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Justin Cronin – The Passage

Rezensionsheader The Passage

„The Passage“ von Justin Cronin ist ein Reread. Ich habe den Auftakt der gleichnamigen Trilogie 2011 schon einmal als „Der Übergang“ gelesen. Für mich stand nie Frage, dass ich „The Passage“ weiterverfolgen würde, aber die langwierige Veröffentlichungsgeschichte der deutschen Folgebände verzögerte dieses Vorhaben und schadete meinen Erinnerungen erheblich. Als das Finale 2018 als deutsches Taschenbuch erschien, wusste ich, dass ich von vorn beginnen musste. Während der Wartezeit veränderte sich allerdings mein Leseverhalten, sodass ich auf die deutschen Ausgaben nicht mehr angewiesen war. Amazon verführte mich mit einem günstigen E-Book-Deal für die gesamte Trilogie in Englisch und ich startete einen zweiten Anlauf mit „The Passage“ im Original.

Peter Jaxon hat noch nie die Sterne gesehen. Er wurde in einer Kolonie in Kalifornien geboren, in der es niemals dunkel wird. Dicke Mauern und mächtige Strahler, die die Nacht taghell erleuchten, bieten Schutz vor den blutgierigen Monstern der Dunkelheit: Virals. Die animalischen Infizierten erinnern kaum an die Menschen, die sie einst waren. Angeblich waren die ersten Virals das Ergebnis eines fehlgeschlagenen Militär-Experiments vor beinahe 100 Jahren. Heute beherrschen sie die USA. Vielleicht sind die wenigen Familien, die in der Kolonie Zuflucht fanden, die letzten Überlebenden. Doch eines Tages entdecken die Wachen vor den Toren ein kleines Mädchen. Sie ist allein und etwa sechs Jahre alt. Niemand weiß woher sie kam. In ihrem Nacken befindet sich ein Chip, dessen gespeicherte Informationen eine verwirrende Geschichte erzählen. Das Mädchen heißt Amy und war Teil des gescheiterten Experiments, das die Virals erschuf. Der Chip sendet ein Signal. In der Hoffnung, Antworten und weitere Überlebende zu finden, beschließen Peter und seine Freunde, es bis zu seinem Ursprung zurückzuverfolgen. Amys plötzliches Auftauchen muss etwas bedeuten. Könnte sie die Rettung der Menschheit sein?

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Verfasst von - 14. Mai 2019 in Dystopie, Science-Fiction

 

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Marissa Meyer – Cinder

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Ein metallener Fuß, eine metallene Hand, Chips und Drähte unter ihrer Haut – Cinder ist ein Cyborg. Glaubt man der Gesellschaft, ist sie wertlos, weil sie kein richtiger Mensch mehr ist. Ihre Stiefmutter Adri teilt diese Meinung. Jeden Tag lässt sie Cinder spüren, dass die Vormundschaft für sie eine Belastung ist, während sie ihre leiblichen Töchter nach Strich und Faden verwöhnt. Ihr Repertoire neuer Schikanen ist endlos. Dankbar für jede Gelegenheit, Adri zu entkommen, verbringt Cinder den Großteil ihrer Zeit in ihrem kleinen Laden auf dem Markt in Neu-Beijing. Sie nutzt ihr beachtliches Talent als Mechanikerin, um hier etwas Geld zu verdienen. Nie hätte sie angenommen, dass ihr tadelloser Ruf bis in den Palast reichen könnte. Sie fällt fast in Ohnmacht, als eines Tages Kronprinz Kai vor ihr steht und sie bittet, seine beschädigte Androidin zu reparieren. Schon bald könnte aus dem Prinzen der neue Kaiser des Eastern Commonwealth werden, denn sein Vater, Kaiser Rikan, liegt im Sterben, infiziert von der Seuche, die bereits Tausende seiner Untertanen dahinraffte. Cinder nimmt den royalen Auftrag an, unwissend, dass sie damit eine Lawine interstellaren Ausmaßes lostritt. Denn in Cinders verschütteter Vergangenheit liegen Geheimnisse, von denen sie nichts ahnt. Geheimnisse, die nicht nur ihr Leben, sondern auch die Beziehungen zu Luna, dem Königreich des Mondes und somit die Zukunft der gesamten Erde bedrohen. Cinder mag kein richtiger Mensch mehr sein. Aber wertlos ist sie nicht.

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Lissa Price – Enders

„Enders“

enders

Reihe: Starters – Enders #2

Autor: Lissa Price

Format: Hardcover

Seitenzahl: 352

Verlag: ivi (Piper Verlag)

Sprache: Deutsch

ISBN: 3492702643

Genre: Science Fiction > Dystopie > Young Adult

ausgelesen am: 15.02.2015

Bewertung:

Was habe ich mich auf „Enders“ von Lissa Price gefreut. Der erste Band dieses Zweiteilers, „Starters“, war eine meiner ersten YA-Dystopien und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass ich dieses Genre so gern und häufig lese. Ich glaube, ich habe „Starters“ noch im Erscheinungsjahr gelesen, das war 2012. „Enders“ erschien laut Goodreads ein Jahr später, da ich aber unbedingt die deutsche Hardcover-Ausgabe haben wollte (passend zu meiner Ausgabe von „Starters“), war ich einige Zeit zu geizig, um es zu kaufen. Dieses Jahr habe ich es endlich hinter mich gebracht, in den sauren Apfel gebissen und die 16€ ausgegeben. Ich habe mir ja vorgenommen, mehr Reihen abzuschließen. 😉

Prime Destinations ist zerstört. Doch der Old Man ist noch immer da draußen und macht Callie Woodland das Leben schwer. Der manipulierte Chip in ihrem Kopf ermöglicht es ihm, in ihre Gedanken einzudringen. Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als den Chip endlich loszuwerden und ein normales Leben zu führen. Bisher gibt es jedoch keine Möglichkeit, den Chip zu entfernen, ohne den Träger zu töten. Alle Starters, die sich der Body Bank als SpenderInnen zur Verfügung stellten, müssen stets fürchten, dass sie ohne Vorwarnung die Kontrolle über ihren Körper und ihre Gedanken verlieren. Callie setzt alles daran, den Old Man aufzuhalten, der weiterhin seine egoistischen und skrupellosen Pläne verfolgt. Als sie es am wenigsten erwartet, begegnet sie dem einen Menschen, der den Old Man möglicherweise noch mehr hasst als sie: Hyden. Sein Sohn. Callie braucht seine Hilfe, denn nur gemeinsam haben sie eine Chance, seinem Vater das Handwerk zu legen. Doch kann sie ihm überhaupt trauen? Oder verfolgt auch er eigene Ziele?

Die schlechteste Fortsetzung aller Zeiten. Denke ich an „Enders“, fallen mir lauter Worte mit der Vorsilbe un- ein: unlogisch, unrealistisch, unglaubwürdig. Es ist so furchtbar, dass ich die Phase der Enttäuschung noch beim Lesen hinter mir gelassen habe und nun einfach nur wütend bin. Ich kann nicht glauben, dass Lissa Price ihre Geschichte selbst völlig ruinierte. Der erste Band „Starters“ war großartig, doch was sie sich bei diesem Albtraum von einer Fortsetzung gedacht hat, ist mir absolut schleierhaft. Ich weiß, ich sollte Respekt gegenüber der Autorin und ihrer Arbeit empfinden, aber in diesem Fall fällt mir das wahrlich sehr schwer.
Für mich ging es von der ersten Seite an bergab. Ich kam nicht in die Geschichte rein, konnte keine Verbindung zu den Ereignissen aufbauen und fand auch keinen Zugang zu den Charakteren, trotz Rekapitulation des ersten Bandes. Trauriger Weise änderte sich das nicht mehr. Irgendwann musste ich mich mit der Distanz abfinden. Vermutlich war das gut so, denn andernfalls hätte ich die schiere Absurdität von „Enders“ noch schlechter ertragen. Ich habe noch nie dermaßen unnatürliche, steife, seltsame zwischenmenschliche Beziehungen und Dialoge in einem Buch erlebt. Die Protagonistin und Ich-Erzählerin Callie trifft also Hyden, mit dem sie sich zusammentut, obwohl er der Sohn ihres Erzfeindes ist. Sie behauptet zwar, ihm nicht zu trauen, verhält sich jedoch komplett entgegengesetzt. Das konnte ich bereits nicht nachvollziehen, aber gut. Ich hätte darüber hinwegsehen können. Dann fangen sie an, die Starters einzusammeln, die einen Chip von Prime im Kopf haben. Immer wieder verlassen sie dafür ihr Versteck. Wochenlang. Ohne dass sie jemand entdeckt. Hmhm. Okay. Eines schönen Tages sind Callie und Hyden wieder einmal unterwegs und finden einen Starter namens Jeremy, den sie ebenfalls in ihr Versteck bringen wollen. Dumm nur, dass der nicht gerettet werden möchte. Also überwältigt Hyden ihn kurzerhand. Sie entführen den armen Jungen gegen seinen Willen. Aber das ist noch nicht alles. Als Jeremy bewusstlos im Auto liegt, übernimmt Hyden seinen Körper. Aus purem Egoismus, nicht für den guten Zweck oder so. Er klaut seinen Körper! Er tut genau das, wofür alle Starters den Old Man verabscheuen! Und komischerweise finden das alle, Callie eingeschlossen, ganz okay. Doch das Beste an der Situation, die sowieso schon haarsträubend genug war, war folgendes: als Hyden Jeremys Körper dann endlich zurückgibt, werden die beiden mehr oder weniger FREUNDE! Der Typ klaut seinen Körper und Jeremy ist nicht mal sauer?! Ich hätte Hyden dafür verprügelt. Als ich meinem Lieblingsmenschen von diesem Handlungsstrang erzählt habe, ist mir erst klar geworden, WIE absurd das eigentlich alles ist. Ich musste so sehr lachen, dass mir die Tränen kamen.
Und Callie? Während ich sie in „Starters“ wirklich mochte und in ihr eine sympathische Kick Ass-Heldin sah, fand ich sie nun grauenvoll. Hätte ich nur einmal mehr erleben müssen, wie sie vor sich hin jammert, wäre das Buch aus dem Fenster geflogen. Callie ist der Nabel der Welt in der Geschichte, alles dreht sich um sie, sie ist ja so besonders. Nebencharaktere? Kann man vernachlässigen, dafür darf Callie noch eine Runde jammern. Selbst ihr bester Freund Michael, der angeblich wie ein Bruder für sie ist, bleibt ein konturloser Geist. Ich begreife eigentlich nicht, wieso er überhaupt auftaucht, denn er trägt nichts, aber auch gar nichts zur Handlung bei. Callie und er führen nicht ein richtiges Gespräch, stattdessen zeichnet er sich dadurch aus, dass er offenbar immer, ungeachtet der Umstände, schlafen kann.

Meine Meinung? Lasst es. Lest „Enders“ nicht, auch nicht, wenn ihr „Starters“ gelesen habt. Besonders nicht, wenn ihr „Starters“ mochtet. Es tut mir leid, das schreiben zu müssen, aber „Enders“ ist seit langer, langer Zeit das schlechteste Buch, das ich gelesen habe. Es war Zeit- und Geldverschwendung. Ich bereue es, was mir sonst eigentlich nie passiert, weil auch ein Buch, das mir nicht gefällt, eine Erfahrung ist. Jahre habe ich auf diese Fortsetzung gewartet – ich es hätte es mir sparen können. Ich bin wirklich wütend auf Lissa Prica und denke nicht, dass sie von mir je wieder eine Chance bekommt.

 
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Verfasst von - 20. Februar 2015 in Dystopie, Science-Fiction, Young Adult

 

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