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Erfahrungsbericht zum Reread von Harry Potter und Der Halbblutprinz

Das tiefe Luftholen vor dem fulminanten Finale

„Harry Potter und Der Halbblutprinz“ erschien am 01. Oktober 2005 auf dem deutschen Markt. Ich war damals 16 Jahre alt. Erstmals in der Geschichte der Reihe war ich genauso alt wie Harry. Heute erscheint mir diese Tatsache unheimlich bedeutsam. Es kommt mir vor, als hätte ich bei meiner ersten Lektüre des sechsten Bandes eine besondere Verbindung zu unserem Helden spüren müssen, weil wir uns das erste Mal auf Augenhöhe begegneten. Als hätte zwischen uns ein automatisches, tiefes Verständnis existieren müssen, weil wir Altersgenossen waren. Paradoxerweise habe ich das mit 16 nicht so empfunden. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich viel darüber nachgedacht hätte, dass Harry und ich gleich alt waren. Ich war ein Teenager, meine Freunde waren Teenager, für mich war es vollkommen normal, dass jemand in meinem Alter war, sogar eine Buchfigur. Ich glaube, ich habe damals einfach nicht erfasst, was es bedeutete, dass ich Harry eingeholt hatte. Mir war nicht klar, dass Harry im sechsten Band auf ewig 16 sein würde, während ich niemals wieder so jung wäre. Das begreife ich erst jetzt. Erst durch mehr als 10 Jahre Abstand verstehe ich, wie besonders es war, dass wir in diesem einen kurzen, vergänglichen Moment gemeinsam 16 waren.

Ich wünschte, ich hätte es schon damals kapiert, denn dann wären meine Erinnerungen an „Der Halbblutprinz“ unter Umständen greifbarer, vollständiger und überhaupt vorhanden. In meinem Gedächtnis klafft an der Stelle, an der dieser Band seinen Platz haben sollte, ein großes graues Loch voller Nebel. Ich erinnere mich an gar nichts. Fragtet ihr mich, wie mein Leben mit 16 Jahren aussah, könnte ich euch grobe Eckdaten nennen, aber wolltet ihr wissen, wie „Der Halbblutprinz“ in meinen Besitz gelangte und wie ich mich während der ersten Lektüre fühlte, müsste ich ahnungslos mit den Schultern zucken. Ich weiß es nicht. Zumindest nicht genau. Ich weiß, dass ich keinen einzigen Band der Originalreihe selbst kaufte und schlussfolgere dementsprechend, dass „Der Halbblutprinz“ ein Geschenk meiner Eltern war. Ich erinnere mich außerdem an ein diffuses Gefühl der Enttäuschung. Ich glaube, ich habe damals große Hoffnungen in den neuen Potter gesetzt, nachdem mir der Vorgänger „Der Orden des Phönix“ eher mäßig zusagte. Ich wollte erneut haarsträubende Abenteuer erleben und die düstere Episode mit der Prophezeiung hinter mir lassen. Vor diesem Hintergrund musste der sechste Band ernüchternd für mich sein, denn das Actionlevel ist viel niedriger als beispielsweise in „Der Feuerkelch“. Heutzutage würde ich ihn als das tiefe Luftholen vor dem fulminanten Finale bezeichnen. Vielleicht ist das der Grund, warum auch die Handlung lediglich bruchstückhaft hängen bliebt.

Als Marina aka DarkFairy und ich uns „Der Halbblutprinz“ im Rahmen unserer Reread-Aktion vornahmen, prophezeite ich sofort, dass meine Kenntnis des Inhalts bei diesem Band die bisher größten Lücken aufweisen würde. Oh, selbstverständlich war mir der grobe Verlauf noch gegenwärtig und niemals könnte ich das dramatische, tränenreiche Ende vergessen, doch all die Details dazwischen schienen mehr oder weniger verschwunden zu sein.

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Erfahrungsbericht zum Reread von Harry Potter und Der Orden des Phönix

Der Tod der Unschuld

Erinnert ihr euch daran, dass zwischen der Veröffentlichung des vierten Bandes der „Harry Potter“ – Reihe, „Harry Potter und Der Feuerkelch“ (zum Erfahrungsbericht geht es HIER lang), und des fünften Bandes „Harry Potter und Der Orden des Phönix“ 3 Jahre vergingen? Ich nicht. Ich habe das Gefühl, ich müsste diese lange Wartezeit irgendwo in meinem Gedächtnis abgespeichert haben, aber vermutlich interessierten mich in dieser Zeitspanne andere Dinge einfach mehr.
Als „Der Orden des Phönix“ am 08. November 2003 in Deutschland erschien, war ich 14 Jahre alt. Was für ein Alter. Meine ganze Welt war im Begriff, sich zu verändern, weil ich mich veränderte. Ich verabschiedete mich spontan von meinen langen schwarzen Haaren auf der linken Seite meines Kopfes und ließ mir – lange, bevor es modern wurde – von einem Kumpel einen Halfcut rasieren. Ich trug mein erstes Paar Springerstiefel. Ich versuchte mich an der Rebellion der Jugend; wollte frei, wild und unabhängig sein. Die Punker-Szene zog mich magisch an, ich wollte unbedingt dazu gehören. Kein Jahr mehr und ich würde mein Elternhaus verlassen, um bei meinem damaligen Freund zu wohnen.

Dass Harry in dieser chaotischen Phase meines Lebens überhaupt seinen Platz hatte, ist ein kleines Wunder. Lesen war in den Kreisen, in denen ich mich bewegte, nicht hoch angesehen. Ich konnte diese Leidenschaft mit niemandem teilen. Ich verschwieg meine Liebe zum geschriebenen Wort nicht, aber ich erwähnte sie meiner Erinnerung nach nur sehr, sehr selten. Für mich war (und ist) Lesen selbstverständlich, etwas, das ganz natürlich zu mir gehörte. Ich musste nicht darüber sprechen und vielleicht habe ich einfach angenommen, dass all meine verrückten Freunde zu Hause auch lesen würden. Rückblickend weiß ich, dass das nicht der Fall war. Als Bücherwurm war ich in der Punker-Szene eine Kuriosität. Ich denke, es ist gut, dass mir das damals nicht bewusst war. Andernfalls hätte ich dieses Hobby eventuell aufgegeben, weil ich geglaubt hätte, dass sich das für eine richtige Punkerin nicht schickt. Die Anerkennung meines Umfelds war mir in diesem Alter so wichtig, dass ich bereit gewesen wäre, mich zu verbiegen. Wer weiß, wann und ob ich diesen Bestandteil meiner Persönlichkeit und Identität wiederentdeckt hätte. Die typisch jugendliche Eigenschaft, von sich auf andere zu schließen, diese blinde Ignoranz anderer Lebensweisen, bewahrte mich davor, zu vergessen, wie viel mir das Lesen bedeutet. Sie bewahrte mich davor, Harry zu vergessen.

Nichtsdestotrotz erinnere ich mich leider überhaupt nicht daran, in welcher Situation mir „Der Orden des Phönix“ das erste Mal begegnete. Ich weiß nicht, ob ich den Veröffentlichungstermin herbeisehnte, ob ich den fünften Band kurz darauf bekam oder länger warten musste. All diese Eindrücke prägten sich nicht tief genug ein, weil mein Leben damals voller Neuheiten und (subjektiver) Abenteuer war. Ich war abgelenkt. Ich finde das heutzutage schade, aber ich kann mir verzeihen. Es macht nichts, dass ich nicht mehr weiß, unter welchen Umständen ich den fünften Band das erste Mal las, denn ich erinnere mich sehr wohl an die Gefühle meines 14-jährigen Ichs während der ersten Lektüre – ich mochte ihn nicht besonders. Im Ernst. Kein Spaß. Natürlich handelte es sich dabei um Jammern auf hohem Niveau, schließlich ist es ein Potter und somit automatisch ein gutes Buch, doch ich erinnere mich, dass ich mich mit der Düsternis in „Der Orden des Phönix“ nicht wohl fühlte. In meinem persönlichen Ranking der Reihe stand er immer ganz unten.

Seit dem Tag, an dem Marina aka DarkFairy und ich 2016 begannen, alle „Harry Potter“ – Bände noch einmal zu lesen, vermutete ich, dass ich „Der Orden des Phönix“ als Erwachsene anders bewerten würde. Ich war von Anfang an überzeugt, dass sich meine Meinung wandeln würde. Als wir uns zum fünften Band vorgelesen hatten, war ich deshalb besonders gespannt, wie dieser auf mich wirken würde. Ich war bereit, neue Erinnerungen zu schaffen.

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Erfahrungsbericht zum Reread von Harry Potter und Der Feuerkelch

HP re-read_hell [398640]

Die Schatten werden länger

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Es ist seltsam. Je weiter Marina aka DarkFairy und ich in unserem „Harry Potter“ – Reread voranschreiten, desto unzuverlässiger werden meine Erinnerungen. Bereits beim dritten Band, „Harry Potter und Der Gefangene von Askaban“, ließ mich mein Gedächtnis im Stich; ich weiß nicht mehr, wann ich ihn das erste Mal in den Händen hielt. An meine erste Begegnung mit „Harry Potter und Der Feuerkelch“ habe ich ebenfalls keine konkreten Erinnerungen, allerdings ist ein Teil meines Ichs fest überzeugt, dass ich den vierten Band zu Weihnachten von meinen Eltern geschenkt bekam. Obwohl ich nicht in der Lage bin, Momentaufnahmen von diesem Weihnachtsabend abzurufen, besteht dieser Teil darauf, dass es so gewesen ist. Theoretisch ist das möglich, denn „Der Feuerkelch“ erschien im Oktober 2000 auf dem deutschen Markt. Ich war 11 Jahre alt, alt genug für eine Eule aus Hogwarts, die sich leider bis heute nicht blicken ließ.

16 Jahre später freute ich mich sehr auf den Reread des vierten Bandes, weil ich ihn stets als unheimlich aufregend empfand. Zwei Großereignisse erwarteten mich, die Quidditch-Weltmeisterschaft und das Trimagische Turnier, an dem Harry unfreiwillig teilnehmen würde.
Nachdem ich während des Rereads von „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ anfangs Schwierigkeiten hatte, mich an die Bilder meiner Fantasie zu erinnern und immer wieder von den Darstellungen der Verfilmung überwältigt wurde, versuchte ich, möglichst gelassen an „Der Feuerkelch“ heranzugehen und mich nicht unter Druck zu setzen. Ich habe gelernt, dass meine Vorstellungskraft am besten funktioniert, wenn ich sie frei fließen lasse und nicht zu viel darüber nachdenke. Da ich bereits vor der Lektüre einige meiner eigenen Bilder abrufen konnte, war ich zuversichtlich, dass es auch beim Lesen klappen würde. Ich lag richtig. Meine Bilder überlagerten die Film-Darstellungen. Hin und wieder wollte sich ein vorwitziges Film-Bildchen in den Vordergrund drängen, doch in diesen Fällen konnte ich, wie bereits beim Lesen von Band 1 und 2, dieses einfach bewusst nach hinten schieben. Ich sah, was ich sehen wollte und fühlte mich in meine Kindheit zurückversetzt.

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Verfasst von - Februar 21, 2017 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Erfahrungsbericht zum Reread von Harry Potter und Der Gefangene von Askaban

HP re-read_hell [398640]

Das Tor zur Selbsterkenntnis

Harry Potter und Der Gefangene von AskabanSeit ich ihn das erste Mal gelesen habe, ist „Der Gefangene von Askaban“ mein liebster „Harry Potter“-Band. Rein rational betrachtet gibt es dafür keine befriedigende Begründung, es ist eine rein emotionale Präferenz. Die beiden Bände davor und alle Bände, die danach kamen, lösten bei mir einfach nicht die gleiche Begeisterung aus. Der dritte Band potenzierte meinen Wunsch, Hogwarts selbst besuchen zu dürfen, vielleicht, weil Joanne K. Rowling darin vergleichsweise ausführlich auf Harrys Alltag als Schüler eingeht. Erstaunlicherweise kann ich mich jedoch nicht daran erinnern, wie „Der Gefangene von Askaban“ in meinen Besitz gelangte. So detailliert meine Erinnerungen an das Ergattern der ersten beiden Bände sind, bezüglich des dritten Bandes ist dort bloß grauer Nebel. Ich weiß nicht mehr, wann ich „Der Gefangene von Askaban“ das erste Mal in den Händen hielt und ich weiß auch nicht mehr, wie ich die Wartezeit empfand. Wikipedia behauptet, das Buch wäre im August 1999 erschienen, was bedeutet, dass ich nach „Die Kammer des Schreckens“ 5 Monate ausharren musste, bis ich erfuhr, wie die Geschichte weiterging. Durch meine Selbstkenntnis schlussfolgere ich, dass diese Zeitspanne die Hölle für mich gewesen sein muss, aber ich habe keine Ahnung, ob ich tatsächlich so sehr unter meiner Ungeduld gelitten habe. Es wurmt mich, dass ich mich nicht erinnern kann. Ausgerechnet bei dem Band, der mir stets der liebste war, lässt mich mein Gedächtnis im Stich.

Für den Reread spielte es glücklicherweise keine Rolle, wie „Der Gefangene von Askaban“ bei mir einzog. In Absprache mit Marina alias DarkFairy begann ich das Buch am Abend des 01. Juli. Ich machte es mir bei angenehmen Temperaturen auf meinem Balkon gemütlich und legte los.
Schnell stellte ich fest, dass ich meinen Vorsatz, mir beim Lesen Zeit zu lassen und die Lektüre voll auszukosten, beim dritten Band nicht würde einhalten können. Zu sehr fesselte mich Geschichte, zu intensiv war die erneute Erfahrung des Abtauchens in eine Welt, die ich bereits als 10-Jährige liebte. Ich flog durch die Seiten und war nicht in der Lage, mich zu bremsen. Ich ergab mich dem Sog und ließ mich mitreißen, denn ich sah keinen Sinn darin, mich zur Gemächlichkeit zu zwingen.

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Verfasst von - Juli 26, 2016 in Fantasy, Urban Fantasy

 

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Erfahrungsbericht zum Reread von Harry Potter und Die Kammer des Schreckens

HP re-read_hell [398640]

 

Eine Lektion fürs Leben

Harry Potter und Die Kammer des SchreckensMit „Harry Potter und Die Kammer des Schreckens“ habe ich zum ersten Mal erlebt, was es bedeutet, auf eine Fortsetzung warten zu müssen und dabei auf heißen Kohlen der Ungeduld zu sitzen. Es war schrecklich. Einigen von euch erging es garantiert genauso – vielleicht erinnert ihr euch ebenfalls an das Gefühl, laut schreien und mit dem Fuß aufstampfen zu wollen, weil ES. BIS. ZUR. VERÖFFENTLICHUNG. NOCH. SO. LANG. HIN. IST. Ich war von Hause aus ein ungeduldiges Kind, Warten fiel mir generell unheimlich schwer. Wenn ich etwas haben wollte, dann am besten gestern. Meine Eltern versuchten natürlich, dieser Impulsivität entgegen zu wirken und mir beizubringen, dass man im Leben nicht immer alles bekommt, was man sich wünscht und erst recht nicht sofort. Sie wollten mir vermitteln, dass Vorfreude schön sein kann, weil sie die Freude, hält man das heiß herbeigesehnte Objekt dann in den Händen, ins Unermessliche steigert. Sie haben sich wirklich angestrengt. Lange trugen ihre Bemühungen keine Früchte; ich war lange nicht in der Lage, Ungeduld in Vorfreude zu verwandeln und diese zu genießen. Ich war sogar oft wütend, weil ich es ungerecht und gemein fand, dass sie meinen Wünschen nicht einfach nachgeben konnten und teilweise von mir verlangten, dass ich für bestimmte Gegenstände mein Taschengeld sparen und sie mir selbst kaufen sollte.

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Verfasst von - Juni 30, 2016 in Fantasy, Urban Fantasy

 

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15. 10. 2014 – Harry Potter Tag

Diese wunderbar tollige Idee habe ich bei Nimue auf ihrem Blog Vorzeigbar gefunden. Ein Harry Potter Tag. Lauter Fragen zum Potteriversum. Bisher kam es vielleicht nicht so rüber, aber ich liebe die Harry Potter Romane und habe sie alle schon mehrfach gelesen. Wie ich schon Yvo erzählt habe, wird es eigentlich auch mal wieder Zeit für ein komplettes Reread, denn das letzte ist ein paar Jahre her. Ich spiele ernsthaft mit dem Gedanken, dazu mal eine Leserunde zu veranstalten und die Bücher gemeinsam mit euch zu erneut zu lesen.
Heute geht es aber erst mal darum, ein paar Fragen zum Thema „Harry Potter und Ich“ zu beantworten. Seid ihr bereit? Dann geht’s jetzt los!

HarryPotterBanner

  1. Deine Harry Potter Geschichte, deine erste Begegnung mit Harry Potter?

    Dass ich überhaupt mit den Harry Potter Romanen in Kontakt kam, habe ich meiner Mama zu verdanken. Ich glaube, ich war 12, als sie eines schönen Tages in mein Zimmer gestürmt kam und mir hellauf begeistert von dieser Buchreihe erzählte, für die englische Kids eine ganze Nacht lang in der Kälte Schlange standen, einfach nur, um eines der ersten Exemplare zu ergattern. Sie war total aufgeregt und ich weiß noch, dass ich dachte „Man, sie übertreibt doch, wie kann man sich deswegen so freuen?“. Tja. Ich bekam dann das erste Buch und begann zu lesen. Und las. Und las. Als ich fertig war, bin ich sofort zum Buchladen marschiert und habe den nächsten Band gekauft. Also: danke liebe Mama!

  2. Hast du alle Bücher gelesen/ Filme gesehen?

    Selbstverständlich. Die ersten drei Bände wurden ja noch gemeinsam auf Deutsch veröffentlicht, danach hieß es dann warten. Wie habe ich es GEHASST. Wäre es nach mir gegangen, ich hätte J.K. Rowling höchstpersönlich Feuer unterm Hintern gemacht, damit es schneller geht. 😀
    Bei den Filmen war ich nicht ganz so verrückt, denn als die veröffentlicht wurden, kannte ich die Geschichte ja bereits. Trotzdem habe ich sie alle gesehen und besitze sie auch alle auf DVD bzw. (man will es kaum glauben, ein Relikt) VHS.

  3. Wenn du sie gelesen hast – bevor du den Film geschaut hast, oder danach?

    Wie schon angedeutet: lange davor. Ich glaube, ich habe tatsächlich sogar angefangen die Bücher zu lesen, bevor hier in Deutschland dieser Hype entstand. Meinen Ausgaben der ersten drei Teile fehlt nämlich noch dieser typische Schriftzug, der kam erst später.

  4. Dein liebster HP Band/Film? Und der schlechteste?

    hp askabanMein liebster Band war immer und wird immer „Der Gefangene von Askaban“ sein. Schwach fand ich keinen einzigen. J.K. Rowling hat die Spannung die gesamte Reihe über aufrecht erhalten und mich immer wieder aufs Neue gepackt und gefesselt. Doch wenn man mich fragte, welcher mir am wenigsten gefallen hat, muss ich wohl Band 5 „Der Orden des Phönix“ sagen. Die Geschichte mit der Prophezeiung ist einfach nicht so meins. Und Sirius stirbt. *schluchz* Allerdings mag ich den Handlungsstrang mit Dolores Umbridge wirklich sehr. Sie ist so ein perfektes Feindbild.

  5. Dein Lieblingscharakter gut/böse?

    Puh. Was für eine Frage. Die positiven Charaktere liebe ich alle. Wie könnte ich auch nicht? Sie sind alle liebenswert. Bei den negativen Charakteren… Hmmm… Schwierig. Ich fand Kreacher immer total interessant. Ich hab mir immer gewünscht, all seine Erinnerungen aus ihm rauszubekommen. Was er im Haus der Blacks alles miterlebt haben muss… Dann natürlich Snape. Er ist sehr facettenreich, was mich stark beeindruckt, bedenkt man die Zielgruppe der Romane.

  6. Lieblingsschauspieler/in?

    Oh, das ist leicht. Jason Isaacs, alias Lucius Malfoy. Kaum zu fassen, wie gut sie mit ihm meine Vorstellung der Figur getroffen haben und er spielt es auch noch genial, soooo BÖSE. Eine absolute Traum-Besetzung. Ist euch auch mal aufgefallen, dass Lucius im Film ein bisschen wie ein Elb aussieht?

  7. In welchem Haus würdest du am liebsten als Schüler/in in Hogwarts sein?Ravenclaw Wappen

    Ravenclaw. Wir haben doch damals alle überlegt, welches Haus wohl am besten zu uns passen würde und bei mir wäre das Ravenclaw. Gryffendor ist cool, ja, aber für meinen Geschmack doch etwas zu holterdipolter. Slytherin… so, wie J.K. Rowling es vermittelt hat, sind die doch alle eh nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht und schrecken dazu vor keiner Hinterlist zurück. Und Hufflepuff… na ja, die mögen Pflanzen. Für mich sagt das schon voll viel aus, weil ich mit Pflanzen eben nicht viel anfangen kann und auch eher dazu neige, jegliche pflanzliche Lebewesen vertrocknen oder verschimmeln zu lassen. Die sagen nicht, wann sie was brauchen.

  8. Welches Haustier hättest du gerne?

    Standard-Antwort ist hier wohl „Eule“, aber nicht bei mir. Ich würde mich für eine Ratte entscheiden. Ratten sind klug, haben kein Problem mit Körperkontakt und sind außerdem wahre Überlebenskünstler. Ich hatte sogar schon mal Ratten, das war toll. Ich hätte auch heute mindestens eine, wenn die Kombi Hund und Ratte nicht so ungünstig wäre.

  9. Gefällt dir das Ende oder hättest du es dir anders gewünscht/vorgestellt?

    Es war perfekt.

  10. Wolltest du auch schon immer mal Butterbier trinken?

    Tatsächlich ja, ich habe mich immer gefragt, wie das schmeckt. Für mich klingt es nämlich richtig lecker.

  11. Dein Lieblingsort

    Da muss ich zwei nennen: die Heulende Hütte und die Winkelgasse. Ich kann es nicht erklären. Hat vermutlich damit zu tun, dass Band 3 mein Lieblingsband ist.

  12. Lieblingslehrer – Schulfach?

    Hui, wieder so schwer. Ich würde eigentlich alles gern mal austesten (außer Muggelkunde, ich heiße schließlich nicht Hermine). Aber ich denke nicht, dass mir Kräuterkunde liegen würde und auch Wahrsagen ist sicher nicht so mein Fall. Bei Zaubertränke… da müsste ich mich wohl überraschen lassen. 😉
    Meine Lieblingslehrerin war immer Professor McGonagall, weil sie mich an meine LK-Englisch-Lehrerin erinnert. Wobei auch Lupin natürlich ein großartiger Lehrer war.

  13. Traurigster Moment?

    Klare Sache: Dumbledores Tod. Ich heule mir jedes Mal die Augen aus dem Kopf.

  14. Welches Fabelwesen ist dein Liebling?

    Ich denke, es ist Fawkes der Phönix. Obwohl Norbert das Norwegische-Stachelbuckel-Baby auch unglaublich toll ist.

  15. Welches deutsche Buchcover gefällt dir am besten

    Da liefern sich „Der Gefangene von Askaban“ und „Der Feuerkelch“ ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Vielleicht hat Band 3 eine Nasenlänge Vorsprung, weil es allgemein mein Lieblingsband ist.

  16. Was wäre bei dir im Raum der Wünsche?

    Diese Frage finde ich ein bisschen komisch, weil der Raum der Wünsche ja immer genau das enthält, was man sich in DIESEM Augenblick am meisten wünscht. Wie Dumbledore schon sagte, er könnte auch lauter Toiletten enthalten, wenn man mal ganz dringend muss. Das heißt, es ist immer ganz unterschiedlich. Früh morgens könnte er eine perfekte Kanne Kaffee enthalten, in einem anderen Moment ein magisches Portal zu meinem Partner, oder oder oder.

  17. Hast du mit 11 auch auf einen Brief von Hogwarts gewartet?

    Na ja. Ich habe ja mit 12 angefangen, die Bücher zu lesen. Das heißt, eigentlich war ich schon ein Jahr zu alt. Aber ein kleiner Teil von mir hat wohl wirklich darauf gehofft, dass ich einen Brief bekomme; dass sich nur jemand geirrt und mich übersehen hat. Und ein winziger Teil tut es wohl noch heute. 😉

  18. In was würde sich ein Irrwicht bei dir verwandeln?

    Tja, das ist die große Frage, nicht wahr? Es könnte ein Clown sein. Es könnte aber auch der Tod eines geliebten Menschen oder meiner Hündin sein. Vielleicht weiß ich es auch noch nicht. Vielleicht kenne ich meine größte Angst gar nicht. Was mich allerdings sowieso mehr interessieren würde, ist die Form meines Patronus.

  19. Was ist dein Lieblingsartefakt?

    Da muss ich genauso antworten wie Nimue: die Karte des Rumtreibers.

    karte des rumtreibers

So, das war es von mir. Vielleicht habt ihr ja auch Lust, die Fragen zu beantworten? Das könnt ihr gern hier in den Kommentaren tun oder selbst einen Beitrag erstellen und ihn hier verlinken. Ich bin total neugierig, mehr über eure Beziehung zu Harry Potter zu erfahren! 🙂

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Verfasst von - Oktober 15, 2014 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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