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Laurell K. Hamilton – The Killing Dance

Laurell K. Hamiltons Urban Fantasy – Reihe „Anita Blake“ war stets als Mehrteiler konzipiert. Nach dem College las sie viele Krimis und fand, dass Frauen dort grundsätzlich weniger taff als Männer auftraten. Sie wünschte sich eine Heldin, die in allen Bereichen mindestens ebenso gut wie Männer war. Sie entschied, in der Welt dieser Heldin parallel ihre Vorliebe für Folklore und Mythologie auszuleben. Die Idee zu „Anita Blake“ war geboren. Sobald dieser Ansatz gefestigt war, wusste sie, dass sie keinen Einzelband schreiben würde. Ihr war damals hingegen nicht klar, wie stark Romantik die Geschichte beeinflussen würde. Erst mit dem vierten Band „The Lunatic Cafe“ gestand sie sich ein, wie wichtig diese Ebene für „Anita Blake“ ist. Diese Erkenntnis war meiner Meinung nach die Voraussetzung für den sechsten Band „The Killing Dance“.

Es gibt schlimmere Schicksale als den Tod. Als der Vampir Sabin Anita Blakes Büro betritt, muss sie sich sehr zusammenreißen, um ihren Ekel zu verbergen: Sabin verfault bei lebendigem Leib. Er bittet um ihre Hilfe als mächtige Nekromantin. Anita ist nicht sicher, wie und ob sie seine Erkrankung heilen kann, ist jedoch bereit, es zu versuchen. Wären da nur nicht all die anderen Probleme, die ihre Aufmerksamkeit erfordern. Irgendjemand hat ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt. Mit Edwards Unterstützung bemüht sie sich redlich, allen Auftragskillern aus dem Weg zu gehen und zu ermitteln, wer sie diesmal tot sehen will, aber sie kann sich nicht völlig aus der Schusslinie heraushalten. Eine zeremoniell hingerichtete Vampirleiche, Ärger in Richards Werwolfsrudel und ihr eigenes, chaotisches Liebesleben halten sie fleißig auf Trab. Anita ist so beschäftigt, dass sie nicht bemerkt, dass ihr die Gefahr bereits näher ist, als sie glaubt…

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Verfasst von - 16. Oktober 2018 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Jim Butcher – Fool Moon

Jim Butcher sieht für seine „Dresden Files“ etwa 20 Bände vor. Derzeit sind 15 vollwertige Bände und einige Kurzgeschichten um den Magier Harry Dresden erschienen. Zwei weitere Bände sind in Planung. 2015 war Butcher noch nicht sicher, wie viele Fälle sein Protagonist tatsächlich lösen wird, ob es 20 oder 21 werden, aber er plante, die Reihe mit einer bombastischen Trilogie abzuschließen. Ich konnte leider nicht herausfinden, ob dieser Plan heute noch aktuell ist. Ich hoffe es. Ich finde die Idee toll, weil mir ein dreibändiges Finale als würdiger Abschied von einer Figur erscheint, die viele Leser_innen jahrelang begleiteten. Ich selbst befinde mich in den „Dresden Files“ noch ganz am Anfang. Ende Mai 2018 habe ich den zweiten Band „Fool Moon“ ausgelesen.

Am Tatort finden sich Pfotenspuren. Die völlig zerfleischte Leiche weist grausige Biss- und Kratzwunden auf. Es ist Vollmond. Eindeutigere Hinweise kann es kaum geben. Harry Dresden, einziger übernatürlicher Privatdetektiv Chicagos, muss lediglich eins und eins zusammenzählen, um dahinterzukommen, was den armen Mann tötete: es war ein Werwolf. Harry muss jetzt nicht nur herausfinden, wer der Werwolf ist, er muss auch ermitteln, um welchen Typ es sich handelt. Seine Nachforschungen deuten darauf hin, dass er es mit einem Loup-Garou zu tun hat – natürlich die wildeste und gefährlichste Art. Einfach fantastisch. Aber irgendetwas stimmt nicht. Die Fakten passen nicht zusammen. Ein Loup-Garou tötet willkürlich. Es scheint allerdings, als seien einige Opfer bewusst ausgeschaltet worden. Es sind Johnny Marcones Männer. Nutzt jemand die Bestie, um Marcone zu bedrohen? Harry würde Chicagos mächtigem Untergrundboss keine Träne nachweinen, doch ein Loup-Garou kann nicht kontrolliert werden. Will er die Bevölkerung Chicagos schützen, muss er vielleicht Marcones Leben retten…

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Verfasst von - 5. September 2018 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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N.K. Jemisin – The Kingdom of Gods

Eines der ersten Bilder, das N.K. Jemisin veranlasste, die „Inheritance Trilogy“ zu schreiben, war das eines Kindes, das mit Planeten spielt. Angesichts dieser frühen Inspiration ist es wohl nicht verwunderlich, dass sich Sieh zu einem ihrer Lieblingscharaktere entwickelte. In einem Interview erklärte sie, sie liebe es, dass er tausende von Jahren alt und trotzdem entschlossen sei, das Leben aus der Perspektive eines Kindes anzugehen. Mit „The Kingdom of Gods“ schenkte sie Sieh ein ganzes Buch. Sie beschreibt das Finale der Trilogie als einen „verdrehten Bildungsroman“, der das Heranwachsen eines uralten Jungen thematisiert, der stirbt, wenn er erwachsen wird. Klingt verrückt und paradox? Dank Sieh in der Hauptrolle keine Überraschung. 😉

Seit Itempas‘ Ketten gesprengt wurden, ist Sieh langweilig. Ihn erfüllt eine Ziellosigkeit, die ihn verunsichert. Wieder und wieder kehrt er zurück in die Himmelsfestung Sky. Er ertappt sich dabei, die Arameri zu beobachten. Er empfindet eine unerklärliche Faszination für die königliche Familie, die ihn jahrhundertelang quälte und misshandelte. Seine Aufmerksamkeit gebührt den Kindern, jenen unvollendeten Seelen, die der seinen so ähnlich sind. Tief in den Eingeweiden der Festung begegnet er dem 6-jährigen Geschwisterpaar Shahar und Deka. Nach einigen Jahren der Besuche äußern sie den unschuldigen Wunsch, gemeinsam einen Eid auf ihre Freundschaft zu schwören. Ihre verbundenen Hände lösen eine gewaltige Energiewelle aus, die Sieh ins Nichts schleudert. Als er erwacht, sind acht Jahre vergangen. Etwas… hat sich verändert. Seine Magie schwindet. Er altert. Sieh muss herausfinden, was damals geschehen ist und wie er es aufhalten kann. Ihm läuft die Zeit davon. Denn für den Gott der Kindheit bedeutet erwachsen zu werden den Tod.

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Verfasst von - 1. August 2018 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Oliver Dierssen – Fledermausland

Oliver Dierssen, Jahrgang 1980, ist hauptberuflich Kinder- und Jugendpsychiater. Nach drei eher unglücklichen Schreibversuchen setzte er sich 2008 an seinen Debütroman „Fledermausland“. Die Idee war, „ein Buch zu schreiben, das man in der Bahnhofsbuchhandlung Hannover kauft, dann im ICE nach München flott durchliest und in München gut gelaunt aussteigt“. Statt das Manuskript einfach an Verlage zu schicken, nahm Dierssen an dem Heyne-Schreibwettbewerb „Schreiben Sie einen magischen Bestseller“ teil und schaffte es unter die besten Fünf. 2009 veröffentlichte Heyne den Roman; 2010 erhielt er den Deutschen Phantastik Preis als „Bester deutschsprachiger Debütroman“. Ich entschied mich, „Fledermausland“ im März 2018 zu lesen, weil ich nach „Vaterland“ von Robert Harris dringend etwas zum Lachen brauchte.

Fragte man Sebastian Schätz, wann genau sein Leben völlig außer Kontrolle geriet, würde er ohne zu zögern antworten: in der Nacht der Fledermaus. Seit ihn das fürchterliche Biest heimtückisch angriff, ist nichts mehr, wie es sein sollte. Erst muss er sich mit unwirschen Sanitätern herumplagen, die sein Fledermausproblem nicht ernstnehmen. Tags darauf wird er auf der Kinotoilette von einem depressiven Typen überfallen, der sich als Theodor vorstellt und behauptet, ein Vampir zu sein. Und wann ist eigentlich dieser Domowoj in seinem Spülschrank eingezogen? Sebastians Leben mutiert rasant zu einem chaotischen Mahlstrom, dabei will er doch eigentlich nur seine umwerfende Angebetete Kim davon überzeugen, endlich seine Freundin zu werden. Ist denn die ganze Welt verrückt geworden? Als dann auch noch Zwerge von der GEZ auf seiner Couch sitzen und ihm verbieten wollen, Kim jemals wiederzusehen, reicht es Sebastian. Es wird Zeit, den Dingen auf den Grund zu gehen, ob es diese Dinge nun geben sollte oder nicht!

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Verfasst von - 28. Juni 2018 in Fantasy, Humor, Rezension, Urban Fantasy

 

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Robert Harris – Vaterland

Robert Harris‘ Debüt „Vaterland“ blickt auf eine bewegte Veröffentlichungsgeschichte zurück. Von den internationalen Verlagen wurde es Harris 1992 nahezu aus den Händen gerissen. In Deutschland war die Reaktion hingegen verhalten, vorsichtig ausgedrückt. Niemand wollte das Werk veröffentlichen. Daher erschien „Vaterland“ erst in der Schweiz, bevor sich Heyne ein Herz fasste und den umstrittenen Stoff ins Programm aufnahm. Die Kritik folgte prompt. „Deutschfeindlich“ sei das Buch, „frivol“. 1994 wurden englischsprachige Ausgaben von der hamburgischen Staatsanwaltschaft beschlagnahmt. Warum die Hysterie? Vor 26 Jahren traf „Vaterland“ die Deutschen an ihrer empfindlichsten Stelle, denn Robert Harris stellt darin eine (damals) zutiefst verpönte Frage: was wäre, wenn? Was wäre, wenn die Nazis den Krieg gewonnen hätten?

Berlin, 14. April 1964: in den frühen Morgenstunden wird am Ufer der Havel eine Leiche entdeckt. Mordfahnder Xaver März wird an den Tatort gerufen und übernimmt den Fall. Keine 24 Stunden später ist die Leiche identifiziert: es handelt sich um Josef Bühler, hochrangiger Parteifunktionär, ehemaliger Staatssekretär im Generalgouvernement Polen und Veteran des 1923er Putsches im Münchner Bürgerbräukeller. Bühler war wohlhabend und einflussreich. Keine Überraschung, dass sich die Gestapo der Ermittlungen bemächtigt. Wenige Tage vor dem 75. Geburtstag des Führers möchte niemand einen öffentlichen Skandal provozieren. Doch März lässt Bühlers Tod keine Ruhe. Zu viele Ungereimtheiten lassen ihn an der Theorie eines tragischen Unfalls zweifeln. Ungeachtet der Konsequenzen beginnt er, in Bühlers Vergangenheit zu forschen, um herauszufinden, warum der Rechtsanwalt sterben musste. Je tiefer er gräbt, desto ungeheuerlicher werden die Geheimnisse, auf die er stößt. Die Wahrheit bedroht die Grundpfeiler des Deutschen Reiches – und somit auch März‘ Leben…

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Kerstin Gier – Saphirblau

Kerstin Gier widmete sich erst spät in ihrer Karriere der fantastischen Jugendliteratur. Sie war bereits seit mehr als einem Jahrzehnt als Autorin erfolgreich, bevor sie 2009 den Genrewechsel wagte. Sie wollte eine romantische Liebesgeschichte schreiben, die Humor und Fantasy vereint, Abenteuer, historische Kostüme und Degenkämpfe involviert und kein historischer Roman ist. Ambitioniert. Zusätzlich verlangte die damalige Programmchefin des Arena-Verlags, dass Giers neustes Projekt international vermarktbar sein sollte. Mit anderen Worten: es sollte nicht in Deutschland spielen. Die Lösung hieß Zeitreisen, das Ergebnis ist die „Edelstein-Trilogie“. „Saphirblau“ ist der zweite Band dieses Welterfolgs, den ich direkt im Anschluss an „Rubinrot“ las.

Lange macht Gwendolyn den Zeitreise-Zirkus ja noch nicht mit, aber eines hat sie bereits begriffen: als Zeitreisende lebt man gefährlich. In den letzten Tagen ist sie nur knapp einem Attentat entgangen, ihre verschollene Cousine Lucy lauerte ihr auf und zu allem Überfluss scheint sie nun in eine Verschwörung mit ihrem gegenwärtig verstorbenen Großvater verstrickt zu sein. Von der sie keinen blassen Schimmer hat. Jedenfalls noch nicht. Offenbar hat ihr zukünftiges Ich ein Treffen mit Lord Lucas Montrose im Jahr 1948 arrangiert, um herauszufinden, warum Lucy und Paul den zweiten Chronografen stahlen. Es muss einen Grund haben, dass die beiden glaubten, der Kreis dürfe sich nicht schließen. In der Loge erklärt Gwen ja niemand jemals irgendetwas, also muss sie sich selbst helfen. Vielleicht kann die zukünftige Gwen ihr auch gleich einen Rat in Liebesdingen geben, denn aus Gideon wird sie einfach nicht schlau. Zwischen den Zeiten ist eben alles doppelt kompliziert.

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Dan Wells – Mr. Monster

Die „John Cleaver“-Reihe von Dan Wells ist eine richtig schöne SuB-Altlast meines Bücherregals. Es ist mindestens 6 Jahre her, dass ich den ersten Band „Ich bin kein Serienkiller“ las. Dafür hält sich der Inhalt erstaunlich frisch in meinem Gedächtnis. Ich erinnere mich, dass ich damals von der übernatürlichen Wendung des Auftakts nicht allzu angetan war. Trotz dessen wollte ich die Reihe weiterverfolgen, weil mich der Protagonist, ein potentieller Serienmörder, der mit seiner antisozialen Persönlichkeitsstörung kämpft, fasziniert. Nach langen Jahren auf der Ersatzbank wurde es nun also Zeit, noch einmal in Johns Kopf zu schauen und den zweiten Band „Mr. Monster“ hervorzukramen.

John Cleaver ist ein Held. Allein überwältigte der 16-Jährige seinen dämonischen Nachbarn Mr. Crowley, tötete ihn und beendete die Mordserie, die seine Heimatstadt Clayton in Angst und Schrecken versetzte. Nur weiß das niemand. Schließlich kann John schlecht herumerzählen, dass er einen harmlosen alten Mann umbrachte und die Wahrheit würde ihn erst recht in Schwierigkeiten bringen. Zusätzliche Aufmerksamkeit kann er absolut nicht gebrauchen, denn der Preis für seinen Heldenmut war hoch: seine dunkle Seite, die von Mord, Blut, Feuer und Tod träumt und erschreckend viele Anzeichen eines soziopathischen Serienmörders zeigt, ist erwacht. Er nennt sie Mr. Monster. Seit dieser verhängnisvollen Nacht rüttelt Mr. Monster an den Gittern des Käfigs aus Regeln und Verhaltensweisen, den John selbst entwarf, um sich zu kontrollieren. Der Drang, erneut zu töten, wächst Tag für Tag. Als wieder brutal zugerichtete Leichen in Clayton auftauchen, vermutet John schnell, dass ein neuer Dämon seine Stadt heimsucht. Darf er Mr. Monster ein weiteres Mal von der Leine lassen? Und was noch viel wichtiger ist: wird er ihn wieder einsperren können?

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Verfasst von - 25. April 2018 in Mystery, Rezension, Thriller, Young Adult

 

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Richard Schwartz – Der Wanderer

„Der Wanderer“ ist der letzte Band von „Die Götterkriege“. Es ist der letzte Band einer 12-teiligen Reihe, das Ende einer Reise, die 2006 mit „Das Geheimnis von Askir“ begann. Das Finale erschien 2015. Seitdem war der Autor Richard Schwartz nicht untätig. Erst schloss er 2017 die „Lytar-Chronik“ ab, die er ursprünglich unvollständig unter dem Pseudonym Carl A. deWitt veröffentlichte und die nun neuaufgelegt bei Piper ein Zuhause fand. Sein nächstes Projekt wird im Oktober 2018 erwartet: der erste Band der „Eisraben-Chroniken“, „Fluchbrecher“, eine Mischung aus Science-Fiction und Fantasy. Ich weiß noch nicht, ob ich dieser neuen Reihe eine Chance geben werde. Nach „Der Wanderer“ wird sicher einige Zeit vergehen, bis ich wieder zu einem seiner Bücher greife. Ich denke, ein wenig Abstand wird uns beiden guttun.

Einst wurde Havald prophezeit, der Engel des Soltar zu sein. Es ist seine Bestimmung, das Schwert des Lichts in die Heerscharen der Feinde zu tragen, die Legion der Toten zu befehligen und den Krieg der Götter zu beenden. Jahrhundertelang weigerte er sich, die Prophezeiung anzunehmen und sein Schicksal zu akzeptieren. Er schuf seine eigene Legende, wurde der Wanderer, der die Hilfegesuche der Schwachen erhörte, Trost spendete und Hoffnung schenkte. Doch nun kann er die Vorhersehung nicht länger verleugnen. Er muss sich dem Nekromantenkaiser entgegenstellen, um all diejenigen zu retten, die er liebt. Er darf nicht zögern. Er darf nicht zweifeln. Havald muss erkennen, wer er ist, denn nur dann hat er eine Chance, Kolaron Malorbian zu besiegen und den tödlich Griff Thalaks um die sieben Königreiche zu brechen. Die Zukunft der Welt ruht auf seinen Schultern.

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Verfasst von - 24. April 2018 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Ursula Poznanski – Die Verschworenen

Betrachtet man die Liste der Werke von Ursula Poznanski, fällt die dystopische „Die Verratenen“-Trilogie als ungewöhnlich auf. Normalerweise tummelt sich die österreichische Autorin nämlich nicht in der Science-Fiction. Überwiegend schreibt Poznanski Thriller und allgemein Spannungsliteratur für Erwachsene und Jugendliche. Ihren Ausflug in ein anderes Genre begründete sie gegenüber der FAZ damit, dass sie, um die Geschichte erzählen zu können, die ihr vorschwebte, ein spezielles Gesellschaftskonstrukt benötigte, das extreme Gegensätze zuließ. Dies bedeutete entweder Fantasy oder Dystopie. Sie entschied sich für die Dystopie. Meiner Ansicht nach war ihre Wahl goldrichtig, da der Realitätsbezug ihres Dreiteilers in einer düsteren Zukunftsvision definitiv glaubwürdiger ist.

Niemals hätte Ria geglaubt, dass Tageslicht das kostbarste Gut in ihrem Leben werden würde. Seit sie und ihre Freunde in Quirins unterirdisches Labyrinth flohen, sehnt sie jede Sekunde unter der Sonne herbei. Doch diese wertvollen Momente sind selten. Nur wenige der Schwarzdornen wissen, dass ihre Abreise inszeniert war – zum Schutz des Clans und zu ihrem eigenen Schutz, denn die Sphären suchen noch immer nach ihnen. Die Frage, warum ihre eigenen Leute sie umbringen wollen, quält Ria in den langen, dunklen Stunden unter der Erde. Trotz dessen hält sie Aureljos Plan, sich heimlich in eine Sphäre zu schmuggeln, für zu gefährlich. Quirin hingegen unterstützt ihn tatkräftig bei seinen Vorbereitungen. Fast, als wollte er sie loswerden… Während Aureljo beschäftigt ist, sortiert Ria die Bücher der Bibliothek. Inmitten von dicken Wälzern voller längst vergessenem Wissen entdeckt sie handgeschriebene Briefe. Aufgeregt beginnt sie, zu lesen und begreift schnell, dass sie die Antwort auf all ihre Fragen in den Händen hält. Sie kann nicht länger bei den Schwarzdornen bleiben. Sie muss Aureljo in die Sphären begleiten. Denn jetzt geht es nicht mehr nur um ihr Leben.

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Ben Aaronovitch – Schwarzer Mond über Soho

Ben Aaronovitch begann Ende der 80er, Drehbücher zu schreiben. Bis 1996 erlebte er eine Blitzkarriere. Danach wurde es still um den Briten. Er war gezwungen, als Buchhändler zu arbeiten, was er zutiefst verabscheute. Aus diesem Joch befreite er sich selbst 2011, als „Die Flüsse von London“ erschien. Mit dem unerwarteten Erfolg des Reihenauftakts änderte sich für Aaronovitch alles. Plötzlich konnte er vom Schreiben leben. Mittlerweile umfasst die Reihe „Peter Grant“ sieben Bände (Stand: April 2018) und Aaronovitch schwört, dass er erst aufhört zu schreiben, wenn er entweder keine Ideen mehr hat, niemand seine Bücher kauft oder er das Zeitliche segnet. Ich verfolge die Reihe daher locker und habe den zweiten Band „Schwarzer Mond über Soho“ volle vier Jahre nach dem Auftakt gelesen.

Constable Peter Grant, einziger Zauberschüler Englands, erkennt das Stück sofort anhand des Saxofonsolos: „Body and Soul“, einer der größten Jazzklassiker. Er hat es schon oft gehört. Von einer Leiche wurde es ihm allerdings noch nie vorgespielt. Die Magie, die den bedauernswerten Jazzsaxofonisten tötete, muss verheerend gewesen sein, um ein so starkes Echo zu hinterlassen. Peter beginnt zu ermitteln und findet heraus, dass in Sohos Clubs verdächtig viele kerngesunde Jazzmusiker tot umfallen. Ein Serienmörder mit einer Vorliebe für Jazz? Gerade, als Peter glaubt, skurriler könnte es nicht mehr werden, findet die Polizei die Leiche eines Journalisten, der brutal entmannt wurde. Die berüchtigte Vagina dentata versetzt Londons Männerwelt in Angst und Schrecken. Ist es Zufall, dass ihr letztes Opfer ein Schüler des finsteren Magiers war, der Lesleys Gesicht entstellte? Fest entschlossen, die Ordnung seiner Stadt wiederherzustellen, begibt sich Peter auf die Jagd. Und wenn er darüber Lateinvokabeln vernachlässigt und magische Übungsstunden bei seinem Boss Detective Inspector Thomas Nightingale versäumt, ist das sicher verzeihlich. Schließlich muss er Prioritäten setzen.

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Verfasst von - 4. April 2018 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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