RSS

Schlagwort-Archive: Eltern

Wolfgang Herrndorf – Tschick

Rezensionsheader Tschick

Wolfgang Herrndorf beging am 26. August 2013 Selbstmord. Drei Jahre zuvor war bei ihm ein bösartiger Hirntumor (Glioblastom) festgestellt worden. Während dieser drei Jahre führte er ein Blog-Tagebuch namens „Arbeit und Struktur“, in dem er schonungslos offen seine Gedanken zum Alltag mit einer tödlichen Erkrankung festhielt. Ich habe es gelesen. Es war … intensiv. Schmerzhaft. Aber auch witzig und manchmal herrlich belanglos, mit hohem Suchtfaktor. Absolut lesenswert. Herrndorf war ein beeindruckender Mann. Zwischen fatalistisch-makabren Überlegungen, Bestrahlung und Chemotherapie gelang es ihm tatsächlich, zwei Bücher zu verfassen, darunter der hochgelobte Jugendroman „Tschick“. Dieser entstand, weil Herrndorf die grundlegenden Prinzipien der Bücher seiner Jugend modernisieren wollte: Schnell verschwundene erwachsene Bezugspersonen, eine große Reise und ein großes Gewässer. Nun, das große Gewässer ergab mitten in Ostdeutschland wenig Sinn, aber der Rest ist in „Tschick“ durchaus zu finden.

Die Sommerferien sind in vollem Gange und der 14-jährige Maik Klingenberg hat nichts, aber auch gar nichts vor. Seine Mutter ist mal wieder in der Entzugsklinik, sein Vater mit seiner Assistentin auf Geschäftsreise. Maik sitzt vollkommen allein im Haus seiner Familie und bläst Trübsal. Er richtet sich gerade richtig schön im Selbstmitleid ein, als eines Tages ein blauer, verbeulter Lada vor seiner Tür hält und sein Mitschüler Tschick aussteigt. Tschick heißt eigentlich Andrej Tschichatschow und wohnt in einem Assi-Plattenbau in Hellersdorf. Keine Ahnung, wie der es aufs Gymnasium geschafft hat. Vielleicht Erpressung. Schließlich ist er Russe. Der Wagen ist natürlich geklaut. Und obwohl Maik eigentlich ein anständiger Junge ist, willigt er ein, mit Tschick einfach draufloszufahren. Quer über Deutschlands Landstraßen, durch verlassene oder vergessene Ortschaften, ein Abenteuer, das ihnen haufenweise Ärger einbrockt, ihnen aber auch den Sommer ihres Lebens beschert.

