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Tyrolin Puxty – Broken Dolls

2016-05-26 - Puxty Broken Dolls

„Broken Dolls“ ist der Debütroman der australischen Autorin Tyrolin Puxty. Puxty blickt auf einen bunten Lebenslauf zurück und war in ihrer Heimat vor der Veröffentlichung ihres Erstlings eine erfolgreiche Songwriterin. Auf Amazon erreichte „Broken Dolls“ Platz 1 der Bestsellerliste; mir begegnete das Buch allerdings bei Netgalley. Wie so oft auf dieser Plattform fiel es mir aufgrund des Covers ins Auge – der Klappentext besiegelte meine Entscheidung, mich zu bewerben. Die Idee des Romans klang frisch und originell; ich wollte die Geschichte dazu unbedingt kennenlernen.

Ella ist eine Puppe. Einst war sie wohl ein Mensch, doch nun lebt sie bereits seit Jahren auf dem Dachboden des Professors. Sie kann ihre Zeit verbringen, wie es ihr beliebt. Der Professor kümmert sich gut um sie. Nur nach draußen darf sie nicht. Es ist zu gefährlich. Ella könnte zerbrechen. Sie kann sich nicht entsinnen, jemals unglücklich gewesen zu sein. Es macht ihr nichts aus, eine Puppe zu sein – zumindest nicht, bis Lisa in ihr Leben tritt. Die wilde Gothic-Puppe ist völlig anders als Ella und eindeutig verrückt. Von der ersten Sekunde an spinnt sie haarsträubende Verschwörungstheorien; bezeichnet den Professor gar als ein Monster, das junge Mädchen entführt und in Puppen verwandelt, um seiner perversen Sammelleidenschaft zu frönen. Natürlich glaubt Ella diesen hanebüchenen Unsinn nicht. Der Professor ist ein guter Mann, davon ist sie fest überzeugt. Aber wieso antwortet er auf keine ihrer Fragen nach ihrer Vergangenheit? Was verschweigt er ihr? Als der Professor plant, Ellas beste Freundin, seine eigene Enkelin Gabby, ebenfalls in eine Puppe zu verwandeln, kann Ella nicht tatenlos zuschauen. Sie muss ihn aufhalten. Selbst wenn es bedeutet, sich den dunklen Geheimnissen ihres Lebens zu stellen.

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Pittacus Lore – The Rise of Nine

2015-09-25 - Lore The Rise of Nine

Pittacus Lore ist ein Pseudonym. Nicht überraschend, wenn man bedenkt, dass über den Autor in den Büchern der Reihe Lorien Legacies steht, er sei der regierende Älteste des Planeten Lorien, befände sich aber zur Zeit auf der Erde, um sich auf den alles entscheidenden Krieg gegen die Mogadorians vorzubereiten. Er wird auch in der Geschichte hin und wieder erwähnt. Hinter dem Pseudonym stehen der polarisierende Autor James Frey sowie mehrere Ghostwriter_innen. Die Identität letzterer ist Großteils unbekannt; sicher ist nur, dass der ehemalige Student Jobie Hughes an den ersten beiden Bänden der Reihe beteiligt war. Wie intensiv Frey selbst tatsächlich noch am Schreiben der Romane mitwirkt, ist ebenfalls nicht nachvollziehbar. Ich finde es schade, dass ich nicht weiß, wem ich den dritten Band „The Rise of Nine“ nun eigentlich zu verdanken habe.

Setrákus Ra, der furchteinflößende Anführer der Mogadorians, hat die Erde erreicht. Nun ist es wichtiger denn je, dass die Mitglieder der Garde zu einander finden. Nur gemeinsam haben sie eine Chance, ihn zu besiegen.
John und Nine konnten dem Versteck der Mogs in West Virginia knapp entfliehen, doch sie mussten Sam zurücklassen. Obwohl John ihn am liebsten sofort befreien würde, bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich mit Nine zu arrangieren und mit ihm zu reisen.
Six, Marina, Ella und Crayton fliegen währenddessen ans andere Ende der Welt. Sie hoffen, in Indien Nummer Acht ausfindig machen zu können.
Tausende Kilometer trennen die Lorianer. Der Aufenthaltsort von Nummer Fünf ist noch immer unbekannt. Können sie Setrákus Ra trotzdem die Stirn bieten?

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4 Kommentare

Verfasst von - 23. Oktober 2015 in Rezension, Science Fiction, Young Adult

 

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Kate Jarvik Birch – Perfected

„Perfected“

birch - perfected

Reihe: PET #1 (???)

Autor: Kate Jarvik Birch

Format: Hardcover

Seitenzahl: 304

Verlag: Entangled Teen

Sprache: Englisch

ISBN: 1622662687

Genre: Science Fiction > Dystopie > Young Adult

ausgelesen am: 31.07.2014

Bewertung:

Der Ruhm für die Entdeckung von „Perfected“ gebührt nicht mir, sondern der fabelhaften Lillie von {Bookraptured}. Dank ihrer begeisterten Rezension bekam ich ebenfalls Lust, das Buch zu lesen und bestellte es bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit gleich mit. Ich versuche sonst, mich nicht so sehr von Covern beeinflussen zu lassen, aber im Fall von „Perfected“ muss ich mal eine Ausnahme machen. Ist das Cover nicht wunderschön? Wäre ich ohne Lillies Hilfe darüber gestolpert, dieses Cover hätte mein Interesse sofort geweckt. Außerdem passt es auch perfekt zur Geschichte.

Die 16 – jährige Ella weiß, dass ihr Leben nur einem einzigen Zweck dient: ihre Besitzer zufrieden zu stellen. Denn dafür wurde sie gemacht. Seit die Regierung ein umstrittenes Gesetz verabschiedet hat, dass es erlaubt, genetisch perfektionierte Mädchen als Haustiere zu halten, geben die Reichen und Berühmten eine Menge Geld dafür aus, sich solche „Familien Gefährten“ als Statussymbole zuzulegen. Ella wird an einen Mann verkauft, der maßgeblich an der Zulassung dieses Gesetzes im amerikanischen Repräsentantenhaus beteiligt war. Doch all ihre Schulung konnte sie nicht darauf vorbereiten, was sie in dessen Haus erwartet: sein Sohn Penn. Penn allein erkennt, dass Ella mehr als nur eine perfekte Fassade ist und erobert ihr Herz, obwohl ihr solche Gefühle verboten sind. Ella weiß, dass sie mit dem Feuer spielt, denn als Haustier ist sie auf Gedeih und Verderb ihrem Besitzer ausgeliefert. Stück für Stück beginnt sie zu verstehen, dass hinter ihrem verhätschelten und oberflächlichen Leben dunkle Abgründe lauern. Ella muss sich entscheiden: wählt sie die Liebe und somit die Freiheit oder bleibt sie bei der Familie des Abgeordneten und wählt eine fragile Sicherheit?

Es hat mich zutiefst beeindruckt, wie es Kate Jarvik Birch gelungen ist, eine bedrohliche Perspektive so zart und zerbrechlich wirken zu lassen. Haustier zu sein bedeutet in ihrer ruhigen Dystopie, ein Leben als Sklavin zu führen. Mit besserer Behandlung zwar, doch ohne jegliche Entscheidungsgewalt. Ella akzeptiert dieses Leben, denn sie kennt einfach nichts anderes. Ihre Ich-Perspektive ist es, die der Geschichte eine unschuldige, reine, aber auch naive Note gibt. Ellas Blickwinkel hat Birch intensiv und konsequent ausgearbeitet. Viele Hintergründe sind angedeutet, aber nur wenig wird deutlich ausgesprochen, denn niemand macht sich die Mühe, ihr etwas zu erklären. Ab und zu dachte ich, Ella müsste nur einmal hinter den Schleier der Verhätschelung sehen und hätte alle Antworten zu den Ungereimtheiten in ihrem Dasein als Haustier direkt vor der Nase. Die Verbindungen und Fakten sind da, Birch gestattet Ella nur nicht, sie zu sehen und überlässt es auch den LeserInnen selbst, sie zu erkennen. Ich fand das brillant, es hat mir solchen Spaß gemacht, die Puzzleteile zusammen zu setzen. In meinen Augen ist der Roman genau deswegen rund, weil eben nicht alles auf einem Silbertablett präsentiert wird und sich so viel zwischen den Zeilen abspielt.
In der Goodreads – Beschreibung steht, dass „Perfected“ ein Buch über die Macht der Liebe ist. Ich sehe das ein wenig anders. Ja, Liebe ist ein wichtiges Thema, aber ich glaube, das eigentliche Hauptthema ist der freie Wille. Ella wurde genetisch manipuliert; sie wurde mit dem Ziel gedrillt, unbedingten Gehorsam zu erreichen – aber all das konnte ihr ihren freien Willen nicht nehmen oder ihn brechen. Ella ist kein Roboter, sie ist ein Mensch; fähig zu Entscheidungen, Zweifeln und mit einem Gewissen ausgestattet. Diese Eigenschaften sind stärker als Befehle und solange die GenetikerInnen sie nicht wegzüchten können, ist ihre Vorstellung von Perfektion eine Illusion. Ich liebe dieses Motiv, vor allem, weil die Autorin Birch damit nicht pathetisch umgegangen ist, sondern es subtil in die Geschichte verwoben hat. Es liegt wie eine Meta-Botschaft ganz dicht unter der Oberfläche und ähnelt damit wiederum Ellas Figur an sich. Alles fügt sich herrlich in einander.
Als ich „Perfected“ ausgelesen hatte, trieb mich die Frage um, ob ich mir eine Fortsetzung wünsche. Ich kam zu dem Schluss, dass sich in mir zwei Parteien gebildet haben: ein kleiner Teil, der sich einen zweiten Band aus bekannten Gründen wünscht – Bindung an die Charaktere, Neugier, das Übliche eben. Doch der größere Teil möchte, dass diese Geschichte genauso bleibt wie sie ist, mit allen unbeantworteten Fragen. Ich finde, in ihrer Unvollkommenheit ist sie perfekt.
Erst heute habe ich zu dem Thema Fortsetzung recherchiert. Es wird einen zweiten Band geben. Kate Jarvik Birch schreibt es selbst auf ihrer Goodreads – Profilseite. Mich enttäuscht das ein wenig. Aber da der kleine Teil jetzt jubiliert, werde ich die Fortsetzung selbstverständlich trotzdem lesen.

„Perfected“ ist eine leise YA Dystopie, deren Bedrohung von dem ausgeht, was zwischen den Zeilen steht. Kate Jarvik Birch vertraut ihren LeserInnen und lässt sie selbstständig mit der Geschichte arbeiten. Ich denke, dieses Buch ist die passende Lektüre für all diejenigen, die auch einer verletzlichen Protagonistin zutrauen, am Ende die Heldin des Tages zu sein. Ella schwingt keine Waffen, sie erlebt keine wilden Abenteuer. Stattdessen kämpft sie gegen eine Gegnerin, die vermutlich die furchteinflößendste von allen ist: sich selbst.
Danke liebe Lillie für den Hinweis auf ein wunderschönes Buch.

 
6 Kommentare

Verfasst von - 16. August 2014 in Dystopie, Science Fiction, Young Adult

 

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