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Mike Mullin – Sunrise

Rezensionsheader Sunrise

Die „Ashfall“-Trilogie von Mike Mullin ist eine der realistischsten Dystopien, die ich kenne. Unter dem Yellowstone-Nationalpark liegt tatsächlich ein aktiver Supervulkan, der zuletzt vor 640.000 Jahren ausbrach. Ein weiterer Ausbruch ist jeder Zeit möglich, der USGS (US Geological Survey) schätzt das Risiko trotz Phasen „thermischer Unruhe“ in den letzten Jahrzehnten jedoch gering ein. Mullin war sich dessen bewusst, als er die Trilogie schrieb. Auf seiner Website erklärt er, dass sein Ziel darin bestand, eine spannende Geschichte zu erzählen und er deshalb auf wissenschaftlich plausible, aber nicht unbedingt wahrscheinliche Szenarien zurückgriff. Im Finale „Sunrise“ spielt der Vulkanausbruch allerdings ohnehin nur noch hintergründig eine Rolle.

Nach der monatelangen Suche nach Alex‘ Familie kehren Alex und Darla endlich nach Illinois zurück. Doch als sie die Farm seines Onkels Paul erreichen, bietet sich ihnen ein desaströses Bild. Die Kleinstadt Warren ist ein Kriegsgebiet, die Farm selbst ein notdürftiges Flüchtlingslager. Während ihrer Abwesenheit wurde Warren von der Nachbarstadt Stockton überrannt. Es gelingt ihnen, Warren zurückzuerobern – aber nicht ohne Verluste. Erneut wird Alex klar, dass die größte Bedrohung nach dem Ausbruch des Yellowstone-Supervulkans nicht von der unwirtlichen Natur ausgeht, sondern von den Menschen. Er versucht, die Erwachsenen davon zu überzeugen, sich auf einen langen Überlebenskampf einzustellen und die Verteidigung ihrer Städte als oberste Priorität einzustufen. Vergebens. Alex begreift, dass ihm nur eine Wahl bleibt, will er seine Liebsten in Sicherheit wissen: er muss Verantwortung übernehmen und eine Gemeinschaft gründen, deren Überlebenswille stark genug ist, um bis zu dem Tag, an dem die Sonne durch die Aschewolken bricht, zu überdauern.

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Christoph Marzi – London

Die „Uralte Metropole“ von Christoph Marzi war für meine Entwicklung als Leserin ebenso wichtig wie „Harry Potter“. Die vier Bücher rund um das Waisenmädchen Emily Laing und die magische Stadt unter London prägten mich maßgeblich. Seit ich sie das erste Mal als Teenager las, bin ich immer wieder zu dieser bezaubernden Geschichte zurückgekehrt. Beim Erscheinen des letzten Bandes „Somnia“ war ich 19. Niemals hätte ich damit gerechnet, dass Christoph Marzi mir acht Jahre später einen weiteren Band schenken würde. Ich traute meinen Augen nicht, als ich „London“ in der Verlagsvorschau von Heyne entdeckte. Weihnachten, mein Geburtstag und Ostern fielen zusammen. Eine Fortsetzung der Geschichte, die mir so viel bedeutet – ich musste nicht überlegen, ob sie lesen wollte.

Die Welt ist gierig und manchmal verschlingt sie Städte mit Haut und Haaren. Nach einem Besuch in Cambridge wartet Emily Laing auf den Zug nach London. Sie ist müde und traurig, möchte nach Hause, zurück in die Stadt der Schornsteine, wo sie die Ängste eines kleinen Jungen vergessen kann. Doch der Zug kommt nicht. Seltsamerweise scheint sich niemand daran zu stören. Irritiert befragt Emily einen Mitreisenden. Sie erntet Ratlosigkeit. Eine Stadt namens London existiere nicht, behauptet er. Veralbert er sie? Das kann nicht stimmen. Verunsichert zieht Emily das Internet zu Rate und erhält dieselbe Antwort: die Stadt der Schornsteine, die Metropole am dunklen Fluss, ist verschwunden; verschluckt, als hätte es sie niemals gegeben. Was geht da vor sich? Wie können sich ganz London und mit ihr die Stadt unter der Stadt plötzlich in Luft auflösen? Noch einmal müssen Emily und ihre Gefährten all ihren Mut zusammennehmen, um London zu retten – mit Leib und Seele.

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Verfasst von - 21. November 2017 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Richard Schwartz – Die Festung der Titanen

2016-12-27-schwartz-die-festung-der-titanen

Der Tarn ist die einzige Hoffnung der Ostmark auf Frieden. Dieser allein verleiht seinem Träger den Herrschaftsanspruch über die Stämme der Kor. Unglücklicherweise befinden sich die Bruchstücke in Besitz des Kriegsfürsten Arkin, der nicht nur zwei Legionen des Nekromantenkaisers Kolaron Malorbian befehligt, sondern auch über den Verschlinger Aleyte gebietet. In der Absicht, die Loyalität der Kor zu sichern, veranstaltet er einen Wettstreit um die Stücke des Tarns. Arkin plant, den Sieger in eine Marionette für die dunklen Machenschaften Thalaks zu verwandeln. Als sich jedoch Havald und seine Gefährten in den Wettstreit einmischen und die Truppen Askirs die Nachschublieferungen für seine Soldaten unterbinden, ist Arkin gezwungen, seine Pläne zu ändern. Überraschend bittet er Havald und seine Verbündeten zu sich, um ihnen ein Angebot zu unterbreiten: werde der Nachschub wiederhergestellt, sei er bereit, sich mit seinen Legionen zurückzuziehen. Freigiebig erläutert er, warum der Nekromantenkaiser den Befehl ereilte, im Schatten der Festung der Titanen zu lagern. Seine Priester fanden in den Ruinen Hinweise auf eine Quelle der Macht, die Kolaron für sich beanspruchen will. Obwohl Havald und seine Freunde einen faulen Handel wittern, benötigt Askir Zeit mehr als alles andere. Sie gehen auf Arkins Angebot ein und widmen sich der Aufgabe, Kolarons Priester aufzuhalten. Doch dafür muss Havald sich seiner Bestimmung als Engel des Soltar stellen und sich endgültig mit seinem Schwert Seelenreißer verbinden, ohne zu wissen, ob er als Werkzeug der Götter selbst zu einer Bestie werden muss, um der Dunkelheit trotzen zu können.

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Richard Adams – Unten am Fluß: Watership Down

2015-11-12 - Adams Unten am Fluß

„Unten am Fluß: Watership Down“ von Richard Adams wurde 1972 veröffentlicht. Die Entstehung dieses internationalen Bestsellers geht auf eine Fahrt von London nach Stratford-upon-Avon (Shakespeares Geburtsort, mal so nebenbei) zurück, während derer Adams begann, seinen beiden 8- und 9-jährigen Töchtern eine Geschichte über Wildkaninchen zu erzählen, die fantastische Abenteuer bestanden. In den folgenden drei Wochen wurde die Geschichte immer länger, da Adams nun auch die Schulfahrten seiner Mädchen nutzte, um ihnen weitere Kapitel zu erzählen. Letztendlich überredeten ihn die beiden, aus seiner Geschichte ein Buch zu schreiben.
Ich persönlich bin mit der Geschichte in Form des Zeichentrickfilms von 1978 aufgewachsen, habe diesen aber nur ein einziges Mal gesehen, weil er mir als Kind fruchtbare Angst gemacht hat. Das Buch hat meine Mutter auf einem Flohmarkt erstanden; ich habe entschieden, es zu lesen, um meinen Eindruck aus Kindertagen möglicherweise zu korrigieren.

