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Schlagwort-Archive: Elben

Nicholas Eames – Kings of the Wyld

Wisst ihr, wie ich auf „Kings of the Wyld“ von Nicholas Eames aufmerksam wurde? Auf dem Cover steht „The Boys Are Back In Town“. Ich dachte sofort an den berühmten Thin Lizzy – Song. Assoziationen von Sex, Drugs and Rock’n‘Roll schwirrten wild durch meinen Kopf und als ich las, dass die Geschichte von einer gealterten Söldnertruppe handelt, die sich auf eine letzte selbstmörderische Mission durch ein monsterverpestetes Land begibt, kannte ich kein Halten mehr. Ich bestellte das Buch, zählte die Stunden bis zu seinem Eintreffen, riss das Paket auf (vielleicht waren Zähne im Spiel) und begann die Lektüre, ohne auch nur daran zu denken, es auf meinen SuB zu legen.

Clay Cooper ist alt geworden. Seine Knie schmerzen, seine Blase treibt ihn peinlich oft aus dem Bett und er wird dafür bezahlt, tagein tagaus als Wache auf der Stadtmauer die Berge anzustarren. Früher, ja früher, war er ein Mitglied der besten und berüchtigtsten Söldnerbande im Heartwyld: Saga. Seite an Seite kämpfte er mit Gabriel, Arcandius Moog, Ganelon und Matrick Skulldrummer. Legenden, allesamt. Doch das ist so lange her, dass er sich nicht mehr erinnern kann, wie er all ihre irrwitzigen, mörderischen Abenteuer eigentlich überlebte. Die Erinnerung überfällt ihn eines Abends, als Gabriel persönlich auf seiner Türschwelle hockt. Sein alter Freund ist ein abgerissenes, verdrecktes Häufchen Elend. Vom Glamour vergangener Tage keine Spur. Verzweifelt bittet er Clay um Hilfe: seine Tochter Rose ist in der schwer belagerten Stadt Castia eingeschlossen. Castia wird nicht standhalten. Eine Rettungsmission wäre dumm, gefährlich, vollkommen aussichtslos – und genau Sagas Stil. Es ist Zeit, die Jungs zusammenzutrommeln, eine letzte Tour durch den Heartwyld zu unternehmen und dem Alter den Mittelfinger zu zeigen.

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Verfasst von - 6. Juni 2017 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Gewinnspiel zum Welttag des Buches: Blogger schenken Lesefreude 2016

Welttag des Buches 2016

Hallo ihr Lieben! 🙂

Packt die Fanfaren aus! Schneidet den Kuchen an! Füllt die Sektgläser! Heute ist der Welttag des Buches! 😀
An diesem freudigen Tag feiern wir zusammen das Lesen, Bücher und das geschriebene Wort. Wie bereits im letzten Jahr nehme ich auch 2016 wieder an der Aktion Blogger schenken Lesefreude teil, denn meine Leidenschaft weiterzuschenken ist ein wundervoller Gedanke. Für dieses Jahr habe ich mir etwas Besonderes überlegt: bereits die ganze vergangene Woche durftet ihr in meiner Buchigen Schnitzeljagd Rätsel lösen, die euch bis zum heutigen Tag begleitet haben. Nun ist es Zeit für das große Finale und somit für das ultimative Gewinnspiel zum Welttag des Buches!

>>> Weiterlesen & Mitmachen!

 
 

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Jens Lossau & Jens Schumacher – Der Elbenschlächter

„Der Elbenschlächter“

der elbenschlächter

Reihe: Die Fälle des IAIT #1

Autor: Jens Lossau & Jens Schumacher

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 320

Verlag: Egmont LYX

Sprache: Deutsch

ISBN: 3802582578

Genre: Fantasy > High Fantasy & Thriller & Krimi

ausgelesen am: 18.09.2014

Bewertung:

„Der Elbenschlächter“ vom Autorenduo Jens Lossau und Jens Schumacher ist für mich nun schon der zweite Ausflug ins Cross-Genre dieses Monats. Wie ihr seht, haben die beiden High Fantasy mit Krimi/Thriller – Elemente kombiniert. Obwohl viele High Fantasy– oder auch Urban Fantasy– Romane Merkmale des Thrillergenres beinhalten, habe ich meiner Meinung nach noch kein Buch gelesen, das beides so eindeutig verbindet und die Jagd nach einem Serienmörder in eine High Fantasy – Welt transferiert.

In Foggats Pfuhl, dem wohl sündhaftesten Viertel der Stadt Nophelet, treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Nur wenige Tage liegen zwischen den Morden an fünf elbischen Lustknaben. Alle Leichen sind völlig blutleer und weisen deutliche Spuren von Magie auf. Das ruft die beiden gefürchtetsten Ermittler des IAITs auf den Plan, des Instituts für angewandte investigative Thaumaturgie: Lichtadept Meister Hippolit und Jorge, den Troll. Das ungewöhnliche Duo steht vor einem Rätsel. Wer könnte nur ein Interesse am Blut junger Elben haben und wozu soll es verwendet werden? Gemeinsam begeben sie sich auf die Jagd nach dem Mörder und müssen dabei in die tiefsten Abgründe Nophelets eintauchen.

Ich glaube, Thrillerautoren wie Jens Lossau und Jens Schumacher macht es unglaublich viel Spaß, einen Ausflug in die Fantasy zu wagen, weil dieser Rahmen keine Grenzen hinsichtlich der Morde kennt. Sie können ungewöhnliche und brutale Gewalttaten geschehen lassen, ohne sich darüber Gedanken machen zu müssen, ob diese durchführbar und/oder realistisch sind, denn mit Magie ist eben alles möglich. In „Der Elbenschlächter“ konnte ich die Freude der beiden am Schreiben spüren. Dieser fröhliche Übermut übertrug sich auch auf mich, weshalb ich ihren fantastischen Thriller wirklich genossen habe. Zu allererst ist dieses Buch so dermaßen witzig. Jorge der Troll hat Sprüche drauf, da kann man nur laut lachen und den Kopf schütteln. Meister Hippolit, oder kurz M.H., ist dazu die perfekte Ergänzung, weil er eine so tragisch-absurde Figur ist. Der gute Mann ist über 100 Jahre alt, steckt aber aufgrund eines verpatzten Zaubers im Körper eines pubertierenden Albino-Jungen. Er wird nirgendwo ernst genommen, obwohl er einen absolut überlegenen Intellekt sein Eigen nennt. So kam es auch zu der Partnerschaft mit Jorge, denn M.H. brauchte einen Mann fürs Grobe an seiner Seite, der seinen Argumenten Nachdruck verleiht. Die beiden sind so verschieden, wie es überhaupt nur möglich ist, ergänzen sich bei der Arbeit aber genau deswegen perfekt. Was mir allerdings gefehlt hat, war ein detaillierterer Einblick in ihre Beziehung. In „Der Elbenschlächter“ sind Jorge und M.H. größtenteils getrennt unterwegs, man sieht sie selten miteinander agieren. Die Situationen, in denen sie gemeinsam auftreten, deuten jedoch auf ein erstaunliches Vertrauensverhältnis hin; ich wüsste gern mehr darüber, wie sie über einander denken und wie sie sich zusammen rauften, um eine effektive Zusammenarbeit zu erreichen. Auch das Privatleben beider Protagonisten wird nur gestreift; ich hoffe, dass die Autoren dazu in den nächsten Bänden mehr offenbaren und somit parallel Jorges und M.H.s Beziehung nachvollziehbarer wird.
Die Umgebung, in der sich das Ermittler-Duo bewegt, empfand ich als brillant beschrieben. Der Schmutz, der Lärm, der Gestank, die verschiedenen Viertel mit eigenem Charakter – Nophelet kam mir genau wie der Sündenpfuhl vor, den Lossau und Schumacher wohl auch im Sinn hatten. Sie haben definitiv ein Gespür für Atmosphäre; ich hatte nicht im Geringsten Probleme, mich in die Straßen der Stadt hineinzuversetzen. Foggats Pfuhl sticht da natürlich als Lasterhölle besonders heraus, was mich auch direkt zum nächsten Punkt bringt: wie großartig ist bitte die Idee der Elben-Prostitution? Ein Volk, das sonst verherrlicht und romantisiert wird, haben die Autoren mal in ein ganz anderes Licht gerückt. Ich fand das herrlich erfrischend. Ausnahmsweise sind sie mal nicht die Helden, sondern die Opfer eines brutalen Serienmörders, den ich übrigens nicht selbst ermitteln konnte. Als dann herauskam, wer es war und wieso, war ich ernsthaft überrascht. Das Motiv ist hochgradig trivial und egoistisch, da wäre ich im Leben nicht drauf gekommen, doch erst dadurch wird es richtig glaubwürdig und überzeugend.

Insgesamt fand ich „Der Elbenschlächter“ toll, es mangelt für mich allerdings noch ein wenig an den Details. Ich möchte die beiden Ermittler unbedingt besser kennenlernen, mehr über die Stadt erfahren und die organisatorischen Strukturen von der Königin bis hin zur Stadtwache besser verstehen können. Glücklicherweise habe ich schon zwei der drei weiteren Bände rund um Jorge und M.H. im Regal stehen.
Ich denke, „Der Elbenschlächter“ ist eine erfrischende Abwechslung für Thriller-Fans, die auch gern mal High Fantasy lesen. Jens Lossau und Jens Schumacher nehmen ihre eigene Geschichte nicht übertrieben ernst, daher enthält das Buch viel Humor an den richtigen Stellen. Sie erzählen alle Ereignisse mit einem Augenzwinkern, vernachlässigen dadurch aber nicht die für einen Thriller nötige Spannung. Begebt euch nach Nophelet, schmunzelt über Jorges einzigartige Sprüche und betreibt ernsthafte, wenn auch ungewöhnliche investigative Arbeit mit Meister Hippolit – ihr werdet es nicht bereuen!

(Nächster Band: Die Fälle des IAIT #2 – „Der Orksammler“ – Jens Lossau & Jens Schumacher – ISBN: 3802582586)

 
3 Kommentare

Verfasst von - 1. Oktober 2014 in Fantasy, High Fantasy, Krimi, Rezension, Thriller

 

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