RSS

Schlagwort-Archive: Frauen

Julia Karr – XVI

„XVI“

XVI

Reihe: XVI #1

Autor: Julia Karr

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 325 Seiten

Verlag: Speak

Sprache: Englisch

ISBN: 0142417718

Genre: Science Fiction > Dystopie > Young Adult

ausgelesen am: 20.01.2014

Bewertung:

Mit „XVI“ von Julia Karr schließe ich endlich meine ABC-Challenge 2014/15 ab. „XVI“ ist mein Buch mit „X“ zu Beginn des Titels. Ich habe es gefunden, indem ich in den Bücherregalen meiner Freunde bei Goodreads rumgeschnüffelt habe. Bei wem genau ich fündig wurde, weiß ich leider nicht mehr (ich hätte es aufschreiben sollen), aber wer auch immer es war, Danke! 🙂 Ich kannte weder die Autorin, noch den Roman an sich, doch der Klappentext ließ auf eine interessante YA-Dystopie schließen. Über die Autorin Julia Karr ist nicht viel bekannt; „XVI“ ist ihr Erstling, den es übrigens auch auf Deutsch gibt.

Nina Oberon erwartet ihren 16. Geburtstag mit Sorge, denn wie alle anderen Mädchen auch erhält sie an diesem Tag das staatlich vorgeschriebene XVI-Tattoo, das aller Welt zeigt, dass sie nun sexuell aktiv sein darf. Nina hat Angst davor, sie ist kein sex-teen wie ihre beste Freundin Sandy. Sie weiß genau, dass das theoretisch schützende Tattoo wie eine Einladung wirkt und Männer dazu animiert, ihr Dinge gegen ihren Willen anzutun. Damit nicht genug, wird Ninas Leben von einem Moment auf den anderen brutal auf den Kopf gestellt. Ihre Mutter wird überfallen; mit ihrem letzten Atemzug offenbart sie Nina, dass alles, was sie bisher glaubte, eine Lüge war. Nina muss die Wahrheit herausfinden und bringt damit sich und ihre kleine Schwester Dee in Gefahr. Doch dann trifft sie auf den gutaussehenden Sal, der mehr über Ninas Vergangenheit zu wissen scheint als sie selbst…

Schade. „XVI“ hätte sehr gut sein können, denn die Idee dahinter ist fabelhaft. Leider reichte diese Idee nicht aus, um mich zu überzeugen. Ich bin enttäuscht, weil die Dystopie haufenweise unnötige Lücken aufweist. In meinen Augen war Julia Karr viel zu abgelenkt von Ninas privatem Schicksal und vernachlässigte den Aufbau ihrer Zukunftsvision und die Brisanz des zugrundeliegenden, existenziellen Konflikts.
Alle Mädchen werden im Alter von 16 tätowiert, um sexuelle Bereitschaft zu signalisieren. So weit, so gut; die Gefahren, die einhergehen, liegen auf der Hand. Welcher Zweck damit verfolgt wird, wird jedoch nie erklärt, ebenso wenig wie die allgemeinen Hintergründe der Dystopie. Karr beschreibt oberflächlich eine repressive Regierung, die junge Mädchen extrem sexualisiert, arbeitet diesen Ansatz aber nicht konsequent aus. Werden die „sex-teens“ erwachsen, scheint der sexuelle Druck nachzulassen – unwahrscheinlich, da ein ganzer Wirtschaftszweig auf Sex spezialisiert ist und Frauen kaum Rechte haben.
Nina als Protagonistin und Ich-Erzählerin lud mich nicht wirklich zur Identifizierung ein. Sie ist sympathisch, das muss ich ihr lassen, aber dass Karr ständig betonte, wie anders sie doch ist, nervte mich, weil es nicht natürlich wirkte. Es war, als hätte Nina ihr „anders sein“ vor Jahren einmal auswendig gelernt und dann so oft wiederholt, dass es völlig seine Bedeutung verlor, wie ein sinnfreies Mantra. Einerseits hat sie panische Angst davor, genau wie alle anderen sex-teens zu sein, andererseits ist ihre Beziehung zu Sal überaus klischeebeladen. Es passt vorne und hinten nicht zusammen.
Dieser Eindruck pflanzt sich auch in anderen Punkten fort. Julia Karr wollte ihren LeserInnen unbedingt vermitteln, dass sich Nina und ihre Mutter Ginnie nahestanden – warum nennt Nina sie dann beim Vornamen? Auch Karrs Darstellung von und Ninas Umgang mit ihrer kleinen Schwester Dee ist purer Quatsch. Ninas Stiefvater Ed, Dees Vater, verprügelte Ginnie jahrelang. Jahrelang hatte sie Blutergüsse, blaue Flecken und gebrochene Knochen. Mir kann niemand erzählen, dass Dee das nicht mitbekommen hätte. Sie ist ein 11-jähriges Kind, aber nicht blind, taub oder dumm. Es ist lächerlich, dass Dee angeblich keine Ahnung hat, wie ihr Vater wirklich ist und es ist ebenso lächerlich, dass Nina sich beharrlich weigert, sie darüber aufzuklären. Wie gesagt, das Mädchen ist 11, keine vier Jahre alt und Ed ist offenbar gefährlich; Nina geht sehenden Auges das Risiko ein, dass er Dee etwas antut, nur um ihr Seelenheil nicht zu gefährden. Bullshit.
Es gibt noch eine weitere Beziehung, in der sich Nina durch kolossales Nichtstun auszeichnet: ihre Freundschaft zu Sandy. Mal davon abgesehen, dass Sandy der Gipfel der Dämlichkeit und Naivität ist, lässt Nina sie ungebremst in ihr Verderben rennen – und das soll ihre beste Freundin sein? Wenn das stimmt, bin ich froh, dass es niemanden in meinem Bekanntenkreis gibt, der/die so ist wie Nina.

„XVI“ war eine herbe Enttäuschung. Unlogische Handlungsabläufe, null Atmosphäre, stereotype Charaktere und das zarte Gefühl, dass eigentlich nicht wirklich etwas passiert. Der Horizont der Geschichte beschränkt sich ausschließlich auf Nina und ihre Freunde, alles, was darüber hinausgeht, bleibt im Dunkeln. Ich wollte das Buch ja wirklich mögen und habe mir Mühe gegeben, aber tatsächlich musste ich die Bewertung im Nachhinein zweimal nach unten korrigieren, weil es einfach NICHT GUT ist. Da nutzt auch mein guter Wille nichts mehr. Was als interessante Idee begann und mich anfangs sehr neugierig machte, wurde von Julia Karr dermaßen schludrig, kurzsichtig und inkonsequent umgesetzt, dass sie damit in meinen Augen alles ruinierte. Ich werde die Fortsetzung „Truth“ nicht lesen und möchte euch von „XVI“ abraten. Eine tolle Idee ist, wird sie nicht zur Entfaltung gebracht, eben auch nichts weiter als eine Idee.

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 28. Januar 2015 in Dystopie, Science-Fiction, Young Adult

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Thomas Jeier – Das Lied der Cheyenne

„Das Lied der Cheyenne“

Das Lied der Cheyenne

Autor: Thomas Jeier

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 304 Seiten

Verlag: Heyne

Sprache: Deutsch

ISBN: 3453093089

Genre: Realistische Fiktion & Historisch > Nordamerika

ausgelesen am: 23.04.2014

Bewertung:

[Anmerkung: Ich habe versucht, mich in diesem Beitrag respektvoll und politisch korrekt auszudrücken. Ich lehne jegliche Form der Diskriminierung nachdrücklich ab und bin überzeugt, dass diese bereits in der Sprache beginnt. Sollten sich LeserInnen an meiner Diktion stören, sollte ich Redewendungen genutzt habe, die weniger respektvoll sind, als ich es beabsichtigt hatte, so bitte ich meine LeserInnen eindringlich, mich darauf hinzuweisen.]

„Das Lied der Cheyenne“ von Thomas Jeier wurde mir von meinem Schwager empfohlen und ausgeborgt. Anlässlich meines Interesses für Feminismus und Emanzipation habe ich mich mit ihm darüber unterhalten, wie die Rolle der Frau innerhalb der indigenen Völker Nordamerikas definiert und ausgeprägt war; glücklicherweise interessiert er sich seit vielen Jahren für deren Kultur und hat dementsprechend eine Menge Wissen und Literatur angehäuft. „Das Lied der Cheyenne“ sollte mir einen ersten groben Eindruck vermitteln, sowohl von Kultur, Bräuchen, Lebensweise und eben auch der Position der Frauen bei den Cheyenne.

Der Roman ist die Geschichte von Büffelfrau, die als Schamanin der Cheyenne geboren wird und deren magische Kräfte ihr Volk durch eine dunkle Zeit führen sollen. Als sie alt genug ist, geht sie bei Sieht-hinter-die-Berge in die Lehre, doch das ist Büffelfrau nicht genug: sie möchte eine unerschrockene Kriegerin und Jägerin sein. Tatsächlich gelingt es ihr, ihre Wünsche zu realisieren; sie erarbeitet sich einen Ruf als erfolgreiche Jägerin, Kriegerin und weise Frau. Als die heiligen Pfeile ihres Volkes von den Pawnee gestohlen werden, muss sie ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Ganz allein reitet sie ins Feindesland, um ihr Volk vor dem Zorn der Geister zu bewahren und die Pfeile zurückzubringen. Ihre Träume weisen Büffelfrau den Weg, doch sie zeigen ihr auch verwirrende Bilder von einem weißen Mann mit blauen Augen…

Ich brauchte einige Zeit, um einen Einstieg in „Das Lied der Cheyenne“ zu finden, da Thomas Jeier einen für mich eher ungewohnten Schreibstil pflegt. Er schreibt unglaublich ruhig; bemühen sich andere AutorInnen um einen hohen Spannungsbogen und sich rasant entwickelnde Ereignisse, setzt Jeier auf eine ausgeglichene Schilderung des Lebens seiner Protagonistin. Damit harmonieren Erzählstil und Erzähltes sehr gut, der gesamte Roman strahlt Gefasstheit und Würde aus. Ich hatte nicht das Gefühl, dass Jeier nur bekannte Klischees reproduziert und ein Blick in das Nachwort bestätigte, dass er offenbar umfangreiche Recherchen durchführte, was eine respektvolle Darstellung ermöglichte. Büffelfrau ist eine fiktive Figur, beruht aber auf historischen Kriegerinnen der Cheyenne. Obwohl mir der Einstieg etwas schwer fiel, konnte ich im Laufe des Buches eine Verbindung zu Büffelfrau und ihrem Volk aufbauen. Ihr Schicksal begann mich zu fesseln; ich wollte wissen, wie die Geschichte ausgeht und wünschte der jungen Schamanin aus tiefstem Herzen ein Happy End. Am meisten imponierte mir das Gespür der Cheyenne für das Leben; ihre Fähigkeit, es in jeder Form zu schätzen, zu respektieren und zu genießen.
Wie bereits beschrieben, wollte ich mehr über die Rolle der Frau in der Kultur nordamerikanischer indigener Völker lernen und ich denke, ich war erfolgreich. „Das Lied der Cheyenne“ veranschaulicht, wie Frauen in die Gesellschaft der Cheyenne eingebunden waren, welchen sozialen Erwartungen sie ausgesetzt waren und inwieweit sie ihr Leben frei gestalten konnten. Offenbar gab es keine fest definierte Arbeitsaufteilung; es gab keine Aufgabe, die Frauen oder Männer nicht übernehmen durften, bestimmte Lebensweisen waren für das eine oder andere Geschlecht nur ungewöhnlich. Nach Jeiers Darstellung waren die Cheyenne in der Lage, jegliches Verhalten zu respektieren und tolerieren, solange es bestimmte Tabus nicht verletzte, was ihrer Ansicht nach die Geister hätte verärgern können (z.B. Jungfräulichkeit bis zur Ehe).
Selbstverständlich ist ein einzelner Roman nicht ausreichend, um einen verlässlichen Rückschluss auf das komplexe soziale Gefüge einer Gesellschaft wie die der Cheyenne zuzulassen; es wird weitere Literatur von Nöten sein, um das Bild, das in „Das Lied der Cheyenne“ beschrieben ist, zu bestätigen oder zu revidieren.

Thomas Jeiers Roman empfand ich insgesamt als guten Einstieg in die Kultur der indigenen Völker Nordamerikas, denn obwohl die Geschichte fiktiv ist, halte ich sie dennoch für realistisch. Es ist eine Geschichte, die in sich ruht und mir die Faszination für die beeindruckende Kultur und Lebensweise der Cheyenne verständlicher machte. Es ist kein Buch, das ich allen LeserInnen empfehlen würde, ein Grundinteresse an der Thematik muss vorhanden sein. Doch wer sich vom Volk der Cheyenne angezogen fühlt, wird in „Das Lied der Cheyenne“ eine eindrucksvolle Schilderung ihrer Lebensumstände vorfinden und darüber hinaus die Möglichkeit haben, in das Leben einer faszinierenden, mutigen jungen Frau einzutauchen.

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , ,

Natasha Walter – Living Dolls

„Living Dolls: Warum junge Frauen heute lieber schön als schlau sein wollen“

living-dolls-072637511

Originaltitel: Living Dolls: The Return of Sexism

Autor: Natasha Walter

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 336

Verlag: Fischer

Sprache: Deutsch

ISBN: 3596189969

Genre: Non-Fiction > Feminismus & Gender

ausgelesen am: 01.04.2014

Bewertung:

Ich interessiere mich nun schon seit längerer Zeit für Feminismus, Sexismus, Gender Studies und alles, was mit der Gleichstellung der Geschlechter im weitesten Sinne zu tun hat. Und ja, ich würde mich durchaus als Feministin bezeichnen, denn beginnt Feminismus nicht genau dann, wenn man erkennt, dass ein Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern besteht und sich nicht damit abfinden möchte? Trotzdem stehe ich noch ganz am Anfang, ich lerne erst noch verschiedene feministische Ansätze kennen, die meiner eigenen Meinung mal mehr, mal weniger entsprechen.
„Living Dolls“ ist mein erstes eindeutig feministisches Buch, bisher habe ich mich eher auf Artikel und/oder Blog-Einträge verlassen; am Ende dieses Beitrags findet ihr ein paar Links zu Websites und Blogs, die ich euch sehr empfehlen kann, wenn ich ihr euch ebenso wie ich für dieses Thema interessiert. Ich bin mir nicht mehr sicher, wie ich über Natasha Walters Analyse des aktuellen wiederkehrenden Sexismus unserer Gesellschaft gestolpert bin, aber ich weiß noch ganz genau, dass der deutsche Titel (obwohl er eher unglücklich gewählt ist, vergleicht man ihn mit dem Originaltitel) eine Fragestellung ansprach, die mir schon lange Kopfzerbrechen bereitete. Um es mit den Worten der Sängerin P!NK zu sagen: „What happened to the dreams of a girl president?“ (Zitiert aus: P!NK, “Stupid Girls“).

Die Journalistin Natasha Walter hat viel Zeit und Recherche aufgewendet, um diese Frage zu beantworten. Ihrer Ansicht nach ist die Problematik darin begründet, dass die feministische Revolution feststeckt, denn nach den Erfolgen der ersten und zweiten feministischen Welle, die für eine höhere Emanzipation der Frauen sorgten, wurde dieses Konzept von unserer Gesellschaft (vor allem von der Wirtschaft, Stichwort Werbebranche) in eine beängstigend sexualisierende Richtung gedrängt. Somit wird jungen Frauen heute vermittelt, mit der Zurschaustellung ihres Körpers könnten sie sehr schnell sehr erfolgreich werden; die Degradierung vom Subjekt zum Objekt sei ein sicheres Erfolgsrezept. Gerechtfertigt wird dies regelmäßig mit der Entscheidungsfreiheit: Frauen würden dies ja freiwillig tun, niemand würde sie zwingen. Natasha Walter zeigt jedoch auf, dass diese Entscheidungsfreiheit oft eine Illusion ist. Wie frei kann eine Frau noch entscheiden, sich auf ihre Körperlichkeit reduzieren zu lassen, wenn sie kaum andere Chancen für sich sieht, einen bestimmten Status zu erreichen? Dementsprechend ist unsere ihres Erachtens nach hypersexualisierte Kultur lange nicht so gleichberechtigt, wie wir es uns gern einreden und einreden lassen, denn die „umfassende Sexualisierung von Frauen in der Öffentlichkeit [behindert] ihre Emanzipation.“[1] Begünstigt wird dieses Ungleichgewicht durch den wiedererstarkenden biologischen Determinismus, der davon ausgeht, dass es eben einfach biologische Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt, gegen die unsereins nicht ankommt. Walter argumentiert gegen eine rein biologische Analyse der Geschlechter und kritisiert, dass Studien, die diese Motivation auszeichnet, oft soziale, kulturelle Faktoren nicht beachten. Darüber hinaus betont sie, dass die Forschungsergebnisse aus den verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen weit weniger eindeutig sind, als es uns vor allem die Medien gern weismachen möchten.

„Living Dolls“ hat mir ausnehmend gut gefallen. Besonders beeindruckt war ich davon, dass Natasha Walter ihre Kritik niemals an die Personen richtet, die in unserer ungleichen Gesellschaft leben (müssen), sondern immer an das System, das dahinter steckt. Sie verurteilt keine einzige Frau, die sich für Geld auszieht; sie verurteilt keine einzige Mutter, die sich entschieden hat, daheim für die Kinder zu sorgen; doch sie verurteilt das System, das Frauen in die eine oder andere Rolle drängt. Sie ruft ihre LeserInnen auf, kritischer mit den Lebensumständen von Frauen umzugehen, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken und zu erkennen, dass das Weibliche noch immer in einen Käfig aus Stereotypen gesteckt wird und dies darüber hinaus auch auf Männer zutrifft. Sie verlangt nach einer Gesellschaft, in der wir wahrhaft frei entscheiden können, wie wir unser Leben gestalten möchten, unabhängig vom Geschlecht. Natasha Walter gehört nicht zu den Feministinnen, die prinzipiell alles Männliche verdammen; müsste ich ihre Position mit zwei Worten beschreiben, würde ich sie als solidarisch – humanistisch bezeichnen. Sie sucht die Fehler unserer Gesellschaft nicht in einem bestimmten Teil selbiger, sondern in ihr als Ganzes, mit all den komplexen Prozessen, die sie ausmacht.

„Living Dolls“ passt ausnehmend gut zu der Mission, die ich mir selbst auch auf die Fahnen geschrieben habe: Sensibilisierung für (Alltags–) Sexismus. Auf der Rückseite meiner Ausgabe steht folgender Kommentar aus Psychologie heute: „Ein kluges und wichtiges Buch.“
Ich kann dieses Urteil voll und ganz und ohne zu zögern unterschreiben. Ich möchte „Living Dolls“ allen meinen LeserInnen empfehlen, denn es betrifft uns alle. Wir alle sollten reflektierter darüber nachdenken, wie wir uns im Alltag verhalten und wie wir durch die Öffentlichkeit manipuliert werden, überholte Stereotype immer und immer wieder zu reproduzieren. Persönlich hat mir „Living Dolls“ die Argumente geliefert, die ich meinem eigenen Empfinden nach so dringend brauchte, um biologisch – deterministischen Ansichten entgegen zu treten. Ich möchte interessierten LeserInnen unbedingt dazu raten, auch die Anmerkungen und Quellen des Buches gewissenhaft durchzuarbeiten, da hier einige faszinierende Studien und Artikel verzeichnet sind, die noch tiefer in die Materie eintauchen.


[1] Natasha Walter: Living Dolls – Warum junge Frauen heute lieber schön als schlau sein wollen. Frankfurt am Main (Fischer) 2012, S. 261


Links zur Thematik:

Mädchenmannschaft

mädchenblog

Die Featurette

PINK STINKS Deutschland

 
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , ,

 
%d Bloggern gefällt das: