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Schlagwort-Archive: gierig

Vera Buck – Runa

2016-08-28-buck-runa

Die Karriere des jungen Schweizer Arztes Jori Hell steckt fest. Seit Jahren lebt er in Paris, studiert an der berühmten Klinik Salpêtrière unter dem großen Neurologen Dr. Jean-Martin Charcot und kümmert sich um Patient_innen – doch die Doktorarbeit, für die er einst nach Paris zog, ist noch nicht geschrieben. Schlimmer noch, Dr. Charcot kennt nicht einmal seinen Namen, obwohl Jori regelmäßig die berüchtigten Dienstagsvorlesungen besucht, in denen Hysterikerinnen zu Unterrichtszwecken publikumswirksam hypnotisiert und vorgeführt werden. Erst als eines Dienstagabends ein junges Mädchen präsentiert wird, ändert sich Joris ziellose Routine schlagartig. Runa passt in keines der bekannten Krankheitsschemata, nicht einmal Dr. Charcot weiß, was dem Mädchen fehlt. Nur, dass sie verrückt ist, darin sind sich alle einig. Wäre sie gesund, würde sie sich kaum wie ein wildes Tier gebärden. Jori sieht seine Chance gekommen, sich zu profilieren und endlich seinen Doktortitel zu ergattern. Spontan schlägt er eine Hirnoperation vor, die Runas Verhalten korrigieren soll. Überraschenderweise erteilt ihm Dr. Charcot die Erlaubnis dazu und bietet sich sogar als Doktorvater an. Ein Rückzieher ist nun nicht mehr möglich. Jori hat keine andere Wahl, als seinen überhasteten Worten Taten folgen zu lassen. Je intensiver er sich mit Runa befasst, desto tiefer werden die Einblicke in den erniedrigenden Alltag der Patient_innen in der Salpêtrière. Er lernt die Schattenseiten einer Klinik kennen, die sich damit brüstet, weltweit als fortschrittlich zu gelten und muss sich fragen, ob seine Zukunft tatsächlich dort liegt. Doch seine Selbstzweifel sind nicht Joris einziges Problem. Runa ist der Schlüssel zu einem dunklen Geheimnis seiner Vergangenheit, das ihn nun heimsucht…

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Montagsfrage: Schlägt dein Herz für Antagonisten?

montagsfrage neu

Guten Morgen ihr Lieben!

Ich bin für Frühschichten nicht geschaffen. Früh ins Bett zu gehen, um dann noch früher wieder aufzustehen, liegt mir überhaupt nicht. Trotzdem lässt es sich nicht immer vermeiden – daher sitze ich heute bereits um 04 Uhr vor meinem Rechner, der überlebenswichtige Kaffee steht rechts neben mir und ich brüte über der Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja. Es hilft ein bisschen, dass der Lieblingsmensch ebenfalls zur Frühschicht muss und wir gemeinsam aufstehen konnten, aber wirklich viel Trost kann ich daraus nicht beziehen. Der tote Punkt wird kommen. Ich kann nur hoffen, dass ich heute auf Arbeit genug zu tun habe, damit ich ihn gar nicht erst bemerke. Die Chancen stehen gut, schließlich haben wir gestern hier in Berlin gewählt und den großen Parteien prompt einen Denkzettel verpasst. Ich bin gespannt, wie die Zukunft meiner Stadt aussehen und für welche Koalitionspartner sich die SPD als Wahlsieger entscheiden wird.
Nun aber erst einmal genug von der Politik, widmen wir uns unserem Lieblingsthema, dem Lesen:

Gibt es Antagonist_innen, die ihr mehr mögt als Protagonist_innen bestimmter Bücher/Reihen und falls ja, was ist der Grund dafür?

Laut Wikipedia stammt das Wort „Antagonist“ aus dem Griechischen und bedeutet „Gegenspieler“. In der Literatur wird damit die Figur eines Buches beschrieben, die den Protagonisten in seinem Handeln behindert. Glücklicherweise ist diese Definition einigermaßen weit gefasst und schließt vielschichtige Persönlichkeiten ein, statt stumpf in Gut und Böse zu unterscheiden. Dann würde mir die Beantwortung der Frage nämlich recht schwer fallen, weil ich eher selten Bücher lese, die sich durch eine so klare Rollenverteilung auszeichnen. Dank dieser offenen Auslegung bin ich in der Lage, eindeutig mit „Ja“ zu antworten. Es kommt vor, dass mich ein_e Antagonist_in mehr fasziniert als der/die Protagonist_in. Von Sympathie möchte ich nicht sprechen, da diese Formulierung nicht den Kern meiner Empfindungen trifft. Es geht nicht darum, ob ich die Person, die dem Hauptcharakter in die Quere kommt, mag. Es geht darum, dass es mich reizt, herauszufinden, warum sie ihm ins Handwerk pfuscht. Die Motivation einer Figur zu ergründen, die auf den ersten Blick böse wirkt, weil sie ein entgegengesetztes oder anderes Ziel verfolgt, ist unheimlich aufregend, weil mich dieser Prozess hin und wieder zwingt, meine gefasste Meinung zu überdenken.

