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Schlagwort-Archive: Ermittler

Welttag des Buches 2020: Spiel und Spaß mit Mord und Totschlag

Hallo ihr Lieben! 🙂

Es ist wieder mal soweit. Der für alle Bücherwürmer wichtigste Feiertag jährt sich. Es ist Welttag des Buches! 😀 Auch für mich ist das natürlich ein Grund zum Feiern. Obwohl die Optionen aktuell ja eher begrenzt sind, sollte das für diesen Festtag kaum eine Rolle spielen, denn die beste Art und Weise, ihn zu zelebrieren, ist meiner Meinung nach immer noch, ein Buch hervorzuholen, es sich bequem zu machen und einfach stundenlang zu lesen. Ich hoffe, ihr habt alle die Gelegenheit und Möglichkeit dazu und winke euch von hinter meiner Lektüre solidarisch zu!

Traditionell ist der Welttag des Buches für Buchblogger_innen der ideale Anlass, ein Gewinnspiel zu veranstalten. In der Vergangenheit habe ich mich an diesem Brauch ebenfalls beteiligt, habe in den letzten Jahren jedoch mehr und mehr den Eindruck gewonnen, dass Materielles dadurch zu sehr im Fokus steht. Es geht schließlich nicht darum, neue Bücher oder Gutscheine abzustauben, sondern das schönste Hobby der Welt wertzuschätzen und dankbar zu sein, dass wir hier in einem der reichsten Länder der Welt permanent Zugang zu Literatur haben.

Trotzdem waren mir die popeligen Grüße des letzten Jahres dann doch etwas zu wenig, also habe ich tatsächlich monatelange überlegt, was ich machen könnte, um diesen Tag gebührend zu begehen und in den Austausch mit euch zu treten. Ich berichte stolz, dass mir ein Leckerchen für euch eingefallen ist, dass uns allen viel Spaß bereiten sollte. 😉

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Montagsfrage: Ausgelutschte Klischees?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Psst. Heute muss ich die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise von Arbeit aus beantworten. Es ist einer der seltenen Montage, an denen ich Frühschicht habe und als die Frage online ging, musste ich bereits los. Es sollte verboten werden, zum Wochenstart so widerlich früh aufstehen zu müssen. Ich hoffe, dass ich den Tag einigermaßen unbeschadet überstehe, denn mir liegen diese zeitigen Schichten absolut nicht. Ich war schon immer eher eine Eule. Trotzdem habe ich heute auch gute Nachrichten zu verkünden: die Rezension zu „A Wayward Angel“ ist endlich fertig und für morgen geplant! Sie ist tatsächlich eine der umfangreichsten Besprechungen, die ich je geschrieben habe, aber ich hatte einfach äußerst viel zu sagen und wollte euch keinen meiner Gedanken vorenthalten. Hin und wieder darf ich eskalieren. 😉 Jetzt wollen wir aber erst mal sehen, was Antonia diese Woche von uns wissen möchte.

Welche Klischees haben für euch wirklich ausgedient?

Ich stimme Antonia zu, in der Jugendliteratur sind Klischees äußerst weit verbreitet. Allein das berühmt-berüchtigte Liebesdreieck ist ja mittlerweile ein Klischee, das wohl zuletzt zu Shakespeares Zeiten originell war. Vielleicht liegt es daran, dass die junge Zielgruppe diese sich wiederholenden Elemente besonders wertschätzt. Vielleicht an der mangelnden Erfahrung, denn man schnallt ja erst durch eine gewisse Vertrautheit mit dem Genre, dass dessen Geschichten häufig nach Schema F gestrickt sind. Vielleser_innen wie wir, denen das früh auffällt, weil wir Literatur in überdurchschnittlichem Ausmaß konsumieren, sind immer noch die Ausnahme.

