RSS

Schlagwort-Archive: Feen

Holly Black – Tithe

Sind Feen real? Holly Black wird diese Frage offenbar so oft gestellt, dass sie sie in den FAQ-Bogen ihrer Website aufnahm. Obwohl sie schreibt, dass sie es nicht weiß und sich selbst als optimistische Skeptikerin bezeichnet, weil sie auf einen greifbaren Beweis für die Existenz des Feenvolkes besteht, kann man ihren Leser_innen kaum verübeln, dass einige ihr eine gewisse Kompetenz bezüglich des Themas unterstellen. Feen sind Blacks literarisches Spezialgebiet, das sie 2002 mit „Tithe“ begann, ihrem Debüt und erstem Band der losen „Modern Faerie Tales“ – Trilogie.

Die 16-jährige Kaye führt ein Leben auf Achse. Ihre Mutter Ellen singt in einer Rockband und Kaye begleitet sie auf ihren Touren durch Clubs, Kneipen und Bars. Nach einem ihrer Auftritte flippt Ellens Freund Lloyd jedoch plötzlich aus. Von einer Sekunde auf die nächste haben Ellen und Kaye weder eine Band, noch einen Schlafplatz. Mutter und Tochter sind gezwungen, bei Kayes Großmutter unterzutauchen. Zurück in New Jersey glaubt Kaye, das Spannendste, das ihr passieren könnte, wäre die nächste Party. Sie irrt sich. Eines Abends hört sie auf dem Heimweg Rufe aus dem Wald. Als sie nachsieht, stolpert sie beinahe über einen atemberaubend gutaussehenden jungen Mann. Er ist verletzt: ein Pfeil ragt aus seiner Brust. Instinktiv weiß Kaye, dass der Fremde kein Mensch ist. Er ist ein Faerie, eine Fee. Sie beschließt, ihm zu helfen. Eine winzige Entscheidung. Eine einzige gute Tat, doch ihr Leben wird nicht mehr dasselbe sein. Schon bald muss Kaye einsehen, dass Feen äußerst beängstigend sind – und der Umgang mit ihnen tödlich…

👉 Weiterlesen

Werbeanzeigen
 
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Christoph Marzi – Heaven: Stadt der Feen

2015-12-24 - Marzi Heaven

Christoph Marzi. *seufz* Meine Beziehung zu diesem Autor ist kompliziert. Als Teenager habe ich seine vierteilige Reihe „Die Uralte Metropole“ gelesen und von Herzen geliebt. So sehr, dass ich sie sogar mehrfach gelesen habe. Bis heute gehören die Romane zu meinen All-Time-Favorites. Leider konnte Marzi danach meiner Meinung weder mit dem Zweiteiler „Fabula“ noch mit dem Einzelband „Grimm“ an seine eigene Brillanz anknüpfen. Dreimal hat er mich nach „Die Uralte Metropole“ enttäuscht. Trotz dessen kann ich nicht aufhören, ihm immer wieder eine Chance zu geben, weil ich weiß, was er kann. Ich weiß, wie viel Talent und sprachliche Schönheit in ihm schlummern. „Heaven: Stadt der Feen“ ist ein weiterer Versuch, in seinem Schaffen abermals das zu finden, was er mir vor Jahren mit „Lycidas“ und dessen Nachfolgern geboten hat.

Auf den Dächern Londons fühlt David sich frei. Hier oben kann er der erdrückenden Enge der Stadt entfliehen, ohne Mauern, Wände und Grenzen. David kann gehen, wohin auch immer er möchte. Eines Abends ist er wieder einmal unterwegs, um einen Auslieferungsauftrag zu erfüllen, als er plötzlich stolpert und beinahe vom Dach rutscht. David sieht sich um und stellt fest, dass ihn nicht etwas zu Fall brachte, sondern jemand. Ein Mädchen. Sie scheint Hilfe zu brauchen, also gibt sich David einen Ruck und spricht sie an. Sie sagt, ihr Name sei Heaven. Sie erzählt ihm eine ungeheuerliche, haarsträubende Geschichte: zwei unheimliche Männer haben ihr Herz gestohlen. Wortwörtlich. Und doch ist Heaven am Leben, spricht und atmet. Wie ist das möglich? David ist nicht sicher, ob er ihr glaubt, aber irgendetwas an ihr fasziniert ihn und so beschließt er, ihr beizustehen. Gemeinsam begeben sie sich auf die gefährliche Suche nach Heavens Herz und enträtseln dabei ein Mysterium, das London seit vielen Jahren umgibt.

