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Kim Harrison – Blutsbande

Rezensionsheader Blutsbande

„Blutsbande“ ist für mich der letzte „Rachel Morgan“-Band. Ich breche die Reihe ab. Ich habe wirklich versucht, mit der Protagonistin Rachel auszukommen, aber es funktioniert nicht. Wir passen nicht zusammen. Ein geeigneter Moment, um zurückzuschauen und euch zu erzählen, wie die Reihe entstand. Der erste Band „Blutspur“ begann als Kurzgeschichte, die Kim Harrison schrieb, als sie unter ihrem echten Namen Dawn Cook veröffentlicht werden wollte. Anfang der 2000er war der Kurzgeschichtenmarkt äußerst bizarr. Harrison wusste, dass sie dieses Level niemals erreichen würde, also schrieb sie die merkwürdigste Szene, die ihr einfallen wollte, steckte eine Hexe, einen Pixie und eine Vampirin in eine Bar und wartete ab, was passierte. Ihre Kurzgeschichte trug den Titel „Life is a Bowl of Cereal“ und wurde später das erste Kapitel von „Blutspur“. Obwohl ich es sympathisch finde, dass „Rachel Morgan“ ihren Anfang mit einer Trotzreaktion nahm, hindert es mich dennoch nicht daran, Rachel nun Lebewohl zu sagen.

Endlich ist Rachel Morgan die haltlosen Vorwürfe des Hexenzirkels los. Dummerweise bringt ein offizieller Status als Dämon allerdings haufenweise bürokratische Unannehmlichkeiten mit sich. Rachel darf nicht mal Autofahren. Deshalb überlegt sie nicht lange, als ihr die Inderland Security einen Deal anbietet: hilft sie ihnen dabei, eine grausige Mordserie aufzuklären, bekommt sie ihren Führerschein zurück. Die ritualisierten Morde weisen auf dämonische Aktivitäten hin, Rachel erkennt jedoch schnell, dass die Tatorte inszeniert sind. Nicht von Dämonen, nicht von Inderlandern, sondern von Menschen. Eine radikale Hassgruppe entführt Hexen und experimentiert mit ihnen, um einen Weg zu finden, alle Übernatürlichen vom Antlitz der Erde zu tilgen. Bisher ohne Erfolg. Bisher. Denn jetzt, da Rachel die Ermittlungen übernommen hat, befindet sich die eine Zutat, die dazu beitragen könnte, alle Inderlander auszulöschen, in greifbarer Nähe: Rachels Blut …

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Montagsfrage: Gestern Top, Heute Flop?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Meine Güte, ich bin wirklich durcheinander mit den Tagen. Beinahe hätte ich vergessen, dass heute ja Montag ist und somit die neue Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja ansteht. Mein inneres Chaos liegt vor allem an meinem Krankenhausaufenthalt letzte Woche. Ja, ganz richtig, ich war schon brav in stationärer Behandlung und habe mein zertrümmertes Handgelenk operieren lassen. Jetzt bin ich stolze Besitzerin einer Titanplatte, die enttäuschenderweise bisher keine erkennbaren übernatürlichen Kräfte auslöste, mir dafür aber rasant meine Beweglichkeit zurückgibt. Ich kann mir wieder selbst meine Schuhe zubinden, beidhändig einen Zopf machen und mir mit rechts die Zähne putzen. Kleine Siege. Ich muss keine Schiene oder ähnliches tragen, laufe allerdings noch mit einem Verband herum, der die OP-Wunde schützt. Deshalb musste ich heute auch wieder zum Arzt, einen Verbandswechsel vornehmen lassen und bin daher später dran als gewöhnlich mit der Montagsfrage.

Gibt es ein Buch, das du früher richtig gern mochtest, aber inzwischen nicht mehr?

Puh, gute Frage. Es gibt sicher einige Bücher, denen ich schlicht entwachsen bin. Ich denke, das ist vollkommen normal, schließlich haben sich mein Geschmack und meine Vorlieben verändert und erweitert. Ich lese keine Pferdebücher mehr und würde auch längst nicht mehr zu der allseits beliebten Reihe „Freche Mädchen – Freche Bücher“ greifen. Mir will allerdings kein Buch einfallen, für das sich meine Gefühle um 180° gedreht hätten. Es gibt kein Buch, das ich früher liebte und heute hasse. Nehmen wir zum Beispiel einmal die „Godspeed“ – Trilogie von Beth Revis. Ich begann diesen Mehrteiler 2011, kurz nach Erscheinen des ersten Bandes. Aus Geiz brauchte ich ewig, um die Folgebände zu kaufen und las das Finale „Die Ankunft“ daher erst 5 Jahre später, im April 2016. Das ist eine lange Zeit und wie erwartet hat sich mein Eindruck der Geschichte verändert. Ich denke nicht, dass ich sie weiterverfolgt hätte, hätte ich sie heutzutage zu lesen begonnen. Ich fand sie äußerst simpel gestrickt und wenig anspruchsvoll, sodass ich nicht mehr die gleiche Begeisterung wie 2011 empfand. Aber das war in Ordnung. Ich habe damit gerechnet, dass das passieren würde und es machte mir dementsprechend überhaupt nichts aus. Ich wollte die Trilogie einfach beenden, die Altlast beseitigen und erhielt daher genau das, was ich von „Die Ankunft“ erwartet hatte: einen Abschluss. Versteht ihr, meine Erwartungshaltung wurde voll und ganz erfüllt, weshalb ich nicht behaupten kann, dass ich das Buch nicht mochte. Es ist nur keine Lektüre mehr, die ich von meinem heutigen Standpunkt aus auswählen würde.

Haben sich eure Empfindungen für ein Buch über die Jahre radikal verändert?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen zauberhaften Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli  ❤

 

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