👉 Weiterlesen

Werbeanzeigen
 
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Montagsfrage: Deine Usprünge als Bücherwurm?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Jetzt kann wohl niemand mehr leugnen, dass der Sommer bevorsteht. In Berlin haben wir gestern erstmals in diesem Jahr die 30-Grad-Marke geknackt. Ich bin ja nicht unbedingt ein Fan von diesen hohen Temperaturen und leide ziemlich darunter, dass sich unsere Wohnung so stark aufheizt. Wenn die Luft steht, bekomme ich schnell das Gefühl, zu ersticken. Deshalb hat mein Mann für 2019 vorgesorgt und bereits Anfang des Jahres ein Hitze-Survival-Kit zusammengestellt, das seit gestern zum Einsatz kommt. Wir sind stolze Besitzer von gleich zwei Ventilatoren, einer davon pustet mir gerade kühle Luft um die Ohren. Er wollte eigentlich eine Klimaanlage installieren lassen, aber ich habe mein Veto eingelegt, weil ich die Dinger absolut nicht mag. Sie sind teuer, umweltschädlich und trocknen die Luft aus, sodass ich regelmäßig Schwierigkeiten mit rissigen Schleimhäuten in der Nase bekomme. Deshalb die Ventilatoren. Unsere Geheimwaffe sind allerdings Rettungsdecken. Ihr wisst schon, diese große Folien, die auf einer Seite gold und auf der anderen silber sind, die man Unfallopfern umlegt, damit sie nicht auskühlen. Die hat mein Mann vor die Fenster geklebt, silberne Seite nach außen. Sie sollen das Sonnenlicht reflektieren und verhindern, dass sich die Wohnung aufheizt. Wir waren überrascht, wie stark die abdunkeln. Glücklicherweise leben wir in einem Altbau mit Doppelfenstern, weshalb wir die inneren Fenster, an denen die Decken festgeklebt sind, einfach öffnen können, um Licht reinzulassen, während die Hitze durch die äußeren Fenster ausgesperrt bleibt. Kommt die Sonne rum, können wir sie schließen und in einer angenehm kühlen Höhle sitzen. Soweit die Theorie. Ich hoffe sehr, dass das klappt. Nicht nur meinetwegen, sondern auch für Chilli, denn sie hat im letzten Sommer wirklich gelitten. Sie steckt die Hitze nicht mehr gut weg, seit sie alt ist und ich habe mir immer Sorgen gemacht, wenn sie allein war, weil sie dann nicht trinkt. Wenn wir die Innentemperatur niedrig halten können, ist das nicht mehr so problematisch. Also Sommer, fahr ruhig deine Waffen aus, wir sind bereit! 😀
Unberührt von der Hitze draußen mache ich mich jetzt von meiner Bat-Höhle aus an die Beantwortung der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise!

Wie bist du zum Lesen gekommen?

Auf diese durchaus interessante Frage muss ich heute eine langweilige Antwort geben. Ich durchlief die klassische Biografie eines Bücherwurms. Bücher und Geschichten haben schon immer zu meinem Leben gehört. Meine Eltern haben mir immer viel erzählt und vorgelesen, letzteres vermutlich sogar länger, als üblich ist. Der Anblick ihrer privaten Bibliothek im Wohnzimmer prägte mich seit meiner Geburt und ich begriff eine vielfältige Auswahl an Literatur in einem Haushalt als das Normalste der Welt, denn bei meinen Großeltern mütterlicherseits sah es nicht anders aus. Bei unseren Besuchen dort war es Gang und Gebe, dass ich mich irgendwann mit einem Buch (anfangs Bilderbücher und Comics, später Romane) auf die Couch zurückzog, während die Erwachsenen langweilige Gespräche führten. Ich wollte schnell lesen lernen und habe mich angestrengt, um die kryptischen Buchstaben in meinen Kinderbüchern zu meistern. Meine Klassenlehrerin in der Grundschule erkannte glücklicherweise meine Affinität und förderte mich, wann immer es ihr möglich war. Lesen fiel mir leicht, sowohl stilles Lesen als auch Vorlesen. Von allen Seiten wurde ich ermutigt, meine Liebe zu Büchern zu pflegen. Mir wurden Bücher geschenkt, ich wurde mit in Buchläden genommen und durfte mir was aussuchen, meine Mutter verschaffte mir meinen ersten Bibliotheksausweis. Ich konnte immer nach Lektüreempfehlungen fragen und es gab nichts, was ich nicht lesen durfte, obwohl ich mich erinnere, dass Mama manchmal sagte, ich sollte lieber noch warten, bis ich älter wäre. Kurz: ich wurde zum Bücherwurm erzogen. Mit Erfolg.

Dass ich ein Bücherwurm bis ins Erwachsenenaltern geblieben bin, rechne ich hingegen zu großen Teilen J.K. Rowling an. Ich wuchs mit HP auf, er begleitete mich durch meine schwierigen Teenagerjahre (der letzte Band erschien, als ich gerade 18 war) und ließ mich nie vergessen, wie wundervoll das Lesen und Bücher sind. Ich weiß nicht, wo ich heute stünde, wäre er nicht gewesen. Vielleicht hätte ich irgendwann einfach aufgehört, mich in Geschichten zu vergraben, trotz der Bemühungen meiner Familie. Ich verdanke ihm mindestens genauso viel wie meinen Eltern und diesen Dienst kann ich weder J.K. Rowling noch all den Menschen um mich herum, die darauf bestanden, dass ich weiterlese, jemals zurückzahlen.

