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Tyrell Johnson – The Wolves of Winter

Autor_innen müssen ehrlich zu sich selbst sein. Die eigene Arbeit realistisch einschätzen zu können, ist eine unverzichtbare Voraussetzung, um schriftstellerisch erfolgreich zu sein. Tyrell Johnsons Debütroman „The Wolves of Winter“ ist das Ergebnis einer aufrichtigen Bewertung seiner Fähigkeiten. Obwohl Johnson mit Fantasy-Literatur aufwuchs und diese liebt, wusste er, als Autor würde er in diesem Genre stets nur durchschnittlich sein. Sein Stil, seine Stimme verlangten nach einem modernen Setting. Er entschied, seine Kreativität in postapokalyptischer Science-Fiction auszuleben, die ihm ebenso erlaubte, eine eigene Welt zu erschaffen. Mit „The Wolves of Winter“ führt er seine Leser_innen in eine Zukunft, in der menschliches Überleben nur in den ungastlichen Gegenden der Erde möglich ist.

Schließt Lynn McBride die Augen, fantasiert sie von Wärme, von einer Welt ohne Eis und Schnee. Öffnet sie ihre Augen wieder, begrüßt sie die winterlich harsche Wirklichkeit des kanadischen Yukon. In den Jahren, seit eine verheerende Grippepandemie ihre Familie in den Norden trieb, entwickelte sich Lynn zu einer taffen Überlebenskünstlerin. Ihr verstorbener Vater wäre stolz auf sie. Sie lernte, zu jagen und ihre kleine Siedlung zu ernähren. Sie lernte, sich zu behaupten. Doch als ihr eines Tages in der Wildnis der undurchsichtige Jax begegnet, muss sie all ihr Können aufwenden, um ihre Familie zu beschützen. Denn Jax bewahrt ein furchtbares Geheimnis, das sie alle in Gefahr bringt. Er weiß etwas, dass die ehemalige Regierungsbehörde Immunity um jeden Preis geheim halten will und das Lynns Leben für immer verändern wird…

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Verfasst von - 16. April 2019 in Dystopie, Rezension, Science Fiction

 

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Thomas Finn – Weißer Schrecken

2017-01-04-finn-weisser-schrecken

„Weißer Schrecken“ von Thomas Finn erregte vor Jahren meine Aufmerksamkeit, weil der Klappentext behauptete, das Buch sei der ultimative Thriller für alle Fans von Stephen King. Das war kurz nachdem ich begeistert meinen ersten King gelesen hatte, „ES“. Ich war sozusagen frisch angefixt. Ich erinnere mich sogar daran, dass ich meiner Schwester euphorisch von „Weißer Schrecken“ erzählte. Das Buch landete auf meiner Wunschliste, ich konnte mich aus Geiz aber wieder einmal lange nicht überwinden, es zu kaufen. Ich weiß nicht, wie lange, mehr als drei Jahre auf jeden Fall. Im März 2016 begegnete es mir dann günstig gebraucht bei Medimops. Ich zögerte nicht und nutzte die Chance, diese WuLi-Altlast endlich abzuarbeiten. 10 Monate später nahm ich mir „Weißer Schrecken“ als ideale Winterlektüre vor.

Andreas verbrannte alle Brücken zu seiner Vergangenheit. Er ließ seine Heimat, das verschlafene Berchtesgadener Dörfchen Perchtal, weit hinter sich. Um zu vergessen. Um zu entkommen. 26 Jahre lang täuschte er vor, die schrecklichen Ereignisse seiner Jugend überwunden zu haben. Doch nun holt das Grauen ihn ein. Kurz vor Nikolaus ruft ihn das Schicksal nach Hause. Unter Schnee und Eis regt sich erneut das Böse in Perchtal und droht, weitere Kinder als Opfer zu fordern. Andreas hat keine Wahl. Er muss sich erinnern. Er braucht seine Jugendfreunde, um sich der uralten Macht entgegenstellen zu können. Das dunkelste Kapitel seines Lebens ist noch nicht abgeschlossen.

