RSS

Schlagwort-Archive: Chic-Lit

Montagsfrage: Themenbezogenes Lesen?

Hallo ihr Lieben! 🙂

In meiner Firma finden derzeit Strukturveränderungen statt. Teilweise aufgrund neuer Gesetze, teilweise aufgrund eigener Neuerungen. Letzte Woche wurde ich bereits für eine andere Abteilung geschult und heute habe ich meinen ersten Solo-Tag. Oder besser gesagt Abend. Spätschicht halt. Ich bin schon ein bisschen aufgeregt und freue mich total auf den neuen Posten, unter anderem auch, weil sich meine Arbeitszeit dadurch noch mal eine Stunde nach hinten verschiebt. Somit habe ich vor meinen Schichten noch mehr Zeit zu Hause, denn später aufstehen werde ich wohl trotzdem nicht. Die zusätzlichen anderthalb Stunden werde ich heute gleich sinnvoll nutzen und mir ordentlich Zeit für die Beantwortung der Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja nehmen. Hach, das wird gut. 😀

Habt ihr besondere Vorlieben bei den Themen in euren Büchern oder achtet ihr da gar nicht drauf?

Ich finde diese Frage schwierig. Natürlich habe ich gewisse Vorlieben, aber ich kann nicht behaupten, dass ich bewusst darauf achten würde, ob ein Buch nun dieses oder jenes Thema behandelt. Innerhalb meiner bevorzugten Genres bin ich äußerst flexibel und gebe grundsätzlich jedem Buch eine Chance, das meine Neugier ausreichend weckt. Ich treffe bei jedem Literaturstück individuelle Einzelentscheidungen. Beispielsweise mag ich Bücher, die von Schiffen und/oder Piraten handeln, doch das bedeutet nicht, dass jedes Werk, das auf offener See spielt, in meinem Regal landet. Umgekehrt bin ich kein Fan von straighter Science-Fiction und tue mich schwer mit Geschichten, die ausschließlich im Weltall angesiedelt sind. Trotz dessen lese ich immer wieder Klappentexte von Büchern zu diesem Thema und warte geduldig auf den Tag, an dem mir ein Werk begegnet, das mich meine Skrupel beiseite schieben lässt. Ich versuche immer wieder, meine Wohlfühlzone zu verlassen und Neues auszuprobieren. Ich glaube, es ist wichtig, sich nicht zu stark auf ein Thema oder ein Genre einzuschießen. Was daraus werden kann, habe ich ja am eigenen Leib mit Ermittler-Thrillern erlebt: zu viel des Guten übersättigt und nervt dann nur noch, weil die Abwechslung flöten geht. Deshalb arbeite ich auch ganz bewusst daran, meine Nische im Genre der historischen Romane zu finden. Wenn man so viel liest wie unsereins ist es unvermeidlich, zu variieren und nichts von Vorneherein auszuschließen. Ja, ich wäre sogar bereit, Chic-Lit bei mir einziehen zu lassen, würde mir nur endlich ein Buch über den Weg laufen, das mich nicht mit den Augen rollen lässt. 😉

Wie themenbezogen lest ihr?

Ich freue mich auf eure Meinungen und Kommentare und kann es kaum abwarten, mich durch eure Beiträge zu wühlen. Ich wünsche euch einen fabelhaften Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli  ❤

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Montagsfrage: Liebesgeschichten?

montagsfrage neu

Hallo ihr Lieben!

Man, meine letzte Woche war vielleicht besch…. bescheiden. Auf Arbeit lief nichts so, wie es sollte, ich kam nicht dazu, Rezensionen zu schreiben und überhaupt war einfach alles irgendwie blöd. Zum Glück ist jeder neuer Wochenstart auch ein kleiner Neuanfang. Und wie könnte man die neue Woche besser beginnen als mit der Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja? 😉

Wie geht ihr mit den allseits beliebten Liebesgeschichten um?

Diese Frage stammt übrigens von meiner lieben Blogger-Freundin Tirilu. 🙂
Liebesgeschichten. Wie die meisten von euch mittlerweile sicher wissen, lese ich keine Liebesromane und eigentlich auch nichts, was in die Richtung der Chic-Lit geht. Mir gefallen diese Bücher einfach nicht. Nicht mein Geschmack. Trotzdem begegnen mir Liebesgeschichten natürlich auch in anderen Genres und solange sie nicht zu kitschig, schmalzig oder dominant sind, kann ich sie als Teil der Handlung akzeptieren. Bei vielen Kategorien gehört das einfach dazu. Das Young Adult – Genre lebt ja quasi von Liebesgeschichten unter ungewöhnlichen Umständen.
Ich denke allerdings, dass es für mich wichtig ist, als Abwechslung immer wieder Bücher zu lesen, in denen Romantik und Liebe keine oder nur eine minimale Rolle spielen. Ich bin eben wirklich nicht der Typ dafür und lege weit mehr Wert auf Action, ein intelligentes Handlungskonstrukt und einen überzeugenden Weltenaufbau. In der High und Low Fantasy sind Liebesgeschichten glücklicherweise meist nur Nebenhandlungsstränge, die dem Ganzen etwas Würze verleihen, ohne allzu präsent zu sein.
Die Paranormal Romance bzw. weibliche Urban Fantasy ist noch mal ein speziellerer Fall. Früher habe ich dieses Genre unheimlich gern gelesen, aber mittlerweile greife ich nur noch selten in diese Ecke. Nicht nur, dass mich die Geschichten inzwischen schnell langweilen, weil sich die grundlegenden Handlungsabläufe oft wiederholen, es liegt auch an den ungesunden, sexistischen und Vergewaltigungsmythen fördernden Beziehungen. Letztes Jahr habe ich mich intensiv mit dem Thema Gender in der Urban Fantasy auseinander gesetzt und seitdem fällt es mir schwer, darüber hinweg zu sehen. Obwohl es für mein Leseverhalten deutliche Konsequenzen hatte, bin ich jedoch froh, sensibilisiert zu sein. Falls euch die Thematik ebenfalls interessiert, schaut doch mal hier vorbei: ‚Sie wollte es, er konnte nicht anders – Vergewaltigungsmythen in der Urban Fantasy‚.
Deswegen steige ich auf von Männern geschriebene Urban Fantasy um. Häufig genug spielt Liebe in diesen Romanen überhaupt keine Rolle, weil die männlichen Protagonisten viel zu kaputt sind, um auch nur an eine Beziehung zu denken. Es mag makaber klingen, aber ich ziehe ‚kaputt‘ ‚kitschig‘ vor. 😉

Wie steht ihr zu Liebesgeschichten?

Ich freue mich schon auf eure Meinungen und Kommentare und wünsche euch allen einen fabelhaften Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli

 

 
10 Kommentare

Verfasst von - Januar 25, 2016 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Gemeinsam Lesen

Gemeinsam Lesen 2

Hallo ihr Lieben! 🙂

Jeden Dienstag lesen wir gemeinsam! Diese tolle Aktion wird wöchentlich von den Schlunzen-Büchern veranstaltet; die Fragen dieser Woche findet ihr durch einen Klick aufs Logo!

>>> Weiterlesen

 
13 Kommentare

Verfasst von - Dezember 1, 2015 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Daniela Rohr – fluggemEINSchaft

2015-10-04 - Rohr fluggemeinschaft

Erinnert ihr euch, dass ich schon einmal mit der Nachwuchsautorin Daniela Rohr zusammen gearbeitet habe? Im Februar habe ich auf ihre Bitte hin ihre Kurzgeschichte „Im Turm des Panopticons“ gelesen und rezensiert. Als sie im September abermals an mich herantrat und mir vorschlug, ihre neuste Veröffentlichung „fluggemEINSchaft“ auf meinem Blog vorzustellen, erklärte ich mich mit Freuden dazu bereit. „fluggemEINSchaft“ ist die erste Episode ihrer längeren Serie namens „Kaffeesucht, Sex und ein Ticket ins All“, die Daniela selbst als „Space-Opera“ bezeichnet und getrost der humoristischen Science Fiction zugeordnet werden kann.

Als Singlefrau hat man es nicht leicht. Erst recht nicht, wenn man Kiki heißt, eine völlig unterschätzte Kosmetikfachangestellte im technischen Support ist und auf der Suche nach der wahren Liebe peinliche Singleveranstaltungen abklappern muss. Doch dass ein fantastisch aussehender Alien nach einer Nacht voller lebensveränderndem, grandiosem Sex ihren Vibrator klaut, geht einfach zu weit. Was bildet sich der Typ eigentlich ein? Was will er mit Kikis Spielzeug? Kiki beschließt, den Diebstahl nicht auf sich sitzen zu lassen und ihrem extraterrestrischen Liebhaber (und ihrem Vibrator) nachzujagen. Mit einem beachtlichen Vorrat an Kaffee in ihrem pessimistischen Handgepäck und einem telePhone voller mehr oder weniger nützlicher Apps macht sie sich auf die Reise durch eine Galaxie, die noch weit mehr Merkwürdigkeiten zu bieten hat als diebische Aliens.

>>> Weiterlesen

 
2 Kommentare

Verfasst von - November 4, 2015 in Humor, Rezension, Science Fiction

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Gemeinsam Lesen

Gemeinsam Lesen 2

Hallo ihr Lieben! 😀

Jeden Dienstag lesen wir gemeinsam! Diese Aktion wird abwechselnd von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher betreut; die Fragen dieser Woche findet ihr bei Weltenwanderer durch einen Klick aufs Bild! 🙂

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „Naked“ von Stacey Trombley. Es ist ein eBook, daher gibt es keine Seitenzahlen, aber ich befinde mich bei 62 Prozent.

Naked„The best place to hide is in a lie…

I could never fit in to the life my parents demanded. By the time I was thirteen, it was too much. I ran away to New York City…and found a nightmare that lasted three years. A nightmare that began and ended with a pimp named Luis. Now I am Dirty Anna. Broken, like everything inside me has gone bad.

Except that for the first time, I have a chance to start over. Not just with my parents but at school. Still, the rumors follow me everywhere. Down the hall. In classes. And the only hope I can see is in the wide, brightly lit smile of Jackson, the boy next door. So I lie to him. I lie to protect him from my past. I lie so that I don’t have to be The Girl Who Went Bad.

The only problem is that someone in my school knows about New York. Someone knows who I really am. And it’s just a matter of time before the real Anna is exposed…“

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„I crawl back through my window and stand there, staring at my bedroom in the dark.“

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

„Naked“ ist wieder mal eine ARC-Version, die ich vom Verlag Entangled Teen zur Verfügung gestellt bekam. Das Buch erscheint voraussichtlich am 07. Juli dieses Jahres. Eigentlich hätte ich ja noch massig Zeit, diesen Debütroman zu lesen, aber da ich erstens ein Buch mit „N“ für DarkFairy’s Alphabet-Lesechallenge brauche und zweitens eine Protagonistin, deren Name mit „A“ beginnt für die April-Zusatzaufgaben der Disney-Challenge von Bows and Fairytales, bot es sich einfach an.
Ich finde ja, dass der Klappentext schon sehr viel von der Handlung verrät. Es gibt zwei Versionen; ich habe für euch diejenige ausgewählt, die meiner Meinung nach weniger Details offenbart. Einerseits ist es natürlich ein wenig schade, dass der Verlag seine LeserInnen irgendwie von vorne herein spoilert, andererseits muss ich aber sagen, ohne den Klappentext hätte ich mich wohl nicht für die ARC beworben. Ich lese ja gern von schwierigen Teenagern, deren Seelen zerbrochen oder angeknackst sind. Ich erlebe einfach so gern, wie sie ihre inneren Dämonen überwinden und sich selbst den Weg in eine glückliche Zukunft ebnen, allen Hindernissen zum Trotz. Dabei darf die Geschichte nicht zu kitschig sein und muss die Schwierigkeiten, mit denen diese Kids kämpfen, direkt und ungeschönt ansprechen. Mit dieser Art von YA-Roman habe ich bereits gute Erfahrungen gemacht, vor allem mit „Dissected“ von Megan Bostic. „Naked“ beinhaltet darüber hinaus eine romantische Ebene, die ich in diesem Fall allerdings wirklich ganz bezaubernd finde. Der männliche Protagonist Jackson ist ein sanfter, verständnisvoller, geduldiger junger Mann, der es ganz wundervoll versteht, Anna ein gutes, sicheres Gefühl zu geben, obwohl sie sonst große Probleme hat, zu vertrauen. Er drängt sie nicht und respektiert ihre Grenzen. Natürlich ist er ein bisschen zu perfekt und ich kann ihn mir überhaupt nicht als reale Person vorstellen, aber ich finde es zuckersüß, wie er auf Anna eingeht und ihr genau das gibt, was sie braucht, nicht mehr und nicht weniger.
Anna selbst… sie ist einfach 16. Eine 16-jährige, die in bestimmten Punkten unter Garantie frühreif ist/war, sich in anderen Punkten aber auch noch völlig kindlich, naiv und unerfahren verhält. Sie ist sehr verkopft, was sicher kein Wunder ist, reflektiert aber niemals wirklich ihre eigenen Gedanken und Verhaltensweisen. Beispielsweise hält sie sich selbst für „zu schlecht, zu schmutzig“, um ernsthaft eine romantische Beziehung mit Jackson in Betracht zu ziehen, fragt sich jedoch nie, wieso sie das eigentlich denkt. Sie glaubt nicht, dass sie eine glückliche Zukunft verdient hat. Ich warte nur auf den Moment, indem sie endlich denkt „Zur Hölle, wieso eigentlich nicht?!“.
Im Großen und Ganzen macht mir das Buch bisher ziemlichen Spaß, vermutlich gerade weil ich wohl eigentlich schon ein bisschen zu alt/erfahren für die Geschichte bin und weiß, worauf es hinausläuft. Ich denke, es ist besonders dieses Durchschauen, das den Spaßfaktor für mich ausmacht. Ich will eben nicht immer kalt erwischt werden. 😀 Manchmal fühle ich mich in einer Geschichte wohl, die nur wenig Überraschungen bereit hält und mich stattdessen in meinen Intuitionen bestätigt. Zumindest, solange sie deswegen nicht langweilig ist. 😉

4. Dass wir alle begeisterte Bücherwürmer sind und lesen, was wir so in die Finger bekommen, wissen wir ja… 😉 Aber gibt es auch (bestimmte, gewisse) Bücher, die wir niemals lesen würden? Wenn ja, welche sind das und warum?

Oh ja, da gibt es einen ganzen Haufen Bücher, die ich nicht mal mit der Kneifzange anfassen würde. Ich habe ja schon einmal einen Beitrag zum Thema literarische Vorurteile geschrieben (HIER) und wie diese mein Leseverhalten beeinflussen. Ich habe mich dazu bekannt, dass ich weder Jenny-Mai Nuyen, noch Ken Follet jemals eine Chance geben möchte und dass ich wohl nie wieder einen Kafka anfassen werde. Es gibt aber auch noch viele weitere AutorInnen, deren Bücher ich aus ganz unterschiedlichen Gründen nicht lesen möchte. Ein aktuelles Beispiel ist Günter Grass, der letzte Woche im Alter von 88 Jahren gestorben ist. Normalerweise verfasse ich hier auf meinem Blog Nachrufe für verstorbene AutorInnen, doch in diesem Fall habe ich bewusst darauf verzichtet, denn mich stimmte sein Tod nicht gerade traurig und ich hätte mich demzufolge unehrlich und heuchlerisch gefühlt. Harte Worte, ich weiß. Ich weiß auch, dass Grass ein großer Literat war, der international viel Aufmerksamkeit erhalten hat, nicht zuletzt wegen seiner kritischen Äußerungen bezüglich der Politik Israels. Ich weiß das alles. Ich vermute, dass er sein Ansehen nicht umsonst erworben hat. Aber ich… ich kann seine Bücher nicht lesen, weil ich ihm einfach nicht verzeihen kann, dass er mit 17 Jahren freiwillig in die Waffen-SS eingetreten ist. Angeblich hat er nie ein Kriegsverbrechen begangen und insgesamt ist sein Eintritt wohl eher unter „jung und dumm“ zu verbuchen, doch ich kann das einfach nicht so sehen. Ich komme nicht darüber hinweg und höre/lese ich seinen Namen, kann ich an nichts anderes mehr denken. Wie konnte er nur etwas so falsches tun? Wie konnte er sich freiwillig einer Einheit von widerlichen Berufs-Mördern anschließen? Das ist nicht mehr mit einer jugendlichen Verfehlung vergleichbar, meiner Meinung nach. Ich bin vielleicht kleinlich und nachtragend, kann das aber nun mal nicht ändern. Es hätte überhaupt keinen Sinn, würde ich versuchen, seine Bücher zu lesen, weil ich so voreingenommen wäre, dass ich keinem seiner Werke eine faire Chance geben würde. Also lasse ich es sein.

Einen weiten Bogen mache ich darüber hinaus generell um die sogenannte Romantasy, Chic-Lit und erotische Literatur. Dieses ganze Gefühlsgedudel… ohne mich. Entschuldigt, ich weiß, dass einige unter euch diese Romane sehr gern lesen, aber ich kann damit einfach so gar nichts anfangen. Sie provozieren bei mir nur ein Gähnen oder schlimmstenfalls den Würgereflex. Wenn ich mich an romantischen Romanen versuche, dann maximal in der YA, weil der Charakter der beschriebenen Liebe reiner, unverdorbener und unschuldiger ist. Es erinnert mich daran, wie es war, als ich selbst noch verklärte, idealistische Vorstellungen von Liebe und Beziehungen hatte. Aber in der Erwachsenen-Literatur… nein, danke. Ich kann verstehen, wenn Jugendliche um einander herumschleichen und einen Affentanz aufführen, weil sie ja noch gar keine Erfahrungen mit ihren eigenen Gefühlen haben. Da kann ich das akzeptieren, tolerieren, hinnehmen und sogar putzig finden. Doch benehmen sich Erwachsene in Büchern so, nervt mich das nur. Ich finde das nicht süß, nicht magisch oder zauberhaft. Ich finde es übertrieben und kitschig. Ich habe keine stark ausgeprägte romantische Ader. Ich finde es romantisch, wenn der Lieblingsmensch mir geschmolzenen Käse gibt.
Für erotische Literatur kann ich mich überhaupt nicht begeistern, weil ich nicht so richtig weiß, warum ich sie lesen soll. Und ja, da zählt auch „50 Shades of Grey“ dazu. Wenn es um das Schwelgen in sexuellen Fantasien geht, dann schnappe ich mir doch lieber den Lieblingsmenschen und… na ja, ihr wisst ja, was ich meine. Lieber Praxis als Theorie. 😉

Außerdem gibt es da noch all die Romane, die ich nur unter Schmerzen als Literatur bezeichnen kann, die aber gefühlt jede/jeder Zweite gelesen hat. „Feuchtgebiete“ ist da das beste Beispiel. Was sollte das? Wozu hat Charlotte Roche diese Ansammlung von Obszönitäten geschrieben? „Guckt mal alle her, auch Frauen können pervers sein!“. Na ach. Quelle surprise. Große Offenbarung.
Jede „Promi“-Biografie gehört für mich auf den gleichen Stapel. Gedankenabfall, den die Welt nicht braucht, über Leben, die vermutlich nur die beschriebenen Personen selbst für wertvoll halten. Ich bin ja sonst sehr für „Lesen und Lesen lassen“, aber in diesen Fällen ärgere ich mich immer wieder darüber, dass mit so einem Schund richtig viel Geld gescheffelt wird. Dementsprechend tue ich genau das, was ich als Konsument tun kann: ich weigere mich, diese Bücher zu kaufen und zu lesen.

Kurz gesagt gibt es also viele Bücher, die ich nicht lesen möchte und die ich deswegen auch nie lesen werde. Habe ich so eine Entscheidung einmal gefällt, bleibe ich in der Regel auch dabei. Das liegt gar nicht daran, dass ich besonders konsequent bin, sondern eher daran, dass die Gedanken an dieses Buch dann aus meinem Kopf herausgefiltert werden. Es taucht auf meinem Radar nicht mehr auf. Um mich doch davon zu überzeugen, ein Buch, das ich bereits aussortiert hatte, zu lesen, braucht es dann einen äußeren Anreiz. Meine Mutter, die mir immer und immer wieder davon vorschwärmt. Eine begeisterte Rezension. Sowas eben. Dann bin ich auch gern bereit, mich umstimmen zu lassen. Und das ist doch alles, worauf es ankommt, oder? 🙂

Welches Buch lest ihr im Moment? Gibt es Bücher, die ihr unter keinen Umständen lesen werdet?

Erzählt mir davon! Ich bin wirklich gespannt darauf, welche Bücher auf eurer persönlichen „schwarzen Liste“ stehen und freue mich schon darauf, in euren Beiträgen zu stöbern! 😀
Alles Liebe,
Elli

 
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

 
%d Bloggern gefällt das: