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Jahresrückblick 2018: Vom Spaß mit Statistiken, dem Kampf gegen die Durchschnittlichkeit und plüschigen Helden

Hallo ihr Lieben!

Tatatataaaa! Es ist geschafft! Der Jahresrückblick 2018 ist endlich fertig! Die Zusammenfassung meines vergangenen Lesejahres war wie immer eine Mammutaufgabe, die mich wieder einmal viel länger in Anspruch nahm, als ich eigentlich plante. Jedes Jahr unterschätze ich, wie viel Zeitaufwand dieser Rückblick erfordert. Aber: es ist mir noch im Januar gelungen, ihn fertigzustellen und ich freue mich sehr, ihn euch heute präsentieren zu können! Eigentlich wäre heute ja die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise dran, doch da diese aus privaten Gründen ausfällt, dachte ich, ich nutze die Gelegenheit, um meinen Jahresrückblick einen Tag vorzuziehen. 😉

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Verfasst von - 28. Januar 2019 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Daryl Gregory – We Are All Completely Fine

„We Are All Completely Fine“ von Daryl Gregory hat eine interessante Entstehungsgeschichte. Es erschien 2014, ein Jahr, bevor Gregory den lovecraftischen Horror-SciFi-Fantasy-Young Adult-Roman „Harrison Squared“ veröffentlichte. Diese Veröffentlichungsreihenfolge entspricht allerdings nicht der Reihenfolge, in der Gregory die Bücher geschrieben hat. „We Are All Completely Fine“ entstand nach „Harrison Squared“ und hätte ohne den YA-Roman wohl nie das Licht der Welt erblickt. In diesem geht es um den jungen Harrison, der seine Stadt Dunnsmouth vor einer Monsterinvasion retten muss. Nachdem er diese Geschichte abgeschlossen hatte, fragte sich Gregory, welche Konsequenzen sie für seinen Protagonisten haben könnte. Wie schlüge sich Harrison als Erwachsener? Garantiert wäre er traumatisiert, müsste Psychopharmaka schlucken und eine Therapie absolvieren. Was wäre, wenn es allen Held_innen von Monster- und Horrorgeschichten so erginge? Was wäre, wenn sie einmal die Woche zusammenfinden würden – in einer Selbsthilfegruppe?

Wir treffen uns einmal die Woche: Harrison, Barbara, Stan, Martin, Greta und die Leiterin unserer Gruppe, Dr. Jan Sayer. Wir alle haben Schreckliches erlebt. Wir tragen Wunden, Narben und unser ganz privates Trauma mit uns herum. Niemand glaubte uns. Man erklärte uns für verrückt, geistesgestört, psychotisch. Erst Dr. Jan hörte uns zu und gab uns einen sicheren Ort, um über unsere Erfahrungen zu sprechen. Wir sind die exklusivste Selbsthilfegruppe der Welt. Wir wurden vom Unnatürlichen berührt. All die Menschen, die an unseren Geschichten zweifeln, sollten sich eins fragen: was wäre, wenn sie wahr sind?

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Verfasst von - 15. August 2018 in Horror, Rezension

 

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Daryl Gregory – Afterparty

„Afterparty“

afterparty

Autor: Daryl Gregory

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 350

Verlag: Titan Books

Sprache: Englisch

ISBN: 1783294582

Genre: Science Fiction > Dystopie & Philosophie

ausgelesen am: 13.11.2014

Soundtrack: The Pretty Reckless – „My Medicine“

Bewertung:

Ich denke, ihr wisst mittlerweile, dass ich auf abgefahrene Geschichten stehe. Alles, was irgendwie irre ist, wirkt unwiderstehlich auf mich. Wie hätte ich da dem Satz „Take a Pill. Get a God“ auf dem Cover von „Afterparty“ von Daryl Gregory widerstehen können? Richtig. Gar nicht. 😉

Lyda Rose war einst eine Neurowissenschaftlerin mit glänzenden Zukunftsaussichten. Sie gehörte zu einem Team, das vorhatte, Schizophrenie zu heilen. Die Versuchsreihe ihres Medikaments zeigte erste Erfolge und sollte in die nächste Phase eingehen. Doch der Abend, an dem das Team ihren erstaunlichen Fortschritt feiern wollte, endete mit einer Katastrophe. Und Lyda in einer psychiatrischen Anstalt.
10 Jahre nach diesem Abend begeht ein junges Mädchen in einer Klinik aufgrund der Folgen ihres Drogenentzugs Selbstmord. Eine Klinik, in der auch Lyda Patientin ist. Lyda erkennt die Symptome der Jugendlichen sofort. Das Mädchen hat das Medikament konsumiert, das damals so kolossal scheiterte. Jemand verbreitet es als Droge unter dem Namen Numinous. Lyda muss herausfinden, wer aus ihrem damaligen Team versucht, sich auf diese Weise zu bereichern. Denn an jedem Tag ihres Lebens seit der Katastrophe wird sie daran erinnert, was Numinous anrichten kann. Seit der Katastrophe wird sie auf Schritt und Tritt begleitet. Von Dr. Gloria. Einem Engel. Ihrer ganz persönlichen permanenten Halluzination.

Ich lag mit „Afterparty“ von Daryl Gregory genau richtig, denn dieses Buch ist wie ein wilder Mix aus Agententhriller und „Fear and Loathing in Las Vegas“ von Hunter S. Thompson (den ich im Übrigen vergötterte – HA, Wortspiel!). Es ist zynisch, es ist bissig, eine fast schon bösartige Satire auf unsere Gesellschaft und strotzt dabei vor schwarzem Humor. Die Handlung ist unglaublich actiongeladen; von Schüssen über ein Drogenkartell und einen Auftragskiller bis hin zu einer illegalen Grenzüberquerung ist alles dabei.
Ihr müsst euch eine Zukunft vorstellen, in der die smart drug revolution schlicht und ergreifend jeden dazu befähigt, Drogen herzustellen, denn sie werden einfach gedruckt. Und weil es so für vermutlich jedes Bedürfnis eine Droge gibt, sind die gesellschaftlichen Tabus auf ein Mindestmaß geschrumpft. Kaum etwas ist nicht entschuldbar, was im Übrigen auch für die Regierung und die Pharmaindustrie gilt. Viele Drogen sind sicherlich irgendwann einmal in guter Absicht entstanden, doch gerade der Fall von Numinous zeigt ja, wie leicht diese korrumpiert werden kann.
Damit sind wir auch schon bei Lyda und ihrer außergewöhnlichen Biografie. Lyda ist der personifizierte, ewig andauernde Konflikt zwischen Wissenschaft und Religion. Als Neurowissenschaftlerin kann sie jede menschliche Reaktion und Überzeugung erklären; wird nun aber mit einer religiösen Halluzination konfrontiert, mit Dr. Gloria. Lyda weiß natürlich, wie diese ausgelöst wurde und diesen Trigger kann man auch als LeserIn nicht abstreiten. Was mich jedoch gewundert hat, ist, dass sie einfach nicht glauben WILL. Sie weigert sich, die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass es so etwas wie eine göttliche Macht geben könnte, trotz der erstaunlichen Tiefe ihrer Halluzination. Niemand weiß, ob wir nicht die Fähigkeit zur Kommunikation mit Gott (im weitesten Sinne) bereits in uns tragen, diese aber nicht nutzen können. Wer weiß schon, ob eine Droge diese verschlossene Tür nicht vielleicht öffnen könnte? Außerdem glaube ich, dass Lyda Dr. Gloria auch deswegen so energisch ablehnt, weil sie ihre eigenen positiven Eigenschaften bündelt. Da Lyda aber ein schlechtes Bild von sich haben möchte und sich auf gewisse Weise immer wieder für die Vergangenheit bestraft, kann sie Dr. Gloria und damit ihre eigenen guten Charakterzüge einfach nicht akzeptieren. Es ist kompliziert.
Daran seht ihr aber schon, wie tief Daryl Gregory in die menschliche Psyche eingetaucht ist. Insgesamt hat mich die wissenschaftliche Seite von „Afterparty“ überzeugt. Ich liebe es, wenn ich ein Buch zuschlagen kann und weiß, dass ich etwas gelernt habe. Was sich wie im menschlichen Gehirn abspielt und welche philosophischen Fragen sich daraus ergeben, war hochinteressant. All das schildert Gregory mit einem angenehmen, angemessen anspruchsvollen Schreibstil. Er setzt durchaus einen gewissen Intellekt voraus; verlangt seinen LeserInnen aber nicht so viel ab, dass man „Afterparty“ nicht auch abends im Bett lesen könnte.

Daryl Gregory hat mit „Afterparty“ einen turbulenten, nervenaufreibenden, chaotischen Trip von einem Buch geschrieben, der sich unter der Oberfläche mit einigen der großen Fragen des Lebens beschäftigt. Es ist schwer zu sagen, ob Gregory überhaupt eine Botschaft vermitteln wollte, oder ob es ihm nur darum ging, seinen LeserInnen Denkanstöße zu geben. Bei mir hat er das jedenfalls geschafft.
Wenn ihr Fans von Hunter S. Thompson seid oder generell abgedrehtes sowie kritisches mögt, ist „Afterparty“ die richtige Lektüre für euch. Aber seht euch vor, nicht, dass auch ihr mit einem Engel auf der Schulter erwacht.

 
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Verfasst von - 27. November 2014 in Dystopie, Philosophie, Science-Fiction

 

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12. 11. 2014 – Gemeinsam lesen

Gemeinsam Lesen 2
Ich weiß, ich bin eigentlich einen Tag zu spät dran für „Gemeinsam Lesen“, weil ich gestern unbedingt „The Love Song of Miss Queenie Hennessy“ publizieren wollte, um die Deadline von Blogg dein Buch einzuhalten. Aber eigentlich spielt das auch keine Rolle, oder? Es geht ja nur darum, mit euch zu teilen, was ich gerade lese. 🙂
Die Aktion stammt ursprünglich von Asaviel, wird jetzt aber abwechselnd von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher gehostet. Mit einem Klick aufs Bild kommt ihr zu den aktuellen Fragen.

afterparty1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „Afterparty“ von Daryl Gregory und befinde mich aktuell auf Seite 147.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„The mother, who had refused to sign the adoption papers, was reunited with her daughter before the girl was old enough to remember the absence.“

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Man, das Buch ist sowas von psycho. Warum? Weil anscheinend einfach alle Figuren psycho sind. Bisher ist mir nicht ein geistig gesunder Charakter begegnet. Alle kämpfen irgendwie mit den Nachwirkungen des Konsums spezieller Drogen, die unter anderem zu heftigen permanenten Halluzinationen führen können.
Außerdem sollte es gar nicht erwähnenswert sein, aber da das so selten vorkommt und ich mich deswegen sehr darüber freue, möchte ich es trotzdem ansprechen: die Protagonistin ist lesbisch.

4. Es wäre Zeit für Neues von…. ? Welcher Autor sollte eurer Meinung nach ganz bald mal wieder ein Buch schreiben? Oder gibt es eine Reihe, wo du denkst „Mensch, da könnte aber noch ein Teil kommen!!“?

Ja, tatsächlich gibt es da eine Reihe, die meiner Meinung nach endlich mal weitergeführt werden sollte. Seit über einem Jahr warte ich auf den nächsten Band der Anita Blake – Reihe von Laurell K. Hamilton. Der Punkt, der mich daran ärgert, ist, dass die nächsten Bände alle schon geschrieben und auf Englisch sogar veröffentlicht sind, aber Bastei Lübbe hängt massiv hinterher. Ich weiß nicht, ob sie den nächsten Teil einfach noch nicht übersetzt haben oder ob sie ihn aus unerfindlichen Gründen zurückhalten. Der letzte Band, „Blinder Hunger“, wurde im Mai 2013 auf Deutsch veröffentlicht. Im Mai. 2013. Liebe Menschen bei Bastei Lübbe, was ist eigentlich los mit euch? Warum macht ihr es mir so schwer? Warum lasst ihr mich so lange warten? Um den Anschluss zu packen, müsste ich theoretisch mindestens die letzten beiden Bände noch einmal lesen, weil diese eigentlich auch nur EIN Band sind. Das ist doch Mist.

Wie steht’s bei euch? Was lest ihr gerade?

Erzählt mir davon, ich freue mich auf eure Antworten und Kommentare! 🙂
 
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Verfasst von - 12. November 2014 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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