RSS

Schlagwort-Archive: Die Prophezeiung

Rainer Wekwerth – Damian: Die Stadt der gefallenen Engel

Der deutsche Autor Rainer Wekwerth ist den meisten von euch sicher durch die populäre „Labyrinth“-Trilogie bekannt. Der erste Band erschien 2013, doch Wekwerth schreibt bereits seit Mitte der 90er Jahre Kinder- und Jugendbücher, später kamen Thriller hinzu. Bis 2004 erschienen alle seine Werke unter verschiedenen Pseudonymen. Ich habe entschieden, „Damian: Die Stadt der gefallenen Engel“ vor der „Labyrinth“-Trilogie zu lesen, weil es einfach länger auf meiner Wunschliste stand. Außerdem wollte ich erst antesten, ob mir sein Stil zusagt, bevor ich mich auf einen Dreiteiler einließ.

Ferien in Berlin – welcher Ort könnte besser geeignet sein, um sich von einem gebrochenen Herzen abzulenken? Die 17-jährige Lara freut sich darauf, Zeit mit ihren Großeltern zu verbringen und die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Als sie den gutaussehenden Damian kennenlernt, ist ihr Liebeskummer wie weggeblasen. Sie verliebt sich Hals über Kopf in ihn und ahnt nicht, dass ihre Begegnung kein Zufall ist. Hinter der Fassade erhabener Altbauten und hipper Neubaugebiete ist Berlin das Schlachtfeld des ewigen Krieges zwischen Himmel und Hölle. Unbemerkt von menschlichen Augen bekämpfen sich Engel und Dämonen ohne Gnade, doch nun droht eine alte Prophezeiung alles zu verändern. Lara ist der Schlüssel. Seit Jahrzehnten hütet ihre Familie ein düsteres Geheimnis, das sie in große Gefahr bringt und schon bald muss sie um ihr Leben fürchten. Werden Damian und Lara eine Möglichkeit finden, ihrer Bestimmung zu entgehen, um zusammen sein zu können?

👉 Weiterlesen

Advertisements
 
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Vadim Panov – Die Prophezeiung

„Die Prophezeiung“

Panov+Die-verborgene-Stadt-Die-Prophezeiung

Reihe: Die verborgene Stadt #1

Originaltitel: Войны начинают неудачники / Wars Are Started by Losers

Autor: Vadim Panov

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 576 Seiten

Verlag: Heyne

Sprache: Deutsch

ISBN: 3453527143

Genre: Fantasy > Urban Fantasy

ausgelesen am: 11.05.2014

Bewertung:

Als ich gerade den ersten Band der „Die Verborgene Stadt“ – Trilogie begonnen hatte, bekam ich via Goodreads von der Bloggerin ClawsInk den Hinweis, dass es sich bei diesen Urban Fantasy Romanen gar nicht um eine Trilogie handelt, sondern um eine umfangreiche Reihe. Das Problem ist, dass nur drei Bände vom Russischen ins Deutsche übersetzt wurden. Unglücklicherweise spreche ich kein Russisch, ich bin also auf die Übersetzung angewiesen. Hätte ich vorher gewusst, dass ich nur einen kleinen Auszug dieser Serie lesen kann, hätte ich mir vielleicht noch einmal überlegt, ob ich „Die Prophezeiung“ überhaupt anfange. Doch wie meine LeserInnen bereits wissen, breche ich in der Regel kein Buch einfach ab; ich werde dementsprechend alle auf Deutsch erhältlichen Bände lesen.

„Die Prophezeiung“ führt die LeserInnen in die verborgene Stadt ein, die seit Jahrhunderten versteckt in Russlands Hauptstadt Moskau existiert. Sie ist eine Zuflucht für alle magischen Wesen, die sich der stetig wachsenden Zahl der Menschen beugen mussten. Jetzt jedoch ist diese Zuflucht bedroht, denn eine uralte Prophezeiung hat sich bewahrheitet: der Bote wurde geboren. Sein Schicksal ist es, die Herrschaft über die verborgene Stadt den drei Herrschaftshäusern zu entreißen und anschließend die gesamte Welt zu unterwerfen, was unweigerlich die Zerstörung des Planeten nach sich zöge. Der Bote muss aufgehalten werden; Menschen und magiebegabte Völker müssen zusammenarbeiten, um die verborgene Stadt und die Welt zu retten.

Insgesamt gefiel mir „Die Prophezeiung“ gut; ich fand allerdings, dass es sich nicht ganz leicht liest. Die Handlung ist spannend, die Charaktere sympathisch, die Ideen interessant, doch ich wurde den gesamten Roman über das Gefühl nicht los, im Dunkeln zu tappen. Ich war permanent verwirrt, weil Vadim Panov seine LeserInnen kurzerhand ins kalte Wasser seines Universums schubst und man selbst lernen muss, zu schwimmen. Zwar erklärt er beiläufig bestimmte Hintergründe und Eigenschaften der verborgenen Stadt, diese Erklärungen empfand ich aber gerade durch ihre Beiläufigkeit als schwer fassbar. In der verborgenen Stadt leben verschiedene magische Völker; was diese außer ihrer Fähigkeit, Magie zu wirken und ihrer vom Menschen abweichenden Genetik auszeichnet, habe ich aber immer noch nicht verstanden. Einerseits ist es positiv, dass sie nicht mit den geläufigen Supras vergleichbar sind, andererseits hätte ich mir daher eine genauere Vorstellung zumindest einiger Spezies gewünscht.
Hinzu kommt noch, dass die Anzahl der auftretenden Figuren recht hoch ist. Dadurch fiel es mir schwer, eine echte Verbindung zu den Charakteren aufzubauen, denn für mich waren es einfach zu viele, um sie ernsthaft kennenzulernen. Ich könnte nicht mal entscheiden, wer eigentlich ProtagonistIn des Buches ist. Es ist jedoch verblüffend, dass trotzdem wirklich jede Figur eigenständig und individuell ist; flache Stereotype konnte ich überhaupt nicht entdecken.
Der deutsche Titel „Die Prophezeiung“ ist darüber hinaus wieder einmal irreführend. Zum einen hat er überhaupt nichts mit dem russischen Originaltitel zu tun, den ich durch ein Übersetzungsprogramm gejagt habe. Die englische Übersetzung entspricht diesem hingegen. Zum anderen spielt die Prophezeiung bezüglich des Boten in der Handlung nur eine hintergründige Rolle. Die LeserInnen erfahren weder den genauen Wortlaut dieser Weissagung, noch sonst irgendwelche Details. Allgemein fand ich die Übersetzung teilweise gestelzt; die Dialoge wirkten nicht immer natürlich.

„Die Prophezeiung“ stellt einen interessanten Vertreter der Urban Fantasy dar, dessen Handlung das Rad zwar nicht neu erfindet, aber dessen Universum viele Eigenschaften aufbietet, die mir so noch nicht begegnet sind. Vadim Panov hat sich um Originalität bemüht und das ist ihm ohne weiteres gelungen. Ich schätze jedoch, dass die Handlungslinie um den Boten herum eher dazu diente, die LeserInnen mit den Strukturen der verborgenen Stadt vertraut zu machen und weniger als selbstständige Geschichte funktionieren würde. Zum Glück muss sie das auch nicht und ist nur der erste Band einer ausgedehnten Reihe. Trotz meiner andauernden Verwirrung fesselte mich das Ende von „Die Prophezeiung“, weshalb ich mich entschied, direkt mit dem zweiten Band „Das Opfer“ zu beginnen.
Interessierten LeserInnen rate ich, sich darauf einzustellen, dass bisher nur drei Bände der Reihe „Die Verborgene Stadt“ auf Deutsch erhältlich sind. Kann man damit leben, bietet „Die Prophezeiung“ eine Fülle neuer Ideen in einem oft festgefahrenen Genre, eine rasante, verworrene Handlung, die vielfältige Charaktere miteinander verbindet und eine Menge herrlich trockenen Humors.

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

 
%d Bloggern gefällt das: