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Schlagwort-Archive: Erfindung

Claudia Gray – A Thousand Pieces of You

Ein grundlegendes Konzept in der „Firebird“-Trilogie ist die romantische Annahme, dass gewisse Beziehungen vom Schicksal vorbestimmt sind. Einige Menschen begegnen sich in jeder Dimension, in jedem Universum. Claudia Gray entwickelte diese Idee 2012, während einer Autorenreise durch die USA und Australien. Sie fühlte sich, als würde sie jeden Tag in einer anderen Welt aufwachen. Ihr Team umgab sie aber natürlich trotzdem täglich und so begann sie mit dem Gedanken an Reisen in verschiedene Dimensionen zu spielen, in denen sich die gleichen Personen immer wieder über den Weg laufen. Dies war der Ausgangspunkt der „Firebird“-Trilogie, die ihren Anfang mit „A Thousand Pieces of You“ nimmt.

Sie wird ihn jagen. Wohin auch immer er flieht, Marguerite wird ihn finden. Und wenn sie ihn findet, wird sie ihn töten. Paul Markov verdient den Tod, denn er ermordete ihren Vater und stahl die vielleicht bedeutendste Erfindung der Menschheit. Gemeinsam entwickelten Marguerites Eltern, beide brillante Wissenschaftler, den Firebird: ein kleines Gerät, das das Bewusstsein auf Reisen in andere Dimensionen schickt. Niemand versteht, wie Paul, der an der Konstruktion des Firebird beteiligt war und den Marguerites Eltern wie einen Sohn behandelten, etwas so Furchtbares tun konnte. Jetzt springt er mithilfe des Firebird von Dimension zu Dimension. Von brennendem Hass getrieben entscheidet Marguerite impulsiv, ihn zu verfolgen. Wieder und wieder erwacht sie in einem anderen Ich, in einer anderen Marguerite, doch der Paul ihrer Dimension entwischt ihr ein ums andere Mal. Dafür trifft sie andere Pauls und beginnt, an seiner Schuld zu zweifeln. Könnte dieser sanfte junge Mann tatsächlich einen geliebten Menschen umbringen? Oder jagt Marguerite den Falschen?

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V.B. Marlowe – Ember, Ember

2016-05-29 - Marlowe Ember Ember

Autor_innen und ihre Pseudonyme. Es ist zum Haare raufen. Wie ihr euch vielleicht erinnert, erwähnte ich in der Rezension zu „Moonlight, Moonlight“, dass „The Girl with the Blood Red Lips“ V.B. Marlowes Erstling war. Das ist korrekt. Allerdings schreibt die Dame nicht nur unter diesem Namen, sondern auch als Tiffany Nicole Smith und veröffentlichte bereits 2013 ihre ersten Romane. Es ist nicht nachvollziehbar, bei welcher Identität es sich um eine Erfindung handelt. Vielleicht sind beide Namen Pseudonyme? Ich verstehe, warum Autor_innen Pseudonyme verwenden, bin als Leserin jedoch genervt davon, weil es dadurch schwierig ist, mehr als die harten Eckdaten über den/die Verfasser_in einer Geschichte herauszufinden. Ich wüsste gern mehr über die Frau, der ich die „Shadow Pines Trilogy“ samt dem Finale „Ember, Ember“ zu verdanken habe.

Die Flucht ist fehlgeschlagen. Harley und Brock wurden von einer paramilitärischen Firma gefangen genommen. Allein den Schatten haben sie es zu verdanken, dass sie nicht hingerichtet wurden. Die Firma verkauft sie an eine Forschungseinrichtung, in der früher oder später mit ihnen experimentiert werden wird. In den endlosen, sterilen Fluren des Instituts erhalten Harley und Brock überraschenderweise endlich die Antworten, nach denen sie so lange suchten. Die Wahrheit ist katastrophal und stellt alles in Frage, was die beiden über sich zu wissen glaubten. Doch sie können sich keine Schwäche erlauben, denn ihnen läuft die Zeit davon. Nicht nur ihre Leben stehen auf dem Spiel, auch die Zukunft von Shadow Pines ist in Gefahr. Ihnen bleibt keine andere Wahl, als ein weiteres Mal zu fliehen, wenn sie ihre Familien wiedersehen und die Stadt retten wollen. Haben sie gegen einen scheinbar übermächtigen Feind überhaupt eine Chance?

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Jennifer Rardin – Man lebt nur ewig

„Man lebt nur ewig“

Man lebt nur ewig

Reihe: Jaz Parks #2

Originaltitel: Another One Bites The Dust

Autor: Jennifer Rardin

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 401 Seiten

Verlag: Heyne

Sprache: Deutsch

ISBN: 3453533127

Genre: Fantasy > Urban Fantasy

ausgelesen am: 22.11.2014

Bewertung:

Wie ich bereits in der Rezension zum ersten Band der Jaz Parks – Reihe („Ein Vampir ist nicht genug“) schrieb, besitze ich drei Bände der Serie. Eigentlich gibt es insgesamt acht Bände; der Heyne-Verlag hat aber meines Wissens nach nicht vor, weiter zu übersetzen. Solltet ihr also mit dem Gedanken spielen, sie zu lesen, solltet ihr euch darauf einstellen, entweder gleich die gesamte Reihe auf Englisch zu kaufen oder euch zumindest bewusst sein, dass es ab Band vier nur im Original weitergeht. Außerdem ist der zweite Band in Deutsch – wie ebenfalls bereits erwähnt – vergriffen. Ich habe meine Ausgabe von „Man lebt nur ewig“ durch etwas Glück ergattert, sodass ich sie heute für euch rezensieren kann.

Schon zwei Monate nach den Ereignissen in Miami sind Jaz und Vayl erneut mit einem kniffeligen Auftrag beschäftigt. Der hochgefährliche chinesische Vampir Chien-Lung hat eine geniale Erfindung gestohlen. Eine von Bergmanns genialen Erfindungen: eine Rüstung, die sich auf zellulärer Ebene mit ihrem Träger verbindet und ihn quasi unverwundbar macht. Die gute Nachricht ist, dass Chien-Lung sich noch immer in den USA aufhält, in Texas. Die schlechte Nachricht lautet, entkommt er, wird er mithilfe des Raptors die chinesische Volksarmee mit Bergmanns Rüstung ausstatten, um dann die USA und China in einen Krieg zu zwingen. Damit noch nicht genug, sind Vampire nicht Jaz‘ und Vayls einziges Problem. Chien-Lung hat einen Pakt mit einer dämonischen Spezies namens Schröpfer, die ihren Opfern die Seelen rauben und diese daran hindern, Frieden zu finden.
Jaz und Vayl wissen, dass sie allein keine Chance haben, Chien-Lung aufzuhalten. Also arbeiten sie dieses Mal im Team: gemeinsam mit Cole, Cassandra und Bergmann setzen sie alles daran, Chien-Lung zu eliminieren, bevor er und der Raptor die Welt ins Chaos stürzen können.

Ich tue mich mit „Man lebt nur ewig“ genauso schwer wie mit dem Vorgängerband. Es ist wirklich schade, doch meine alten Kritikpunkte blieben nicht nur bestehen, es kamen auch noch ein paar neue hinzu.
Die Handlung dieses Bandes fußt auf Chien-Lungs Plan, einen Krieg zwischen den USA und China auszulösen, damit der Raptor die Weltherrschaft an sich reißen kann. Auf mich wirkte dieser Ansatz paranoid und keinesfalls plausibel oder glaubhaft. Die Story hätte auch ohne diesen Quatsch gut funktioniert; schließlich handelt es sich bei der Rüstung um Bergmanns Erfindung, zu der er eine fast schon mütterliche Beziehung hat. Sie zurückzuholen hätte als Motivation völlig ausgereicht.
Glücklicherweise ist das nur die Hintergrundgeschichte, die ich den Großteil des Buches über einfach ignorieren konnte. Das Actionlevel ist erneut sehr hoch; beim finalen Kampf hat Jennifer Rardin für meine Begriffe allerdings über die Stränge geschlagen und diesen unnötig in die Länge gezogen.
Durch die Ereignisflut kamen meiner Empfindung nach dieses Mal die Charaktere zu kurz. Obwohl ich sie im Prinzip alle mag, war ich von ihren krassen Stimmungswechseln irritiert. Ich konnte ihre Reaktionen oft nicht nachvollziehen. Von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt innerhalb von Sekunden. Immer wieder beschlich mich das Gefühl, etwas Wichtiges in der Situation nicht mitbekommen zu haben, das diese Schwankungen gerechtfertigt hätte; es fehlte der entscheidende Funken zum Verständnis von Jennifer Rardins Gedankengängen
Ebenfalls unverständlich blieb für mich, wieso sie das Potential der besonderen Verbindung zwischen Jaz und Vayl ungenutzt ließ. Sie sind sverhamin und avhar – keine Ahnung, was das eigentlich bedeutet, weil Rardin es nicht erklärt. Ich hätte erwartet, dass zumindest Jaz unbedingt herausfinden möchte, worauf sie sich da eingelassen hat, welche Verpflichtungen und Rechte daran hängen, aber nein, nichts dergleichen. Das ist wirklich schade, es hätte mich brennend interessiert.
Hinzu kommt, dass ich immer noch nicht begriffen habe, wie genau Vampire und andere Supras in die Gesellschaft integriert sind. Anscheinend ist ihre Existenz allgemein bekannt und es gibt wohl einige menschliche Hardliner, die sie komplett ablehnen, aber mehr verrät Rardin nicht. Wie lebt ein angepasster Durchschnitts-Vampir? Vayl kann man ja schlecht als Beispiel nehmen, als CIA-Agent ist er alles andere als gewöhnlich. Mir ist wichtig, so viel wie möglich über das Urban Fantasy – Universum zu wissen, in dem ich mich bewege, aber in diesem Punkt enttäuschte mich Rardin bisher auf ganzer Linie.

„Man lebt nur ewig“ konnte meine Meinung der Jaz Parks – Romane leider nicht ändern. Zwar sind die Charaktere gewohnt sympathisch und die Handlung ist aufregend, aber für meinen Geschmack gibt es zu viele Ungereimtheiten. Es ist, als hätte ich einfach keinen Draht zur Autorin Jennifer Rardin. Ich habe oft Probleme, ihre Gedankengänge nachzuvollziehen und finde ihre Ideen irrational und übertrieben.
Erneut kann ich keine Leseempfehlung aussprechen. Es gibt weit bessere Urban Fantasy – Reihen und ich bin nicht traurig, dass ich nur noch den dritten Band im Regal stehen habe. Ich glaube nicht, dass ich darüber hinaus weiter lesen werde.

 
2 Kommentare

Verfasst von - 4. Dezember 2014 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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