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Schlagwort-Archive: Brain Candy

Jim Butcher – Grave Peril

Jim Butcher schrieb den ersten Band der „Dresden Files“ für einen Schreibkurs. Seine Dozentin Debbie Chester beeinflusste seine Karriere daher maßgeblich. Soweit ich es verstanden habe, verdanken wir ihr sogar Bob, Harrys sprechenden Schädel. Als Butcher seine Lehrerin fragte, ob er Harry einen Assistenzcharakter schreiben könnte, ermahnte sie ihn, daraus keinen „Talking Head“ zu machen. In der englischen Fachsprache ist ein „Talking Head“ eine Figur, die ausschließlich für Informationen integriert wird, ohne eine echte Persönlichkeit zu besitzen. Tja. Butcher ist eine Nervensäge. Deshalb wurde Bob buchstäblich ein „Talking Head“. Als Geist in einem Schädel passt er gut zum Thema des dritten Bandes „Grave Peril“ – in diesem geht es nämlich um rachsüchtige Geister.

Die Geisterwelt ist verrückt geworden. Das Nevernever war zwar noch nie ein Ort, der die mentale Gesundheit fördert, aber was in letzter Zeit drüben los ist, setzt wirklich neue Maßstäbe. Die Barrieren zur Welt der Lebenden weichen auf. Zornige, blutrünstige Geister schießen wie Pilze aus dem Boden und terrorisieren die Bewohner_innen Chicagos. Harry Dresden – Berufszauberer und Privatdetektiv – hat alle Hände voll zu tun, sie zurück ins Jenseits zu schicken. Ohne Michael, ein Krieger Gottes, mit dem er im letzten Jahr einige übernatürliche Fälle löste, wäre er aufgeschmissen. Ihre wilde Geisterjagd quer durch die Stadt bekämpft allerdings nur das Symptom, nicht die Ursache. Irgendjemand muss für das Ungleichgewicht im Nevernever verantwortlich sein. Alle Hinweise deuten auf Bianca, die lokale Vampirkönigin. Harry würde ihr gern aus dem Weg gehen, denn sie hegt noch immer einen Groll auf ihn. Doch ihm bleibt keine andere Wahl und eines interessiert ihn sowieso brennend: was hat eine Untote mit den Toten am Hut?

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Kerstin Gier – Rubinrot

In der literarischen Fachwelt wird Kerstin Gier belächelt. Sie geht damit sehr selbstbewusst um, bezeichnet ihre Bücher stolz als Unterhaltungsliteratur und sagte in einem Interview, würden ihre Geschichten einem Literaturkritiker wie Denis Scheck gefallen, hätte sie etwas falsch gemacht. Die Ursache für diese resolute Haltung liegt meiner Ansicht nach in ihrer Kindheit, während derer ihr ausschließlich pädagogisch wertvolle Literatur erlaubt war. Daher zielen vor allem ihre Jugendbücher darauf ab, ihren Leser_innen Spaß am Lesen und ein positives Gefühl zu vermitteln. Obwohl mir diese Einstellung imponiert, war ich vor der Lektüre von „Rubinrot“ doch ein wenig skeptisch, ob ich ihre gefeierte „Edelstein-Trilogie“ mögen würde. Schließlich überschritt ich die Zielgruppe um mehr als 10 Jahre.

Die 16-jährige Gwendolyn ist es gewohnt, von ihrer Familie wenig Beachtung zu bekommen. In ihrem verwinkelten Londoner Herrenhaus ist ihre Cousine Charlotte der Star. Nicht, dass Gwen sie beneiden würde, aber das Theater um Charlottes Zeitreise-Gen hat sie gewaltig satt. Ihre Großmutter, ihre Tante, alle lauern darauf, dass Charlotte schwindlig wird – ein sicheres Anzeichen dafür, dass ihre erste Zeitreise bevorsteht. Leider lässt diese auf sich warten. Eines Tages ist die Familie wieder einmal in heller Aufregung: Charlotte klagt über Schwindel. Gwen nutzt die erste Gelegenheit, um unauffällig zu verschwinden. Doch als sie das Haus verlässt, befindet sie sich nicht mehr in der Gegenwart, sondern im London um die Jahrhundertwende. Sie ist durch die Zeit gesprungen! Plötzlich muss sie sich mit einer elitären Geheimloge, Unterricht in historischer Etikette und ihrem Partner, dem grässlichen Gideon de Villiers, herumplagen. Das Familiengeheimnis hat Gwen eingeholt. Jetzt heißt es für sie Kopf hoch, Brust raus und aufpassen, dass sie sich nicht zwischen den Zeiten verliert – oder verliebt…

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Gemeinsam Lesen

Gemeinsam Lesen 2

Hallo ihr Lieben! 🙂

Jeden Dienstag lesen wir gemeinsam! Diese tolle Aktion findet mittlerweile wöchentlich bei Schlunzen-Bücher statt, da sich die liebe Aleshanee von Weltenwanderer zurückgezogen hat. Die Fragen findet ihr wie immer durch einen Klick aufs Bild!

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „Heldenklingen“ von Joe Abercrombie und befinde mich auf Seite 649 von 896.

heldenklingen

 

 

Es herrscht Krieg. In einem unbedeutenden Tal soll sich das Schicksal der Nordlande entscheiden, und drei Männer kämpfen sich durch eine letzte  blutige Schlacht: Bremer dan Gorst, in Ungnade gefallener Leibwächter des Königs der Union, Prinz Calder, machtbesessen und feige, sowie Kropf, einer der letzten ehrlichen Barbaren im Norden. Drei Männer mit dunklen Seiten, drei dunkle Tage voller Blut und Tod, und eins steht schon jetzt fest: wahre Helden gibt es hier schon lange nicht mehr…“

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„»Hier kommen sie«, sagte Schneebleich völlig unbewegt, als ob sich nichts Bedrohlicheres als eine Herde Schafe soeben auf den Weg gemacht hätte.“

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Wow. Was für ein Schinken. Das Buch ist so dick, dass man damit jemanden erschlagen könnte. Was gut zum Inhalt passen würde. 😉 Ich glaube, „Heldenklingen“ war ein Traum von Joe Abercrombie – ein ganzes Buch, das ausschließlich von einer einzigen, gewaltigen Schlacht handelt. Der Klappentext ist allerdings ein bisschen ungünstig formuliert, weil er den Eindruck vermittelt, es gäbe drei POVs: Bremer dan Gorst, Calder (der schon längst kein Prinz mehr ist) und Kropf. Diese drei spielen natürlich eine wichtige Rolle, aber eigentlich wechselt Abercrombie zwischen einer Vielzahl von Perspektiven. Manche Figuren haben nur einen kurzen Auftritt, andere tauchen immer wieder auf. Die Handlung knüpft an die vorangegangenen Bücher an, also an die First Law-Trilogie und an „Racheklingen“ (Rezension: HIER), das heißt, mir sind bereits einige Charaktere begegnet, die ich schon kenne. Darunter der Schwarze Dow, der Hundsmann, Bayaz und Caul Espe. Mir tut es jedes Mal in der Seele weh, wenn ich erlebe, was aus Espe geworden ist. Seine Zeit mit Monza Murcatto hat wirklich das Schlechteste in ihm zum Vorschein gebracht. Übrigens ist die Union nicht sonderlich begeistert davon, dass Monza in Styrien auf dem Thron hockt; ich wittere an dieser Stelle viel Potential für weitere Verwicklungen.
Das Beeindruckendste an diesem Abercrombie ist wohl die Tatsache, dass es in der Schlacht zwischen Union und Nordmännern eigentlich um nichts geht. Es geht nicht um Rohstoffe, Religion oder Land, es geht schlicht darum, dass der König der Union (Jezal dan Luthar, für Eingeweihte zur Erinnerung) einen Groll gegen den Schwarzen Dow hegt, weil dieser wiederum behauptet, Logen Neunfinger (alias der Blutige Neuner) getötet zu haben. Es geht nur um Hass, was mir persönlich sehr gut gefällt, weil es so ehrlich und einfach ist. Tausende sterben, weil zwei ehrgeizige Männer in entsprechenden Positionen sich nicht leiden können – was könnte kleinlicher und realistischer sein?
Außerdem liebe ich es, dass ich theoretisch den gesamten Verlauf des Buches und der Schlacht an den Karten ablesen könnte, die vor jedem Abschnitt (ein Abschnitt = ein Tag) integriert sind. Das mache ich natürlich nicht, denn so würde ich mich ja selbst spoilern, aber mir gefällt es, dass ich die Bewegungen der Heere unmissverständlich vor Augen habe. Irgendwie bekommt jede/r AutorIn, der/die sich die Mühe macht, eine Karte der beschriebenen Welt zu zeichnen (oder zeichnen zu lassen), direkt mal einen extra Sympathiepunkt von mir. 😀

4. Was macht für euch eine gute Rezension aus? Was darf in keiner Rezi fehlen und was sollte auf keinen Fall rein?

Es gibt nur wenig konkrete Punkte, die mir bei den Rezensionen anderer LeserInnen wichtig sind oder sauer aufstoßen, dafür bin ich allerdings mit mir selbst ziemlich streng. Dass man in einer Rezension darauf achten muss, nicht zu spoilern, erklärt sich natürlich von selbst. Ich bin der Meinung, dass mir das als Leserin von Rezensionen bisher zum Glück noch nicht passiert ist. Vermutlich müsste man mich da aber auch quasi auf den Kopf schlagen, damit mir das auffällt. So im Sinne von „Übrigens, auf Seite 256 stirbt der Bruder des Protagonisten, was dazu führt, dass besagter Protagonist all seine guten Vorsätze über Bord wirft und zu einem ruchlosen, rachsüchtigen Mörder mutiert“. Ich bin da einfach nicht so aufmerksam und denke auch später beim Lesen nie „Ach ja, das hatte XY ja in der Rezension erwähnt“. Ich merke mir meist gar nicht im Einzelnen, was jemand über ein Buch geschrieben hat, ich behalte nur im Kopf, ob es positiv oder negativ war und treffe darauf basierend die Entscheidung, ob ich das Buch ebenfalls lesen möchte. Ganz ehrlich, wenn ich das täte, würde mein Kopf überquellen vor lauter „fremden“ Buchmeinungen. Das geht nicht. Aber ich schweife ab.
Als Rezensentin ist es für mich nicht immer leicht, nicht zu spoilern, weil die Frage, wo ein Spoiler überhaupt beginnt, ein Fass ohne Boden ist. Das sieht jede/r anders. Meiner Meinung nach darf man durchaus das eine oder andere Detail verraten oder andeuten, wenn es so wichtig ist, dass man das Buch ohne diese Erwähnung nur schwer beschreiben kann. Da ich prinzipiell eigene Inhaltsangaben schreibe und nicht den offiziellen Klappentext verwende, muss ich manchmal konkreter werden, weil mein Text anders einfach nicht funktioniert. Ein Beispiel ist „The Young Elites“ (Rezension: HIER) von Marie Lu. Im offiziellen Klappentext wird nicht erwähnt, dass Adelina für den Mord an ihrem Vater verbrannt werden soll. Ich brauchte diesen Fakt aber dringend, weil ich ohne ihn einfach nicht in der Lage war, den Inhalt zusammen zu fassen. Klingt blöd, aber ich habe es wirklich lange versucht und bin fast verzweifelt, da das Buch erstaunlicher Weise recht komplex ist. Ich hätte anders nicht erklären können, wie Adelina auf die Young Elites trifft. Ich hätte auch nicht erklären können, dass sie selbst eine ist. Das hätte wiederum alles, was ich in der Bewertung schreiben wollte, unmöglich gemacht. Es ist mir nicht leicht gefallen, diesen Fakt zu offenbaren, aber ich habe mich dafür entschieden, weil Marie Lu ihn direkt im ersten Kapitel erwähnt. Kurz gesagt: Spoiler sind ein schwieriges Thema.
Eine gute Rezension ist ähnlich schwierig zu definieren. Das Wichtigste ist für mich vermutlich der Schreibstil und da der Geschmackssache ist, kann ich nicht eindeutig sagen, was mir gefällt und was nicht. Spontan fällt mir sogar nur ein stilistischer Punkt ein, den ich als eher unangenehm empfinde: Wiederholungen in den Formulierungen. Das liegt wohl auch daran, dass ich selbst sehr darauf achte, meine Worte und Redewendungen zu variieren. Wenn jemand innerhalb einer Rezension beispielsweise immer wieder schreibt „Das fand ich toll“, wirkt das auf mich einfallslos und unaufmerksam. Denn wenn man den eigenen Text bei der Überarbeitung konzentriert liest, sollte das eigentlich auffallen. Ansonsten… tja. Gute Frage. Ich mag Rezensionen, die mehrere Punkte abdecken und mir einen recht umfangreichen Eindruck des Buches vermitteln. Schreibstil, Idee, Weltenkonstruktion, Charaktere, Perspektive, Botschaft. Kann ich sehen, dass sich der/die RezensentIn wirklich Gedanken über das Buch gemacht hat und auch versucht, zwischen den Zeilen zu lesen, kommt das bei mir wesentlich besser an als eine rein oberflächliche Beschreibung, die keinerlei Tiefe hat. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass nicht jedes Buch ausreichend Fläche bietet, um tiefgründige Gedanken zuzulassen, doch auch bei der von mir heiß geliebten brain candy – Literatur sollte man meines Erachtens nach ab und zu mal ein wenig über die Grenzen des Geschriebenen hinaus nachdenken. Sonst wäre mir zB vermutlich nicht aufgefallen, wie unerfreulich sich die Beziehung zwischen Merit und Ethan in „Teuflische Bisse“ (Rezension: HIER) von Chloe Neill entwickelt.
Darüber hinaus vertraue ich RezensentInnen eher, wenn sie in der Lage sind, Kritik zu äußern und konkret zu benennen, was ihnen nicht gefiel. Manche Blogs lese ich nicht mehr, weil die Rezensionen einfach jedes Mal überschäumend begeistert sind und es kaum eine Bewertung unter 3 Sternen gibt. Damit kann ich leider nichts anfangen. Ich will nicht ausschließlich Lobeshymnen lesen, sondern realistische, reflektierte Einschätzungen, die mir helfen, Lektüre für mich auszusuchen.
Alles andere… da bin ich flexibel. Ich brauche nicht unbedingt Infos über den/die AutorIn, doch wenn sie vorhanden sind, ist das nett. Ich mag es ganz gern, wenn RezensentInnen die Inhaltsangaben selbst schreiben, weil man dann oft einen etwas detaillierteren Eindruck des Handlungsablaufes erhält, aber das ist kein Muss. Ein Fazit – okay, wenn es da ist, wenn es nicht da ist, auch okay. Ich finde Bewertungen, die sich in Sternen oder ähnlichem ausdrücken angenehm, weil sie eine unmissverständliche Einschätzung abgeben; ist die Rezension jedoch so eindeutig, dass so ein Bewertungssystem überflüssig ist, kann ich damit auch sehr gut leben. Wenn ich einen Wunsch äußern dürfte, würde ich mir wünschen, dass meine lieben Blogger-KollegInnen häufiger erklären, wie sie überhaupt zu dem jeweils vorgestellten Buch kamen und warum sie sich dafür entschieden haben. Was den Reiz dieser Lektüre für sie ausmachte und welche Erwartungshaltungen bzw. Motivation dem Lesen vorangestellt waren. Ich integriere diesen Punkt nicht immer, aber doch recht oft in meine Rezensionen, weil es das ist, was ich selbst auch gern lesen würde. Es interessiert mich. Vielleicht ist das die wichtigste Info darüber, wie ich Rezensionen schreibe: ich versuche immer, so zu schreiben, dass ich es selbst gern lesen würden. Wie gut das klappt und ankommt – das müsst ihr mir sagen. 🙂

Was lest ihr im Moment? Was macht für euch eine gute Rezension aus?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Meinungen und Kommentare und wünsche euch allen einen wundervollen Dienstag! 🙂
Alles Liebe,
Elli

 
 

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Kevin Hearne – Hexed

„Hexed“

Hexed

Reihe: Iron Druid Chronicles #2

Autor: Kevin Hearne

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 309 Seiten

Verlag: Del Rey

Sprache: Englisch

ISBN: 0345522494

Genre: Fantasy > Urban Fantasy

ausgelesen am: 28.03.2015

Bewertung:

Seit ich Kevin Hearne getroffen habe, nehme ich die Iron Druid Chronicles anders wahr. Mein Blickwinkel hat sich nicht grundsätzlich geändert, aber schon ein bisschen. Ich habe eine intensivere Beziehung zu der Reihe, weil ich den Autor erlebt habe. „Hexed“ hatte ich bereits vor meinem Abend mit Kevin Hearne ausgelesen; der direkte Effekt dieser Begegnung wird also vermutlich erst mit dem nächsten Band eintreten. Trotzdem, wenn ich jetzt im Nachhinein über „Hexed“ nachdenke, höre ich in jedem Witz, den Atticus gerissen hat, Kevin Hearnes Stimme. Eine schöne Erfahrung.

Man kann keinen Gott töten, ohne dass andere Götter hellhörig werden. Seit Atticus Aenghus Óg zur Strecke brachte, kann er sich kaum vor Angeboten retten, die verschiedensten Gottheiten in ihr jeweiliges Jenseits zu befördern. Ein Name fällt jedoch häufiger als alle anderen: Thor. Sogar Atticus‘ vampirischer Anwalt Leif bittet ihn, den Donnergott zu beseitigen. Für solche Abenteuer hat der Druide allerdings weder Zeit noch Lust. Er hat alle Hände voll zu tun, denn ein neuer Hexen-Coven ist in der Stadt, der es nicht nur auf die polnischen Hexen des ansässigen Covens abgesehen hat, sondern auch auf Atticus selbst. Zeitgleich fallen Dionysos‘ Bacchanten in Tempe ein, angezogen von der Verschiebung des Machtgefüges und drohen, die ganze Stadt ins Chaos zu stürzen. Zwischen Kämpfen mit wildgewordenen Dionysos-AnhängerInnen, Dämonen und gefallenen Engeln muss Atticus irgendwie die Zeit finden, eine Hexenjagd zu veranstalten. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als seine Kräfte mit dem polnischen Coven zu bündeln. Dabei stellt sich heraus, dass er den neuen Hexen bereits begegnet ist: im Zweiten Weltkrieg, auf Seite der Deutschen.

Wie viel Action passt in einen einzelnen Roman? Eine ganze Menge, wie ich anhand von „Hexed“ lernen durfte. Der zweite Band der Iron Druid Chronicles ist extrem temporeich und vollgestopft mit Kämpfen. Er bietet kaum Zeit zum Durchatmen; es passiert so unglaublich viel, dass ich nur so durch das Buch flog – nicht aufgrund von Komplexität, sondern weil Atticus permanent beschäftigt ist. Ich hatte sehr viel Spaß mit seinen Abenteuern, muss allerdings zugeben, dass „Hexed“ mich den Figuren kaum näher brachte. Charakterentwicklung stand nicht gerade weit oben auf Kevin Hearnes To-Do-Liste. Gestört hat mich das nicht, denn für mich sind die Iron Druid Chronicles definitiv brain candy. Ich lese diese Romane, weil sie mich hervorragend unterhalten und nicht, weil ich erwarte, tiefgreifende Einblicke in Atticus‘ Seele zu bekommen. Außerdem ist es nicht so, dass man gar nichts Neues über den knackigen Druiden erfährt. Die Handlungslinie mit den deutschen Hexen ist nicht nur äußerst interessant, sie festigt auch die Rolle des polnischen Covens in der Geschichte und offenbart einige spannende Details aus Atticus‘ Vergangenheit. Er ist satte 2.100 Jahre alt, natürlich war er bei all den großen Momenten der Geschichte dabei. Die Vorstellung, dass er im Zweiten Weltkrieg gegen die Nazis gekämpft hat, faszinierte mich sehr. Er war dort. Er hat das Dritte Reich aufsteigen und fallen sehen und hatte seinen ganz eigenen Anteil daran, dass der Faschismus erfolgreich bekämpft wurde. Überhaupt gefiel es mir unglaublich gut, wie Kevin Hearne die Verstrickung der Übernatürlichen in diesem furchtbaren Krieg darstellte. In einer Realität, in der es Supras gibt, ist es durchaus wahrscheinlich, dass sie sich in die großen Konflikte der Menschen einmischen und Partei ergreifen. Ihre eigene Politik spielt dabei natürlich eine entscheidende Rolle; ein Punkt, der in „Hexed“ eher andeutungsweise zum Tragen kommt. Ich glaube, dass Kevin Hearne in diesem Band die Vorbereitungen für zukünftige politische Verwicklungen in der Götterwelt traf und freue mich jetzt schon darauf, diese in den Folgebänden zu erleben. Speziell Atticus‘ Beziehung zu der Morrigan dürfte für einigen explosiven Zündstoff sorgen. In diesem Zusammenhang muss ich noch einmal betonen, wie großartig ich es finde, dass in Hearnes Universum die Götter aller Glaubensrichtungen parallel existieren. Das bietet so viele spannende Möglichkeiten, die er meiner Meinung nach fabelhaft nutzt. Atticus triff begleitet von Kojote (aus der Mythologie der indigenen Stämme Nordamerikas) auf die Jungfrau Maria – wie aberwitzig ist das bitte? Ich liebte diese Szene, unter anderem auch, weil die Witwe MacDonagh nicht ganz unschuldig an dieser Begegnung war. Diese religiöse Aufgeschlossenheit, geschildert mit einem kräftigen Augenzwinkern, ist unerreicht und unvergleichlich. Ich bin überzeugt, genau diese Eigenschaft macht die Iron Druid Chronicles so besonders.

Wenn ihr den ersten Band der Iron Druid Chronicles (Hounded“) mochtet, könnt ihr „Hexed“ ohne weiteres ebenfalls lesen. Kevin Hearne behält sein Niveau bei; es bleibt spannend, aufregend und herrlich witzig. Atticus ist ein beeindruckender Protagonist, der mich stets aufs Neue mit seiner Leichtigkeit, seiner lässigen Nonchalance überzeugt. Aber natürlich ist es nicht Atticus allein, der mich begeistert, es sind auch all die liebevoll gezeichneten Nebencharaktere. Ob Leif, Granuaile oder Oberon – ich habe sie alle ins Herz geschlossen und freue mich wahnsinnig darauf, weitere Abenteuer mit ihnen zu bestehen!

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 13. Mai 2015 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Alyxandra Harvey – Red

„Red“

red

Autor: Alyxandra Harvey

Format: Kindle Edition

Seitenzahl: 198 Seiten (Print-Ausgabe)

Verlag: Entangled Teen

Sprache: Englisch

ASIN:  B00TODXQSW

Genre: Fantasy > Urban Fantasy > Young Adult

ausgelesen am: 23.02.2015

Bewertung:

„Red“ von Alyxandra Harvey bekam ich als ARC (Advanced Copy) vom Verlag Entangled Teen zur Verfügung gestellt. Ich habe nicht damit gerechnet, dass meine Bewerbung berücksichtigt wird – umso glücklicher war ich, als es geklappt hat. Ich muss zugeben, dass ich eigentlich schon entschieden hatte, das Buch lesen zu wollen, bevor ich den Klappentext las. Das Cover ist einfach unwiderstehlich. Düster, geheimnisvoll und ein bisschen unheimlich. In Kombination mit dem Titel konnte ich die zarte Assoziation mit dem Märchen „Rotkäppchen“ nicht verhindern. Allerdings wäre der böse Wolf in DIESEM Wald noch Rotkäppchens geringstes Problem gewesen, das kann ich euch versichern.

Kia hat ihre Schule abgefackelt. Aber nicht mit Absicht, ehrlich nicht. Die Situation ist einfach eskaliert. Sie kann das nicht kontrollieren. Und selbst wenn sie die Wahrheit gesagt hätte, es hätte ihr ja sowieso niemand geglaubt. Doch ob absichtlich oder nicht, ihr Vater weiß sich nicht anders zu helfen und schickt sie fort, damit sie von nun an bei ihrer Großmutter Abby wohnt. Diese arbeitet und lebt auf dem riesigen Anwesen der Familie Blackwood. Wie sich das für ein Herrenhaus mitten im Nirgendwo gehört, gibt es hier eine ganze Menge Regeln, die Kia überholt und seltsam findet. Der Gipfel ist Ethan Blackwood: arrogant und abweisend, teilweise sogar ein wenig gruselig. Ethan hat allerdings jeden Grund, sich so zu verhalten. Er hütet Geheimnisse, die so furchteinflößend und gefährlich sind, dass er nicht riskieren kann, sich von einem hübschen Mädchen mit feuerroten Haaren den Kopf verdrehen zu lassen. Denn Ethan weiß, was im Wald des Anwesens lebt…

Wenn man „Red“ als „Rotkäppchen“-Adaption ansehen möchte, dann ist es maximal eine äußerst freie Interpretation des alten Märchens. Außer den Eckpfeilern haben die beiden Geschichten nicht besonders viel gemeinsam. Doch das macht überhaupt nichts – mir hat „Red“ trotzdem einigen Spaß bereitet. Die Protagonistin Kia brachte mich mit ihrer lockeren, sarkastischen Art ständig zum Lachen und Schmunzeln; sie ist wirklich witzig und nimmt sich selbst nicht zu ernst. Ihr habt es bestimmt schon erraten oder im offiziellen Klappentext gelesen: Kia kann mit ihren Gedanken Feuer entfachen. Im Laufe der Geschichte gewinnt sie zunehmend Kontrolle über diese Fähigkeit, was sie in meinen Augen zu einer wehrhaften, starken Heldin macht, die den Bösen kräftig in den Hintern treten kann. Alyxandra Harvey erlaubt ihr zwar nicht, sich so unabhängig zu verhalten, wie ich es mir gewünscht hätte, aber das ist höchstwahrscheinlich dem Genre geschuldet. Wäre Kia stets in der Lage gewesen, sich selbst zu retten, wäre Ethan schlicht überflüssig für die Geschichte geworden. Und was wäre ein YA-UF-Roman ohne den heißen, männlichen Protagonisten? Als Persönlichkeit fand ich Ethan allerdings nicht sonderlich interessant. Selbstverständlich ist seine abweisende Art nur Fassade; dahinter verbirgt sich ein netter, verantwortungsbewusster junger Mann, der von der Last seiner dunklen Geheimnisse fast erdrückt wird. Mir war diese Charakterisierung zu stereotyp, um wirklich von ihm überzeugt zu sein. Mein Herz brachte er nicht zum Schmelzen. Leider blieben auch die Nebencharaktere zu blass und flach; Kia und Ethan überstrahlen sie völlig. Das liegt zum einen daran, dass die Geschichte abwechselnd aus Kias und Ethans Perspektive geschrieben ist; zum anderen, dass sich die Nebenfiguren jeweils mit nur einer einzelnen Eigenschaft hervortun. So ist beispielsweise Ethans Vater, Holden Blackwood, durch und durch negativ dargestellt – ich hatte nie eine Chance, ihn zu mögen oder seine Motive nachzuvollziehen. Er ist nicht facettenreich, sondern einfach böse. Dass in der Realität niemand ausschließlich böse ist, muss ich euch wohl nicht sagen.
Das Setting hingegen fand ich unheimlich faszinierend. Der Wald der Blackwoods hat tatsächlich im wahrsten Sinne des Wortes Zähne und Klauen. An Kias Stelle wäre ich wohl geplatzt vor lauter Neugier. Sie ist da eindeutig beherrschter (zumindest anfangs), aber schlussendlich kommt auch das Mädchen mit den feuerroten Haaren vom Weg ab und verirrt sich tief im Wald. Sie wird in eine Welt hineingezogen, die seit Jahrhunderten parallel zur Normalität existiert. Schon allein das Anwesen erschien mir als surrealer Ort.

Insgesamt ist „Red“ ein solider Young Adult-Urban Fantasy-Roman, der mich zwar nicht großartig überraschen, aber mit einer sympathischen Protagonistin und einem besonderen Setting punkten konnte. Die Geschichte liest sich zügig und flüssig, denn Alyxandra Harveys Schreibstil ist schnörkellos und unkompliziert. Ich fühlte mich gut unterhalten und könnte mir vorstellen, weitere Werke aus Harveys Feder zu lesen. Sie schreibt sicherlich keine tiefgründigen Bücher, die den LeserInnen viel Interpretationsspielraum bieten, doch ab und zu habe ich brain candy ja ganz gern. „Red“ hat darüber hinaus ein recht offenes Ende, was eine Fortsetzung theoretisch möglich machen würde. Wer weiß, vielleicht ist Kias Geschichte noch nicht abgeschlossen.
Ihr könnt zu „Red“ greifen, wenn ihr euch nach ein wenig Ablenkung sehnt, die euch nicht viel abverlangt. Während einer Prüfungsphase, im Urlaub oder wann immer ihr das Gefühl habt, beim Lesen einfach mal den Kopf ausschalten zu wollen, ist Kias Abenteuer genau das Richtige. Aber gebt Acht, dass ihr nicht vom Weg abkommt, denn im Wald der Blackwoods lauern schlimmere Wesen als Wölfe…

 
 

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Faith Hunter – Fluch des Blutes

„Fluch des Blutes“

Skinwalker - Fluch des Blutes

Reihe: Jane Yellowrock #2

Originaltitel: Blood Cross

Autor: Faith Hunter

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 448 Seiten

Verlag: LYX

Sprache: Deutsch

ISBN: 3802583884

Genre: Fantasy > Urban Fantasy

ausgelesen am: 23.01.2015

Bewertung:

Sagt mal, kennt ihr die Jane Yellowrock – Reihe von Faith Hunter eigentlich? Da nur zwei Bände der Serie auf Deutsch übersetzt wurden und LYX sie danach abgebrochen hat, habe ich das Gefühl, dass Jane relativ unbekannt ist. Als Skinwalker ist sie eine besondere Heldin mit besonderen Fähigkeiten, selbst in der verrückten Welt der Urban Fantasy, denn mithilfe von Fetischen kann sie sich in jedes beliebige Tier verwandeln – ein Erbe ihrer Cherokee-Wurzeln. Außerdem hütet Jane zusätzlich ein außergewöhnliches Geheimnis. 😉
Begonnen habe ich die Serie schon vor einiger Zeit, zwischen der Lektüre von Band eins und zwei lagen jetzt bestimmt mehrere Jahre. Wieder einmal habe ich bewusst darauf verzichtet, der ersten Band noch einmal zu rekapitulieren, denn ich wollte sehen, ob Faith Hunter es auch Quereinsteigern ermöglicht, ihre Geschichte zu verstehen.

Jane konnte den Leberfresser töten, doch während ihren Ermittlungen stieß sie auf mehrere junge Rogues – irgendjemand erschafft junge Vampire und lässt sie unkontrolliert morden. Dieser Umstand verstößt gegen die uralten Gesetze der Vampire, weswegen der Vampirrat Jane damit betraut, den Schöpfer zu finden. Sie rechnet nicht damit, dass dieser Auftrag übermäßig kompliziert werden könnte – wie sehr sie sich doch täuscht. Schon bald findet sie sich inmitten des Gewirrs der Vampir-Politik wieder, die von jahrhundertealten Fehden und Intrigen beherrscht wird. Jane muss einsehen, dass sie sich zur Aufklärung des Geheimnisses um den Rogue-Schöpfer nicht allein auf ihre besonderen Stärken verlassen kann, sondern Hilfe braucht. Diese bekommt sie auch, allerdings ausgerechnet in Form von George Dumas und Rick La Fleur – zwei Männer, die unterschiedlicher nicht sein könnten und Janes Blut mächtig in Wallung bringen…

Für mich war „Fluch des Blutes“ zu diesem Zeitpunkt genau die richtige Entscheidung. Es ist nicht raffiniert, es ist nicht anspruchsvoll, es ist nicht sonderlich geistreich – und dadurch perfekt als Zwischendurch-Lektüre. Ein eifriges Hoch auf brain candy! Wenn ich mental mit anderen Dingen (wie Uni-Kram) beschäftigt bin, brauche ich ein Buch wie dieses: leichte, spannungs- und actiongeladene Unterhaltung, um mich zu entspannen. Dementsprechend habe ich mir während des Lesens wenig Gedanken über „Fluch des Blutes“ gemacht, ich glitt in die Geschichte hinein und genoss es einfach, Jane bei ihren Abenteuern zu beobachten. Sie ist eine wirklich angenehme Protagonistin, eine starke Heldin mit einem großen Herzen, das so manches pikante Geheimnis birgt. Ich kann mich gut mit ihr identifizieren, weil sie für meine Begriffe genau die richtige Mischung aus genretypischen Eigenschaften und Individualität darstellt. Sie ist wild und unbezähmbar, liebevoll und leidenschaftlich, impulsiv und trifft Entscheidungen selten logisch begründet, sondern verlässt sich meist auf ihre Instinkte. Außerdem kann sie überhaupt nicht lügen, was ich besonders sympathisch finde.
Der Fall, an dem Jane arbeitet, beleuchtet nicht nur die Feinheiten der Vampir-Kultur genauer, sondern auch das Verhältnis zwischen Vampiren und Hexen. Ich fand vor allem letzteres durchaus interessant, obwohl ich sagen muss, die Erklärung, der Konflikt bestünde schon so lange, dass niemand mehr wüsste, wie er entstand, war mir zu lasch und kaum plausibel – jahrhundertealte Vampire, hallo? Faith Hunter hat es sich mit dieser Aussage sehr einfach gemacht; für meinen Geschmack hätte sie hier mehr Kreativität zeigen und sich dafür an anderer Stelle ein wenig zusammen reißen müssen. Der Fall an sich ist in meinen Augen unnötig verschachtelt und verzwickt; ich bin überzeugt, Hunter hätte ihn mit weniger AkteurInnen wesentlich eleganter gestalten können. Für einen so komplizierten Aufbau hätte sie eine deftige Portion Krimi/Thriller-Erfahrung gebraucht, die sie aber nun mal nicht hat. So hat mich die Auflösung verwirrt und ich hatte das Gefühl, ein paar Punkte falsch gedeutet oder nicht mitbekommen zu haben. Ehrlich gesagt wirkte es sogar ziemlich an den Haaren herbei gezogen, zu gekünstelt und erzwungen. Trotzdem gefiel mir der finale Showdown gut, einfach weil es richtig zur Sache geht. Für eine derbe Prügelei bin ich eben immer zu haben. 😀

„Fluch des Blutes“ ist eines der Bücher, bei denen es eine große Rolle spielt, mit welchen Erwartungen man die Lektüre beginnt. Ich hatte im Grunde gar keine, daher hat es mich trotz einiger Mängel wirklich gut unterhalten. Ich wollte eigentlich nur herausfinden, ob ich die Jane Yellowrock – Reihe weiter verfolgen möchte oder nicht. Eine definitive Entscheidung konnte ich nicht treffen, aber dem nächsten Band „Mercy Blade“ (nur in Englisch erhältlich) werde ich eine Chance geben. Ich mag Jane und für Zwischendurch ist die Serie angenehm kurzweilig. Wenn ihr euch für Jane Yellowrock interessiert, empfehle ich euch nachdrücklich, mit dem ersten Band zu beginnen und keinesfalls quer einzusteigen, denn dafür ist „Fluch des Blutes“ absolut nicht geeignet. Ich möchte ja nicht, dass euch Janes großes Geheimnis kalt erwischt. 😉

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 29. Januar 2015 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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14. 01. 2014 – Leseentscheidungen

Als ich mich heute morgen auf den Weg zur Uni machte, wusste ich bereits, dass ich „The Day of the Locust“ im Laufe des Tages auslesen werde. Interessant ist die Entscheidung, die ich bezüglich meiner nächsten Lektüre traf. Eigentlich wollte ich mir wie angekündigt „City of Ashes“ vornehmen. Ich entschied mich jedoch dagegen und packte „Für eine Handvoll Bisse“ (Chicagoland Vampires #7) von Chloe Neill in meinen Rucksack. Wieso? Zum Einen ist das Buch kleiner und dementsprechend leichter als der zweite Band der „The Mortal Instruments“-Reihe. Zum Anderen hatte ich das dringende Bedürfnis, mal wieder ein Buch auf Deutsch zu lesen, nachdem ich nun am Stück drei englische gelesen habe. Zwar fällt mir das Englische leicht und beeinflusst meinen Lesefluss kaum, aber ich hatte das Gefühl, unbedingt mal wieder etwas lesen zu müssen, bei dem ich absolut nicht nachdenken muss. Brain Candy. Natürlich bin ich auch neugierig auf den weiteren Verlauf der Geschichte der Vampire aus Chicago, aber das war nicht der Hauptgrund, denn auf die Fortsetzung von Clarys und Jaces Schicksal bin ich genauso gespannt. Das heißt, meine letzten Bücher haben maßgeblich meine Entscheidung für den nächsten Lesestoff beeinflusst. Wer kann es mir übel nehmen nach „The Grapes of Wrath“ und „The Day of the Locust“?

Was mich vor allem interessiert, wie trefft ihr diese Entscheidung? Nach welchen Kriterien sucht ihr die nächste Lektüre aus? Spielt für euch das Gewicht eines Buches eine Rolle, wenn ihr viel unterwegs seid? Hinterlasst mir in den Kommentaren mit Verweis auf das Datum (also der 14.01.2014) eure Antworten, ich freue mich sehr darauf, von euren Erfahrungen und Gewohnheiten zu lesen! 🙂

++ACHTUNG: Dieser Beitrag wurde übertragen. Erstellungsdatum ist der 14.01.2014!++

 
 

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