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Schlagwort-Archive: Christoph Hardebusch

Christoph Hardebusch – Die Werwölfe

Christoph Hardebusch durchlief eine mehr als typische Entwicklung vom Fantasyleser zum Fantasyautor. Nachdem er studiert und einige Zeit als freier Texter in der Werbebranche gearbeitet hatte, gelang es ihm 2005, eine Agentur von seinem literarischen Talent zu überzeugen. Kurz darauf erschien sein Debüt „Die Trolle“ – obwohl ihm die Troll-Szene in „Der kleine Hobbit“ als Kind zu gruselig war. Es folgte die „Sturmwelten“-Trilogie, erneut ein Werk der High Fantasy. Dass Hardebusch auch andere Interessen und einen Abschluss in Geschichte hat, zeigte sich erstmals 2009. Sein damals veröffentlichter Einzelband „Die Werwölfe“ verknüpft den Werwolfmythos mit einer aufregenden historischen Epoche und faszinierenden historischen Persönlichkeiten.

Conte Ercole Viviani möchte seinen Sohn Niccolo in das Familiengeschäft einführen. Der junge Italiener ist von dieser Aussicht jedoch nicht begeistert. Lieber möchte er seine Tage mit Literatur verbringen und davon träumen, ein gefeierter Schriftsteller zu werden. Lediglich ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt ihm. Bevor er sein Erbe antritt, schickt ihn sein Vater auf eine ausgedehnte Europareise. Die erste Station seiner Grand Tour ist das pittoreske Genf. An den Ufern des malerischen Schweizer Sees wird er 1816 in die Gesellschaft eingeführt. Als er eine Einladung in die berüchtigte Villa Diodati erhält, kann er sein Glück kaum fassen, denn dort residiert der Dichter Lord Byron, den Niccolo zutiefst verehrt. Nächtelang diskutiert er über Poesie und Liebe, über Okkultes und Wissenschaft. Aber Lord Byron umgibt ein Geheimnis, das Niccolos Leben für immer verändert. Gejagt von der katholischen Inquisition muss er herausfinden, was es bedeutet, eine Bestie zu sein, die nur in Legenden existieren sollte: Ein Werwolf.

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Auslosung des Gewinnspiels zum Welttag des Buches: Buchgutschein erhält neues Zuhause!

Hallo ihr Lieben! 🙂

Meine Mission, anlässlich des Welttags des Buches Lesefreude zu schenken und zu teilen, war auch dieses Jahr wieder erfolgreich! Das Autoren-Suchsel kam bei euch recht gut an, denn ihr habt munter gerätselt, gesucht und fleißig eure Lösungen eingereicht. Allzu schwer war es offenbar nicht, denn ich habe kaum falsche oder unvollständige Einsendung erhalten. Es freut mich, dass ihr Spaß an meinem Beitrag zum Bücherwürmer-Feiertag Nummer 1 hattet und danke euch von Herzen für eure Teilnahme. Ohne euch sind solche Aktionen nicht möglich und der Austausch untereinander ist stets Gold wert. 🙂
Heute kommen wir nun zum abschließenden Part des Gewinnspiels: die Auflösung der Suchbegriffe und die Auslosung des/der Gewinner_in!

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Literarisches Kochen: Sturmwelten Curry

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Hallo ihr Lieben! 🙂

Die Köche

Zu meinem Geburtstag habe ich ein besonderes Buch von meiner Mutter bekommen. Ein Kochbuch: „Die Köche – Biss zum Mittagessen“ von Herausgeber Ulrich Burger. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von Rezepten und Kurzgeschichten bekannter deutscher Fantasy – Autor_innen. Ich habe mir das Buch sehr lange gewünscht, weil ich die Idee dahinter so witzig und charmant finde. Ich war mir nicht sicher, ob die enthaltenen Rezepte… nun, genießbar sind, denn wie alle Fantasy – Liebhaber_innen wissen, sind die Gerichte, die von den Figuren dieses Genre verspeist werden, nicht immer dem menschlichen Gaumen angepasst. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich bin nicht besonders scharf drauf, etwas zu essen, das ein Ork lecker fände. Glücklicherweise stellte sich beim Durchblättern heraus, dass die Rezepte tatsächlich umsetzbar sind. Natürlich haben es sich einige Autor_innen nicht nehmen lassen, die Originalzutaten zu notieren (besonders schön in dem Gericht „Trollfäden mit Goblinrotz“ von Stephan R. Bellem), aber es sind immer menschliche Alternativen verzeichnet.

Ich bin keine äußerst begabte Köchin und habe nur mäßig Spaß daran, in der Küche zu werkeln. Doch diese Rezepte machen mich neugierig. Etwas zu kochen, das aus einer Fantasywelt stammt, klingt einfach spannend und genau nach meinem Geschmack. Literarisches Kochen. Genial. Also habe ich mir vorgenommen, einige Rezepte auszuprobieren. Nicht alles klingt lecker und manches übersteigt einfach mein Können. Ein Rezept für Fasan? Nein, lieber nicht, ich verzichte aus Rücksicht auf meine Nachbarn und den Weltfrieden. Doch was meiner Ansicht nach meinem Gaumen gefallen könnte und für mich machbar ist, werde ich testweise kochen. Und weil dieses Vorhaben eindeutig etwas mit Lesen zu tun hat, werde ich meine Erfahrungen hier für euch dokumentieren.

Heute starten wir mit einem Gericht, das mir bereits beim ersten flüchtigen Durchblättern das Wasser im Mund zusammenlaufen ließ: Christoph Hardebuschs Sturmwelten Curry. Aufmerksame Leser_innen meines Blogs erinnern sich sicher noch daran, dass ich die „Sturmwelten“ – Trilogie 2015 gelesen habe und sofort verliebt war. Ich finde, es liegt nahe, mit diesem eher einfachen Rezept zu beginnen.

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Gemeinsam Lesen

Gemeinsam Lesen 2

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Jeden Dienstag lesen wir gemeinsam! Diese tolle Aktion wird wöchentlich von den Schlunzen-Büchern veranstaltet; die Fragen dieser Woche findet ihr durch einen Klick aufs Logo!

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Verfasst von - 26. Januar 2016 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Jahresrückblick 2015

Hallo ihr Lieben!

Gestern habe ich euch versprochen, dass wir heute gemeinsam einen Blick auf mein Lesejahr 2015 werfen. Ich halte meine Versprechen. 😉
Wie bereits 2014 habe ich auch den Jahresrückblick für 2015 zweigeteilt. Im ersten Teil präsentiere ich euch ein paar Statistiken, die mein Leseverhalten in schön greifbaren Zahlen zusammenfassen. Im zweiten Teil beantworte ich dann 30 Fragen von Martina Bookaholic, die euch einen eher emotionalen Überblick über meine Lesehighlights im Jahr 2015 verschaffen sollen.
Fertig? Alles verstanden? Na dann los! 😀

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09. 03. 2015 – Montagsfrage: Highlight aus 2015?

montagsfrage neu

Hallo ihr Lieben! 🙂

Eine arbeitsreiche Woche liegt hinter mir, eine weniger anstrengende Woche vor mir. Gute Aussichten, was? 😀 Ich habe mir fest vorgenommen, den einen oder anderen tollen Beitrag für euch vorzubereiten, also könnt ihr euch ebenfalls freuen. 😉
Doch wie immer beginnen wir die Woche ganz entspannt mit der Montagsfrage von Svenja aka Buchfresserchen:

Welches Buch hat dich 2015 bisher am meisten begeistert?

Bücher 2015 (Stand März)Ich habe in diesem Jahr bis heute 20 Bücher gelesen. Davon bekamen sechs eine 5-Sterne-Bewertung. Ich finde ja, das ist ein recht guter Schnitt, bedenkt man, dass ich 5 Sterne nur dann vergebe, wenn mein Gefühl es mir erlaubt. Es waren folgende:

Hmm… Diese Bücher waren alle wirklich sehr gut und haben mich restlos begeistert, doch ich entscheide mich für „Sturmwelten“ (Sturmwelten #1) von Christoph Hardebusch. Ich habe einfach noch nie eine dermaßen reiche, dichte, hundertprozentig überzeugende Atmosphäre erlebt. Dieses Buch war perfekt für mich. Ich konnte die Kraft und ewige Gelassenheit der See spüren. Wann immer ich es aufschlug, brauchte es nur einen einzigen Satz und ich war dort. Die Geschichte ist aufregend, die Charaktere glaubhaft und lebendig. Obwohl mich das Finale der Trilogie enttäuscht hat, sind die ersten beiden Bände fulminant und wahre Bildexplosionen. Ich könnte stundenlang vor mich hinschwärmen, aber eigentlich fehlen mir ein bisschen die Worte. Deswegen möchte ich euch wirklich meine Rezension zu „Sturmwelten“ ans Herz legen, wenn ihr verstehen wollt, wie dieses wundervolle Fantasy-Meisterwerk auf mich gewirkt hat. Ich glaube nämlich nicht, dass ich es noch einmal schaffe, meine Gefühle einigermaßen angemessen auszudrücken. 😉

Welches Buch war bisher euer Highlight in 2015 und warum?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Antworten und Kommentare und wünsche euch eine supertollige Woche!
Alles Liebe,
Elli

 
 

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Christoph Hardebusch – Jenseits der Drachenküste

„Jenseits der Drachenküste“

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Reihe: Sturmwelten #3

Autor: Christoph Hardebusch

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 528 Seiten

Verlag: Heyne

Sprache: Deutsch

ISBN: 3453523989

Genre: Fantasy > High Fantasy

ausgelesen am: 11.02.2015

Bewertung:

Ein Sturm zieht auf. Noch immer jagen die HeldInnen der See die gefährliche magieabsorbierende Ladung, die sich mittlerweile auf der Todsünde befindet.
Roxane, Jaquento und Bihrâd befinden sich auf dem Schiff Siorys – Roxanes erstes eigenes Kommando als Kapitänin. Sie segeln der Todsünde hinterher, stets in der Hoffnung, sie einzuholen oder zumindest einen entscheidenden Hinweis auf ihr Ziel zu erlangen.
Admiral Aomas Thyrane wird währenddessen aufgrund seiner Anschuldigungen gegenüber der Thaynrisch-Kolonialen Handelscompagnie auf Lessan von der Marine gefangen gehalten. Doch glücklicherweise ist er mit zwei mächtigen Maestre befreundet, die alles daran setzen, ihn zu befreien. Mithilfe von Manoel und Sinao kann Thyrane entkommen. Sobald sie sich wieder auf der Imperial befinden, segeln sie erneut in die Sturmwelt, um endlich der Natur der geheimnisvollen Ladung auf die Schliche zu kommen.
Der Poet Franigo hingegen muss in Hiscadi erleben, wie die Revolution, die er in Gang setzte, ihre eigenen Kinder frisst. Schon bald hat er keine andere Wahl mehr, als das Land zu verlassen. Da trifft es sich vorzüglich, dass er einem Fremden begegnet, der ihm nicht nur Arbeit anbietet, sondern ihn auch aus Hiscadi hinaus schmuggelt. Gemeinsam mit dem alten Mann begibt Franigo sich auf eine weite Reise, ohne recht zu verstehen, warum der Alte so entgegen kommend ist.
Das Schicksal führt die HeldInnen auf Wege, die alle nur ein Ziel kennen: die Lande jenseits der Drachenküste. Denn hier wird sich die Zukunft der Welt entscheiden.

Mein Herz blutet. Ich bin wirklich untröstlich, dass ich für „Jenseits der Drachenküste“ nicht mehr als drei Sterne vergeben kann. Die ersten beiden Bände, „Sturmwelten“ und „Unter schwarzen Segeln“, waren beeindruckend und unwiderstehlich, aber das Finale wirkte auf mich… unfertig. Es ist nicht rund, es gibt zu viele Handlungsstränge, die gar nicht oder nur unbefriedigend zu einem Abschluss gebracht werden. Es fühlte sich an, als hätte sich der Autor Christoph Hardebusch im letzten Drittel des Buches völlig verloren, als wäre ihm seine eigene Handlung entglitten, sodass es einfach nicht mehr passte. Vielleicht hat er die Handlung doch nicht ausreichend vorangetrieben und wurde nicht fertig. Vielleicht hatte er nicht mehr genug Platz oder Zeit, um wirklich alle offenen Fragen aufzuklären. Was es auch war, es ist unfassbar schade, denn meiner Meinung nach hätte er kinderleicht noch ein viertes Buch füllen können. Viele interessante und vielversprechende Ansätze verliefen stattdessen im Sande. Natürlich sprechen wir hier immer noch über ein gutes Buch mit einer einzigartigen, dichten Atmosphäre und starken Charakteren, aber ich bin wirklich enttäuscht, dass das Finale der Geschichte nicht gerecht wurde.
Gerade weil die Figuren alle sehr besonders und individuell sind und Hardebusch auch seine Nebencharaktere äußerst liebevoll und lebendig gezeichnet hat, ist es jammerschade, dass einige zu kurz kamen. Das trifft meines Erachtens speziell auf den Magietrinker Bihrâd zu. Er begleitet Jaquento die ganze Geschichte über, hat dafür meiner Meinung nach aber eine viel zu kleine Rolle. Ich war spätestens seit dem zweiten Band äußerst neugierig und wollte unbedingt mehr über ihn erfahren. Ähnlich wie die Caserdote (Priester) ist er in der Lage, Magie zu unterbinden, doch in seiner Heimat, den Mauresken Städten, gilt diese Fähigkeit nicht als Segen, sondern als Fluch. Dadurch hat Bihrâd eine eher schwierige Vergangenheit, die in krassem Kontrast zu seinem jetzigen Wesen steht. Ich empfand ihn stets als sehr loyal, ausgeglichen und selbstbeherrscht. Er gibt wenig von sich preis und redet nur dann, wenn er auch wirklich etwas zu sagen hat. Dadurch umgibt ihn eine geheimnisvolle Aura und irgendwie hatte ich erwartet, dass sich diese im finalen Showdown auflöst, weil er im maßgebenden Moment eine wichtige Funktion erfüllt. Leider lag ich damit falsch. In der alles entscheidenden, spannenden Seeschlacht ist er zwar dabei, doch Hardebusch konzentriert sich in diesen letzten Szenen fast ausschließlich auf seine Hauptcharaktere.
Für mich war darüber hinaus der Handlungsstrang des Admirals Aomas Thyrane äußerst unbefriedigend. Das beziehe ich nicht mal auf ihn persönlich, sondern auf seine ursprüngliche Aufgabe. Er sollte herausfinden, inwiefern die Handelscompagnie in alles verwickelt war, was mit der geheimnisvollen Ladung zu tun hat. In diesem Punkt vernachlässigte Hardebusch jegliche Hintergründe und Erklärungen. Wie haben die Händler das Artefakt überhaupt gefunden? Was hatten sie damit vor? So gern ich Thyrane habe, ich finde, Hardebusch hat sich von all den anderen Ereignissen ablenken lassen, wodurch die Rolle der Compagnie unter den Tisch fiel. Dieser Handlungsstrang ist für mich so zu einer überstehenden Kante geworden, an der ich mich unangenehm gestoßen habe.

Alles in allem denke ich, dass die Sturmwelten-Trilogie als Tetralogie wesentlich besser funktioniert hätte. Im Finale „Jenseits der Drachenküste“ beschlich mich ab dem letzten Drittel das Gefühl, dass sich Christoph Hardebusch stark unter Druck gesetzt fühlte, einen Abschluss zu konstruieren, für den weder er noch die Geschichte schon bereit war. Und wer weiß, vielleicht war sein Seefahrerabenteuer ursprünglich tatsächlich auf vier Bände ausgelegt.
Ich möchte euch die Trilogie trotz meiner Enttäuschung bezüglich des Finales empfehlen, denn die positiven Aspekte überwiegen die negativen bei Weitem. Hardebusch konnte mich von seinem schriftstellerischen Talent überzeugen und hat mich in den vorangegangenen Bänden so sehr begeistert, dass ich denke, es lohnt sich trotzdem, die Reihe zu lesen. Allerdings solltet ihr eure Erwartungen an den letzten Band wirklich im Zaum halten.
Die Sturmwelt ist exotisch, aufregend, magisch und auf jeden Fall eine Reise wert!

Sturmwelten – Die Rezensionen zur Trilogie im Überblick:

Sturmwelten #1: “Sturmwelten”
Sturmwelten #2: “Unter schwarzen Segeln”
Sturmwelten #3: “Jenseits der Drachenküste”

 
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Verfasst von - 18. Februar 2015 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Christoph Hardebusch – Unter schwarzen Segeln

„Unter schwarzen Segeln“

Unter schwarzen Segeln

Reihe: Sturmwelten #2

Autor: Christoph Hardebusch

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 528 Seiten

Verlag: Heyne

Sprache: Deutsch

ISBN: 3453523970

Genre: Fantasy > High Fantasy

ausgelesen am: 07.02.2015

Bewertung:

In dem Gefecht vor der illegalen Sklavenkolonie Hequia mussten viele tapfere Seeleute ihr Leben lassen. Die Freiheit der Sklaven hatte einen hohen Preis und darüber hinaus konnten Kapitän Deguay und die Maestra Tereisa auf der Todsünde entkommen, mit der Totwey und ihrer seltsamen, magieschluckenden Ladung im Schlepptau. Jaquento und Roxane bringen die befreiten Sklaven nach Lessan, wo sie der Thaynrischen Marine Bericht erstatten müssen. Die Besprechung verläuft nicht gut – Jaquento wird festgenommen und Roxane erhält den Befehl, ihn nach Thaynric zu bringen, um sich gemeinsam mit ihm vor einem Kriegsgericht zu verantworten. Doch die launischen Winde halten auf ihrer Reise einige Überraschungen bereit. Die Jagd nach der Totwey ist noch nicht vorbei.
Währenddessen beauftragt die Thaynrische Marine den bereits pensionierten Admiral Aomas Thyrane, die Vorkommnisse auf der Insel Hequia zu untersuchen. Der Seewolf, wie er genannt wird, soll herausfinden, inwiefern die Thaynrisch-Koloniale Handelscompagnie in den Transport der Ladung der Totwey verwickelt ist. In Lessan trifft Thyrane auf Sinao und Manoel, die der Gerichtsbarkeit der Thayns entgehen konnten. Schnell wird deutlich, dass die Händler mächtig Dreck am Stecken haben.
Ein Beben zieht sich durch die Welt, ausgehend von der Ladung der Totwey. Mächtige Magie ist am Werk und droht, alle Beteiligten mit Haut und Haaren zu verschlingen.

Ich empfand „Unter schwarzen Segeln“ als würdige, logische Fortsetzung der Sturmwelten-Trilogie. Es bietet mehr Action als der erste Band „Sturmwelten“, zeichnet sich aber trotz dessen durch dieselbe, beruhigende Ausstrahlung aus. Hardebuschs Darstellung der spannenden Abenteuer auf See ist und bleibt unwiderstehlich; ich konnte mich erneut völlig in seiner Welt verlieren. Mit seinem besonderen, eingängigen Schreibstil erschafft er einen Sog, der mich mit seiner fantastischen Bilderflut die Realität vergessen ließ. Ich liebe die Sturmwelt, mit all ihren Wundern und der Magie, der See, den Schiffen und den verwegenen Charakteren, die in ihrer Unterschiedlichkeit so real und lebendig wirken.
Gleich zu Beginn des Buches lernen die LeserInnen eine neue Figur kennen: den Admiral Aomas Thyrane. Mal davon abgesehen, dass ich seinen Vornamen sehr schön finde, hat er mich auch von der ersten Seite an für sich gewonnen und ansatzlos immer mehr Sympathiepunkte gesammelt. Er ist ein alter Sturkopf, der in seinem Leben schon so manchen Kampf gegen die Obrigkeit ausgefochten hat. Einige hat er gewonnen, andere verloren, doch was ihm blieb, ist die Erkenntnis, dass Gerechtigkeit in der Politik oft keine Rolle spielt. Trotzdem gab er nie auf, er kämpft noch immer. Ich mag ihn sehr, denn Hardebusch konnte mich sofort davon überzeugen, dass Thyrane ein guter Mensch ist. Ich habe mich auf die Kapitel aus seiner Sicht richtig gefreut. Das lag unter anderem auch daran, dass Thyrane wundervoll mit Sinao und Manoel umgeht. Er behandelt sie nicht als minderbemittelte Wilde wie all die anderen Offiziellen der Marine, sondern nimmt sie ernst. Ich denke, vor allem für Sinao war diese Erfahrung ungemein wichtig, weil sie UniformträgerInnen bisher nur als grausam und ungerecht erlebte. Kein Wunder, dass sie niemandem außer Manoel richtig vertraut. Ich hatte übrigens recht: die Beziehung von Magie und Religion wird in diesem Band endlich erläutert. Hardebusch nutzt dafür elegant das Schülerinnen-Lehrer-Verhältnis von Sinao und Manoel; während Manoel Sinao geduldig die Geschichte von Hardebuschs Welt erklärt, lauschen auch seine LeserInnen seinen Worten und begreifen so die Hintergründe.
„Unter schwarzen Segeln“ hat darüber hinaus eine politische Ebene, die am deutlichsten durch den Poeten Franigo sichtbar wird. Eingeführt wurde er bereits im ersten Band, doch erst jetzt beginnt er, richtig in die Geschichte zu passen. Wie auch der Pirat Jaquento stammt er aus Hiscadi, eine Nation, die seit Jahren unterdrückt und besetzt ist. Ohne es zu wollen gerät Franigo im Laufe seiner Reise in eine Rebellion, die sich gegen die Besatzung richtet. Es war wirklich interessant zu beobachten, wie diese Revolution immer größer wurde und quasi ein Eigenleben entwickelte, bis zu dem Punkt, an dem Franigo jeden Einfluss verlor, obwohl er zu Beginn eine Art Gallionsfigur war. Zusätzlich ist der Poet tatsächlich derjenige, der den LeserInnen erste Hinweise auf Jaquentos Vergangenheit und Herkunft verschafft, was meine Neugier zwar nicht vollständig befriedigte, aber immerhin weiter anfachte. Selbstverständlich entwickelt sich auch der Handlungsstrang zwischen Roxane und Jaquento weiter; es bleibt angenehm prickelnd und teilweise sogar ein bisschen verrucht. Ich hoffe, dass sie trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft eine Zukunft haben. Ich habe das Gefühl, im Gegensatz zu mir wissen die beiden noch gar nicht, wie gut sie eigentlich zusammen passen.

„Unter schwarzen Segeln“ ist eine wunderbare Fortsetzung der Sturmwelten-Trilogie. Christoph Hardebusch behält seine ausgeglichene Schreibweise bei und lässt sich auch im zweiten Band nicht hetzen. Trotzdem ist eine Entwicklung erkennbar; ich hatte nie das Gefühl, auf der Stelle zu treten. Ich bin jetzt über die Maßen gespannt auf das große Finale „Jenseits der Drachenküste“, denn bisher kann ich noch nicht vollständig absehen, wohin Hardebusch mit mir möchte. Bis jetzt sind bereits so viele verschiedene Handlungsstränge begonnen und/oder weitergeführt worden, dass ich einfach erleben möchte, wie er sie am Ende alle zusammenführt. Ich freue mich sehr darauf.

 
2 Kommentare

Verfasst von - 14. Februar 2015 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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10. 02. 2015 – Gemeinsam Lesen

Gemeinsam Lesen 2

Hallo ihr Lieben! 🙂

Jeden Dienstag lesen wir gemeinsam! Diese Aktion wird abwechselnd von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher betreut, die Fragen dieser Woche findet ihr bei Weltenwanderer durch einen Klick aufs Bild. 🙂

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „Jenseits der Drachenküste“ (Sturmwelten #3) von Christoph Hardebusch und bin auf Seite 334.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

“ »Aufstehen! Mitkommen!«, brüllte eine Stimme, und Roxane schreckte hoch.“

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Ich befinde mich ja jetzt im letzten Drittel des dritten Bandes der Sturmwelten-Trilogie und ich muss sagen, ich frage mich langsam, ob Hardebusch es wirklich schafft, alle offenen Fragen noch zu meiner Zufriedenheit aufzuklären. Denn ich habe haufenweise offene Fragen.
Es geht ja immer noch um die Ladung des schwarzen Schiffes, die offenbar keinesfalls in die falschen Hände geraten darf. Mittlerweile sind von allen Seiten Parteien aufgetaucht, die Interesse an der Ladung haben. Es ist immer noch nicht klar, was an ihr eigentlich so wertvoll, gefährlich und besonders ist und inwiefern jede einzelne dieser Parteien einen Vorteil gewinnen würde, bekäme sie die Ladung in die Hände. Ich tappe immer noch im Dunkeln und kann noch überhaupt nicht absehen, worauf es jetzt eigentlich hinausläuft. Alles ist höllisch verzwickt und miteinander verbunden; ich kann nur hoffen, dass Hardebusch eine große Aufklärungsszene eingearbeitet hat, in der erklärt wird, warum alle Welt so wild auf diese Ladung ist. Aber bisher hat mich Hardebusch ja nicht enttäuscht, also werde ich ihm einfach vertrauen. 🙂

4. Dicke Wälzer (ab 500 Seiten) – lest ihr sie gerne oder scheut ihr euch davor? Und warum?

Die Seitenanzahl eines Buches ist mir egal. Es spielt für mich keine Rolle, ob es dick oder dünn ist, obwohl ich in der Regel doch lieber Bücher ab 200 Seiten lese. Für mich geht es nur um die Geschichte, die vom Klappentext angepriesen wird. Interessiert sie mich, lese ich das Buch, ob es nun 100 oder 800 Seiten hat. Ich habe bei einigen BloggerInnen gelesen, dass sie Probleme haben, bei dicken Wälzern dran zu bleiben – das war für mich niemals schwierig, solange das Buch gut ist. Natürlich ist es ärgerlich, wenn eine Lektüre mir nicht gefällt und dann auch noch besonders dick ist, weil es einfach länger dauert, bis ich das nächste Buch anfangen kann. Aber in der Praxis macht es kaum einen Unterschied, weil ich mir auch mal die Zeit nehme, an einem Tag 200-300 Seiten zu lesen. Nur die Motivation unterscheidet sich. Bei einem guten Buch mache ich das, weil es spannend ist; bei einem schlechten Buch, weil ich fertig werden möchte.
Was ich an diesen dicken Schmökern besonders mag, ist das Potential. Mehr Seiten bedeutet auch, dass ich Charaktere und Weltaufbau viel intensiver kennenlernen kann. Die Handlung kann sich natürlich entwickeln, der Spannungsbogen kann sich graduell aufbauen. Mir gefällt es, wenn ich gute Wissensgrundlagen habe, bevor die Story richtig Fahrt aufnimmt. Natürlich gibt es auch Bücher, die die LeserInnen direkt in die Handlung schubsen und ansatzlos durchstarten; damit kann ich mich aber nur anfreunden, wenn ich merke, dass ich dem Autor oder der Autorin vertrauen kann, dass ich später noch aufgeklärt werde.

Was lest ihr im Augenblick? Spielt die Seitenanzahl eines Buches für euch eine Rolle?

Ich freue mich wie immer auf eure Gedanken und Kommentare! 🙂
Alles Liebe,
Elli

 
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Verfasst von - 10. Februar 2015 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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