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Schlagwort-Archive: Die Lügen des Locke Lamora

Montagsfrage: Read, Repeat?

Guten Morgen ihr Lieben! 🙂

Nach Tagen des Dauerregens scheint heute früh endlich mal wieder die Sonne! 🌞 Ich kann mich mit fast jedem Wetter arrangieren, aber so langsam fing dieses Grau in Grau an, mir auf das Gemüt zu schlagen. Passt doch gar nicht zum Sommer, der ja gerade erst begonnen hat. Der Juli wird für mich ein sehr anstrengender Monat, es ist viel zu tun, viele Termine zum Abarbeiten. Ende der Woche geht es los mit dem Abiball meiner Schwester, eine Woche später hat dann die Schwester des Lieblingsmenschen Abschlussfeier, noch mal eine Woche später spiel ich Hundesitter und so weiter und so weiter. Ich hoffe, ich finde trotzdem genug Zeit zum Lesen, denn irgendwas muss ich ja tun, um dem Wahnsinn Einhalt zu gebieten. 😉
Heute steht wie immer die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja an, mein kleines Ritual am Anfang der Woche.

Gibt es ein Buch, bei dem du nach dem Lesen sofort wusstest, dass du es noch einmal lesen würdest?

Nein, ich denke nicht. Normalerweise gehe ich nicht davon aus, ein Buch mehrfach zu lesen. Obwohl Rereads ihren Reiz haben und es natürlich durchaus Bücher gibt, die ich immer mal wieder aus dem Regal hole, kann ich nicht behaupten, dass mir das bereits nach einer Lektüre klar ist. Die Entscheidung, ein Buch noch einmal zu lesen, ist meist eher ein spontaner Impuls, ein Blitzgedanke. Früher war das ein wenig anders, einfach, weil ich damals noch nicht so viele Bücher besessen habe. Heutzutage „plane“ ich einen Reread nur, wenn die Wartezeit zwischen zwei Bänden eines Mehrteilers zu lang ist. Irgendwann wird mir bewusst, dass ich zu viel vergessen habe und den Folgeband unter diesen Voraussetzungen nicht genießen oder verstehen kann. Ein passendes Beispiel ist die „Gentlemen Bastards“ – Reihe von Scott Lynch. „Die Lügen des Locke Lamora“ habe ich im Februar 2014 ausgelesen. Theoretisch hätte ich danach sofort weiterlesen können, weil Band 2 und 3 bereits erschienen waren. Ich fand jedoch heraus, dass die Reihe sieben Bände umfassen wird und der vierte Band auf sich warten lassen würde. Angeblich soll dieser nun am 12. Februar 2018 erscheinen, wohl gemerkt fast 4 Jahre nach Band 3, aber danach fehlen ja immer noch drei Bände. Daher habe ich beschlossen, abzuwarten, bis alle Bände erschienen sind (egal, wie lange es dauert) und dann noch einmal von vorne zu beginnen. Es ergibt keinen Sinn, die Reihe weiterzulesen, ohne zu wissen, wie viel Zeit zwischen den einzelnen Bänden vergehen wird. Hier plane ich den Reread des ersten Bandes dementsprechend ein, aber selbst das wusste ich nicht sofort nach der ersten Lektüre.

Plant ihr Rereads direkt nach der ersten Lektüre eines Buches?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen wundervollen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli  ❤

 

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20. 11. 2014 – Sympathy for the Devil: Soundtrack einer Lektüre

Hallo ihr Lieben! 🙂

In den letzten Tagen habe ich viel über die Verbindung zwischen Büchern und Musik nachgedacht. Ausgelöst wurden diese Gedanken von einer Situation letzte Woche. Ich stand im Bus auf dem Weg zur Arbeit und las „Kill the Dead“ von Richard Kadrey, den zweiten Band der Sandman Slim – Reihe. Wem die Geschichte nicht bekannt ist, in diesen Romanen geht es um James Stark alias Sandman Slim, der 11 Jahre in der Hölle als Gladiator verbrachte, dann wieder daraus hervor kroch und seitdem auf sehr unkonventionelle Art und Weise versucht, L.A. vor mittelschweren bis fürchterlichen Katastrophen zu bewahren. Er raucht, er trinkt, er tötet. Sein Mitbewohner ist ein Schädel, in dem der Geist/die Seele eines Magiers gefangen ist. Er arbeitet hin und wieder für Luzifer. Sein Vater ist ein Erzengel. Er reist durch die Schatten und spricht Hellion, die Sprache der Hölle. Ich denke, diese Beschreibung reicht als kurzer Eindruck seiner Person. 😉
Wenn ich unterwegs bin, höre ich eigentlich immer Musik. An diesem speziellen Abend lief „Ramble On“ von Led Zeppelin und ich dachte „Wenn es eine Band gibt, die wirklich hervorragend zu Sandman Slim passt, dann ist es Led Zep“. Der Song „Ramble On“ handelt vom Weiterziehen, von der Suche nach Liebe und von Rastlosigkeit, zumindest soweit ich den Text interpretiere. Insofern passt auch gerade dieser Song perfekt zu „Kill the Dead“, weil Stark genau das ist: rastlos und auch ein bisschen ziellos.
Ist es nicht erstaunlich, dass mir mein Handy ausgerechnet einen Song vorspielte, der ideal zu meiner Lektüre passte, während ich sie in der Hand hielt?

noten

Ich habe dann weiter darüber nachgedacht und habe versucht, weitere Songs zu finden, die zu den Büchern passen, die ich in diesem Jahr gelesen habe. Mir ist nicht zu allen etwas eingefallen, aber zu ein paar schon.
Für „Kill the Dead“ ist natürlich auch „Sympathy for the Devil“ von den Rolling Stones ideal.
„The Knife of Never Letting Go“ ließ mich an Kansas mit „Carry On Wayward Son“ denken.
Es mag ein Klischee sein, aber für „Visite bei Vollmond“ finde ich „Bad Moon Rising“ von Creedence Clearwater Revival passend.
Sara Ramirez‘ Song „The Story“ ist die perfekte musikalische Untermalung für „The Love Song of Miss Queenie Hennessy“.
Der Vergleich hinkt vielleicht ein bisschen, aber irgendwie erinnert mich „Die Lügen des Locke Lamora“ an „Der Rattenfänger“ von In Extremo.
„Racheklingen“ von Joe Abrercrombie verdient einen härteren Song; „Iron Army“ von In this Moment erfasst Monzas Rachegelüste deswegen ziemlich perfekt.

Wenn ich noch ein bisschen intensiver darüber nachgrübeln würde, fiele mir sicher noch viel mehr ein. Es macht mir auch richtig Spaß, diese Verbindungen zwischen Musik und Literatur zu ziehen. Es kombiniert zwei wirklich wichtige Punkte meines Lebens, die herrlich harmonieren. Obwohl ich selbst nicht mal ein Instrument spiele und auch überhaupt nicht singen kann (kurz gesagt, total unmusikalisch bin), liebe ich es, dass die Musik meine Gefühle einer Geschichte gegenüber in eine fassbare, theoretisch sogar messbare, Größe verwandelt. Es stützt auch meine Erinnerung. Wann immer ich „Ramble On“ von Led Zeppelin oder „Sympathy for the Devil“ von den Stones höre, wird vor meinem geistigen Auge James Stark auftauchen. Ich finde das wirklich schön. Es wird mir noch über Jahre den Tag versüßen.

Habt ihr sowas auch? Verbindet ihr bestimmte Songs mit Büchern?

Ihr wisst ja, dass ich immer sehr neugierig bin bezüglich eurer Lese-Gewohnheiten. Könnt ihr überhaupt Musik hören beim Lesen oder lenkt euch das ab?
Für mich ist es gerade unterwegs die ideale Situation, weil sowohl meine Ohren als auch meine Augen beschäftigt sind. Mitten in der Stadt, unter tausenden von Menschen, kann ich mich in eine kleine Input-freie Höhle zurückziehen. Nichts lenkt mich ab, niemand stört mich. Ich bin allein mit einer Geschichte, die mir so das Gefühl gibt, dass sie nur für mich geschrieben wurde.

Erzählt mir von euren Erfahrungen mit Musik und Literatur. Ich freue mich auf eure Antworten und Kommentare! 🙂

(Bildquelle)

 
7 Kommentare

Verfasst von - 20. November 2014 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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