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Schlagwort-Archive: Charles Dickens

Montagsfrage: Reiselektüre?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Da wollte ich heute morgen ganz in Ruhe noch vor der Arbeit die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja beantworten und dann das. Das Internet streikte. Mist. Da ich clever genug war, sofort meinen Anbieter anzurufen und die dann tatsächlich eine Netzstörung festgestellt haben (wovon ich ganz modern per SMS erfahren habe), hoffe ich, dass sich das bis heute Abend von selbst erledigt. So lange genieße ich das Internet an meinem Arbeitsplatz in vollen Zügen und beantworte jetzt die wöchentliche Montagsfrage. Zum Glück habe ich so viel Leerlauf. 😉

Welche 5 Bücher würdest du jetzt auf eine Reise mitnehmen?

Nur 5? Sicher? Ist das nicht riskant? Am Ende stehe ich ohne Bücher (bzw. mit lauter gelesenen) da. Aber gut, Svenja hat fünf vorgeschrieben, also wähle ich eben nur fünf aus. Da die Anzahl so gering ist, habe ich mir überlegt, dicke Schinken einzupacken, als Ausgleich sozusagen.
An erster Stelle würde ich natürlich meine aktuelle Lektüre „Beloved“ von Toni Morrison mitnehmen. Dabei handelt es sich zwar „nur“ um ein 324-Seiten-Buch, aber dafür ist es ein sehr anspruchsvoller Klassiker, für den ich Zeit brauche.
Meine zweite Wahl würde auf „London“ (Die Uralte Metropole #5) von Christoph Marzi fallen, mit 700 Seiten deutlich dicker. Ich bin schon ganz wild darauf, Emily, Wittgenstein und die Wunder der Uralten Metropole endlich wiederzusehen und kann mir keine bessere Gelegenheit vorstellen.
Als Drittes würde ich „Circus of the Damned“ (Anita Blake #3) von Laurell K. Hamilton einstecke, obwohl auch dieses Buch eher dünn ist. Ich habe einfach Lust auf den nächsten Anita und werde ihn wohl tatsächlich als nächstes lesen, obwohl ich nicht in Urlaub fahre. Außerdem ist es nie schlecht, die staatlich bestellte Vampirhenkerin dabei zu haben.
Das vierte Buch muss unbedingt ein High Fantasy – Wälzer sein. Ohne kann ich nicht verreisen. Ich entscheide mich für „The Unremembered“ (Vault of Heaven #1) von Peter Orullian. Zum Strand passt ein Reihenauftakt von über 900 Seiten (ja, bei mir gäbe es Sand, Meer und pure Entspannung).
Eine letzte Wahl muss ich noch treffen. Ich denke, „Drood“ von Dan Simmons ist eine gute Idee. 976 Seiten und eine SuB-Leiche, die es dringend mal verdient, gelesen zu werden. Ich habe das Buch vermutlich seit 2013. Der olle Charles Dickens passt zwar nicht so recht zu Sonne, Meer und Palmen, aber was soll’s.
Ich fasse zusammen: ein Klassiker, zweimal London, einmal Vamprie und ein episches HF-Abenteuer. Kann sich doch sehen lassen, oder? Zwei Wochen reiche ich damit aber sicherlich nicht. Dafür würde ich vorsichtshalber mindestens zwei weitere Bücher auf den Reisestapel packen. 😉

Wie sähe eure Urlaubsketüre aus?

Ich freue mich wie immer auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen fabelhaften Wochenstart!
Alles Liebe,
Elli  ❤

 

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Christoph Marzi – Heaven: Stadt der Feen

2015-12-24 - Marzi Heaven

Christoph Marzi. *seufz* Meine Beziehung zu diesem Autor ist kompliziert. Als Teenager habe ich seine vierteilige Reihe „Die Uralte Metropole“ gelesen und von Herzen geliebt. So sehr, dass ich sie sogar mehrfach gelesen habe. Bis heute gehören die Romane zu meinen All-Time-Favorites. Leider konnte Marzi danach meiner Meinung weder mit dem Zweiteiler „Fabula“ noch mit dem Einzelband „Grimm“ an seine eigene Brillanz anknüpfen. Dreimal hat er mich nach „Die Uralte Metropole“ enttäuscht. Trotz dessen kann ich nicht aufhören, ihm immer wieder eine Chance zu geben, weil ich weiß, was er kann. Ich weiß, wie viel Talent und sprachliche Schönheit in ihm schlummern. „Heaven: Stadt der Feen“ ist ein weiterer Versuch, in seinem Schaffen abermals das zu finden, was er mir vor Jahren mit „Lycidas“ und dessen Nachfolgern geboten hat.