>>> Weiterlesen

 
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Timothy Carter – Dämonenhunger

„Dämonenhunger“

dämonenhunger

Autor: Timothy Carter

Originaltitel: Epoch

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 304 Seiten

Verlag: Droemer Knaur

Sprache: Deutsch

ISBN: 3426503328

Genre: Fantasy > Urban Fantasy & Humor

ausgelesen am: 01.02.2015

Bewertung:

Auf den Autor Timothy Carter stieß ich zum ersten Mal auf dem Mängelexemplar-Grabbeltisch einer Bahnhofsbuchhandlung. Dort fiel mir sein Buch „Böser Engel“ in die Hände. Ich fand es originell und zum Schießen komisch, weshalb ich unbedingt weitere Romane aus Carters Feder lesen wollte. So kam ich zu „Dämonenhunger“. Über den Autor selbst konnte ich leider kaum etwas herausfinden; offenbar ist er einer der letzten Menschen, die zwar im öffentlichen Leben stehen (zumindest halbwegs), über die es aber keinen Wikipedia-Artikel gibt. Droemer Knaur beschreibt seine Bücher als „schnell, actionreich und voller rabenschwarzem Humor“, was ich durchaus so unterschreiben kann. Nachdem ich in „Böser Engel“ bereits gelernt hatte, wie man mit schwierigen himmlischen Boten umgeht, freute ich mich nun darauf, in „Dämonenhunger“ herauszufinden, wie man den Weltuntergang überlebt.

Als Vincent Drear sein Schulprojekt zum Thema „Weltuntergang“ vorstellt, hätte er niemals damit gerechnet, dass er ihn bald selbst erlebt. Ebenso wenig hätte er je vermutet, dass es Elfen, Feen und Dämonen wirklich gibt. Nun muss er sich schnell mit beidem abfinden, denn die Menschheit hat nur noch wenige Tage auf Erden. Doch es gibt Hoffnung. Über Portale sollen sich zumindest einige Menschen retten können. Eigentlich hätten sie den Ruf dieser Portale längst vernehmen sollen, aber irgendetwas blockiert ihren Sog. Mithilfe seiner Freunde muss Vincent herausfinden, was es ist, um zu verhindern, dass die letzte Chance der Menschen verfällt und alle, die er kennt und liebt, von Dämonen gefressen werden.

„Dämonenhunger“ ist witzig, aber nicht so witzig. Es ist originell, aber nicht so originell. Es ist ein typisches Schulterzucken-Buch. Es hat mich einigermaßen gut unterhalten, unterm Strich spielt es für mich jedoch keine große Rolle, ob ich es gelesen habe oder nicht. Vielleicht lagen zwischen „Böser Engel“ und „Dämonenhunger“ zu viele Jahre in denen meine Ansprüche gestiegen sind, wahrscheinlicher ist allerdings, dass es einfach nicht so gut ist wie Carters erster Roman.
Gefühlt besteht das Buch aus einer absurden Prügelszene nach der anderen. Menschen prügeln sich mit Elfen, Feen mit Dämonen, Dämonen mit Elfen und so weiter und so weiter und so fort. Natürlich gibt es eine Handlung, aber diese wird von all den Schlägereien völlig überdeckt. Darüber hinaus empfand ich es als äußerst dialoglastig, sodass ich oft Probleme hatte, mich in neuen Situationen zurecht zu finden. Beispielsweise landet der Protagonist Vincent im Laufe der Geschichte im Krankenhaus, weil er eine schwere Verletzung im Brustbereich hat. Ich habe nie erfahren, wie schlimm verletzt er wirklich ist und was für eine Verletzung das eigentlich ist, weil Carter es nicht für nötig hielt, mich darüber aufzuklären. Für mein Verständnis wäre es aber wichtig gewesen, weil ich auf diese Weise nicht ausloten konnte, wie kampffähig Vincent ist und wie sehr ihn die Strapazen seiner Bemühungen belasten. Ich könnte auch keine verlässliche Charakterbeschreibung von ihm anfertigen; eigentlich weiß ich nicht einmal richtig, wie er aussieht. Meiner Meinung nach hat Timothy Carter viel zu viel Wert darauf gelegt, lustig zu sein und möglichst unwahrscheinliche Handlungsabläufe zu konzipieren und vergaß darüber, seinen Figuren Tiefe zu verleihen. Carters Humor ist dabei in „Dämonenhunger“ für meine Begriffe zu aufdringlich; seine Szenen glänzen nicht mit lockerer, natürlicher Absurdität, sondern sind stark gekünstelte Darstellungen. Statt seine Figuren in die eine oder andere Richtung zu zwingen, hätte Carter ihnen mehr Raum zur Entfaltung zugestehen sollen – die Lacher wären dann ganz von selbst gekommen, davon bin ich überzeugt.
Nichtsdestotrotz fand ich Carters Idee des Weltuntergangs interessant, weil sie gar nicht so unlogisch ist. Er schlägt vor, dass jede Spezies ihre Epoche (daher auch der Originaltitel „Epoch“) hat; ist diese abgelaufen, wird die Erde von der Putztruppe des Universums gesäubert: den Dämonen. Diese sind eher putzig als wirklich bedrohlich, vor allem aufgrund ihres knubbeligen Körperbaus (s. Cover), aber ihren Job machen sie wohl seit Jahrhunderten ziemlich gut. Mir gefällt die Vorstellung, dass es so funktionieren könnte und warum auch nicht? Unser Verständnis der Welt ist ja doch reichlich begrenzt, wer weiß schon mit absoluter Sicherheit, was vor uns war? Vielleicht ist die Erde viel älter, als wir glauben; warum sollte sie nicht einst von Elfen und Feen bevölkert gewesen sein? Timothy Carter scheint jemand zu sein, der ähnlich wie ich an solche Fantasien glauben mag, was ihn mir definitiv sympathisch macht.

„Dämonenhunger“ ist ein Buch, das man nicht lesen muss, das aber für nette Unterhaltung sorgt. Für Zwischendurch zum Abschalten ist es sicher nicht schlecht, feinsinnigen Humor dürft ihr allerdings nicht erwarten. Es ist eher plakativ und oberflächlich. Ich denke nicht, dass ich Timothy Carters Schaffen weiter verfolgen werde; es gibt genug andere AutorInnen, die meinem Sinn für Humor mehr entsprechen. Sollte ich den Weltuntergang jedoch tatsächlich eines Tages erleben, werde ich dafür sorgen, dass Insektenvernichtungsmittel im Haus ist. Man kann ja nie wissen. 😉

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , ,

Karen Mahoney – Iron Witch: Das Mädchen mit den magischen Tattoos

„Iron Witch: Das Mädchen mit den magischen Tattoos“

Iron-Witch

Reihe: The Iron Witch #1

Originaltitel: The Iron Witch

Autor: Karen Mahoney

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 317 Seiten

Verlag: Baumhaus

Sprache: Deutsch

ISBN: 3843201196

Genre: Fantasy > Urban Fantasy > Young Adult

ausgelesen am: 18.05.2014

Bewertung:

Tattoos sind für mich die schönste Körperkunst, die es gibt. Ich bin selbst mehrfach tätowiert und gebe es zu: ich bin süchtig. Meine Tätowierungen bedeuten mir sehr viel und gehören so fest zu mir wie die Farbe meiner Augen. Sie sind der offen sichtbare Ausdruck meiner Persönlichkeit. Beispielsweise habe ich auf der Innenseite meines rechten Oberarms ein Bücherregal verewigt, kombiniert mit dem Wort „Wortmagie“.
Der Klappentext von „Iron Witch: Das Mädchen mit den magischen Tattoos“ zog mich sofort an, weil ich die Idee magischer Tattoos aus Silber und Eisen spannend fand. Ich konnte mir zwar nicht genau vorstellen, wie die Autorin Karen Mahoney diese Idee umsetzen wollte, aber ich beschloss, mich darauf einzulassen.

Donna Underwood versteckt ihre Unterarme schon seit Jahren. Alle glauben, unter ihren langen Handschuhen wären diese durch Brandnarben fürchterlich entstellt, doch das ist nicht wahr. Sie sind ein alchemistisches Wunder: magische Tätowierungen aus Silber und Eisen retteten Donna in ihrer Kindheit nach einem Angriff der Dunklen Elfen das Leben. Seitdem sind ihre Arme nicht nur gebrandmarkt, sondern auch übermenschlich stark. Ihre Stärke ist alles, was Donna den Dunklen Elfen entgegen setzen kann, als diese eines Tages plötzlich zurückkehren. Wieder wird sie überfallen und angegriffen; scheinbar haben es die Elfen auf Donna persönlich abgesehen. Zielsicher treffen sie sie an ihrer empfindlichsten Stelle: sie entführen Donnas besten Freund Navin. Wird sie eines der größten Geheimnisse der Alchemie an die Elfen verraten, um so ihren besten Freund zu retten?

Ich glaube, für ein Buch wie dieses bin ich schlicht zu alt. Ich fand es durchweg schwach, unlogisch, kitschig und infantil. Ich weiß, dass „Iron Witch“ der Autorin Karen Mahoney sicher viel bedeutet; dass viel Arbeit darin steckt und ich habe durchaus Respekt davor. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass Mahoney nicht gerade der talentierteste Stern am AutorInnen – Himmel ist.
Donnas Geschichte soll märchenhaft wirken; Mahoney schreibt über die Entstehung ihres Buches, dass viele ihrer Ideen aus Träumen stammen. Nur leider gelang es ihr überhaupt nicht, eine verträumte, überzeugende Atmosphäre aufzubauen. Einerseits liegt das an absolut mangelhaften Umgebungsbeschreibungen, andererseits an der unlogischen Konzipierung einiger Szenen. Letzteres bezieht sich unter anderem auf die Kampfszenen. Ich hatte den Eindruck, dass Mahoney sich in diesen nicht wohl fühlte beim Schreiben; sie sind eher schwach geraten und können sich auch über gewollt witzige Momente nicht retten.
Wie oft habe ich mich schon darüber beschwert, dass sich Hauptfiguren im Young Adult – Genre oft viel zu erwachsen verhalten – nun, zumindest diesen Punkt musste ich in „Iron Witch“ nicht kritisieren. Donna ist 17 Jahre alt, doch auf mich wirkte sie eher, als wäre sie erst 12. Ihr gesamtes Verhalten, ihre Gedankengänge sind kindlich. Nie denkt sie über die Konsequenzen ihres Handelns nach; nie bezieht sie die Möglichkeit in Betracht, Erwachsene um Hilfe zu bitten. Ich war geschockt, als ich Karen Mahoneys Auffassung ihrer Protagonistin las; schreibt sie doch, dass Donna viel zu schnell erwachsen werden musste, aber stark und unabhängig sei, ohne im Selbstmitleid zu versinken. Diese Einschätzung ist so weit entfernt von meinem eigenen Empfinden, dass ich mich fragte, ob ich vielleicht ein anderes Buch gelesen habe. Donna beschäftigt sich ständig mit der Frage, wieso grade sie mit so einem Leben geschlagen ist; sie überdramatisiert ihren Schulausschluss (dessen Grund übrigens auch wenig überzeugend ist) und vergleicht diesen dann auch noch ernsthaft mit dem Tod der Mutter ihres besten Freundes.
Fehlt noch der männliche Protagonist, denn was wäre das Ganze ohne eine romantische Liebesgeschichte? Donna begegnet Xan auf einer Party – viel klischeehafter hätte ihr Zusammentreffen kaum sein können, denn selbstredend spüren sie sofort, dass sie etwas verbindet. Damit aber noch nicht genug ist Donna (oder Mahoney?) unerträglich auf Xans Äußeres fixiert, was mich wirklich störte. Ja, er ist heiß, ich habe es beim ersten Mal schon begriffen, kein Grund, es wieder und wieder zu wiederholen.

Es passiert nicht oft, dass ich überhaupt kein gutes Haar an einem Roman lassen kann, doch „Iron Witch: Das Mädchen mit den magischen Tattoos“ ist leider so ein Fall. Ich weiß, dass ich in dieser Rezension vermutlich hart und streng wirke, aber ich halte absolut nichts von Schönrederei. Wenn mir ein Buch nicht gefällt, gibt es meines Erachtens nach keinen Grund, das nicht auch deutlich zu schreiben.
Ich kann für „Iron Witch“ keine Empfehlung aussprechen; es erübrigt sich wohl, zu schreiben, dass ich die Reihe nicht weiter verfolgen möchte.

 
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , ,

 
%d Bloggern gefällt das: