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14. 01. 2014 – Leseentscheidungen

Als ich mich heute morgen auf den Weg zur Uni machte, wusste ich bereits, dass ich „The Day of the Locust“ im Laufe des Tages auslesen werde. Interessant ist die Entscheidung, die ich bezüglich meiner nächsten Lektüre traf. Eigentlich wollte ich mir wie angekündigt „City of Ashes“ vornehmen. Ich entschied mich jedoch dagegen und packte „Für eine Handvoll Bisse“ (Chicagoland Vampires #7) von Chloe Neill in meinen Rucksack. Wieso? Zum Einen ist das Buch kleiner und dementsprechend leichter als der zweite Band der „The Mortal Instruments“-Reihe. Zum Anderen hatte ich das dringende Bedürfnis, mal wieder ein Buch auf Deutsch zu lesen, nachdem ich nun am Stück drei englische gelesen habe. Zwar fällt mir das Englische leicht und beeinflusst meinen Lesefluss kaum, aber ich hatte das Gefühl, unbedingt mal wieder etwas lesen zu müssen, bei dem ich absolut nicht nachdenken muss. Brain Candy. Natürlich bin ich auch neugierig auf den weiteren Verlauf der Geschichte der Vampire aus Chicago, aber das war nicht der Hauptgrund, denn auf die Fortsetzung von Clarys und Jaces Schicksal bin ich genauso gespannt. Das heißt, meine letzten Bücher haben maßgeblich meine Entscheidung für den nächsten Lesestoff beeinflusst. Wer kann es mir übel nehmen nach „The Grapes of Wrath“ und „The Day of the Locust“?

Was mich vor allem interessiert, wie trefft ihr diese Entscheidung? Nach welchen Kriterien sucht ihr die nächste Lektüre aus? Spielt für euch das Gewicht eines Buches eine Rolle, wenn ihr viel unterwegs seid? Hinterlasst mir in den Kommentaren mit Verweis auf das Datum (also der 14.01.2014) eure Antworten, ich freue mich sehr darauf, von euren Erfahrungen und Gewohnheiten zu lesen! 🙂

++ACHTUNG: Dieser Beitrag wurde übertragen. Erstellungsdatum ist der 14.01.2014!++

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Chloe Neill – Für eine Handvoll Bisse

„Für eine Handvoll Bisse“

Reihe: Chicagoland Vampires #7

Originaltitel: House Rules

Autor: Chloe Neill

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 416

Verlag: Egmont LYX

Sprache: Deutsch

ISBN: 3802592387

Genre: Fantasy > Urban Fantasy

ausgelesen am: 15.01.2014

Bewertung:

Die „Chicagoland Vampires“ – Serie von Chloe Neill war für mich eine DER Entdeckungen im Genre Urban Fantasy der letzten Jahre. Wie ich bereits in der Rezension zu „City of Bones“ schrieb, bietet der Markt viele wirklich schlechte Reihen und Einzelromanen dieser Gattung, doch diese gehört für mich zu den besten. Die Heldin Merit ist weniger tough und hart als Anita Blake, wesentlich intelligenter als Sookie Stackhouse und außerdem ist sie kein Mensch, der durch einen Zufall in die übernatürliche Welt katapultiert wird, nein, sie ist selbst eine Vampirin. Darüber hinaus bin ich begeistert von der Welt die Neill konstruiert, sie ist logisch und wirkt auf mich durchdachter als beispielsweise Cassie Alexanders „Nightshifted“ – Universum.

Mit „Für eine Handvoll Bisse“ erschien nun der siebte Band der Reihe auf dem deutschen Markt und er bietet wieder all das, wofür ich diese Serie liebe. Merit sieht sich erneut mit mehreren Problemen konfrontiert: zum Einen steht für ihr Haus Cadogan der Austritt aus dem Greenwich Präsidium an, zum Anderen treibt ein Serienmörder, der es offenbar nur auf Vampire abgesehen hat, in Chicago sein Unwesen. Als Hüterin des Hauses muss Merit in beiden Fällen aktiv für den Schutz der Vampire der Stadt eintreten. Unterstützt wird sie dabei unter anderem von ihrem Meister und Liebhaber Ethan, dem sympathischen Formwandler Jeff Christopher, sowie dem Hauptmann der Wache des Hauses Gray und Mitglied der Roten Garde, Jonah. Zwischen der Jagd auf den Mörder und der Organisation des Austritts muss Merit darüber hinaus noch eine Entscheidung treffen, die ihr ewiges Leben auf bedeutsame Weise verändern wird: möchte sie weiterhin und unumstößlich ein Mitglied der Roten Garde werden, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Häuser und das Greenwich Präsidium zu überwachen? Oder wäre dies ein Verrat an Ethan und allem, wofür er steht und kämpft?

Zu allererst ist es wichtig, dass „Für eine Handvoll Bisse“ absolut nichts für Quereinsteiger ist. Zwar bietet Chloe Neill ihren Lesern bei jeder Anspielung auf vorangegangene Bände kleine Erinnerungshilfen, diese sind für Neulinge der Serie jedoch nicht wirklich geeignet um das bereits Geschehene zu verstehen. Die Handlungslinie an sich erinnerte mich zum Teil stark an die britisch-amerikanische Geschichte. Verstärkt wurde dieser Eindruck noch dadurch, dass das Oberhaupt des Greenwich Präsidiums Brite ist; so wirkte es, als hätte Neill die Geschichte um die amerikanische Unabhängigkeitserklärung auf das 21. Jahrhundert und die Welt ihrer Vampire übertragen. Da diese jedoch so massiv im amerikanischen Gedächtnis verankert ist, kann ich als Deutsche daran keine Kritik üben. Mich störte es nicht; wie dieser Kniff bei einem Amerikaner oder einer Amerikanerin ankommt, die ihr Leben lang mit diesem Teil ihrer Geschichte konfrontiert waren, kann ich nicht beurteilen. Die Figuren empfand ich als gewohnt stark und rund, obwohl man hier nicht vergessen darf, in welchem Genre sich die „Chicagoland Vampires“ – Reihe bewegt. Ein Hauch Stereotypie lässt sich vermutlich kaum vermeiden, doch Chloe Neill bemüht sich wirklich (und in meinen Augen erfolgreich), allen Charakteren eine eigenständige Persönlichkeit und Tiefe zu verleihen. Diese bindet sie nachvollziehbar in ihr übernatürliches Universum ein, das mir – wie bereits gesagt – wirklich sehr gut gefällt. Es gibt meiner Meinung nach keine Lücken in der Konstruktion; dadurch, dass Merit selbst noch relativ neu in Chicagos Welt der Vampire, Formwandler und Feen ist, lernt der Leser mit ihr zusammen mehr und mehr dazu. Man wird nicht vor vollendete Tatsachen gestellt, stattdessen teilt man Merits Erfahrungen sehr direkt und kann ihre Reaktionen wunderbar nachempfinden. Zu guter letzt möchte ich noch ein paar Worte zu der Kritik schreiben, dass Ethan Charlaine Harris‘ Eric Northman zu ähnlich sei. Ja, sie teilen einige oberflächliche Gemeinsamkeiten, aber in der Tiefe sind sie doch sehr unterschiedlich. Ethan ist wesentlich kultivierter und beherrschter als Eric, welcher eher zu impulsiven Reaktionen neigt. Dementsprechend finde ich nicht, dass Chloe Neill bei Charlaine Harris abgekupfert hat und es stört mich auch überhaupt nicht, dass sie sich äußerlich ähnlich sind.

Insgesamt ist der siebte Band der „Chicagoland Vampires“ – Serie wieder ein Leckerbissen für Fans der Reihe, der mit den gewohnten Charakteren eine neue und aufregende Geschichte erzählt, die trotzdem logisch an schon begonnene Handlungsstränge anknüpft. Es ist die perfekte Lektüre für zwischendurch und fällt meines Erachtens nach unter die Kategorie „Brain Candy“. Interessierten Lesern empfehle ich, mit dem ersten Band („Frisch gebissen“)zu beginnen; mit bereits Infizierten warte ich nun sehnsüchtig auf die Fortsetzung, die im Juli unter dem Titel „Sehnsuchtsbisse“ auf dem deutschen Markt erscheinen wird.

 
2 Kommentare

Verfasst von - 23. Januar 2014 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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