Auf den Dächern Londons fühlt David sich frei. Hier oben kann er der erdrückenden Enge der Stadt entfliehen, ohne Mauern, Wände und Grenzen. David kann gehen, wohin auch immer er möchte. Eines Abends ist er wieder einmal unterwegs, um einen Auslieferungsauftrag zu erfüllen, als er plötzlich stolpert und beinahe vom Dach rutscht. David sieht sich um und stellt fest, dass ihn nicht etwas zu Fall brachte, sondern jemand. Ein Mädchen. Sie scheint Hilfe zu brauchen, also gibt sich David einen Ruck und spricht sie an. Sie sagt, ihr Name sei Heaven. Sie erzählt ihm eine ungeheuerliche, haarsträubende Geschichte: zwei unheimliche Männer haben ihr Herz gestohlen. Wortwörtlich. Und doch ist Heaven am Leben, spricht und atmet. Wie ist das möglich? David ist nicht sicher, ob er ihr glaubt, aber irgendetwas an ihr fasziniert ihn und so beschließt er, ihr beizustehen. Gemeinsam begeben sie sich auf die gefährliche Suche nach Heavens Herz und enträtseln dabei ein Mysterium, das London seit vielen Jahren umgibt.

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Jahresrückblick 2015

Hallo ihr Lieben!

Gestern habe ich euch versprochen, dass wir heute gemeinsam einen Blick auf mein Lesejahr 2015 werfen. Ich halte meine Versprechen. 😉
Wie bereits 2014 habe ich auch den Jahresrückblick für 2015 zweigeteilt. Im ersten Teil präsentiere ich euch ein paar Statistiken, die mein Leseverhalten in schön greifbaren Zahlen zusammenfassen. Im zweiten Teil beantworte ich dann 30 Fragen von Martina Bookaholic, die euch einen eher emotionalen Überblick über meine Lesehighlights im Jahr 2015 verschaffen sollen.
Fertig? Alles verstanden? Na dann los! 😀

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Montagsfrage: Strandlektüre?

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Guten Morgen ihr Lieben! 🙂

Diese Woche wird noch einmal ordentlich anstrengend. Eigentlich befinde ich mich deshalb noch in meiner Blog-Pause. Aber die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja gehört mittlerweile so fest zu meinem Wochenstart, dass ich sie trotzdem beantworten möchte. Also mache ich das auch. 😉

Wie sieht eure perfekte Strandlektüre aus?

Svenja hat es ja schon gesagt: der Sommer ist fast vorbei. Ich feiere das Ende der heißen Tage. Ich hab die Nase gestrichen voll von der Hitze und freue mich sehr auf den Herbst.
Strandlektüre ist für mich ein nicht-existentes Thema. Vor zwei Wochen habe ich ja bereits erklärt, dass ich nicht in Urlaub fahre, weil ich lieber daheim bei meiner Hündin bleibe. Die Strände in den Außenbezirken Berlins nutze ich auch eher selten, also habe ich so gut wie nie die Gelegenheit, ein Buch für ein Sonnenbad am Strand auszuwählen.
Würde ich in den Badeurlaub fahren, würde ich natürlich ausreichend Literatur mitnehmen, aber ich denke nicht, dass bei der Auswahl andere Kriterien eine Rolle spielen würden, als es sonst der Fall ist. Sicher würde ich nicht ausgerechnet „Das Verlorene Paradies“ von Milton (meine Nemesis, argh) oder den „Ulysses“ von James Joyce mitnehmen, weil ich damit nur unnötig Platz im Koffer belegen würde. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich nun genau während der Zeit des Urlaubs den Punkt erreiche, an dem ich endlich bereit für die beiden Bücher bin, ist doch ziemlich gering. Aber ansonsten gäbe es wohl kaum Beschränkungen. Ich würde mich wie immer völlig auf meinen Bauch verlassen. Die perfekte Strandlektüre wäre somit jedes Buch, das der Bauch als würdig erachtet. Wäre dieser nun der Meinung, dass es Zeit für… sagen wir mal einen Dickens ist, dann ist das eben so und ich bin überzeugt, dass ich diese Wahl am Strand genauso genießen würde wie zu Hause auf der Couch. Ich kann mich beim Lesen immer entspannen, der Ort ist da nicht so wichtig. 🙂

Welche Kriterien muss ein Buch erfüllen, um eure perfekte Strandlektüre zu sein?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Meinungen und Kommentare und wünsche euch allen einen wundervollen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli

 
14 Kommentare

Verfasst von - August 31, 2015 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Montagsfrage: Im Original?

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Hallo ihr Lieben! 🙂

Nach einem Wochenende voller guter Musik, Bier, schmerzenden Füßen, zu vielen Menschen und überwältigenden Emotionen bin ich nun wieder zurück in der Heimat. Glücklicherweise habe ich mir den Montag in weiser Voraussicht frei genommen und kann den Tag heute ganz entspannt nutzen, um meine Akkus wieder aufzufüllen. Zum Lesen bin ich die letzten Tage natürlich leider nicht gekommen, also muss das unbedingt nachgeholt werden und die eine oder andere Rezension steht ja ebenfalls an. 😉 Heute starten wir jedoch erst einmal ganz regulär mit der Montagsfrage von Svenja aka Buchfresserchen:

Welche(s) Buch/Bücher würdest du gerne mal in der Originalsprache lesen, wenn du könntest?

Ich finde die Frage toll, weil es tatsächlich so einige Bücher gibt, die ich gern im Original lesen würde. Ganz oben auf dieser Liste steht Dantes „Göttliche Komödie“, doch ich spreche nun mal kein Italienisch und es extra dafür zu lernen… Seien wir ehrlich, bis ich soweit wäre, dieses Werk zu lesen und zu verstehen, würden Jahre vergehen. Bei solchen Klassikern ist es daher sehr sehr wichtig, für welche Übersetzung man sich entscheidet. Ich habe gelesen, dass die Übersetzung von Stefan Georges recht gut sein soll, allerdings hat er wohl nur Teile übersetzt und nicht das Gesamtwerk. Ich werde mich da noch einmal dahinter klemmen müssen und mir ein paar Leseproben anschauen. Hinzu kommt, dass es mir in diesem Fall extrem wichtig ist, eine schöne Ausgabe zu besitzen. Ich möchte eine Version, die dem Inhalt gerecht wird. Irgendwas in Leder gebundenes.
Außerdem würde ich gern Shakespeare und Dickens im Original lesen, traue es mir aber nicht zu. Mein Englisch ist gut und es reicht für moderne Romane, aber Shakespeare ist ja schon in meiner Muttersprache schwer zu verstehen. Das Englisch des 16./17. Jahrhunderts unterscheidet sich maßgeblich von dem Englisch, das heute gesprochen und geschrieben wird; ich hätte Sorge, dass ich den großen Dramatiker überhaupt nicht mehr verstehe. Bei Charles Dickens ist es ähnlich, auch wenn seine Werke im 19. Jahrhundert entstanden. Ich muss es mir ja nicht absichtlich schwer machen, richtig? 😉

Welche Werke würdet ihr gern im Original lesen?

Ich freue mich sehr auf eure Kommentare und wünsche euch allen einen wundervollen Wochenstart! Außerdem möchte ich die Chance nutzen, euch noch einmal an mein Geburtstags-Gewinnspiel zu erinnern, an dem ihr immer noch teilnehmen könnt. Schaut einfach mal HIER vorbei! 😀

Alles Liebe,
Elli

 
 

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09. 02. 2015 – Montagsfrage: Ein Buch aus einem Buch?

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Hallo ihr Lieben! 🙂

Heute ist wieder einmal Montag, also gibt es auch eine neue Montagsfrage von Svenja aka Buchfresserchen, die es zu beantworten gilt. Die Frage dieser Woche finde ich wirklich toll:

Hast du schon mal ein Buch gekauft/gelesen, weil es in einem Buch vorkam?

Oh ja, das habe ich tatsächlich, bin damit bisher aber noch nicht sehr erfolgreich gewesen. Ich habe John Miltons „Das Verlorene Paradies“ nur im Regal stehen, weil Emily es in „Lycidas“ (Die Uralte Metropole #1) von Christoph Marzi liest. Mittlerweile ist mir aber bewusst, dass Marzi die Tatsachen in diesem Punkt arg geschönt hat. Emily ist zu diesem Zeitpunkt 12 Jahre alt. „Das Verlorene Paradies“ ist eine Lektüre, die keine 12-jährige lesen geschweige denn verstehen könnte. Woher ich das weiß? Ich bin mehr als doppelt so alt wie Emily und habe es bis heute nie über 10 Seiten hinaus geschafft. Ich habe es mehrmals versucht, musste aber immer wieder abbrechen, weil es einfach verflucht schwer ist. Fortlaufend und komplett in Reimform, entstanden im 17. Jahrhundert, beschäftigt sich Milton darin mit seiner Vorstellung Luzifers als verlorener, missverstandener Sohn des Himmels. Eine grundlegende, grenzwertige, theologische Frage der Interpretation. Niemand kann mir weismachen, dass Emily dieses Buch lesen und begreifen konnte, auch Christoph Marzi nicht. Trotzdem möchte ich es eines Tages abschließen. Eines Tages werde ich herausfinden, wie man „Das Verlorene Paradies“ so liest, dass man es auch versteht. Und wenn ich dann bereits 80 bin, ist das auch okay. 😉
Ansonsten fällt mir eigentlich kein weiteres Buch ein, dass ich gekauft habe, weil es in einem anderen Buch vorkam. Ich muss aber zugeben, dass ich „Oliver Twist“ von Charles Dickens vermutlich nicht so bald gelesen hätte, wäre es nicht in „Timm Thaler“ von James Krüss vorgekommen. Timm liest es auf seiner Weltreise mit Herrn L. Lefuet und fühlt sich Oliver verbunden, weil er ebenfalls ein Waisenjunge ist. Ich denke, diese Szene hat mir den letzten Schubser gegeben, den ich brauchte, um es endlich mit Dickens zu versuchen. 🙂

Und ihr? Habt ihr schon mal ein Buch gelesen oder gekauft, weil es in einem anderen Buch vorkam?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Antworten und Kommentare und wünsche euch einen wundervollen Wochenstart! 😀
Alles Liebe,
Elli

 
Ein Kommentar

Verfasst von - Februar 9, 2015 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Charles Dickens – Oliver Twist

„Oliver Twist“

Oliver Twist

Autor: Charles Dickens

Format: Hardcover

Seitenzahl: 576 Seiten

Verlag: Gustav Kiepenheuer Verlag

Sprache: Deutsch

ISBN: 3423213418

Genre: Klassiker > Englisch & Drama

ausgelesen am: 14.01.2015

Bewertung:

„Oliver Twist“ ist Charles Dickens‘ zweiter Roman, der 1838 erstmalig als Gesamtausgabe erschien. Bereits von 1837 bis 1839 wurde das Werk als Fortsetzungsgeschichte in der Zeitschrift „Bentley’s Miscellany“ veröffentlicht, weil sich nur wenige LeserInnen dieser Zeit eine vollständige Romanausgabe leisten konnten. Trotz des Erfolgs des Buches musste Dickens für seine ungeschönte, realitätsnahe Darstellung der Lebensumstände der Armen und der Kriminalität in London sehr viel Kritik einstecken. So viel, dass er sich 1841 genötigt sah, anlässlich der dritten Auflage von „Oliver Twist“ ein Vorwort zu verfassen, indem er deutlich und unnachgiebig zu seinen Beschreibungen stand. Er schrieb, er habe kein Interesse daran, diejenigen zu unterhalten, die zu „feinfühlig“ seien, um die Hässlichkeit der Realität zu ertragen. Am Beispiel des kleinen Oliver habe er zeigen wollen, „wie das Prinzip des Guten alle widrigen Umstände überdauert und schließlich triumphiert“. Mit diesem Vorwort, das meiner Ausgabe von „Oliver Twist“ angehängt ist, stieg Dickens in meiner Achtung ins Unermessliche. Ich bin zutiefst beeindruckt davon, dass er sich dem gesellschaftlichen Druck nicht beugte und „Oliver Twist“ genauso ließ, wie es war, damit ich, über 170 Jahre später, einen detaillierten Eindruck von London während der Frühindustrialisierung erhalten konnte.

Im Armenhaus geboren, als Waise unter der strengen Knute der Gemeinde aufgewachsen, erfährt der kleine Oliver Twist früh, dass das Leben für die weniger Gesegneten viel Unrecht bereithält. Als er es nicht mehr aushält, läuft er davon – fort ins meilenweit entfernte London. In der großen Stadt wird Oliver mit Leid, Elend und Verderbtheit konfrontiert; er trifft auf das personifizierte Laster, dem die Worte Anstand und Rechtschaffenheit völlig fremd sind. Trotz dessen wünscht sich Oliver nichts sehnlicher, als dazuzugehören. Schon bald muss er allerdings einsehen, dass sich die Kriminalität stets selbst am nächsten ist und wenig Platz für die Hoffnungen und Träume eines kleinen Jungen bietet. Doch Oliver hat Glück im Unglück und erlebt Wohltätigkeit und Güte, als er es am wenigsten erwartet.

Niemals hätte ich den Wert dieses Romans erkannt, hätte ich nicht das Nachwort meiner Ausgabe von Rudolf Marx gelesen. Ich brauchte seine Ausführungen, um meine Aufmerksamkeit in die richtige Richtung zu lenken. Ich bin begeistert von Dickens‘ Humor, seiner Ironie und seinem Sarkasmus, doch während des Lesens war ich komplett von Olivers Figur eingenommen. Es beschäftigte mich ungemein, dass dieser kleine Junge so blass, passiv und leidenschaftslos ist. Oliver hat keinen Funken Feuer im Leib, er ist nicht durchtrieben, verwegen oder abenteuerlustig. Tatsächlich ist er wohl einer der langweiligsten Charaktere, die mir je begegnet sind; bar jeder Entwicklung bleibt er den ganzen Roman über ein tugendhafter kleiner Engel. Aus dieser Perspektive hätte ich das Wichtigste beinahe übersehen: Dickens‘ unglaublich mutige, tiefgreifende Gesellschaftskritik.
Zu Zeiten der Frühindustrialisierung entfaltete sich der Konflikt zwischen den untersten Gesellschaftsschichten und dem Gesetz mit voller Wucht; in „Oliver Twist“ beschreibt Charles Dickens beherzt diese Spannungen und deren Konsequenzen. Er portraitiert Elend und Armut zwingend und eindringlich, wendet die Augen nicht ab von Hässlichkeit und Verderbtheit und stach genau dort hinein, wo es den Mittelstand am meisten schmerzte. Man kann „Oliver Twist“ nicht lesen, ohne den geschichtlichen Kontext im Auge zu behalten, denn nur so wird deutlich, welche beabsichtigte Wirkung der Roman hatte. Dickens führte seinen LeserInnen unbarmherzig all das vor Augen, was sie im Alltag nicht sehen wollten: bittere Armut, Leid, Kriminalität, Prostitution, Gewalttätigkeit – aber auch den Anteil des Unterdrücker-Staates und der Mittelschicht an diesen Zuständen. Menschen wie seine Figur des Gemeindedieners Mr. Bumble, die kleingeistigen Vollstrecker grausamer, ungerechter Gesetze, waren es, die erheblich zur Not der Ärmsten der Armen beitrugen.
Trotz dessen konnte Dickens nicht aus seiner Haut. So detailliert und ehrlich seine Darstellung des Abschaums der Gesellschaft ist, so ungenau und verschleiernd ist hingegen sein Bild der Mittelklasse. Oliver trifft auf mehrere Vertreter dieser Schicht; sie sind durchweg mildtätige, herzensgute Wohltäter, über deren wahre Lebensumstände die LeserInnen nur sehr wenig erfahren. Das ist nicht realistisch, ebenso wenig wie die Tatsache, dass Oliver völlig unbeeindruckt ist von den Umständen, in denen er aufwächst. Er scheint immun gegen jegliche Art von Laster und Sünde zu sein, was für die höchst konstruierte Geschichte seines Lebens jedoch unumgänglich ist, denn andernfalls wäre es dem Autor nicht möglich gewesen, den Gegensatz zu den „Bösen“ so klar herauszuarbeiten. Diese kommen bei Dickens nicht gut weg; er bestraft sie für all ihre Verbrechen (wozu auch gehört, gegen Olivers Glück gearbeitet zu haben) unheimlich hart und brutal. Die einzige Ausnahme ist der Dieb Charley Bates, der letztendlich sein Leben umkrempelt und zu einem wertvollen Gesellschaftsmitglied wird. Ich fragte mich ernstlich, warum Dickens dieser einen Figur einen Ausweg und eine Zukunft gab und glaube, es ging ihm darum, zu zeigen, dass Läuterung durchaus im Bereich des Möglichen liegt. Vielleicht glaubte Dickens daran, dass selbst der schlechteste Mensch sich noch ändern kann. Ich finde es schade, dass er Charley davon kommen ließ, meine liebste Figur jedoch ebenso gnadenlos bestrafte wie alle anderen auch: Nancy. Nancy war für mich die Schlüsselfigur des Romans, mit der ich am meisten mitfühlen konnte. Sie vereint all das, was mir in Oliver fehlte, der zwar der Protagonist der Geschichte ist, aber keinesfalls ihr Held. Nancy ist meines Erachtens nach die Heldin des Romans. Eine junge, verzweifelte, eindeutig verdorbene Prostituierte berührte mein Herz. Wer hätte das gedacht?

„Oliver Twist“ entsprach absolut nicht meinen Erwartungen. Ich hatte mit weit mehr Abenteuer gerechnet und auch mit einer anderen Form von Humor. Die Figur des Oliver enttäuschte mich, doch glücklicherweise konnte Rudolf Marx mich im Nachwort auf das aufmerksam machen, was dieses Buch außergewöhnlich und beeindruckend macht.
Wenn ihr eines Tages auch einmal zu diesem Klassiker der Literatur greifen solltet, vergesst niemals, in welcher Zeit er entstanden ist. Akzeptiert, dass Oliver kein Held ist, sondern nur die Leinwand einer Geschichte, deren privates Schicksal bei weitem nicht so wichtig ist wie ihre gesellschaftlichen Implikationen. Charles Dickens war ein bewundernswerter, mutiger Autor, der es nicht nur verdient hat, in den Literatur-Bestenlisten der Welt aufzutauchen, sondern auch, gelesen zu werden.

 
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Verfasst von - Januar 22, 2015 in Drama, Englisch, Klassiker, Rezension

 

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13. 01. 2015 – Gemeinsam Lesen

Gemeinsam Lesen 2

Hallo ihr Lieben,
auf das heutige Gemeinsam Lesen habe ich mich gefreut, weil ich endlich über „Oliver Twist“ sprechen kann. Ich muss da wirklich ein paar Dinge loswerden. Ein paar Gedanken müssen unbedingt aufgeschrieben werden und das Chaos meines Kopfes verlassen, damit ich später die Rezension schreiben kann.
Gemeinsam Lesen wird abwechselnd von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher betreut; die heutigen Fragen findet ihr bei Weltenwanderer durch einen Klick aufs Bild. 🙂

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „Oliver Twist“ von Charles Dickens und bin auf Seite 452.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Es war fast zwei Stunden vor Tagesanbruch; jene Zeit, die im Herbst mit Recht der Tod der Nacht genannt werden kann; wo die Straßen still und verlassen sind, wo selbst die Geräusche zu schlafen scheinen und Liederlichkeit und Ausschweifung nach Hause getaumelt sind, um zu träumen – es war um diese stille und schweigende Stunde, als Fagin wachend in seiner alten Höhle saß; sein Gesicht war so bleich und verzerrt, seine Augen waren so gerötet und blutunterlaufen, dass er weniger wie ein Mensch, sondern vielmehr wie ein schreckliches Gespenst aussah, noch feucht vom Grabe und von einem bösen Geist geplagt.“

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Charles Dickens. Ich muss sagen, er schrieb völlig anders, als ich erwartet hatte. Weniger Philosoph, mehr Geschichtenerzähler. Ich habe gedacht, Dickens wäre einer dieser klassischen AutorInnen, die die großen Probleme des Lebens thematisieren; ich dachte, „Oliver Twist“ wäre so tiefgründig, dass ich mich wirklich anstrengen müsste, um es zu verstehen. Auf gewisse Weise ist es das natürlich schon und sehr gesellschaftskritisch, aber es liest sich im Großen und Ganzen ziemlich leicht und flüssig. Auf die Sprache war ich vorbereitet; ich wusste, ich habe es mit einem Roman aus dem 19. Jahrhundert zu tun, daher bereitet sie mir wenig Probleme. Außerdem war Dickens offenbar auch wesentlich lockerer, als ich erwartet hatte. Der Mann hatte sogar richtig Humor.
Trotzdem hoffe ich, dass ich mit dem Buch heute fertig werde. So positiv überrascht ich vom Schreibstil bin, die Geschichte… ist einfach nicht meins. Das liegt hauptsächlich an Oliver selbst. Er ist ein reizender Knabe, sensibel, liebenswürdig, still, demütig – aber auch unterwürfig und fad. Nennt mich Banausin, aber ich finde Oliver Twist fürchterlich langweilig. Ich habe gedacht, er hätte viel mehr Feuer. Ich habe Abenteuer erwartet. Ich dachte, Oliver wäre ein Gossenjunge, der unfreiwillig an eine Diebesbande gerät, sich in diesem Leben aber schnell wohlfühlt, bis er eines Tages feststellt, dass es nicht das ist, was er sich eigentlich wünscht. Eine Art Läuterungsgeschichte, in der man lernt, dass auch in einem kleinen Ganoven ein großes, gutes Herz stecken kann und er durchaus das Potential hat, zu einem wertvollen Gesellschaftsmitglied zu werden. Der echte Oliver hingegen… na ja, er ist ein kleiner Engel. Kein bisschen verwegen, ohne auch nur eine einzige negative Eigenschaft. Er ist jemand, der gern Blumen pflückt. *bedeutsame Pause*
Ich wollte Verfolgungsjagden in den Straßen Londons, Streiche, Verkleidungen, geklaute Äpfel – und am Ende die herzzerreißende Vereinigung mit Olivers (neuer) Familie. Letzteres kann natürlich noch kommen, aber so richtig rechne ich nicht mehr damit. Ja, es ist große Literatur, doch entspricht einfach nicht ganz meinen Erwartungen. Ich werde sehen, wie ich es letztendlich bewerte.

4. Wie wichtig ist euch das Cover? Beeinflusst es euch beim Kaufen oder ist es komplett egal? Wie gefällt euch das Cover eures aktuellen Buches? Sollte es zum Inhalt passen?

Tja, würden wir nicht alle gern sagen „Das Cover ist mir völlig egal“? Ich bin so ehrlich, zuzugeben, dass es mich durchaus beeinflusst, wenn auch nicht immer und nicht ausschließlich. Ein schönes Cover weckt meine Neugier immer. Ausschlaggebend für einen Kauf ist es allerdings nicht. Ein Cover kann noch so herrlich gestaltet sein, spricht mich der Klappentext nicht an, bleibt es im Laden. Ein hässliches Cover hält mich im Gegensatz nicht davon ab, ein Buch zu kaufen. Natürlich wünsche ich mir, schöne Ausgaben zu haben, aber das geht eben nicht immer. Ich versuche allerdings schon, Reihen in der gleichen Gestaltung zu halten. Das gelingt ebenfalls nicht immer. Besonders, weil ich zum Teil eine Reihe auf Deutsch beginne und dann auf Englisch weiterlese. Manchmal werden mir auch Steine in den Weg gelegt, etwa, weil ein Band vergriffen ist. Kurzum: Cover sind wichtig für mich. Aber nicht so wichtig wie der Inhalt. Im Idealfall spiegelt das Cover bzw. die gesamte Gestaltung den Inhalt wider.
Aktuell finde ich das Cover von „Oliver Twist“ durchaus passend, denn es ist schlicht, obwohl ich nicht ganz verstehe, warum ein kleiner Fischer abgebildet ist. Allerdings könnte die Farbe des Einbandes wirklich etwas hübscher sein. Es ist so ein merkwürdiges Grau mit einem Stich Oliv. Für die Farbe werde ich jedoch immer dann entschädigt, wenn ich eine der Illustrationen im Inneren betrachte. Die sind nämlich sehr schön. Es gefällt mir, dass sie von George Cruikshank stammen, der tatsächlich auch zu Dickens‘ Zeiten lebte (*1792 – †1878). Dadurch wirken sie authentisch, denn wer könnte eine Geschichte des 19. Jahrhunderts besser illustrieren als ein Zeitzeuge?

Was lest ihr gerade? Spielt die Covergestaltung für euch eine Rolle?

Alles Liebe,
Elli

 
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Verfasst von - Januar 13, 2015 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Livi Michael – Die flüsternde Straße

„Die flüsternde Straße“

die flüsternde straße

Autor: Livi Michael

Originaltitel: “The Whispering Road”

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 507 Seiten

Verlag: Carlsen

Sprache: Deutsch

ISBN: 3551356920

Genre: Historisch > England & Mystery

ausgelesen am: 28.12.2014

Bewertung:

Ich glaube, „Die flüsternde Straße“ von Livi Michael war bei einem Bücherpaket dabei, das ich irgendwann einmal ersteigert habe. Manchmal ist es ja so, dass man ein Buch unbedingt haben will, das es aber nur in Kombination mit einem anderen bei eBay gibt. Also arrangiert man sich mit dem zusätzlichen Buch. Große Hoffnungen setzte ich nicht in diesen Roman, aber eine Geschichte über Waisenkinder im England des 19. Jahrhunderts schien mir perfekt in den Dezember zu passen.

Das Armenhaus, in dem Joe und Annie einige Jahre aufwuchsen, war kein Paradies. Doch der Bauernhof, auf dem sie nun arbeiten müssen, ist die leibhaftige Hölle. Sie frieren, sie hungern, sie werden geschlagen. Eines Tages sind die Prügel so heftig, dass Joe beschließt, keinen Tag länger bleiben zu können. Tatsächlich gelingt es den Geschwistern, zu fliehen – hinein in eine Welt, in der es nur wenig Platz für zwei ausgehungerte, zerlumpte Waisenkinder gibt. Zusätzlich wird Annie Joe auf ihrer beschwerlichen Reise immer mehr zu Last, denn Annie ist ein Medium. Sie kann die Toten sehen und mit ihnen sprechen. Als die beiden auf eine Gruppe Schausteller treffen, lässt Joe seine kleine Schwester einfach dort, um sich selbst einer Kinderbande in den Straßen Manchesters anzuschließen. Zum ersten Mal in seinem Leben fühlt er sich frei. Doch schon bald muss Joe einsehen, dass diese Freiheit ganz und gar nicht seinen Erwartungen entspricht…

Im 19. Jahrhundert war England auf dem Höhepunkt der industriellen Revolution. Ich assoziiere damit eine besondere Atmosphäre, die Livi Michael mir in „Die flüsternde Straße“ jedoch nicht vollständig vermitteln konnte. Sie hat es versucht, das gestehe ich ihr zu, aber trotzdem war es beim Lesen stets so, als würde ich es sehen, nicht, als wäre ich dort. Statt in die Geschichte von Joe und Annie einzutauchen, war ich ein Zaungast, wodurch mich ihre Schicksale nur auf einer sehr abstrakten Ebene berührten. Ich konnte mich nicht richtig in sie einfühlen.
Ich schätze, das hatte auch damit zu tun, dass Livi Michael sehr viel Potential verschenkte, indem sie sich dafür entschied, aus Joes Ich-Perspektive zu schreiben. Ich finde das aus mehreren Gründen ungünstig. Joe ist vermutlich ca. 10, 12 Jahre alt. Ich halte Michael für nicht talentiert genug, um sich in einen Jungen dieses Alters während der Zeit der industriellen Revolution hineinzuversetzen. Dafür braucht es schon ein ausnehmend hohes Maß an Sensibilität. Außerdem schließt diese Perspektive Annie völlig aus, dabei ist sie als Medium eindeutig der Aufmacher des Buches. Ich bin sehr enttäuscht, dass die Autorin auf ihre speziellen Fähigkeiten so wenig einging. Als LeserIn sieht man Annie ausschließlich durch Joes Augen und als er sich von ihr trennt, verschwindet sie über 200 Seiten lang komplett aus der Geschichte. Ich verstehe diesen Handlungsaufbau nicht. Wieso inszenierte Michael die Trennung von Joe und Annie, wenn es wesentlich interessanter gewesen wäre, zu erleben, wie jemand so besonderes wie Annie sich in den Straßen Manchesters schlägt?
Ich hatte daher den Eindruck, dass Livi Michael während des Schreibens den Fokus ihrer Geschichte geändert hat. Anfangs sollte es vermutlich vordergründig um die Geschwister gehen, aber ich glaube, auf halber Strecke entschied sie sich um und konzentrierte sich dann auf die Lebensumstände der Armen in dieser Epoche. Natürlich ist dieses Thema interessant, doch der Roman wirkt auf diese Weise unruhig und unausgereift. Diese Empfindung wurde meiner Meinung nach noch verstärkt, weil es in „Die flüsternde Straße“ für meinen Geschmack zu viele Zufälle gibt. Ich musste mir die Frage stellen, ob Livi Michael die Handlungsabläufe möglicherweise nicht so konsequent durchdacht hat, wie es eigentlich nötig gewesen wäre.
Der Ich-Erzähler und Protagonist Joe war für mich ebenfalls problematisch. Er ist gewollt unsympathisch und ich begreife nicht ganz, warum. Sicher, er ist ein Produkt seiner Zeit und der Umstände, aber musste er denn wirklich dermaßen unausstehlich sein? Ein paar gute Eigenschaften hätten Wunder wirken und seine negativen Seiten relativieren können.
Abschließend muss ich leider auch ein paar Worte zur Form des Buches sagen. Ich weiß nicht, ob während der Übersetzung etwas schief gelaufen ist, oder ob bereits im Lektorat mächtig geschludert wurde – Fakt ist, dass die Geschichte zwischen den Zeitformen springt. Das geht nicht. Von einem Moment auf den anderen wechselt Livi Michael plötzlich von Präsens zur Vergangenheitsform und wieder zurück, ohne dass dieser Wechsel motiviert oder nachvollziehbar wäre. Das war nicht nur merkwürdig, sondern auch massiv irritierend. Ich verzeihe ja viel, aber das nicht. Sowas darf einfach nicht passieren.

„Die flüsternde Straße“ hätte ein wirklich gutes Buch sein können. War es aber nicht. Die historischen Hintergründe waren selbstverständlich spannend und die Geschichte las sich flüssig, doch trotzdem weist es zu viele Mängel auf, um mehr als zwei Sterne zu verdienen. Ein Teil von mir hat wohl gehofft, einen Roman in Dickens-Manier vorzufinden. Tja, da wurde ich definitiv enttäuscht. Lasst die Finger von „Die flüsternde Straße“. Wenn ihr ein Buch über Waisenkinder im England des 19. Jahrhunderts lesen möchtet, greift einfach gleich zu Charles Dickens.

 
 

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