Da ich aber schon in meinen Rezensionen auf der mangelden Originalität der Jugendliteratur herumhacke und das vermutlich auch weiterhin tun werde, habe ich mir für heute ein anderes Opfer herausgepickt: Kriminalthriller. In diesem Genre führte der übermäßige Einsatz eines bestimmten Klischees tatsächlich dazu, dass ich es nur noch selten lese und sehr genau darauf achte, was mir Klappentexte zwischen den Zeilen über die inhaltlichen Strukturen verraten. Ich habe nämlich absolut keine Lust mehr auf Workaholic-Ermittler_innen. Ihr kennt sie bestimmt, die Polizist_innen, Patholog_innen, Profiler_innen, Staatsanwält_innen, etc. die folgendes Charakterprofil aufweisen: obsessiv überarbeitet, sozial isoliert, suchtgefährdet, emotional traumatisiert, reizbar, kaum teamfähig, einsam, verbittert, zynisch. Gerade durch diese Eigenschaften ist er oder sie die einzige Person, die sich wirklich in den/die Mörder_in hineinversetzen kann (oft haben sie auch eine gemeinsame Vergangenheit) und ist dadurch letztendlich befähigt, das Katz und Maus – Spiel zu beenden. Es sind vorgebliche Antiheld_innen, deren heroischer Status nie wirklich in Frage gestellt wird.

Mich nervt das tierisch, weil dieses charakterliche Profil zu den immer selben, berechenbaren Szenen führt. Kriege ich beim Lesen eines Klappentextes das Gefühl, dass die Hauptfigur diesem Stereotyp entspricht, weiß ich bereits, dass es sicherlich eine, mehrere oder gleich alle dieser Situationen geben wird:

Option A: Der/die Ermittler_in verbringt eine heiße Nacht mit einem Kollegen oder einer Kollegin. Am nächsten Morgen ist das beiden furchtbar unangenehm, während der/die Kolleg_in allerdings gern versuchen würde, eine tiefere Beziehung aufzubauen, schreckt unsere zynische, verbitterte Hauptfigur davor zurück, weil er/sie basierend auf schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit Vertrauensschwierigkeiten hat.

Option B: Der/die Ermittler_in ist beruflich extrem talentiert und könnte ebenso erfolgreich sein, wäre da nicht das Problem mit der Autorität. Deshalb wurde er/sie nie befördert, hat keine_n Partner_in und eckt immer wieder an. Den aktuellen Fall nimmt er/sie persönlich und verhält sich daher ungesund obsessiv. Im Laufe der Ermittlung überschreitet er/sie Grenzen, wird beurlaubt oder suspendiert, arbeitet aber heimlich trotzdem weiter am Fall.

Option C: Es stellt sich im Laufe der Ermittlungen heraus, dass der/die Täter_in ein Geist aus der Vergangenheit des/der Ermittler_in ist. Höchstwahrscheinlich zielen die Mordfälle ausschließlich darauf ab, seine/ihre Aufmerksamkeit zu wecken, ihm/ihr Angst zu machen und daran zu erinnern, was sie gemeinsam erlebten.

Option D: Der/die Ermittler_in zeigt mehr Feingefühl für die Toten als für die Lebenden. Er/Sie ist oft eklig zu Kolleg_innen und den Menschen in seinem oder ihrem Umfeld, für die Opfer des/der gesuchten Mörder_in hingegen empfindet er/sie großes Mitgefühl und möchte ihnen unbedingt Gerechtigkeit verschaffen.

Option E: Der/die Ermittler_in lebt allein in einer kleinen, spartanisch und unpersönlich eingerichteten Wohnung. Wir sehen ihn/sie dort entweder zwischen leeren Alkoholflaschen oder leeren Tablettenpackungen aufwachen, um sofort zu verstehen, dass er/sie sozial völlig versagt.

Option F: Das große Finale der Geschichte ist der Showdown zwischen Ermittler_in und Mörder_in. Dabei handelt es sich um eine sehr exklusive Veranstaltung, an der nur die beiden und höchstens ein Opfer teilnehmen dürfen. Verstärkung gibt es für den/die Ermittler_in nicht, weil das entweder a) zu lange dauert oder b) der/die Mörder_in droht, das Opfer abzumurksen oder c) niemand erreichbar ist oder d) der/die Ermittler_in die potentielle Unterstützung ohnehin für nutzlose Stümper_innen hält.

Mir würden sicher noch mehr Szenen einfallen, aber ich denke, anhand dieser Beispiele erhaltet ihr einen recht zuverlässigen Eindruck davon, was ich meine. Es hängt mir zum Hals raus. Ich kann für solche Figuren einfach keine Sympathie mehr entwickeln. Eine Parade von Sozialversager_innen drückt sich in meinem Bücherregal herum. Egal, wie motiviert, begründet und gerechtfertigt die Traumata dieser Ermittler_innen sind, es gibt zu viele von ihnen, weil sich zu viele Autor_innen auf diesem Klischee ausruhen, das nur der billige Ersatz einer sorgfältigen Charakterkonstruktion ist.

Welches Klischee hängt euch so richtig zum Hals raus?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen stressfreien Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Jilliane Hoffman – Argus

Rezensionsheader Argus

2001 traf Jilliane Hoffman eine folgenreiche Entscheidung. Nach 10 Jahren, in denen sie als stellvertretende Staatsanwältin und juristische Beraterin des Florida Department of Law Enforcement arbeitete, beschloss sie, ihren aufregenden Job in der Strafverfolgung aufzugeben, um Autorin zu werden. Während eines Prozesses gegen einen Vergewaltiger beobachtete sie, wie eine Betroffene „zitternd vor Angst mit der eigenen Aussage haderte“. Sie fragte sich, wie dieses Mädchen reagieren würde, stünde sie an ihrer Stelle und könnte ihren Angreifer zur Rechenschaft ziehen. Sie begann, aus dieser Idee eine Romanhandlung zu entwickeln. Leider konnte sie die Herausforderungen ihres Berufs nicht mit ihrem Privatleben und dem Traum vom Schreiben vereinbaren. Deshalb kündigte sie – ein mutiger Schritt, der belohnt wurde, denn ihr Debüt „Cupido“ wurde ein internationaler Erfolg und der Auftakt einer Reihe von Thrillern um die Staatsanwältin C.J. Townsend. „Argus“ ist der dritte Band.

Eine grausame Serie sadistischer Frauenmorde versetzt Miami in Angst und Schrecken. Die Opfer werden vor laufender Kamera brutal gefoltert – und viele Augen sehen zu. Staatsanwältin Daria DeBianchi ist sicher, dass der Tatverdächtige Talbot Lunders nicht allein handelt. Hinter ihm steht ein skrupelloses Netzwerk wohlhabender und einflussreicher Personen, ein elitärer Club, der die Morde als Attraktion vermarktet. Leider schweigt Lunders. Der einzige, der bereit ist, mit Daria zu reden, sitzt im Todestrakt des Staatsgefängnisses von Florida ein. Es handelt sich um William Bantling, der 10 Jahre zuvor für die Cupido-Morde verurteilt wurde. Er behauptet, die Identitäten der Clubmitglieder zu kennen und bietet Daria seine Mithilfe an, verlangt dafür jedoch einen hohen Preis. Daria ist lange genug dabei, um zu wissen, dass sie sich Idealismus in ihrem Job nicht leisten kann. Doch rechtfertigt der Fall einen Pakt mit dem Teufel?

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Verfasst von - 30. Oktober 2019 in Krimi, Rezension, Thriller

 

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Markus Heitz – AERA: Die Rückkehr der Götter

2012, als sich alle Welt wegen des Mayakalenders in die Hose machte, beschäftigte sich der Fantastik-Autor Markus Heitz mit den damit verbundenen Vorhersagen. Er fand heraus, dass dort keineswegs die Rede vom Weltuntergang war. Vielmehr versprachen die Prophezeiungen Veränderung. Er grübelte, was in unserer modernen Zeit als gravierende Veränderung durchgehen könnte. Eine Idee nahm Gestalt an: eine reelle Manifestation antiker Götter. Doch sein Zeitplan ließ es nicht zu, sie sofort umzusetzen. Erst 2015 hatte Heitz genug Luft, um sich diesem Gedankenspiel zu widmen. Dann sollte es schnell gehen. Er entschied, „AERA: Die Rückkehr der Götter in 10 E-Book-Episoden zu veröffentlichen und die Printausgabe hintenanzustellen. Da ich Printausgaben jedoch bevorzuge, wartete ich auf das Taschenbuch und las die irre Geschichte 2018 am Stück.

Die Welt erbebt im Angesicht göttlicher Präsenz. Sieben Jahre ist es her, seit die antiken Götter zurückkehrten und die Menschheit ins Chaos stürzten. Sie eroberten die Moderne im Sturm, lösten Kriege aus und demonstrierten ihre uneingeschränkte Macht. Im Jahr 2019 hat sich die Lage beruhigt. Eine neue Ordnung ist entstanden. Doch einige Zweifler gibt es noch immer. Malleus Borreau blieb Atheist. Er glaubt nicht, dass es sich bei den Entitäten, denen aufopferungsvoll gehuldigt wird, wahrhaft um Götter handelt. Sein Misstrauen stigmatisiert ihn als Außenseiter und ist das Geheimnis seines beruflichen Erfolgs. Als Ermittler bei Interpol untersucht er Verbrechen, die mit den Göttern in Zusammenhang stehen. Sein neuster Fall bringt jedoch sogar seine ehernen Überzeugungen ins Wanken. Auf der ganzen Welt verschwinden religiöse Artefakte. Leichen bezeugen die Skrupellosigkeit der Diebe und an den Tatorten taucht ein rätselhaftes Symbol auf. Ein Symbol, das Malleus schon einmal gesehen hat und das ihm noch immer Albträume beschert…

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Brandon Sanderson – Jäger der Macht

Die „Mistborn“-Reihe von Brandon Sanderson ist ein Mammutprojekt, das den Autor noch viele Jahre begleiten wird. Ursprünglich war es als Trilogie-Dreifaltigkeit geplant: es sollten drei Trilogien in unterschiedlichen Epochen erscheinen. Nach der ersten Trilogie entschied Sanderson allerdings, seinen Leser_innen den großen Zeitsprung mit einem Übergangsband zu erleichtern. Eine gute Idee, die sich verselbstständigte. Aus dem Einzelband „Jäger der Macht“ wurde die vierteilige Spin-Off-Reihe „Wax und Wayne“. Sie wird die zweite Trilogie jedoch nicht ersetzen. Es ist unklar, wann mit den nachfolgenden Dreiteilern zu rechnen ist. Ich empfinde „Wax und Wayne“ trotzdem als vollwertigen Bestandteil der „Mistborn“-Reihe und war neugierig, in „Jäger der Macht“ herauszufinden, wie sich die Welt der Nebelgeborenen nach 300 Jahren veränderte.

20 Jahre jagte Waxillium Ladrian Verbrecher im Rauland. Er war gut in dem, was er tat. Möglicherweise sogar der Beste, dank der seltenen Kombination seines ferrochemischen und allomantischen Talents. Doch nachdem seine Partnerin ermordet wurde, schwor Wax der Jagd nach Kriminellen ab und flüchtete vor seinen Erinnerungen nach Elantel, um dort die Geschäfte seiner Familie zu leiten. Nur wenige Monate nach seiner Ankunft regen sich erneut seine Ermittlerinstinkte. Die Stadt wird von einer spektakulären Verbrechenswelle in Angst und Schrecken versetzt. Könnte eine Verbindung zwischen den tollkühnen Zugüberfällen und den Entführungen reicher Töchter bestehen? Welchen Plan verfolgt die Allomanten-Räuberbande? Wax hatte gelobt, sich zur Ruhe zu setzen. Aber als er Besuch von seinem alten Freund Wayne erhält, der ihn um Hilfe bei seinen Nachforschungen bittet und er Opfer eines brutalen Mordanschlags wird, kann er nicht länger untätig bleiben. Elantel braucht ihn. Ein neuer Sheriff ist in der Stadt.

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Dale Lucas – First Watch

Eine Mischung aus „Herr der Ringe“ und „Lethal Weapon“ – so beschreibt Dale Lucas seinen Roman „First Watch“. Der Auftakt der Reihe „The Fifth Ward“ vereint die Action eines Cop Buddy – Films mit den klassisch-epischen Elementen eines High Fantasy – Schmökers. Ich verrate euch ein Geheimnis: ich liebe die Lethal Weapon“-Filme. Riggs und Murtaugh sind für mich der Inbegriff des cineastischen Ermittler-Duos, das ich seit meiner Kindheit feiere. Ich konnte nicht widerstehen, ihre HF-Äquivalente kennenzulernen und stürzte mich mit Freuden auf „First Watch“.

Sich der Stadtwache Yenaras anzuschließen, um aus dem Gefängnis freizukommen, schien Rem eine brillante Idee zu sein. Schließlich wollte er keinesfalls noch länger hinter Gittern versauern und brauchte dringend einen Job. Doch als er seinen Partner kennenlernt, beschleicht ihn das Gefühl, dass seine spontane Entscheidung vielleicht nicht ganz so raffiniert war. Der polternde, übellaunige Zwerg Torvald ist alles andere als begeistert, sich um den Frischling kümmern zu müssen. Widerwillig schleppt er Rem in die Straßen der multikulturellen Metropole, in der Orks mit Drogen dealen, Magier_innen ihren dubiosen Geschäften nachgehen und die Präfekten der Bezirke offen ihre Feindseligkeit für einander ausleben. Unter der grimmigen Führung Torvalds erlebt Rem einen turbulenten ersten Tag, dessen trauriger Höhepunkt ihn am Ende ihrer Schicht erwartet. Unter einer Brücke wird eine Leiche entdeckt. Torvald genügt ein Blick, um festzustellen, dass es sich bei dem Toten um seinen Stammpartner Freygaf handelt. Er wurde ermordet. Wer würde ein Mitglied der Stadtwache heimtückisch umbringen und warum? In welche schmutzigen Geheimnisse war Freygaf verwickelt? Hängt sein Tod mit dem Verschwinden mehrerer Töchter und Söhne aus wohlhabenden Familien zusammen? Torvald schwört, Freygafs Mörder aufzuspüren und Rache zu nehmen. Rem hat keine andere Wahl, als seinen Partner bei seiner Jagd zu unterstützen. Mitgehangen, mitgefangen.

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Verfasst von - 6. März 2018 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Jean-François Parot – Commissaire Le Floch und Das Geheimnis der Weißmäntel

„Commissaire Le Floch und Das Geheimnis der Weißmäntel“ von Jean-François Parot ist eine weitere Station in meiner andauernden Suche nach meiner Heimat im Genre der historischen Romane. Der Reihenauftakt, der in Frankreich bereits 2000 veröffentlicht wurde, wurde mir vom Newsletter der Random House Gruppe schmackhaft gemacht. Die Mischung aus Setting, einer delikaten Staatsaffäre und einer Mordermittlung weckte meine Neugier. Außerdem habe ich bisher nur sehr wenig Erfahrung mit französischen Schriftsteller_innen; ich konnte also zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Ich fragte das Buch beim Bloggerportal an und erhielt ein Rezensionsexemplar.

1759 wird der junge Notariatsgehilfe Nicolas Le Floch von heute auf morgen nach Paris beordert. Er soll sich bei Polizeipräfekt Gabriel de Sartine melden, um eine Ausbildung als Gesetzeshüter zu beginnen. Sartine teilt ihn dem grimmigen, schroffen Kommissar Lardin zu, der sich den Anweisungen des Polizeichefs widerwillig beugt. So beginnt Nicolas‘ neues Leben in der pulsierenden französischen Metropole. Er arbeitet und lernt fleißig und besitzt zu viel Anstand und Respekt, um die regelmäßigen Fragen des Polizeipräfekten zu den Gewohnheiten seines Mentors Lardin in Zweifel zu ziehen. 1761, zwei Jahre später, verstirbt unerwartet Nicolas‘ Vormund. Er eilt in seine bretonische Heimat, um an den Trauerfeierlichkeiten teilzunehmen. Bei seiner Rückkehr nach Paris erwartet ihn eine unerfreuliche Überraschung: Lardin ist verschwunden und Sartine eröffnet ihm, dass der gealterte Kommissar in eine weitreichende Korruptionsaffäre verwickelt ist, die sogar König Ludwig XV. bedroht. Nicolas soll Lardin finden. Unerschrocken stürzt er sich in die Ermittlungen, während auf den Straßen der Stadt der Karneval tobt. Wird er den abtrünnigen Lardin aufspüren und so einen internationalen Skandal verhindern können?

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Chloe Neill – Auf den letzten Biss

2016-12-28-neill-auf-den-letzten-biss

Es ist offiziell. „Chicagoland Vampires“ endet mit Band 13, der am 25. August 2017 unter dem Titel „Ein Biss von dir“ erscheinen wird. Angesichts dieser Neuigkeiten möchte auch ich etwas verkünden: ich werde die Reihe bis zum bitteren Ende durchziehen. Ich habe lange mit mir gehadert und bin skeptisch, ob sich diese Entscheidung auszahlen wird, aber ein Teil von mir ist überzeugt, ich bin es Merit einfach schuldig, zu erfahren, wie ihre Geschichte endet, nachdem ich sie jahrelang begleitet habe. So kurz vor Schluss möchte ich nicht mehr abbrechen. Ich will wissen, wie es ausgeht. Nach „Auf den letzten Biss“ liegen noch drei Bände vor mir. Ein Leseziel für 2017 ist damit gesetzt.

Chicago ist zur Ruhe gekommen. Nach wochenlangen Ausschreitungen hat sich die Lage endlich entspannt. Doch die Beziehungen zwischen Menschen und Übernatürlichen sind noch immer schwierig, der Frieden empfindlich. Als Merit, Hüterin des Hauses Cadogan, zum Schauplatz eines brutalen Mordes gerufen wird, befürchtet sie das Schlimmste. Das Opfer wurde mit Katanas durchbohrt. Alles deutet auf einen Vampirangriff hin. Erst eine genauere Untersuchung zeigt, dass die Hinrichtung lediglich aussehen soll, als wären Vampire dafür verantwortlich. Versucht jemand, die Vampirgemeinschaft in Verruf zu bringen und so das sensible Gleichgewicht der Stadt erneut zu stören? Merit möchte den Ermittler_innen helfen, kann jedoch kaum mehr tun, als ihnen beratend zur Seite zu stehen, denn die Belange Cadogans verlangen ihre Aufmerksamkeit. Seit Ethan den Vorsitzenden des Greenwich Presidium herausforderte und sich selbst auf den Posten bewarb, wird er bedroht und erpresst. Es ist Merits Aufgabe, ihren Meister und Geliebten zu schützen, nur wird sie das Gefühl nicht los, dass er ihr etwas Bedeutsames verschweigt. Ist ihre Liebe stärker als die dunklen Geheimnisse seiner Vergangenheit?

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Verfasst von - 13. Januar 2017 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Graeme Cameron – Normal

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Ich lese selten Kriminalthriller. Meine Beziehung zu diesem Subgenre ist schwierig, weshalb ich dieses Jahr auch erst zwei Romane dieser Kategorie von meinem SuB befreit habe. Die immer gleichen Grundstrukturen öden mich an. Der/Die Ermittler_in wird mit einem Fall konfrontiert, der eine Verbindung zu seiner/ihrer düsteren Vergangenheit aufweist. Er/Sie stellt sich den Dämonen, schnappt den Täter und rettet den Tag. Gähn. Ich kann es nicht mehr sehen. Deshalb bin ich permanent auf der Suche nach Thrillern, die anders sind. „Normal“ von Graeme Cameron versprach, genau die Art Thriller zu sein, denn der Protagonist ist niemand geringerer als der Killer selbst.

Sein Leben folgt einer komfortablen Routine. Er schläft. Er isst. Er kauft ein. Er jagt. Er spielt. Er mordet. Alles ganz normal. Er hat sich seinen Bedürfnissen entsprechend eingerichtet; besitzt einen versteckten schallisolierten Keller, in dem sich ein gut gesicherter Käfig befindet. Er verfeinerte Anonymität zu einer Kunstform. Niemand würde seine wahre Natur erkennen – bis es zu spät ist. Er ist der Wolf in unserer Mitte. Er ist zufrieden. Doch dann begegnet er über Miesmuscheln der Liebe seines Lebens. Ein Blick in ihre Augen und all die sorgfältig aufgebauten Strukturen seiner Existenz sind plötzlich unwichtig. Seine Triebe rücken in den Hintergrund. Ihretwegen möchte er sich ändern. Es gibt da nur ein Problem: der Käfig in seinem Keller ist zurzeit bewohnt…

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Verfasst von - 11. November 2016 in Krimi, Rezension, Thriller

 

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Montagsfrage: Tätersuche?

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Hallo ihr Lieben! 🙂

So, der Fußball-Wahnsinn hat nun vorerst ein Ende. Portugal hat’s geschafft. Ich hätte es den Franzosen ja mehr gegönnt, weil sie einfach eine verdammt schwere Zeit erleben und ein Erfolgserlebnis gebraucht hätten, aber es hat eben nicht sein sollen. Das Spiel war auf jeden Fall spannend – was will man mehr? Ich hoffe, dass wir auch auf Arbeit bald wieder zur Normalität übergehen und das Thema EM zügig abhaken. Nächsten Monat stehen die Olympischen Sommerspiele an, was wir sicherlich ebenfalls recht pompös inszenieren. Durch die Zeitverschiebung könnte das eine unangenehme Angelegenheit für uns werden, da kann ich einen Monat Pause von Sportgroßveranstaltungen wirklich gebrauchen.
Heute wird Portugals Sieg die Nachrichtenlage jedenfalls noch beherrschen, also genieße ich die Stunden, bevor ich zur Arbeit muss und beantworte erst mal ganz entspannt die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja:

Wenn du einen Krimi/Thriller o.ä. liest, machst du dir selbst Gedanken darüber, wer der/die Mörder_in oder Täter_in ist, oder lässt du dich prinzipiell vom Autor bzw. der Autorin überraschen?

Wenn ich zu einem Thriller greife (Krimis lese ich ja nicht), dann gehört die Suche nach dem/der Täter_in für mich dazu. Das macht mir Spaß. Ich liebe es, Vermutungen anzustellen und die Puzzleteile parallel zu den Ermittler_innen zusammenzufügen. Meistens bin ich allerdings viel zu misstrauisch. Ich verdächtige erst mal jede_n und neige dazu, mich recht spät im Verlauf der Geschichte auf eine_n potentielle_n Täter_in festzulegen. Mir ist es nicht so wichtig, hundertprozentig richtig zu liegen, denn ich werde ebenso wie Svenja ganz gern überrascht. Am liebsten mag ich es, wenn meine Vermutung in die richtige Richtung ging, ich das volle Ausmaß jedoch nicht abschätzen konnte. Das ist dann die perfekte Mischung aus Recht haben und überrascht werden.
Prinzipiell lese ich aber nur noch selten Kriminal-Thriller. So viel Spaß es mir bereitet, mich mit einem Fall zu beschäftigen, stört es mich mittlerweile massiv, wie viel Bedeutung dem Privatleben der Ermittler_innen beigemessen wird. Dadurch habe ich das Gefühl, dass mir das Genre nur noch wenig Neues bieten kann. Man bekommt es immer oft mit den gleichen Stereotypen zu tun. Es interessiert mich einfach nicht, welche Probleme der/die Polizist_in privat mit sich herumschleppt. Für mich sind sie stets nur Mittel zum Zweck, denn die Auflösung eines Falls ist für mich der Grund, überhaupt einen Thriller zu lesen. Es gibt ein paar wenige Ausnahmen, wie zum Beispiel die „Temperance Brennan“-Reihe von Kathy Reichs, die ich seit Jahren locker verfolge, aber selbst die Bände dieser Reihe lese ich nur mit großen zeitlichen Abständen, weil Reichs in jedem Band das gleiche Handlungsgerüst verwendet. Lese ich mehrere Bände hintereinander, fällt mir auf, wie ähnlich sich die Bücher sind. Das drückt die Bewertung, obwohl ich die Protagonistin mag und die Fälle spannend sind.
Ihr seht, für mich sind Thriller ein schwieriges Genre, in dem Kreativität das A und O ist. Aktiv an der Suche nach dem/der Täter_in teilzunehmen ist mir wichtig, aber lange nicht so wichtig wie eine originelle Handlungs- und Charakterkonstruktion.

Macht ihr euch beim Lesen von Krimis/Thrillern Gedanken über die Identität des/der Täter_in?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Meinungen und Kommentare und wünsche euch allen einen wundervollen Start in die Woche!
Alles Liebe,
Elli

 
 

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