Wildkaninchen verlassen ihr Gehege nie. Es sei denn, ihnen bleibt keine andere Wahl. Als Hazel erfährt, dass sein Bruder Fiver fest überzeugt ist, dass ihrem Gehege in Sandleford ein schreckliches Schicksal bevorsteht, sucht er sofort das Oberkaninchen auf, um es davon zu überzeugen, wegzugehen. Dieses tut Fivers Befürchtungen als Unsinn ab, doch Hazel vertraut seinem Bruder. Noch in der gleichen Nacht schart er einige mutige Kaninchen um sich und kehrt Sandleford den Rücken. Gemeinsam wagen sie sich auf der Suche nach einer neuen Heimat in die Wildnis. So beginnt ihre Geschichte, in deren Verlauf sie lernen, dass das Leben auch für eine kleine Gruppe Kaninchen zahllose Abenteuer und Herausforderungen bereithält.

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Verfasst von - 28. November 2015 in Englisch, Kinderbuch, Klassiker, Rezension

 

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Hendrik Birke – Angelwood: Kings & Queens

„Angelwood: Kings & Queens“

Angelwood Cover

Autor: Hendrik Birke

Format: e-Book

Seitenzahl: 161 Seiten

Verlag: brainfire media

Sprache: Deutsch

ASIN:  B00KQ049S8

Genre: Fantasy > Märchen

ausgelesen am: 29.06.2014

Bewertung:

„Angelwood: Kings & Queens“ ist ein schmales Büchlein, das mir vom Autor Hendrik Birke mit der Bitte um eine Rezension als e-Book zur Verfügung gestellt wurde. Sonst lese ich keine e-Books (wie ihr wisst), aber da dieses nur 161 Seiten umfasst, befand ich, dass ich es auch gut am PC genießen könnte. Hendriks Werk weckte mein Interesse, weil es inhaltlich sehr nach einem Märchen oder High Fantasy Roman klang; darüber hinaus gefielen mir auch die wunderschönen Illustrationen von Su Haitao. Ich nahm den Auftrag an.

Das Königreich Angelwood ist in Gefahr. Kurz vor der anstehenden Königswahl wird der göttliche Kompass schwer beschädigt, der das nächste Oberhaupt hätte festlegen sollen. Alles deutet darauf hin, dass diese schreckliche Tat von Monderyan begangen wurde. Doch jemand muss ihm geholfen und Zutritt zum Palast verschafft haben. Um das Land vor Chaos und Krieg zu bewahren, muss König Vyncent seine geliebte Tochter Serenity auf eine abenteuerliche Reise schicken. Angelwood kann nur durch die gebündelten göttlichen Tugenden der Menschen gerettet werden. Auf ihrer Reise soll Serenity acht Gefährten ausfindig machen, die diese Tugenden repräsentieren: Liebe, Glaube, Kraft, Respekt, Mut, Stolz, Ehre und Treue. Begleitet von Raphael, einem Mitglied der Engelskrieger, macht sich die junge Prinzessin auf den Weg. Doch das Böse schläft nicht und so gestaltet sich Serenitys Aufgabe nicht nur als schwierig, sondern auch als gefährlich. Wird sie ihre Heimat mithilfe ihrer neuen Freunde vor dem drohenden Unheil beschützen können?

Anfangs hatte ich so meine Probleme mit „Angelwood“. Als High Fantasy Roman, den ich erwartet hatte, funktioniert dieses Buch für mich nicht. Ich musste meinen Blickwinkel korrigieren. „Angelwood“ ist in meinen Augen kein Roman, sondern eine bezaubernde und witzige Gute-Nacht-Geschichte. Als ich meinen Eindruck mit Hendrik besprach, bestätigte er diesen, indem er mir verriet, „Angelwood“ sei von ihm in der Art eines Disney – Märchens konzipiert.
Ich liebe die innovative Idee des göttlichen Kompasses, der den jeweils nächsten König oder die nächste Königin auswählt. Ich finde, in diesem Einfall steckt sehr viel Potential und bin auf weitere Erklärungen gespannt, da der Autor hierzu bisher kaum etwas offenbart.
Ebenso faszinierend fand ich den Ansatz, Serenity nicht nach einem Gegenstand, sondern nach Menschen mit bestimmten Tugenden suchen zu lassen. Das peppt Altbekanntes angenehm auf, denn es geht mal nicht um ein magisches Relikt oder eine mächtige Waffe. Außerdem wird den LeserInnen dadurch schnell bewusst, dass „Angelwood“ eine moralische Botschaft vermitteln soll, was mir auch von Hendrik bescheinigt wurde. Diese steht klar im Vordergrund und gibt der Geschichte eine Aura von Reinheit.
Die Darstellung des Landes Angelwood wirkte auf mich bisher vage. Im ersten Band schafft Hendrik nur das Fundament seiner magischen Welt; er vermittelt einen ersten Eindruck, ohne ins Detail zu gehen. Das behinderte mich leider in meiner Fantasie; da die Umgebungsbeschreibungen zu flach geraten sind, hatte ich in diversen Szenen Schwierigkeiten, mir das Setting vorzustellen. Auch ist mir noch nicht klar, wovon genau das Land eigentlich bedroht wird und wie Serenity und ihre Freunde diese Bedrohung aufhalten sollten. Hendrik hat jedoch versprochen, dass beide Punkte in den Folgebänden erläutert werden; er lässt sich absichtlich Zeit beim Aufbau seiner Geschichte.
Mit den Charakteren hatte ich hingegen kaum Probleme. Sie alle sind mir rasant ans Herz gewachsen, obwohl sie natürlich ein wenig stereotyp und noch nicht richtig individuell sind. Die Ausnahme ist ausgerechnet Serenity selbst. Hendrik sieht sie als die „Mutter Theresa“ (Zitat) seiner Geschichte, für mich ist sie allerdings ein bisschen zu gutherzig und selbstlos. Vielleicht bin ich zynisch, aber mir fällt es schwer, eine Figur zu akzeptieren, die bisher keine einzige negative Eigenschaft hat. Ihre Aussagen erschienen mir oft pathetisch, sodass ich verleitet war, mit den Augen zu rollen, sobald sie den Mund aufmachte. Ich hoffe, dass sie in den nächsten Bänden mehr Tiefe bekommt und in einen richtig schönen inneren Konflikt gerät.

Ich sehe in „Angelwood: Kings & Queens“ trotz ein paar Mängeln viel Potential für eine märchenhafte Fantasy –Geschichte. Schon als Kind habe ich Gute-Nacht-Geschichten geliebt, Autor Hendrik Birke trifft dementsprechend meinen Geschmack. Sein Erstling konnte mich vor allem durch erfreulich innovative Ideen und den klaren moralischen Anspruch überzeugen. Ich möchte weiterlesen. 🙂
Ich denke, „Angelwood“ wird nicht allen LeserInnen gefallen, weil es in gewisser Weise süß und kindlich ist. Wer sich mit klar verteilten Rollen von Gut und Böse, sprechenden Tieren und gradlinig konstruierten Figuren jedoch wohl fühlt, kann meiner Meinung nach guten Gewissens das Land Angelwood als Ausflugsziel für zwischendurch auswählen.

P.S.:
Wie bereits erwähnt liebe ich die Illustrationen von Su Haitao. Hendrik war so freundlich, mir alle Bilder seines Buches zur Verfügung zu stellen, damit ich sie euch zeigen kann. Ihr findet unten eine kleine anklickbare Galerie mit den Zeichnungen.
Außerdem habe ich euch Hendriks eigene Website für „Angelwood: Kings & Queens“ verlinkt, genau wie die LovelyBooks – Seite des Buches. Es gibt auch einen hübschen Trailer bei YouTube, den ihr euch ebenfalls über die Links ansehen könnt.

Angelwood Galerie

Amazon Cover

Alternatives Cover

Karte von Angelwood

Serenity

Vyncent

Raphael

Dougan

Herman

Zyria

Charlotte

Arnie & Shoo-Shoo

Barnie & Bones

General Hammond

Glenndun

Monderyan

Links

Angelwood.eu
„Angelwood“ bei LovelyBooks
YouTube-Trailer

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 5. Juli 2014 in Fantasy, Märchen, Rezension

 

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