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Schlagwort-Archive: Die Uralte Metropole

Montagsfrage: In guten wie in schlechten Zeiten?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ach, Urlaub ist toll. Eine Woche lang habe ich jetzt faul rumgesessen und eine weitere folgt. Na ja, gut, eigentlich stimmt das nicht. Ich sitze niemals einfach nur faul rum, ich habe immer irgendwas zu tun. Trotzdem genieße ich es schon sehr, mehr Zeit für die Beschäftigungen zu haben, die sonst etwas kurz kommen. Im Moment bin ich voll im Conan/Howard-Fieber und schreibe den halben Tag an den Beiträgen für die Aktionswoche. Es ist natürlich viel Arbeit, aber erstens wusste ich das vorher und zweitens macht es einfach Spaß, weil das Thema so spannend und ergiebig ist. Den Rest des Tages nutze ich für lange Yogaeinheiten, mein Lauftraining und Ausflüge in die Küche, um den Lieblingsmenschen und mich mit gutem Essen zu verwöhnen. Abends lese ich dann, schaue Serien und/oder genieße die meditative Wirkung des Puzzelns, um den Kopf frei zu bekommen. Ihr seht, ich versuche täglich, eine ausgewogene Mischung mentaler und körperlicher Aktivitäten herzustellen. Klappt gut. Ich fühle mich gut. 🙂 Heute kommt natürlich noch die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise hinzu, zu der ich allerdings nicht allzu viel sagen kann.

Habt ihr ein ‚Comfort‘-Buch?

Nein. Ich habe natürlich einige Herzensbücher, die mich schon lange begleiten und die ich in großen Abständen immer mal wieder hervorhole, wenn ich das Gefühl habe, ich müsste die Geschichte in meinem Gedächtnis auffrischen oder mir einen besonderen literarischen Leckerbissen gönnen. Dazu zählen zum Beispiel „Harry Potter“, „Die Uralte Metropole“ von Christoph Marzi oder „Timm Thaler“ von James Krüss. Aber ich greife nicht zu diesen Werken, weil ich einen miesen Tag hatte, mir die Decke auf den Kopf fällt oder aufgrund ähnlicher Umstände, die Antonia beschreibt. Dieses Bedürfnis kenne ich gar nicht. Mir reicht meine aktuelle Lektüre immer aus, um mich zu entspannen und zu beruhigen. Ich denke, das liegt daran, dass dieser Wohlfühlfaktor für mich nicht primär am Buch hängt, sondern am Lesen selbst. Ich habe mich da zuverlässig konditioniert; allein der Gedanke daran, mich auf der Couch bequem zurückzulehnen und mir ein Buch vorzunehmen, vermittelt mir eine Aura von Ruhe und Frieden. Nun ist das natürlich der Gipfel der Entspannung, der kaum getoppt werden kann, doch es funktioniert auch in anderen Situationen. Auf Arbeit habe ich festgestellt, dass es für mich sehr wichtig ist, in meiner Pause zu lesen. Mein Job ist stressig, deshalb brauche ich diese halbe Stunde, um meinen Kopf zu resetten. Egal, wie hektisch der Tag verläuft, zwischen den Seiten meines Buches finde ich eine Insel der Erholung, auf der ich mich erden kann und neue Energie tanke. Fast, als würde ich meine Couch mental besuchen. Geschichten haben diesen Effekt auf mich, unabhängig davon, wie gut oder schlecht sie sind. Sogar eine blöde Geschichte mit haufenweise Mängeln holt mich runter, einfach, weil ich meinen Geist auf eine Reise schicke und meinen Alltag verlasse, selbst wenn die Qualität zu wünschen übrig lässt und es nur ein kurzer Ausflug ist. Demzufolge habe ich kein spezielles ‚Comfort‘-Buch – ich habe jede Menge ‚Comfort‘-Bücher, wenn man so will.

Habt ihr ein Buch, das ihr in guten wie in schlechten Zeiten immer wieder lest?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen bezaubernden Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Literarisches Kinderbespaßungsprogramm?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich weiß, ich bin heute sehr spät dran mit der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise. Ich hab es einfach nicht früher aus dem Bett geschafft, denn ich bin gestern Abend total im Seriensumpf versackt. Aktuell gönne ich mir nämlich einen Rewatch (Nennt man das so, wenn man eine Serie noch einmal schaut?) von Buffy – Im Bann der Dämonen. Ja ja, lacht ihr nur, aber als ich ein Teenager war, war das DIE Serie schlechthin. Man kann sich das heute kaum noch vorstellen, damals habe ich wirklich jede Woche darauf hingefiebert, dass eine neue Folge läuft. Ich habe Buffy geliebt. Ich habe sehr lange darauf gewartet, dass irgendeiner der gängigen Streamingdienste sie endlich in die Auswahl aufnimmt und vor kurzem hat mir Amazon diesen Gefallen getan. Überraschung, ich liebe sie noch immer. Mittlerweile bin ich in der letzten siebten Staffel angekommen und ich freue mich darüber, dass die Serie für die damalige Zeit nicht nur erstaunlich gut gemacht war, sondern auch recht fortschrittliche Themen behandelte wie Emanzipation, Sexismus und Homosexualität. Ich denke, Buffy hatte großen Anteil daran, dass ich bis heute ganz gern Urban Fantasy mit starken Protagonistinnen lese.
Nun will ich euch aber nicht länger mit Fangirling zu Buffy langweilen (obwohl ich das stundenlang tun könnte) und direkt zur heutigen Montagsfrage übergehen, bevor es noch später wird.

Welche Bücher könnt ihr Eltern (und gelangweilten Kindern) gerade sehr empfehlen?

Da bin ich tatsächlich die falsche Ansprechpartnerin. Ich habe keine Kinder, ich habe keinen Kinderwunsch und ich sitze auch nicht im Home Office fest. Ich kann mich maximal auf meine eigene Kindheit bzw. Jugend berufen, um hier heute eine Antwort zusammenzuschustern. Ich kann für nichts garantieren, weil es beinahe unmöglich ist, Literatur für Kinder und Jugendliche zu empfehlen, ohne das Alter der Zielperson zu kennen. Also sammle ich jetzt ein paar Vorschläge, gebe aber keinerlei Gewähr, dass das für eure Racker passen wird. Außerdem möchte ich ein bisschen Abstand von populären Werken wie „Harry Potter“ oder „Percy Jackson“ nehmen, denn diese Bücher sind so bekannt, dass da vermutlich auch jedes Elternteil selbst drauf käme.

Zuerst möchte ich euch eine Reihe vorschlagen, die mir schon sehr lange sehr am Herzen liegt: die „Uralte Metropole“ von Christoph Marzi. Für kleine Kinder ist sie sicher nicht geeignet, aber für etwas ältere ist es eine spannende Lektüre voller Magie und Wunder. Die Geschichte des jungen Waisenmädchens Emily, die entdeckt, dass sich unter London eine weitere Stadt verbirgt, hat meine Fantasie mächtig angekurbelt und mich viele Male hervorragend unterhalten. Positiv ist, dass es mittlerweile fünf Bände gibt, die mit mehr als 500 Seiten jeweils ziemlich umfangreich sind – damit ist der Spross eine Weile beschäftigt, entweder allein oder in einer Vorlesesituation.

Ein Buch, das ich auch für jüngere Kinder empfehlen kann, ist „Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen“ von James Krüss. Oh wie habe ich diesen Roman geliebt. Es gehört sicher zu den Büchern, die mir meine Mutter am häufigsten vorlesen musste, als ich klein war. Es handelt vom kleinen Timm, der sein Lachen für die Fähigkeit, fortan jede Wette zu gewinnen, eintauscht. Er begreift recht schnell, dass dieser Tausch eine dumme Idee war, denn ohne Lachen kann er nicht glücklich sein. Im weiteren Verlauf tut er alles dafür, sein Lachen zurückzubekommen und lernt dabei, dass es Dinge im Leben gibt, die wichtiger sind als Geld und Erfolg. Eine sehr schöne Botschaft, die wahrscheinlich niemals an Gültigkeit verliert.

Tatsächlich gehen mir schon jetzt so langsam die Vorschläge aus, aber einen letzten habe ich noch in Petto, der vielleicht helfen könnte: die alten Romane, die Wolfgang und Heike Hohlbein Ende der 80er, Anfang der 90er zusammen geschrieben haben, speziell „Der Greif“, „Unterland“ und „Drachenfeuer“. Diese Bücher habe ich in meiner Kindheit gelesen und fand sie großartig. Das schriftstellerische Ehepaar stellte damals Protagonist_innen in den Mittelpunkt, die nur wenig älter als ich waren. Deshalb konnte ich mich wunderbar mit ihnen identifizieren und habe ihre fantastischen Abenteuer wie im Rausch verschlungen. Heute würde ich wohl eher nicht mehr zu einem Hohlbein greifen, entweder, weil die Qualität ihrer Arbeit abnahm oder ich ihnen schlicht entwachsen bin, da kann ich mich nicht so recht entscheiden, aber so mit 10, 11 Jahren waren diese Bücher das Nonplusultra meines Literaturhorizonts. Ich bin mir sicher, dass das auch für andere Kinder der Fall wäre.

Ich hoffe, ich konnte euch ein paar neue Impulse für die Beschäftigung eurer Kinder während der Corona-Krise vermitteln. Tut mir leid, dass ich nicht mehr zu bieten habe, aber ich gehöre eben nicht zum betroffenen Kreis und mache mir selten Gedanken darüber, welche der Bücher, die ich lese, auch für ein junges Publikum geeignet sein könnten.

Welche Bücher eignen sich eurer Meinung nach als Corona-Kinderbespaßungsprogramm?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen sonnigen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Thilo Corzilius – Ravinia

Rezensionsheader Ravinia

Thilo Corzilius‘ Debütroman „Ravinia“ erschien 2011, während seines Studiums der Evangelischen Theologie. Ein Jahr später erhielt er sein Diplom und war ein wenig verloren, denn er hatte entschieden, doch kein evangelischer Pfarrer werden zu wollen. Das Schreiben füllte die Lücke. Als freier Schriftsteller veröffentliche Corzilius bis 2017 Romane und Kurzgeschichten. Er war erfolgreich genug, um sein Leben zu finanzieren, aber was für andere die Erfüllung eines Traums darstellt, befriedigte den jungen Theologen nicht. Deshalb hängte er seine Vollzeit-Autorenkarriere 2017 an den Nagel, ließ sich zum alt-katholischen Priester weihen und wurde Vikar in Freiburg im Breisgau. Ich finde das interessant, denn normalerweise läuft es ja umgekehrt: aus dem Hobby wird ein Beruf. Ich bin gespannt, ob Corzilius zukünftig dennoch Bücher veröffentlichen wird.

Wieso schenkt jemand einer 16-Jährigen einen altmodischen Schlüssel? Natürlich ist Lara mit den gelegentlichen Verrücktheiten ihres Großvaters vertraut, aber dieses seltsame Geschenk ist selbst für ihn ungewöhnlich. „Victoria Street, Edinburgh“ ist in den Schlüsselkopf eingraviert. Neugierig beschließt Lara, den Schlüssel an der erstbesten Tür auszuprobieren, die ihr begegnet: ihrer Haustür. Sie staunt nicht schlecht, als der Schlüssel nicht nur passt, sondern die Tür zu ihrem Haus plötzlich auf die Victoria Street in Edinburgh führt. Unmöglich! Oder nicht? Dort angekommen, trifft sie den exzentrischen alten Schlüsselmacher Mr. Quibbes und seinen Gesellen Tom, die ihr seelenruhig erklären, dass ihr Schlüssel magisch und nicht der einzige seiner Art ist. Mr. Quibbes bietet ihr an, bei ihm in die Lehre zu gehen und sie in die Geheimnisse seiner Zunft einzuweihen. So lernt Lara Ravinia kennen, eine magische Welt, eine Zuflucht für alle mit besonderen Talenten. Doch Ravinia ist in Gefahr. Die Stadt droht, von einer Verschwörung in ihren Grundfesten erschüttert zu werden – und Lara ist die einzige, die sie aufhalten kann.

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Montagsfrage: Liebster fiktiver Bücherwurm?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Zeit für Schach mit Kühlschränken! Zeit für Football! Zeit für den 53. Super Bowl in Atlanta! Eine aufregende Saison nähert sich ihrem Höhepunkt. Heute wird sich entscheiden, ob die Jugend der L.A. Rams der Erfahrung der New England Partiots gewachsen ist. Das heißt, für mich wird es eine lange Nacht. In weiser Voraussicht habe ich mir heute freigenommen, um mir das Spiel in Ruhe ansehen zu können. Danach muss ich schließlich wieder eine lange Durststrecke bis September überleben. 00:30 Uhr ist Kick-Off, demzufolge habe ich noch ein paar Minuten, bis es losgeht und die möchte ich selbstverständlich sinnvoll nutzen. Also schnell noch die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise beantworten.

Wer ist dein liebster fiktiver Bücherwurm?

Die liebe Antonia hatte leider einen Trauerfall in der Familie, deshalb gibt sie heute selbst keine Antwort auf ihre Frage. Ich möchte mich an dieser Stelle von Herzen dafür bedanken, dass sie trotzdem bloggt und ihr mein tief empfundes Mitgefühl aussprechen. Meine Gedanken sind bei dir, Antonia.

Da sie sich nun schon die Mühe macht, möchte ich natürlich auch eine gut durchdachte Antwort geben, aber frustrierenderweise ist das nicht möglich. Ich ahne, dass heute ein Name auf allen Blogs vorherrschen wird: Hermine Granger. Wir alle lieben sie. Ich ebenfalls. Unsere kleine Lieblingsstreberin, die selbst auf die Suche nach den Horkruxen Bücher mitschleppt. Hermine ist großartig. Doch sie ist nicht meine Wahl. Meine Wahl fällt auf Emily Laing aus Christoph Marzis Reihe „Die Uralte Metropole“. Das Problem ist, ich kann nicht so recht erklären, warum. Ihr Name war der erste, der in meinem Kopf aufpoppte, als ich die Frage las. Ich werte das als Zeichen meines Unterbewusstseins und schätze, dass es mir sagen möchte, dass sie an erster Stelle steht, doch es gibt keinen nachvollziehbaren Grund dafür. Ich liebe Emily und ihre Geschichte ist für mich eine Herzensgeschichte, aber das gilt für Hermine mindestens genauso. Ich würde nicht einmal behaupten, dass ich Emily grundsätzlich lieber mag als Hermine. Ich weiß nicht, warum mein Bauch mir sagt, dass sie mein liebster Bücherwurm ist. Vermutlich handelt es sich um eine hauchdünne emotionale Präferenz. Tut mir leid, dass ich euch heute keine befriedigendere Antwort bieten kann. Manchmal sind die Wege des allwissenden Bauches eben wirklich unergründlich.

Welche fiktive Leseratte steht für euch an erster Stelle?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare! Irgendwann bin ich sicher auch wieder wach und werde eine schöne ausgedehnte Stöberrunde drehen. 😉 Kommt gut in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Jahresrückblick 2017: Zahlen-Jonglage, gealterte Söldner und Zwerge, die Gartenzwerge sammeln

Hallo ihr Lieben! 🙂

Was lange währt, wird endlich gut. Dieses Jahr habe ich – aus verschiedenen privaten Gründen – wesentlich länger für den Jahresrückblick gebraucht als sonst, aber nun ist es vollbracht! Ich bin bereit, gemeinsam mit euch einen kritischen Blick zurück auf das vergangene Jahr 2017 zu werfen und munter zu analysieren, was ich wann wie gelesen habe.
Die alten Hasen unter euch kennen den Aufbau meines jährlichen Rückblicks bereits: zuerst spielen wir mit Statistiken herum, jonglieren mit Zahlen und beurteilen anhand einiger Infografiken, die ich in präziser Fummelarbeit bei Piktochart.com erstellt habe, inwiefern sich mein Leseverhalten 2017 im Vergleich zum Vorjahr verändert hat. Wir befassen uns mit jeder Kategorie einzeln; ich werde ein paar Worte dazu sagen und die Diagramme für euch interpretieren.

Danach folgt der spaßige Part. Wir bewerten 2017 auf der emotionalen Ebene. In den letzten beiden Jahren habe ich hierfür das Formular von Martina Bookaholics ausgefüllt, die mit detaillierten 30 Fragen nach unseren Leseerlebnissen des vergangenen Jahres forschte. Leider hat Martina für 2017 offenbar kein neues Formular erstellt (ich habe jedenfalls nichts gefunden), was vermutlich daran liegt, dass ihre Familie Nachwuchs bekommen hat. An dieser Stelle Herzlichen Glückwunsch von meiner Seite! Allerdings haben sich die Fragen von 2015 zu 2016 nicht verändert, also nehme ich einfach mal an, dass das für 2017 auch nicht der Fall gewesen wäre und beantworte noch einmal die Fragen des letzten Jahres. Das einzige, worauf wir verzichten müssen, ist Martinas schicker Header. Aber keine Sorge, ich habe dafür selbst einen gebastelt. 😉

Bringt eure Sitze in eine aufrechte Position, klappt die Tische hoch und schnallt euch an – los geht die rasante Reise durch das vergangene Jahr 2017!

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Verfasst von - 23. Januar 2018 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Christoph Marzi – London

Die „Uralte Metropole“ von Christoph Marzi war für meine Entwicklung als Leserin ebenso wichtig wie „Harry Potter“. Die vier Bücher rund um das Waisenmädchen Emily Laing und die magische Stadt unter London prägten mich maßgeblich. Seit ich sie das erste Mal als Teenager las, bin ich immer wieder zu dieser bezaubernden Geschichte zurückgekehrt. Beim Erscheinen des letzten Bandes „Somnia“ war ich 19. Niemals hätte ich damit gerechnet, dass Christoph Marzi mir acht Jahre später einen weiteren Band schenken würde. Ich traute meinen Augen nicht, als ich „London“ in der Verlagsvorschau von Heyne entdeckte. Weihnachten, mein Geburtstag und Ostern fielen zusammen. Eine Fortsetzung der Geschichte, die mir so viel bedeutet – ich musste nicht überlegen, ob sie lesen wollte.

Die Welt ist gierig und manchmal verschlingt sie Städte mit Haut und Haaren. Nach einem Besuch in Cambridge wartet Emily Laing auf den Zug nach London. Sie ist müde und traurig, möchte nach Hause, zurück in die Stadt der Schornsteine, wo sie die Ängste eines kleinen Jungen vergessen kann. Doch der Zug kommt nicht. Seltsamerweise scheint sich niemand daran zu stören. Irritiert befragt Emily einen Mitreisenden. Sie erntet Ratlosigkeit. Eine Stadt namens London existiere nicht, behauptet er. Veralbert er sie? Das kann nicht stimmen. Verunsichert zieht Emily das Internet zu Rate und erhält dieselbe Antwort: die Stadt der Schornsteine, die Metropole am dunklen Fluss, ist verschwunden; verschluckt, als hätte es sie niemals gegeben. Was geht da vor sich? Wie können sich ganz London und mit ihr die Stadt unter der Stadt plötzlich in Luft auflösen? Noch einmal müssen Emily und ihre Gefährten all ihren Mut zusammennehmen, um London zu retten – mit Leib und Seele.

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Verfasst von - 21. November 2017 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Montagsfrage: Reiselektüre?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Da wollte ich heute morgen ganz in Ruhe noch vor der Arbeit die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja beantworten und dann das. Das Internet streikte. Mist. Da ich clever genug war, sofort meinen Anbieter anzurufen und die dann tatsächlich eine Netzstörung festgestellt haben (wovon ich ganz modern per SMS erfahren habe), hoffe ich, dass sich das bis heute Abend von selbst erledigt. So lange genieße ich das Internet an meinem Arbeitsplatz in vollen Zügen und beantworte jetzt die wöchentliche Montagsfrage. Zum Glück habe ich so viel Leerlauf. 😉

Welche 5 Bücher würdest du jetzt auf eine Reise mitnehmen?

Nur 5? Sicher? Ist das nicht riskant? Am Ende stehe ich ohne Bücher (bzw. mit lauter gelesenen) da. Aber gut, Svenja hat fünf vorgeschrieben, also wähle ich eben nur fünf aus. Da die Anzahl so gering ist, habe ich mir überlegt, dicke Schinken einzupacken, als Ausgleich sozusagen.
An erster Stelle würde ich natürlich meine aktuelle Lektüre „Beloved“ von Toni Morrison mitnehmen. Dabei handelt es sich zwar „nur“ um ein 324-Seiten-Buch, aber dafür ist es ein sehr anspruchsvoller Klassiker, für den ich Zeit brauche.
Meine zweite Wahl würde auf „London“ (Die Uralte Metropole #5) von Christoph Marzi fallen, mit 700 Seiten deutlich dicker. Ich bin schon ganz wild darauf, Emily, Wittgenstein und die Wunder der Uralten Metropole endlich wiederzusehen und kann mir keine bessere Gelegenheit vorstellen.
Als Drittes würde ich „Circus of the Damned“ (Anita Blake #3) von Laurell K. Hamilton einstecke, obwohl auch dieses Buch eher dünn ist. Ich habe einfach Lust auf den nächsten Anita und werde ihn wohl tatsächlich als nächstes lesen, obwohl ich nicht in Urlaub fahre. Außerdem ist es nie schlecht, die staatlich bestellte Vampirhenkerin dabei zu haben.
Das vierte Buch muss unbedingt ein High Fantasy – Wälzer sein. Ohne kann ich nicht verreisen. Ich entscheide mich für „The Unremembered“ (Vault of Heaven #1) von Peter Orullian. Zum Strand passt ein Reihenauftakt von über 900 Seiten (ja, bei mir gäbe es Sand, Meer und pure Entspannung).
Eine letzte Wahl muss ich noch treffen. Ich denke, „Drood“ von Dan Simmons ist eine gute Idee. 976 Seiten und eine SuB-Leiche, die es dringend mal verdient, gelesen zu werden. Ich habe das Buch vermutlich seit 2013. Der olle Charles Dickens passt zwar nicht so recht zu Sonne, Meer und Palmen, aber was soll’s.
Ich fasse zusammen: ein Klassiker, zweimal London, einmal Vamprie und ein episches HF-Abenteuer. Kann sich doch sehen lassen, oder? Zwei Wochen reiche ich damit aber sicherlich nicht. Dafür würde ich vorsichtshalber mindestens zwei weitere Bücher auf den Reisestapel packen. 😉

Wie sähe eure Urlaubsketüre aus?

Ich freue mich wie immer auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen fabelhaften Wochenstart!
Alles Liebe,
Elli  ❤

 

 

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Montagsfrage: Täglich grüßt das Murmeltier?

Hallo ihr Lieben! 🙂
Ein Wunder ist geschehen! Ich darf ab morgen wieder arbeiten! Gut, eigentlich schon seit heute, aber meine erste Schicht ist eben morgen. Ich freue mich ziemlich darauf, weil ich mir nach insgesamt 6 Wochen Krankenzeit so langsam etwas nutzlos vorkomme. Da heute also mein letzter freier Tag ist, bevor der Alltag wieder voll zuschlägt, habe ich mir so einiges vorgenommen, was ich noch schaffen möchte. Nichts Weltbewegendes, lauter Sachen, die mir Spaß machen. Dazu gehört natürlich auch die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja, die mittlerweile ja regelrecht in Stein gemeißelt ist. 😉

Gibt es ein Buch, das du schon so oft gelesen hast, dass du nicht mehr weißt, wie oft genau?

Da ich diese Frage nicht so toll finde und ich – wie gesagt – ja heute ein volles Tagesprogramm plane, fasse ich mich ausnahmsweise mal ganz kurz: Ja. Es gibt zwei Reihen und einen Einzelband, die mir dazu spontan einfallen.
An erster Stelle steht natürlich „Harry Potter“ von J.K. Rowling. Meinen letzten Reread habt ihr ja live miterlebt, aber bereits Jahre zuvor habe ich immer wieder zu Harry gegriffen, wenn mir danach war.
Danach kommt „Die Uralte Metropole“ von Christoph Marzi. Ich liebe diese Bücher von Herzen, sie gehören zu meinen Alltime-Favorites. Letztes Jahr ist ein neuer Band erschienen – diesen werde ich voraussichtlich noch diesen Monat lesen.
Das dritte und letzte Beispiel ist Timm Thaler oder Das Verkaufte Lachen von James Krüss. Was die Quantität betrifft, müsste dieses Buch vermutlich der absolute Spitzenreiter sein, denn ich besitze es seit meiner frühen Kindheit. Erst las meine Mutter es mir vor, dann konnte ich selbst lesen und habe es seitdem immer wieder zur Hand genommen, wenn ich das Gefühl hatte, es sei Zeit.

Vermutlich gibt es noch weitere Bücher, die ich über die Jahre immer wieder gelesen habe, ohne mitzuzählen. Doch diese drei Beispiele waren die ersten, die mir in den Sinn kamen, also belasse ich es jetzt dabei. 🙂

Welche Bücher begleiten euch bereits seit Jahren?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen wundervollen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli  ❤

 

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Gemeinsam Lesen

Gemeinsam Lesen 2

Hallo ihr Lieben! 🙂

Jeden Dienstag lesen wir gemeinsam! Diese tolle Aktion wird wöchentlich von den Schlunzen-Büchern veranstaltet; die Fragen dieser Woche findet ihr durch einen Klick aufs Logo!

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Christoph Marzi – Heaven: Stadt der Feen

2015-12-24 - Marzi Heaven

Christoph Marzi. *seufz* Meine Beziehung zu diesem Autor ist kompliziert. Als Teenager habe ich seine vierteilige Reihe „Die Uralte Metropole“ gelesen und von Herzen geliebt. So sehr, dass ich sie sogar mehrfach gelesen habe. Bis heute gehören die Romane zu meinen All-Time-Favorites. Leider konnte Marzi danach meiner Meinung weder mit dem Zweiteiler „Fabula“ noch mit dem Einzelband „Grimm“ an seine eigene Brillanz anknüpfen. Dreimal hat er mich nach „Die Uralte Metropole“ enttäuscht. Trotz dessen kann ich nicht aufhören, ihm immer wieder eine Chance zu geben, weil ich weiß, was er kann. Ich weiß, wie viel Talent und sprachliche Schönheit in ihm schlummern. „Heaven: Stadt der Feen“ ist ein weiterer Versuch, in seinem Schaffen abermals das zu finden, was er mir vor Jahren mit „Lycidas“ und dessen Nachfolgern geboten hat.

Auf den Dächern Londons fühlt David sich frei. Hier oben kann er der erdrückenden Enge der Stadt entfliehen, ohne Mauern, Wände und Grenzen. David kann gehen, wohin auch immer er möchte. Eines Abends ist er wieder einmal unterwegs, um einen Auslieferungsauftrag zu erfüllen, als er plötzlich stolpert und beinahe vom Dach rutscht. David sieht sich um und stellt fest, dass ihn nicht etwas zu Fall brachte, sondern jemand. Ein Mädchen. Sie scheint Hilfe zu brauchen, also gibt sich David einen Ruck und spricht sie an. Sie sagt, ihr Name sei Heaven. Sie erzählt ihm eine ungeheuerliche, haarsträubende Geschichte: zwei unheimliche Männer haben ihr Herz gestohlen. Wortwörtlich. Und doch ist Heaven am Leben, spricht und atmet. Wie ist das möglich? David ist nicht sicher, ob er ihr glaubt, aber irgendetwas an ihr fasziniert ihn und so beschließt er, ihr beizustehen. Gemeinsam begeben sie sich auf die gefährliche Suche nach Heavens Herz und enträtseln dabei ein Mysterium, das London seit vielen Jahren umgibt.

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