Das eindrucksvollste Beispiel für einen Fall dieser Art ist sicherlich Ahmann Jardir aus Peter V. Bretts epischer High Fantasy – Saga „Demon Cycle“. Im ersten Band (Rezension HIER) mochte ich Jardir überhaupt nicht, weil er Arlen und ihre Freundschaft verrät. Ich empfand ihn als egoistisch, skrupellos und gierig. Im zweiten Band (Rezension HIER) lernte ich Jardir dann wirklich kennen. Ich sah ihn aufwachsen, begriff seine Kultur und seinen Glauben, sodass ich einsehen musste, dass es aus seiner Perspektive keine andere Möglichkeit gab, als Arlen zu verraten. Jardir ist ein facettenreicher Charakter mit positiven sowie negativen Eigenschaften; ihn einfach als böse abzustempeln, wird ihm nicht gerecht. Ich kann zwar nicht behaupten, dass ich ihn besonders gut leiden kann, weil er einen ungesunden Hang zum Fanatismus hat, aber ich verstehe ihn und nur darauf kommt es an.

Schlägt euer Herz für Antagonisten?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Meinungen und Kommentare, komme aber vermutlich erst heute Abend dazu, mich durch eure Beiträge zu wühlen. Habt einen wundervollen Montag! 🙂
Alles Liebe,
Elli

 
10 Kommentare

Verfasst von - 19. September 2016 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Steven Erikson – Die Eisige Zeit & Der Tag des Sehers

2016-08-05 - Erikson Die Eisige Zeit & Der Tag des Sehers (Das Spiel der Götter #3)

Im Südosten von Genabackis regt sich eine neue Bedrohung: die Pannionische Domäne, angeführt vom Pannionischen Seher. Begleitet von einer hungrigen, blutrünstigen Bauernarmee verschlingt er gierig eine Stadt nach der anderen. Um ihn aufzuhalten, braucht es ein eigenwilliges Bündnis. Nach Jahren des Krieges stehen sich Dujek Einarm, Elster, Caladan Bruth und Anomander Rake erstmals als Alliierte gegenüber. Abtrünnige malazanische Soldaten, Tiste Andii, Söldner und Rhivi werden Seite an Seite kämpfen, um den Grauen des Pannionischen Sehers Einhalt zu gebieten. Doch das Bündnis steht auf tönernen Füßen. Ein eiskalter Hauch aus einer lang vergrabenen Vergangenheit stellt die Loyalitäten aller Beteiligten in Frage. Verrat hebt sein hässliches Haupt. Legenden offenbaren sich als Realität. Chaos vergiftet die Welt, in dessen Wirren sich der wahre Feind der vereinten Armee verbirgt und nach uralter Rache dürstet. In der Stadt Capustan wird sich entscheiden, ob die Allianz stark genug ist, dem Griff des Sehers und seines Meisters nach Genabackis ein Ende zu setzen.

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Giles Kristian – Götter der Rache

2015-11-20 - Kristian Götter der Rache

„Götter der Rache“ von Giles Kristian habe ich beim Bloggerportal von Random House angefragt, weil die Lektüre ein neuer, weiterer Versuch mit einem historischen Roman sein sollte. Bisher habe ich weder den richtigen Zeitabschnitt noch die richtige Region für mich gefunden, obwohl dieses Genre unheimlich vielfältig ist. Da ich die Kultur der Wikinger faszinierend finde und darüber hinaus ein riesiger Fan der Serie „Vikings“ bin, beschloss ich, es darauf ankommen zu lassen und es mit „Götter der Rache“ zu versuchen. Ich hoffte, mir mit diesem Buch die Wartezeit bis zur Veröffentlichung der vierten Staffel in Deutsch verkürzen zu können und freute mich auf Männer und Frauen, die Stahl in den Venen haben.

Sigurd, jüngster Sohn von Jarl Harald, wünscht sich nichts sehnlicher, als sich endlich im Kampf beweisen zu können. Er ist zornig auf seinen Vater, weil dieser ihm diese Ehre verwehrt. Sigurd muss sich damit begnügen, die ruhmversprechende Seeschlacht an der Seite von König Gorm gegen den ambitionierten Jarl Randver aus der Ferne zu beobachten. Er konnte nicht ahnen, dass die Entscheidung seines Vaters sein Leben retten würde. Die Schlacht ist eine Falle. Hilflos muss Sigurd zusehen, wie der gierige König seinen Vater verrät und die tapferen Krieger gnadenlos von Jarl Randvers Männern abgeschlachtet werden. Auf einen Schlag verliert Sigurd alles, was in seinem Leben von Bedeutung ist. Nun kennt er nur noch einen Gedanken: Rache. Lediglich eine Handvoll treue Kämpfer begleiten ihn bei seinem Vorhaben, doch ihr Hass brennt heißer als die Sonne. König Gorm und Jarl Randver werden den Tag verfluchen, an dem sie sich gegen Jarl Harald wandten, denn Sigurd und seine Männer werden Blut in Strömen vergießen…

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Ein Kommentar

Verfasst von - 4. Dezember 2015 in Historische Fiktion, Norwegen, Rezension

 

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