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Schlagwort-Archive: Dezember 2020

[Ankündigung] Sie fürchten weder Tod noch Teufel: Wortmagie’s makabre High Fantasy Challenge 2021

Kürzlich in einer schummrigen kleinen Schenke…

«Hast du es schon gehört? Sie reiten wieder.»

«Wer, Sie

«Na Sie

«Und wenn du es noch fünf Mal wiederholst, ich weiß trotzdem nicht, wen du meinst!»

«Hast du die letzten Jahre unter einem Stein verbracht? Ich meine natürlich diese seltsame Truppe, die regelmäßig auszieht, um Abenteuer zu erleben!»

«Ach so. Die. Dann ist es wohl wieder soweit.

«Scheinbar schon. Man sagt, sie werden von einer Frau angeführt.»

«Von einer Frau? Die Zeiten haben sich wirklich gewandelt.»

«Wem sagst du das? Es heißt, sie scharrt nur die mutigsten und tapfersten Kämpfer und Kämpferinnen um sich, die weder Tod noch Teufel fürchten. Die müssen verrückt sein, sich der anzuschließen.»

«Also ich finde das gar nicht so verrückt.»

«Nein? Was ist bitte vernünftig daran, die Gefahr zu suchen, Monster zu jagen und sich den Hintern im Sattel wundzuscheuern? Schlechtes Essen, kein Dach über dem Kopf und ständig Blut an den Händen? Ich kann mir Schöneres vorstellen.»

«Klar, ein einfaches Leben ist das nicht. Aber denk doch mal an den Ruhm! Paraden und Empfänge, Glanz und Glorie, Bewunderer soweit das Auge reicht! Die müssen ihr Bier bestimmt nie selbst zahlen. Übrigens, mein Krug ist leer. Außerdem habe ich gehört, dass die Anführerin denjenigen von ihnen reich entlohnt, der die meisten Heldentaten innerhalb eines Jahres vollbringt.»

«Wirt, noch einen Halben für meinen guten Freund hier! Ja, das habe ich auch gehört. Soll sich richtig lohnen, die zu beeindrucken.»

«Eben. Und langweilig wird denen garantiert auch nie.»

«Sicher nicht. Ist schon was anderes, als sich tagein tagaus um das Vieh und die Felder zu kümmern.»

Sie trinken eine Weile in kamaradschaftlicher Stille und hängen ihren Gedanken nach.

«Ich habe noch das Schwert meines Großvaters.»

«Das alte Ding? Damit kannst du doch nicht mal Käse schneiden!»

«Na und ob! Ich habe es immer scharf gehalten, Großvater zu Ehren.»

«Ja, und?»

«Ich überlege… Weißt du, ich hab gehört, sie ist in der Stadt.»

«Wer?»

«Die Anführerin! Ich hab gehört, sie rekrutiert.»

«Du willst dich ihr vorstellen? Jetzt ist es passiert: Du hast den Verstand verloren!»

«Habe ich nicht! Ich hab es satt, jeden Tag dieselben Handgriffe zu machen, dieselben Hektar Land zu sehen und nie etwas Größeres zu vollbringen, als Mist zu schaufeln! Ich will die Welt sehen!»

«Na ja, eine Reise wäre schon nett.»

«Hängt bei dir nicht auch noch die Axt deines Onkels an der Wand?»

«Natürlich hab ich die noch. Das Einzige, was er hinterlassen hat.»

Erneut trinken sie in Stille.

«Also, was sagst du?»

«Wozu?»

«Meine Güte, du bist heute aber auch schwer von Begriff! Lass uns ihre Unterkunft aufsuchen!»

«Du willst dich ihr wirklich vorstellen?»

«Ja! Was hab ich schon zu verlieren? Auf dem Hof erfülle ich sowieso nur Hilfarbeiten und meine Mutter piesackt mich oft genug, ich soll mir endlich eine Arbeit suchen und ausziehen.»

