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Sue Klebold – A Mother’s Reckoning: Living in the Aftermath of the Columbine Tragedy

Am 20. April 1999 um 11:19 Uhr betraten Eric David Harris und Dylan Bennet Klebold die Columbine High-School in Colorado durch den Westeingang und eröffneten das Feuer. Sie trugen je zwei Schusswaffen, schwarze Trenchcoats, schwarze Hosen und eigens für den Anlass bedruckte T-Shirts. Erics Brust zierte der Schriftzug „Natural Selection“; auf Dylans Shirt prangte das Wort „Wrath“. Innerhalb einer knappen Stunde warfen sie selbstgebastelte Rohrbomben sowie Molotowcocktails und verschossen wahllos insgesamt 188 Kugeln. Sie töteten 12 Schüler_innen und einen Lehrer. 21 Menschen wurden zum Teil schwer verwundet. Kurz nach 12 Uhr begingen Eric und Dylan in der Bibliothek ihrer Schule Selbstmord. Ihr Amoklauf war als Bombenanschlag geplant. Die in der Cafeteria deponierten, selbstgebauten Sprengsätze explodierten aufgrund eines technischen Fehlers nicht.

125 Worte. Ich brauchte 125 Worte, um eines der schlimmsten Schulmassaker in der US-amerikanischen Geschichte zusammenzufassen. Schockierend, wie wenig die Fakten dieser Tragödie verlangen.
Der Amoklauf an der Columbine High-School war nicht die erste Schulschießerei, die das Land erlebt hatte. Es war jedoch die erste Schulschießerei, die globales Aufsehen und Medieninteresse, sowie eine hitzige Debatte über Mobbing, Ego-Shooter, gewaltverherrlichende Musik und das Waffenrecht auslöste. Das Massaker hatte weitreichende Konsequenzen. Nicht zuletzt wird der nachfolgende Anstieg von Amokläufen an Schulen „Columbine Effekt“ genannt, weil viele Täter_innen angaben, von Eric Harris und Dylan Klebold inspiriert worden zu sein. Die Generation, die nach dem 20. April 1999 in den USA geboren wurde, wird als „Generation Columbine“ betitelt – Kids, die eine Welt ohne Schulschießereien gar nicht kennen. Columbine ist die Mutter aller Schulmassaker.

Als Eric Harris und Dylan Klebold ein beispielloses Blutbad anrichteten, war ich 8 Jahre alt. Ich erinnere mich nicht daran, dass die Vorfälle in Colorado in irgendeiner Form in meinem Leben thematisiert wurden und auch meine Eltern konnten auf meine Nachfrage hin keine Situation rekonstruieren, in der wir darüber gesprochen hätten. Columbine rückte erst sehr viel später ins Zentrum meiner Aufmerksamkeit: ich begann, mich mit Schul-Amokläufen im Allgemeinen auseinanderzusetzen, um zu verstehen, was die Täter_innen bewegte und wie es möglich war, dass ihr Schmerz und ihre Verzweiflung teilweise jahrelang unbemerkt blieben.
Als ich entdeckte, dass Dylans Mutter Sue Klebold 2016 ein Buch veröffentlicht hatte, das den Titel „A Mother’s Reckoning: Living in the Aftermath of the Columbine Tragedy“ trug, stand für mich sofort fest, dass ich es kaufen und lesen wollte. Meine Motivation war sehr simpel. Ich wollte es begreifen. Ich wollte begreifen, wie man so etwas überlebt.

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Verfasst von - 8. August 2018 in Biografie, Non-Fiction, Rezension

 

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Kerstin Gier – Smaragdgrün

Die „Edelstein-Trilogie“ wurde von 2013 bis 2016 in Deutschland verfilmt. Kerstin Gier war mit der Umsetzung ihrer Romane zufrieden. Einige ihrer Fans schickten ihr hingegen enttäuschte Nachrichten. Auslöser ihres Unmuts waren die Abweichungen der Filme von den Büchern. Beispielsweise beschwerten sie sich über Leslies falsche Haarfarbe und über die Farbe der Schuluniform, die eigentlich Kartoffelpüree-Gelb ist. Gier selbst empfindet die Unterschiede nicht als dramatisch, da die Filme den Geist ihrer Geschichte vermitteln würden und ohnehin als Ergänzung betrachtet werden sollten, nicht als Ersatz. Ich werde trotzdem darauf verzichten, mir die Filme anzusehen. Die Diskrepanzen sind zu groß, als dass ich einen Mehrwert darin erkennen könnte. Besonders das Finale „Smaragdgrün“ wurde entscheidend umgeschrieben. Ich möchte mich lieber an Kerstin Giers Showdown erinnern, nicht an die Auslegung einer Filmproduktionsfirma.

Gwendolyn fühlt sich wie eine Idiotin. Wie konnte sie nur so dumm sein, auf Gideon reinzufallen? Dass ihr ausgerechnet der Graf von Saint Germain die Augen öffnete, macht es nur noch schlimmer. Allerdings ist sie zu beschäftigt, um im Liebeskummer zu versinken. Dank der tatkräftigen Unterstützung ihres Großvaters ist sie der Wahrheit bereits sehr nahegekommen. Lucy und Paul stahlen den Chronografen nicht aus selbstsüchtigen Gründen. Vielmehr misstrauen sie dem Grafen und seinen Motiven. Gwen teilt ihre Vorbehalte. Wie vertrauenswürdig kann ein Mann schon sein, der Mädchenherzen bricht, ohne mit der Wimper zu zucken? Es wird höchste Zeit, die Geheimnisse des obskuren Adligen aufzudecken – die Schließung des Kreises der Zwölf steht kurz bevor. Mutig stürzt sich Gwen erneut in die Vergangenheit, tanzt auf Bällen, schleicht durch unterirdische Gänge und riskiert ihr Leben, um ihren gerissenen Gegenspieler zu überlisten. Denn eine Weisheit hat der Graf nicht bedacht: Liebe geht durch alle Zeiten und überwindet jedes Hindernis.

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Montagsfrage: Unerträgliche Autor_innen?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Es ist vollbracht! Das neue Bücherregal ist an der Wand! Wir haben am Samstag fleißig geschuftet und jetzt hängt es in voller Pracht. Ich bin sehr glücklich, warte nun allerdings noch auf den letzten Akt der ganzen Umgestaltungsaktion: morgen kommen die Kommode und das Low-Board. Wenn die neuen Möbel stehen, werde ich auf jeden Fall Fotos machen und einen Beitrag schreiben, damit auch ihr euch daran ergötzen könnt, wie es ab sofort hier aussieht. Ich sage nur: Bibliothek. 😀
Heute starten wir jedoch erst einmal in die neue Woche, die offenbar brütend heiß wird. Wie könnte das besser funktionieren, als mit der Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja?

Gibt es Autor_innen bei denen ihr im Zwiespalt seid sie zu lesen, weil ihr mit ihren Ansichten/Handlungen oder gar Aspekten ihres Werks nicht übereinstimmt?

Ja, die gibt es. Ich glaube, wenn man so viel liest wie unsereins, kann man gar nicht vermeiden, über Autor_innen zu stolpern, die man persönlich oder professionell ablehnt. Mir sind spontan zwei Beispiele eingefallen, obwohl es sicher weitere Schriftsteller_innen gibt, an denen ich mich aus verschiedenen Gründen stoße.

Der erste ist James Frey. Die Geschichte dieses Autors hat mich so schockiert und angewidert, dass ich 2016 eine vierteilige Beitragsserie über ihn und seine Literaturschmiede Full Fathom Five geschrieben habe. Titel: „Die Chronik der Skrupellosigkeit“. Da ich bereits ausführlich berichtet habe, warum ich nie wieder ein Buch lesen möchte, bei dessen Entstehungsprozess Frey und/oder Full Fathom Five ihre Finger im Spiel hatten, möchte ich hier gar nicht allzu weitschweifend werden. Ich verlinke euch stattdessen die Beiträge und sage so viel: bei Literatur sollte Profitorientierung niemals an erster Stelle stehen. James Frey beschmutzt alles, was ich an dieser Kunstform schätze und liebe.

James Frey & Full Fathom Five | Die Chronik der Skrupellosigkeit – Teil #1: Münchhausens Erbe
James Frey & Full Fathom Five | Die Chronik der Skrupellosigkeit – Teil #2: Literatur vom Fließband
James Frey & Full Fathom Five | Die Chronik der Skrupellosigkeit – Teil #3: Full Fathom Five – Ein Ausbeuterbetrieb?
James Frey & Full Fathom Five | Die Chronik der Skrupellosigkeit – Teil #4: Die Raches eines Bad Boys

Der zweite Autor, zu dem ich ein sehr schwieriges Verhältnis habe, ist Günter Grass. Ich habe bisher kein einziges Buch von ihm gelesen. Ich habe daher kein Recht, mich über sein Schaffen zu äußern und ich möchte nicht in Frage stellen, dass er möglicherweise ein hervorragender Schriftsteller ist. Ich habe allerdings keinerlei Interesse daran, herauszufinden, ob das der Wahrheit entspricht, weil ich nicht über seine Vergangenheit bei der Waffen-SS im Alter von 17 Jahren hinwegkomme. Ich bin dermaßen voreingenommen ihm gegenüber, dass die Lektüre seiner Werke für mich vollkommen sinnlos ist. Ich könnte nicht vergessen, dass er Mitglied einer Bande der schlimmsten Kriegsverbrecher war, die die Welt je gesehen hat. Ich kann ihm nicht vergeben. „Jung und dumm“ kann ich hier einfach nicht gelten lassen. Dass er eingezogen wurde, kann ich nicht gelten lassen. Dass er angeblich an keinerlei Kriegsverbrechen beteiligt war, kann ich nicht gelten lassen. Ich schaffe es nicht. Ich weiß, dass das unfair ist. Aber ich kann nicht aus meiner Haut. Ich bezweifle, dass ich es jemals hinbekomme, seine Person und sein Werk getrennt voneinander zu betrachten. Man soll niemals nie sagen, aber ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass ich irgendwann einmal zu einem seiner Bücher greife.

Welche Autor_innen lehnt ihr ab und warum?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen fabelhaften Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

 

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Jennifer McMahon – The Winter People

Laut Jennifer McMahon sind Autor_innen wie Elstern: sie suchen permanent nach funkelndem Schnickschnack, den sie in ihren Büchern verwenden können. Die Idee zu ihrem Mysterythriller „The Winter People“ verdankt sie ihrer Tochter Zella, der sie das Buch auch widmete. Eines Tages wollte Zella mit ihr ein makabres Spiel spielen, in dem sie zwei Schwestern darstellten, deren Eltern in den Wald entführt wurden. McMahon fand diese Ausgangssituation schrecklich, doch Zella zuckte nur die Schultern und sagte „Sometimes it just happens“ – manchmal passiert es einfach. Heute sind diese nüchternen Worte eines Kindes die Einleitung zu „The Winter People“.

Die Shea-Farm ist verflucht. Seit 1908 die grausam zugerichtete Leiche von Sara Harrison Shea kurz nach dem Tod ihrer Tochter hinter dem Haus gefunden wurde, weiß jeder in West Hall, Vermont, dass auf dem Grundstück und dem umliegenden Land unheimliche Dinge vor sich gehen. Seltsame Geräusche dringen aus dem Wald heraus, Menschen verschwinden spurlos und in einer bizarren Gesteinsformation soll eine Hexe hausen. Die Leute nennen es das West Hall Dreieck. Ruthie hielt das Gerede stets für dummen Aberglauben. Das alte Farmhaus ist ihr Zuhause, das sie mit ihrer Mutter Alice und ihrer kleinen Schwester Fawn teilt. Erst als ihre Mutter vermisst wird und sie auf der Suche nach Hinweisen unter einer Bodendiele Saras Tagebuch entdeckt, beginnt sie, sich zu fragen, ob an den Geschichten vielleicht doch etwas dran sein könnte. Sara berichtet von übernatürlichen Ritualen und Toten, die unter den Lebenden wandeln. Was ist damals wirklich vorgefallen? War Sara verrückt oder war sie die einzige, die die Wahrheit erkannte? Um das Verschwinden ihrer Mutter aufzuklären, muss Ruthie ein 100 Jahre altes Geheimnis lüften, das ihr Verständnis der Realität für immer verändern wird.

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Montagsfrage: Buchmesse?

Guten Morgen ihr Lieben! 🙂

Chilli hatte am Donnerstag ihre erste Anwendung im Rahmen ihrer Physiotherapie. Alle, die Tiere halten, wissen, wie schwierig es sein kann, die richtige Person zu finden, um den eigenen Liebling behandeln zu lassen. Als Laie ist man den Experten auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, weil man einfach nicht weiß, ob sie ihren Job gut machen oder korrekte Informationen weitergeben. Man muss ihnen vertrauen. Dafür ist die Chemie zwischen Halter und Experte extrem wichtig. Chillis Physiotherapeutin hätte ich mir besser nicht träumen können. Die Frau ist meine neue Heldin. Ich habe ein unglaublich gutes Gefühl bei ihr und bin mir sicher, die richtige Wahl getroffen zu haben. Chilli findet sie auch super und die erste Behandlung war bereits ein Erfolg. Sie hat begonnen, Chillis massive Verspannungen zu lösen und dabei genau zugehört, was Chilli ihr währenddessen durch Körpersprache und Verhalten mitteilt. Sie hat ihre Grenzen respektiert und sie nur soweit massiert, gedehnt und abgetastet, wie es ihr angenehm war. Bei dem ersten Anzeichen von Unwohlsein hat sie aufgehört. Ein Traum geht in Erfüllung, denn endlich behandelt jemand meine Prinzessin genauso, wie ich es auch tun würde, wenn ich das Fachwissen hätte. Ich bin sehr, sehr glücklich, weil ich sehen kann, dass es Chilli schon besser geht. Kommenden Donnerstag ist die nächste Behandlung und ich kann es kaum erwarten. Endlich geht es aufwärts!
Mit diesem guten Gefühl starte ich heute in die neue Woche, natürlich wie immer mit der Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja.

Warst du schon mal auf einer Buchmesse, falls nein, möchtest du mal hin oder hast du kein Interesse daran?

Alle Jahre wieder beantworte ich diese Frage. Komischerweise immer dann, wenn die Leipziger oder die Frankfurter Buchmesse ansteht. 😉 Nein, ich war bisher noch nicht auf einer Buchmesse und ich habe auch nicht vor, das zu ändern. Vor einigen Jahren verfolgte ich noch die fixe Idee, die Leipziger Buchmesse zu besuchen, weil ich das Gefühl hatte, als Buchbloggerin gehört das irgendwie dazu und es definitiv total cool ist, dass sich Blogger_innen akkreditieren lassen können. Glücklicherweise habe ich dieses Vorhaben noch einmal gründlich überdacht und mich letztendlich dagegen entschieden. Ich bin nicht bereit, Chilli ein ganzes Wochenende allein zu lassen (der Lieblingsmensch hätte mich begleitet), um nach Leipzig zu pilgern, mich dort von den Menschenmassen umherschubsen zu lassen, kurz vor einem gewaltigen Wutanfall zu stehen, mir die Füße wund zu laufen und am Ende vielleicht weder die Autor_innen treffen zu können, die mich interessieren, noch neue Bücher mit nach Hause zu nehmen. Ich kann sehr schlecht mit großen Menschenaufläufen umgehen, die Enge, die Masse, dumme Leute, die im Weg rumstehen und andere anrempeln, regen mich fürchterlich auf. Man kann auf Buchmessen nur am letzten Tag Bücher kaufen, die man dann aber auch mit sich herumschleppen muss und die ausschließlich für den Neupreis zu bekommen sind. Es widerstrebt mir, den vollen Preis für ein Buch zu zahlen, das ich einige Zeit später auch gebraucht günstig ergattern kann, mit etwas Geduld. Außerdem ist es den Erfahrungsberichten anderer Blogger_innen zufolge dort oft so voll, dass man gar nicht an die Autor_innen herankommt, die man gern treffen würde. Das würde mich schrecklich frustrieren. Die Rennerei ist nun auch nicht meine Traumvorstellung. Insgesamt glaube ich, ich hätte das ganze Wochenende über miese Laune, wäre auf dem Heimweg sehr enttäuscht und hätte zusätzlich ein schlechtes Gewissen, Chilli dafür allein gelassen zu haben. Deshalb lasse ich das lieber. Ich gehöre da nicht hin.

Fahrt ihr zu den Buchmessen?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wüsche euch allen einen glücklichen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Romantik-No-Gos?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Meine Güte, ich bin schon beinahe unruhig geworden. Die Montagsfrage vom Buchfresserchen kam heute so spät, dass ich schon dachte, Svenja sei vielleicht etwas zugestoßen. Da sieht man mal, wie sehr ich an ihre Pünktlichkeit gewöhnt bin und darauf vertraue. Glücklicherweise macht es mir nichts aus, meinen PC auf Arbeit zu missbrauchen und die Antwort hier zu tippen. Auf geht’s!

Wenn du Romantik in Büchern magst, was sind für dich absolute No-Gos in einer Liebesgeschichte?

Oho, da erwischt es ja genau die Richtige. Alle, die mich nur ein bisschen kennen, wissen, dass ich auf Romantik keinen großen Wert lege. Um es mal vorsichtig auszudrücken. Oft erscheinen mir die romantischen Aspekte einer Geschichte überflüssig; ich verstehe einfach nicht, wieso niemand mehr einfach befreundet sein kann. Wieso muss es denn immer gleich die große Liebe sein, wieso eine wunderbar funktionierende Beziehung durch romantische und sexuelle Spannungen verderben? Ich brauche weder heiße Küsse noch schmalzige Liebesschwüre, man schreibe mir lieber eine mitreißende, blutige, dreckige Schlacht.

Da die literarische Welt aber nun einmal nicht nur aus epischen Schlachten besteht und ich einsehe, dass Gefühle hin und wieder sein müssen, versuche ich trotzdem, die Frage zu beantworten. Hmmm, mal überlegen. Ich glaube, was mich am meisten stört, ist tatsächlich Kitsch. Schwülstige Formulierungen, lange Szenen, in denen sich die Beteiligten tief in die Augen starren, eben schon benannte Liebesschwüre und pathetische, dumme Opfer. Es ist einfach nicht klug, die ganze Truppe zu gefährden, um die Sicherheit der Liebsten zu gewährleisten.

Keine reale, gesunde Beziehung funktioniert nach diesen lächerlichen Spielregeln und es ärgert mich sehr, dass Liebe immer mit großen Gesten gleichgesetzt wird. Ich lebe schon recht lange in einer glücklichen Beziehung, ich kann bestätigen, dass es vielmehr die kleinen Dinge sind, die von Liebe sprechen. Somit muss ich mich wohl Svenja anschließen: fehlender Realismus ist ein No-Go und meiner Meinung nach schließt das Liebesdreiecke und Insta-Love ein. Ich meine, wie oft passiert das schon? Im Ernst? Wie oft buhlen zwei Herren um die gleiche Dame und wissen davon? Seien wir doch ehrlich, Frauen behalten ihren Zwiespalt meist für sich, um die Kandidaten nicht zu verletzen. Die Liebe auf den ersten Blick ist ohnehin ein Mythos, weil Liebe wachsen muss. Verliebtheit auf den ersten Blick mag möglich sein, aber nach kurzer Zeit von Liebe zu sprechen, halte ich für vermessen.

Zusammengefasst kann ich also behaupten, dass ich mich grundsätzlich schwer mit der romantischen Ebene einer Geschichte tue, jedoch nichts dagegen habe, wenn sie realistisch beschrieben ist. Leider bilden die meisten Autor_innen Liebe völlig übersteigert ab. Um wundervoll zu sein, braucht Liebe weder große Worte, noch große Taten. Drama ist überbewertet. Wer das begreift, kann sogar mein hartes Schlachten-Herz erweichen. 😉

Über welche Romantik-No-Gos regt ihr euch auf?

Ich bin mir sicher, dass sich unsere Antworten heute ähneln werden, freue mich aber trotzdem auf eure Beiträge und Kommentare! Einen angenehmen Start in die neue Woche für euch alle!
Alles Liebe,
Elli  ❤

 

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Molly Ringle – The Goblins of Bellwater

„The Goblins of Bellwater“ von Molly Ringle ist von dem Gedicht „The Goblin Market“ von Christina Rossetti inspiriert, das 1863 veröffentlicht wurde und die Geschichte zweier Schwestern erzählt, die sich auf einen gefährlichen Handel mit Goblins einlassen. Über die Jahrzehnte wurde das arme Gedicht beinahe zu Tode analysiert. Was da nicht alles reingelesen wurde: Gesellschaftskritik, Wirtschaftskritik, Anti-Semitismus. Ich kann darüber nur den Kopf schütteln. Meiner Meinung nach geht es um die verwegene, düstere Verlockung des Übernatürlichen, die Rossetti durch eine für das Zeitalter beispiellos sexualisierte Sprache schildert. Molly Ringle sah das vermutlich ähnlich, denn „The Goblins of Bellwater“ orientiert sich an dem, was schwarz auf weiß geschrieben steht, nicht an weit hergeholten Interpretationen.

Folge nicht ihrem Pfad. Nimm nichts an, was sie dir anbieten. Diese zwei simplen Verhaltensregeln hätten Skye vor einem furchtbaren Fehler bewahren können. Leider weiß kaum jemand, was sich in den Wäldern rund um das Städtchen Bellwater verbirgt. Niemand warnte sie vor den Goblins. Jetzt ist es zu spät. Skye ist verflucht. Schon bald wird der Drang, sich dem Klan anzuschließen und selbst ein Goblin zu werden, übermächtig sein. Sie kann sich niemandem mitteilen, nicht einmal ihrer großen Schwester Livy, denn der Fluch beschneidet ihre Fähigkeit, zu sprechen. Aber wer würde ihr auch glauben? Sie ahnt nicht, dass es einen Menschen in Bellwater gibt, der die Wahrheit über die Goblins kennt. Livys Freund Kit leidet seit Jahren unter den Auswirkungen eines alten Vertrags, den seine Vorfahren mit dem Klan schlossen. Als Kits Cousin Grady Bellwater besucht und Skye im Wald begegnet, spitzt sich die Lage dramatisch zu. Plötzlich ist Livy die einzige, die Skye und Grady retten kann. Doch dafür muss sie einen gefährlichen Weg einschlagen und sich der Natur selbst als würdig erweisen.

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Verfasst von - 26. September 2017 in Fantasy, Märchen, Urban Fantasy

 

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Nicholas Eames – Kings of the Wyld

Wisst ihr, wie ich auf „Kings of the Wyld“ von Nicholas Eames aufmerksam wurde? Auf dem Cover steht „The Boys Are Back In Town“. Ich dachte sofort an den berühmten Thin Lizzy – Song. Assoziationen von Sex, Drugs and Rock’n‘Roll schwirrten wild durch meinen Kopf und als ich las, dass die Geschichte von einer gealterten Söldnertruppe handelt, die sich auf eine letzte selbstmörderische Mission durch ein monsterverpestetes Land begibt, kannte ich kein Halten mehr. Ich bestellte das Buch, zählte die Stunden bis zu seinem Eintreffen, riss das Paket auf (vielleicht waren Zähne im Spiel) und begann die Lektüre, ohne auch nur daran zu denken, es auf meinen SuB zu legen.

Clay Cooper ist alt geworden. Seine Knie schmerzen, seine Blase treibt ihn peinlich oft aus dem Bett und er wird dafür bezahlt, tagein tagaus als Wache auf der Stadtmauer die Berge anzustarren. Früher, ja früher, war er ein Mitglied der besten und berüchtigtsten Söldnerbande im Heartwyld: Saga. Seite an Seite kämpfte er mit Gabriel, Arcandius Moog, Ganelon und Matrick Skulldrummer. Legenden, allesamt. Doch das ist so lange her, dass er sich nicht mehr erinnern kann, wie er all ihre irrwitzigen, mörderischen Abenteuer eigentlich überlebte. Die Erinnerung überfällt ihn eines Abends, als Gabriel persönlich auf seiner Türschwelle hockt. Sein alter Freund ist ein abgerissenes, verdrecktes Häufchen Elend. Vom Glamour vergangener Tage keine Spur. Verzweifelt bittet er Clay um Hilfe: seine Tochter Rose ist in der schwer belagerten Stadt Castia eingeschlossen. Castia wird nicht standhalten. Eine Rettungsmission wäre dumm, gefährlich, vollkommen aussichtslos – und genau Sagas Stil. Es ist Zeit, die Jungs zusammenzutrommeln, eine letzte Tour durch den Heartwyld zu unternehmen und dem Alter den Mittelfinger zu zeigen.

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Verfasst von - 6. Juni 2017 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Erfahrungsbericht zum Reread von Harry Potter und Der Halbblutprinz

Das tiefe Luftholen vor dem fulminanten Finale

„Harry Potter und Der Halbblutprinz“ erschien am 01. Oktober 2005 auf dem deutschen Markt. Ich war damals 16 Jahre alt. Erstmals in der Geschichte der Reihe war ich genauso alt wie Harry. Heute erscheint mir diese Tatsache unheimlich bedeutsam. Es kommt mir vor, als hätte ich bei meiner ersten Lektüre des sechsten Bandes eine besondere Verbindung zu unserem Helden spüren müssen, weil wir uns das erste Mal auf Augenhöhe begegneten. Als hätte zwischen uns ein automatisches, tiefes Verständnis existieren müssen, weil wir Altersgenossen waren. Paradoxerweise habe ich das mit 16 nicht so empfunden. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich viel darüber nachgedacht hätte, dass Harry und ich gleich alt waren. Ich war ein Teenager, meine Freunde waren Teenager, für mich war es vollkommen normal, dass jemand in meinem Alter war, sogar eine Buchfigur. Ich glaube, ich habe damals einfach nicht erfasst, was es bedeutete, dass ich Harry eingeholt hatte. Mir war nicht klar, dass Harry im sechsten Band auf ewig 16 sein würde, während ich niemals wieder so jung wäre. Das begreife ich erst jetzt. Erst durch mehr als 10 Jahre Abstand verstehe ich, wie besonders es war, dass wir in diesem einen kurzen, vergänglichen Moment gemeinsam 16 waren.

Ich wünschte, ich hätte es schon damals kapiert, denn dann wären meine Erinnerungen an „Der Halbblutprinz“ unter Umständen greifbarer, vollständiger und überhaupt vorhanden. In meinem Gedächtnis klafft an der Stelle, an der dieser Band seinen Platz haben sollte, ein großes graues Loch voller Nebel. Ich erinnere mich an gar nichts. Fragtet ihr mich, wie mein Leben mit 16 Jahren aussah, könnte ich euch grobe Eckdaten nennen, aber wolltet ihr wissen, wie „Der Halbblutprinz“ in meinen Besitz gelangte und wie ich mich während der ersten Lektüre fühlte, müsste ich ahnungslos mit den Schultern zucken. Ich weiß es nicht. Zumindest nicht genau. Ich weiß, dass ich keinen einzigen Band der Originalreihe selbst kaufte und schlussfolgere dementsprechend, dass „Der Halbblutprinz“ ein Geschenk meiner Eltern war. Ich erinnere mich außerdem an ein diffuses Gefühl der Enttäuschung. Ich glaube, ich habe damals große Hoffnungen in den neuen Potter gesetzt, nachdem mir der Vorgänger „Der Orden des Phönix“ eher mäßig zusagte. Ich wollte erneut haarsträubende Abenteuer erleben und die düstere Episode mit der Prophezeiung hinter mir lassen. Vor diesem Hintergrund musste der sechste Band ernüchternd für mich sein, denn das Actionlevel ist viel niedriger als beispielsweise in „Der Feuerkelch“. Heutzutage würde ich ihn als das tiefe Luftholen vor dem fulminanten Finale bezeichnen. Vielleicht ist das der Grund, warum auch die Handlung lediglich bruchstückhaft hängen bliebt.

Als Marina aka DarkFairy und ich uns „Der Halbblutprinz“ im Rahmen unserer Reread-Aktion vornahmen, prophezeite ich sofort, dass meine Kenntnis des Inhalts bei diesem Band die bisher größten Lücken aufweisen würde. Oh, selbstverständlich war mir der grobe Verlauf noch gegenwärtig und niemals könnte ich das dramatische, tränenreiche Ende vergessen, doch all die Details dazwischen schienen mehr oder weniger verschwunden zu sein.

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Lynn Weingarten – Wherever Nina Lies

2016-11-26-weingarten-wherever-nina-lies

„Wherever Nina Lies“ von Lynn Weingarten ist ein weiteres Buch, das es dank des Lesebingos 2016 auf meinen Kindle schaffte. Ich wählte es für die Aufgabe „Lies ein Buch, in dem die Hauptfigur wie du heißt“ aus. Da ich einen seltenen polnischen Nachnamen trage, hatte ich keine Hoffnungen, die Aufgabe mit diesem erfüllen zu können. Also konzentrierte ich mich bei meiner Suche nach passender Lektüre auf meinen Spitznamen, unter dem mich alle Welt kennt. Ich war positiv überrascht, als sich herausstellte, dass Lynn Weingarten eine New York Times Bestsellerautorin ist, deren Roman „Suicide Notes From Beautiful Girls“ viel Zuspruch erhielt. Optimistisch, dass ich mit „Wherever Nina Lies“ nicht allzu falsch liegen könnte, begann ich die Lektüre und freute mich darauf, die Protagonistin Ellie kennenzulernen.

Ellies Leben ist aus dem Gleichgewicht. Seit ihre große Schwester Nina vor zwei Jahren spurlos verschwand und nicht einmal eine Nachricht für sie und ihre Mutter hinterließ, plagt sie die Frage, was mit ihr geschehen ist. Sie weiß, dass sie sich an jeden Strohhalm klammert, der sich ihr bietet und falsche Hoffnungen zerstörerisch sein können. Doch als sie in einem alten Buch auf eine Zeichnung von Nina stößt, ist sie fest überzeugt, dass ihr Fund kein Zufall ist. Es ist ein Zeichen. Ihre beste Freundin Amanda hält sie für verrückt, aber Ellie weiß einfach, dass Nina gefunden werden möchte. Hals über Kopf stürzt sie sich in eine verzweifelte Schnitzeljagd. Dankbar für jede Hilfe, die sie bekommen kann, zögert sie nicht, Unterstützung von Sean anzunehmen, obwohl sie ihn kaum kennt. Ihr gemeinsamer Road Trip deckt düstere Geheimnisse auf – ist Ellie wirklich bereit, die Wahrheit über Nina zu erfahren?

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