Wie wurde aus dir ein Bücherwurm?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen hoffentlich nicht allzu heißen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Courtney Summers – All the Rage

Rezensionsheader All the Rage

Die kanadische Young Adult – Autorin Courtney Summers ist dafür bekannt, über schwierige Protagonistinnen zu schreiben, die schwierige Erlebnisse verarbeiten. Ihre Hauptfiguren werden eingangs oft als unsympathisch eingeschätzt. Das ist kein Zufall. Summers bemüht sich, realistische weibliche Charaktere zu konstruieren, die die gesellschaftliche Auffassung in Frage stellen, Mädchen müssten stets nett und liebenswürdig sein, um Empathie und Aufmerksamkeit zu verdienen. Sie zeigt bewusst komplexe Persönlichkeiten, keine Stereotypen und das schließt eben auch unangenehme Facetten ein. Mit „All the Rage“ übt Summers Kritik an der Rape Culture, die junge Frauen viel zu oft allein lässt.

Rote Lippen, rote Nägel. Ein Markenzeichen. Eine Rüstung, hinter der sich Romy Grey versteckt, weil ihr niemand glauben wollte. Seit sie öffentlich bezeugte, was ihr der Sohn der Sheriffs Kellan Turner antat, ist sie in der Kleinstadt Grebe als Lügnerin und Flittchen verschrien. Alle hassen sie, ihre Freunde wandten sich ab. Verletzt, zornig und der ständigen Beleidigungen müde ist ihr einziger Lichtblick ihr Job in einem kleinen Diner außerhalb des Orts. Hier kennt sie niemand, hier kann sie atmen. Doch eines Abends sitzt Penny an einem ihrer Tische – ihre ehemals beste Freundin, die sie zu dem Date überredete, das ihr Leben ruinierte. Die sie fallen ließ. Romy traut ihren Ohren kaum, als Penny ihr vorschlägt, Kellan anzuzeigen. Angeblich belästigte er auch andere Mädchen. Romy ist unfähig, zu reagieren. Einen Tag später wird Penny vermisst. Romy ahnt, dass ihr etwas Furchtbares zugestoßen ist. Sie muss sich entscheiden: wird sie schweigen oder wird sie kämpfen für all die jungen Frauen, die die Gesellschaft im Stich lässt?

👉 Weiterlesen

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Lauren Oliver – Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie

„Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie“ von Lauren Oliver begründete meine Liebe zu Young Adult – Literatur. Ich stolperte über diesen Roman, als ich gerade begann, meine Bibliothek zu organisieren, zu strukturieren und hemmungslos zu erweitern. Bücher spielten in meinem Leben immer eine Rolle, doch erst in dieser Phase fing ich an, mich wirklich für Literatur zu interessieren und mir eigenständig – ohne den Einfluss meiner Eltern – eine Sammlung aufzubauen. „Wenn du stirbst“ hatte erheblichen Anteil daran, dass ich Lesen als ernstzunehmendes Hobby begriff und war ein Meilenstein auf der niemals endenden Erforschung meines Literaturgeschmacks. Als ich im November 2018 für eine Challenge ein Buch lesen sollte, in der eine Figur denselben Tag wieder und wieder erlebt, beschloss ich daher, diese Aufgabe mit einem Reread dieses für mich sehr wichtigen Buches zu erfüllen.

Samantha Kingston starb am Abend des 12. Februars in einem Autounfall, der auch ihre drei besten Freundinnen Lindsay, Elody und Ally das Leben kostete. Deshalb ist Sam mehr als überrascht, als sie am nächsten Morgen einfach wieder in ihrem Bett aufwacht, als wäre nichts geschehen. War der Unfall ein Traum? Sam ist erleichtert und dankbar, am Leben zu sein, doch schon bald fallen ihr beunruhigend viele Parallelen auf. Es ist nicht morgen. Es ist exakt derselbe Tag, der 12. Februar. Wieder und wieder durchlebt Sam den Tag, an dem sie starb. Nichts ändert sich – nur sie selbst. Tief in ihrem Inneren weiß Sam, dass sie noch nicht bereit ist, zu gehen. Sie hat noch etwas zu erledigen. Ein Unrecht zu begleichen. Erst dann wird sie weiterziehen und Frieden finden können.

👉 Weiterlesen

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Kimberlee Ann Bastian – The Breedling & The City in the Garden

Kennt ihr die irische Legende von Stingy Jack? Vielleicht kennt ihr ihn als Jack O’Lantern, zu dessen Ehren an Halloween Kürbislaternen aufgestellt werden. Der Sage zufolge trickste Jack den Teufel am Abend vor Allerheiligen aus, sodass dieser niemals seine Seele beanspruchen würde. Als Jack starb, wiesen ihn sowohl Himmel als auch Hölle ab. Er wurde auf die kalte, dunkle Erde zurückgeschickt, um dort auf ewig unter den Sterblichen zu wandeln. Aber der Teufel hatte Mitleid mit ihm und schenkte ihm ein Stück Kohle, das Jack in einer ausgehöhlten Rübe aufbewahrte. Daraus leitete sich der Volksglaube ab, dass eine Rüben- oder Kürbislaterne vor dem Teufel und bösen Geistern schützt. Außerdem inspirierte die Legende die Autorin Kimberlee Ann Bastian dazu, ihren Debütroman „The Breedling & The City in the Garden“ zu schreiben, Auftakt der Reihe „The Element Odysseys“, den ich als Rezensionsexemplar via Netgalley erhielt.

Jahrhundertelang kannte Bartholomew nur die Grenzen seines Käfigs, in den ihn seine Meister als Strafe für seinen Ungehorsam sperrten. Der unsterbliche Seelenfänger traf eine Wahl. Er wählte den Widerstand, um ein Geheimnis zu schützen. Seiner magischen Kraft beraubt siechte er in seinem Gefängnis dahin, ohne Hoffnung auf Freiheit. Bis sich unerwartet eine Tür in die menschliche Welt öffnete und Bartholomew sich in einem Inferno wiederfand. Desorientiert und traumatisiert wäre er in den Flammen des brennenden Waisenhauses gestorben, hätte ihn nicht der junge Charlie Reese gerettet. Nun sind ihre Schicksale verknüpft. Unter Charlies Führung versuchen sie, in Chicagos Straßen der 30er Jahre einen Hinweis auf Bartholomews ursprüngliche Mission und das Geheimnis zu aufzuspüren, das er von seinen Meistern bewahrte. Doch Gefahren lauern an jeder Ecke und schon bald muss Bartholomew entscheiden, ob er bereit ist, für seinen Auftrag Charlies Seele zu riskieren.

👉 Weiterlesen

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Joyce Carol Oates – Black Girl / White Girl

Joyce Carol Oates’ Karriere als Schriftstellerin verlief ungewöhnlich gradlinig. Sie wurde 1938 geboren, las bereits als Jugendliche große Literaten wie Dostojewski, Faulkner und Hemingway und begann im Alter von 14 Jahren selbst zu schreiben. Sie studierte Englisch und Philosophie und veröffentlichte 1963, zwei Jahre nach ihrem Abschluss, ihren ersten Kurzgeschichtenband „By the North Gate“. Seitdem folgten über 40 Romane, mehrere Theaterstücke, Kurzgeschichtensammlungen, Novellen, Lyrik, Essays und biografische Schriften. Sie gilt als eine der bedeutendsten Autor_innen der US-amerikanischen Gegenwartsliteratur, wurde mehrfach für den Pulitzer-Preis nominiert und wird immer wieder als Anwärterin auf den Literatur-Nobelpreis gehandelt. Ich drücke ihr jedes Jahr die Daumen und lese mich frei nach Laune durch ihr umfangreiches Werk. „Black Girl / White Girl“ stand auf meiner Oates-Leseliste ganz oben.

Am 11. April 1975, am Abend ihres 19. Geburtstags, starb Minette Swift bei einem schrecklichen Unglück auf dem Campusgelände des Schuyler College. Sie war eine der wenigen afroamerikanischen Studentinnen, die angenommen wurden. Die Umstände ihres Todes blieben rätselhaft. 15 Jahre später versucht Minettes ehemalige Mitbewohnerin Genna Hewitt-Meade die Ereignisse vor dem Tod der jungen Frau zu rekonstruieren. Schon bald verstrickt sie sich in den schmerzhaften Erinnerungen an ihre eigene verwirrende Jugend, die vom komplizierten Verhältnis zu ihren Eltern geprägt war. Als Tochter eines Bürgerrechtsanwalts verstand sie es als ihre Pflicht, Freundschaft mit Minette zu schließen und sie notfalls vor negativen Einflüssen zu beschützen. Doch Minette stieß sie von sich. Erst als Erwachsene begreift Genna, dass Minettes Weigerung, sich auf sie einzulassen, möglicherweise ihr Leben rettete – während es Minette das Leben kostete.

👉 Weiterlesen

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Cecelia Ahern – The Gift

2018 habe ich mir vorgenommen, in der Weihnachtszeit endlich mal Weihnachtsbücher zu lesen. Da es mir immer schwerer fällt, Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen, hoffte ich, dass mir weihnachtliche Geschichten dabei helfen könnten. „The Gift“, ein Buch der Bestsellerautorin Cecelia Ahern, war eine naheliegende Wahl, denn es spielt nicht nur in der Weihnachtszeit, sondern befindet sich auch auf der Liste der modernen Klassiker der Bücherkultur-Challenge. Wie praktisch. Cecelia Ahern gehört sonst nicht zu meinen bevorzugten Autor_innen, weil ich sie in die Chic-Lit-Ecke sortiere, aber angesichts dessen, dass ich ihren Erfolgsroman „P.S. Ich liebe dich“ unerwartet gut fand, wollte ich es trotzdem mit „The Gift“ probieren.

Lou Suffern ist ein Überflieger. Er wohnt in einem eindrucksvollen Haus, fährt einen schnittigen Sportwagen und ist äußerst erfolgreich in seinem Beruf. Mit seiner Ehefrau Ruth hat er zwei bildhübsche Kinder. Doch sein rasanter Aufstieg der Karriereleiter fordert Opfer. Täglich kämpft Lou gegen die Uhr, um immer der Erste, der Beste zu sein. Er führt ein Leben auf der Überholspur und vernachlässigt für seine ehrgeizigen Ambitionen seine Familie. Bis er eines Tages kurz vor Weihnachten einem Obdachlosen einen Kaffee spendiert. Der Mann stellt sich als Gabe vor. Seine bemerkenswerte Auffassungsgabe imponiert Lou. Er besorgt ihm einen Job in der Poststelle seiner Firma. Diese Entscheidung beginnt er schnell zu bereuen. Gabe drängt sich nachdrücklich in sein Leben; ständig schaut er Lou über die Schulter, nervt ihn mit kryptischen Ratschlägen und wie gelingt es ihm eigentlich, an zwei Orten gleichzeitig aufzutauchen? Lou fühlt sich von Gabe bedroht. Er missversteht seine Absichten. Aber er wird verstehen. Schon bald. Denn Gabe macht Lou das wichtigste Geschenk überhaupt: Zeit.

👉 Weiterlesen

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Montagsfrage: Dein Lesehighlight 2018?

Huhu ihr Lieben! 🙂

So. Letzter Tag des Jahres. 2018 ist nun so gut wie vorbei. Was habt ihr heute vor? Feiert ihr eine fette Silvesterparty? Der Lieblingsmensch und ich pfeifen ja auf Silvester, uns ist das ganze Brimborium schnurzpiepegal. Eher ärgert mich die Knallerei, weil ich den Sinn darin einfach nicht erkennen kann. Ja, es ist ein alter Brauch, doch was daraus geworden ist, widerspricht meiner Meinung nach jeglicher Logik. Böller sollten meiner Ansicht nach verboten werden. Sie sind extrem gefährlich, sie produzieren Unmengen an Dreck und als Hundemama kann ich nicht ignorieren, welche Angst sie vielen Tieren einjagen. Chilli ist da glücklicherweise völlig immun, aber ich kenne in meinem Umfeld einige Hunde, die an und um Silvester komplett verstört sind. Der Hund meiner Schwester muss sediert werden, weil er sich vor Angst sonst selbst verletzt. Es ist nicht richtig, wie wir uns an Silvester verhalten und ich denke, das wissen auch all diejenigen, die für den freien Verkauf von Böllern mit wirtschaftlichen Faktoren argumentieren. Wie immer geht es in Wahrheit darum, nicht für das höhere Wohl verzichten zu wollen. Ich bin dafür, Feuerwerk nur noch professionell durchführen zu lassen und den Privatgebrauch zu verbieten.
Für mich ist demzufolge heute ein ganz normaler Montag, ich gehe nachher noch arbeiten und werde den Abend mit ein paar Freunden vor dem Fernseher mit Pizza und Bier verbringen. An einem ganz normalen Montag beantworte ich die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise, also widme ich mich dieser auch heute.

Was war dein Lesehighlight 2018?

Argh, das ist eine Frage, die vermutlich alle eifrigen Bücherwürmer am Ende eines Jahres fürchten. Die Entscheidung fällt immer so schwer. Aber gut, wenn es denn sein muss, werfen wir doch mal einen kurzen Blick auf mein Lesejahr 2018.
Gefühlt war 2018 lektüretechnisch für mich eher durchschnittlich. Ob das tatsächlich so ist, wird erst mein Jahresrückblick zeigen, in dem ich wie immer fröhlich mit Statistiken herumspielen werde, aber emotional habe ich den Eindruck, dass weniger 5- und 4-Sterne-Bewertungen dabei waren, als in den letzten Jahren. Dennoch gab es eine Handvoll Bücher, die sich eine Spitzenbewertung verdienten: „The Run of His Life: The People V. O.J. Simpson“ von Jeffrey Toobin, „Ruin“ und „Wrath“ von John Gwynne, „Der Finder“ von Michael Schreckenberg und natürlich „Das Weihnachtswunder des Henry N. Brown“ von Anne Helene Bubenzer. All diese Bücher erfüllten in mir ganz unterschiedliche Bedürfnisse und erreichten mich auf unterschiedlichen Ebenen. Doch das Buch, das 2018 meinem Empfinden nach alle anderen in den Schatten stellte, weil es mir die Augen öffnete und mich elektrisierte, war „The Power“ von Naomi Alderman.

„The Power“ ist die Zukunftsvision einer weiblichen Weltherrschaft. Es ist ein brutal realistisches Buch, das all meine romantischen, sexistischen Träume davon, wie die Welt aussähe, wären Frauen „an der Macht“, an der Wurzel packte und unnachgiebig herausriss. Es ist ein Buch, dass die Wahrheit über das menschliche Wesen mitleidlos ehrlich offenlegt und in diesem Sinne ein Meisterstück feministischer Literatur. Ich fand es hervorragend, denn ist eines der sehr seltenen Werke, die ein Leben und eine Weltanschauung wirklich zu verändern vermögen. Mich hat es verändert. Es desillusionierte mich mit intellektuellem Scharfsinn und emotionaler Integrität. Ich empfahl es sofort vehement meinen Eltern und meiner Schwester, was für ein Buch in etwa einem Ritterschlag gleichkommt. Ich möchte es auch euch empfehlen. Nein, das stimmt nicht ganz. Ich möchte es euch aufdrängen, euch alle mit diesem Buch in einen Raum sperren und euch erst wieder rauslassen, wenn ihr es gelesen habt. Ich möchte es zur verpflichtenden Lektüre für jeden Menschen auf der Welt ernennen. So gut ist es. Glücklicherweise besteht bereits ein respektabler Hype um „The Power“, dem ich mich ausnahmsweise einmal anschließen kann. Der Hype ist mehr als verdient. Auf Deutsch heißt es „Die Gabe“, also gibt es für deutsche Leser_innen keine Ausreden. Lauft los und kauft es. Jetzt. Dann wird es vielleicht auch euer Jahreshighlight. 😉

Welches Buch war euer Lesehighlight im Jahr 2018?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen fabelhaften letzten Tag im Jahr 2018! Rutscht gut und sicher rüber und passt in dieser wilden Nacht auf euch auf. Ich sehe euch im nächsten Jahr wieder! 😀
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Wohltätigkeitsaktion Tugenden für den guten Zweck: Auswertung

Hallo ihr Lieben!

Geschafft. Weihnachten ist vorbei. Ich hoffe, ihr hattet alle ein schönes Fest und konntet die Zeit mit euren Liebsten genießen. Für uns war es wieder einmal ein Familienmarathon, wir waren alle drei Tage unterwegs. Leider ist das immer sehr anstrengend, weshalb wir entschieden haben, es nächstes Jahr irgendwie anders zu machen und das Programm auf zwei Tage zu beschränken. Wir wissen noch nicht, wie, aber es kann nicht sein, dass wir Weihnachten eigentlich immer nur müde sind und kaum zur Ruhe kommen. Schauen wir mal, welche organisatorischen Möglichkeiten sich ergeben. Uns wird schon was einfallen. 🙂

Da das nächste Weihnachtsfest allerdings noch in weiter Ferne liegt, widmen wir uns jetzt doch lieber der Gegenwart. Heute möchte ich mein Versprechen einlösen und die Auswertung meiner Wohltätigkeitsaktion „Tugenden für den guten Zweck“ vornehmen.

👉 Weiterlesen

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Merrill Markoe – Mein Geburtstag und andere Katastrophen

Ich habe keine Ahnung, wie es „Mein Geburtstag und andere Katastrophen“ von Merrill Markoe in mein Bücherregal geschafft hat. Das Buch passt so gar nicht in mein Beuteschema, daher vermute ich, dass es irgendwann einmal Gegenstand einer Rettungsmission war. In meiner Teenagerzeit habe ich häufig Bücher mitgenommen, die andernfalls auf dem Müll gelandet wären, unabhängig vom Inhalt. Das heißt, ich besitze dieses Buch schon sehr, sehr lange. In den letzten Jahren zweifelte ich daran, ob ich es jemals lesen würde, aber die heutige Rezension beweist, dass jedes Buch seine Zeit hat. Selbst ein Chic-Lit-Roman, der meinem Geschmack eigentlich widerspricht.

Wie ist es nur möglich, dass jedes Jahr gleich verläuft? Es kann doch nicht sein, dass man als erwachsene Frau von 36 Jahren ständig dieselben Fehler wiederholt und sich von den spitzen Kommentaren nörgelnder Eltern, gutmeinenden Ratschlägen ahnungsloser Freundinnen und verwirrenden Signalen kryptischer Männer langsam in den Wahnsinn treiben lässt. Etwas muss sich ändern! Eine neue Tradition muss her: einmal im Jahr, am Geburtstag, einen Brief an sich selbst zu verfassen, das Jahr Revue passieren zu lassen und sich daran zu erinnern, was man alles nicht mehr tun wollte, klingt wie eine gute Idee. Bestandsaufnahme und Vorsatzsammlung in einem. Dummerweise ist es gar nicht so leicht, sich zu ändern. Katastrophen scheren sich nicht um gute Vorsätze. Da helfen nur noch entschlossenes Krisenmanagement und der feste Glauben daran, dass irgendwann alles besser wird. Wird es doch, oder?

👉 Weiterlesen

 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - 11. Dezember 2018 in Chic-Lit, Rezension, Romantik

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

 
%d Bloggern gefällt das: