen sie auch noch die vielschichtige Handlung verdauen, die sehr dicht mit den Besonderheiten des Planeten verknüpft ist. Ich denke, es verhält sich so: begreift man Bisola nicht, wird auch die Handlung rätselhaft und irritierend bleiben. Die Wanderungen von Menschen und Sasseks mit dem Stand der Sonne mögen von außen recht banal wirken, doch für mich wurden sie beim Lesen unglaublich kompliziert, weil ich einfach nicht verstand, wie das System dahinter funktioniert, das der Vertrag der Völker festlegt. Das Gleiche gilt leider für die Zeit- sowie Entfernungsrechnung, die Robert Corvus für seinen Roman völlig neu erfand. Alles bezieht sich auf die Umstände in Bisola, was zwar durchaus realistisch ist, mir daher allerdings nicht den geringsten Referenzpunkt bot. Ich weiß nicht, wie lang ein Mezzalauf ist. Ich weiß auch nicht, wie weit ein Click ist, obwohl beides immer wieder erwähnt wird. Corvus schreibt für meinen Geschmack nicht explizit genug; er erklärt wenig und wenn, dann eher beiläufig, was in all den Wendungen der Handlung sehr schnell unterging. Außerdem empfand ich ihn als sprunghaft und unruhig, als würde er mit jedem neuen Einfall das aktuelle Problem einfach vom Tisch kehren, ohne es richtig aufzulösen. Ähnlich verhält es sich mit den Figuren in „Grauwacht“, die nicht nur sehr zahlreich sind (ich habe fast 40 namentlich genannte Personen gezählt), sondern mir auch fremd blieben. Zwar erhielten nicht alle Charaktere eine eigene Perspektive, doch auch mit denjenigen, aus deren Sicht ich die Ereignisse erleben durfte, konnte ich keine solide Verbindung aufbauen. Überhaupt gab nur eine einzige Figur, die ich wirklich mochte und mit der ich mich zumindest ein bisschen identifizieren konnte: den Sassek Ssarronn.

Ich würde „Grauwacht“ nicht unbedingt als Fehlkauf oder Totalausfall bezeichnen, doch es hielt definitiv nicht das, was ich mir davon versprochen hatte. Ich empfand es als verworren und unübersichtlich; Robert Corvus fehlt meiner Ansicht nach das Talent, um seine komplexen, spannenden Ideen seinen LeserInnen leicht und elegant zu vermitteln. Ich habe mich überfordert gefühlt, als wäre ich nicht clever genug, um seine Konstruktion zu durchschauen. Nicht gerade eine positive Empfindung.
Ich möchte „Grauwacht“ nicht empfehlen, weil ich es dafür erstens nicht gut genug fand und zweitens auch zu wenig Erfahrung mit dem reinen Science Fiction – Genre habe, um hier irgendwelche Vergleiche anzustellen. Solltet ihr euch trotz dessen dazu entscheiden, es zu lesen, fände ich es toll, wenn ihr mir kurz eure Eindrücke schildert. Vielleicht lag es nicht nur an mir, dass ich mich in dieser Geschichte so unwohl gefühlt habe.

 
6 Kommentare

Verfasst von - 8. Juli 2015 in Science Fiction

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Neuzugänge

Neuzugang 2

Hallo ihr Lieben! 🙂

In der letzten Zeit sind einige neue Bücher bei mir eingezogen, die ich euch heute vorstellen möchte. Für mich ist das mehr oder weniger eine Prämiere – mein erster Neuzugänge-Post. Ich muss ehrlich gestehen, ich hätte nie erwartet, dass es euch interessiert, welche Bücher ich mir so zulege und warum (abseits von den Rezensionen), aber als bei der Aktion Gemeinsam Lesen (12. Mai 2015) gefragt wurde, welche Beiträge besonders gern gelesen werden, wurde ich eines Besseren belehrt. Tatsächlich war die häufigste Antwort „Neuzugänge-Posts“. Ich war baff. Da ihr diese Beiträge offenbar alle sehr gerne mögt, gebe ich dem selbstverständlich nach. 😉
Mein erster Neuzugänge-Post ist auch gleich ein besonderer, weil ich zu 10 der neuen Bücher eine kleine Geschichte erzählen muss, damit ihr versteht, warum sie nun in meinem Regal stehen. Doch zuerst möchte ich euch die Bücher zeigen, die ich ganz regulär von meiner Wunschliste ausgesucht und gekauft habe. Es sind hauptsächlich Fortsetzungen, weil ich ja fleißig und brav daran arbeite, angefangene Geschichten zu beenden oder zumindest weiterzulesen, so, wie ich es mir Anfang des Jahres vorgenommen habe.

DSCF9180

Jim Butcher – The Dresden Files #4 – „Summer Knight“

DSCF9175Since his girlfriend left town to deal with her newly acquired taste for blood, Harry’s been down and out. He can’t pay his rent. He’s alienating his friends. He can’t recall his last shower. Then when things are at their worst, the Winter Queen of Faerie saunters in with an offer Harry can’t refuse. All he has to do is find out who murdered the Summer Knight, the Summer Queen’s right-hand man, and clear the Winter Queen’s name.
It seems simple, but Faerie politics seldom work out that way. Then Harry discovers the fate of the entire world rests on this case. So no pressure…“

Dieses Buch habe ich mitbestellt, weil ich Sorge hatte, dass ich es sonst nie tue. Klingt komisch, ist aber so. Das liegt daran, dass dieser vierte Band der Harry Dresden-Reihe aus irgendeinem Grund vergleichsweise teuer ist. Für das englische Taschenbuch verlangt Amazon fast 15,00€, obwohl die Bände sonst im Schnitt zwischen 5,00 und 8,00€ kosten. Eigentlich ist mir das viel zu kostspielig, aber ohne den vierten Band kann ich natürlich nicht weiterlesen. Also habe ich es jetzt hinter mich gebracht. Vermutlich werde ich noch einmal von vorn beginnen müssen, denn es ist ziemlich lange her, dass ich den ersten Band gelesen habe. Was soll’s, ich weiß noch, dass er mir so gefiel, dass ich fast die ganze Reihe auf meine Wunschliste gesetzt habe. 😉

Robert Corvus – „Grauwacht“

DSCF9193Das Leben der Menschen Bisolas wird durch den Wechsel von Tag und Nacht bestimmt. Jahrzehnte lang herrscht Nacht, bis die Morgendämmerung hereinbricht und weitere Jahrzehnte vergehen bis zum Abendrot. Ein alter Pakt zwingt die Menschen dazu, mit der Nacht zu wandern und ihr Dasein in kalter Dunkelheit zu fristen. Denn wenn der Tag kommt, kommen die Sasseks – fremdartige Wesen, die nur in der Wärme leben können. Allein dieses Abkommen garantiert den frieden zwischen den Völkern sowie die Grauwacht, die den Abzug der Menschen überwacht. Doch mysteriöse Ereignisse gefährden den Pakt. Die Monde verändern ihre Farbe. Die Dämmerung schwindet nicht. Kann ein Krieg noch aufgehalten werden?

Alles, was ich zu „Grauwacht“ zu sagen habe, habe ich bereits am Dienstag anlässlich der Aktion Gemeinsam Lesen ausführlich geschildert. Schaut einfach HIER vorbei, wenn ihr es genau wissen wollt. Für alle anderen fasse ich es mal kurz zusammen: das Buch ist mein erster Spontankauf seit Ewigkeiten und hat mich dermaßen neugierig gemacht, dass ich es direkt am Montagabend begonnen habe. Ich bin begeistert von der Idee und hoffe wirklich, dass es hält, was es verspricht.

Katie Coyle – Vivian Apple #2 – „Vivian Versus America“

DSCF9170„Seventeen-year-old Vivian Apple has traveled across the USA, fended-off bands of indoctrinated teenagers, discovered a sister she never knew she had, and uncovered dark secrets about the cult that has taken over America. Now Vivian and her friend Harp must rescue Viv’s maybe-boyfriend Peter before the world ends (again), supposedly in less than three months.
Stranded in San Francisco, and faced with a society in an ever-increasing state of breakdown, Vivian and Harp are in trouble. But then a tip leads them to Los Angeles, and the somewhat unlikely location Chateau Marmont hotel… Can Vivian save America, her friends and herself – or will she really lose everything this time?“

Yeeeey, die Fortsetzung von „Vivian versus the Apocalypse“ (Rezension: HIER)! 😀 Ich bin wirklich gespannt, wie Vivians persönliche Odyssee weitergeht, denn den ersten Band fand ich tiefsinnig, ehrlich, scharfsinnig und einfach fabelhaft. Mal schauen, ob die Geschichte mit „Vivian Versus America“ abgeschlossen ist. Bisher sieht es so aus, aber zwei Bände sind ja heutzutage doch eine recht ungewöhnliche Anzahl. Ich fände es genau deshalb gut, wenn es bei zwei bleibt.

Susan Ee – Penryn & the End of Days #3 – „End of Days“

DSCF9169After a daring escape from the angels, Penryn and Raffe are on the run. They’re both desperate to find a doctor who can reverse the twisted changes inflicted by the angels on Raffe and Penryn’s sister. As they set off in search of answers, a startling revelation about Raffe’s past unleashes dark forces that threaten them all.
When the angels release an apocalyptic nightmare onto humans, both sides are set on a path toward war. As unlikely alliances form and strategies shift, who will emerge victorious? Forced to pick sides in the fight for control of the earthly realm, Raffe and Penryn must choose: Their own kind, or each other?

Am Montag habe ich anlässlich der Montagsfrage von Buchfresserchen ja schon erzählt, dass ich dieses Buch nachbestellt habe, weil ich irgendwie verpennt habe, dass es bereits erschienen ist. Darüber habe ich mich schrecklich geärgert, weil der Abschluss der Trilogie Penryn & the End of Days dieses Jahr ganz oben auf meiner mentalen Lese-Aufgaben-Liste steht. Den ersten Band „Angelfall“ (Rezension: HIER) habe ich letztes Jahr gelesen und GELIEBT. Der Genre-Mix, die starke Protagonistin Penryn und die simple, nichtsdestoweniger geniale Idee, Engel als die Bösewichte darzustellen… Fantastisch. Ich freue mich wahnsinnig darauf.

Lilly Lindner – „Was fehlt, wenn ich verschwunden bin“

DSCF9166April ist fort. Seit Wochen kämpft sie in einer Klinik gegen ihre Magersucht an. Und seit Wochen antwortet sie nicht auf die Briefe, die ihre Schwester Phoebe ihr schreibt. Wann wird April endlich wieder nach Hause kommen? Warum antwortet sie ihr nicht? Phoebe hat tausend Fragen. Doch ihre Eltern schweigen hilflos und geben Phoebe keine Möglichkeit, zu begreifen, was ihrer Schwester fehlt. Aber sie versteht, wie unendlich traurig April ist. Und so schreibt sie ihr Briefe. Wort für Wort in die Stille hinein, die April hinterlassen hat.

„Was fehlt, wenn ich verschwunden bin“ habe ich nicht bei Amazon bestellt, sondern ganz traditionell in einer Buchhandlung gekauft, zusammen mit „Grauwacht“. Lustigerweise war es dieses Buch, weswegen ich überhaupt erst in den Laden reinmarschiert bin, denn es gibt da eine kleine Vorgeschichte. Am Welttag des Buches wurden ja massenhaft Gewinnspiele auf den verschiedensten Buchblogs veranstaltet – ich nahm unter anderem an einem teil, in dem es „Was fehlt, wenn ich verschwunden bin“ zu gewinnen gab. Obwohl es auch auf weiteren Blogs verlost wurde, habe ich mich zusammen gerissen und wirklich nur an diesem teilgenommen, weil ich das Buch keinesfalls doppelt gewinnen und es somit einer/einem anderen glücklichen LeserIn wegnehmen wollte. Tja. Ich habe nicht gewonnen. Mäp. -.- Jetzt musste das Buch endlich her. 😀

Jonathan Maberry – Rot & Ruin #3 / Benny Imura #3 – „Flesh & Bone“

DSCF9174„Reeling from the tragic events in the Rot and Ruin, Benny and his friends know that finding the jet they saw in the skies months ago is their best hope for having a future and a life worth living. But the zoms seem to be mutating in terrifying ways that could change everything that is known about surviving among the walking dead. And even worse, a death cult has arisen that is devoted to making zoms of every person still alive.“

Zombies waren eigentlich nie mein Ding. Aber die Rot & Ruin-Reihe von Jonathan Maberry hat mir gezeigt, dass meine Vorurteile unbegründet und gegenstandslos waren. Ich habe den ersten Band „Rot & Ruin“ (Rezension: HIER) letztes Jahr gelesen und war begeistert. Mittlerweile ist die Serie mit Band 4 (erscheint im September als Taschenbuch) abgeschlossen; es wird allerdings noch einen fünften Band geben, der zwei Kurzgeschichten aus Benny Imuras Welt enthält. Ich schätze, ich werde zumindest noch auf Band 4 „Fire & Ash“ warten, bevor ich die Reihe weiterlese, denn dann kann ich sie in einem Rutsch auslesen. Vielleicht steht hier dann ebenfalls ein Reread des ersten Bandes an.

Mike Mullin – Ashfall #2 – „Ashen Winter“

DSCF9171„It’s been over six months since the eruption of the Yellowstone supervolcano and six months of waiting for Alex’s parents to return from Iowa. Alex and Darla decide they must retrace their journey into Iowa to find and bring back Alex’s parents to the tenuous safety of Illinois. But the landscape they cross is even more perilous than before, with life-and-death battles for food and power between the remaining communities. When the unthinkable happens, Alex must find new reserves of strength and determination to survive.“

Die Ashfall-Trilogie von Mike Mullin portraitiert eine der realistischsten Dystopien, die mir je begegnet sind. Unter dem Yellowstone Nationalpark gibt es tatsächlich einen Supervulkan, der theoretisch jeder Zeit ausbrechen könnte. Laut Geologen ist das zwar nicht sehr wahrscheinlich, aber es ist möglich. „Ashfall“ (Rezension: HIER) überzeugte mich Anfang letzten Jahres durch Mike Mullins detailreiche Schilderung der Folgen der Eruption des Vulkans. Das Weiterlesen habe ich viel zu lange aufgeschoben und möchte dieses Jahr nun auch diese Trilogie abschließen, denn der dritte Band erschien bereits im April. Ach und übrigens: „Ashfall“ war eine der ersten Rezensionen, die ich hier auf meinem Blog verfasst habe. 😉

Richard Schwartz – Die Götterkriege #3 – „Das blutige Land“

DSCF9172„Nachdem Leandra von Borons Weißer Flamme verschont wurde und es ihr gelungen ist, die Krone von Illian zu erringen, steht für Havald die nächste Herausforderung an: Seit Jahrhunderten verteidigt die Ostmark in blutigen Kämpfen das Reich gegen die Stämme der Barbaren. Doch nun sammeln sie sich unter dem schwarzen Banner des Nekromantenkaisers und drohen, das Alte Reich zu erschüttern. Mit einer Handvoll Getreuer will Havald das Unmögliche wagen: die Stämme der Steppe zu einen und den Einfluss des toten Gottes zu zerschlagen, damit die Ostmark endlich Frieden findet…“

Ja ja, der Herr Schwartz. Soll ich euch mal was verraten? Ich war lange Zeit furchtbar wütend auf ihn und total eingeschnappt. Es ist schon recht lange her, dass ich seinen Zyklus Das Geheimnis von Askir gelesen habe. Was ich damals nicht wusste, ist, dass es sich dabei eben nur um einen Zyklus handelt, der in Die Götterkriege weiter geführt wird. Der letzte Band „Der Kronrat“ endete mit einem so schrecklichen Cliffhanger, dass ich gar nicht glauben konnte, was ich da lese. Danach war ich so sauer, dass es sehr lange gedauert hat, bis ich endlich anfing, Die Götterkriege zusammen zu kaufen. Dieses Jahr war es dann so weit. Ich habe mir vorgenommen, bei jeder Bestellung einen weiteren Band mit zu ordern, damit ich eventuell noch dieses Jahr beginnen kann, den Zyklus zu lesen. Ich möchte nämlich erst anfangen, wenn ich sie alle hier habe. Hat sich bei Das Geheimnis von Askir als weise heraus gestellt. Der letzte Band des Zyklus Die Götterkriege erscheint nächsten Monat. Mal sehen, was dann passiert. Wenn es wieder einen weiteren Zyklus gibt, will ich das dieses Mal vorher wissen. Sonst schmolle ich wieder ewig.

Soooo, das waren alle regulären Neuzugänge. Nun kommen wir zu der kleinen Geschichte, die ich euch zu Beginn versprochen habe.

Wie Bastei Lübbe mir das Leben schwer macht

Ich denke, mittlerweile wisst ihr alle, dass die Anita Blake-Reihe bis heute mein All-Time-Favorite ist. Anita war meine erste UF-Heldin und obwohl die Bände eindeutig an Qualität verloren haben, halte ich ihr die Treue. Nennt es von mir aus Starrsinn, aber ich kann einfach nicht anders. Ich glaube, die erste UF-Heldin vergisst man eben nie. 🙂 Meine Treue hat mir in den letzten Jahren viel Ärger bereitet, weil Bastei Lübbe sich bezüglich dieser Reihe unmöglich verhalten hat. Wenn es gut lief, erschien pro Jahr ein Band. Wenn es schlecht lief, entschied der Verlag, einen vollständigen Band zu trennen und einfach zwei Bücher draus zu machen, was der Geschichte maßgeblich schadete. Das Resultat? Auf dem englischen Markt erscheint dieses Jahr Band Nummero 24, in Deutschland hat Bastei Lübbe die Serie nach Band 12 eingestellt. Sie würde sich nicht mehr rentieren. Sollte das hier irgendjemand von Bastei Lübbe lesen: daran seid ihr zu großen Teilen selbst Schuld.
Die Reihe abzubrechen, kam für mich nie in Frage, vor allem, weil ich bereits von anderen LeserInnen gehört habe, dass sich die Qualität wohl wieder steigert. Weniger Sex, mehr Mordermittlung. Back to the roots. Also musste eine andere Lösung her. Ich hätte nun natürlich einfach alle Bände ab der 12 in Englisch kaufen können. Aber ein so ausgeprägter Sprachenmix möchte mir so gar nicht gefallen. Demzufolge habe ich entschieden, die komplette Reihe noch einmal in Englisch zu kaufen und meine deutschen Exemplare an meine Mutter zu verschenken (die eine dankbare Abnehmerin ist). Selbstredend, dass ich sie auch noch einmal komplett lesen werde, denn ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung mehr, was bei Anita abging. Es ist viel zu lange her. Mit diesem Projekt, das sich vermutlich eine ganze Weile hinziehen wird, habe ich letzten Monat begonnen. Ich beschloss, die Bände nicht neu zu kaufen, denn der finanzielle Aufwand wäre unter diesen Bedingungen enorm. Glücklicherweise haben gute Seelen ihre englischen Anita-Bände an Medimops verkauft, sodass ich sie dort sehr günstig ergattern konnte.

DSCF9163

Ich konnte 10 Bände auf einmal zusammen bekommen. Dummerweise sind es Band 1-3, Band 7-12 und Band 19. Im Grunde ist es egal, weil ich wohl sowieso erst mit dem Lesen beginne, wenn ich mit der Reihe aktuell bin, aber die Lücke nervt mich. Nun gut, ich muss mich vorerst damit abfinden. Ebenso, wie ich mich mit dem Gefühl abfinden muss, das letzte Jahrzehnt verschwendet zu haben. Ich hätte schon vor Jahren anfangen sollen, Anita Blake im Original zu lesen. Das ist alles so ärgerlich. Es wird vermutlich lange dauern, bis ich Bastei Lübbe das verzeihe und ich dieses Gefühl der Unzufriedenheit los werde.

Gut ihr Lieben, das war also mein erster Neuzugänge-Post. Ich hoffe, es hat euch gefallen und vielleicht ist ja auch der eine oder andere Hinweis auf eine potentielle Reihe für euch dabei rausgesprungen. Falls ich irgendetwas besser machen kann oder ihr euch andere Infos wünscht, lasst es mich wissen, dann berücksichtige ich das beim nächsten Mal. Jetzt freue ich mich erst mal auf eure Kommentare und Meinungen und wünsche euch allen einen wundervollen Donnerstag! 🙂
Alles Liebe,
Elli

 
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Gemeinsam Lesen

Gemeinsam Lesen 2

Hallo ihr Lieben! 🙂

Jeden Dienstag lesen wir gemeinsam und ich freue mich sehr, euch heute ein Buch präsentieren zu dürfen, dass mich sofort in seinen Bann geschlagen hat! Diese tolle Aktion wird abwechselnd von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher betreut; die Fragen dieser Woche findet ihr bei Schlunzen-Bücher durch einen Klick aufs Bild!

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „Grauwacht“ von Robert Corbus und befinde mich auf Seite 80 von 415.

Grauwacht

 

Das Leben der Menschen Bisolas wird durch den Wechsel von Tag und Nacht bestimmt. Jahrzehnte lang herrscht Nacht, bis die Morgendämmerung hereinbricht und weitere Jahrzehnte vergehen bis zum Abendrot. Ein alter Pakt zwingt die Menschen dazu, mit der Nacht zu wandern und ihr Dasein in kalter Dunkelheit zu fristen. Denn wenn der Tag kommt, kommen die Sasseks – fremdartige Wesen, die nur in der Wärme leben können. Allein dieses Abkommen garantiert den frieden zwischen den Völkern sowie die Grauwacht, die den Abzug der Menschen überwacht. Doch mysteriöse Ereignisse gefährden den Pakt. Die Monde verändern ihre Farbe. Die Dämmerung schwindet nicht. Kann ein Krieg noch aufgehalten werden?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Schon seit einiger Zeit bewegten sich Remon und Perul auf einem gut ausgetretenen Pfad über den festen Schnee.“

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Dieses Buch war mein erster Spontankauf seit langer, langer Zeit. Es passiert mittlerweile so selten, dass mich ein Buch außerhalb meiner Wunschliste durch seine bloße physische Präsenz neugierig werden lässt, dass ich das Gefühl unglaublich genieße. Ich besitze das gute Stück auch erst seit gestern. Ich habe es gekauft, nachdem ich bei der Post war, um ein Paket abzuholen – der Abstecher in den Buchladen war sozusagen meine Belohnung. Erst hatte ich das Gefühl, wohl gar nichts zu kaufen, weil ich die Auswahl doch arg enttäuschend fand. Besonders in der englischen Abteilung. Vor dem SciFi/Fantasy-Regal stehe ich prinzipiell immer am längsten und da war es und lachte mich an. Die Schrift auf dem Buchrücken leuchtete richtig. Ich nahm es heraus und verliebte mich sofort in die Covergestaltung. Ich finde es wirklich wunderschön; die Farbwahl, die Eiskristalle, die Waffen. Kennt ihr das, wenn ihr ein großartiges Cover seht und dann nur noch hofft, dass der Klappentext auch toll klingt, damit ihr das Buch mitnehmen könnt? Genau das ging mir durch den Kopf: bitte sei gut, bitte sei gut, bitte sei gut! Ich drehte es um und las. Am liebsten hätte ich sofort ein kleines Tänzchen aufgeführt, denn die Idee einer Welt, die strikt in Tag und Nacht unterteilt ist, finde ich unheimlich spannend. Als ich das Buch dann aufschlug, war es endgültig um mich geschehen, weil es eine tolle Abbildung der Welt Bisola enthält. Also nahm ich es kurzentschlossen mit. Wieder zu Hause setzte ich mich sofort hin und las „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ von John Irving aus, damit ich „Grauwacht“ beginnen konnte.
Sehr weit habe ich es gestern nicht mehr geschafft, aber ich bin äußerst optimistisch. Ich denke, ich habe die Ausgangssituation erreicht und zumindest einen Protagonisten kennengelernt: Remon, ein ehemaliges Mitglied der Grauwacht. Ich glaube, die Handlung wird sich darum drehen, dass er in einer sich verändernden Welt seine Familie zu finden versucht. Möglicherweise wird es noch weitere wichtige Charaktere geben, denn das Buch beginnt mit einem Prolog, der einen Späher namens Sarlos beschreibt.
Jedenfalls genieße ich es wahnsinnig, dass mich ein Roman mal wieder so neugierig macht, dass ich ihn sofort nach dem Kauf lesen möchte. Das passiert sehr selten; meistens liegen neue Bücher noch ein Weilchen auf meinem SuB, unabhängig davon, wie unbedingt ich sie haben wollte. Ich hoffe wirklich, dass „Grauwacht“ meiner anfänglichen Begeisterung gerecht wird. 🙂

4. Habt ihr euch schonmal so sehr über einen Protagonisten geärgert oder euch von ihm genervt gefühlt, das ihr ein Buch deswegen abgebrochen habt, oder euch richtig durchkämpfen musstet?

Definitiv. Leider passiert mir das vor allem im YA-Bereich immer mal wieder. Wenn ich da an Kira, die Protagonstin aus „Himmelstiefe“ (zur Rezension geht es HIER lang) von Daphne Unruh denke… puh. Ich konnte das Mädel nicht ausstehen und habe überhaupt nicht verstanden, wie die Autorin eine Figur so konzipieren konnte, dass sie die komplette Geschichte versaut. Ich mochte auch Juliette aus „Shatter Me“ (Rezension: HIER) nicht. Sowas Weinerliches, Pathetisches ist mir noch nicht begegnet. Von wegen Heldin. Ich weiß, dass ganz viele von euch die Reihe lieben, aber für mich war unter anderem wegen Juliette bereits nach dem ersten Band Schluss.
Die Bindung zum Hauptcharakter ist für mich essenziell für das gesamte Buch. Kann ich den Protagonisten oder die Protagonistin nicht leiden, wirkt sich das meist so aus, dass mir das ganze Buch nicht gefällt. Dabei erwarte ich weder einen Helden noch eine strahlende Prinzessin, ganz im Gegenteil. Zwielichtigen, ambivalenten HauptdarstellerInnen fliegt meine Sympathie in der Regel wesentlich problemloser zu. Ich liebe Bourbon Kid, vergöttere Sandman Slim, bewundere Locke Lamora und Anita Blake ist mit all ihren Fehlern seit über 10 Jahren meine persönliche Heldin. In „The Desert Spear“ (Rezension: HIER) ist es Inevera, Jardirs intrigante, schlangenhafte erste Ehefrau, die mich am meisten fasziniert. Von Neunfinger will ich gar nicht erst anfangen. Was ich will, ist Persönlichkeit. Charakter. Ich hasse eindimensionale ProtagonistInnen, die sich in ihrem eigenen Unglück suhlen und permanent gerettet werden müssen. Ich will von starken, komplexen Frauen und Männern lesen, selbst wenn ihre Stärke und/oder Komplexität eher unkonventionell ist. Deswegen mag ich auch Frodo aus „Herr der Ringe“ überhaupt nicht, Sam dafür aber sehr. Sam hätte das Ding mit dem Ring auf einer Arschbacke gerockt. Ohne zu heulen.
Es gibt ein paar Ausnahmen, in der Regel dann, wenn ich das Gefühl habe, es ist für die Geschichte unerheblich, ob ich die Hauptfigur mag oder nicht. Das kann ich respektieren, weil es mir den Eindruck vermittelt, dass der Autor oder die Autorin anhand des Charakters etwas vermitteln möchte. Wenn er/sie nur Träger einer Botschaft ist. In „The Day of the Locust“ (Rezension: HIER) von Nathanael West war das zum Beispiel so. Die Charaktere spielen dort als Persönlichkeiten überhaupt keine Rolle, denn sie sind nur Symbole, der menschliche Abfall einer degenerierten Welt. West kritisiert die Glitzer-Glamour-Welt Hollywoods; da hat Sympathie für die Figuren einfach keinen Platz. Ebenso in „Unter Null“ und „Imperial Bedrooms“ (Rezension: HIER) von Bret Easton Ellis. In solchen Fällen kann ich ein Buch als Ganzes schätzen, ohne eine besondere Bindung zu den Hauptcharakteren zu haben.

Was lest ihr im Moment? Wie wichtig ist euch die Sympathie für ProtagonistInnen?

Ich freue mich sehr auf eure Meinungen und Kommentare und wünsche euch einen fantastischen Tag!
Alles Liebe,
Elli

 
 

Schlagwörter: , , , , , , ,

 
%d Bloggern gefällt das: