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Montagsfrage: Kleine Verlage?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Die neue Küche kommt im Januar. Ja, zack, so schnell kann’s gehen. 😀 Am Donnerstag war unser Küchenplaner hier und wir haben drei Stunden lang virtuell in einem 3D-Modell Schränke platziert, Geräte und Farben ausgesucht und insgesamt das Maximum aus dem wenigen Platz, der uns zur Verfügung steht, herausgeholt. Ich sage euch, das wird gut. Ich bekomme alles, was ich mir gewünscht habe, von einer ordentlichen Dunstabzugshaube über ausreichend Stauraum bis zum Geschirrspüler. Wir hätten uns natürlich gefreut, wenn sie noch dieses Jahr eingebaut würde, aber wir haben es nicht eilig und können problemlos ein paar Wochen länger warten. Tatsächlich brauchen wir auch etwas Vorlauf, um den Einbau vorbereiten zu können, denn wir müssen Sperrmüll bestellen, streichen, eine_n Elektriker_in kommen, Boden verlegen lassen und dann noch eine der Wände an strategischen Punkten mit Holz verstärken, weil sie sonst die Hängeschränke nicht tragen kann. Es gibt also genug zu tun, was vorher organisiert werden will. Steht die Küche, wollen wir außerdem einen Fliesenspiegel anbringen lassen, damit sich nicht länger hässliche Spritzer vom Kochen in die Wand fressen. Momentan wirkt diese Liste auf mich ziemlich überwältigend, doch ich weiß, dass dieses Gefühl nachlassen wird, sobald ich anfange, die Punkte abzuhaken.

Diese Woche habe ich aber erst mal noch Urlaub und mache mir keine Gedanken über Dinge, die in der Zukunft liegen. Heute kümmere ich mich um Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise und für den Rest der Woche erwarten euch drei weitere Beiträge meines Blogprojekts „Robert E. Howard & Conan der Barbar“.

Welche kleinen Verlage kennt ihr eigentlich und mögt ihr gern?

Leider kann ich zu dieser Frage heute nicht viel beitragen, weil ich mich ehrlich gesagt nicht darum kümmere, ob die Bücher, die ich lesen möchte, bei einem kleinen oder großen Verlag oder im Selfpublishing erscheinen. Ich stöbere nicht in Verlagsprogrammen oder -vorschauen, das heißt, ich habe kaum einen Überblick darüber, was von welchem Verlag veröffentlicht wird. Prinzipiell begrüße ich das Konzept kleiner Indie-Verlage natürlich, aber in meinem Alltag spielt das so gut wie keine Rolle. Ich habe noch nie gezielt kleine Verlage recherchiert. Vielleicht ist das ein Aspekt des Buchmarktes, der tatsächlich eher für (angehende) Autor_innen interessant ist als für mich als reine Leserin. Wenn ich mich für einen Verlag erwärme, hat das normalerweise mehr mit der inhaltlichen Ausrichtung zu tun als mit der Frage, wie groß oder unabhängig dieses Haus ist. Aufgrund meiner persönlichen Vorlieben schätze ich Verlage, die sich auf Fantasy und Science-Fiction spezialisieren, aber mir ist egal, ob es sich dabei tatsächlich um eine unabhängige Firma handelt wie der deutsche Verlag Feder & Schwert oder um ein Imprint (also ein Zweigunternehmen) eines großen Verlages wie zum Beispiel Orbit, das in Großbritannien zur Little, Brown Book Group und in den USA zur Hachette Book Group zählt. Ein deutsches Beispiel ist die Hobbit Presse, die zu Klett-Cotta gehört. Es geht mir immer um die Bücher an sich, nicht um Verlage.

Könnt ihr kleine Verlage empfehlen?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen gemütlichen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 
 

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Montagsfrage: Lesen nach Auszeichnung?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Leute, ich hab Urlaub. Eigentlich sollte ich jetzt schon in Sri Lanka sein und mich auf wundervolle Tage am Strand freuen. Dank Corona ist die Reise ja nun ins Wasser gefallen und ja, das ist großer Mist, aber nicht arbeiten zu müssen ist an jedem Ort der Welt toll. Ich bin fest entschlossen, meine freien Tage trotzdem zu genießen. Auch am kommenden Donnerstag, dem 24.09.2020. Chillis erster Todestag. Ich kann kaum glauben, dass sie schon (fast) ein Jahr tot ist. Unsere Sri Lanka – Reise war dazu gedacht, uns beide von hier wegzubringen, damit wir an diesem Tag nicht mit all unseren Erinnerungen konfrontiert sind. Da das nicht geht, haben wir andere Pläne geschmiedet, um uns abzulenken. Am Donnerstag bekommen wir Besuch von einem Küchenplaner bzw. einer Küchenplanerin. Derzeit ist unsere Küche ein Sammelsurium zusammengewürfelter Möbelstücke und Geräte, denn als ich vor vielen Jahren hier eingezogen bin, konnte ich mir einfach keine richtige Küche leisten, weder eine echte Kücheneinrichtung noch eine Einbauküche. Das wollen wir jetzt ändern. Wir investieren das Urlaubsgeld (das wir leider noch nicht zurückbekommen haben) in eine neue Küche, geplant und gebaut von Profis. Natürlich ist das kein Ersatz für diesen Urlaub, der zumindest mir helfen sollte, mit meiner Trauer abzuschließen, doch ich empfinde für dieses Projekt viel Optimismus und freue mich darauf, hoffentlich bald in einer Küche kochen zu können, in der ich mich wirklich wohlfühle. Ich bin gespannt, was bei der Planungssitzung herauskommt, ich habe nämlich keine Ahnung, was heutzutage so alles geht und was für Lösungen der Küchenmensch anbieten kann. Vielleicht muss ich schon bald nicht mehr von Hand abwaschen. 😉

Bis es soweit ist, vertreiben wir uns hier auf dem wortmagieblog die Zeit mit der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise und weiteren zwei Beiträgen in meinem Blogprojekt „Robert E. Howard & Conan der Barbar“. Nächste Woche kann ich dann sicher berichten, was sich an der Küchenfront getan hat.

Wie wichtig sind euch Book Awards?

Mir sind literarische Auszeichnungen nicht besonders wichtig. Wer meine Beitragsreihe „Lieber Literaturnobelpreis, wir müssen reden“ gelesen hat, weiß, dass ich für die Abschaffung dieses Preises argumentiere, weil ich ihn für missbrauchs- und fehleranfällig halte, glaube, dass er für durchschnittliche Leser_innen kaum relevant ist und es grundsätzlich schwierig finde, Kunst in messbare Kategorien übersetzen zu wollen. Dasselbe gilt im Prinzip auch für alle anderen Literaturpreise. Ich brauche sie nicht, um Bücher zu finden, die mich berühren, mir Spaß machen und möglicherweise sogar mein Leben verändern. Literarische Qualität ist nun mal zutiefst subjektiv und als selbstbestimmter Mensch ist es für mich nicht groß von Belang, ob eine Jury, ein Komittee oder Verkaufszahlen darüber richten, ob ein Buch lesenswert ist.

Ich möchte allerdings nicht behaupten, dass sie mich gänzlich kalt lassen. Obwohl ich mir rational darüber bewusst bin, dass eine literarische Auszeichnung nicht automatisch bedeutet, dass mir ein Buch gefällt, habe ich schon oft beobachtet, dass Coveraufdrucke wie „Gewinner des Pulitzerpreises“ oder „Gewinner des Hugo Awards“ in mir eine Reaktion auslösen. Ich weiß, dass subtile Psychologie am Werk ist und kann mich ihr dennoch nicht völlig verschließen. Auch bei mir führt so ein Siegel auf dem Cover dazu, dass ich eher geneigt bin, an die Qualität eines Buches zu glauben und ich freue mich darüber, wenn Autor_innen ausgezeichnet werden, die sowieso schon in meinem Regal vertreten sind. Ich glaube, da blitzt das Herdenverhalten durch, das im Unterbewusstsein evolutionär verankert ist. Die Logik dahinter ist bestechend: wenn andere Menschen, die sich mit literarischer Qualität auskennen, das Buch gut finden, kann es nicht schlecht sein, oder? Trotzdem lasse ich mich von dieser Logik nie dazu verführen, ein Buch zu kaufen, das mich nicht interessiert. Ich prüfe immer zuerst den Klappentext und falls nötig lese ich auch noch ein paar Rezensionen, um zu entscheiden, ob es bei mir einziehen darf. Die Auszeichnung allein reicht mir nicht aus. Es kann gut sein, dass ein Preis dazu führt, dass ich mir ein bestimmtes Werk überhaupt erst näher ansehe, entscheidend ist er jedoch nie.

Zusammengefasst finde ich, dass literarische Auszeichnungen immer mit Vorsicht genossen werden sollten und Leser_innen ihre Regale nicht blind mit preisgekrönten Bücher füllen sollten. Meiner Meinung nach sollten auch diese Preisträger grundsätzlich mit dem eigenen Lesegeschmack abgeglichen werden. Sie sollten eher Inspiration als Gesetz sein.

Wie steht ihr zu literarischen Auszeichnungen?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen entspannten Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 
 

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Montagsfrage: FBM in Corona-Zeiten?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Hui, was für ein Wochenende! Am Freitag bin ich in den Zug gestiegen und habe mich auf den Weg in die Eifel gemacht. Total verrückt, ich bin noch nie zuvor ICE gefahren. Aber man sagt ja, es gibt für alles ein erstes Mal und in diesem Fall war der Anlass äußerst erfreulich: Marina aka DarkFairy hat geheiratet und ich war eingeladen! Ich bin immer noch wahnsinnig dankbar, dass ich dabei sein durfte und es war wirklich eine richtig schöne Feier. Es war aufregend und einfach toll, meine liebe Blogger-Kollegin in ihrem natürlichen Lebensraum zu besuchen und all die freundlichen Menschen kennenzulernen, die ihr nahestehen. Obwohl ich normalerweise Schwierigkeiten damit habe, mit vielen Fremden auf einmal konfrontiert zu sein, fand ich schnell Anschluss, weil Marinas Freunde und Familie es mir sehr leicht gemacht haben und äußerst offen auf mich zugegangen sind. Ich habe mich willkommen gefühlt und die Tage genossen. Da sich die Feier allerdings bis in die frühen Sonntagmorgenstunden zog, war meine Nacht vor der Heimreise recht kurz und als ich dann gestern endlich zu Hause auf der Couch saß, konnte ich die Augen nicht mehr lange offenhalten. Deshalb habe ich den gestrigen Start der neuen Football-Saison überwiegend verpasst. Das ist zwar schade, aber weil wir uns für dieses Jahr extra den NFL GamePass zugelegt haben, um alle Spiele sehen zu können, kann ich alles nachholen, was mir entgangen ist. Also bitte keine Spoiler, ich schmeiße gleich den Fernseher an, um zu sehen, wer das „Alte-Männer-Duell“ zwischen Drew Brees und Tom Brady gewonnen hat. 😉
Die kommende Woche verläuft weitgehend normal. Ihr könnt euch auf drei neue Beiträge in meinem Blogprojekt „Robert E. Howard & Conan der Barbar“ freuen, die ab morgen online gehen und heute starten wir ganz traditionell mit der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise!

Nehmt ihr dieses Jahr an der FBM teil?

Bevor ich Antonias heutigen Beitrag gelesen habe, wusste ich nicht, dass die Frankfurter Buchmesse dieses Jahr trotz Corona stattfindet. Ich habe vor Jahren entschieden, dass ich dort fehl am Platz wäre und interessiere mich deshalb kaum noch dafür, wann sie veranstaltet wird, welche Programmpunkte angekündigt sind und wer eingeladen ist. Daher ist die Diskussion darüber, ob die Buchmesse wie gewohnt stattfinden oder aufgrund der Corona-Pandemie digital umgesetzt werden sollte, an mir vorbeigegangen. Dass jetzt offenbar beschlossen wurde, den Großteil des Programms in den digitalen Raum zu verschieben und zu streamen, ist allerdings eine Nachricht, die für mich durchaus attraktiv ist.

Ich habe es bisher vermieden, die Buchmessen zu besuchen, weil ich Menschenmassen nicht mag und den finanziellen Aufwand scheue. Aus meiner Sicht würde ich ein Heidengeld dafür ausgeben, mich in eine Situation zu begeben, mit der ich nicht gut umgehen kann, die ich verabscheue und das alles nur, um am Ende mit einem Stapel Bücher nach Hause zu gehen, den ich auch bequem von zu Hause aus hätte ordern können (mal ganz davon abgesehen, dass ich lieber gebraucht kaufe). Nun könnte ich all das aber umgehen und dennoch in den Genuss des Programms kommen. Das ist für mich definitiv eine positive Entwicklung und ich kann mir vorstellen, auf diese Weise doch an der FBM teilzunehmen. Ich habe eben schon mal auf der Website der Messe gestöbert. Aktuell scheint noch nicht festzustehen, welche Veranstaltungen online übertragen werden. Diese Informationen sollen in den nächsten Tagen verkündet werden und ja, ich werde schauen, ob etwas dabei ist, das mich interessiert. Passt der Zeitpunkt, werde ich sicher mal reinschalten (oder mich anmelden oder wie auch immer das am Ende funktioniert). Das heißt, dieses Jahr könnte ich tatsächlich zum ersten Mal die FBM besuchen – rein digital. Es hängt jetzt nur noch davon ab, ob irgendeine Lesung, Diskussion oder so meine Neugier weckt. Bei allen negativen Aspekten, die Corona mit sich brachte, fände ich es schon ziemlich genial, wenn ich durch das Virus auch mal Messegängerin werden könnte. 😉

Werdet ihr die FBM digital oder live besuchen?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen sensationellen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 
 

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Montagsfrage: Bücherboxen?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich bin zurück! Die Montagsfrage ist zurück! Alle sind zurück!
Okay, beruhigen wir uns. Nach einem Monat der Montagsfragenpause beginnen meine Wochen nun wieder mit den mal mehr und mal weniger kniffeligen Fragen von Antonia von Lauter&Leise. Mich freut das sehr, denn diese Routine ist mir wirklich ans Herz gewachsen. Wie ihr wisst, war ich während der Pause allerdings nicht untätig und kann heute voller Stolz verkünden, dass morgen der erste Beitrag im Rahmen meines Blogprojekts „Robert E. Howard & Conan der Barbar“ online geht. Es ist fertig! Ja, schon morgen! Ich bin ziemlich aufgeregt und kann es kaum erwarten, herauszufinden, ob euch dieses Mammutprojekt gefällt. Ich hoffe auf euer zahlreiches Erscheinen. Morgen. 9 Uhr. 😉

Nach diesem Ausblick will ich aber gar nicht weiter groß über andere Themen schwadronieren und direkt mit der Montagsfrage loslegen, schließlich hat sie mir in den letzten Wochen wirklich gefehlt.

Leseabos und Bücherboxen?

Abonnier- und bestellbare Boxen sind ein Konzept, das sich in den letzten Jahren in vielen Bereichen etabliert hat. Man kann sich monatlich, manchmal auch wöchentlich, alles mögliche liefern und sich überraschen lassen: Lebensmittel und Rezeptvorschläge, Pflegeprodukte, Kleidung und vieles mehr. Die Idee ist denkbar einfach und basiert auf dem Prinzip der Wundertüte, die ich noch aus meiner Kindheit kenne. Damals liebte ich es, dass ich nie wusste, was die Tüte enthält – heute empfinde ich dieses Pokerspiel als zu riskant und das gilt insbesondere für Bücher. Mir ist es zu gewagt, eine oft nicht unerhebliche Summe auszugeben, ohne vorher eine genaue Vorstellung davon zu haben, was ich dafür bekomme. Angenommen, so eine Box kostet 50€ (vermutlich mehr als das Zehnfache der traditionellen Wundertüte). Wer sagt mir denn, dass ich nicht alles, was sie enthält, total doof, überflüssig oder nutzlos finde? Ich weiß, dass man bei einigen Anbietern einen Teil des Inhalts im Voraus selbst festlegen kann, aber der Rest bleibt dennoch den Impulsen der Person überlassen, die die Box für mich packt. Die kennt mich nicht und hat keine Ahnung, was mir gefällt und was nicht. Ich kann mich nicht darauf verlassen, dass mir jedes enthaltene Produkt eine Freude macht und für dieses Risiko sind mir solche Boxen einfach zu teuer.

Leseabos und Bücherboxen kommen für mich deshalb erst recht nicht in Frage, weil ich nicht in eine Situation kommen möchte, in der ich das Paket öffne und ausschließlich Lektüre darin vorfinde, die ich bereits besitze. Das ist eine äußerst reelle Möglichkeit, wenn ich mir meine Bibliothek und meinen SuB anschaue. Derzeit befinden sich in meinem Bücherregal um die 2.000 Bücher. Selbst wenn ich vorher angeben kann, welche Autor_innen und Genres ich gern lese, kann ich doch nicht jedes Buch aufzählen, das ich schon habe. Dadurch steigert sich die Wahrscheinlichkeit, dass jemand anhand meiner Angaben Bücher aussucht, die ich mir bereits selbst gekauft habe, enorm. Ich fände es wahnsinnig enttäuschend, würde ich meine Box auspacken und den Großteil der gelieferten Bücher schon kennen. Ich hätte auch keine Lust, diese Bücher dann zu reklamieren und umtauschen zu lassen, weil der Reiz der Box für mich dann verloren wäre. Deshalb habe ich mich letztendlich dagegen entschieden, mir ein Überraschungspaket vom Otherland Buchladen hier in Berlin schicken zu lassen.

Boxen, wie Antonia sie beschreibt, die ein Buch enthalten und ansonsten lauter Klimbim von Schokolade über Lesezeichen bis zu Stickern, sind ebenfalls keine Option, weil ich entschieden nicht der Typ für solchen Krimskams bin. Schokolade kann ich mir günstiger im Laden besorgen und Staubfänger kommen mir nicht ins Haus (die muss man schließlich in regelmäßigen Abständen säubern). Über Lesezeichen freue ich mich genau wie jeder andere Bücherwurm, aber im Alltag greife ich eher zu witzigen oder hübschen Postkarten, statt zu richtigen Lesezeichen. Was soll ich also mit dem ganzen Plünn, der mitgeliefert wird, wenn ich doch eigentlich nur das Buch will?
Außerdem widerstrebt es mir, Neupreise für Bücher zu zahlen. Mittlerweile kaufe ich so gut wie alles gebraucht, es kommt sehr selten vor, dass ich niegelnagelneue Ausgaben erwerbe. Würde ich 50€ für eine Bücherbox ausgeben, unabhängig davon, ob sie nur Bücher oder Buch + Krimskrams enthält, würde mir ständig durch den Kopf gehen, wie viele Bücher ich dafür gebraucht bekommen hätte. Abgesehen vom finanziellen Aspekt ist das heutzutage ja auch eine Frage des Umweltbewusstseins, denn machen wir uns nichts vor, der Druck neuer Bücher hinterlässt einen Abdruck (Ha, Wortspiel!). Ich schaffe es nicht, von meinen geliebten Printausgaben endgültig zu E-Books zu wechseln, aber ich kann ein wenig Einfluss auf Auflagenzahlen nehmen, indem ich gebrauchte Bücher kaufe.

Dann gibt es da noch Leseabos wie Kindle Unlimited, die E-Book-Flatrate von Amazon. Derzeit bieten sie das Ganze zu einem Knüllerpreis an: die ersten 2 Monate sind kostenfrei, danach kostet sie bis Ende des Jahres 2020 9,99€ pro Monat. Danach dann 19,98€ pro Monat. Für Leser_innen, die sehr oft oder ausschließlich zu E-Books greifen, lohnt sich das vielleicht, obwohl diese sehr genau abschätzen müssten, welche Bücher darin überhaupt enthalten sind, das gesamte Sortiment umfasst die Flatrate nämlich nicht. Für mich lohnt sich das nicht. Ich lese einfach nicht jeden Monat E-Books im Wert von 10-20€. Ich bevorzuge Printausgaben und wenn ich mich richtig erinnere, waren genau die Bücher, die mich interessieren und auf meiner Wunschliste stehen, eben nicht enthalten (zumindest, als ich das letzte Mal geguckt habe). Würde ich dieses Abo abschließen, fühlte ich mich unter Druck gesetzt, den Wert des Abos auch zu erreichen, was mir den Spaß am Buchkauf nehmen würde. Im schlimmsten Fall würde ich Bücher runterladen, die ich eigentlich gar nicht haben möchte, nur, um die Summe vollzukriegen. Das ist eine fürchterliche Vorstellung.

Nein, ich kann mit Bücher- und/oder Leseabos nichts anfangen. In meinem Leben haben sie keinen Platz. Ich bleibe beim traditionellen, klassischen Buchkauf.

Habt ihr Bücherboxen oder Lese-Flatrates abonniert?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen herrlichen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Ernest Cline – Ready Player One

Ernest Cline wuchs in einer Zeit auf, die für die Film- und Videospielindustrie revolutionär war. Er wurde 1972 geboren und entwickelte früh eine Begeisterung für Filme und Spiele, die bis heute anhält. Nach der Schule träumte er davon, Drehbuchautor zu werden. 2009 gelang es ihm, seinen Film „Fanboys“ nach 10-jähriger Produktion auf die Kinoleinwand zu bringen. Allerdings war diese Erfahrung für ihn eher frustrierend als bereichernd, weil sein Drehbuch massiv verändert wurde. Er wollte die volle Kontrolle über ein Projekt – deshalb beschloss er, einen Roman zu schreiben. So entstand „Ready Player One“, ein Buch, das alles feiert, was Cline liebt und mittlerweile als moderner Klassiker der Science-Fiction gilt.

Im Jahr 2044 liegt die Erde in Trümmern. Ressourcenknappheit und Klimawandel führten zu Armut, Hunger, Krankheiten und Überbevölkerung. Das Zentrum des öffentlichen Lebens verlagerte sich in die virtuelle Realität von OASIS. OASIS ist mehr als ein Spiel. Hier kann jeder Traum, jede Fantasie wahr werden. Spieler_innen können in Tausenden von Welten Abenteuer erleben, arbeiten, lernen, Freundschaften knüpfen – und vielleicht ein Vermögen gewinnen. Denn da OASIS-Gründer James Halliday ohne Erben starb, verfügte er, dass die Kontrolle über sein Imperium an die erste Person gehen soll, der es gelingt, die Rätsel zu knacken, die er in OASIS versteckte. Weltweit steigerte sich die Suche nach Hallidays Hinweisen, die alle einen Bezug zur Popkultur der 80er Jahre haben, in einen Rausch. Jahrelang machte niemand Fortschritte. Doch dann stolpert der unscheinbare 18-jährige Wade Watts über das erste Rätsel und löst es. Plötzlich ist er Teil einer frenetischen Schnitzeljagd, die ihn bald an seine Grenzen bringt. Um zu siegen, muss er alles riskieren – sogar sein Leben.

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Verfasst von - 6. September 2020 in Dystopie, Rezension, Science-Fiction

 

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Becky Chambers – A Closed and Common Orbit

Traditionell ist Science-Fiction stark männerdominiert. Glücklicherweise erlebt diese Tradition mittlerweile eine Wende und immer mehr Frauen drängen in das Genre. Eine von ihnen ist Becky Chambers, die als Tochter eines Luftfahrttechnikers und einer Astrobiologin beste Voraussetzungen hat, um Space Operas zu schreiben. Spektakuläre Weltraumschlachten und intergalaktische Kriege finden in ihren „Wayfarer“-Romanen allerdings nur am Rande statt; sie konzentriert sich zielgerichtet auf die Schicksale ganz normaler Personen, die mit den alltäglichen Schwierigkeiten der Zukunft konfrontiert sind. Im zweiten Band „A Closed and Common Orbit“ beschäftigt sie sich mit der Suche nach Identität, die alle bewussten Lebensformen durchleben – ob künstlich oder biologisch.

Lange Zeit war Lovelace die uneingeschränkte Herrscherin über die Wayfarer. Sie sah und hörte alles, sie wusste alles, sie kontrollierte alles. Über Jahre entwickelte sie eine Persönlichkeit und Gefühle, die sie eng an die Crew banden. Doch irgendwann reichte ihr das nicht mehr. Sie wollte nicht länger das künstliche Intelligenzsystem eines Schiffes sein, sie wollte so menschlich wie möglich werden. Sie entschied, ihr Bewusstsein in einen illegalen synthetischen Körper hochzuladen. Sie ahnte nicht, dass sie sich nicht mehr daran erinnern würde, wer sie war. Denn durch den Angriff auf die Wayfarer musste Lovey ihr System resetten. Als sie die Augen ihres neuen Body Kits aufschlägt, ist sie nicht mehr dieselbe. Sie muss nun mit den Konsequenzen einer Entscheidung leben, die sie in einem anderen Leben traf. Aber sie ist nicht allein. An ihrer Seite steht Pepper, die einst als Jane 23 in einer Sklavenkolonie das Licht der Welt erblickte. Pepper weiß genau, was es heißt, sich neu zu erfinden und sie wird alles in ihrer Macht Stehende tun, um Lovelace dabei zu helfen, ihren Platz im Universum zu finden.

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Verfasst von - 3. September 2020 in Rezension, Science-Fiction

 

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Montagsfrage: Die goldene Ausnahme?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Das Howard/Conan-Projekt befindet sich in der heißen Phase. Ich schreibe aktuell meine Rezension. Das ist zwar auch nicht ganz so leicht, wie ich gehofft hatte, weil es nach so langer Zeit beinahe unmöglich ist, meine Empfindungen und Gedanken vor meiner Recherchemission von meinem jetztigen Wissensstand abzukoppeln, aber ich genieße es, mich auf meine subjektive Meinung konzentrieren zu können. Keine Quellenchecks, keine Widersprüchlichkeiten mehr. Ich bin zuversichtlich, dass ich nur noch ein paar Tage brauche. Dann stehen die inhaltlichen Beiträge alle. Endlich. Danach werde ich nur noch eine Einleitung und ein Fazit schreiben, da ich es seltsam fände, ein so umfangreiches Projekt kontextlos zu beginnen und abrupt zu beenden und kann mich anschließend mit Formatierungsaspekten beschäftigen. Mit etwas Glück kann ich vielleicht schon nächste Woche mit meinem grafischen Konzept beginnen, auf das ich mich sehr freue, weil ich jetzt schon ewig Ideen mit mir herumtrage und es kaum erwarten kann, diese endlich umzusetzen. So langsam gewinne ich einen Eindruck davon, wann das Ganze möglicherweise online gehen könnte. September vielleicht? Wir werden sehen.

Da die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise sich nach der heutigen Ausgabe in die Sommerpause verabschiedet und erst im September wieder stattfindet, könnte es im August daher ziemlich ruhig hier auf dem Blog werden. Lasst euch davon nicht täuschen. Ich lebe weiterhin. Ich arbeite nur fieberhaft in beinahe jeder freien Minute am Projekt.

Nun wollen wir aber erst einmal sehen, was Antonia von uns wissen will, bevor sie in die Ferien verschwindet.

Welches Buch aus einem Genre, das du eigentlich nicht magst, magst du?

Das ist eine schöne Frage, die mir die Gelegenheit gibt, mich mal ein bisschen selbst zu loben. Ich bin nämlich sehr stolz darauf, dass ich in den vergangenen Jahren so gut wie all meine Genre-Vorurteile überwunden habe und deshalb kein Buch mehr ablehne, nur weil es Genre XY zugerechnet wird. Das heißt nicht, dass ich keine Vorurteile mehr habe (es ist wirklich schwer, die nachhaltig loszuwerden, wenn sie sich erst mal festgesetzt haben), aber ich bin jetzt an einem Punkt, an dem ich nicht mehr behaupten kann, dass ich bestimmte Genres grundsätzlich nicht mag. Diese Zeiten sind vorbei und ich finde, dass diese Entwicklung eine ganz schöne Leistung ist.

Wie habe ich das gemacht? Ich habe außerhalb meiner Komfortzone gelesen und der leisen Stimme meiner Neugier nachgegeben, selbst wenn Zweifel und Skepsis laut brüllten. Dadurch habe ich festgestellt, dass Genrezuordnungen zu mentalen Stereotypen führen, die die Vielseitigkeit unserer literarischen Kategorien völlig verkennen. Ich dachte zum Beispiel immer, dass ich Krimis und historische Fiktion nicht mag. Doch dann entdeckte ich die Reihe „Nicolas Le Floch“ von Jean-François Parot, in der es um Kriminalfälle im Paris des 18. Jahrhunderts geht. Siehe da, die Kombination funktioniert für mich hervorragend. Mittlerweile habe ich drei Bände im Regal stehen und werde Nicolas sicher auch weiterhin bei seinen Ermittlungen begleiten. Ganz normale Krimis zählen bis heute nicht zu meinen Favoriten, weil sie mich nicht genug fordern und erst recht nicht schockieren (anders als ihre Verwandten, die Thriller), doch ich kann nicht mehr sagen, dass ich sie prinzipiell nicht mag. Im Fall der historischen Fiktion habe ich lange gebraucht, um meine Nische zu finden, weil es dauerte, bis ich begriff, dass „historisch“ nicht automatisch „mittelalterlich“ heißen muss. Romane wie „Die Wanderhure“ werde ich wohl nie meinem Regal hinzufügen, aber das 18. und 19. Jahrhundert sowie die Antike faszinieren mich. Ich glaube, jeder Bücherwurm kann in den Subgenres fündig werden, wenn er oder sie sich die Mühe macht, sie zu erkunden. Das ist natürlich ein Prozess und Fehlschläge sind vorprogrammiert. Ich erinnere mich mit Grauen an meine Versuche mit historischer Wikinger-Fiktion, die sich alle als Griff ins Klo entpuppten. Heute bin ich trotzdem froh, dass ich nicht aufgegeben und meinen individuellen, persönlichen Lesegeschmack dadurch so viel besser kennengelernt habe.

Es gibt eine Ausnahme. Eine muss es geben, oder? Chic-Lit. Frauenliteratur. Schmachtfetzen über Protagonistin XY, die ihren Verlobten am Altar stehen lässt, nach Italien durchbrennt, dort eine kleine Eisdiele eröffnet und der Liebe ihres Lebens begegnet, aber ist sie überhaupt schon wieder bereit, sich zu öffnen und ist der Latin Lover nicht viel zu wenig vertrauenswürdig, ach egal, was wäre das Leben ohne Risiko, Happy End. Brr. Ich kann das einfach nicht. Ich kann da nicht mitfühlen. Das einzige, was ich bei dieser… nennen wir es mal großzügig Literatur fühle, ist, wie sich meine Augen nach oben in meinen Hinterkopf rollen. Ich finde das alles albern und stereotyp und sowas von gar nicht emanzipiert. Das Frauenbild, das vermittelt wird, ist das absolute Gegenteil von Feminismus und darüber kann ich in diesem speziellen Fall nicht hinwegsehen, weil ES. DER. EINZIGE. INHALT. IST. Ihr seht, das Genre regt mich auf. Trotzdem habe ich in der Vergangenheit mal meinen großen Zeh ins Wasser gehalten, um meine Temperatur zu ermitteln. Ich habe „P.S. Ich liebe Dich“ von Cecelia Ahern gelesen und fand es gut. Gut, nicht mehr, nicht weniger. Mögen ist eigentlich schon zu viel gesagt, weil mich auch in diesem Buch das Rollenbild der Protagonistin Holly störte. Immerhin fand ich durch die Lektüre heraus, das meine Probleme mit der Chic-Lit viel damit zu tun haben, dass diese Bücher die Leser_innen quasi zwingen, zu weinen. Alles trieft nur so vor emotionaler Manipulation zum Selbstzweck und das passt mir überhaupt nicht. Es ist, als würden sich Autor_innen dieses Genres überlegen, wie sie ihre Geschichten extra schmerzhaft und extra tragisch aufziehen können, damit auch ja kein Auge trocken bleibt. Nicht, weil sie ihren Figuren zu einer Weiterentwicklung verhelfen wollen, sondern weil sie bei ihren Leser_innen eine bestimmte Reaktion provozieren wollen. Ich weiß, dass es auch andere Chic-Lit gibt und eine ganze Sparte existiert, die statt auf Tragik auf Humor setzt, doch meine grundlegenden Schwierigkeiten bleiben davon unangetastet. Es macht für mich kaum einen Unterschied, ob ich nun lachen oder weinen soll und das Frauenbild kann ich trotzdem nur ertragen, wenn ich fest entschlossen bin, das Potpourri aus Geschlechterklischees konsequent als überzogene Satire zu lesen. Das ist mir zu anstrengend. Also lasse ich die Finger von Chic-Lit. Aber ich habe es zumindest versucht und kann erklären, warum ich diese Bücher meide.

Mögt ihr ein Buch, obwohl ihr dessen Genre eigentlich nicht mögt?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen fantastischen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Fiction oder Non-Fiction?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Argh, wieso muss beim Thema Conan einfach alles kompliziert sein? Ich dachte ja, die Leseanleitung, mit der ich mein Howard/Conan-Blogprojekt abschließen möchte, würde sich wie von selbst schreiben. Ein paar Ausgaben empfehlen, kurz die vorgeschlagenen Chronologien vorstellen und fertig. Nur ist das mit den Chronologien nicht so simpel, wie ich angenommen hatte und nun sitze ich schon wieder eine Woche an diesem einen Beitrag, trage Informationen zusammen und versuche, Ordnung in das Chaos zu bringen. So langsam habe ich wirklich die Nase voll. Ich kann nicht mehr zählen, wie viele widersprüchliche Quellen ich mittlerweile gesichtet habe. Ich glaube, wenn ich fertig bin, möchte ich nie wieder einen Wikipedia-Artikel zu Conan lesen. Ich weiß, ich weiß, ich habe mir das selbst eingebrockt, aber ich konnte wirklich nicht ahnen, dass es zu jedem Aspekt zahlreiche Meinungen und Ansätze gibt, die sich oft widersprechen und die Faktenlage so unübersichtlich ist. Ich mache drei Kreuze, wenn ich endlich die Rezension anfangen kann. Dafür brauche ich dann nämlich keine Quellen mehr.

Heute gönne ich mir eine kurze Pause von Conan und starte mit Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise in die neue Woche.

Was magst du lieber: Fiction oder Non-Fiction?

Die Formulierung der Frage ist meiner Meinung nach etwas unglücklich, denn ich finde, bei zwei so unterschiedlichen Kategorien ist der direkte Vergleich ziemlich schwierig. Ich mag Non-Fiction genauso gern wie Fiction, bin aber seltener in der Stimmung. Fragte man mich also, was ich häufiger lese, Fiction oder Non-Fiction, müsste ich Fiction anworten. Nur heißt das eben nicht, dass ich sie grundsätzlich präferiere.

Den Reiz der Non-Fiction habe ich erst in den letzten Jahren für mich entdeckt und bin seitdem ein begeisterter Fan. Neues zu lernen, andere Lebenswelten kennenzulernen, den Horizont zu öffen – das macht mit Fakten, mit echten Geschichten beinahe noch mehr Spaß als mit fiktiven Szenarien. Entdecke ich ein Sachbuch zu einem Thema, das mich interessiert, habe ich mittlerweile überhaupt keine Hemmungen mehr, es auf meine Wunschliste zu setzen und zu kaufen, denn ich habe begriffen, dass gut geschriebene Non-Fiction weder trocken noch öde ist, sondern ebenso spannend und mitreißend wie ein High Fantasy – Epos sein kann. Der Knackpunkt besteht allerdings darin, dass ich nicht genauso häufig Lust auf Non-Fiction habe, weil das bei mir oft total ausartet. Will ich etwas über ein bestimmtes Thema lernen, bleibt es normalerweise nicht bei einem Sachbuch. Meistens lese ich drei, weil ich mit dem entsprechenden Thema erst abschließen kann, wenn ich das Gefühl habe, wirklich alle Aspekte einbezogen und mich ausführlich, detailliert und vielseitig damit auseinandergesetzt zu haben. Eine oberflächliche Beschäftigung kommt nicht in Frage.

Als ich herausfinden wollte, wie der Mordprozess gegen O.J. Simpson ablief und warum er trotz einer überwältigenden Beweislage freigesprochen wurde, habe ich eine Zusammenfassung des Prozesses von Jeffrey Toobin, „The Run of His Life: The People V. O.J. Simpson“ gelesen, das pseudofiktive Geständnis „If I Did It“ von O.J. Simpson selbst und die Erinnerungsschrift „Without A Doubt“ der damaligen leitenden Staatsanwältin Marcia Clark. Ich habe zu allen drei Büchern extrem umfangreiche Rezensionen geschrieben und kann bis heute alle wichtigen Details wiedergeben.
Um zu erfahren, wie sich die Hell’s Angels von einer Gruppe freiheitsliebender Außenseiter, die gern Motorrad fuhren, zu einer der größten global agierenden kriminellen Vereinigung entwickelten, habe ich mit der Autobiografie „Hell’s Angel: Mein Leben“ des Gründers Ralph »Sonny« Barger begonnen und mir später die Autobiografie „A Wayward Angel“ von George Wethern vorgenommen, der erst sehr weit oben in der Hierarchie des MC stand und dann zum Verräter wurde. Die Lektüre von „Wie die Hell’s Angels Deutschlands Unterwelt eroberten“ von Stefan Schubert steht noch aus. Ich hoffe, mit diesem Buch die Situation in Deutschland besser nachvollziehen zu können.
Doch selbst wenn ich nur ein Sachbuch zu einem Thema lese, mutiert die Beschäftigung damit trotzdem häufig. Das aktuellste Beispiel ist natürlich mein Howard/Conan-Blogprojekt, an dem ich nun bereits seit drei Monaten arbeite. Ich habe neben den Conan-Geschichten zwar lediglich „Blood & Thunder: The Life and Art of Robert E. Howard“ von Mark Finn gelesen, aber dieses Buch lehrte mich, dass das Thema zu komplex ist, um eine einfache Rezension zu schreiben. Ihr wisst, was daraus folgte.

Da ich begriffen habe, dass Non-Fiction für mich immer eine Menge Arbeit und mentalen Aufwand bedeutet, greife ich nur zu dieser Kategorie, wenn ich sowohl Lust als auch Muße habe, diese Herausforderungen in Kauf zu nehmen. Ich lese sie gern, aber ich muss wirklich bereit sein. Deshalb ist der Anteil der Non-Fiction in meiner Jahresstatistik immer deutlich geringer. Habe ich ein Projekt abgeschlossen, kann es schon mal ziemlich lange dauern, bis ich mir das nächste Thema vornehme. Dieses Jahr werde ich das wahrscheinlich nicht mehr tun. Dank Conan.

Bevorzugt ihr Fiction oder Non-Fiction?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen ausgeruhten Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Ratschläge für junge Blogger_innen?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich bin frustriert. Es ist offenbar unmöglich, einen Corona-Test durchführen zu lassen und die Ergebnisse noch am selben Tag zu bekommen. Wie angekündigt, habe ich mich letzte Woche Montag und Dienstag ans Telefon geklemmt, um herauszufinden, was ich tun muss, um die Corona-PCR-Tests für unsere Sri Lanka-Reise im September zu organisieren. In der Theorie ist das in Berlin tatsächlich recht einfach: man sucht sich eine Arztpraxis, die auf Covid-19 testet, macht einen Termin und fertig, zwei bis drei Tage später erfährt man, ob man infiziert ist. Praktisch ist es in unserem Fall viel komplizierter, weil wir an einem Sonntagabend fliegen und Montag ankommen. Laut sri lankischer Tourismusbehörde darf der Test aber nicht älter als 72 Stunden sein, was insofern ein Problem ist, dass die Labore am Wochenende nicht arbeiten, für die Ergebnisse allerdings mindestens 24 Stunden brauchen. Das heißt, obwohl es überhaupt nicht schwierig ist, eine Arztpraxis oder auch direkt ein Labor zu finden, die PCR-Tests anbieten, haben wir im Grunde keine Möglichkeit, diesen innerhalb des Zeitfensters machen zu lassen und die Ergebnisse rechtzeitig vor unserer Abreise zu bekommen. Wir müssen aber nachweisen, dass wir negativ sind, um boarden und einreisen zu können.

Ich habe mich einmal quer durch Berlin und darüber hinaus telefoniert, um eine Lösung zu entwickeln. Niemand kann mir helfen, niemand weiß irgendwas. Es kann mir noch nicht mal jemand sagen, zu welchem Zeitpunkt der Test nicht mehr als 72 Stunden zurückliegen darf, zum Zeitpunkt des Reiseantritts oder zum Zeitpunkt der Einreise. Das Vergleichsportal, über das wir gebucht haben, weiß nichts, weil sie den Veranstalter nicht erreichen. Privat dringt man auch nicht zum Veranstalter vor, da hört man lediglich eine automatisierte Stimme, die mitteilt, dass sie aktuell überlastet sind und dann einfach auflegt. Die sri lankische Botschaft hat ebenfalls keine Ahnung, dort wurde mir gesagt, sie hätten noch keine Anweisungen erhalten und ich solle Ende August noch mal anrufen. Es ist zum Verzweifeln, zum Haare raufen. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich bin mir sicher, dass es für Fälle wie unseren eine Sonderregelung geben kann, aber meiner Intuition nach müsste sich darum der Veranstalter kümmern. Solange die sich totstellen, hängen wir in der Luft. Mich belastet die Situation dermaßen, dass ich seit Montag nicht mehr ordentlich geschlafen habe. Wenn es daran scheitert… Ich möchte mir nicht vorstellen, wie ich darauf reagiere. Vielleicht hat ja jemand von euch noch eine Idee?

Um mich von diesen Sorgen abzulenken, kommt mir die heutige Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise gerade recht.

Welche Tipps würdet ihr jungen (Buch-)Blogger_innen geben?

Ich glaube nicht, dass ich viele Ratschläge parat hätte, käme der Nachwuchs der Blogszene zu mir. Was ich hier mache, erscheint mir selbst nach über 6 Jahren noch ziemlich amateurhaft. Ich würde allen jungen Blogger_innen empfehlen, sich ein bisschen mit HTML, CSS, Grafikdesign und rechtlichen Anforderungen auseinanderzusetzen, aber normalerweise passiert das ohnehin irgendwann, wenn Bedarf besteht. Die Notwendigkeit einer gültigen Datenschutzerklärung und eines verlässlichen Impressums, der richtige Umgang mit Quellen und Bildmaterial und die Entscheidung, ob man mit dem Blog Geld verdienen möchte, sind Themen, die sich eines Tages von selbst ergeben – das ist zumindest meine Erfahrung und wer darauf bedacht ist, bezüglich dieser Punkte Fehler zu vermeiden, die möglicherweise zu juristischen Schwierigkeiten führen könnten, wird sich informieren. Mir wurde zum Beispiel in der Vergangenheit eine Affiliate-Partnerschaft angeboten, die ich einerseits abgelehnt habe, weil ich meinen Blog soweit wie möglich non-kommerziell halten möchte (die von WordPress geschaltete Werbung muss ich akzeptieren, solange ich über sie hoste) und andererseits, weil ich herausgefunden habe, dass ich dafür ein Kleingewerbe anmelden müsste und darauf keine Lust habe. Ich denke, ähnlich wird es bei vielen Blogger_innen ablaufen. Man beschäftigt sich mit organisatorischen Themen, wenn sie auftreten.

Der vielleicht wertvollste Hinweis, den ich geben kann, ist die Empfehlung, sich nicht allzu sehr um Traffic und Reichweite zu kümmern. Wer einen Blog als Hobby führt, tut das normalerweise erst einmal für sich selbst und obwohl wir uns natürlich alle über positive Resonanz freuen, sollten Follower-, Besuchs- und Likezahlen nicht das Maß aller Dinge sein. Habt ihr Spaß daran, über Themen zu schreiben, die euch interessieren, ist es doch gar nicht so wichtig, wie oft diese Beiträge geteilt oder geliket werden. Man kann nicht erwarten, dass jeder Post Begeisterungsstürme auslöst, weil Interessen nun mal unterschiedlich sind. Daher lautet mein Rat, bei jedem Beitrag den Wert, den er für euch selbst hat, zu priorisieren. Selbstverständlich ist es toll, wenn eine meiner Rezensionen gut ankommt und anderen Leser_innen hilft, sich für oder gegen das entsprechende Buch zu entscheiden, aber in erster Linie sind meine Buchbesprechungen für mich wichtig, weil sie mich zu einer intensiven Beschäftigung mit dem Gelesen zwingen. Das tut mir gut und verhindert, dass ich sofort wieder vergesse, was ich gelesen habe. Sogar eine Rezension, die keinen einzigen Like erhält, hat ihre Berechtigung, so enttäuscht ich davon auch wäre. Da die wenigsten Blogs, die in der Freizeit geführt werden, auf Analysewerkzeuge zurückgreifen können, wie sie große Websites nutzen, müssen Hobby-Blogger_innen wie ich damit leben, dass wir nie mit absoluter Sicherheit voraussagen können, welche Beiträge erfolgreich sein werden, weil dieser Erfolg von zahlreichen Faktoren abhängt, die wir als Privatpersonen nicht alle beeinflussen können. Beispielsweise hängen weniger Menschen vor den PCs oder Smartphones, wenn das Wetter bombastisch ist. Wie schade wäre es, würden demzufolge im Sommer alle Blogs brachliegen? Wenn ihr etwas zu sagen habt, sagt es und seid nicht traurig, wenn dieser Beitrag nicht von so vielen Personen gelesen, geliket und geteilt wird, wie ihr gehofft hattet. Er ist dennoch wertvoll.

Welche Ratschläge habt ihr für junge Blogger_innen in petto?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen sorgenfreien Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Lesen im Club?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Erinnert ihr euch, dass ich euch letzte Woche erzählt habe, dass ich meine Impfungen auffrischen werde? Mittlerweile habe ich dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt und bin letzten Dienstag mit meinem Impfpass zum Arzt marschiert. Ich hatte keine Ahnung, was alles nachgeimpft werden musste und fürchtete schon, dass mir die Schwester einen langen Vortrag über meine Verantwortungslosigkeit (die ich gar nicht abstreiten will) halten würde, weil ich mich so lange nicht darum gekümmert habe. Aber siehe da, meine Eltern haben richtig gute Arbeit geleistet, als ich ein Kind war. Offenbar bin ich hervorragend grundimmunisiert und brauchte deshalb jetzt nur eine 4-fach-Spritze gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Keuchhusten. Ich war sehr erleichtert, denn ich muss zugeben, was Impfen betrifft, bin ich ein ziemlicher Hasenfuß. Ja ja, ich weiß, es ist paradox: Tätowieren ist für mich kein Problem und Blut abnehmen auch nicht, doch Spritzen finde ich wirklich schrecklich. Zu Recht, wie sich zeigte. Mehrere Tage bin ich mit einer dicken, roten, schmerzhaften Schwellung auf dem Oberarm herumgelaufen. Es sah aus, als hätte mir jemand richtig fest auf den Arm geboxt. Tja. Ich denke, das war Karma, die Strafe dafür, dass ich das Impfen so lange vernachlässigt habe. Das Universum lässt eben nichts ungesühnt. Zum Glück habe ich jetzt 10 Jahre Ruhe.
Da ich schon mal da war, habe ich auch gleich gefragt, wie das mit den Corona-Tests für unsere Reise läuft. Wie es aussieht, wird das noch mal ziemlich kompliziert. Ich werde rumtelefonieren müssen, um einen Arzt zu finden, der sie überhaupt durchführt. Darum will ich mich heute kümmern, weil die Schwester empfohlen hat, das bereits jetzt abzuklären und nicht erst im September. Wahrscheinlich rufe ich einfach mal beim Gesundheitsamt an und lasse mich da aufklären. Hoffentlich können die mir weiterhelfen.
Bevor ich mich ans Telefon klemme, möchte ich aber noch fix die heutige Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise beantworten!

Warst/Bist du in einem Buchclub oder könntest du es dir vorstellen?

Oh, das wird heute eine kurze Antwort. Nein, ich bin nicht Mitglied eines Buchclubs. Ich habe in den vergangenen Jahren immer mal wieder drüber nachgedacht, ob es nicht nett wäre, sich regelmäßig mit Menschen auszutauschen, die ebenso lesebegeistert sind wie ich und zur Abwechslung mal nicht mit mir verwandt sind. Die Idee scheitert immer an zwei Punkten. Erstens habe ich tatsächlich Berührungsängste mit fremden Menschen und schrecke davor zurück, mich in eine Situation zu bringen, in der ich „die Neue“ bin. Zweitens setzt das regelmäßige gemeinsame Lesens eines Buches voraus, dass man sich zuerst einigt, welches Buch man denn gemeinsam liest. Darauf habe ich überhaupt keine Lust. Ja, ich weiß, das klingt vermutlich etwas egoistisch, aber ich finde die Vorstellung, am Ende ein Buch lesen zu müssen, das ich normalerweise nicht mal mit der Kneifzange anfassen würde, nur, weil die Mehrheit das möchte, grauenhaft. Doch selbst wenn es nicht unbedingt ein Buch ist, das es von allein niemals auf meine Wunschliste schaffen würde, mir missfällt es, auf andere Rücksicht in meiner Lektüreauswahl nehmen zu müssen. Das heißt, sogar wenn ich das Buch ohnehin lesen wollen würde, der Buchclub würde mir jegliche Lust darauf rauben, weil ich es ja lesen muss. Ich reagiere wirklich allergisch auf Druck, deshalb lehne ich mittlerweile auch die meisten Rezensionsanfragen ab. Vollkommen egal, wie locker die Regeln des Buchclubs wären, für mich wären sie noch zu streng, weil ich das Gefühl hätte, nicht mehr frei entscheiden zu können, was ich als nächstes lese und immer einer Verpflichtung nachkommen zu müssen. Das würde nicht gutgehen. Also überlasse ich die Buchclubs etwas weniger neurotischen Bücherwürmern und erfreue mich an meiner literarischen Asozialität. 😉

Seid ihr Mitglieder eines Buchclubs?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen wundervollen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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