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Gemeinsam Lesen

Gemeinsam Lesen 2

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18 Kommentare

Verfasst von - 19. Januar 2016 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Gemeinsam Lesen

Gemeinsam Lesen 2

Hallo ihr Lieben! 🙂

Jeden Dienstag lesen wir gemeinsam! Diese tolle Aktion findet wöchentlich bei Schlunzen-Bücher statt; zu den Fragen dieser Woche gelangt ihr durch einen Klick aufs Bild!

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „End of Days“ (Penryn & the End of Days #3) von Susan Ee und befinde mich auf Seite 94 von 436.

End of Days

 

After a daring escape from the angels, Penryn and Raffe are on the run. They’re both desperate to find a doctor who can reverse the twisted changes inflicted by the angels on Raffe and Penryn’s sister. As they set off in search of answers, a startling revelation about Raffe’s past unleashes dark forces that threaten them all.

When the angels release an apocalyptic nightmare onto humans, both sides are set on a path toward war. As unlikely alliances form and strategies shift, who will emerge victorious? Forced to pick sides in the fight for control of the earthly realm, Raffe and Penryn must choose: Their own kind, or each other?“

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„The school grounds are quiet and seemingly deserted.“

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Awwwww, das Finale der Trilogie Penryn & the End of Days! 😀 Ich freue mich wie ein Schneekönig, dass ich so clever war, mit der Lektüre von Band 2 zu warten, bis der dritte Band auch erschienen ist, damit ich sie direkt nacheinander lesen kann. „World After“ endet nämlich mit einem fiesen Cliffhanger, wie ich in der Nacht von Sonntag zu Montag erfahren durfte. Da ich so vorausschauend gehandelt habe, konnte ich gestern mit „End of Days“ beginnen und genieße es in vollen Zügen. Diese Trilogie macht wirklich süchtig. Ich bin schon jetzt ein bisschen traurig, dass sie in etwa 330 Seiten zu Ende sein wird und ich dann ohne Penryn weiterleben muss. Ich bin so ein Riesen-Fan von ihr. Sie hat einfach alles, was ich mir von so vielen YA-Heldinnen nur wünschen konnte. Sie ist mutig, sie ist klug, sie denkt rational und praktisch. Sie handelt nicht überstürzt, sondern wägt alles genau ab und weiß, worauf sie sich einlässt, wenn sie ein Risiko eingeht. Sie hat Eier, wenn ich das mal so sagen darf. Sie kümmert sich verantwortungsbewusst um ihre Familie und ist kein bisschen ich-bezogen. Sie hat ein großes Herz, lässt sich aber niemals von ihren Gefühlen überwältigen. Ich weiß nicht, ob ich an ihrer Stelle so stark wäre wie sie, aber ich erkenne viel von mir in ihr wieder. Sie ist eine junge Frau, mit der ich gern befreundet wäre. Ich wäre gern für sie da, weil sie einen Moment der Schwäche bitter nötig hat. Denn bei all den großen Problemen, die sie bewältigt, ist sie trotz dessen erst 17. Sie ist noch ein Teenager, hat aber einfach keine Zeit, sich auch so zu verhalten. Ich drücke ihr von ganzem Herzen und so fest ich kann die Daumen, dass das Finale am Ende ganz viel Glück für sie bereit hält, denn wenn es je eine literarische Figur gegeben hat, die ein bisschen Glück und Frieden wirklich verdient hat, dann ist es Penryn.

4. Gibt es Bücher, auf die du theoretisch neugierig bist, die du aber aus einem Grundsatz heraus nicht liest, weil sie z.B. von einem Autor geschrieben sind, den du nicht magst oder weil sie in einem Verlag erschienen sind von dem du nicht überzeugt bist?

Nein. Wenn ich einen Autor bzw. eine Autorin nicht mag, dann ist das so. Dann bin ich aber auch nicht neugierig auf seine/ihre Bücher. Ich kann ja nur Antipathie für SchriftstellerInnen entwickeln, wenn ich bereits etwas von ihm oder ihr gelesen habe. War diese Erfahrung negativ, streiche ich diese Person von meinem Radar. Ich ignoriere ihre Existenz, so wie ich auch Bücher ignoriere, die nicht meinem Geschmack entsprechen. Ich mag keine Chic-Lit, also suche ich nicht in diesem Genre nach Lektüre. Ein Beispiel ist Kafka. Der Großteil der Menschheit hält ihn für brillant – ich halte ihn für einen überschätzten, neurotischen Knallkopf mit schwerwiegenden Vater-Problemen (übrigens liebe ich das englische Wort daddy issues). Da meine Meinung von ihm so ist, wie sie nun mal ist, warum sollte ich Neugier für seine Werke empfinden oder sie mir überhaupt nur ansehen? Das ergäbe doch keinen Sinn. Auf irgendeiner Ebene ist mir bewusst, dass ich für „Die Verwandlung“ vielleicht noch zu jung war, als ich es für die Schule lesen musste und es vermutlich eines Tages noch einmal versuchen sollte (möglicherweise auch mit einem anderen Buch), doch daran habe ich bisher absolut kein Interesse und ich glaube nicht, dass sich das je ändern wird. Mein Leben ist zu kurz, um neurotischen Knallköpfen eine zweite Chance zu geben.
Verlage lehne ich grundsätzlich nicht ab, denn ich wüsste nicht, wieso. Ich habe bisher mit keinem Verlag wirklich schlechte Erfahrungen gemacht und mir will auch nicht einfallen, wie sich das äußern sollte. Natürlich war es ärgerlich, dass Bastei Lübbe meine heiß geliebte Anita Blake – Reihe eingestellt hat, aber deswegen ist der Verlag ja nicht gleich schlecht. Ich verstehe ihre Begründung durchaus: auch ein Verlag ist ein Wirtschaftsunternehmen und möchte Profit machen. Wenn sie meinen, dass Anita sich nicht rentiert, kann ich daran nichts ändern. Ich bin zu erwachsen, um Bastei Lübbe deswegen zu boykottieren, denn mir ist sehr wohl bewusst, dass sie das überhaupt nicht juckt und außerdem fände ich es schade, wenn ich mir alle Bücher ihres Programms verbieten würde, nur weil ich beleidigt bin. Damit schade ich ja nicht dem Verlag, sondern nur mir selbst.
Wenn ich auf ein Buch neugierig bin, sind es nicht die harten, äußeren Faktoren, die mich daran hindern, es auf meine Wunschliste zu setzen und später zu kaufen. Es ist stets das Buch selbst; ich habe Zweifel, dass es mir gefallen könnte. Wie zum Beispiel bei „Selection“ von Kiera Cass. Ich weiß, wie groß die Begeisterung für diese Reihe in der Bücher-Blogger-Welt ist, aber ich weiß immer noch nicht, ob es die richtige Lektüre für mich wäre. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ich das richtige Publikum für eine Geschichte bin, die mit einer Prinzessinnen-Castingshow beginnt. Ich meine, hallo, ich lese mit diebischer Begeisterung Abercrombie. Ich liebe es, wenn Blut spritzt und es brutal zugeht. Lieber einen Ticken zu hart, als mit Samthandschuhen angefasst zu werden. Wie passt das bitte mit „Selection“ zusammen? Trotzdem reizt mich das Buch, weil der Hype so groß ist. Vermutlich sterbe ich eines Tages und weiß immer noch nicht, was ich bezüglich dieser Reihe tun soll.

Was lest ihr im Moment? Macht ihr um bestimmte Bücher aus Überzeugung einen Bogen, obwohl ihr neugierig seid?

Ich freue mich wie immer auf eure Meinungen und Kommentare und bin schon ganz wild darauf, mich durch eure Beiträge zu wühlen! 😀
Alles Liebe,
Elli

 
 

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11. 07. 2014 – Nuyen ist abgehoben, Follet unheimlich & Kafka blöd: wie Vorurteile mein Leseverhalten beeinflussen

Am Montag dieser Woche habe ich auf Jules Blog Zroyas Papiergeflüster eine Rezension zu Jenny-Mai Nuyens Roman „Noir“ gelesen. Im Anschluss habe ich ihr via Kommentar erzählt, dass ich diese Autorin nie gelesen habe und auch nie lesen möchte, weil ich einmal ein Interview mit ihr bei TV Total gesehen habe. Dort erzählte sie, statt eines festen Partners (oder einer Partnerin) mehrere feste Musen zu haben. Auf die Frage, ob ihre Beziehung zu diesen Menschen platonischer Natur sei, konnte sie nicht antworten. Wer das Interview sehen möchte, einmal HIER klicken.
Ich bin ein rationaler Mensch. Dementsprechend war mein erster Gedanke „Meine Güte, wie abgehoben“. Für mich ist diese spirituell-esoterisch angehauchte Beschreibung ihrer Beziehung zu den Menschen, die sie inspirieren, einfach Quatsch. Ich fasste für mich den Beschluss, Jenny-Mai Nuyen nicht mal eine Chance geben zu wollen, weil ich mir dachte, dass diese gewollte Mystik, die sie in dem Interview durchscheinen ließ, sich sicherlich auch in ihren Büchern niederschlägt. Für sie reichen normale Inspirationsquellen offenbar nicht, nein, die Dame braucht direkt mal mehrere Musen. Pfff. Bei diesem Gedanken kann ich nur mit den Augen rollen. Nennt mich Frevlerin, nennt mich Zweiflerin, aber so empfinde ich nun einmal.

Jules Rezension zu „Noir“ erinnerte mich wieder an meine Meinung von Jenny-Mai Nuyen, an die ich ewig nicht gedacht habe. Ich habe mir die Zeit genommen, mir noch einmal das Interview anzusehen, um zu überprüfen, ob sich meine Einstellung geändert hat. Hat sie nicht. Ich bin ehrlich genug zu mir selbst, um meine Abneigung korrekt definieren zu können. Sie ist ein Vorurteil. Ich kenne Jenny-Mai Nuyen nicht persönlich, ich habe nie ein Buch von ihr gelesen. Das einzige, woran ich meine Meinung festmache, ist diese Antwort in einem Interview. Obwohl ich sonst sehr darauf achte und mir Mühe gebe, vorurteilsfrei durch mein Leben zu watscheln, schäme ich mich nicht für diese vorgefasste Meinung, weil ich nicht davon ausgehe, der Autorin damit irgendwie zu schaden.
Aber es brachte mich zu der Überlegung, ob es noch weitere AutorInnen oder Bücher gibt, die ich nicht lese, weil ich Vorurteile habe. Die Antwort lautet ganz klar: Ja. Die gibt es, massenhaft. Wenn es mir so geht, dachte ich weiter, vielleicht ergeht es meinen LeserInnen genauso.
Heute möchte ich also mit euch über Meinungen zu Büchern und AutorInnen sprechen, die eigentlich jeglicher Grundlage entbehren.

Welche Bücher und/oder AutorInnen meidet ihr, weil ihr einmal etwas gehört habt, dass euch abgeschreckt hat? Was war es, dass ihr gehört habt?

Mein Vorurteil von Jenny-Mai Nuyen kennt ihr nun bereits. Um euch Mut zu machen, zu euren Vorurteilen ebenso zu stehen wie ich, möchte ich euch noch zwei weitere Beispiele nennen.

Ich mache seit Jahren einen weiten Bogen um Ken Follet. Mal davon abgesehen, dass ich kein begeisterter Anhänger von historischen Romanen bin, traue ich dem Mann einfach nicht. „Die Säulen der Erde“ umfasst in der Taschenbuch-Ausgabe von Bastei Lübbe 1296 Seiten (amazon-Angabe). „Die Tore der Welt“ (ebenfalls als TB bei Bastei Lübbe) ist 1312 Seiten stark. Wie kann ein Mann zu fiktiven historischen Geschichten so viel zu sagen haben? Das ist mir unheimlich. Außerdem spielt hier natürlich wieder dieses populäre-Bücher-Phänomen rein. Meiner Empfindung nach findet die ganze Welt Ken Follet toll. So paradox es ist, eine kleine Stimme in mir sagt, dass ich seine Bücher genau deswegen nicht mögen würde. Ich WILL sie auch gar nicht mögen, eben weil alle anderen sie anscheinend gut finden.
Das gleiche galt lange für Stephen King. King schreibt in einem Tempo, als würde das Schicksal der modernen Welt davon abhängen. Ich war überzeugt, dass seine Bücher nicht gut sein können. Bis ich „ES“ las. Ich war einfach so neugierig auf das Buch, das meiner Mutter Albträume verschafft hat. Heute habe ich selbst eine kleine King-Sammlung im Regal. Ihr seht, auch wenn ich Vorurteile habe, siegt die Neugier, bin ich durchaus in der Lage, meine Meinung noch einmal zu überdenken und zu ändern.

Das nächste Vorurteil betrifft einen Autor, von dem ich tatsächlich schon ein Buch gelesen habe. Weil ich es musste: Schulliteratur. ich spreche von Franz Kafka. Wenn ihr die Diskussionsrunden zu den Bestenlisten verfolgt habt, werdet ihr gesehen haben, dass hinter den Büchern von Kafka immer das Symbol für „Niemals“ steht. Ich glaube, es war in der 11. Klasse, als wir „Die Verwandlung“ lesen mussten und uns mit Kafka als Autor genauer beschäftigt haben. Das heißt, wir haben auch ein paar der Briefe an seinen Vater gelesen. Obwohl ich fand, dass sich „Die Verwandlung“ flüssig und nicht sonderlich anspruchsvoll las, bin ich seitdem der festen Überzeugung, dass Kafka einfach einen Knall hatte und komplett überschätzt wird. Völlig beherrscht von seinen Vater-Komplexen; von einer dunklen, verdrehten Fantasie getrieben, die in mir keinerlei Lehren hinterlassen hat. Ich habe durch „Die Verwandlung“ nichts gelernt und ich finde es auch nicht wertvoll. Nicht jeder, der dringend eine tiefenpsychologische Behandlung bräuchte, schreibt auch herausragende Literatur.
Der vernünftige Teil meines Ichs sagt mir immer wieder, dass Kafka vermutlich durchaus eine Berechtigung hat, in den Bestenlisten dieser Welt aufzutauchen. Er sagt auch, dass ich in der 11. Klasse vielleicht noch nicht bereit für seine tiefere Symbolik war. Und dass „Die Verwandlung“ eventuell einfach das falsche Buch für eine Annäherung an ihn war. Aber der sture Teil meiner Persönlichkeit beharrt auf seiner Meinung. Der vernünftige Part wird schnell zum Schweigen gebracht, ohne groß zu argumentieren. „Kafka ist blöd. Basta“. Eines Tages wird die Vernunft möglicherweise über die Sturheit triumphieren. Aber bis dahin lebe ich weiter fröhlich mit meinem Vorurteil.

Nun seid ihr dran. Teilt eure Vorurteile mit mir, ich bin furchtbar neugierig! Wie immer soll dieser Beitrag nicht dazu dienen, sich gegenseitig anzugiften. Vorurteile hat man eben, das ist menschlich, dafür muss sich niemand schämen und niemand sollte sich angegriffen fühlen. 😉

 

 

 

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