«Deiner Mutter möchte ich nicht allein im Dunkeln begegnen, wenn sie schlecht gelaunt ist.»

«Siehst du! Und dich hält hier doch auch nichts!»

«Nicht wirklich…»

«Na dann los, holen wir die Waffen und überzeugen sie davon, uns mitzunehmen!»

Er knallt den Bierkrug auf den Tresen, dass es nur so spritzt und springt auf.

«Na gut, na gut. Ich kann dich ja schlecht allein gehen lassen, du spießt dich noch selbst mit dem Schwert auf.»

Schwerfällig rutscht er von seinem Stuhl.

«Zu deiner Information: Ich übe mit dem Schwert, seit ich laufen kann!»

«Ja ja, du bist ein Meister-Fechter. Wenn du nicht gerade Mist schaufelst.»

«Du wirst sehen, wir werden uns einen Namen machen und in die Geschichte eingehen!»

«Warte mal ab, bis du den ersten Drachen siehst. Dann kannst du froh sein, wenn du dich überhaupt noch an deinen Namen erinnerst!»

«Als könntest du einen Drachen von einer Kuh unterscheiden!»

Zankend verlassen sie die Schenke. In einer dunklen Ecke sitzt eine Gestalt, die ihr Gespräch belauscht hat. Es ist eine Frau. Wenn sie sich bewegt, schimmert unter ihrem langen Umhang das Metall einer gut gepflegten Rüstung hervor. Ihr Gesicht liegt im Schatten ihrer Kapuze. Doch fast scheint es, als würde ein Lächeln ihren Mund umspielen…

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Verfasst von - 27. Dezember 2020 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Fröhliche Weihnachten!

Hallo ihr Lieben! 🙂

Es ist Heiligabend und damit Zeit für meinen traditionellen Weihnachtsgruß! Ich wünsche euch allen ein wundervolles, besinnliches Fest und hoffe, dass ihr trotz der seltsamen Umstände in diesem Jahr schöne Stunden in Gesellschaft eurer Liebsten verbringen könnt. Macht das Beste draus, genießt die Entschleunigung und lasst euch von der Pandemie nicht daran hindern, in Weihnachtsstimmung zu kommen!

Für mich ist es dieses Jahr trotz aller Einschränkungen ein besonderes Weihnachten. Heute vor 15 Monaten ist meine Hündin Chilli gestorben. Heute vor 12 Monaten war ich ein Häufchen Elend, konnte mir nicht vorstellen, dass sich die Welt weiterdreht und balancierte schwankend auf dem Rand des schmalen Abgrunds namens Depression. Ich erinnere mich, wie schlecht es mir ging, dass ich am Heiligabend 2019 morgens aufwachte und sofort anfing, zu weinen, weil ich Chilli so schrecklich vermisste. Ich erinnere mich, wie verzweifelt ich war und wie sinnlos mir das Fest der Liebe und der Familie ohne sie erschien. In meinem Herzen prangte ein gigantisches schwarzes Loch, das alle positiven Gefühle aufzusaugen schien. Ich stand ganz am Anfang meiner Trauer.

Heute, ein Jahr später, hat sich das schwarze Loch geschlossen. Ich vermisse Chilli. Ich werde sie immer vermissen. Ich werde sie immer lieben. Aber meine Trauer hat sich verändert. In diesen ersten Monaten am Ende des Jahres 2019 war sie überwältigend, allumfassend und dauerhaft präsent. Ich konnte nicht atmen, weil sie mir die Luft abschnürte. Jetzt kann ich wieder atmen. Ich kann wieder lächeln. Und ich habe aufgehört, mich schlecht dabei zu fühlen. Ich blicke auf die vergangenen 12 Monate zurück und kann kaum glauben, wie weit ich innerhalb dieser Zeit gekommen bin. Deshalb ist dieses Weihnachten besonders für mich: Weil es sich so grundlegend vom letzten Weihnachten unterscheidet. Weil ich mich so sehr verändert habe.

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Verfasst von - 24. Dezember 2020 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Montagsfrage: Social Media als Alternative?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Wisst ihr was? Diese Woche ist schon Weihnachten. Jahaaa, damit hättet ihr nicht gerechnet, was? 😉 Spaß beiseite, ich werde 2020 wieder einmal von den Feiertagen und vom Jahresende überrascht (trotz Weihnachtsfeier letzte Woche, die übrigens sehr schön war). Der Dezember ist bisher an mir vorbeigerauscht wie eine Achterbahn und ich habe für den bevorstehenden Jahreswechsel auf dem Blog noch gar nichts vorbereitet. Letzte Woche hätte ich sogar meinen siebten Blogschlüpftag komplett verschwitzt, hätte mich WordPress nicht netterweise daran erinnert. Für ein Beitragsspecial war es da nur leider schon zu spät. Tja. Zum Glück habe ich ab Mittwoch Weihnachtsurlaub bis Anfang Januar und kann hoffentlich alles nachholen, was bisher liegen geblieben ist. Diese Woche wird es daher noch mal zwei Rezensionen und den traditionellen Weihnachtsgruß geben, danach muss ich schauen, was wann online gehen kann. Schließlich muss ich mit meiner Truppe tapferer Recken auch 2021 wieder in die Welt der High Fantasy ausziehen und den Jahresrückblick 2020 sollte ich ebenfalls anfangen. Ich hoffe auf produktive Tage!

Euch wünsche ich heute erst mal eine entspannte restliche Adventszeit und ganz viel Spaß mit meiner Antwort auf die neuste Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise!

Sind Social Media – Kanäle wie YouTube oder Instagram eine Alternative zum klassischen Buchblog oder hat das klassische Bloggen Zukunft?

Ach Leute. Haben wir denn immer noch nicht verinnerlicht, dass das Internet keine Entweder-Oder-Veranstaltung ist? Ja, soziale Netzwerke bieten eine alternative Plattform zum Bloggen, egal über welches Thema. Ja, das klassische Bloggen hat trotzdem Zukunft. Das eine schließt das andere nicht aus. Warum nicht? Weil sie unterschiedliche Bedürfnisse befriedigen. Die Motivation, einen Blogbeitrag zu lesen, ein YouTube-Video anzusehen oder durch Instagram-Fotos zu stöbern, unterscheidet sich und das Angebot, das diese verschiedenen Kanäle den User_innen machen, ebenfalls. Daher ist eine friedliche Koexistenz möglich. Es ist lediglich eine Frage dessen, welchen Content Blogger_innen bereitstellen wollen.

Nehmen wir mal meine Rezensionen als Beispiel. Die Besprechungen, die ich schreibe, eignen sich meiner Ansicht nach überhaupt nicht für eine andere Plattform als für eine Website (was Blogs im Kern ja sind). Sie sind zu ausführlich, zu analytisch, zu sehr darauf ausgerichtet, bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Wenn ich eine Rezension schreibe, ziele ich darauf ab, dass meine Leser_innen sich auch noch Monate später daran erinnern, wie ich über ein Buch geurteilt habe und jeder Zeit zu ihnen zurückkehren können, um ihr Gedächtnis aufzufrischen. Mein Blog ist als eine Art Rezensions-Datenbank gedacht. Ich glaube, dass diese Ausrichtung in einer anderen Form als schriftliche Beiträge nicht im selben Maß funktioniert, weil soziale Netzwerke Schnelllebigkeit in den Vordergrund stellen. Andere Formate wie zum Beispiel Bookhauls kann ich mir hingegen sehr gut auf YouTube, Instagram oder sogar Twitch vorstellen.

Letztendlich kommt es nur darauf an, welche Plattform Blogger_innen als Herzstück ihrer Inhalte begreifen. Die meisten bespielen ohnehin bereits parallel mehrere Kanäle, um Reichweite und Vernetzung zu optimieren. Darum glaube ich nicht, dass das klassische Bloggen eines Tages aussterben wird und wir uns alle nur noch auf den sozialen Medien mitteilen.

Wie beurteilt ihr das Verhältnis von Blogs und sozialen Medien?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen besinnlichen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

 

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Montagsfrage: Lieblingsgenre?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich erlebe diese Woche meine allererste betriebliche Weihnachtsfeier! 😀 Bisher konnte ich an Weihnachtsfeiern nie teilnehmen, weil ich offiziell bei einer studentischen Leihfirma angestellt war, daher nicht zur internen Belegung zählte und dementsprechend auch keine Einladung erhielt. Doch selbst wenn ich eine bekommen hätte, ich bezweifle, dass ich hingegangen wäre. Ich habe nie das Bedürfnis verspürt, mehr Zeit als nötig mit meinen Kolleg_innen zu verbringen. Dieses Jahr ist das anders. In der Agentur wird der Zusammenhalt unter den Kolleg_innen groß geschrieben und die Geschäftsführung setzt sich sehr dafür ein, dass sich alle als Mitglieder des Teams fühlen. Gemeinsam zu feiern, gehört da definitiv dazu und ich freue mich ungemein darauf, alle in einem lockeren, ungezwungenen Rahmen kennenzulernen. Das wird mir sicher helfen, mich intensiver mit meinem neuen Arbeitgeber zu identifizieren. Nun kann dieses Jahr aufgrund von Corona allerdings keine gewöhnliche Weihnachtsfeier stattfinden, also ist es eine virtuelle Veranstaltung am Donnerstagabend. Um trotzdem eine besondere Atmosphäre entstehen und das Ganze nicht wie ein normales Meeting wirken zu lassen, werden alle Teams kleine Progammpunkte organisieren – mein Team hat bereits eine Idee. 😉 Außerdem gibt es eine weihnachtliche Playlist und es wurden schon Essenspakete verschickt, die ein vollständiges, festliches 3-Gänge-Menü enthalten, das wir dann zusammen aufwärmen und verspeisen. Ist das nicht cool? Ich finde es super, wie viel Mühe sich alle geben und bin mit jedem Tag glücklicher, dass ich den großen Schritt gewagt habe, dort anzufangen. Es wird bestimmt ein toller Abend!

Wie ist das bei euch? Veranstaltet euer Arbeitgeber oder eure Uni/Schule/etc. trotz Corona eine (virtuelle) Weihnachtsfeier? Werdet ihr teilnehmen? Lasst mal hören, wie euer Umfeld die Vorweihnachtszeit in dieser schwierigen Lage meistert.

Vorweihnachtszeit oder nicht, hier auf dem Blog beginnt jede Woche mit der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise, die ich auch heute wieder beantworten möchte.

Was ist dein Lieblingsgenre und warum?

Sollte es hier wirklich noch jemanden geben, der/die nicht weiß, dass die Fantasy mein Lieblingsgenre ist? Das kann ich ja fast nicht glauben. Ich denke, ich habe mittlerweile überdeutlich betont, dass ich mich in fantastischen Welten am wohlsten fühle. Ich mag so ziemlich jede Subkategorie dieses Genres, aber meine Spezialität sind High und Low Fantasy in allen Spielarten. Ich liebe es, meine Fantasie in völlig andere Welten zu schicken. Mit diesem Satz kommen wir auch schon zur Begründung. Mit keinem anderen Genre gelingt mir die Realitätsflucht so mühelos, in keinem anderen Genre kann ich meinen Geist ähnlich weit wegschicken. Das halte ich für den Hauptgrund, dass ich so verrückt nach Fantasy bin.

Es liegt aber ebenso sehr daran, dass speziell High und Low Fantasy ein unglaubliches inhaltliches Spektrum abdecken können. Gute Vertreter dieser literarischen Spezies können nicht auf ein einzelnes Handlungselement reduziert werden. Es sind nicht nur Liebesromane, es sind nicht nur Horrorgeschichten, es sind nicht nur Krimis. Sie sind alles auf einmal. Diese Bandbreite begeistert mich, weil ich dadurch mit Abwechslungsreichtum und Überraschungen rechnen darf. Ich bekomme Action (Schlachten! Ein Leben ohne gute Schlachtszenen ist nicht lebenswert!), Tränen, Freude, Rührung, Wut – und all das in nur einem Buch.

Außerdem glaube ich, dass ich die Herausforderung schätze, die das Eintauchen in eine völlig unbekannte Welt darstellt. Spielt ein Buch in unserer Welt (und vielleicht auch noch in der Moderne), muss ich mich nicht erst zurechtfinden, ich muss nicht durchschauen, wie sie funktioniert. In High und Low Fantasy ist das Worldbuilding hingegen ein integraler Bestandteil der Handlung. Mir macht es Spaß, Stück für Stück zusammenzusetzen, wo ich mich befinde, die Regeln zu definieren. Ich liebe es auch, dass diese Romane häufig ausgedehnte Zeitspannen behandeln, wodurch ich gezwungen bin, stets aufmerksam zu bleiben und mir zu merken, was ich lese, um zu verstehen, wie alles zusammenhängt. Mir gefällt das Gefühl, dass der Autor oder die Autorin mir zutraut, seinen oder ihren Gedanken zu folgen, denn wenn sich herausstellt, dass ich mich gut angestellt habe, ist das wahnsinnig befriedigend.

Man könnte nun argumentieren, dass ich all das auch in der Science-Fiction bekommen kann und ja, das stimmt ganz sicher. Am Ende ist meine Präferenz der Fantasy wohl einfach Geschmackssache. Ich mag Welten, die vor Magie bersten und voller fantastischer Fabelwesen sind, eben lieber als Welten, die sich als Planeten definieren lassen, tendenziell eher Zukunftsvisionen darstellen und mit einem Raumschiff erreicht werden. Das heißt nicht, dass ich die Science-Fiction nicht auch mag, nein, absolut nicht. Aber mein Herz gehört eben der Fantasy. Lesende Schildmaid for Life!

In welchem Genre fühlt ihr euch am meisten zu Hause?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen festlichen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Mehr Erfolg, mehr Ruhm?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Mannomann, die erste Woche in meinem neuen Job ist rum. Ich bin sehr glücklich in der Agentur. Dort ist wirklich alles anders, als ich es bisher gewohnt war. Ich wurde herzlich und offen aufgenommen, meine Kolleg_innen kümmern sich um mich, alle sind nett und freundlich, niemand zickt sich an und positive, konstruktive Kommunikation wird großgeschrieben. Die Geschäftsleitung ist sehr bemüht, für alle Mitarbeiter_innen ein angenehmes Arbeitsumfeld zu schaffen (Das involviert sogar Firmenyoga einmal die Woche!) und hat sowohl für Wünsche und Bedürfnisse als auch für Kritik stets ein offenes Ohr. Es gibt keine verschlossenen Türen, keine undurchdringlichen Hierarchien. Ich komme aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Meine Aufgabenzuteilung ist noch ein wenig unstrukturiert, ich habe aber das Gefühl, das liegt hauptsächlich an der Corona-Situation (die meisten Kolleg_innen arbeiten vom Homeoffice aus) und am Status der aktuellen Projekte. Ich gehe davon aus, dass sich das legen wird, sobald ich wirklich angekommen und in die Abläufe integriert bin. Es waren ja erst fünf Tage.

Trotzdem muss ich gestehen, die Umstellung ist für mich gewaltig. Nach so vielen Jahren im Schichtbetrieb und überwiegend Spätschichten bis Mitternacht ist es gar nicht so einfach, mich an einen „normalen“ Tagesablauf zu gewöhnen. Jeden Tag zur selben Zeit aufzustehen, keinen Dienstplan mehr zu haben, feste Arbeitszeiten und alles, was damit verbunden ist, gestaltet sich als echte Herausforderung in der Alltagsplanung. Allein die Organisation meiner Mahlzeiten ist ein Thema, das ich komplett unterschätzt habe. Bisher habe ich mein Abendessen zu einer Uhrzeit eingenommen, zu der ich jetzt schon fast wieder im Bett sein muss. Ich rudere noch und probiere herum, was für mich funktioniert, bin jedoch optimistisch, dass ich Strategien entwickeln werde, die es mir erlauben, eine gesunde Work-Life-Balance aufzubauen. Es wird. Ganz bestimmt. 🙂

Für die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise muss ich ebenfalls eine Strategie entwickeln, denn da ich Montags nun immer tagsüber arbeite, habe ich es gestern nicht geschafft, sie zu beantworten. Aber wie sagt man so schön? Besser spät als nie. 😉

Welches Buch läuft leider nicht so erfolgreich, wie du es ihm wünschen würdest?

Ich kann leider nicht verhindern, dass ich an dieser Stelle wieder einmal einen Namen nennen muss, der euch mittlerweile wahrscheinlich wirklich zu den Ohren (oder Augen?) rauskommt: Robert E. Howard. Ja, ich weiß, ich weiß, das ist ein Autor und kein Buch, aber nach meiner intensiven Beschäftigung mit dem König der Kurzgeschichte und seiner berühmtesten Schöpfung Conan dieses Jahr muss ich diese passende Gelegenheit nutzen, um noch einmal zu betonen, dass Howard wesentlich mehr Aufmerksamkeit verdient, als er aktuell bekommt. Ich will hier jetzt nicht im Detail erläutern, wieso er meiner Meinung nach einer der bedeutendsten Schriftsteller_innen der Fantasy ist, schließlich könnt ihr das ausführlich in meinem Blogprojekt „Robert E. Howard & Conan der Barbar“ nachlesen, doch ich kann euch sagen, es ist eine Schande, dass sein Werk – abgesehen von Conan, für den er mittlerweile allerdings selten die Lorbeeren erntet – in einer Nische einstaubt und der deutsche Verlag Festa die Neuauflage seiner Geschichten sogar einstellen musste, weil sich die Reihe nicht rentierte. Ich wünschte, er würde ein Revival erleben und in jeden Fantasy-interessierten Haushalt einziehen.

Außerdem wurmt es mich fürchterlich, dass alle Welt „A Song of Ice and Fire“ von George R.R. Martin kennt und die Reihe gern als das Nonplusultra der Fantasy gehandelt wird, Steven Eriksons „Malazan Book of the Fallen“ hingegen jedoch nur denjenigen bekannt ist, die sich sowieso intensiv mit dem Genre beschäftigen. Ich leugne gar nicht, dass ASOIAF eine tolle, beeindruckende Reihe ist – ich hatte mit den Bänden, die ich gelesen habe, wirklich Freude. Aber Steven Erikson ist besser. Das ist keine Übertreibung, meiner Meinung nach ist er der beste Autor, den die Fantasy je hervorbrachte. Doch da „The Malazan Book of the Fallen“ nie verfilmt wurde und wahrscheinlich auch nicht verfilmbar ist, ist er längst nicht so populär und erfolgreich, wie er es eigentlich verdient. Wenn ihr also mal High Fantasy lesen wollt, die das Genre völlig neu definiert, ist er euer Mann. Gebt ihm eine Chance. Oh und im Gegensatz zu Mr. Martin hat er es tatächlich geschafft, sein Epos abzuschließen.

Welche Bücher sollten eurer Meinung nach erfolgreicher sein?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen eine gemütliche Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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