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Schlagwort-Archive: Elfen

Dale Lucas – First Watch

Eine Mischung aus „Herr der Ringe“ und „Lethal Weapon“ – so beschreibt Dale Lucas seinen Roman „First Watch“. Der Auftakt der Reihe „The Fifth Ward“ vereint die Action eines Cop Buddy – Films mit den klassisch-epischen Elementen eines High Fantasy – Schmökers. Ich verrate euch ein Geheimnis: ich liebe die Lethal Weapon“-Filme. Riggs und Murtaugh sind für mich der Inbegriff des cineastischen Ermittler-Duos, das ich seit meiner Kindheit feiere. Ich konnte nicht widerstehen, ihre HF-Äquivalente kennenzulernen und stürzte mich mit Freuden auf „First Watch“.

Sich der Stadtwache Yenaras anzuschließen, um aus dem Gefängnis freizukommen, schien Rem eine brillante Idee zu sein. Schließlich wollte er keinesfalls noch länger hinter Gittern versauern und brauchte dringend einen Job. Doch als er seinen Partner kennenlernt, beschleicht ihn das Gefühl, dass seine spontane Entscheidung vielleicht nicht ganz so raffiniert war. Der polternde, übellaunige Zwerg Torvald ist alles andere als begeistert, sich um den Frischling kümmern zu müssen. Widerwillig schleppt er Rem in die Straßen der multikulturellen Metropole, in der Orks mit Drogen dealen, Magier_innen ihren dubiosen Geschäften nachgehen und die Präfekten der Bezirke offen ihre Feindseligkeit für einander ausleben. Unter der grimmigen Führung Torvalds erlebt Rem einen turbulenten ersten Tag, dessen trauriger Höhepunkt ihn am Ende ihrer Schicht erwartet. Unter einer Brücke wird eine Leiche entdeckt. Torvald genügt ein Blick, um festzustellen, dass es sich bei dem Toten um seinen Stammpartner Freygaf handelt. Er wurde ermordet. Wer würde ein Mitglied der Stadtwache heimtückisch umbringen und warum? In welche schmutzigen Geheimnisse war Freygaf verwickelt? Hängt sein Tod mit dem Verschwinden mehrerer Töchter und Söhne aus wohlhabenden Familien zusammen? Torvald schwört, Freygafs Mörder aufzuspüren und Rache zu nehmen. Rem hat keine andere Wahl, als seinen Partner bei seiner Jagd zu unterstützen. Mitgehangen, mitgefangen.

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Verfasst von - 6. März 2018 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Richard Schwartz – Das blutige Land

2016-09-15-schwartz-das-blutige-land

Havald, Engel des Soltar, der Wanderer, ist endlich wieder er selbst. Nach seiner Wiedererweckung sind seine Erinnerungen nun vollständig zurückgekehrt – und mit ihnen Havalds unkonventionelle Art und Weise, Probleme zu lösen. Während die Truppen des Nekromantenkaisers Illian weiterhin bedrohen und Askirs Militär nicht schnell genug aufgerüstet und ausgebildet werden kann, um gegen sie im Feld zu bestehen, reist Havald als einfacher Rekrut unerkannt in die Ostmark. Seit Jahrhunderten ist die Ostmark Schauplatz heftiger Auseinandersetzungen mit den Barbaren, die immer wieder gegen die Bollwerke des Reiches anrennen. Warum, weiß niemand. Die Kämpfe bündeln Truppen und Ressourcen, die gerade jetzt dringend benötigt werden. Havald glaubt, dass der Schlüssel zur Befriedung der Ostmark im Verständnis der Motivation der Barbaren liegt. Die Stämme müssen geeint werden, um den Einfluss des Nekromantenkaisers auszuhebeln, der seinen schwarzen Schatten bereits auf das ungastliche Land wirft und mit süßen Versprechungen lockt. Hoffnung prophezeit die Legende eines uralten Artefakts: eine Krone, geschmiedet von Elfen, die ihrem Träger die Herrschaft über die Stämme verleihen soll. Doch die Krone wurde zerbrochen, die Bruchstücke in alle Winde zerstreut. Wird Havald die Stücke ausfindig machen und wieder zusammensetzen können, um der Ostmark den Frieden zu bringen, den sie seit Jahrhunderten verdient?

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Boris B.B.B. Koch – Die Anderen

2016-06-30 - Koch Die Anderen

„Die Anderen“ von Boris Koch ist der Beweis dafür, dass ein gut gefülltes Bücherregal samt monströsem SuB meiner Ansicht nach ein Segen ist. Nachdem ich „Die Abschaffung der Arten“ von Dietmar Dath gelesen hatte, musste ein leichte, lockere Lektüre her, die ich mir für jede meiner Challenges anrechnen konnte. Ich brauchte einen High Fantasy – Roman von einem deutschen Autor oder einer deutschen Autorin mit einem grünen Cover. Vier Anforderungspunkte sollten erfüllt sein. Mit meiner Privatbibliothek ist das kein Problem. „Die Anderen“ passte einfach perfekt, weshalb ich mich von etlichen negativen bzw. durchschnittlichen Rezensionen nicht einschüchtern ließ.

Das Orakel. Die Prophezeiung. Ein unbekanntes Volk, das die Welt bedroht und nur durch die Zusammenarbeit der vier Völker besiegt werden kann. Der Stoff, aus dem Helden gemacht sind!
Halt, halt, halt! Zusammenarbeit? Helden? Dass ich nicht lache! Zweckgemeinschaft egoistischer Chaoten trifft es eher. Zwei Elfen, die ihre Angebetete aus der Verbannung retten wollen, ein Trupp Orks, der sich bei der sadistischen Königin einzuschmeicheln versucht, ein Troll, der Medizin für den erkälteten Finstergeist des Berges sucht und zwei Zwerge, der eine auf der Suche nach seiner Herkunft, der andere auf einer obsessiven Mission zur Vernichtung aller Monos, gehen wohl kaum als Weltrettungskommando durch. Oder doch? Was als loser Verbund individueller Ziele begann, entwickelt sich schnell zu einer Gemeinschaft, die mit allen Wassern gewaschen ist. Sind sie bereit, es mit dem gefährlichsten Feind aufzunehmen, den die Welt je gesehen hat? Sind sie bereit für die Anderen?

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Verfasst von - 21. Juli 2016 in Fantasy, High Fantasy, Humor, Rezension

 

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Jim C. Hines – Rotkäppchens Rache

2015-08-31 - Hines Rotkäppchens Rache

Jim C. Hines ist ein Vorbild. Er ist ein Vorbild, weil er sich aktiv und mutig mit einem Thema auseinander setzt, das am liebsten tot geschwiegen und ignoriert wird: Vergewaltigung. Er ist geschulter Krisenberater, schrieb Artikel und Essays und veranstaltete jahrelang Kurse. Er betrieb Aufklärung und Sensibilisierung, bot Betroffenen Unterstützung, Schutz und Hilfe jeglicher Art an und lernte die Täter kennen. Auf seiner Website können interessierte LeserInnen einige seiner Artikel einsehen (HIER). Ich habe mir die Mühe gemacht, sie alle zu lesen. Seitdem ist er meiner Meinung nach nicht nur ein Vorbild, sondern auch ein Held des Alltags. Weil er hinsieht. Weil er gegen dieselben widerwärtigen Vergewaltigungsmythen kämpft, über die ich selbst auch schon geschrieben habe. Und weil er sich traut, das Thema Vergewaltigung auch in seiner Fantasy-Reihe Die Todesengel sensibel auf den Tisch zu bringen.

Als die Lady von der Roten Kappe ist sie im ganzen Land bekannt. Jeder kennt ihre Geschichte: als kleines Mädchen wollte sie ihre Großmutter im Wald besuchen, kam vom Wege ab, wurde vom Wolf bedroht und in letzter Minute vom Jäger gerettet. Ganz so ist es jedoch nicht gewesen. Jetzt ist Roudette die Jägerin – eine Assassine, eine Auftragsmörderin. Eines Tages sendet sie Danielle Whiteshore, Prinzessin von Lorindar und landläufig Aschenputtel genannt, eine Botschaft. Sie lädt Danielle dazu ein, der Ermordung ihrer Stiefschwester Charlotte beizuwohnen. Sofort befindet sich der Palast in heller Aufregung, denn die Einladung ist ganz offensichtlich eine Falle. Gemeinsam mit ihren Freundinnen Talia und Schnee entscheidet Danielle, kein Risiko einzugehen. Stattdessen wollen sich Talia und Schnee mit Roudette treffen. Doch die Lady von der Roten Kappe überlässt nichts dem Zufall. Die Einladung ist eine Falle – allerdings nicht für Danielle, sondern für die einzige Frau, die je einen Kampf mit ihr überlebte: Talia.

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Verfasst von - 7. Oktober 2015 in Fantasy, Märchen, Rezension

 

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Monthly Love: 5 Gründe Lycidas zu lieben

Monthly Love

Hallo ihr Lieben! 🙂

Diesen Monat bin ich durch meine Blogpause für Monthly Love ziemlich spät dran. Aber besser spät als nie, nicht wahr?
Monthly Love ist eine Aktion, die von Friederike auf ihrem Blog Friedelchens Bücherstube veranstaltet wird. Jeden Monat stellen wir ein Buch vor, das man einfach lieben muss und das das Fangirl in uns völlig durchdrehen lässt. HIER erfahrt ihr alles, was ihr über die Aktion wissen müsst und wie ihr teilnehmen könnt. Durch einen Klick aufs Logo gelangt ihr zum September-Sammelpost der Aktion.

Diesen Monat habe ich mich für ein Buch entschieden, das ich schon mehrfach gelesen habe und vermutlich auch immer wieder lesen werde. Es ist der Auftakt einer Tetralogie und steht stellvertretend für die gesamte Reihe. Die Geschichte beflügelt meine Fantasie bei jedem Re-Read aufs Neue und ist meiner Meinung nach das Beste, was der Autor je zu Stande gebracht hat.

Welches Buch ich ausgewählt habe, erfährst du HIER

 
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Verfasst von - 24. September 2015 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Timothy Carter – Dämonenhunger

„Dämonenhunger“

dämonenhunger

Autor: Timothy Carter

Originaltitel: Epoch

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 304 Seiten

Verlag: Droemer Knaur

Sprache: Deutsch

ISBN: 3426503328

Genre: Fantasy > Urban Fantasy & Humor

ausgelesen am: 01.02.2015

Bewertung:

Auf den Autor Timothy Carter stieß ich zum ersten Mal auf dem Mängelexemplar-Grabbeltisch einer Bahnhofsbuchhandlung. Dort fiel mir sein Buch „Böser Engel“ in die Hände. Ich fand es originell und zum Schießen komisch, weshalb ich unbedingt weitere Romane aus Carters Feder lesen wollte. So kam ich zu „Dämonenhunger“. Über den Autor selbst konnte ich leider kaum etwas herausfinden; offenbar ist er einer der letzten Menschen, die zwar im öffentlichen Leben stehen (zumindest halbwegs), über die es aber keinen Wikipedia-Artikel gibt. Droemer Knaur beschreibt seine Bücher als „schnell, actionreich und voller rabenschwarzem Humor“, was ich durchaus so unterschreiben kann. Nachdem ich in „Böser Engel“ bereits gelernt hatte, wie man mit schwierigen himmlischen Boten umgeht, freute ich mich nun darauf, in „Dämonenhunger“ herauszufinden, wie man den Weltuntergang überlebt.

Als Vincent Drear sein Schulprojekt zum Thema „Weltuntergang“ vorstellt, hätte er niemals damit gerechnet, dass er ihn bald selbst erlebt. Ebenso wenig hätte er je vermutet, dass es Elfen, Feen und Dämonen wirklich gibt. Nun muss er sich schnell mit beidem abfinden, denn die Menschheit hat nur noch wenige Tage auf Erden. Doch es gibt Hoffnung. Über Portale sollen sich zumindest einige Menschen retten können. Eigentlich hätten sie den Ruf dieser Portale längst vernehmen sollen, aber irgendetwas blockiert ihren Sog. Mithilfe seiner Freunde muss Vincent herausfinden, was es ist, um zu verhindern, dass die letzte Chance der Menschen verfällt und alle, die er kennt und liebt, von Dämonen gefressen werden.

„Dämonenhunger“ ist witzig, aber nicht so witzig. Es ist originell, aber nicht so originell. Es ist ein typisches Schulterzucken-Buch. Es hat mich einigermaßen gut unterhalten, unterm Strich spielt es für mich jedoch keine große Rolle, ob ich es gelesen habe oder nicht. Vielleicht lagen zwischen „Böser Engel“ und „Dämonenhunger“ zu viele Jahre in denen meine Ansprüche gestiegen sind, wahrscheinlicher ist allerdings, dass es einfach nicht so gut ist wie Carters erster Roman.
Gefühlt besteht das Buch aus einer absurden Prügelszene nach der anderen. Menschen prügeln sich mit Elfen, Feen mit Dämonen, Dämonen mit Elfen und so weiter und so weiter und so fort. Natürlich gibt es eine Handlung, aber diese wird von all den Schlägereien völlig überdeckt. Darüber hinaus empfand ich es als äußerst dialoglastig, sodass ich oft Probleme hatte, mich in neuen Situationen zurecht zu finden. Beispielsweise landet der Protagonist Vincent im Laufe der Geschichte im Krankenhaus, weil er eine schwere Verletzung im Brustbereich hat. Ich habe nie erfahren, wie schlimm verletzt er wirklich ist und was für eine Verletzung das eigentlich ist, weil Carter es nicht für nötig hielt, mich darüber aufzuklären. Für mein Verständnis wäre es aber wichtig gewesen, weil ich auf diese Weise nicht ausloten konnte, wie kampffähig Vincent ist und wie sehr ihn die Strapazen seiner Bemühungen belasten. Ich könnte auch keine verlässliche Charakterbeschreibung von ihm anfertigen; eigentlich weiß ich nicht einmal richtig, wie er aussieht. Meiner Meinung nach hat Timothy Carter viel zu viel Wert darauf gelegt, lustig zu sein und möglichst unwahrscheinliche Handlungsabläufe zu konzipieren und vergaß darüber, seinen Figuren Tiefe zu verleihen. Carters Humor ist dabei in „Dämonenhunger“ für meine Begriffe zu aufdringlich; seine Szenen glänzen nicht mit lockerer, natürlicher Absurdität, sondern sind stark gekünstelte Darstellungen. Statt seine Figuren in die eine oder andere Richtung zu zwingen, hätte Carter ihnen mehr Raum zur Entfaltung zugestehen sollen – die Lacher wären dann ganz von selbst gekommen, davon bin ich überzeugt.
Nichtsdestotrotz fand ich Carters Idee des Weltuntergangs interessant, weil sie gar nicht so unlogisch ist. Er schlägt vor, dass jede Spezies ihre Epoche (daher auch der Originaltitel „Epoch“) hat; ist diese abgelaufen, wird die Erde von der Putztruppe des Universums gesäubert: den Dämonen. Diese sind eher putzig als wirklich bedrohlich, vor allem aufgrund ihres knubbeligen Körperbaus (s. Cover), aber ihren Job machen sie wohl seit Jahrhunderten ziemlich gut. Mir gefällt die Vorstellung, dass es so funktionieren könnte und warum auch nicht? Unser Verständnis der Welt ist ja doch reichlich begrenzt, wer weiß schon mit absoluter Sicherheit, was vor uns war? Vielleicht ist die Erde viel älter, als wir glauben; warum sollte sie nicht einst von Elfen und Feen bevölkert gewesen sein? Timothy Carter scheint jemand zu sein, der ähnlich wie ich an solche Fantasien glauben mag, was ihn mir definitiv sympathisch macht.

„Dämonenhunger“ ist ein Buch, das man nicht lesen muss, das aber für nette Unterhaltung sorgt. Für Zwischendurch zum Abschalten ist es sicher nicht schlecht, feinsinnigen Humor dürft ihr allerdings nicht erwarten. Es ist eher plakativ und oberflächlich. Ich denke nicht, dass ich Timothy Carters Schaffen weiter verfolgen werde; es gibt genug andere AutorInnen, die meinem Sinn für Humor mehr entsprechen. Sollte ich den Weltuntergang jedoch tatsächlich eines Tages erleben, werde ich dafür sorgen, dass Insektenvernichtungsmittel im Haus ist. Man kann ja nie wissen. 😉

 

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Karen Mahoney – Iron Witch: Das Mädchen mit den magischen Tattoos

„Iron Witch: Das Mädchen mit den magischen Tattoos“

Iron-Witch

Reihe: The Iron Witch #1

Originaltitel: The Iron Witch

Autor: Karen Mahoney

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 317 Seiten

Verlag: Baumhaus

Sprache: Deutsch

ISBN: 3843201196

Genre: Fantasy > Urban Fantasy > Young Adult

ausgelesen am: 18.05.2014

Bewertung:

Tattoos sind für mich die schönste Körperkunst, die es gibt. Ich bin selbst mehrfach tätowiert und gebe es zu: ich bin süchtig. Meine Tätowierungen bedeuten mir sehr viel und gehören so fest zu mir wie die Farbe meiner Augen. Sie sind der offen sichtbare Ausdruck meiner Persönlichkeit. Beispielsweise habe ich auf der Innenseite meines rechten Oberarms ein Bücherregal verewigt, kombiniert mit dem Wort „Wortmagie“.
Der Klappentext von „Iron Witch: Das Mädchen mit den magischen Tattoos“ zog mich sofort an, weil ich die Idee magischer Tattoos aus Silber und Eisen spannend fand. Ich konnte mir zwar nicht genau vorstellen, wie die Autorin Karen Mahoney diese Idee umsetzen wollte, aber ich beschloss, mich darauf einzulassen.

Donna Underwood versteckt ihre Unterarme schon seit Jahren. Alle glauben, unter ihren langen Handschuhen wären diese durch Brandnarben fürchterlich entstellt, doch das ist nicht wahr. Sie sind ein alchemistisches Wunder: magische Tätowierungen aus Silber und Eisen retteten Donna in ihrer Kindheit nach einem Angriff der Dunklen Elfen das Leben. Seitdem sind ihre Arme nicht nur gebrandmarkt, sondern auch übermenschlich stark. Ihre Stärke ist alles, was Donna den Dunklen Elfen entgegen setzen kann, als diese eines Tages plötzlich zurückkehren. Wieder wird sie überfallen und angegriffen; scheinbar haben es die Elfen auf Donna persönlich abgesehen. Zielsicher treffen sie sie an ihrer empfindlichsten Stelle: sie entführen Donnas besten Freund Navin. Wird sie eines der größten Geheimnisse der Alchemie an die Elfen verraten, um so ihren besten Freund zu retten?

Ich glaube, für ein Buch wie dieses bin ich schlicht zu alt. Ich fand es durchweg schwach, unlogisch, kitschig und infantil. Ich weiß, dass „Iron Witch“ der Autorin Karen Mahoney sicher viel bedeutet; dass viel Arbeit darin steckt und ich habe durchaus Respekt davor. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass Mahoney nicht gerade der talentierteste Stern am AutorInnen – Himmel ist.
Donnas Geschichte soll märchenhaft wirken; Mahoney schreibt über die Entstehung ihres Buches, dass viele ihrer Ideen aus Träumen stammen. Nur leider gelang es ihr überhaupt nicht, eine verträumte, überzeugende Atmosphäre aufzubauen. Einerseits liegt das an absolut mangelhaften Umgebungsbeschreibungen, andererseits an der unlogischen Konzipierung einiger Szenen. Letzteres bezieht sich unter anderem auf die Kampfszenen. Ich hatte den Eindruck, dass Mahoney sich in diesen nicht wohl fühlte beim Schreiben; sie sind eher schwach geraten und können sich auch über gewollt witzige Momente nicht retten.
Wie oft habe ich mich schon darüber beschwert, dass sich Hauptfiguren im Young Adult – Genre oft viel zu erwachsen verhalten – nun, zumindest diesen Punkt musste ich in „Iron Witch“ nicht kritisieren. Donna ist 17 Jahre alt, doch auf mich wirkte sie eher, als wäre sie erst 12. Ihr gesamtes Verhalten, ihre Gedankengänge sind kindlich. Nie denkt sie über die Konsequenzen ihres Handelns nach; nie bezieht sie die Möglichkeit in Betracht, Erwachsene um Hilfe zu bitten. Ich war geschockt, als ich Karen Mahoneys Auffassung ihrer Protagonistin las; schreibt sie doch, dass Donna viel zu schnell erwachsen werden musste, aber stark und unabhängig sei, ohne im Selbstmitleid zu versinken. Diese Einschätzung ist so weit entfernt von meinem eigenen Empfinden, dass ich mich fragte, ob ich vielleicht ein anderes Buch gelesen habe. Donna beschäftigt sich ständig mit der Frage, wieso grade sie mit so einem Leben geschlagen ist; sie überdramatisiert ihren Schulausschluss (dessen Grund übrigens auch wenig überzeugend ist) und vergleicht diesen dann auch noch ernsthaft mit dem Tod der Mutter ihres besten Freundes.
Fehlt noch der männliche Protagonist, denn was wäre das Ganze ohne eine romantische Liebesgeschichte? Donna begegnet Xan auf einer Party – viel klischeehafter hätte ihr Zusammentreffen kaum sein können, denn selbstredend spüren sie sofort, dass sie etwas verbindet. Damit aber noch nicht genug ist Donna (oder Mahoney?) unerträglich auf Xans Äußeres fixiert, was mich wirklich störte. Ja, er ist heiß, ich habe es beim ersten Mal schon begriffen, kein Grund, es wieder und wieder zu wiederholen.

Es passiert nicht oft, dass ich überhaupt kein gutes Haar an einem Roman lassen kann, doch „Iron Witch: Das Mädchen mit den magischen Tattoos“ ist leider so ein Fall. Ich weiß, dass ich in dieser Rezension vermutlich hart und streng wirke, aber ich halte absolut nichts von Schönrederei. Wenn mir ein Buch nicht gefällt, gibt es meines Erachtens nach keinen Grund, das nicht auch deutlich zu schreiben.
Ich kann für „Iron Witch“ keine Empfehlung aussprechen; es erübrigt sich wohl, zu schreiben, dass ich die Reihe nicht weiter verfolgen möchte.

 
 

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