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Montagsfrage: Unentdeckte Schätze?

montagsfrage neu

Hallo ihr Lieben! 🙂

Heute kommen die Handwerker. Unsere Dusche ist undicht, weshalb es beim Nachbarn unter uns von der Decke tropft. Ich möchte gar nicht wissen, wie lange das schon so ist, denn unser Gebäude ist ein Altbau von 1905. Gefühlt wurde unsere Bude auch seitdem nicht mehr saniert. Nein, das ist natürlich übertrieben, wir leben nicht in einem undichten, einsturzgefährdeten Rattenloch. Aber unsere Wohnung müsste wirklich dringend saniert werden. Die Dusch-Geschichte nervt mich nur deshalb, weil es passieren kann, dass wir unsere Dusche wochenlang nicht nutzen können. Aber okay, erst mal sehen, was der gute Mann da nachher sagt. Und vorher schnell noch mal duschen. 😉
Bevor ich ein letztes Mal für einige Zeit den Luxus fließenden Wassers genieße, möchte ich aber die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja beantworten:

Liest du auch Bücher, die nicht aktuell (also in den letzten Jahren erschienen) sind, aber nicht zu den Klassikern zählen?

Natürlich. Bücher haben ja glücklicherweise kein Verfallsdatum. Manchmal ist es schwer, an ältere, vergriffene Bücher heranzukommen, da stimme ich Svenja zu, doch möglich ist es. In einigen Fällen wird ein „altes“ Buch ja auch neu verlegt.
Tja, auf welche Weise finde ich solche Bücher denn? Ich muss wirklich ein bisschen überlegen, um diese Frage zu beantworten, weil ich normalerweise überhaupt nicht darauf achte, wie alt ein Buch ist. Ich denke, ein Teil dieser Bücher stammt einfach von Empfehlungen auf Seiten wie Goodreads oder LovelyBooks. Andere habe ich durch die Aktion Gemeinsam Lesen entdeckt. Manchmal grabe ich ältere Bücher aber auch über den Autor bzw. die Autorin aus. Wenn mir die Arbeit bestimmter Schriftsteller_innen gefällt, schaue ich mir gern an, was sie außer den Büchern, die ich bereits gelesen habe oder besitze, noch geschrieben haben. Bei meiner Lieblingsautorin Joyce Carol Oates habe ich mir zum Beispiel die Mühe gemacht, mir jedes ihrer Bücher einzeln anzusehen, um zu entscheiden, welche davon ich lesen möchte.
Seltener passiert es, dass ich auf ein Buch durch eine Verfilmung aufmerksam werde. Ich wusste beispielsweise lange nicht, dass der Film „Fight Club“ eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Chuck Palahniuk ist (die Rezension des Buches findet ihr HIER). Ähnlich war es bei „The Perks of Being a Wallflower“ (Rezension HIER) von Stephen Chbosky, allerdings habe ich in diesem Fall darauf verzichtet, mir den Film vor der Lektüre des Buches anzusehen. Wobei man diesen YA-Roman ja fast schon als modernen Klassiker bezeichnen kann.

Lest ihr ältere Bücher, die keine Klassiker sind?

Ich habe schon öfter darüber nachgedacht, das Erstveröffentlichungsdatum (oder zumindest das Jahr) in meinen Rezensionsheader aufzunehmen, kam aber immer zu dem Schluss, dass es eigentlich keine Rolle spielt. Doch vielleicht liege ich damit ja auch daneben. Interessiert euch, wann ein Buch zum ersten Mal erschienen ist? Möchtet ihr darüber in meinen Rezensionen informiert werden?
Ich freue mich wie immer sehr auf eure Meinungen und Kommentare und wünsche euch allen einen wundervollen Wochenstart! 🙂
Alles Liebe,
Elli

 
16 Kommentare

Verfasst von - 30. November 2015 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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06. 06. 2014 – Das Karussell des Wahnsinns: Meine Wunschliste

Eigentlich wollte ich heute keinen Beitrag verfassen. Nachdem ich die letzten 4 Tage am Stück gebloggt habe, fand ich, es sei Zeit für eine kleine Verschnaufpause. Dummerweise kam etwas dazwischen, wozu ich unbedingt ein paar Gedanken loswerden möchte: Goodreads. goodreads_f4

Ich liebe diese Seite. Für mich ist sie das virtuelle Äquivalent zu einem ausgedehnten Besuch in einer Buchhandlung. Ich kann bequem auf dem Sofa sitzen und nach Herzenslust in einem riesigen Sortiment stöbern. Die Empfehlungen sind großartig, ich finde eigentlich immer etwas, das mir gefällt und mich interessiert.

Meine Beziehung zu dieser Seite ist trotzdem erstaunlich paradox. So viel Spaß es mir macht, nach neuem Lesestoff für mein Regal zu suchen, ich verbiete es mir meistens. Auf meiner Wunschliste stehen bereits jetzt fast 250 Bücher. Wenn ich nicht aufpasse, werden daraus innerhalb von zwei Stunden schnell mal 300. Das ist verrückt. Sobald ich die Buttons „Recommendations“ oder – ganz neu – „Explore“ anklicke, betrete ich ein fatales Karussell. Einen Teufelskreis. Heute wollte ich eigentlich nur schauen, was sich hinter „Explore“ verbirgt. Dann wollte ich bloß herausfinden, was für ein Buch „The Truth About Alice“ von Jennifer Mathieu ist. Schon befand ich mich in einer Spirale, aus der ich mich bewusst herausreißen musste. „The Truth About Alice“ führte mich zu „The Girl With All The Gifts“ von M. R. Carey, durch welches ich dann wiederum bei „Afterparty“ von Daryl Gregory landete. Alle drei stehen nun auf meiner Wunschliste. Das Entdecken passender Literatur ist für mich wie ein Sog. Eine Seite wie Goodreads (oder auch amazon, wobei ich hier die Empfehlungen oftmals unpassend und merkwürdig finde) bietet Informationen über eine so breite Masse an Büchern, dass ich wirklich aufpassen muss, um mich nicht zu verlieren. Denn eigentlich ist es schon jetzt Unsinn, 250 Bücher auf dem Wunschzettel stehen zu haben. Einige dieser Bücher werde ich vermutlich niemals besitzen.
Glücklicherweise neige ich überhaupt nicht dazu, die Lektüre auf meinem Wunschzettel auch sofort zu kaufen. Die Liste dient mir eher als Erinnerungsstütze. Ich kann warten. Teilweise jahrelang. Wäre das anders, wäre ich vermutlich schon pleite, säße auf der Straße und könnte hier nicht für euch bloggen. Man rechne es mal durch: 250 Bücher à rund 10€ pro Buch, macht in etwa phänomenale 2.500€, die meine Liste momentan an Wert enthält. Das übersteigt meine Möglichkeiten um… ich finde keinen passenden, dramatischen Vergleich. Davon kann ich ein halbes Jahr lang meine Miete bezahlen.
Genau das ist der Grund, warum ich mir normalerweise verbiete, mich durch die Empfehlungen zu wühlen, obwohl es eigentlich kaum Konsequenzen nach sich zieht. Schon jetzt habe ich ernste Probleme, wirklich Fortschritte im Abbau dieser Liste zu machen. Ich habe keine Hoffnung, dass es mir jemals völlig gelingt. Es grenzt dementsprechend an Wahnsinn, immer wieder neue Bücher auf meinen Wunschzettel zu schreiben.
Vielleicht sollte ich mir mal ein Limit setzen. Im Stil von „Erst wenn der Wunschzettel nur noch 100 Bücher enthält, darfst du neue draufsetzen.“ Vielleicht habe ich dann eine minimale Chance, jemals zumindest im zweistelligen Bereich anzukommen.

Wie handhabt ihr das? Führt ihr überhaupt eine Wunschliste? Setzt ihr euch ebenfalls Grenzen bei der Suche nach neuen Büchern? Oder ist es euch einfach egal? Habt ihr Geduld oder kauft ihr direkt alles, was euch gefällt und interessiert?

Ich freue mich sehr auf eure Antworten und Kommentare! 🙂

 
 

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