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Verfasst von - 24. Januar 2017 in Mystery, Rezension, Thriller

 

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Erica Spindler – Der Albtraum

2016-11-18-spindler-der-albtraum

Ich habe keine Ahnung, wann und wo ich „Der Albtraum“ von Erica Spindler gekauft habe. Das Buch lag ewig auf meinem SuB. Ich besitze es länger, als ich bei Goodreads angemeldet bin. Ich weiß, dass es während meiner intensiven Thriller-Phase bei mir landete, dann jedoch in Vergessenheit geriet, weil mein Interesse an diesem Genre abflaute. Als ich es jetzt hervorholte, waren meine Erwartungen bescheiden. Ich wollte damit lediglich eine Aufgabe des Lesebingos 2016 erfüllen: „Lies ein Buch, dessen Autor dieselben Initialen hat wie du“. Da Erica Spindler die einzige Autorin in meinem Regal ist, die dieselben Initialen hat wie ich, blieb mir keine andere Wahl.

Als Julianna New Orleans erreicht, ist sie 19 Jahre alt, allein und schwanger von einem Mörder. Sie versucht, sich an den Gedanken zu gewöhnen, bald für ein Leben außer ihrem eigenen verantwortlich zu sein. Es gelingt ihr nicht. Ihr Bauch wächst und mit ihm die Erkenntnis, dass sie keine Mutter sein möchte. Schon gar nicht die Mutter eines Kindes, dessen Vater völlig gestört ist. Sie wendet sich an eine Adoptionsagentur. Die Agentur empfängt Julianna mit offenen Armen. Es ist an ihr, eines der Paare auszuwählen, die sich mehr als alles andere auf der Welt ein Kind wünschen. Der Moment, in dem sie Richard und Kate Ryan erblickt, erscheint Julianna wie eine Offenbarung. Er ist der Richtige. Sie weiß es. Richard Ryan ist ihre Zukunft. Kate wird das Baby bekommen, das sie sich so sehr wünscht. Julianna wird Richard bekommen. Ein fairer Tausch. Sie fasst einen perfiden Plan, um Richard nach der Geburt des Babys für sich zu gewinnen, ohne zu ahnen, dass der Vater des Kindes, der Mann mit dem Codenamen Eis, bereits nach ihr sucht…

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Verfasst von - 30. November 2016 in Krimi, Rezension, Thriller

 

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Marcel Theroux – Far North

2015-12-06 - Theroux Far North

„Far North“ ist ein dystopischer Roman des Autors Marcel Theroux und lag lange, lange auf meinem SuB, bevor seine Zeit endlich gekommen war. Ich meine, ich habe es gekauft, kurz nachdem ich „Die Straße“ von Cormac McCarthy gelesen habe. Mein Verlangen nach düsteren Endzeitgeschichten war in dieser Phase enorm, da ich das Gefühl hatte, McCarthys Pulitzerpreis-gekröntes Meisterwerk habe mir eine ganz neue Welt der Literatur offenbart. Und auf gewisse Weise war das ja auch tatsächlich so. Mittlerweile ist meine Begeisterung für das Genre weniger euphorisch, doch hin und wieder lasse ich mich auch heute noch gern in eine dunkle, beunruhigende Zukunftsvision entführen.
„Far North“ erschien mir die ideale Winterlektüre zu sein, voller Eis, Schnee und klirrender Kälte.

Das Leben im hohen Norden ist kalt und hart. Die Einsamkeit ist ein ständiger Begleiter. Seit sich die Welt gegen die Menschen wandte, sind all die technischen Errungenschaften der vergangenen Jahrhunderte nur noch Erinnerungen. Das Land liegt brach und Siedlungen sind verlassen. Makepiece ist der letzte Mensch in Evangeline, bereit, das Dorf zu schützen und die Ordnung aufrecht zu erhalten. Eines Tages jedoch schleicht sich ein Schimmer Hoffnung in Makepiece‘s sorgsam gehütete Routine. Ein Flüchtling versteckt sich in Evangeline. Trotz anfänglichen Misstrauens ist die Bedeutung seiner Existenz unleugbar: es gibt noch immer Leben in der Welt. Mutig übergibt sich Makepiece der Wildnis, auf der Suche nach einer Zukunft. Doch Kälte und Härte finden sich nicht nur in der Natur, sondern auch in den Herzen der Menschen.

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Verfasst von - 18. Dezember 2015 in Dystopie, Science Fiction

 

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Jennifer Brown – Hate List

„Hate List“

Hate List

Autor: Jennifer Brown

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 405

Verlag: Little, Brown Books for Young Readers

Sprache: Englisch

ISBN: 0316041459

Genre: Realistische Fiktion > Young Adult

ausgelesen am: 17.05.2015

Bewertung:

Amokläufe an Schulen üben eine morbide Faszination auf mich aus. Das mag seltsam klingen, aber so ist es. Nicht die Tat an sich, nicht die Opfer, sondern die psychischen Prozesse, die dazu führen, dass es überhaupt so weit kommen kann, faszinieren mich. Ich möchte einfach verstehen, wie ein junger Mensch so tief in die Verzweiflung und in den Hass getrieben werden kann, dass er/sie keinen anderen Ausweg mehr sieht, als zu morden. Der lauten Tragödie, die SchülerInnen und LehrerInnen angetan wird, geht immer eine leise Tragödie voraus, die meist niemand bemerkt. Es gibt immer Anzeichen.
In „Hate List“ verschiebt die Autorin Jennifer Brown den Fokus von der Tat selbst auf das Danach. Was passiert mit denjenigen, die überleben?

Vor fünf Monaten hat ein einziger Schüler das Leben an der gesamten Garvin High für immer verändert: Nick Levil, der Shakespeare liebte und in all seinem Hass entschied, an diesem verhängnisvollen Tag im Mai in der Cafeteria das Feuer zu eröffnen. Er hinterließ Trauer, Schmerzen und die Liste. Die Liste, die Valeries Idee war und von der Nick seine Ziele aussuchte. Obwohl sie drei Jahre ein Paar waren, wusste Valerie nichts von Nicks furchtbaren Plänen. Sie war diejenige, die ihn aufhielt, einem Mädchen das Leben rettete und dafür selbst angeschossen wurde. Nick nahm sich das Leben – Valerie überlebte. Doch da die Liste eigentlich ihr gehörte, glaubt nicht nur die Polizei, dass sie in die Planung involviert war. Jetzt, fünf Monate später, muss sie sich dem Trümmerfeld stellen, das ihre große Liebe verursachte.

Ich empfehle euch, einen großen Becher Eis bereit zu stellen, wenn ihr „Hate List“ lesen möchtet. Dieses Buch ist so schmerzhaft, dass ihr einen Seelenschmeichler brauchen werdet. Ich habe es innerhalb eines Tages ausgelesen, weil es mich einfach nicht mehr losließ. Jennifer Brown schildert Valeries Kampf mit ihren eigenen Gefühlen und den Umständen unglaublich intensiv und sehr realistisch. Ich konnte mich hervorragend in sie hineinversetzen und baute eine starke, solide Verbindung zu ihr auf, sodass ich ihre widerstreitenden Emotionen verstehen und selbst spüren konnte. Brown lenkte meine Aufmerksamkeit auf das, was nach einem Amoklauf gern ausgeblendet und verteufelt wird: dass auch ein Amokläufer eine Familie hat und es Menschen gibt, die ihn lieben. So schrecklich Nicks Taten waren, Valerie kann ihre starken Gefühle für ihn nicht einfach ausschalten. Sie endeten nicht mit Nicks Morden, weil es für Val unmöglich ist, das Bild von ihrer großen Liebe mit dem Bild des Amokläufers in Einklang zu bringen. Der Nick, den sie noch immer liebt, hatte Hoffnungen, Träume, Pläne und eine Vergangenheit. Den Nick, der Amok lief, kannte sie nicht. Für sie sind es zwei völlig verschiedene Personen und es verletzt sie auf einer abstrakten Ebene, dass das ganze Land Nick zur Hölle wünscht. Natürlich ist es für sie auch nicht leicht, damit umzugehen, dass es Menschen gibt, die ihr die Schuld an der Tragödie geben und sich wünschen, dass sie sich ebenfalls erschossen hätte. Darunter sie selbst. Schreckliche Schuldgefühle plagen sie, weil sie nicht erkannte, welch düstere Gedanken Nick umtrieben und weil sie die Liste begann, die Nick offenbar dazu inspirierte, die Menschen zu erschießen, die ihnen beiden ihrer Meinung nach Unrecht taten. Während sie ihre furchtbaren Erlebnisse verarbeitet, beschäftigt sie sich viel mit der Frage, ob sie tief in ihrem Herzen wollte, dass diese Menschen sterben. Ob es mehr als nur eine Bewältigungstaktik für all ihre Wut war. Mir wurde dabei bewusst, wie leichtfertig Valerie vor dem Amoklauf mit dem Wort „Hass“ umging. Sie hat nie darüber nachgedacht, was die Aussage „Ich hasse dich“ wirklich bedeutet und verwendete sie viel zu schnell, um ihren Zorn auszudrücken. Wenn der Amoklauf neben Schmerz und Trauer noch einen weiteren Effekt hatte, dann den, dass zumindest einige der Überlebenden ihr Verhalten kritischer reflektieren. Das gilt für Val, aber auch für Jessica, diejenige, die Val vor einem tödlichen Schuss rettete. Vor diesem Tag im Mai war Jessica die typische verwöhnte Cheerleader-Zicke. Jetzt ist sie… anders. Immer noch sie selbst, aber eine bessere Version. Dass Val sie vor dem Tod bewahrte, änderte alles für sie. Ich mochte sie sehr, weil ich spüren konnte, wie sehr sie sich anstrengt, zu einem besseren Menschen zu werden. Sie reicht Val die Hand und hat großen Anteil daran, dass Val ins Leben zurück findet. Es ist schwer für sie, aber sie vergibt Val. Und sie vergibt auch Nick.
Nach so einer Tragödie brauchen die Wunden lange, um zu heilen, selbst wenn oberflächlich erneut Normalität herrscht. Doch Zeit und der unbedingte Wille, zu leben, können helfen, aus Chaos, Wut und Schmerz etwas zu erschaffen, das größer und besser ist als je zuvor. Weil eine Tragödie auch immer daran erinnert, wie kostbar das Leben ist. Vergebung ist wohl eine der schwierigsten Herausforderungen überhaupt. Wenn wir nur genauso leicht von Vergebung wie von Hass sprechen würden. Doch Valerie findet sie. Auch in dem Menschen, von dem sie es am wenigsten erwartete: sich selbst.

Ich finde „Hate List“ großartig. Traurig, tragisch und düster, aber auch hoffnungsvoll, mutig und stark. Ähnlich wie die Personen, die es behandelt, ist es auf der emotionalen Ebene sehr komplex. Jennifer Brown erinnert uns daran, dass selbst ein Amokläufer gute Eigenschaften haben kann und kein Mensch eindimensional ist. Es ist ein Buch, das Gänsehaut verursacht. Es ist ein Buch, das kräftig auf die Tränendrüse drückt, ohne es zu wollen. Einfach, indem es genau das zeigt, was das Leben außergewöhnlich und kompliziert zugleich macht: Gefühle. Rohe, ungefilterte Gefühle, die atemberaubend schön und unglaublich hässlich sein können. Freude, Schuld, Reue, Liebe, Schmerz, Hoffnung, Verlust – was Val fühlt, werdet auch ihr fühlen, wenn ihr euch auf „Hate List“ einlasst. Eine Achterbahn der Emotionen, die nach einem Becher Eis verlangt.

 
 

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